outnumber

Blog von outnumber

26.11.2009 | 17:37

Hamburg bei Nacht

 Mittwoch. Bei Nacht.

„Da, in dem Haus!“, sagte sie und ich pfiff anerkennend durch die Zähne. Ich überquerte die Straße und schaute mir das kleine Anwesen näher an. Neugierig schaute ich auf die Klingel, aber die war nicht beschriftet. Hier an der Außenalster wurde Privatsphäre groß geschrieben. In der Regel wurde selbst Besuch im Voraus angemeldet und man erhielt eine einmalige Tastenkombination für die Tür.

Gemein und unanständig war das, so gar keine Rücksicht auf die Neugier der Passanten zu nehmen. Ich lief unbefriedigt zurück zu Zainab, die im Schutze eines Gebüsches wartete.

„Der Kerl muss ja so einige Teppiche verkauft haben, um hier zu residieren.“, bemerkte ich.

„Er ist ein Geschäftsmann, der die Chancen des Marktes gut umgesetzt hat.“, sagte sie, als wäre sie seine Pressesprecherin.

Wir entfernten uns dann von der Villa Teppich und setzten uns in die Nähe der persischen Akademie auf eine Bank.

„Kommst du oft an die Außenalster?“, fragte ich.

„Ja, ziemlich oft. Erbärmlich nicht?“

„Nein… nur menschlich.“

Der Wind wehte heute kalt. Sie zog die Schultern zusammen. Ich strich ihr eine Strähne aus dem Gesicht und schaute auf das schwarze Wasser vor uns.

„Jedenfalls komme ich her und warte in der Hoffnung, aus meinem Versteck einen Blick auf seine Frau zu erhaschen.“ Ihr Blick streifte die schwarze Flüssigkeit, tauchte ein und sank immer tiefer. „Ich frage mich, was an ihr dran ist, was sie besonders macht? Und ob er mich anlügt, ob er sie doch liebt, sie streichelt, sich wie ein zärtlicher Ehemann benimmt?.“

„Du quälst dich gern, nicht?“, fragte ich und schaute sie an.

„Es ist quälend, ja.“, sagte sie und wich meinem Blick aus.

Sartre schrieb, dass die Hölle die anderen sind. Ich glaube, dass das nur die halbe Wahrheit ist. Die Hölle ist auch in jedem Menschen selbst. In den Farben des eigenen Geschmacks bemalt, eine persönliche Designer-Hölle.

,„Ich kann nichts dagegen tun.“, fuhr Zainab fort. „Wenn ich mit eigenen Augen sehen könnte, wie er zu ihr ist, dann…“

„Dann?“

„Dann würde ich nicht mehr hoffen.“

Wir schwiegen. Hoffnung konnte Leben einhauchen. Wir wussten aber auch, dass Hoffnung ein mit Nägeln durchsetztes Seil sein konnte, an dem man sich mit blutenden Händen  festhielt. Vielleicht würde er sein Wort wahr machen und sich scheiden lassen. Vielleicht nächstes Jahr oder das Jahr darauf. Vielleicht auch nie.

„Du frierst.“, sagte ich. „Lass uns was trinken gehen.“

Während wir in Richtung Lange Reihe zurück spazierten, schaute sie immer wieder auf das Wasser hinaus.

„Weißt du, manchmal möchte ich diese verdammte Alster in Brand setzen, sie in eine schwarze Wüste verwandeln. All diese Bonzen, die so stolz sind, hier zu wohnen, die würden am nächsten Morgen Augen machen.“

Physikalisch eine Herausforderung, aber die Idee hatte was für sich. Andererseits hatte nicht die Alster ihr etwas getan. Schuld und Sühne, wurden sie je gerecht verteilt?

