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Gestern lief auf Pro Sieben die Sendung Schlag den Raab und wurde von Millionen von Fernsehzuschauern verfolgt. Dies ist an sich nichts ungewöhnliches, die Sendung läuft seit dem 23. September 2006 mit mehreren Ausgagen jährlich mit Stefan Raab und Matthias Opdenhövel.
Aber der Abend am Samstag den 12. September 2009, zeigte einen Kandidaten, der mehr oder weniger unsympathisch rüberkam und ausgepfiffen und ausgebuht wurde. Der Kandidat wurde laut der Presse mit 80 % der Fernsehzuschauer zum Herausforderer gewählt und von Runde zu Runde arroganter. Der Sieg war ihm völlig auf die Stirn geschrieben, er gewann mit 68:52 und das Publikum buhte und Raab und Opdenhövel waren nicht von dem Kandidaten, der hier gewann nicht begeistert. Aber Raab gratulierte ihm und bat das Publikum um Zurückhaltung. Er würde als verdienter Gewinner nach Hause gehen, für Zorn gäbe es keinen Grund, aber jubeln müssen sie deshalb auch nicht.
Das Nachspiel für diesen Sieg, sind zahlreiche Hassschriebe gegen den Kandidaten die im Internet verbreitet werden. Noch nie hat ein Kandidat dieser Sendung die Menschen so in ihren Meinungen vereint.
Aber die Reaktionen des Publikums, des Kandidaten, der Internetuser und des ansonsten als relativ fair geltenden Moderators zeigen auf wie es in der Welt heute zu geht. Die Würde des Menschen ist einem heute relativ egal, ob das eigentlich auch nichts neues ist. Bereits zu Zeiten des alten Testaments wurde diese mit den Füßen getreten, man erinnere sich nur das römische Motto "Brot und Spiele", bei dem Gladiatoren gegen einander antreten mussten um sich zu töten. Nichts anderes wird uns heute von Fernsehstationen oftmals angeboten, die gestrige Sendung bewies dieses Motto wieder einmal.
Aber die nachfolgenden Reaktionen über den Sieg von Hans-Martin zeigen auf das sich der Mensch über die Jahrtausende nicht geändert hat. Unsymphatische Sieger in Areana wurden manchmal sogar den Löwen zum Fraß vorgeworfen. Heutzutage werden sie den Medien zum Fraß vorgeworfen und zerfleischt.
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allerdings wird niemand dazu gezwungen, während man es bei den gladiatoren nicht immer so genau nahm.^^
mfg mh |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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