outnumber

Blog von outnumber

21.11.2009 | 16:25

Weil es so ist

Manchmal hat man eine Vorahnung, eine Vorbedeutung, die sich im Bauch verbreitet. Man weiß ohne ersichtlichen Grund, dass etwas passieren wird. Und so war es, als das Telefon klingelte. Ich wusste, dass ich nicht abnehmen wollte. Erst als Hakan neben mir stand und mich fragend anschaute, griff ich zum Hörer.
„Hey, hier ist Mügeeeee!“, zwitscherte es mir entgegen.

„…“

„Halloooo? Hörst du mich?“

„Ja, ich höre dich.“

„Wie geht’s dir?“

„Mir geht’s gut! Dir?“

„Besteeeens. Mensch, du bist furchtbar. Aus den Augen, aus dem Sinn. Ich hab dich kürzlich mehrmals angerufen. Warum hast du mich nieeeeee zurückgerufen?“

„Ich hatte viel um die Ohren.“, sagte ich und gleichzeitig fragte ich mich, warum ich mir die Mühe machte, so offensichtlich zu lügen.

Ich hatte sie nicht zurückrufen wollen und hätte es auch nie getan. Müge, die Cousine von Baby, die wollte, dass wir befreundet blieben. Aber das ging nicht. Nicht nur, weil die Art wie sie die Vokale in die Länge zog mich in den Wahnsinn trieb. Obwohl ich sie mochte und sie sogar bewunderte, war das nicht drin. Müges Familie stammte aus Mazedonien. Wie sehr viele Balkan-Türken waren sie wahlweise vor den Nazis oder den Russen in das türkische Mutterland geflohen. Heute besaß die Familie in Izmir zwei Schuhfabriken. Sie produzierten fast ausschließlich für ein weltweit bekanntes italienisches Modehaus. Ich hatte im Sommer mit Müge viele nette Abende verbracht. Sie hatte mir von ihrer Vision erzählt in den nächsten 10 Jahren eine europäische Produktionsstätte aufzubauen und unter eigenem Label in den Markt einzusteigen. Sie wollte nicht mehr wie unzählige türkische Firmen die Arbeit erledigen aber den Ruhm von anderen einstreichen lassen. Das Problem der türkischen Produktion erklärte sie mir, lag darin, dass sie neben dem Billigsektor bereits eine zweite auf dem höchsten Niveau aufgebaut aber keine eigenen Marken entwickelt hatten. So stellte beispielsweise die Firma Pasabahce mehrere Kollektionen der Firma Leonardo her, nur noch die blauen Etiketten wurden in Italien aufgeklebt, konnte aber unter dem eigenen Namen nur einen wesentlich geringeren Verkaufspreis erzielen. Müge gehörte aber der Generation wagemutiger und auch risikofreudigerer Unternehmerinnen, die bereit waren auch erste Rückschläge in Kauf zu nehmen, um aber dann langfristig unter türkischen Labels der Qualität entsprechende Preise zu etablieren. Wir hatten an einem schönen Abend viel gelacht und uns ausgefallene Namen für ihre eigene Schuhkollektion ausgedacht. Zum Schluss war unser Favorit City Slut gewesen.


„Also, ich haaabe mir gedacht“, fuhr Müge fort, „viiiielleicht könnten wir uns Sylvester sehen, wenn du noch keine Pläne hast?“

„Nein.“, sagte ich. Einfach nein.

„Weißt du, ich habe immer noch nicht verstanden, wie das passieren konnte.“ Plötzlich war die ganze Künstlichkeit von ihr abgefallen. „Ihr wart so ein schönes Paar. Ich habe noch nie zwei Menschen gesehen, denen man so angesehen hat, dass sie sich lieben. Ich verstehe das nicht, wie konnte das passieren?“

Ich wollte ihr nicht zuhören. Ich hatte die Augen geschlossen. Aus dem Hals, noch tiefer aus der Brust, stieg ein Seufzer hoch und kam nicht heraus, eingesperrt im Mund. Ich hielt mir den Mund zu, keine Ahnung, wann die Hand dahin gekommen war. Warum sperrte ich den Seufzer ein und Sauerstoff aus? Mit dem Seufzer schwoll auch ein Groll an, der nicht gegen Müge gerichtet war, aber leicht an ihr ausgelassen werden konnte. Was bildete sie sich ein? Das wird nie wieder wie es war. Und wenn es auch anders wird, wenn wieder unser Lachen ertönt, klirrt doch jeder Schritt auf dem Scherbenhaufen.

„Müge..“, begann ich, aber sie unterbrach mich.

„Ich kann das nicht glauben. Ich meine, da muss doch was zu machen sein. Das kann’s doch nicht gewesen sein? Ich meine, wenn ihr euch Sylvester wieder seht…ihr seid Seelenpartner!“

Ich schlug mit der Faust gegen die Wand. Ich hasste jetzt diesen Begriff.
„Müge… ruf mich bitte nicht mehr an. Lösch meine Nummer!“
Ich legte auf und dann den Hörer beiseite.

„Wer war denn das?“, fragte Hakan zaghaft.

„Verwählt.“, sagte ich und nach einer Sekunde des Stutzens brach er in schallendes Gelächter aus. Ich lachte mit.
„Also, was wollen wir an deinem letzten Abend in Hamburg machen?“

„Zur Abwechslung mal einen ruhigen Abend!“, sagte er und lachte wieder. Ich hatte ihn durch alle Vierteln der Stadt geschleppt, selbst in die Ghettos nach Wilhemsburg, damit er ein vollständiges Bild von der Stadt erhielt.

„Wollen wir kochen, Essen liefern lassen oder auswärts essen?“, fragte ich und überlegte, ob ich noch eine Option ausgelassen hatte.

Hakan stellte sich vor mich hin und lächelte. „Warum benimmst du dich wie ein Servicemitarbeiter?“

„Tue ich das?“

„Ja. Zuvorkommend, höfflich und …distanziert.“

„Ich kann mich nicht aussuchen.“, sagte ich.

Kein Stein bleibt auf dem anderen, wollte ich sagen, aber es war unnötig. Gekränkte Seelen sprechen stillschweigend. Wie hätte ich Müge sagen können, dass ein Teil von mir erbärmlicherweise sich danach lechzte, ihren Vorschlag anzunehmen. Was soll’s, ich habe keinen Stolz, sprach die Kopfstimme. Wenn DU auf mir trampeln willst, dann tue dir keinen Zwang an. Und wenn du das nächste Mal ein Messer in die Hand nimmst, zeige ich dir welche Rippe noch frei ist. 
Müge dachte, sie kennt ihre Mitmenschen, nur weil sie lange Zeit mit denen verbracht hatte, die gleichen Menschen hatte ich in kurzer Zeit ganz anders erlebt. Baby war schon noch nicht mal nach einem Monat in anderen Armen aufgewacht. Arme Müge, weil sie es nicht wusste, armes Ich, weil ich es wusste. Wird es immer so sein, fragte ich mich. Sterben wir etwa alle mit den unausgesprochenen Sätzen in unseren Köpfen?

„Zeig mal deine Hand!“, forderte Hakan.

„Da ist nichts.“, sagte ich, merkte aber beim Hinsehen, dass die Haut aufgeschürft war und zu bluten begann. Komisch, dass ich keinen Schmerz fühlte, der Anblick vom eigenen Blut hatte sogar etwas Beruhigendes. Etwas Unsichtbares wurde sichtbar und fassbar. Alles, was man dem Körper antat, war eine Botschaft, an jene, die ihn erschaffen hatten, an Gott, Vater, Mutter und auch an sich selbst.

„Hast du Verbandszeug hier?“, fragte er, aber ich winkte ab.
„Wirst du mir mal sagen, was zwischen euch vorgefallen ist?

Unausgesprochen sendete er mit: Ich hab mich dir anvertraut, jetzt bist du an der Reihe. Bei den meisten Menschen funktionierte es wie Gähnen. Wenn einer seine Geschichte erzählte, mussten andere sofort eigene gleichartige Geschichten zum Besten geben. Und dabei kam es oft zu Überbietungen. Mir war nicht danach.
„Heute ist dein Tag.“, sagte ich. „Für mich ist noch Zeit.“

Später saßen wir mit Pizza in der Küche auf dem Boden, vor dem Fenster in die Welt.  Die Pizza war lecker, extra viel Käse, immer wenn ich rein biss, schloss ich automatisch die Augen, um mich noch mehr auf den Geschmack zu konzentrieren. Ihm schien es genauso gut zu schmecken, so dass wir uns um die letzten Stücke prügelten. Wir beide waren dann so voll und wurden träge. Eine angenehme Wärme stieg den Rückenmark hoch. Und während wir an unseren Getränken nippten –er Rotwein, ich Traubensaft- sang im Hintergrund Nancy Ajram, meine allererste Begegnung mit der arabischen Musik. Sie sang von Liebe und Verrat. Und tatsächlich dachte ich in diesem Moment, bereits von meinem Traubensaft berauscht, dass so vieles in der Welt auf Liebe gebaut war. Königreiche, Kriege, Schlösser und Paläste, Lieder und Gemälde, Bücher und Essen, ja selbst der Tod war von Liebe umgeben. So viele Männer und Frauen hatten sich in Liebeskummer und Verzweiflung umgebracht und so viele Verstorbene hatten den Hinterbliebenen ein Minus an Liebe hinterlassen. Männer, Frauen, es machte keinen Unterschied, dieses Virus Liebe hatte das ganze Universum infiziert. Während ich so meinen Gedanken nachhing, Nancy sang  bereits zum zehnten Mal und jedes Mal wirkte das Lied anders, als würde immer eine neue Tür aufgehen, nahm Hakan meinen rechten Fuß auf seinen Schoß und begann da eine Tastenkombination einzugeben. Gerade als ich einen Spruch aus meinem unendlichen Schatz an sarkastischen Sprüchen bringen wollte, hörte ich mich wie ein Kater schnurren.

„Lernt man so was bei Osho?“, fragte ich.

„Ich weiß, was du denkst, aber Yoga und Ayurveda sind kein Quatsch.“ Den Beweis lieferte er gerade. „Du bist morgen leider weg. Wir werden uns nicht mehr sprechen können, bevor ich fliege, deswegen sage ich dir  gleich, dass die letzten Tage sehr schön waren, mit dir in Hamburg. Ich hatte es dringend gebraucht.“

Ich klopfte an seinen Oberarm. In meiner Haut wollte ich gerade nicht stecken, aber in seiner erst recht nicht. Vielleicht hatte man Ruhe im Kopf, wenn man hinnahm, dass die Welt ungerecht war. Das Klopfen, so sachte es auch war, trieb Sterne in seine Augen.

„Ich möchte weinen.“, sagte er.

„Weine.“

Und der Damm brach. Einen erwachsenen Mann weinen zu sehen, ist so, als ob ein Naturgesetz wankte, es hatte etwas Sakrales.

„Möchtest du ein  Glas Wasser?“ fragte ich und musste völlig unpassend über mich selbst lachen. Eine Tante aus unserem Dorf hatte auf jede Spur von Trauer mit dem Satz „Trink erstmal ein Glas Wasser“ reagiert. Das war die Standardformel gegen jedes Weh-Wehchen. Schmerz in unserer Familie schien wasserlöslich zu sein.

„Gern.“ sagte er und schniefte.

Ich reichte ihm ein randvolles Glas. Er nippte nur kurz und stellte das Glas ab. Als ich mich wieder hinsetzte, bettete er seinen Kopf auf meine Knie. Hmmm, dachte ich, so muss es sich anfühlen, ein kleines Kind zu haben. Gleichzeitig wunderte ich mich, warum ich wie ein Magnet immer angeknackste Menschen anzog. Und was sagte es über mich aus? Ich konnte diese Gedanken nicht weiter ausführen, ich merkte, dass Hakans Stirn warm war. Meine Finger tauchten in das Glas Wasser wie junge Triebe. Ich benetzte seine Stirn mit den kühlen Tropfen. Ich wollte ihm meine Kraft geben, er brauchte sie dringender als ich.
Hakan lächelte wieder dieses dankbare Lächeln, dass die Seele eines Menschen im Gesicht aufleben ließ.  Und während er vom Rotwein und vom Weinen gelöst, die Augen schloss, geleitete ihn in Morpheus Reich, mit einem Märchen. Ich erzählte ihm sein Leben, aber schrieb ihm eine andere Zukunft, eine glückliche.

