oranier

oraniers blog

31.12.2009 | 08:32

Zu Jakob Augstein, Die Zukunft der Zeitung, Fortsetzung meines Blogs

Sehr geehrter JA,

Danke für die freundliche Antwort im ersten Teil meines Blogs!

Zunächst habe ich diese so verstanden, wie so manche andere unqualifizierte Antwort dort auch: als Anwendung der mehr oder weniger infamen Methode, die Kritik an einem Text, statt sie auf ihre sachliche Berechtigung hin zu überprüfen, zur Kritik an dem Kritiker umzukehren. Als würden irgendwelche nachgewiesenen Fehler des Kritikers auch nur das Geringste am kritisierten Text verbessern!

Sehr erheiternd, wie das da allenthalben praktiziert wird. In extremen Fällen, ich will nicht den Namen Magda nennen, amüsiere ich mich besonders über den erregten Vortrag und denke: "Was macht es dem Mond, wenn ihn ein Hund anbellt?"

In Ihrem Fall war das aber wohl ein Missverständnis. Als professioneller Redakteur haben Sie ja wohl gelernt, produktiv mit Kritik umzugehen. Das erhellt auch aus dem von merdeister eingestellten Zitat:

"Wenn man hier etwas umstellt, da eine besonders krasse Formulierung ändert, oder einen Gedanken, eine Metapher, in die der Autor sich verliebt hat, die aber außer ihm niemand versteht, einfach streicht - dann würde so mancher Text davon sehr profitieren".

Die Verbesserungsmöglichkeiten ließen sich, wie Sie mir zustimmen werden, noch um etliche Aspekte ergänzen, von denen ich ja auch in meiner Textkritik einige exemplifiziert habe. Wir sind uns also vollkommen einig in Folgendem:

"Es gibt eigentlich niemanden, dem es nicht bekommt, redigiert zu werden. Niemanden"

(wenn ich einmal an dieser Stelle übergehe, dass ich z.B. hier statt "Es gibt eigentlich niemanden ... " "Es gibt eigentlich niemandes Texte" redigieren würde).

Ich teile sogar ganz allgemein Ihre Auffassung "Nur Blogger werden nicht redigiert. Manchmal ist es schade um die Texte."

Das hatte aber, ich muss gestehen, in mir den Verdacht genährt, Sie könnten, entgegen allen Gepflogenheiten in Internetforen, die Unverschämtheit besitzen, von sich aus Eingriffe in Texte vornehmen zu wollen, die ausgerechnet von Amateuren geschrieben und im Blog veröffentlicht wurden, damit ihr grundgesetzlich garantiertes Recht wahrnehmend, ihre "Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten" (Art. 5 (1) GG), ein Grundrecht, das bis vor kurzem in praxi nur Leuten mit ökonomisch und beruflich herausgehobener Sonderstellung wie Ihnen vorbehalten war.

Diese Verfassungswirklichkeit kollidierte dabei allerdings unzweifelhaft mit dem obersten Verfassungsgrundsatz, dem der Gleichheit aller Bürger, und man kann von daher den Demokratisierungeffekt gar nicht hoch genug veranschlagen, den ein allgemein zugängliches, nicht kommerzielles, also nicht durch Kapitalinteressen gesteuertes und eingeschränktes Internet bewirkt hat, indem es dem prinzipiellen Recht auf Äußerung und zumal Verbreitung der Meinung eines jeden Einzelnen auch de facto Geltung verschafft hat.

Vollkommen beruhigt hat mich dann aber doch folgender Kommentar von Ihnen:

"Es handelt sich bei den beiden Blogs um Transkripte meines mündlichen Vortrags. Sie sind für die Schriftform nicht noch mal extra bearbeitet worden. Ich bin Ihrer Meinung: Abdrucken würde ich den Text in dieser Fassung nicht".

