Odysseus21

Blog von Odysseus21

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Alles auf Autobahn

Politik | 05.10.2011 | 17:55 Tom Strohschneider
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07.10.2011 | 09:36 Odysseus21
Ich frage mich nach diesem sehr unvorsichtigen, unklugen und sehr unprofessionellen Manöver des Regierenden in Berlin, inwiefern er und seine Entourage nun - parteiintern wie auch außerhalb der Partei - noch als Repräsentant der Linken gelten kann.
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Diese Kohls

Wochenthema | 14.07.2011 | 07:00 Georg Seeßlen
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14.07.2011 | 08:05 Odysseus21
Ein brillanter Artikel. Dem Autor einen Glückwunsch hierzu. Als jemand, dessen politisches Bewusstsein während der Kohl-Ära zu erwachen begann, kann ich nur beipflichten: die 80-er Jahre waren das Zeitalter der Inszenierung einer quasi-reaktionären Familienidylle und die Hochzeit eines unpolitischen Hedonismus, dessen Erkennungszeichen der Golf-Cabrio und die sorgsam gelegte Dauerwelle waren. Kohl muss man wohl tatsächlich als einen großen Narkotiseur der politischen Geschichte sehen, der es - übrigens auffällig parallel zu Bismarck - geschafft hat, ein Geflecht von innenpolitischen und aussenpolitischen Abhängigkeiten aufzubauen und zu bedienen. Und eines darf dabei nicht vergessen werden: Kohl war in seiner Generation das beste Beispiel für einen Karrierepolitiker, der schon als junger Mann seinen Kreisverband beherrschte und nun wirklich alles darauf ausgerichtet hatte, einmal eine machtvolle Position einzunehmen. Insofern war Kohl damals unglaublich modern als Vorläuder und Prototyp der heutigen Politikerkaste, die schon mit 16 in den Jugendverbänden die eigene Karriere plant.
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Geist des Jetzigen

16.01.2010 | 10:56 Odysseus21
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06.08.2010 | 14:01 B.V.
Ich habe den Artikel erst jetzt entdeckt. Aber sehr gut: "Diese Logik der Macht, von denen vor allem diejenigen profitieren, die Politik zu ihrem Beruf machten, aber leider nicht Max Weber lasen, muss...
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06.08.2010 | 14:24 Odysseus21
Lieber B.V. , leider ist diese von Böhning formulierte Haltung nur teilweise Hilflosigkeit. Ich glaube (nach meinen Erfahrungen als Kommunalpolitiker für die SPD), dass dahinter tatsächlich die Absicht steht, innerparteiliche Demokratie nur zu simulieren und nicht tatsächlich stattfinden zu lassen. Grüße, Odysseus21
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Geld vom Mars

06.08.2010 | 12:15 Odysseus21
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06.08.2010 | 12:44 fruehauf
Und während Grüne und SPD sich in Lob für diese tolle Idee (Superreiche "geben etwas zurück") ergehen, ist es neben der Linken Wolfgang Böhmer von der CDU, der kritische Töne von sich gibt, er hält ei...
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06.08.2010 | 12:53 Odysseus21
Lieber Fruehauf, danke sehr für die Hinweise aus das sinnvolle Stiften, das in unserer Gesellschaft für den "Otto Normalbürger" möglich ist. Interessant auch Ihr Hinweis auf die Reaktion von Böhmer. Dieser sehr unprätentiöse MP ist nämlich sehr stark vom lutheranischen Protestantismus geprägt, was sich offenbar in der Haltung niederschlägt, lieber für eine ausgewogene Besteuerung zu sorgen als auf spektakuläre Einzelfälle zu vertrauen Grüße, Odysseus21
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Geld vom Mars

06.08.2010 | 12:15 Odysseus21
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06.08.2010 | 12:30 Gustlik
Nachtrag; Einen 3D-Blogeintrag würde man vorher nicht mit Word verfassen und kopieren.
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06.08.2010 | 12:35 Odysseus21
Lieber Gustlik, vielen Dank für Ihre Kommentare; vielleicht können Sie mir ein paar Hinweise zum "richtigen Handwerk" für die Veröffentlichung geben? Grüße, Odysseus21
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Nein, danke!