„Hakan, immer wenn du es nicht mehr aushältst, kannst du wieder kommen. Meine Tür ist offen.“, sagte ich und sang mit gesenkter Stimme ein Gedicht Mevlanas, meinen Liebling in islamischer Mystik, als Schlaflied.


 „Komm, komm wieder,
Seiest Du auch ein Christ, ein Feueranbeter,
ein Götzenverehrer oder ein Ungläubiger,
Komm, komm wieder,
und hast Du hundert Mal geschworen
und hundert Mal Deine Eide gebrochen,
Komm, komm wieder,
Diese Tür ist nicht die der Desillusion
Diese Tür ist die der Hoffnung

 

So, wie Du bist!

Komm wieder“

 

 
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Kommentare
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 16:40
Magda schrieb am 21.11.2009 um 17:42
Achja, da will ich jetzt gar nichts weiter zu sagen, als einen Seufzer ablassen.

Traurig, lebenswahr und schön. So isses eben.
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 18:28
manchmal wünschte ich man könne das leben vorspulen bis zum nächsten frühling oder zurück zu einer zeit der unschuld, fürchte nur, dann müsste ich bis zur ursuppe zurückreisen.

danke fürs lesen

outnumber <== heute traurig
Magda schrieb am 21.11.2009 um 18:48
Jetzt müsste man sich auch ein bisschen in die Arme nehmen und dann würde ich aufsagen: Das geht vorbei, das geht vorbei, das geht vorbei....

Es ist ja auch so.

Und noch ein Chanson-Vers

Wenn ich mir was wünschen dürfte
dann käm ich in Verlegenheit
was ich mir denn wünschen sollte
eine gute oder schlechte Zeit

Wenn ich mir was wünschen dürfte
möcht ich ein bisschen glücklich sein
denn wenn ich gar zu glücklich wäre
hätt' ich Heimweh nach dem Traurigsein

Kann aber sein, dass das wieder so ein typisch deutscher Miesepeter-Vers ist.
German Melancholy.

Wie auch immer, wirst sehen:
Deine alte "Verlobte" denkt an Dich und sieht schon in ihrem großen Spiegel ...

Ah, .....was kommt da des Wegs: Nein, nein, keine falschen Versprechungen!!!!!!!!
Ganz sicher kommt ein neues Jahr, es kommt schöne Musik, eine schöne Begegnung, eine schöne Erkenntnis, die auch sexy sein kann und neue Menschen mit neuen Anregungen und Chancen. Und ein erfahrener outnumber, der aber nicht resigniert und zynisch wird,sondern nur einen kleinen Schimmer im Auge hat, manchmal.

Nur in der Premium-Variante sage ich auch ein neues...ganz unerwartetes Glück ... voraus, aber nur, wenn selbst auch dran geglaubt wird.

Jetzt verlinke ich noch ein Video:
Pauvre Verlaine von Adamo

www.youtube.com/watch?v=ShIcE39odM8

Habe ich gerade wiederentdeckt
jayne schrieb am 21.11.2009 um 19:01
das mag ich auch - pauvre verlaine, wie ich die zeilen dieses dichters mag - eines seiner für mich schönsten gedichte ist "charleroi", obgleich da ein gang durch die belgische industrieregion unternommen wird ...
jayne schrieb am 21.11.2009 um 19:06
noch ein anderes lied für outnumber und für Dich - tombe la neige:

Magda schrieb am 21.11.2009 um 19:11
Ja, das ist auch sehr sehr schön.
Magda schrieb am 21.11.2009 um 19:18
@ jayne "charleroi", obgleich da ein gang durch die belgische industrieregion unternommen wird ..."

Interessant ist ja, dass ich heute gerade über Adamo gepostet habe hier im Freitag. Der ist ja auch - wie viele Italiener - nach Belgien gekommen, weil der Vater Arbeit im Bergbau gesucht hat.
Und die Italiener waren dort ungeliebte Fremde.

Von Martin Leidenfrost - aber ich kanns nicht verlinken, weil sie hier mal wieder Serverfehler produzieren.

@ outnumber - ich muss hier auch noch Tröst- und Beruhigungsarbeiten leisten. Ein Zahnschmerz kann einen auch ganz schön aus der Bahn werfen.
jayne schrieb am 21.11.2009 um 18:46
die stelle mit der türkischen produktion für leonardo erinnert mich an ddr-zeiten, als in hiesigen betrieben waren für den "westen" hergestellt wurden, z.b. eine reihe von schokoladenartikeln, denen dann ein westdeutsches mäntelchen (label) umgehangen wurde, und so manches davon wurde über die westverwandschaft wieder zurückgeschwemmt ins kleinere deutschland ...
jayne schrieb am 21.11.2009 um 18:48
achso, apropos zurückreisen - lieber vorwärts, und im spätherbst ist auch schon der vorfrühling zu spüren, lieber outnumber
Magda schrieb am 21.11.2009 um 18:49
Siehste outnumber nun sind wir schon zwei hier zum Ablenken und Trösten.
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 19:34
i feel the love :-)))
wenn besuch weg ist, entsteht eine leere. dann isst man wieder allein und merkt, man ist ja allein.

danke euch beiden!
h.yuren schrieb am 21.11.2009 um 23:45
nie bist du allein, outnumber. du hast eine stimme. du sprichst und wirst gehört und meist verstanden. siehst du, auch kk ist da. nie bist du allein.
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 22:33
danke fürs lesen h.yuren
kay.kloetzer schrieb am 21.11.2009 um 20:11
Lieber outnumber,
was für eine schöne Seele Du hast! Deine Gedanken, Deine Gefühle - und so schöne Sätze dafür.
Herzlich
kk
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 21:50
danke kay.kloetzer. das sind so schöne worte, ich musste erst zögern, bevor ich sie annahm.
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 21:50
kay.kloetzer schrieb am 21.11.2009 um 22:03
Na, Menschen, Ihr alle, so viel Rotwein habe ich gar nicht im Haus für all diese wunderbar seelekratzenden Lieder. Und so viele Taschentücher auch nicht.
kk
Magda schrieb am 21.11.2009 um 22:15
Ach Mensch - hört auf. Ich sitze hier alleine und trinke Bier. Der Meine hat ne geschwollene Backe und liegt irgendwo rum, schier verzweifelt, weil er gedacht hat, der Zahn hält ewig und ging nicht und ging nicht ...zum Zahnarzt.

Mein alter Kalauer muss wieder herhalten: Alles Elend der Welt hat in einem Zahn Platz, aber nur, wenn der noch einen Nerv dafür hat.

Mir tut das so Leid, aber helfen kann ich nicht wirklich.

Das nur am Rande, weil ich gerade hier war.

Ich musste jetzt damit einfach mal an die Öffentlichkeit gehen.

Entschuldigung outnumber - der Alltag ist auch ein Ding für sich.
jayne schrieb am 21.11.2009 um 22:29
ein ding für sich - und meine kleine dicke seele hat auch schon ruh': das bier ist getrunken (DAB aus dortmund, nur falls hier werbung für eines der zweitbesten biere in der republik erlaubt ist - ), und doch hat mich auch outnumbers zweites lied berührt, warum nicht - wenn die trauer sich zur melancholie verfeinert und momente der sehnsucht in sich birgt, nimmt man das atmen der seele wahr, und dies ist ein geschenk (aber keine angst, das hat nichts mit esoterik zu tun) - eine schöne saturday night noch ...
Magda schrieb am 21.11.2009 um 22:44
"wenn die trauer sich zur melancholie verfeinert und momente der sehnsucht in sich birgt, nimmt man das atmen der seele wahr, und dies ist ein geschenk"
Das stimmt. Übrigens - ich höre oft solche Sachen mit dem Radio-MP3-Player vor dem Einschlafen. Das ist immer ein Mollton, sogar manchmal bei Sachen, die gar in Moll gemeint sind. Immer ein Grundton, der das so einfärbt. Sind viele Halbtonschritte.

S
Magda schrieb am 21.11.2009 um 22:45
Ich schreibe schon wirr. Sind oft Sachen, die gar nicht in Moll gemeint sind.
kay.kloetzer schrieb am 21.11.2009 um 23:04
Magda,
ist gar nicht gemeint nicht gar oft eben doch gar gemeint? Wenn schon wirr, dann mollig. Womöglich ist's schon jetzt ein Wein zu viel, aber eben dafür liebe ich den Herbst und den vorweihnachtlichen Winter: dass es mit Einbruch der Dunkelheit, also quasi ganztägig, die Lizenz zum Mollen gibt. Neulich spielte bei einer Lesung zur Pause jemand Cello - ja, da muss man sich doch einfach hingeben, ja, da will man warm und herzvoll sein ...
Deinem Mann wünsch ich schnelle Besserung. Ein, zwei Blätter grünen Salats zerkleinert in die Backe geschoben sollen Wunder wirken. Das hängt wohl mit dem Kalium zusammen.
herzlich
kk
outnumber schrieb am 21.11.2009 um 23:28
"Entschuldigung outnumber - der Alltag ist auch ein Ding für sich."

der alltag ist der teil, der den größten raum einnimmt, allein daher so wichtig, andererseits ist der zahnschmerz deines mannes hoffentlich nicht so alltäglich. ich wünsche ihm gute besserung!

und an die drei grazien des olympischen gartens, danke!
kay.kloetzer schrieb am 21.11.2009 um 23:36
Lieber outnumber, liebe Grazien
darf ich Thalia sein?
kk
Magda schrieb am 21.11.2009 um 23:41
@ kay.kloetzer "ja, da muss man sich doch einfach hingeben, ja, da will man warm und herzvoll sein ..."

Ja, da könnte so viel geschehen, da gibts überhaupt nur eins: rein (mit dem Bier)

@ outnumber - "andererseits ist der zahnschmerz deines mannes hoffentlich nicht so alltäglich. ich wünsche ihm gute besserung!"

Das werde ich ihm mitteilen, wenn ich ihn wieder treffe - nämlich wenn ich auch ins Bett gehe. Vor einer Stunde habe ich unter Drohungen erzwungen, dass er endlich eine Tablette nimmt. Der Schmerz lässt nach, die Backe schwillt. Aber er stöhnt nicht mehr. Bestimmt schläft er bald ein. Aber ich habe - wie bei Kindern - die Tür offengelassen, damit er nicht so allein ist.

Ein Alltagsidyll, lieber outnumber, das hast Du dann, wenn die ersten großen Ausläufer der Leidenschaft in sanften Wellen ins Meer zurückfließen. Wer dann miteinander kann, ist auch gut dran.

Ich bin geschwätzig, ich weiß. Jetzt gucke ich noch Boxen und hole mir ein Bier.
Magda schrieb am 21.11.2009 um 23:43
@ kay.kloetzer - "darf ich Thalia sein?"

Ist das nicht die mit dem Buchladen? Und wer sind die drei anderen? ich habe doch keine klassische Bildung.

Los, tut was für mein Bildungsgut.
Magda schrieb am 21.11.2009 um 23:46
Ach übrigens - Grüner Salat, in die Backe? Das nimmt der nicht, da haut der nach meiner Hand. Damit dringe ich nicht durch. Bis jetzt waren wir bei Kamille.
h.yuren schrieb am 21.11.2009 um 23:58
aber magda, boxen und bier, das ist doch schon fast klassisch. das allitterierende zuschlagen der akzente.
was willst du um diese stunde noch mehr bildung?
guts nächtle.
kay.kloetzer schrieb am 21.11.2009 um 23:59
Für Magda, mal gleich aus wikipedia:
Die Chariten sind in der griechischen Mythologie Göttinnen der Anmut, die mit Aphrodite in Verbindung stehen und entsprechen in der römischen Mythologie den drei Grazien. Sie sind Töchter des Zeus und der Eurynome und heißen Euphrosyne, Thalia und Aglaia.
Eurynome verkörpert Frohsinn und Freude. Thalia war die Muse der komischen Dichtung und der Unterhaltung, Aglaia die Glänzende.
Liebe Grüße
kk
PS: Auch Nelken und Wodka sollen eine gewisse Wirkung auf Zähne haben, ich kenne sie aber nur als Wirkstoff in Rotkraut oder für Schwebezustände. Und all das ausgerechnet am Wochenende! Er wird doch nicht bis Montag durchhalten wollen? Vielleicht schläft er es ja weg. Ich schicke mal Energie rüber. (Aber erst in einer Stunde etwa)
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 00:29
"Aber ich habe - wie bei Kindern - die Tür offengelassen, damit er nicht so allein ist."

