oschoeberl

I Hate Hollywood!

13.02.2012 | 12:10

"Für immer Liebe" gehört die Krone

Romantisches war am vergangenen Wochenende in den US-Kinocharts stark angesagt. Für immer Liebe holte mit 41,7 Millionen Dollar wesentlich mehr als von Box-office-Analysten prophezeit. Das Drama um einen Mann, dessen Frau aus dem Koma erwacht und um die er erneut wirbt, bremste den CIA-Thriller Safe House mit Denzel Washington, der 39,3 Millionen einspielte, knapp aus. Ebenfalls eine Überraschung: Auch Die Reise zur geheimnisvollen Insel nach Jules Verne (wahrscheinlich sehr, sehr frei adaptiert), schnappte sich unerwartet 27,6 Millionen und landete auf Rang drei.

Mit Platz vier musste sich Star Wars - The Phantom Menace in 3D zufriedengeben, aber auch hier sehen die Zahlen nicht schlecht aus: 23 Millionen für die Wiederaufführung eines Films, der vor nicht allzu langer Zeit (1999) in den Kinos lief, bereits im Fernsehen zu sehen war und auf DVD und Blue-ray veröffentlicht wurde - und der bei Fans nicht unbedingt zu den Lieblingen der Serie gehört - sind ein respektables Ergebnis.

Chronicle, der Sci-Fi-"Found-Footage"-Film und Sieger des letzten Wochenendes, fiel mit 12,3 Millionen auf Platz fünf zurück; seine Produktionskosten hat der für nur 12 Millionen produzierte Film mit einem bisherigen Einspielergebnis von 40,167 Millionen bereits mehr als verdreifacht. Die Frau in Schwarz, der Mystery-Thriller mit Tobey Maguire, wurde Sechster mit 10,3 Millionen. Der siebte Platz gehörte Liam Neeson: The Grey holte 5,08 Millionen, dahinter landete Der Ruf der Wale - der Kinderfilm läuft enttäuschend: Rechnet man die 3,86 Millionen dieses Wochenendes dazu, hat der Film bislang nur 13,2 Millionen eingespielt - bei Produktionskosten von 40 Millionen.

Nicht aus den Top Ten wegzukriegen war auch diesmal Alexander Paynes The Descendants - Familie und andere Angelegenheiten mit George Clooney. An seinem 13. Wochenende holte der Film, der damit ein echter Long-Seller ist, wieder 3,5 Millionen und hat damit bislang 70,729 Millionen eingespielt. 70 Millionen gekostet hat indessen Underworld Awakening, am Wochenende kamen für den zehntplatzierten Film 2,5 Millionen dazu. Damit hat der Vampir/Werwolf-Streifen bislang 58,9 Millionen eingespielt, das Produktionsbudget also noch nicht erreicht.

 
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oschoeberl
Otmar Schöberl, Autor und Journalist in Wien; Beiträge für Falter, kolik Film, celluloid, ray, art quarterly; abgeschlossenes Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft sowie der Publizistik; Einführungen im Filmmuseum Wien und im Filmhaus Spittelberg; Archivar für die Stadt Wien
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