Als wir in der Langen Reihe ankamen, warfen die vielen Cafes ein warmes Licht auf die enge Straße. Die Lange Reihe, einst ein schäbiges und langsam verrottend in sich sinkendes Gestrüpp, blühte seit einigen Jahren auf.  Zu danken war es den Homosexuellen. Insbesondere homosexuelle Männer hatten  sich hier nieder gelassen. Und seitdem die Schwulen hier einzogen, stiegen die Mietpreise. Die Immobiliengesellschaften ließen die verfallenden Häuser renovieren und erhöhten die Preise ein weiteres Mal. Vielleicht hatten Makler ein besonderes Auge auf die Trends der homosexuellen Szene um rentable Anlagen zu bilden. Für die Einen wurde spätestens seit Anfang 2000 diese Straße ein Regenbogenrefugium und für die anderen ein strikt zu meidendes schwules Ghetto. Gegen die letzte Ansicht sprach eindeutig das beste Cafe Latte Hamburgs.

Wir setzten uns in der Nähe des großen indischen Supermarkts in eines der kleineren Cafes. Zainab bestellte Cafe Latte und ich heiße Schokolade. Wir stellten schnell fest, dass der Frauenanteil im Raum recht gering war. An den meisten Tischen saßen Paare oder nur befreundete Männer. Ein Tisch fiel uns besonders auf. Zwei Herren, vermutlich Ende Vierzig, saßen wortlos beieinander. Auch wenn sie nichts sagten, schienen ihre Gesichter zu rufen, dass beide darauf hofften, dass der Abend endlich ein Ende nehmen mochte und sie zusammen oder getrennt gehen konnten.

„Vielleicht hatten sie gerade Streit.“, bemerkte Zainab, an ihrem Cafe schlürfend. Der Schaum zauberte ihr einen süßen Bart.

„Vielleicht hoffen sie noch auf einen Streit.“, erwiderte ich. „Damit sie endlich aufwachen aus dieser Lethargie.“

In diesem Moment brachte der Kellner Getränke zu neuen Gästen, beziehungsweise er hätte es gern getan, denn auf dem Weg stolperte er an einer am Boden liegenden Tasche und fiel hin. Das Tablett knallte laut und die Gläser zerprangen am Betonboden. Für einen Moment schauten alle Augen auf ihn. Mit hochrotem Gesicht erhob er sich unter all den Blicken, die nicht an der Oberfläche haften blieben, sondern an ihm nagten. Ein anderer Kellner eilte herbei und begann mit der Reinigung. Das Paar von vorhin schaute müde und mit leicht verzogenen Lippen auf die Scherben, als würde der Kellner gerade ihr Leben zusammen kehren. So, als hätten sie endlich eingesehen, dass sie beide nicht in die gleiche Richtung schauen, nur zwei Fremde füreinander waren, wie Bettnachbarn in einem Krankenhaus, gefangen in einer intimen Atmosphäre mit dem Morphiumgeruch in der Luft.

Nach einer Weile zahlten wir bei dem Kellner, der hingefallen war. Er vermied es immer noch den Gästen in die Augen zu schauen, so als wollte er an der eigenen Verlegenheit sterben.

Wir verließen das Cafe und liefen die wenigen Meter bis zum Hauptbahnhof. Hier hätten sich unsere Wege getrennt, weil wir in unterschiedliche Richtungen fahren mussten. Aber Zainab wollte nicht nach Hause und ich auch nicht. So standen wir eine Weile unentschlossen da, gaben da eine Zigarette hier ein Euro ab und beschlossen dann, so lange zusammen zu bleiben, bis wir bereit waren, jeder für sich allein heim zu kehren. Unter der Woche und um die Zeit war selbst in Hamburg nicht viel los, aber St. Pauli ging immer. In der U-Bahn Schacht warteten mit uns zwei Mädchen. Beide waren in schwarze Klamotten gehüllt, hatten sich die Haare ins Gesicht gekämmt und jeweils eine Strähne Blau beziehungsweise Rot gefärbt. Etwas weiter weg stand ein junger Hip Hopper und riss sich zusammen, um nicht entsprechend der Musik in seinen Ohren seine Moves zu zeigen. Das blaue Mädchen schien Gefallen an dem Jungen zu finden und schaute immer wieder hin. Auch er hatte das bemerkt, lief rot an, lächelte vor sich hin, traute sich aber nur kurze Blickkontakte. Als die U 3 ankam, stiegen die Mädchen bei uns ein und der Junge in die Abtei hinter uns. Kaum dass wir uns hingesetzt hatten, nahm das blaue Mädchen Blickkontakt auf. Der Junge stand dicht an der verbindenden Glasscheibe und durch die Distanz ermutigt erwiderte er die Blicke und lächelte sie an. Die Mädchen freuten sich, lachten und begannen ihn mit offenem Blick und Küsschen herauszufordern. Und da passierte etwas, womit keiner gerechnet hatte. Bei der nächsten Haltestelle stieg der Junge aus, rannte und stieg in unsere Abtei ein. Nach dem die Bahn sich wieder in Bewegung setzte, räusperte er sich, versuchte den Knoten in der Zunge zu lösen und sprach im besten Stimmbruch-Ton: „Ha..loo, na! Wo wollt ihr hin?“