Magda, männer haben es nicht eilig mit dem erwachsenwerden, das kann schon mal so 50-70 jahre dauern :-))
Magda schrieb am 22.11.2009 um 11:02
Danke kk - "Eurynome verkörpert Frohsinn und Freude."

Die nehme ich, aber auch die mit der Unterhaltung ist gut.

"Er wird doch nicht bis Montag durchhalten wollen? Vielleicht schläft er es ja weg. Ich schicke mal Energie rüber. (Aber erst in einer Stunde etwa)"

Also es muss gewirkt haben, denn er ist abgeschwollen. Nur noch ein bisschen und tut auch nicht mehr weh. Na, das ist doch schon mal gut...Da kann man dann besser planen, denn geschehn muss was.

Danke für die Energie.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 21.11.2009 um 23:54
outnumber, Du rührst die Frauen, merkst Du das? Pass bloß auf! :)

Was ist eigentlich mit dem Schokoladenmädchen? Nein, nein, ich will nicht kuppeln wie Müge! Aber Schokolade kann wirklich manchmal sehr tröstlich sein, auch wenn zur gesunden Ernährung ein bisschen mehr gehört, wenn Du verstehst, was ich meine.

Weißt Du, ich erlebe gerade den Liebeskummer meiner Tochter (knapp 17). Sie war über 2 Jahre mit einem Jungen zusammen, ein großes Stück ihres bisherigen Lebens. Es war keine noch halbkindliche Ausprobierliebe. Die beiden haben ein paar wirklich heftige Dinge gemeinsam durchgestanden. Und dann kommt der Junge eines Tages und sagt, es ist aus, und ist kurz danach schon mit ner anderen zusammmen. Meine Kleine liegt nun öfter in meinen Armen und weint sich die Seele aus dem Leib, mir geht es durch und durch. Da kam ich auf die Idee, ganz, ganz vorsichtig die Sprache auf andere Jungs in ihrer Umgebung zu bringen. Da sind ein paar wirklich nette dabei. Und siehe da, wir kamen ins Plaudern und sie fing ein bisschen an zu schwärmen von diesem oder jenem. Neulich auf ner Party hat sie dann mit einem rumgeknutscht. Stell Dir vor, ein Vater, der sich freut, wenn sein Töchterchen rumknutscht...
kay.kloetzer schrieb am 22.11.2009 um 00:18
Ach, meisterfalk, das klingt so anrührend, und gleichzeitig denke ich: wie süß war doch der Liebeskummer mit 17. Weil er mehr aus Sehnsucht entstand als aus Enttäuschung. Ich weiß ja, dass er immer schlimm ist, nie teilbar. Aber je älter ich werde, umso mehr Gründe gibt es für das Scheitern. Wobei Scheitern gar nicht der richtige Begriff ist. Für das nicht Alltagstauglichwerden der Träume vielleicht. Erst kam der Liebeskummer mit dem Ende einer Verliebteheit,dann mit dem Erlöschen der Liebe. Heute schleicht er sich schon währenddessen an. Er ist klüger als ich.
Ich lebe das Lass-uns-Freunde-bleiben-Modell. Es funktioniert. Ich glaube, es funktioniert nur deshalb, weil in den Beziehungen von Anfang an die Freundschaft dominierte. Die Leerstelle der Liebe aber schmerzt bei jeder Begegenung. Bis heute.
Mit 17, ach, ich weiß es gar nicht mehr genau. Da scheint wohl alles möglich?
herzlich
kk
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 00:36
@ meisterfalk
deine tochter ist in guten händen bei dir. ich freue mich für sie.
schokolade, es war obwohl schön, begehrt zu werden, zu früh.
menschen können grausam sein, wie schokolade auch andere menschen, freundschaften, gefühle komsumieren.
das wollte ich nicht.

@kk

ich verstehe dich und wollte, ich würde es nicht.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.11.2009 um 00:39
Bei mir hats nicht funktioniert, das Freunde-Bleiben. Freunde werden wäre eine Aufgabe, aber nach einer langen und engen Beziehung, die mit Schmerz, Wut und Apathie schließlich zu Ende geht, ist sowas schwer vorstellbar. Eher kommt wieder Sehnsucht auf.
Eine langjährige Freundin habe ich, unsere Freundschaft begann mit einer wunderbaren und wunderbar kurzen amourösen Episode, an die wir uns gerne erinnern, aber das war nichts Verbindliches.
Ich glaube heute, die einzige Art von Liebesbeziehung, die auf Dauer für beide gleich gut funktioniert, muss über kurz oder lang ein gutes Stück Freundschaft enthalten. Denn das, was Liebesbeziehungen belastet, diese gegen- oder auch einseitigen falschen Erwartungen, das gibt es ja in (richtigen) Freundschaften nicht.
luggi schrieb am 22.11.2009 um 00:47
Das Video für seventeeners

kay.kloetzer schrieb am 22.11.2009 um 00:52
Darum bin ich ja im Großen und Ganzen, also im Frühling, Sommer, Spätsommer, recht glücklich in meinem Leben. Das sind die Freundschafts-Jahreszeiten. Wir Single-Freunde aber rücken ab Herbst noch enger zusammen, da fehlt dann spürbar das letzte Stück zum großen Ganzen.
Neulich war ein bezwingender glutroter Abendhimmel. Da haben wir uns angerufen, damit es keiner verpasst. Schöner wäre natürlich gewesen, beieinander hinaufzuschauen.
Streifzug schrieb am 22.11.2009 um 01:01
@meisterfalk,

siebzehnjährige Töchter sind hellauf begeistert, wenn ihre Väter in öffentlichen Foren von ihrem Liebeskummer erzählen. Ich drück dir die Daumen, dass ihr das keiner ihrer Freunde steckt, die mit Sicherheit schon wissen, dass du hier chattest.

Lass dir schon mal was einfallen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.11.2009 um 01:09
Streifzug, wenn wir hier bei SchülerVZ wären...
Magda schrieb am 22.11.2009 um 11:06
"outnumber, Du rührst die Frauen, merkst Du das? Pass bloß auf! :)"

Hihi, ich gehe getrost davon aus, dass er das weiß. Und damit ganz gut und frauenfreundlich umgeht.
Magda schrieb am 22.11.2009 um 11:12
nochmal meisterfalk - "Ich glaube heute, die einzige Art von Liebesbeziehung, die auf Dauer für beide gleich gut funktioniert, muss über kurz oder lang ein gutes Stück Freundschaft enthalten."

Absolut. Es gibt ja so einen schönen Allerweltssong von einem Ami namens Lobo:

I love you too much
to ever start liking you
so lets just find the story
kind of end

I love you too much
to ever start liking you
So don't expect me
to be your friend

www.youtube.com/watch?v=3T8-wtEISCo
archinaut schrieb am 22.11.2009 um 14:44
@streifzug

"Töchter sind hellauf begeistert, wenn ihre Väter in öffentlichen Foren von ihrem Liebeskummer erzählen" - no comment :-))))))))))
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 15:26
@luggi

sie hat ein kurs in haareschütteln erfolgreich absolviert :-)
Giuseppe Navetta schrieb am 23.11.2009 um 01:56
@meisterfalk

Wie wahr!!!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.11.2009 um 01:08
Lieber outnumber, ich verstehe. Siehst Du, zu meiner Schande muss ich gestehen, dass ich bei meiner Empfehlung, Trost zu suchen, an die Trostspenderin gar nicht gedacht habe. Nicht gut.
oranier schrieb am 22.11.2009 um 22:16
Ich konnte nicht weiterlesen. Ich hatte die Augen geschlossen. Aus dem Hals, noch tiefer aus dem Magen, kam ein Schwall hoch, kam nicht heraus, eingesperrt im Mund. Ich hielt den Mund zu, keine Ahnung, wann die Hand dahin gekommen war. Warum sperrte ich den Schwall ein und Sauerstoff aus? Mit dem Schwall schwoll auch ein Groll an, der nicht gegen outnumber persönlich gerichtet war, aber leicht an ihm ausgelassen werden könnte. Was bildet der sich ein? Meine Hochachtung vor ihm wird nie wieder, wie sie war. Und wenn es auch anders wird, wenn er je wieder halbwegs annehmbare Sätze hier schreiben wird, klirrt doch jeder Schritt auf dem Scherbenhaufen solchen sprachlich-literarischen Mülls.

Ich rannte ins Bad, beugte mich über die Kloschüssel, nahm meine Hand vom Mund, von der ich nicht wusste, wie und wann sie dahingekommen war, und ließ den ganzen Schwall auf einmal heraus. Dann war mir leichter zumute. Alles, was mir hier zu schlucken zugemutet worden war, schwamm nun dort unten. Sah aus wie Hering mit Roter Beete. Das hatte ich noch nie bei mir behalten können."
oranier schrieb am 22.11.2009 um 22:21
So besser:

outnumber:
"Ich wollte ihr nicht zuhören. Ich hatte die Augen geschlossen. Aus dem Hals, noch tiefer aus der Brust, stieg ein Seufzer hoch und kam nicht heraus, eingesperrt im Mund. Ich hielt mir den Mund zu, keine Ahnung, wann die Hand dahin gekommen war. Warum sperrte ich den Seufzer ein und Sauerstoff aus? Mit dem Seufzer schwoll auch ein Groll an, der nicht gegen Müge gerichtet war, aber leicht an ihr ausgelassen werden konnte. Was bildete sie sich ein? Das wird nie wieder wie es war. Und wenn es auch anders wird, wenn wieder unser Lachen ertönt, klirrt doch jeder Schritt auf dem Scherbenhaufen."

oranier:
"Ich konnte nicht weiterlesen. Ich hatte die Augen geschlossen, Aus dem Hals, noch tiefer aus dem Magen, kam ein Schwall hoch, kam nicht heraus, eingesperrt im Mund. Ich hielt den Mund zu, keine Ahnung, wann die Hand dahin gekommen war. Warum sperrte ich den Schwall ein und Sauerstoff aus? Mit dem Schwall schwoll auch ein Groll an, der nicht gegen outnumber persönlich gerichtet war, aber leicht an ihm ausgelassen werden könnte. Was bildet der sich ein? Meine Hochachtung vor ihm wird nie wieder, wie sie war. Und wenn es auch anders wird, wenn er je wieder halbwegs annehmbare Sätze hier schreiben wird, klirrt doch jeder Schritt auf dem Scherbenhaufen solchen sprachlich-literarischen Mülls.

Ich rannte ins Bad, beugte mich über die Kloschüssel, nahm meine Hand vom Mund, von der ich nicht wusste, wie und wann sie dahingekommen war, und ließ den ganzen Schwall auf einmal heraus. Dann war mir leichter zumute. Alles, was mir hier zu schlucken zugemutet worden war, schwamm nun dort unten. Sah aus wie Hering mit Roter Beete. Das hatte ich noch nie bei mir behalten können."
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 22:28
du kannst nach den ersten sätzen aussuchen, ob du etwas dir weiter antun willst oder nicht. du bist auf dialog nicht aus, daher weise ich eben nur auf die freiwilligkeit des lesens hin.
danke für die aufmerksamkeit, oranier :-)
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 22:30
vielleicht mag tessa dein erstes kommentar raus,
dein zweiter ist etwas umfangreicher und kann ruhig der nachwelt erhalten bleiben.
outnumber schrieb am 22.11.2009 um 22:30
vielleicht mag tessa dein erstes kommentar raus nehmen,
dein zweiter ist etwas umfangreicher und kann ruhig der nachwelt erhalten bleiben.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 22.11.2009 um 22:31
Absolut cool, aber wozu soll das gut sein? Suchst Du Anlässe zur Abführung, egal was, egal wen? - Oder wär's nicht vielleicht besser, die zu prügeln, die es verdient haben?
Magda schrieb am 22.11.2009 um 22:46
@ meisterfalk - " Oder wär's nicht vielleicht besser, die zu prügeln, die es verdient haben?"