 

 

 

Einmal abgesehen davon, dass ich mir das so nicht hätte vorstellen können: statt eines Herrn Augstein, der von einem Redemanuskript abliest, ein frei vortragender Augstein und eine schriftsprachlich versierte Sekretärin, die sich nicht sträubt, so etwas in der uns servierten Form vom Diktiergerät abzutippen:

Abgesehen davon also lässt sich das ja wohl nur so verstehen:

1. Es besteht ein fundamentaler Unterschied zwischen Texten, die für den Druck bestimmt sind und solchen, die man im Blog veröffentlichen kann.

2. Ich als der Herausgeber des Freitag und der Verantwortliche des Freitag-Blogs nehme für mich in Anspruch, einen Text, wie immer er zustande gekommen ist, unredigiert im Blog zu veröffentlichen, ohne Absätze, ohne Punkt und Komma - oder doch mit Punkten und Kommas an der falschen Stelle - mit zahlreichen sprachlichen Unstimmigkeiten und Ungenauigkeiten, die bei einem Drucktext mit großer Sicherheit unter das Verdikt redaktionsbedürftig fallen würden.

3. Die Mühe, die sich ein Mitblogger gemacht hat, um  kleinschrittig auf die entsprechenden Mängel hinzuweisen, verwende ich nicht etwa dazu, den Text im Blog nachträglich entsprechend zu redigieren, wenigstens da, wo die Kritik evident einleuchtet, wenn ich sie schon nicht ganz nachvollziehen kann oder teile, sondern ich beharre theoretisch auf dem fundamentalen Unterschied zwischen Druck- und Blogtext und praktisch darauf, einen ausgesprochen Mängel-behafteten Text unverbessert im Blog zu belassen.

Fazit: "Quod licet Jovi, non licet bovi" (Was dem Jupiter erlaubt ist, ist noch lange nicht jedem Ochsen erlaubt) - das wird man Augstein ja wohl schwerlich als Haltung unterstellen wollen. Ergo: Im Blog werden nicht nur seine, sondern zumal die Texte von einfachen Bloggern so belassen, wie sie sie geschrieben haben, mit allen sprachlichen und gedanklichen Stärken und Schwächen, die sie genauso aufweisen wie die Texte von Profis.

Dies als Klärung durch Augstein, oder vielleicht sogar als Umdenken bei ihm, herbeigeführt zu haben, das hat ja doch allein die Mühe gelohnt, mein Blog zu erstellen, von dem ausgesprochenen Spaßfaktor in der anschließenden Diskussion ganz zu schweigen.

Das findet jedenfalls mit fröhlichen Silvestergrüßen an alle der
oranier

P.S. Bei dem vorliegenden Blog handelt es sich um den nächtens in die Tüte geschriebenen Text eines einfachen Blogger-Amateurs. Abdrucken würde ich den Text in dieser Fassung nicht.

 

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 09:13
Hallo oranier,
den Hinweis auf die Gesetzeslage, also unser zugrundeliegendes Grundgesetz ist wohl (leider) angebracht.

Wenn es auch genügend Gegenbeispiele "da draußen in der rauhen Wirklichkeit" gibt, die belegen, dass die Meinungs- und Redefreiheit nicht überall beachtet wird, ist es ein mehr als gutes Gefühl zu wissen, dass sich der Chefredakteur und Herausgeber des freitag diesem grundlegenden Recht verpflichtet fühlt!

Es ist wahrscheinlich voreilig oder vorgegriffen, aber ich möchte einen Toast aussprechen auf Jakob Augstein und auch auf dich, oranier, der durch seine aberwitzige Textkritik bewiesen hat, dass Amateure und Profis gleichermaßen Fehler machen, seien diese nun stilistisch, inhaltlich oder nur grammatikalisch.

In den Fehlern, die Profis wie Amateure gleichermaßen gelegentlich machen, zeigt sich ihre (unsere) zugrundeliegende Menschlichkeit.

Im Umgang mit eigenen Fehlern und den Fehlern der anderen liegt eine große Herausforderung und Chance.

Amateure können von Profis lernen wie umgekehrt auch Profis von Amateuren.

Prosit Neujahr!
oranier schrieb am 31.12.2009 um 10:00
Moin Harry,

ich stimme dir vollkommen zu: es ist "ein mehr als gutes Gefühl zu wissen, dass sich der Chefredakteur und Herausgeber des freitag diesem grundlegenden Recht verpflichtet fühlt!" - wenn er sich diesem denn verpflichtet fühlt.