Die Mädels versuchten den Schock zu verarbeiten, sagten erst Nichts und als sie dann den Mund aufmachten kamen ungewohnte Laute raus, fast so, als hätte man heiße Kartoffel im Mund. In diesem Moment schauten auch Zainab und ich aufmerksamer die Szene an. Die Mädchen waren taubstumm. Das hatte der Junge auch begriffen, machte unwillkürlich einen Schritt zurück, blieb stehen und ging wieder auf die Mädchen zu. Er holte sein Handy hervor, tippte eine Nachricht und gab es dem blauen Mädchen. Sie nahm es mit hochrotem vom Schweiß glänzenden Gesicht an, las den Text und lachte erleichtert. Sie schrieb ihrerseits etwas und gab das Telefon zurück. Der Junge las die Nachricht, lachte, die Mädel lachten auch, er schrieb eine neue Nachricht. Und so ging es weiter, als wir aussteigen mussten.

„Mein Gott!“, sagte ich. „Ist dir vorhin auch das Herz aufgegangen?“

Zainab lächelte. „Ich hatte so Angst, dass er einen Rückzieher macht, einfach wieder geht.“

Liebe, dachte ich, dieser Virus, macht nicht nur blind sondern öffnet auch die Augen für das Schöne im Leben, haucht Mut ein und lässt neue Wege finden.

Nachdem wir eine Weile die Reeperbahn runter liefen, bogen wir in den Hamburger Berg ab. Diese Straße war vermutlich die kaputteste in St. Pauli. Im Gegensatz zu der Sternschanze, wo auch um den Schein von betuchter Alternativität zu erwecken dekorativer Dreck verstreut wurde, war der Hamburger Berg nackt in seiner Desillusion. Da half auch kein übergroßes Jesus liebt Dich Leuchtreklame, dessen Glühbirnen teilweise auch kaputt waren und ein gespenstisches Licht verbreiteten.

Ich zog die schwarze Plane zur Seite, die hinter der offenen Tür den Weg versperrte, so als wolle die Bar den ahnungslosen Besuchern eine zweite Chance zum Umkehren geben. Im Inneren hoben sich einzelne fahlorange Lichtinsel von der Dunkelheit ab. Hinter der Theke erwartete uns Karin, eine Frau, die wie keine andere in diese Atmosphäre passte. Karins Körper kartografierte das andere Leben in Hamburg: ihre faltigen Hände mit den langen Fingern, die Tätowierungen an den Armen und an der einen Brust, die im tiefen V-Ausschnitt ihres einfachen Wollpullovers zu sehen war, der Adlerblick ihrer Augen, der jeden, der über den Durst hinaus trank, in seine Schranken wies. Sie trug immer eine dünne lange Goldkette mit einem halben Herz als Anhänger. Dieser hatte es aufgegeben mit seinem Gegenstück vereint zu werden und verfing sich störrisch an ihrem Pullover. Karin, die wenig sprach, und erst recht nicht über sich, hatte sich in den letzten vier Jahren nur einmal verplappert. Und da wurde mir bewusst, dass Schweigen ihr nicht angeboren war, sondern dass sie nach persönlicher Bekanntschaft mit Staatsgewalt und Staatsterror ihre Lippen versiegelt hatte.

An den Wänden hingen ein Paar Photos von Australien und viele Gäste starrten auf die Photos, wenn Gespräche verstummten, wenn man nichts mehr zu sagen hatte, was sich sagen ließ, hefteten sich die Blicke auf die Photos. Ich glaubte nicht, dass sie unbedingt viel von Australien wussten oder die Landschaft im Besonderen mochten, allein die Tatsache, dass es dort war und nicht hier, reichte vielen Gästen, um sich darin zu verlieren.