Niemand sagt mir was.
Titta schrieb am 22.11.2009 um 23:40
Also,

ich hab bisher ja fein geschwiegen, weil ich dachte, außer mir kriegt anscheinend niemand bei diesem Text Bauchschmerzen. Nun stelle ich fest, mir geht es nicht alleine so mit diesem Blogbeitrag.

Mir ist, ehrlich gesagt, genauso übel geworden wie dem, von mir in Sachen Text- und Literaturkritik sehr geschätzten, Oranier ob des vielen Pathos, Sentiments und völlig übersteigerten Gefühls. Der schier unerträglichen Überhöhung des eigentlich doch Banal-Alltäglichen in diesem Text.
Oraniers Text ist eine paßgenaue Reaktion darauf, sehr gelungen übrigens, wie ich finde. Danke, ich hab sehr gelacht.

Nur zwei kurze Beispiele, an denen ich meine Kritik festmachen möchte.

Der Autor ist ja, meines Wissens, leicht über Dreißig, wenn er dann Fragen stellt, wie die, warum man nur angeknackste Menschen um sich sammelt, darf er sich eigentlich über gewisse Reaktionen nicht weiter wundern. Ist jedenfalls meine Meinung.

Und folgender Satz spricht ganz allein und ohne irgendeine weitere Erklärung so gegen ihn, daß es mir schon fast peinlich ist, hier doch noch was kommentiert zu haben: "Einen erwachsenen Mann weinen zu sehen, ist so, als ob ein Naturgesetz wankte, es hatte etwas Sakrales."

Gut, ich hätte schweigen können. Hab ich ja auch brav bisher getan. Aber wo der Oranier Recht hat, hat er einfach Recht. Und wie gesagt, das Peinlichste hat er sogar gnädigerweise verschwiegen.
In dem Zusammenhang: ist die unterschwellige Frauenfeindlichkeit des Textes eigentlich auch niemandem aufgefallen?

Ja, outnumber, genau, dein Text wird der Nachwelt erhalten bleiben. Eben genau drum.

Nix für ungut. Oder doch.
Nach Belieben
Titta
Streifzug schrieb am 23.11.2009 um 00:09
Kritik
Niemand war und ist mir eine empfindliche Geißel als der richterlich geartete Mitmensch. Er ist für mich der personifizierte böse Blick. Vor ihm erschrickt alles Lebendige in mir so tief, als hätte der Tod selbst es gestreift. So mag eine Pflanze aufhören zu wachsen, wenn sie ein schlimmer Zauberer anhaucht. Sie will gern von Wind, Regen und Kälte vernichtet werden, und wenn sie jemand zertritt, so wird sie es als etwas Natürliches hinnehmen; aber sich bei lebenndigem Leibe Von einem anderen lebenden Wesen schlechtweg in Frage stellen, verneinen, für unfähig, für einen Irrtum erklären lassen zu müssen und das nicht etwa unter einem Feuer von Leidenschaft, sondern kalt, Vorbedacht - das ist unerträglich.

Christian Morgenstern
Stufen, In me ipsum, 1906
Titta schrieb am 23.11.2009 um 01:33
"So mag eine Pflanze aufhören zu wachsen, wenn sie ein schlimmer Zauberer anhaucht."

Siehst du, auch Morgenstern hat grottenschlechte Sätze geschrieben, eben!

Es geht hier nicht um Menschenbeurteilung. Es geht um die Frage, was gutes und was schlechtes Schreiben denn ist, was dies sein sollte.

Es geht hier aber nicht darum, und das scheinen hier einige zu verwechseln, den Menschen abzusprechen, daß dieser Text sie emotional tief berührt hat.

Auch eine Hedwig Courths-Mahler vermag Menschen zu berühren, aber ihren Kritikern deshalb Richtertum vorwerfen zu wollen. Hui, Streifzug, dann verheb dich mal weiter.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 01:37
PS.

Ich fand die Satire von Oranier eigentlich ein sehr sanftes Mittel im Vergleich zu einer genauen Textanalyse. Was der liebe Oranier allerdings gemacht hat, er hat dieses schöne Einlullende des Textes gestört. Und damit die Leute aus ihrem schönen Gefühl herausgeholt. Die Reaktionen zeigen, hier wollen die Leute lieber eingelullt bleiben.

Diese Haltung des Eingelulltbleiben Wollens hinterfrage ich jetzt aber mal nicht weiter. Ist ja schon spät.
Streifzug schrieb am 23.11.2009 um 01:49
Titta,

ich hab das Morgenstern-Zitat genommen und einen Artikel draus gemacht. In einer etwas anderen Textfassung. Leider habe ich meine Buchausgabe nicht griffbereit um es abzugleichen. Das hole ich nach.
kay.kloetzer schrieb am 23.11.2009 um 02:13
liebe titta und oranier,
das verstehe ich jetzt nicht. vielleicht ist es ungewöhnlich, dass ein mann zum einen gefühle beschreibt und zum anderen so umfassende bilder dafür findet. aber das muss ihm erstmal einer nachmachen: für eine scheinbar alltägliche, zumindest bekannte situation worte zu finden, die die atmosphäre unmittelbar werden lassen. man muss das ja nicht mögen. ich mag es. und achte autor und text.
herzlich
kk
oranier schrieb am 23.11.2009 um 02:25
"Schlagt ihn tot, den Hund, er ist ein Rezensent!" (Goethe)
kay.kloetzer schrieb am 23.11.2009 um 02:32
Georg Kreisler: "der Musikkritiker"

Heute findet jede Zeitung
Größere Verbreitung durch Musikkritiker,
Und so hab auch ich die Ehre
Und mach jetzt Karriere als Musikkritiker.
Ich hab zwar ka Ahnung, was Musik ist,
Denn ich bin beruflich Pharmazeut,
Aber ich weiß sehr gut, was Kritik ist:
Je schlechter, um so mehr freun sich die Leut.
Es gehört zu meinen Pflichten,
Schönes zu vernichten als Musikkritiker,
Sollt ich etwas Schönes finden,
Muß ich's unterbinden als Musikkritiker.
Mich kann auch kein Künstler überlisten,
Da ich ja nicht verstehe, was er tut.
Drum sag ich von jedem Komponisten:
Erst nachdem er tot ist, ist er gut!
Ja, endlich hab ich einen Posten,
Und die Zeitung läßt es sich was kosten.
Ich sitzt auf dem ersten Platze,
Und die Sänger sehen meine Fratze.
Orff und Eck und Boris Blacher
Fürchten meine hohnerfüllten Lacher.
Hindemith, Strawinsky und Varese
Sind zwar gut, doch ich bin bese.

Ja, ich könnt zufrieden sein,
Das Schicksal hat mich reich beschert,
Aber oh, mich belastet nur eine Verrücktheit,
Ich merk es in jedem Konzert:
Ich seh, wie das Publikum weich wird wie Wachs,
Wenn Musik alle Sinne bewegt,
Ich seh, wie beim Zuhören manch trutzigem Manne
Ein Tränchen die Brille beschlägt.
Nur für mich hat das Zuhören keinen Sinn,
Weil ich unmusikalisch bin.
Ich seh, wie ein liebliches Mädchen die Hand
Ihres Jünglings ergreift und sie drückt,
Wie ein Großmütterl zitternd die Halskette auzieht,
Weil sie sonst vor Rührung erstickt,
Nur ich sitz' da und hör nicht einmal hin,
Weil ich unmusikalich bin.
Zu Weihnachten schenkt man mir immer Platten,
Ich brauch Krawatten und neue Schuh,
Wo ich auf Besuch bin, spielt man Platten,
Ich sitzt im Schatten und hör nicht zu.
Aber andre hörn zu und der Zauber der holden
Musik macht die ganze Welt schwach,
Die Bösen wer'n gut und die Kranken gesunden,
Besonders bei Mozart und Bach,
Nur ich sitz da und kratz mich stur am Kinn,
Weil ich unmusikalisch bin.

Tja, als Kind hab ich zwar Klavier gelernt und übte brav zu Haus,
Doch über gewisse Stücke kam ich nie hinaus.
Dann hab ich auch noch Geige gelernt und übte brav und viel.
Und dann ist mein Geigenlehrer g'storben und hat mir sein Geld vermacht -
Unter der Bedingung, daß ich nie mehr spiel.
Aber etwas mußt ich schließlich tun und versuchte es als Autor,
Und ein Verleger, zu dem ich kam, flüsterte mir ins Ohr:
Schreiben Sie doch ein Buch über Schubert, schreiben Sie doch ein Buch über Schubert,
Also ging ich froh nach Hause, setzte mich nieder und ich schrieb:
Schubert war ein Stierer, großer Komponierer,
Er hat nie ein Geld gehabt, also ist er heute der Verlierer.
Er schrieb gar viele Töne, sicher auch wunderschöne,
Für mich sind sie leider bestialisch, denn ich bin ganz unmusikalisch,
Ob es jetzt Schubert oder Tschaikowsky, Brahms oder Liszt oder Dnjepropretrowsky,
Ob Sinfonie oder Ouvertüre, Rock'n'Roll oder die Walküre, Zauberflöte, Verkaufte Braut:
Für mich ist das alles nur laut!
Das Buch war sofort ein Riesenerfolg und es sagten mir viele Herren:
Genial, großartig! Sie müssen Kritiker werden!
Ich sagte ja und es geschah!
Ich geh in Konzerte und Opern hinein
Und ich hör mir den Unsinn dort an,
Den Leuten gefällt's und ich komm zu dem Schluß:
An Musik ist vielleicht etwas dran,
Nur was dran ist, will mir nicht in den Sinn,
Weil ich unmusikalisch bin.
Die Orgel erklingt und ein Knaberchor singt
Und der Kontrapunkt tut sich verzerweigen,
Die Pauke zersplittert, der Kapellmeister zittert
Und angeblich schluchzen die Geigen,
Am Schluß erdröhnt ein donnernder Applaus,
Ich bin der einzige unmusikalische Mensch in Haus.

Aber heute findet jede Zeitung
Größere Verbreitung durch Musikkritiker.
Und so hab auch ich die Ehre
Und mach jetzt Karriere als Musikkritiker.
Ich hab diesen Posten schlau erbeutet
Und ich hasse nichts so wie Musik.
Und daß mir Musik so nichts bedeutet
Zahl ich jetzt den Musikern zurück.
Ah - wartet nur, ihr sollt es büßen,
Lebet zu den Füßen des Musikkritikers!
Daß die Welt es wisse, lest die
Lustigen Verrisse des Musikritikers!
Ich bin konsequent, und ich erkenne kein Talent,
Und da ich weiß, daß ich nichts kann,
Laß ich auch niemand andern ran!
Und der Redakteur schätzt meine schlechte Meinung sehr,
Und schreit das Publikum ,,Hurra!'',
Das nützt euch nichts, dann ich bin da!
Und eure Kollegen geben immer ihren Segen,
Denn jedem Künstler ist es recht,
Spricht man von andern Künstlern schlecht!
Nieder mit Musik!
Titta schrieb am 23.11.2009 um 02:37
@KK

Den Text achten. Genau darum geht es doch. Ihn ernstnehmen. (Genau darauf achten, was man schreibt, wie man es schreibt, und was man damit verdeutlichen und ausdrücken will.) Und wenn man den Text wirklich ernst nimmt, kommt halt an ziemlich vielen Stellen ziemlicher Quark heraus, will sagen ziemlich viel sprachlicher Müll. Kann man mögen, muß man aber nicht.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 02:49
PS:

Wer die Satire von Oranier als hart oder kalt empfindet (cool hat es ja wohl einer genannt), der sollte beachten, daß sein Text nur das genaue Abbild des Originals ist. Die Härte und Kälte hat Oranier da nicht reingelegt, die ist da schon drin. Und deshalb ja wohl die Satire zur Verdeutlichung. So jedenfalls habe ich Oraniers Beitrag verstanden.
Und fortan halte ich mich an Rainer.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 03:45
Lieber Oranier,
Deine Kritik ist ätzend zersetzend. Mir ist auch schon die Sache mit Klara sauer aufgestossen. Hier und da vergaloppieren wir uns alle mal im Eifer der Gefühle oder aus Langeweile. Und es ist auch OK, jemanden auf eine unverständliche oder sachlich falsche Formulierung aufmerksam zu machen. Was Du machst, ist aber gemein.
Wenn Du wirklich so gut bist, dann schenke uns allen eine Geschichte. Vielleicht die schrecklichste Geschichte Deines Lebens?
Und wenn es bei mir was zu meckern gibt, dann schicke mir gerne eine PN. Oder eben öffentlich. Aber bitte kurz & schmerzlos.
Magda schrieb am 23.11.2009 um 11:36
@ Titta- "Wer die Satire von Oranier als hart oder kalt empfindet (cool hat es ja wohl einer genannt), der sollte beachten, daß sein Text nur das genaue Abbild des Originals ist."