Den Tost darauf spreche ich allerdings erst nach der Hauptverhandlung mit dir zusammen aus, also zum erscheinen der Alpha-Version. Die Prophezeiung, dass du da genauso voreilig sein könntest wie bei deinem Neujahrs-Prosit schon an Silvester, kann man mittelbar aus meinen Darlegungen herauslesen. wobei ein Prophet ja entgegen landläufiger Meinung nicht jemand ist, der die Zukunft voraussagt, sondern jemand, der die Vorzeichen einer unheilvollen Zukunft in der Gegenwart erkennt und deshalb zu rechtzeitiger Umkehr mahnt.

Natürlich bin auch ich daran interessiert, meine zugrundeliegende Menschlichkeit zu erfahren, indem du, Amateur oder Profi, Butter bei die Fisch tust, wie man bei uns zu sagen pflegt, und mir zeigst, welche Fehler ich in meiner aberwitzigen Textkritik bewiesen habe, "seien diese nun stilistisch, inhaltlich oder nur grammatikalisch".

Komm' mir aber bitte nicht mit dem Verdikt "verquast" zu meinem schönen hypotaktischen Satz über zehn Zeilen, mit dem ich natürlich zeigen wollte, dass man so auch über längere Strecken fehlerfrei (?) schreiben kann.

In diesem Sinne: einen guten Rutsch und Flutsch!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 10:09
Hi oranier,

echt schöner hypotaktischer Satz über zehn Zeilen -

vielleicht aber doch ein kleines bißchen verquast ??

;9

LG
Feli
Swindlie schrieb am 31.12.2009 um 16:17
Ich stimme zu. Verquast passt ziemlich gut, das gilt übrigens auch schon für den Deutschunterricht vorher.
*gähn*
Rahab schrieb am 31.12.2009 um 10:31
hübsch finde ich die vorstellung, einen blogger zu redigieren. kriegt der dann ein semikolon aufgenäht? oder kommt er in gedankenstriche?
weinsztein schrieb am 31.12.2009 um 10:38
nö, er kriegt Gänsefüßchen verpasst
oranier schrieb am 31.12.2009 um 13:41
@ Rahab, weinsztein

hübsche Ideen. wenigstens wird so etwas aufgrund meines Winks mal wahrgenommen.
In Wahrheit ist es trostloser: lat. "redigere" bedeutet wörtlich "zurücktreiben", "in Ordnung bringen".

Offenbar hatte Augstein vor seiner oben beschriebenen Umkehr vor, die Blogger in Ordnung zu bringen, vielleicht gar, wenn sie nicht irgendwann bezahlen, sie zurückzutreiben.

Zu der von dir im anderen Blog angesprochenen Trennung von Form und Inhalt, lieber weinsztein, wollte ich dir eigentlich noch antworten. Dort lese und schreibe ich jedoch zumindest bis auf weiteres nicht. Bei Interesse gerne hier.

freundschaftliche Grüße
oranier
weinsztein schrieb am 31.12.2009 um 16:58
Interesse
Rahab schrieb am 31.12.2009 um 17:07
bis auf eines hab ich das weihnachtsrätsel raus. mir fehlt nur noch: geld oder liebe?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 10:44
@ Oranier
******

Mit Musik:
mh schrieb am 31.12.2009 um 10:53
das grundgesetz bezieht sich auf die beziehung zwischen bürger und staat und nicht zwischen blogger und JA.

mfg
mh
Rahab schrieb am 31.12.2009 um 11:04
einspruch, Euer ehren! schon mal was von drittwirkung gehört?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 11:05
@ MH120480
Du meinst jeder in Deutschland kriegt sein eigenes Grundgesetz?
Das finde ich toll.
Wo kann ich denn meins abholen?
Rahab schrieb am 31.12.2009 um 11:10
das hast du doch schon. du mußt nur mal ganz tief in dich hineinhören! - aber bitte nicht mit dem (von mir aus auch allgemeinen) sittengesetz verwechseln.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 11:21
@ Rahab
Das mit dem inneren Horchen nach dem Grundgesetz, mache ich aber erst nach den entsetzlichen Feiertagen. Sonst höre ich nur mein schlechtes Gewissen. Denn ich habe NULL Bock auf Party.
Hier ist es kalt & dunkel wie in der Antarktis.
Das rumrennen draussen macht mich fertig!

