Gegenwärtig werden in den bundesdeutschen Parteien intensive Diskussionen über Strategien, inhaltliche Neuausrichtungen und das eigene Selbstverständnis geführt. Besonders hervotut sich hierbei im Moment die Linkspartei mit ihrer Debatte &u...>> mehr
Seit Wochen sind die Aufstände und Revolutionen im arabischen Raum in dem Medien präsent. Galten die islamisch geprägten Länder bisher als schwer bis gar nicht demokratisierbar - vorsichtig ausgedrückt - so ändert sich dies. F&uum...>> mehr
In diesem Kommentar wird es nicht um die konkreten Zahlen gehen, also ob der Regelsatz nun um 5, 6 oder doch eher 11 Euro angehoben, wieviele Sozialarbeiter_innen mehr eingestellt werden sollte und so weiter. Es soll vielmehr ein Schlaglicht auf den politische...>> mehr
Als der Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel bei der ARD-Sendung Anne Will am 28.11.2010 ins Bild kam, sahen die Zuschauer_innen auf seiner Jacke einen kleinen gelben Pin. Worum mag es sich da handeln? Hatte er sich in Anbetracht des kommenden Aids-T...>> mehr
Es ist gut, dass der vollkommen überzogene Polizeieinsatz in Stuttgart solch hohe Wellen schlägt. Bis hinein in den Bundestag und überall in Deutschland wird nun über Stuttgart 21 und über den Umgang der politischen Klasse mit Oppositi...>> mehr
....auch im 21.Jahrhundert wird liberale Politik weiterhin notwendig sein. Nur, ob dafür auch eine sich selbst in diese Denktradition stellende Partei notwendig ist, ist mehr als fraglich. Die soziale Basis der FDP als genuin liberalen Partei waren bislang immer die oberen gesellschaftlichen Schichten der Besserverdienenden und Kapitalbesitzer_innen gewesen. Die Dramatik ihres Niedergangs offenbart sich im schwindenden Vertrauen dieser Schichten in die Politik und die Erneuerungsfähigkeit der FDP. Offenbar hat die FDP die gesellschaftliche Verankerung und somit auch ihre Existenzberechtigung verloren. Nun stand der politische Liberalismus nicht stets für Freiheit des Handelns und Denkens, wie die programmatischen Texte der National-Liberalen Strömung, die insb. in NRW der 1950er Jahre stark war, deutlich macht. Darüber hinaus hat der reine Liberlismus eine wesentliche Schwäche: er ignoriert die materiellen Grundlagen, die für Individuen und soziale Gruppen gegeben sein müssen, um theoretische Freiheit auch tatsächlich leben zu können. Dazu bedarf es - leider - eines intervenierenden Staates, der für einen gewissen Ausgleich sorgt. Ohne diese Intervention auf der Grundlage sozialer Rechte verliert die Demokratie ihre Arbeitsgrundlage und Legitimation. Die liberale Partei FDP muss man nicht nachtrauern, es wird nun vielmehr darauf ankommen, dass u.a. durch gesellschaftlichen Druck, die bundesrepublikanischen Parteien individuelle Freiheit beachten und die repressive und undemokratische Überwachungs- und Sozialpolitik der letzten Jahre revidieren.
...aber auch die enorme Marktmacht von amazon hat (wohl nicht zuletzt aufgrund der Buchpreisbindung) dafür gesorgt, dass die kleinen Buchläden aussterben. Der Markt für diese Läden wird kleiner, abe...
...aber auch die enorme Marktmacht von amazon hat (wohl nicht zuletzt aufgrund der Buchpreisbindung) dafür gesorgt, dass die kleinen Buchläden aussterben. Der Markt für diese Läden wird kleiner, aber wer auf eine fachliche Beratung, Fachbücher und Literatur neben dem Mainstream sucht, wird auch in Zukunft eher zum kleinen Buchladen des Vertrauens gehen. ...und was ist das Vergnügen auf 'ne Mattscheibe zu starren, gegen das reale Gefühl Papier in der Hand zu haben, ohne Rücksicht auf Batterielaufzeiten umblättern zu können und nicht zuletzt: ein E-Book sieht eingepackt als Geburtstagsgeschenk irgendwie auch seltsam, nun ja, virtuell aus....;-) solidarische Grüße an den Verbrecher Verlag!
@Nosferatu,
Ihr Hinweis auf eine Demokratisierung des Mediensektors hat ein Problem: So wie die Ägypter vor 3000 Jahren wohl glaubten das sie an einer grossen Sache beteiligt sind, als sie sich als...
@Nosferatu,
Ihr Hinweis auf eine Demokratisierung des Mediensektors hat ein Problem: So wie die Ägypter vor 3000 Jahren wohl glaubten das sie an einer grossen Sache beteiligt sind, als sie sich als...
Offenbar liegt hier ein Missverständnis vor: mit freien Medien sind hier keineswegs 'kostenlose' Angebote wie sie z.B. von Wikipedia auf der Grundlage unentgeltlicher Arbeit angeboten werden, also eben nicht 'open source'. Mit freien und demokratischen Medien ist vielmehr gemeint, dass diese ungehindert, nach journalistischen Qualitätsstandars arbeiten können. Dabei sollte der einzelne Reporter frei von Einflussnahme sowohl aufgrund finanzieller Interessen der Eigner des Medienkonzerns, als auch von repressiven Einschränkungen staatlicherseits arbeiten können. Demokratisch heißt in diesem Zusammenhang, dass z.B. der/ die jeweilige Reporter/in an der Gestaltung der Medieninhalte und an den Entscheidungen, die innerhalb des Betriebs gefällt werden, beteiligt wird. Des weiteren, dass die Medienmacher_innen sich als Teil einer freiheitlich-demokratisch verfassten Gesellschaft begreifen. Konsequent weitergedacht, stößt man irgendwann auch die Eigentumsfrage, d.h. wer hat Eigentum bzw. Verfügungsgewalt über welche Strukturen und Ressourcen und kann dadurch die Inhalte maßgeblich beeinflussen. Ich stimme Ihnen zu, dass die gesellschaftliche Ordnung durch Streiks gefährdet wird, eher gering einzschätzen ist. Letztlich ist hier aber auch zu fragen, inwieweit eine Destabilisierung durch umfassende Streiks wünschenswert ist in einer Gesellschaft, in der ein demokratisches Bewusstsein und ein demokratischer Umgang tief verankert sind. Deutlich sollte einem aber schon sein, dass gesellschaftliche Unruhe auch durch Streiks entstehen und diese dadurch - Beispiel Initiative zur Einschränkung der Tarifautonomie durch BdA und DGB - politisch eingehegt werden sollen.
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
>> mehr