Also für so kompetent halte ich weder Dich noch oranier, liebe Titta. Auch Deine Hervorbringungen kamen mir manchmal wie Hintertreppe vor, um es ganz deutlich zu sagen. Gefühlig, dass einem sehr eigen wird mit viel Kaleika und Brimborium.
Ist ja nicht zu glauben, sowas.

Ganz gleich, wie man über den obigen Text urteilt, oranier ist keine "Institution" und Du bist keine "Instanz", die das letzte Wort darüber spricht.

Rainer ist ein kritischer Leser, der sich aber - anders als Ihr beiden Krähen - wenigstens raushält.

Über Dich bin ich - nicht zum ersten Mal - ziemlich perplex, über oranier nicht, der ist mir wurscht.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 11:50
"Ganz gleich, wie man über den obigen Text urteilt, oranier ist keine "Institution" und Du bist keine "Instanz", die das letzte Wort darüber spricht."

Ganz sicherlich nicht. Außer, man macht uns dazu ;-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 21:38
@ Oranier, ist ja ein richtig langer Kommentar, dabei ist es viel einfacher erst verdauen und dann aufrecht auf der Schüssel sitzen.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 00:24
"Vorahnung, eine Vorbedeutung, die sich im Bauch verbreitet" :: so etwas habe ich nicht, so etwas lese ich nicht weiter. Ich empfehle dann immer sogleich die Esoterik von nebenan, oder besser, wenns ernst ist, die geliebte Schulmedizin ... N.b.: Dieses war mein erster und letzter Kommentar in diesem Thread.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 01:44
Trotzdem danke! Hast ja auch eigentlich recht. Aber wenn es denn dann so viele Kommentare bekommt, möchte man dann doch irgendwann ... sich wenigstens wundern dürfen.
weinsztein schrieb am 23.11.2009 um 03:42
"So mag eine Pflanze aufhören zu wachsen, wenn sie ein schlimmer Zauberer anhaucht." Sie wächst doch, lieber Streifzug, etwa auf die Art von Stopfgänsen (journalistisch: man packt alles rein, was einem gerade so einfällt - hier: eine Müge, jener Hakan, Liebe, Kummer, die Firma Paşabahçe mit Leonardo-Gläsern, endlich auch Mevlana, er lebte von 1207 bis 1273, ihn verschlug es von Afghanistan ins türkische Konya).

@Titta & @oranier
auch ich las schon bessere Texte von outnumber. Euer brachiales Rumgehaue auf ihn verblüfft mich. oranier, was ließ dich erbrechen?

outnumber, ich lese dich - mal mehr, mal weniger - gern.

weinsztein
Magda schrieb am 23.11.2009 um 10:15
Ich hänge mich mal an weinsztein dran, weil er sagt, was auch meisterfalk unten sagt.

Ich bin völlig perplex über diese Art der brachialen Verdammung eines Textes, der Verhöhnung einer Passage.

Titta, verrenne Dich nicht. Du neigst selbst zum Gefühligen und manchmal redest Du von Konkurrenzproblemen. Alles das kann eine Rolle spielen.

Ich selbst finde gerade die Passage, die oranier so mies und - nicht rezensierend - heruntermacht, sehr gut gelungen. So ist es, wenn man Heulen möchte und es nicht will.

Alles andere muss ein anderer Kriegsschauplatz sein.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 11:42
@Magda

Ich dagegen finde, nach wie vor, Oranier macht nicht herunter, er legt offen.

Und zwar genau die Exaltiertheit dieser Passage. Und die tut, mir als Leserin, weh.
Du dagegen findest, daß das, was Oranier macht, weh tut, weil du die beschriebene Passage authentisch findest.
Mehr ist zu dem Ganzen nicht zu sagen. Warum das ein Kriegsschauplatz sein soll, keine Ahnung.
Magda schrieb am 23.11.2009 um 11:47
Der Unterschied ist, meine liebe Titta, dass Du nichts davon verstehst. Ganz einfach.
Titta schrieb am 23.11.2009 um 12:14
@Magda

Womit wir beim entscheidensten aller Argumente angekommen wären. Dieser Argumentation ist natürlich nun wirklich nichts mehr entgegenzusetzen. Du hast gewonnen!
Magda schrieb am 23.11.2009 um 12:27
Jaja, ist schon klar, Du lässt Dich an innerer Größe nicht übertreffen.

rofl :-))))

Mit vorzüglicher Hochachtung
Ach, wie bin ich beschämt - der ganze Tag geht dahin und ich mit hängendem Kopf.
Magda schrieb am 23.11.2009 um 13:49
"Ich dagegen finde, nach wie vor, Oranier macht nicht herunter, er legt offen."

Aha, ein Exhibitionist. Dachte ich mir schon.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 03:52
Gerade eben hatte ich eine Vision. Und ich sah vor meinem inneren Auge, wie sich durch das lesen eines magisches Textes 3 Personen in minutenschnelle in eine Giftspritze, einen miesen, alten Sack und in einen Kotzbrocken verwandelten. Puh, da muss mir was in den Kaffee gefallen zu sein. Geht mir aber schon wieder viel besser. Und ich hoffe, den anderen auch.
weinsztein schrieb am 23.11.2009 um 03:58
Aber chrisamar, du bist doch kein alter Sack! Wie kommst du denn auf so was?
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 10:13
;)
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 07:32
Moin allerseits!

Was gibt's für Möglichkeiten z.B. einen schwachen Text oder schwache Stellen darin in Frage zu stellen?

Sachliche Kritik, freundlich, dem Autoren wohl wollende Kritik, freundschaftlicher Spott, bissige Kritik, verbissene Kritik, vernichtende Kritik, eiskalter, ätzender Hohn, Äußerungen von Ekel, u.dgl.m.

Dir, oranier, werden wohl alle Mittel zu Gebote stehen, aber wär's nicht vorher eine Überlegung wert, auf wen Du sie jeweils anwendest? Und wozu: Den eigenen Frust abreagieren, einen Feind angreifen oder dem Autoren auf die Sprünge helfen wollen?

Und, Titta, schau doch mal Deine Urteile über in letzter Zeit hier veröffentlichte Texte durch, da kommen ja auch mal Superlative vor, die, mit Verlaub, ein wenig überzogen wirken. Hier Daumen runter, dort hoch, so ganz ist der Unterschied nicht nachzuvollziehen.

Einen schönen Tag für alle!
Titta schrieb am 23.11.2009 um 11:20
@meisterfalk

Die Unterschiedlichkeit meiner Beurteilungen (ich denke, du spielst auf Annas letzten Beitrag an) ist ganz einfach zu erklären.

Einmal werden, mE, Gefühle beschrieben, um mittels derer Einsicht und Erkenntnis zu vermitteln.

Im anderen Falle werden, mE, Gefühle beschrieben, um beim Leser Emotionen zu erzeugen und damit einen bestimmten Effekt zu erreichen. Diese Art des Umgangs mit den dargestellten Gefühlen ist daher manipulativ. Gegen diese Art der versuchten Manipulation setze ich mich als Leserin zur Wehr.
Ich lasse mich und meine Gefühle nicht gerne mißbrauchen. Daher vermutlich auch die Heftigkeit meiner Reaktion. Aber wie ich fühlen soll, das möchte ich noch immer gerne selber entscheiden, und nicht durch gefühlige Darstellungen eingelullt werden, denen es, näher betrachtet, also ohne das Gefühlsmoment, am Essentiellen fehlt.

Dieses Urteil kann man hart finden, muß man aber nicht.

Gleichfalls schönen Tag und reine Gefühle für alle!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 15:57
Nein, bezog sich nicht explizit auf Deinen Kommentar zu Anna letztem Text. Werde jetzt aber keine Beispiele raussuchen, sonst sind wir bei einer Diskussion über die jeweils von Dir euphorisch eingeschätzten Texte oder auch Kommentare, wozu ich hauptsächlich keine Zeit und unter diesen Umständen auch wenig Lust habe.

In oraniers Auskotzen steckt eine geharnischte Stilkritik, die, im Ton einer sachlichen und mit Mindestwohlwollen unterlegten Meinungsäußerung vorgetragen, durchaus bedenkenswert wäre. Aber so sieht es nicht so aus, als wäre es ihm darum gegangen.
Magda schrieb am 23.11.2009 um 16:25
Lieber meisterfalk - wenn es ihm um den Text gegangen wäre, hätte er nicht nur eine Passage genommen. Das ist doch völlig klar. Der Text von outnumber hat mehr Inhalt als diese Passage, die dann noch so grob verballhornt für das Ganze steht.

Und - man kotzt auch nicht einfach so in einen Ordner, in dem ja noch andere Leute sich ausgetauscht haben. Du wohl auch, wenn ich mich recht erinnere.

Es ist mir wirklich völlig unbegreiflich oder sagen wir mal so - ich verstehe es schon, ich will es nur nicht glauben.
Gruß Magda
mh schrieb am 23.11.2009 um 11:52
mich spricht das hier auch nicht sonderlich an. ich fühl mich da immer in einen groschenroman befördert und brechs nach wenigen zeilen ab.

ich kann das übergehen, also den schreiber und seine texte.

interesse erwecken aber die kommentare. was soll ich von leuten halten, die sowas anspricht? muss ich das diskutieren? kann ich das diskutieren? wie habe ich die gereizten reaktionen zu interpretieren, wenn ich mein wort erhebe?

ein paar von sehr vielen fragen und über die antworten definiert man sein umfeld. ob gewollt oder nicht, man tut es.

btw: ist es nicht interessant, dass man ob der zu erwartenden reaktionen schon gar nichts mehr dazu sagt? wollt ihr das so?

a: ich find den text scheisse
b: du schreibst auch manchmal scheisse
c: du liegst auch nicht immer richtig und bist manchmal scheisse

weiterhin viel spaß bei der sache.

mfg
mh
Magda schrieb am 23.11.2009 um 12:00
Jaja, lieber MH, wenn sich andere kloppen fühlt man sich immer überlegen. Das kenne ich.

Kaum hockt man drin, ist es ganz anders.
mh schrieb am 23.11.2009 um 12:30
"btw: ist es nicht interessant, dass man ob der zu erwartenden reaktionen schon gar nichts mehr dazu sagt? wollt ihr das so?"

die antwort soll dann wohl ja heissen.

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 15:51
MH, Du bist doch sonst nicht so ein Sensibelchen und fragst immerzu 'Wollt Ihr das so?!" Deine seltsamen Sammeleinschätzungen kannste Dir tatsächlich sparen. Sag was Du denkst oder lass es bleiben. Das macht hier jeder so.
mh schrieb am 23.11.2009 um 16:12
das war, was ich dachte.

mfg
mh
mh schrieb am 23.11.2009 um 16:16
und für n happyend sollteste dir etwas mehr mühe geben

outnumber schrieb am 23.11.2009 um 16:37
neein, nicht sowas, ich sehe mich eher im bereich barbara cartland :-)

danke für die aufmerksamkeit mh
Titta schrieb am 23.11.2009 um 22:05
@MH

Deinen Versuch, die Diskussion auf die Metaebene und sie damit weiterbringen zu wollen, schätze ich sehr. Leider war auch dieser Versuch nicht von Erfolg gekrönt. Wieder einmal

LG
Titta
outnumber schrieb am 23.11.2009 um 16:25
„Ich lasse mich und meine Gefühle nicht gerne mißbrauchen. Reaktion… Aber wie ich fühlen soll, das möchte ich noch immer gerne selber entscheiden“ Titta

Wodurch wurden deine Gefühle missbraucht? Niemand wollte dir ein Abo andrehen. Und wer wollte in deinem Namen entscheiden, was du fühlen sollst?
Grundsätzlich: Freiwilligkeit des Lesens. Jeder kann eine Auswahl treffen, was er lesen mag und was nicht. Beim Fernsehen bleibt man auch nicht pausenlos an einem Sender hängen und schaut sich alles an, was durchflimmert, dafür hat man eine Fernbedienung und ein Programmheft. Wie MH120480 treffend schon schrieb, man kann sich etwas anlesen und wenn es nicht gefällt, Text und Autor umgehen. Meine Texte sind oft lang und daher wundert es mich erst recht, dass du dich so durchquälst. Erst recht auch deshalb, weil du bisher mehr als 15 Blogs von mir kommentiert hast, ausnahmslos positiv, und daher über ein Vorwissen verfügst, wie und worüber ich schreibe. Und wenn du schon so leidest und schreibst „Mir ist, ehrlich gesagt, übel geworden.“ (Gute Besserung!) wunderte es mich erneut, dass du dich erst zu Wort gemeldet hast, nachdem Oranier seine Kritik geäußert hatte. Und welche Intention hattest du bei deiner Kritik, wolltest du mir helfen?
Wunderbar auch, nicht mit sondern über den Autor zu sprechen.