Erinne mich dann bitte noch mal an mein Grundgesetz!
oranier schrieb am 31.12.2009 um 12:23
@ mh
Ich diskutiere mit dir mal in deinem Stil:
Musst du denn dein apodiktisches Urteil zu jedem Thema abgeben, von dem du nichts verstehst?
Rahab schrieb am 31.12.2009 um 12:27
wenn du meinst. dann mach ich mal nen knick bei den heiligen drei königen. ok?
mh schrieb am 31.12.2009 um 12:40
@oranier: geschenkt. mehr haste nicht zu bieten?

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 12:46
@ Rahab
Danke, Danke, Danke!

@ MH120480
Und selbst? Was möchtest Du anbieten?
oranier schrieb am 31.12.2009 um 13:09
@ mh:

Geschenkt. Könntest du vielleicht aufgrund deiner genialen Fernanayse meines IQ so annehmen, iss aber keineswegs so.
Du könntest ja aber zur Abwechslung auch mal etwas mehr bieten. Wie wäre es z.B. mit einer Begründung deiner Behauptung? Deine apodiktisches Urteil musst du uns ja nicht vor die Füße werfen, wie man Hunden einen Knochen hinwirft, damit sie sich die Zähne daran ausbeißen.

Aber wenn du mich schon so höflich fragst: Ich beginne beim zweiten Teil deines Urteils, das keins ist, da ihm eben die Begründung fehlt: Das Grundgesetz bezieht sich nicht "auf die beziehung ... zwischen blogger und JA".

Wem erzählst du das? Hätte das hier irgend jemand behauptet? Ich dachte, ich könnte mich darauf verlassen, dass die Diskutanten hier grob im Gedächtnis haben, auf was ICH mich hier beziehe, nämlich den Text von JA. Und da ist eben, falls du dich doch erinnerst, nicht nur vom freitagsblog die rede, sondern, herabwürdigend, von der "Gratiskultur" des Internet.

Wenn du den Zusammenhang zwischen dem Internet und den entsprechenden Äußerungen JAs einerseits und meinem Hinweis auf das Recht der VERBREITUNG der eigenen Meinung nach Art. 5 GG nicht siehst, kann ich dir nicht helfen.

Zum ersten, ebenfalls vereinseitigend falschen Teil deiner Behauptung: "das grundgesetz bezieht sich auf die beziehung zwischen bürger und staat" hätte ich natürlich ebenfalls etwas zu bieten. Aber da lasse ich dir den Vortritt für eine Begründung deiner Auffassung. Ich gehe ggf. später darauf ein.

mfg
oranier
mh schrieb am 31.12.2009 um 14:48
@oranier: interessant, was du alles so daraus machst. ich hab dir nicht mal generell widersprochen.

ich wollte lediglich zu bedenken geben, dass es eine privatautonomie gibt. und während du selbstredend hochgebildet und allwissend bist, lesen hier noch ein paar mehr leute mit, die nicht du sind, und die es vielleicht nicht umgehend bedachten sondern, wie harry, das allgemeine sogleich als das generell ihre betrachten.

mfg
mh
oranier schrieb am 31.12.2009 um 15:29
@ mh

Erkläre doch einfach, was du zu sagen hast, so, dass selbst ich es verstehe, oder wende dich der Deutlichkeit halber an alle, die nicht oranier sind und "das allgemeine sogleich als das generell ihre betrachten", was immer das heißen mag. Die verstehen deine kryptischen Sätze ja vielleicht spontan ohne erläuternde Begründung.