Positionen | 05.08.2010 | 15:39 Tom Strohschneider
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06.08.2010 | 07:08 Tom Strohschneider
Nachtrag: Auch hierzulande kommt der Vorstoß der US-Milliardäre gut an. Politiker von SPD und Grünen haben Vermögende aufgefordert, ihrem Beispiel zu folgen: „Ein gutes Vorbild“ (Claudia Roth), eine ...
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06.08.2010 | 10:01 Odysseus21
Vielen Dank für diesen Artikel Herr Strohschneider. Einige Worte noch zu den deutschen Politikern, die das Ganze als Vorbild loben in aller Kürze: 1) Haben diese Politiker generell nicht verstanden, dass wir uns im westlichen Europa/ Mitteleuropa in einer ganz anderen sozial-politischen Ökologie befinden, als dies in den USA der Fall ist. 2) Sollte man als verantwortlicher Sozialdemokrat in der Opposition dieses Thema medial nicht noch verstärken, sondern nun erst recht die Frage nach der Wiedereinführung der Vermögenssteuer intensiv stellen. 3) Sollte man erkennen, dass diese angebliche Großzügigkeit den Trend zu einem bizarren Revival frühneuzeitlichen Staatsverständnisses bestärkt, da der Staat und damit der Souverän durch willkürlich agierende Einzelpersonen, die ihr tatsächliches Kapital in soziales Kapital umwandeln wollen, ersetzt wird. Alle drei Punkte demnächst ausführlicher in meinem Blog
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Ende eines Systems

Politik | 06.02.2010 | 18:00 Georg Fülberth
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07.02.2010 | 13:37 Odysseus21
Vielen Dank für diesen erhellenden Artikel. Allerdings ist nicht nur der Rheinische Kapitalismus inzwischen als Modell und gelebte Wirklichkleit kaum mehr existent. Die Vita Kohls, der es seit Jugendzeiten darauf angelegt hat, politisch legitimierte Macht auszuüben und der die diversen Schritte in das BK-Amt strategisch plante und durchführte, verweisen auf ein Kernproblem der Rekrutierung politischen Personals. Denn Kohls Vita funktioniert als Folie und als Prototyp einer Karriere, die sich Leute wie Koch o.a. zum Muster genommen haben, um Macht zu akkumulieren. Gerade an dem Beispiel Koch kann man gut studieren, wie (relativ) einfach er auf Grund seiner Herkunft aus einem rechtskonservativen politischen Milieu (er lernte also schon sehr früh die Spielregeln innerparteiliche Machtübernahme und Machterhaltung) sich inzwischen gerade in der Honoratiorenpartei CDU/CSU eine Gruppe von "nobiles" (Bsp.: Koch, von der Leyen, zu Guttenberg [qua adliger Herkunft]...) herausbildet, die glauben, einen Anspruch auf die Vertretung des Volkes zu haben. Um wieder auf Kohl zurückzukommen: Genau diese Haltung (ich habe für das Vaterland so vieles geleistet, also darf ich auch ein paar Gesetze brechen oder umgehen) war die Grundlage für des Altkanzlers Weigerung, die Spedernamen zu nennen. Daher gilt es, viel bewusster und auch öffentlich darüber zu diskutieren, ob es nicht sinnvoller sei, Personen in poltische Ämter zu wählen, die 1) nicht einer einflussreichen politischen Familie oder einer sonstwie schon gesellschaftliche herausgehobenen Elite (z.B."Finanzadel" oder tatsächlicher Adel) entstammen 2) Politik eben nicht als Beschäftigung zur Machtakkumulation betreiben, sondern tatsächlich als Vertretung des Souveräns.
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Geist des Jetzigen