„In dem Zusammenhang: ist die unterschwellige Frauenfeindlichkeit des Textes eigentlich auch niemandem aufgefallen?“

Warum wolltest du mir das andichten? Ich habe überlegt, ob ich etwas Falsches geschrieben habe und selbst dann wäre es nicht meine Intention gewesen. Mir ist aber weder beim Schreiben noch beim mehrmaligen Lesen etwas aufgefallen, aber du wirst mich ja noch aufklären. In diesem Blog schrieben drei Frauen, die ich für ihre Sprachkompetenz, Urteilsvermögen wie Menschlichkeit sehr schätze: Magda, kay.kloetzer und Jayne. Sollte ich Frauenfeindlichkeit verbreiten oder auch nur gut finden, würden diese Damen mir die Ohren lang ziehen.

MH120480 nochmal, hat es vorgemacht. Man kann etwas schlecht finden, trotzdem lesen und wenn man möchte kommentieren. So etwa:
„a: ich find den text scheisse
b: du schreibst auch manchmal scheisse
c: du liegst auch nicht immer richtig und bist manchmal scheisse“

So ist es ok. Was du wolltest, liebe Titta, keine Ahnung. In deiner Vokabular kommen häufig Begriffe wie: Beißlust, Beißhemmung, Beißreflex etc, vielleicht brauchst du etwas zum festbeißen. Wie du selbst oft schreibst, was man so von sich gibt, sagt mehr über den Sprecher aus, als über das Besprochene.

„Ja, outnumber, genau, dein Text wird der Nachwelt erhalten bleiben. Eben genau drum. Nix für ungut. Oder doch.“

Ja. Gern.

Und oranier, ehrlich gesagt, ist er mir egal.
oranier schrieb am 23.11.2009 um 20:28
Ach Herrje, liebe Titta, welche Mühen habe dir nur ungewollt bereitet mit der Verteidigung meines Textes? Danke jedenfalls dafür! Deinen fruchtlosen Disput mit Magda zumal habe ich mit Interesse verfolgt. Willst du dir nicht lieber als Diskussionspartner und -partnerinnen gleichrangige Gegner suchen als arme Opfer, die, schnell von dir entwaffnet, die Contenance verlieren und denen dann nur noch primitive beleidigende Anwürfe zu Gebote stehen?

So oder so werde ich dich nun doch lieber erst einmal abzulösen und zu erlösen versuchen, indem ich hier in die überaus spannende und erhellende Diskussion auf meine Weise eingreife.

Muss dabei wohl mehrere Beiträge leisten und beginne meine kritischen Darlegungen mit einer Antwort an Meisterfalk.

"Absolut cool, aber wozu soll das gut sein? Suchst Du Anlässe zur Abführung, egal was, egal wen?"

- Tja, mein Lieber, das hast du leider ganz richtig erkannt: Mir geht leider die Fähigkeit zu schöpferischer Leistung völlig ab. Ich gehöre zu den geistig-kulturell Parasitären. Meinen Geist kann ich nur lebendig halten, indem ich die Schöpferischen beiße und ihnen den kreativen Lebenssaft aus den Adern sauge. Aber es hilft nichts: was ich damit alleine produzieren kann, ist Kritik um der Kritik willen, egal an was, egal an wem. Früher nannte man das mal "Zersetzung" und verortete es als Kennzeichen der semitischen Rasse. Keine Ahnung woher ich das habe. Hatte immer schon mal Ahnenforschung im Sinn.

"Oder wär's nicht vielleicht besser, die zu prügeln, die es verdient haben?"

- Eine bedenkenswerte Überlegung, mein Lieber, die du mir schon einmal in ähnlicher Form nahegelegt hast. Du kannst ja schon mal die Truppe aufstellen, mit Knüppeln aufrüsten und anführen, mit der du es denjenigen, die es verdienen und die du bestimmt besser kennst als ich, entsprechend besorgst.

Ich wäre da auf deine Orientierungen angewiesen, fürchte für meinen Teil aber, wenn ich so manche "Kritik" hier lese, ich könne am Ende selber zu denen gehören, die "es verdient haben". Und so bleibe ich denn doch lieber erst einmal bei der Waffe der Kritik, statt zur Kritik der Waffen zu wechseln und suche mir meine Feinde dafür selber aus. Dazu würde allerdings wohl kaum Magda zählen, die mich, seit ich ihr einmal widersprochen habe, ohne dass sie dem etwas Sinnhaftes entgegenzusetzen wusste, im Gegenzug mit ihren beleidigenden Invektiven verfolgt.

Ich denke übrigens, wenn einer einem wurscht ist, dann ist er einem wurscht. Aber wenn ich öffentlich meine deklarieren zu müssen, er sei mir wurscht, so ist das doch wohl nichts als die notdürftig verdeckte Negation des Gegenteils, oder? So oder so: mir ist Magda keineswegs wurscht, ihre hübschen Kommentare erheitern mir, beim frühstück gelesen, im Gegenteil den Tag.

Als meine Feinde würde ich auch allenfalls Faschisten ansehen, und die kann ich hier zum Glück weit und breit nicht finden. Die Texte (!) der anderen bedenke ich damit, was meinem zersetzenden Geist gerade dazu einfällt, ohne Sie dazu eigens um gnädige Erlaubnis zu bitten, Sir.

P.S. Hinweis: Da ich mittlerweile doch meinem Sensus dafür misstraue, was meine Texte alles an Missdeutungen hergeben könnten: Selbstverständlich halte ich den von mir geschätzten Meisterfalk nicht für einen Faschisten, sondern ganz im Gegenteil, ich greife bloß seine Worte auf und denke sie auf meine zersetzende Weise zu Ende. Das muss man weder mögen noch einsehen noch teilen, das ist ja klar.

Wird fortgesetzt, in selbstgewählter Art und Reihenfolge. Die Gemeinde mag derweil ihre Diskussion auf ihrem hohen schöpferischen Niveau fortsetzen.
oranier schrieb am 23.11.2009 um 21:41
"In oraniers Auskotzen steckt eine geharnischte Stilkritik, die, im Ton einer sachlichen und mit Mindestwohlwollen unterlegten Meinungsäußerung vorgetragen, durchaus bedenkenswert wäre." (meisterfalk)

Eine Meinungsäußerung ist von mir nicht zu haben, davon wimmelt es hier genug. Dazu hätte ich auch einfach nur den Punkt a) bei MH auswählen können. ein sachlich begründetes Urteil kann ich gerne nachliefern, soweit ich das kann.
Das Mindestwohlwollen gegen die Person des Autors versteht sich doch für mich wohl am Rande. Ich äußere mich aber doch nicht über den Autor in meinem Text, oder?

Zwischen dem und mir besteht übrigens ein deutliches Qualifikationsgefälle. Er ist ein "Publizist", heißt das nicht, ein professioneller Schriftsteller im weitesten Sinne? Ich bin ein einfacher Hobbyblogger. Meine unqualifizierte Kritik kann den vielen professionellen Schreibern, die sich hier tummeln, doch eigentlich nur ein müdes Lächeln abringen. Ist es da nicht eine Peinlichkeit, dass der arme Profi in den Arm genommen und getröstet werden muss, weil ein Amateur ihn angeblich kritisiert?

Meinen Text als "geharnischte Stilkritik" verstehen, das kann man vielleicht machen, ist aber schon eine vereinseitigende Interpretation.
Den Profiliteraten hier müsste doch aufgefallen sein, dass mein Text zwischen Parodie und Persiflage changiert. Darüber kann sich amüsieren, wer mag, ärgern, wer mag und das Original für Kulturgut ansieht, oder auch als Stilkritik verstehen, wer mag. Kein Mensch kommt doch auf die Idee, "Wer wagt es, Knappersmann oder ritt, Rattersmann oder knipp" als persönliche Verunglimpfung Schillers anzusehen.

Aber wenn schon: STIL-Kritik, wohlgemerkt, nicht AUTOR-Kritik. Wer das nicht auseinanderhalten kann, sollte sich m.E. weder über Literatur noch über Kritiken äußern. Einer Kritik muss man doch nicht zustimmen, man kann sie ihrerseits kritisieren. Den Autor stattdessen anzupinkeln weil er eine Kritik geschrieben hätte, wenn er denn eine geschrieben hätte, zeugt nicht gerade von Professionalität, meint der Laie.

Ich äußere mich natürlich insofern auch nicht über outnumbers Gefühle, wie käme ich dazu? Das überlasse ich den Damen, die hinter vorgeblich schönen Worten eine vorgeblich schöne Seele sehen. Ich Äußere mich über die literarische DARSTELLUNG von Gefühlen, und die ist nach meinem Urteil grottenschlecht. Was ich in einem weiteren Teil eigens begründen werde, welches man aber dann natürlich auch nicht teilen muss.

Dazu aber zunächst auch von mir einmal ein Zitat:

Bemerkungen über Sprache und Stil

Seit jener Zeit habe ich oft und ernstlich über Sprache und Stil nachgedacht, aber was ich suchte, habe ich bis jetzt nicht entdeckt. Was heißt Stil? Buffon sagte: Le style c'est l'homme. Buffon hatte einen schönen und glänzenden Stil, und es war also sein Vorteil, diesen Satz geltend zu machen. Ist aber der Satz richtig? Kann man sagen: wie der Stil, so der Mensch? Nur allein zu behaupten: wie der Stil, so das Buch – wäre falsch; denn es gibt vortreffliche Werke, welche in einem schlechten Stile geschrieben sind. Doch die Behauptung: der Mensch ist wie sein Buch – ist noch falscher, und die Erfahrung spricht täglich dagegen. Der eine dichtet die zartesten Lieder und ist der erste Grobian von Deutschland; der andere macht Lustspiele und ist ein trübsinniger Mensch; der dritte ist ein fröhlicher Knabe und schreibt Nachtgedanken. Machiavelli, der die Freiheit liebte, schrieb seinen Prinzen, so daß er alle rechtschaffene Psychologen in Verlegenheit und in solche Verwirrung gebracht, daß sie gar nicht mehr wußten, was sie sprachen, und sie behaupteten, Machiavelli habe eine politische Satire geschrieben. Was heißt also Stil? Wie gesagt, ich weiß es nicht, und ich wünsche sehr, darüber belehrt zu werden.

Ludwig Börne
mh schrieb am 23.11.2009 um 21:54
ich bin gespannt, wann der oder die erste hier merkt, dass meine drei punkte ne wiedergabe des hiesigen kritikreaktionsschemas waren.

mfg
mh
Titta schrieb am 24.11.2009 um 01:47
ach, und ich hab wieder gedacht, das versteht doch jeder. also wie du's gemeint hast.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 23.11.2009 um 23:55
Ist es tatsächlich so banal, oranier? Es kratzt Dich eigentlich nur, dass er als 'Publizist' firmiert, und Du ‚nur' ein ‚einfacher Hobbyblogger’ bist? Das wäre eine Erklärung. Und: Magda ist als Publizistin betitelt, sogar ich neuerdings. Titta aber auch, die hat es aber verdient, ja? Na, wie auch immer, ein wenig überrascht mich diese einfache Auflösung des Rätsels jetzt doch.