Deine Spielchen um mein Wissen, meine Bildung und meine Intelligenz bitte ich dich aber freundlichst zu unterlassen. Solche auf die Person zielenden Bemerkungen empfinde ich als meine Privatautonomie verletzende Vergiftung des Diskussionsklimas.

Du magst stattdessen entweder in einen verständigen Disput mit mir treten oder es lassen.

Auch dir einen guten Rutsch ins neue Jahr!

MfG
oranier
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 15:45
Lieber Oranier,

mit diesem Posting hast Du das allerwichtigste in einem öffentlichem Forum angesprochen.
Es ist die Basis für "Die Zukunft der Zeitung".

Und ich danke Dir, dass Du Dich diesem Thema mit der angemessenen Ernsthaftigkeit angenommen hast.

@ MH
Wirst Du jetzt auch wieder das letzte Wort haben wollen?
mh schrieb am 31.12.2009 um 18:40
@oranier: in meinem ersten posting stand nirgens "@oranier". ich könnte mich dadurch an alle gewendet haben, wenn man es denn verstehen wollte.

es steht dir natürlich weiterhin frei, dich jederzeit ungewollt angesprochen zu fühlen. dieses, deines, persönliche ziel, würde ich dir nicht absprechen wollen.

was das verständigen betrifft, da muss ich dich enttäuschen. die art und wahl meines ausdrucks, die obliegt meiner persönlichen freiheit. soweit warst du nur für dich selbst bereits.

mfg
mh
Achtermann schrieb am 01.01.2010 um 10:05
MH120480 schreibt: „die art und wahl meines ausdrucks, die obliegt meiner persönlichen freiheit.“

Ich denke, niemand will Dir diese persönliche Freiheit nehmen. Nur, so bitte ich Dich, nutze sie zur Kommunikation! Solltest Du nur für Dich schreiben, bzw. Dein gedankliches Bestreben nur darauf gerichtet sein, Dich persönlich auszudrücken, kannst Du das auch im Privaten belassen.
mh schrieb am 01.01.2010 um 13:39
ach achtermann, was soll denn der blödsinn?

ich habe mich an alle gewendet, nicht speziell an oranier. also habe ich, das was ich sagte, als aussage formuliert und eingeworfen.

das war weitestgehend wertfrei und vor allem klarstellend.

wenn ihr meint, euch deswegen angegriffen fühlen zu müssen, nachdem hier pedantisch auf jedem wortfetzen rumgehackt wurde, nachdem jeder minifehler lüstern korrigiert wurde .. dann ist das einfach nur lächerlich.

haltet mal nur ein zehntel des eigenenen blödsinns aus.

mfg
mh ende der kommunikation.
Achtermann schrieb am 01.01.2010 um 17:06
Ich finde Deine Reaktion auf meinen Hinweis bedauerlich. Wahrscheinlich bist Du tatsächlich nicht willig, ernsthaft zu argumentieren. Sätze wie „haltet mal nur ein zehntel des eigenenen blödsinns aus“ deuten unweigerlich darauf hin. Ich wüsste nicht, dass ich Dir bisher in irgendeiner Weise in die Parade gefahren wäre, dass Du meinst, meinen Einwurf, quasi als Dauerbeleidigter, als „Blödsinn“ abtun zu sollen. Wie Du in Deinem Gruß ja mitteilst, willst Du – zumindest mit mir – keine Kommunikation. Ich akzeptiere das.
Magda schrieb am 31.12.2009 um 15:20
"Sehr erheiternd, wie das da allenthalben praktiziert wird. In extremen Fällen, ich will nicht den Namen Magda nennen, amüsiere ich mich besonders über den erregten Vortrag und denke: "Was macht es dem Mond, wenn ihn ein Hund anbellt?""

Wie klug und tief erkannt. So sind sie, die Hunde. Erst Rumbellen, dann Schwanzwedeln, Stiefelchen belecken.Hechel, hechel...