16.01.2010 | 10:56 Odysseus21
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17.01.2010 | 01:29 André Rebentisch
Diese Kritik an den Vorschlägen von Böhning hat ein Problem, sie ist ausgesprochen "apolitisch". Sie artikuliert empfindliche Befindlichkeiten darüber wie man sich zu benehmen oder etwas zu kommuni...
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24.01.2010 | 22:05 Odysseus21
Lieber Wolkensieber, spät antworten Sie, aber immerhin: Sie antworten. Einmal allgemein und etwas theoretischer zu Ihren Ausführungen: Die SPD profitiert schon seit Jahrzehnten von der von ihr mit initiierten Öffnung der Hochschulen und der ebenfalls von ihr eingeleiteten Entkoppelung von Herkunft und Bildungsakkumulation. Insofern dominieren in den Ortsvereinen Personen, die höchstens noch aus einer Arbeiterfamilie stammen, aber selbst längst schon den Habitus von Akademikern verinnerlicht haben. Deshalb ist es anachronistisch, davon zu sprechen, die Kernstütze der SPD sei die Arbeiterschaft. Das tatsächliche Problem besteht darin, dass insgesamt das Modell der korporatistischen Gesellschaft, das auf Grund ganz spezifischer historischer Bedingungen gerade in Deutschland sehr erfolgreich war, in einer Phase der Implosion begriffen ist und jede Partei (nicht nur die SPD) als bisher davon profitierendes Subsystem neue Anbindungsmöglichkeiten an die neuen Kollektivformen der Gesellschaft finden und definieren muss. Im 19. Jh. schaffte die SPD dies, indem Sie vor der Folie des marxistischen Gedankenguts sich selbst mittels Arbeitervereine oder etwa der AWO in das gesellschaftliche System eingeschrieben hat. Wir beobachten nunmehr - aus soziologischer Sicht - einem Umbruch der gesellschaftlichen Organisationsmodelle. Darauf muss die SPD eine formale wie inhaltlich passende Antwort finden. Die Thesen von Böhning beziehen sich allerdings auf einer formal-sprachlichen Ebene auf das Neusprech der Unternehmensberater ("Zielvereinbarungen, professionelles Organizing") und auf inhaltlicher Ebene auf die beinahe vegangene Welt des deutschen Korporatismus. Grüße, Odysseus21
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Geist des Jetzigen

16.01.2010 | 10:56 Odysseus21
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17.01.2010 | 01:29 André Rebentisch
Diese Kritik an den Vorschlägen von Böhning hat ein Problem, sie ist ausgesprochen "apolitisch". Sie artikuliert empfindliche Befindlichkeiten darüber wie man sich zu benehmen oder etwas zu kommuni...
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17.01.2010 | 08:43 Odysseus21
Lieber Wolkensieber, ich weiss zwar nicht, welchen Begriff sie von "politeia" haben, aber ich kann mir kaum etwas Politischeres vorstellen, als offen darüber zu sprechen, wie man Machtkonzentration innerhalb und ausserhalb einer Partei verhindern kann. Die Frage der Machtkonzentration ist schon immer einer der zentralen Fragen für alle, die sich mit Politik beschäftigen, gewesen und wird es wohl auch immer bleiben. Die Stoßrichtung und der Kontext der Thesen Böhnings sind sehr wohl von mir beachtet worden; ich vesuche ja nun gerade, seine Forderungen zu charakterisieren. Sollte Ihnen die Charakterisierung nicht gefallen, dann können wir ja hier offen darüber diskutieren.... Grüße, Odysseus21
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Geist des Jetzigen

16.01.2010 | 10:56 Odysseus21
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16.01.2010 | 17:53 Fro
Danke für den aufschlussreichen Artikel. Ein Parteibeamter wie er im Buche steht. Es ist ein Skandal, das denen nichts besseres einfällt - wenn man bedenkt, dass unserer Regierung uns geradewegs in ei...
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16.01.2010 | 18:16 Odysseus21
Lieber Fro, sie haltenin Ihrem Beitrag die traditionellen Werte und Ziele Linken hoch, die auch ich allesamt unterschreiben kann. Auch ich glaube, dass es Zeit ist, sich als Politiker zu solchen Idealen zu bekennen (und zwar verstanden als ethische Verpflichtung) und nicht vor jeder Herausforderung einzuknicken mit dem Hinweis, dies und jenes sei zu kompliziert, nicht machbar etc.. Diese Haltung wurde uns zu oft als Realpolitik verkauft...
Odysseus21
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