Karin brachte uns unsere Bestellung und verkniff sich eine Bemerkung wegen meinem Ginger Ale. Und in diesem Moment betrat eine kleine Gruppe die Bar: eine Frau und drei Männer. Sie setzten sich an die Hocker am Theresen und führten die Unterhaltung, die sie von draußen mitgeschleppt hatten, fort. Die Frau lachte oft, spielte mit ihren Haaren, zupfte gelegentlich an ihrem Rock, die bei ihrer Sitzposition auf dem Hocker immer wieder verrutschte und schien sich jedes Mal auf das nächste Hochrutschen zu freuen.

„Eine Kokotte!“, sagte Zainab und prostete mit ihrem Bier. Sie hätte lieber Cocktails gehabt, aber hier nach Cocktails zu fragen, hätte wahrscheinlich in einer Prügelei geendet.

„Kokotte? Wo hast du denn das aufgeschnappt?“, fragte ich.

„Mein Visagist.“, sagte sie mit einem breiten Lächeln. „Der weiß alles, kann sogar alle Ehemänner von Liz Taylor aufzählen, obwohl die das nicht mal selbst kann.“

Kokotte fand ich nicht passend, aber da etwas Wahres dran. Ich erinnerte mich an eine Buchpassage von Alice Schwarzer über Romy Schneider. Darin beschrieb Alice wie Romy in Stresssituation wie Fernsehinterviews oft mit den männlichen Moderatoren zu flirten begann. Das tat sie aus Unsicherheit, aus Angst, um Verbündete zu gewinnen, um verschont zu werden. Wenn sie sagte „Sie sind ja viel klüger als ich, Sie haben das viel besser sagen können als ich“, so wollte sie nur verschleiern, welchen Druck die Situation auf  sie übte. Ich hatte dieses Buch von Alice Schwarzer gern gelesen, hatte aber nicht bestätigen können, ob es so ist, weil ich von Romy Schneider wenig wusste. Allerdings lernte ich immer wieder Menschen kennen, die das Beschriebene um Weiten übertrafen. Denn eines hatte Romy nie getan: zu kriechen.

Manche hatten die Manipulation durch Koketterie geradezu perfektioniert, durch vermeintliches Anlehnen spielten sie ein kaltes Spiel um Allianzen, in der Menschen zu Statisten wurden. Wenn sich der Wind drehte, konnten sie die gleichen Menschen schnell wieder fallen lassen und sich neuen Partnern anbiedern. Sie waren unberechenbar, weil Verrat kein Ende kennt. Die Menschen selbst bedeuteten wenig, konnten schnell ersetzt werden, von Verrat zu Verrat schritten sie voran, mit Fröhlichkeit und Lachen gewappnet, konnten sie gekonnt verdecken, dass in der Tiefe sich nur eine Minimalzeichnung verbarg,  eine Strichfigur ohne Seele. Vielleicht hatten sie sich ein Urvertrauen bereits vor Gezeiten abgetrieben und lebten daher ohne echte Nähe und Wohlwollen, eingefroren in einer mutlosen Szene. Seelenlos hieß natürlich nicht talentfrei. Das wäre ungerecht. Manchmal waren sie besonders talentiert. Das brauchen sie auch, um sich selbst zu überleben. Kontakte mussten aber immer gehalten, geschickt begossen und eingefädelt werden. Eine Spinne im Netz.

Als die Sonne ihre ersten wärmenden Strahlen über den Hamburger Berg gleiten ließ, verabschiedeten wir uns von Karin.

„Und wie gefällt dir die Bar?“, fragte ich Zainab. Sie hakte sich bei mir ein, um mit ihren Pfennigabsätzen nicht über die kaputten Steine zu stolpern.

„Das hat juuut getan!“, sagte sie. „Mal keine hübschen Menschen in hübschen Kleidern mit hübschen Berufen, die alle so tun, als würden sie Glück spielen. Dabei weiß jeder, wer wen wo und wie hintergeht. Das müssen wir wiederholen.“

 
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Kommentare
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 17:50
Lieber outnumber, diese Episode mit den gehörlosen Mädchen, viel zu schön, um wahr zu sein, das denkst Du Dir aus, stimmts? Sowas passiert doch, wenn überhaupt, nur, wenn wir gerade nicht hingucken...
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 17:56
isch schwöre alda, isch schwör bei meiner mama!
:-)

um einzelne biographische erlebnisse nicht zu offen darzulegen, ist immer fiktion notwendig, um eine geschichte zu kitten. aber diese geschichte ist wahr!
meisterfalk, das leben selsbt nimmt mir manchmal den mut,
aber es wieder das leben selbst, was mich beschenkt.
das mit den gehörlesen mädchen ist genau so passiert, für mich ein diament in meinen erinnerungen.
Magda schrieb am 26.11.2009 um 19:13
Hallo, mir hat sie auch gut gefallen, diese Episode aus Deinem Alster-Leben. Die Schicksale, die Milieus und die Beobachtungen.

"Manche hatten die Manipulation durch Koketterie geradezu perfektioniert, durch vermeintliches Anlehnen spielten sie ein kaltes Spiel um Allianzen, in der Menschen zu Statisten wurden"

Der ganze Beitrag erinnert mich an was. Aber ist natürlich in einem anderen Zusammenhang angesiedelt.

Gruß
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 21:43
Hallo Magda,

ich muss gestehen, ich habe von deinem jüngsten Blog geklaut. das mit der anbiederung. danach hat sich das so entfaltet.
Magda schrieb am 26.11.2009 um 21:53
Na is doch prima - habe ich Dich inspiriert. Da machst Du aber was ganz Eigenes draus.

Aber daran dachte ich gar nicht, will das jetzt aber überhaupt nicht vertiefen.
Aysx schrieb am 26.11.2009 um 19:24
Halloooo "outnumber":),
du darfst dir ausmalen, wer ich bin:).....Ja, besonders anstrengen musst du dich bei meinem Nick wohl nicht.

Also, ich werds mal in meinen Worten ausdrücken...Du hast eine Ausdrucksweise, da sind echt einige krasse Burner dabei, z.B. bei der Beschreibung der Schanze, vor allem "Im Gegensatz zu der Sternschanze, wo auch um den Schein von betuchter Alternativität zu erwecken dekorativer Dreck verstreut wurde" :)).Der ist echt gut.

Beim Lesen deiner Beiträge frage ich mich immer, wo bin ich? :) und wer zur Hölle ist Hakan und Zainab? Dann denke ich mir, bin ich Zainab? Nein Mann, ich hoffe nicht....:)Ich glaube, wir müssen mal wieder telefonieren:).
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 20:00
hey, kungfu-hase :-)))

du kommst ständig vor, zuletzt in einem kommentar über den spiegel und warum du dein abo gekündigt hast.

das mit der schanze, so ist es doch. heute ist es nur noch schick da zu wohnen, die linken sind weiter gezogen.

und seit wann liest du mit?
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:19
Aber wo sind sie hingezogen? Der Rest versucht schon noch, sich zu behaupten. Das muss nicht immer schlecht ausgehen, outnumber. Denk an die Hafenstrasse.

In der Schanze möchte ich nicht wohnen. Aber was Du an der Aussenalster machst (obwohl es da schön ist), das ist für mich schon eine Frage.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:20
Aber ich mag die Schanze (hier muss man immer genau sein, ist auch gut so...) Nur wohnen, nein.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 20:37
Hallo Anna, ich gehe da auch gern aus...und wohnen möchte ich da auch nicht. aber nicht wegen den leuten sondern weil ich es schön finde etwas grün in der umgebung zu haben.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 20:49
Genau. Geht mir auch so. Dann bist Du da richtig, wo Du bist... (Unweit der Jil-Sander-Villa, wo sie ja nicht mehr ist. Da war ich mal auf einer Pressekonferenz, einen Kollegen aus dem Wirtschaftsressort vertreten. Hinterher gabs für jeden Journalisten eine Riesenflasche Parfum :)
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 21:08
sie ist nicht mehr da, aber der name ist geblieben, ein orientierungspunkt. die ersten monate hier war komisch, aber ich habe mich eingelebt. kann mir aber auch vorstellen, woanders zu wohnen.
ich bin sowieso mehr in den herzen der menschen zu hause, die mich lieben und die ich liebe.
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:19
"...ich bin sowieso mehr in den herzen der menschen zu hause, die mich lieben und die ich liebe."