Wir scheinen auf alle

Magda Luna
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 17:13
Punkt 3) und "Demokratisierungeffekt": das finde ich schlagend! Ich stimme zu.
Oder: In Teutonien ist der Kritiker der Dumme.
Und der Bürger bleibt Blogger ohne Kommata!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 31.12.2009 um 17:20
Gibt es einen Crash Course ...
rudolf07 schrieb am 05.01.2010 um 11:35
»(...) als Anwendung der mehr oder weniger infamen Methode, die Kritik an einem Text, statt sie auf ihre sachliche Berechtigung hin zu überprüfen, zur Kritik an dem Kritiker umzukehren. Als würden irgendwelche nachgewiesenen Fehler des Kritikers auch nur das Geringste am kritisierten Text verbessern! (...)«
»(...) Deine Spielchen um mein Wissen, meine Bildung und meine Intelligenz bitte ich dich aber freundlichst zu unterlassen. Solche auf die Person zielenden Bemerkungen empfinde ich als meine Privatautonomie verletzende Vergiftung des Diskussionsklimas. (...)«
Mein lieber Scholli, da ist ja einer empfindlich. Und ziemlich vergesslich, wie mir scheint.
www.freitag.de/wochenthema/0950-klara-koerting-blog-minarett-streit
Hier haben sie (und andere "Helden" des Kommentarbereiches) ziemlich gnadenlos zugelangt und sich einen Dreck um die "Privatautomie" der Bloggerin geschert. Beispiele gefällig?
»(...) Ich habe ja schon einige Texte von dir gelesen und teilweise auch fürsorglich kommentiert, in denen ich eine gewisse Art von Denkstörung ausgemacht habe. (...)«
»(...) Wer bist du, dass du dir einbildest, deine "ganz persönliche spontane Wahrnehmung" interessierte das Publikum: dass du dich in Bedrängnis fühlst, dir mulmig ist? Welche argumentative Kraft liegt darin, dass du keine Kreuze in Klassenzimmern "möchtest", keine Minarette, keine Männer, die Frauen nicht die Hand geben? Wen interessieren deine Toleranz- und Akzeptanzgrenzen? Andere haben andere, na und? was ist daran ohne Argumentation mitteilenswert? (..)«
Ist schon blöd, wenn man beim Austeilen den Tiger gibt und sich beim Einstecken als Kläffer entpuppt.
oranier schrieb am 05.01.2010 um 17:46
rudolf07

Wozu soll das gut sein? Eine Sammlung mir bekannter Zitate, um Rückschlüsse auf meine Empfindsamkeit oder Robustheit ziehen zu können, die ich wohl trotzdem besser kenne?

rudolf07? Ein nicht einmal mit Mailadresse Eingetragener Troll, der hier nicht mit offenem Visier anzutreten wagt? Schon mal empfindlich vom Tiger gebissen worden und geriert sich jetzt als Kläffer?

Irgendwelche Fragen zu meinem Blog? Sonst verbünde dich doch mit Magda, die sammelt auch aus dem Zusammenhang gerissene Zitate! Niveau passt.
rudolf07 schrieb am 06.01.2010 um 01:56
Quod erat demonstrandum.
oranier
xxx
Mitglied seit:
2 Jahre 38 Wochen
Zuletzt aktiv:
16.02.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 14
Kommentare: 1278
Logbuch
11:30
Streifzug hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:28
Gustlik hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:27
wwalkie hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
11:22
Peter Knobloch hat gerade einen Kommentar geschrieben.
11:17
Streifzug hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
Liebeshandlung - Eugenides

Berlinale

Freitag_Salon

PortletSalon_120216.png

Christian Kracht Imperium Kiepenheuer & Witsch 2012

256 Seiten. Gebunden.

18,99
 
In seinem neuen Roman erzählt Christian Kracht eine Aussteigergeschichte in den deutschen Kolonien der Südsee, indem er virtuos und gut gelaunt mit den Formen des historischen Abenteuerromans spielt - und erschafft so zugleich eine erstaunliche, immer wieder auch komische Studie über die Zerbrechlichkeit und Vermessenheit menschlichen Handelns >> mehr
Occupy

portlet_occupy.png

Rote Perlen

wir müssen reden

IGEL

portlet_IGEL.png

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Café Moskau

Ausgabe 07/12
16.02.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_05_06.jpg

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG