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Blog von opponent

06.02.2009 | 10:03

Der “Staat” ist kein “Leviathan”, sondern Illusion!

Der Begriff des “Leviathan” in der Verwendung als Versinnbildlichung des “Staates” ist eine Ausgeburt des absolutistischen Denkers Thomas Hobbes. Noch heute erfreut sich der Begriff einer meist gedankenlosen Nutzung, selbst unter “Liberalen” und “Libertären”. Ich halte dies für gefährlich, weil es den Blick auf die einfache Wahrheit vernebelt. Diese einfache Wahrheit lautet: Es gibt ihn nicht, diesen “Leviathan”! Der “Staat” ist doch kein uns entrücktes, überlegenes Wesen, keine abseits des Menschlichen exisierende Gestalt. Der “Staat” ist nichts weiter als eine Gruppe von Menschen, deren Individuen in ihrem elementaren Menschsein vielleicht nicht schlechter, aber ganz bestimmt nicht besser sind als Du oder ich. Es sind Menschen, keine Übermenschen. Sie haben die gleichen Fehler wie Du und ich, die gleichen Schwächen wie Du und ich. Was Dich und mich aber grundsätzlich von jenen Menschen unterscheidet, die sich “Staat” nennen, ist unsere Friedfertigkeit, wärend diese Gewalt gegen Gewaltlose initiieren oder damit zumindest drohen. Das, genau das ist der “Staat” — nackte, rohe Gewalt. Alles andere ist Illusion, Zeichnung im Sand. (Redigierte Fassung eines zuvor auf opponent.de veröffentlichten Beitrags.)
 
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