Ich glaube,ich weiss, was Du meinst: Mit meiner Tochter könnte ich überall wohnen, die Liebe zu ihr wärmt mich überall (hört sich kitischig an, ist aber so.)

Und es gibt einen Mann, mit dem wäre ich jederzeit zur hintersten Ecke der Antarktis gezogen, weil ich mir sicher gewesen wäre, dort hätten wir es zusammen schön und jede Menge Spaß gehabt.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 21:31
"Mit meiner Tochter könnte ich überall wohnen, die Liebe zu ihr wärmt mich überall (hört sich kitischig an, ist aber so.)"

kitsch ist ein kampfwort.

wenn du so zu deiner tochter empfindest, dann kann sie sich glücklich schätzen!
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 21:36
Ja. Sie ist aussen und innen wunderschön.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 21:41
"Ja. Sie ist aussen und innen wunderschön."

hmm, dann wage ich zu sagen: gute Gene!
Anette Lack schrieb am 26.11.2009 um 22:01
Danke! Sehr charmant von Dir...
archinaut schrieb am 26.11.2009 um 23:26
"süßer Vogel Jugend" - und immer ein offenes Herz :-)))
outnumber schrieb am 27.11.2009 um 08:59
danke fürs lesen archinaut
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 06:31
@ Zainab
Einen verheirateten Mann fasst frau nicht an.

@ Outnumber
Die meisten Morde geschehen aus Eifersucht. Ein Grund nicht "fremdzugehen".

Meine ehemalige Nachbarschaft und mich trennen z.Z. nur wenige Kilometer. Aber Welten.

Guck mal, der passende Soundtrack:


Zumindest die Kulisse haut hin. ;)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 06:49
Blumfeld hat den Song von Chopin gecovert. Das Original ( in einer sehr individuellen Fassung ) ist hier:

outnumber schrieb am 27.11.2009 um 08:56
heyy, ich mag blumfeld. ich finde immer lieder, die mir gefallen, allerdings selten das ganze album. die meisten künstler haben so 2-3 gute sachen und der rest auf den alben ist schrott oder sagen wir lieber, nicht mein geschmack.
outnumber schrieb am 27.11.2009 um 08:58
und was verheiratete betrifft, du weisst ja, verbotene früchte... :-)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 28.11.2009 um 06:25
Man muss in seinem Leben Werte haben. Sonst wird man zu einem Spielball für andere.
Siehe Zainab.
outnumber schrieb am 28.11.2009 um 12:00
Ja! man kann moralische grundsätze als spießig abtun, aber sie ersparen jede menge chaos.
h.yuren schrieb am 27.11.2009 um 10:42
lieber outnumber, deine belletristik ist so reich, dass sie selbst das triste auffängt und auch das hässliche nicht links liegen lässt. gut zu lesen.
outnumber schrieb am 27.11.2009 um 20:47
Lieber h.yuren, danke!
müslikind schrieb am 02.12.2009 um 00:27
Hey du, wollt nur mal bemerken, dass ich deinen Blog wunderbar finde. Würde spontan sogar sagen, ist grad mein Lieblingsblog. Werde dich in meinem nächsten Blogeintrag (mueslikind.de) erwähnen. Miriam
outnumber schrieb am 02.12.2009 um 15:10
Vielen Dank für das schöne Kompliment, Miriam.

Schöne Grüße aus (heute) sonnigem Hamburg
outnumber
Ich könnte endlos Filme aus aller Welt sehen. Die Fiktion des Films enthält immer etw Intimes über Menschen u. Kulturen. Für Politik hatte ich mich nie wirklich interessiert u. wundere mich, wie ich heute ein politischer Mensch geworden bin :-) Focus:dtsch-türk. Beziehungen, Indien und Naher Osten.
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