Vielleicht tröstet Dich, dass Titta, die MH120408 in die Metaebene erhoben hat, dies ganz bestimmt auch Dir zugesteht, die wahre Adelung also. Ich bekenne mich dazu, mich im ‚Alltäglich-Banalen’ sauwohl zu fühlen. Das ist wirklich kein bisschen ironisch gemeint. Vorsicht allerdings, ganz der Simpel bin ich auch nicht: Du kannst meine Gedanken nicht verlässlich zu Ende denken, nicht mal, wenn Du sie zu diesem Zwecke aus meinen Hirnfasern hervorzuzerren versuchtest. (Diese Anspielung soll, glaube mir, keine versteckte Examination sein, sondern ich möchte Dir, bescheiden und wohlwollend, wie ich bin, Gelegenheit geben, ein weiteres Mal Deine Belesenheit vor den anderen unter Beweis zu stellen.)
oranier schrieb am 24.11.2009 um 02:19
@ meisterfalk

Ich verstehe dich leider kein bisschen. "Publizist" ist doch eine Berufsbezeichnung, oder? so hatte ich es jedenfalls bislang verstanden, als professioneller Schriftsteller. Bei einem solchen, wie auch bei "alltäglich banalen" intelligenten Lesern und Schreibern wie dir und mir, setze ich das Bewusstsein vom Unterschied zwischen einem Textproduzenten, schittegol, wie man ihn nun nennt, und seinem Text als Produkt voraus. Das war die ganze Wissenschaft meiner Aussage. Ist diese Erwartung hier etwa zu hochgeschraubt? Ist deiner Antwort zu entnehmen, dass "Publizist" eine Art interner Rang bei Freitagsbloggern ist? Nee, weiß ich nicht, kratzt mich nicht und brauch' ich nicht, aber klär' mich bitte gerne auf, statt Spekulationen über meine Motive anzustellen. Um solche Dinge kümmere ich mich nicht, solange ich hier das Kästchen öffnen kann, wo man was reinschreiben tut.

Und schön finde ich es, wenn das, was ich da reinschreibe, bei dem einen oder der anderen ankommt, natürlich auch Kritik findet, polemischen Widerspruch meinetwegen, aber doch vom Niveau her solche unterirdischen Diskussionen wie hier sichtbar.

Und natürlich antworte ich dir so bloß, weil ich dir wohlgesonnen bin, was denkst denn du?

Denn natürlich bist du nicht blöd und hast verstanden, was ich dir oben verpackt gesagt habe. Aber statt in dich zu gehen, kommst du mir mit Gehirnfasern daher. Mal abgesehen davon, dass man natürlich die Gedanken anderer konsequent zu Ende denken kann, daraus besteht doch angesichts unserer Sterblichkeit die Geschichte des Denkens. Dazu bedarf es doch keiner Belesenheit, die ich im übrigen leider nicht mein eigen nennen darf. Oder ist es so, dass, wenn Streifzug und kay hier Texte zitieren, dies sinnhafte Beiträge zur Diskussion sind, wogegen ich mit Börne Belesenheit dokumentieren möchte? Geh' lieber inhaltlich darauf ein, das würde die Diskussion befördern, statt dich auf solche merkwürdige Weise auf meine Person zu kaprizieren, das könnte die Diskussion mehr befördern.

Der Klartext für oben hätte natürlich gelautet: Indem du mir anrätst, andere zu prügeln, unterstellst du mir, dass ich überhaupt prügeln würde. mir, für den der Unterschied zwischen Knüppel oder Keule auf der einen und dem gesprochenen und geschriebenen Wort auf der anderen Seite sowohl lebens- als auch kulturgeschichtlich so fundamental ist wie sonst keiner. So wünsche ich nicht, dass du mit mir redest! Wenn nicht den Text oben, so verstehst du jetzt vielleicht wenigstens diesen und machst dir mal Gedanken darüber.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 02:39
@meisterfalk

Oranier und Titta sind Blogger, und die mit anderer "Textauffassung" Publizisten, das ist für dich also der Kern des vermeintlichen Furors der beiden Textkritiker?
Da kann ich jetzt nur sagen, gegen Externalisierungen läßt sich allerdings schwerlich argumentieren.

So, und nun geh ich den armen Oranier adeln, weil der heult vermutlich schon in die Kissen aufgrund fehlenden Lamettas. Soll ja ein sakrales Ereignis sein sowas, bei Männern, hab ich gehört. Und dem möchte ich dann doch gerne einmal beiwohnen, wenn ich denn darf.
oranier schrieb am 24.11.2009 um 03:22
"weil der heult vermutlich schon in die Kissen (...) Und dem möchte ich dann doch gerne einmal beiwohnen, wenn ich denn darf"

Gerne darfst du mir beiwohnen, meine Liebe, und wenn mir dann die Tränen kommen, dann bestimmt nicht wegen des fehlenden Lamettas.
weinsztein schrieb am 24.11.2009 um 02:40
@Magda

"Ich hänge mich mal an weinsztein dran, weil er sagt, was auch meisterfalk unten sagt."
:-)))) Ja, das ist so ne Art von mir, vorauseilend nachzuplappern, was Meisterfalk später sagen wird.

Magda, ich schätze Meisterfalk, Titta, oranier sehr und selbstverständlich Sie. Anders als Ihnen gefiel mir dieser blog von outnumber gar nicht. Ich meine diesen oben stehenden blog. Andere seiner blogs las ich mit großem Vergnügen.

Das Brachiale an oraniers Kommentar zu diesem Beitrag fand ich überzogen, kann sein, dass ich die darin innewohnende Ironie nicht wahr nahm. Auch Titta als stellvertretend Agierende für den abwesenden oranier erstaunte mich.

Allerdings ärgert mich Ihr Umgang mit Titta und oranier sehr, werte Magda. Sie sind doch nicht die Queen Mum in der Freitag-Community, die zu beurteilen hat, wer hier Ahnung von irgendwas hat und wer nicht. Mir scheint, dass Sie zu Unterstellungen neigen.

Meisterfalk & oranier, fetzt euch bitte weiter, stichelt. Hirsche sind sehr schöne Tiere.

Liebe Grüße an alle
weinsztein
oranier schrieb am 24.11.2009 um 03:05
@ Weinsztein

"Meisterfalk & oranier, fetzt euch bitte weiter, stichelt. Hirsche sind sehr schöne Tiere".

Ich habe ja nicht das Recht, verstanden zu werden, bedauere es aber, wenn es mir nicht gelungen ist, mich dir verständlich zu machen.
Ich habe herausgehoben nicht deshalb auf meisterfalk geantwort, weil ich gerne mein Geweih wetzen wollte, sondern weil ich die Hoffnung habe, mich ihm vielleicht jedenfalls verständlicher machen zu können als bisher.

Mit deutlicher Abgrenzung jedoch zur Unterstellung des Gewaltmotivs, die du dir auch gerne anziehen darfst: Ich habe eine Parodie geschrieben, das ist alles. Die mag dir gefallen oder nicht, aber die Unterstellung, ich hätte damit mit brachialer Gewalt auf den Autor des Originaltextes eingeschlagen, möchte ich mir auch dir gegenüber verbitten.

gute Nacht
oranier
Titta schrieb am 24.11.2009 um 03:09
Ach, mein Bussi Weinsztein,

leider kann ich dich momentan gar nicht weiter erstaunen, weil's mein Windows zerbröselt hat und nix mehr geht momentan bei mir.
Hoffentlich hat's nicht auch die Sülze zerhauen, zu der ich dir doch noch eine würdigende Antwort schuldig bin. Und nun ist es schon wieder so spät, daß ich vor lauter Hunger bei Hirschen vor allem an deren Zubereitung denken muß. Dabei, die beiden netten Herren mit Obst im Maul? Ach nein, die hätt ich dann doch lieber lebendig zum Anbeißen, die beiden Schnuckelchen.

Und von wg. des bittren Krauts, hach herrje, das gehört doch wohl in jede Speise, wg. der bessren Verdauung, heißt es doch. Oder nicht? Kenn mich ja nicht so aus mit Kochen;-) Wird halt alles gebraucht für ein gutes Gericht.

In diesem Sinne
Bussi Bussi
von Titta
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 03:16
Magda macht einfach gute Arbeit. Mir gefällt ihr schnürkelloser Stil und ihr objektives Urteilsvermögen. Sehr selten geht es mal mit ihr durch.

Oranier... tja, der schwurbelt so vor sich hin. Vermutlich bei einem Gläßchen Cognac.

Outnumer ist fleissig und schenkt uns geheimnisvolle Geschichten. Sogar mit Soundtrack!

Meisterfalk ist geerdet. Er steht im Leben. Erfreut sich aber an an verträumten Schreiberlingen.

MH120480 ist mir in diesem Thread mit einem Posting zum ersten mal unangenehm aufgefallen. Mit seiner sch... Liste. Eigentlich sollte die Analphase in seinem Alter doch schon vorbei sein?

Diese endlose Diskussion um den Unterhaltungswert von Outnumbers Geschichte hat aufgrund der Unsachlichkeit der Diskutanten, sehr viel über deren geistigen Zustand verraten. Dafür vielen Dank!
oranier schrieb am 24.11.2009 um 03:25
Wir bedanken uns im Gegenzug bei dir, liebe chrisamar, für deinen schnürsenkellosen Stil und die differenzierte und gerechte Notengebung!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 03:31
Danke!
weinsztein schrieb am 24.11.2009 um 04:02
Mein lieber oranier,

du hast eine Parodie geschrieben, ich habe deine Parodie nicht als eine solche wahr genommen. Ich nannte deinen Kommentar zu outnumber brachial, und meinte: zu heftig. Ich empfand sie übrigens auch als ein wenig eitel. Nun reitest du rum auf "brachial". Zu recht.

wikipedia: Das Adjektiv brachial (im 19. Jahrhundert aus dem lateinischen brachiālis „zum Arm gehörig“, zu griechisch brachiōn „Oberarm, Arm“ entlehnt) bedeutet in der Medizin „den Arm betreffend, zum Oberarm gehörig“ (vgl. z. B. auch Brachialgie). Allgemeinsprachlich steht brachial für „handgreiflich, mit roher Körperkraft“, im übertragenen Sinn für „skrupellos, bedenkenlos, rücksichtslos“ oder auch „gewaltig“.

Na gut, das "brachial" nehme ich zurück und bleibe bei zu heftig.

Deine Antwort an mich empfand ich auch überzogen. Meine Kommentare waren als Appelle zur Mäßigung gemeint.

@Titta Sülze. Als zweite Geige gefällst du mir nicht so gut wie zuvor. DU hattest mich um ein Rezept für Sülze gebeten, ich mailte dir eins.

@chrisamar oranier schwurbelt nicht. Was soll das?

Salut an alle!
weinsztein
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 05:34
Bei mir handelt es sich schlicht um Parteinahme für jemand den ich mag. Das haben wir auf'm Dorf immer so gemacht. Parodie hin oder her, Keule, Knüppel oder Mauser, zugeschlagen, geschossen aus Eitelkeit oder verletzter Eitelkeit, ist wurscht, geschlagen ist geschlagen. Philosphengedanken kannste weiterdenken, meine bescheidenes Menschenhirngekräusel NICHT. Wenigstens ein Vorteil.

Und nun muss ich leider erwerbeln gehen. Einen schönen Tag, die Herrschaften.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 08:57
@ Weinsztein
Oranier übt sich mir gegenüber in Nachsicht.
Aber Du hast recht.
An dieser Stelle entschuldige ich mich bei oranier & ersetze das Wort "schwurbel" durch: formuliert.
Er spielt mit Worten, wie andere z.B. Taschenbillard. Das kann oranier aber sehr gut.
Magda schrieb am 24.11.2009 um 09:02
Lieber weinsztein, ich habe mich an Ihren Kommentar "gehängt", weil ich nicht zwei - einen noch weiter unten bei meisterfalk- schreiben wollte.
Mir schien,dass Ihr Ton ungefähr das enthielt, was ich auch ausdrücken wollte.

"Allerdings ärgert mich Ihr Umgang mit Titta und oranier sehr, werte Magda. Sie sind doch nicht die Queen Mum in der Freitag-Community, die zu beurteilen hat, wer hier Ahnung von irgendwas hat und wer nicht. Mir scheint, dass Sie zu Unterstellungen neigen. "

Also das ist jetzt gemein, denn die ist ja schon über 80 und ich habe ein bürgerliches Gemüt.
Soll ich Ihnen was sagen? ich unterstelle leider nichts. Gerade weil ich mich da im Verdacht hatte, habe ich mir Aussagen von Titta noch einmal angesehen und.....komme leider zu dem gleichen Ergebnis. Gucken Sie es sich an und Sie werden sehen, dass es - im Gewand der Kritikerinstanz gehaltene absolute Allgemeinplätze sind.
Sehen Sie, ich habe schlicht den Mut, auch einmal unbeliebt zu sein. Nix Queen Mum. Und das mit dem Bussi, Bussi kann ich auch nicht. Tut mir echt Leid.

Worum es mir wirklich Leid tut, sind die schönen Sonnabendabend- postings zwischen drei Frauen und outnumber - mal nahe und mal ferne des Textes mit Musik und Alltagsnachrichten. Das war so gut und dann ---kotzt einer rein und eine andere rennt mit dem Putzlappen hinterher und wischt es breit. Furchtbar.

@ oranier - Sie demontieren sich selbst, dazu muss man nichts sagen.
Magda schrieb am 24.11.2009 um 09:25
Noch eine allgemeine Anmerkung: Ich schreibe gerade ein kleines Resümee über ein anderes Portal, das vor einiger Zeit den Geist aufgegeben hat. Demnächst stelle ich es rein.

Das war ein Literaturcafe und man stellte dort u.a. seine Texte vor, um das Urteil der anderen zu hören. Und da flogen natürlich hin und wieder die Fetzen.

Aber hier, wo es eigentlich kein "lyrisches Ich" gibt, sondern einen, der in seinem Stil etwas tagebuchartig aus seinem Leben erzählt, da ist diese Art von Stilkritik nicht passend. Vor allem zerstört so eine Art das Vertrauen, das sich aufgebaut hatte. Man muss - wie war das mit der Gemeinschaft - auch mal aufgefangen werden, wenn man so etwas erzählt. Finde ich.
mh schrieb am 24.11.2009 um 09:35
es ist doch aber auch so, dass man über einiges hinweg sieht und dann grollt es und gärt es und irgendwann muss man sich halt mal äußern und dann kommt sowas hier und dann ist auch wieder gut.

mfg
mh
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 09:56
@ MH120480
outnumber hat Dir doch überhaupt keinen Grund zum grollen und gären gegeben. Für mich sieht es so aus, als ob manche Leute sich ein Ventil suchen. Für den Frust, den sie so alltäglich schlucken müssen. Um sich zu erleichtern suchen die sich den leichtesten Weg. Nämlich den Darkroom der öffentlichen Foren. Keine so schöne Sache für die, die so was dann lesen.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 12:19
@chrisamar

"Für mich sieht es so aus, als ob manche Leute sich ein Ventil suchen. Für den Frust, den sie so alltäglich schlucken müssen. Um sich zu erleichtern suchen die sich den leichtesten Weg. Nämlich den Darkroom der öffentlichen Foren. Keine so schöne Sache für die, die so was dann lesen."

Also daß wir mal in einem Punkt der gleichen Meinung sind, wer hätte das gedacht? ;-)
mh schrieb am 24.11.2009 um 12:19
ich fände es wünschenswert, wenn du aufhören würdest meine worte so zu verstehen wie es bei dir ankommt. das scheint gerade heute zu 100% falsch zu sein.

mfg
mh
Titta schrieb am 24.11.2009 um 12:37
@MH

"es ist doch aber auch so, dass man über einiges hinweg sieht und dann grollt es und gärt es und irgendwann muss man sich halt mal äußern und dann kommt sowas hier und dann ist auch wieder gut."

Mußt du so etwas sagen? Dafür kann man dich doch einfach nur gerne haben. Und das hatte ich eigentlich nie vor, weißt du ja.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 12:49
@Meisterfalk

"Bei mir handelt es sich schlicht um Parteinahme für jemand den ich mag."

Darauf könnte ich mich mit dir einigen. Wenn's denn gewünscht ist.
mh schrieb am 24.11.2009 um 09:19
um mal eine sache hier geklärt zu haben:

diese einordnung nach blogger und publizist ist bisher immer recht willkürlich gewesen, weswegen wir hier im innenverhältnis nichts darauf geben sollten.

es gibt die autoren des freitags und die anderen, wie auch immer sie benannt werden.

mfg
mh
Magda schrieb am 24.11.2009 um 09:26
Finde ich auch. Das schafft eine völlig wahllose Hierarchie.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 12:11
Hallo outnumber,

wenn du weißt, wie viele deiner Blogs ich kommentiert habe, dann weißt du auch, wann das gewesen ist. Als die Erzählmuster wie die dargestellten Persönlichkeitsstrukturen sich zu wiederholen begannen, habe ich mit dem Kommentieren aufgehört, habe auch geschwiegen zu den Frauenrollen deiner Geschichten.

Falsch kann man mE auch gar nicht schreiben, allenfalls gekonnt oder ungekonnt. Als falsch würde ich die Frauenbilder auch nicht klassifizieren wollen, sondern als fragwürdig. Fragen darf man ja wohl?

Ein Beispiel aus deinem Kommentar zur Verdeutlichung:
"In diesem Blog schrieben drei Frauen, die ich für ihre Sprachkompetenz, Urteilsvermögen wie Menschlichkeit sehr schätze: Magda, kay.kloetzer und Jayne. Sollte ich Frauenfeindlichkeit verbreiten oder auch nur gut finden, würden diese Damen mir die Ohren lang ziehen."

Tut mir leid, daß ich nun nicht dem stützenden und schützenden weiblichen Rollenideal, das du so goutierst, die drei Damen loben dich ja einhellig, wie du sagst, entspreche. Ich bin halt eine Frau, die kritisiert, und zwar deinen Text.
Interessant ist wiederum nun, was du daraus machst bzw. wie du darauf reagierst. Du hebst die Sprachkompetenz, das Urteilsvermögen und die Menschlichkeit dieser drei anderen hervor und intendierst damit gleichzeitig, unausgesprochen natürlich, daß mir diese Fähigkeiten/Eigenschaften abgehen bzw. stellst sie damit indirekt bei mir infrage. Natürlich so, daß du jederzeit weiter behaupten kannst, so sei das nicht gemeint gewesen. Der Anwurf aber schwebt unausgesprochen über der Aussage. Und wirkt.
Diese Art unterschwelliger Implikationen mit negativer Konnotierung ist, mE, relativ häufig auch in deinen Texten zu konstatieren, wenn man genau hinsieht. Sie wirkt subkutan, auch und gerade in den dargestellten Frauenbildern, sich offen dagegen zu stellen ist aus angeführten Gründen schwierig.

Ich würde dir übrigens auch nicht die Ohren langziehen, um einmal auf ein von dir benutztes Bild einzugehen, wenn du offen frauenfeindlich agiertest, ich würde dir in die Eier treten. Aber so ist das eben mit den verwendeten Bildern, die dann doch, wenn man genauer hinsieht, sehr viel mehr aussagen als das Vorgebliche.

Im übrigen: du hast soviel Lob für deinen Text bekommen, und drei oder vier kritische Kommentare. Die zueinander ins Verhältnis zu bringen, ist nun allerdings nicht meine Aufgabe. Wenn du die anderen KritikerInnen so schätzt, dann verlaß dich doch einfach auf deren und dein eignes Urteil. Ich habe halt eine andere Ansicht. Ja und?

Liebe Grüße
Titta
Streifzug schrieb am 24.11.2009 um 12:52
Hallo Titta,

"ich würde dir in die Eier treten."

Du kannst ja wieder halbwegs verständlich reden. Dann gehe ich als Optimist mal davon aus, dass der Anfall bald vorüber ist ;)
Streifzug schrieb am 24.11.2009 um 13:02
Titta schrieb am 24.11.2009 um 13:10
@Streifzug

Und anschließend mach ich ein Omelett draus. Besonders mit den Eiern von den Männern, die Frauen für anfällig halten, statt für entschieden.
outnumber schrieb am 24.11.2009 um 13:11
Vielen für Deine Reaktion, das ist bisher der erster Schritt, der ein Dialog erkennen läßt.

Du findest diesen Text oder auch die anderen schlecht. Das ist, wie es ist. Und als Leser kann und sollte man seine Meinung auch frei verkünden. Das hast Du. Das hat mich auch keine Sekunde gestört. Ich hatte nie den Anspruch von jedem gemocht zu werden.Ist auch kaum möglich. Lesen ist freiwillig und Gefallen finden oder auch nicht ist eine Geschmacksfrage. Einige Leser finden den Text nicht gelungen bis hin groschenromanhaft. Das ist auch ein Werturteil. Auf der anderen Seite finden Leser den Text gelungen bis bewegend.Beide Seiten sind für mich interessant. Und Publizist ist ein Status, der vom Freitag vergeben wird. Nach welchen Kriterien das geht, weiß ich selbst nicht. Ich habe nie behauptet, ein professioneller Schreiber zu sein oder professionelle Texte zu liefern. Ich bin genau so ein Blogger wie alle anderen hier. Etwas anderes hat man von mir nicht vernommen.
Du hast Deine Meinung zum Text wiederholt geäußert. Worum geht es Dir noch über den Text hinaus? Du vermittelst den Eindruck, als wolltest Du nicht nur Deine persönliche Sicht wiedergeben, sondern auch andere Leser überzeugen, wie sie den Text zu verstehen haben. Du weißt, was Gefühl ist, was authentisch ist, wer in welcher Weise sich auszudrücken sollte, was gut, was schlecht ist. Klar. Aber, ob intendiert oder nicht, du hast mich öfters amüsiert. Danke dafür! Dir und allen anderen in der Runde, einen schönen Tag
Magda schrieb am 24.11.2009 um 13:23
@ Titta - "Diese Art unterschwelliger Implikationen mit negativer Konnotierung ist, mE, relativ häufig auch in deinen Texten zu konstatieren, wenn man genau hinsieht. Sie wirkt subkutan, auch und gerade in den dargestellten Frauenbildern, sich offen dagegen zu stellen ist aus angeführten Gründen schwierig."

Ja, ist mir auch aufgefallen, vor allem in dem Text über den Internationalen Währungsfonds und die Weltbank. Dann nennt er die auch noch - wie war das frauenfeindlich - Böse Schwestern .

Titta - ein guter Rat: Halt mal kurz...an Dich.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 13:54
@outnumber

"Du weißt, was Gefühl ist, was authentisch ist, wer in welcher Weise sich auszudrücken sollte, was gut, was schlecht ist. Klar."

Ja natürlich weiß ich das. Für mich. Von welcher anderen Grundlage aus sollte ich mich denn sonst mit Texten auseinandersetzen?

Was für einen anderen jeweils echt, was authentisch ist, oder was für ihn gut ausgedrückt ist, darüber entscheidet doch der andere auch nach seinen Maßgaben. Nach dem, was für ihn maßgebend ist. Und darüber gibt's dann einen Austausch. Mal mehr, mal weniger heftig.

Die Gefühle des Gekränktseins, die entstehen, weil jemand anderes den favorisierten Text eben gerade nicht gut findet, sind innerpsychisch zu verorten und haben deshalb herzlich wenig mit dem Text selbst zu tun.

Das, finde ich, gilt es scharf auseinanderzuhalten. Da aber sind andere halt anderer Auffassung als ich und pöbeln stattdessen lieber. Es sei ihnen gegönnt. Hat ja auch was Abführendes und Erleichterndes. Womit wir dann wieder bei dem Bild mit der Roten Bete wären, über das ich noch immer herzhaft lachen muß.
Und so schließt sich dann der Kreis auch hier.

Alles wie gehabt. Nicht neues unter der Sonne.
(Ist übrigens ein Filmzitat! Muß mir doch noch mal die Stelle ansehen. Ist son schöner ruhiger schwedischer Film, mit annehmbaren Sex- und Liebesszenen und wunderschönen Landschaftsaufnahmen.)
outnumber schrieb am 24.11.2009 um 14:49
Liebe Titta,

ein Dialog ist immer fruchtbar.

"Gefühle des Gekränktseins", das könnte die Erklärung sein. Nach deiner Devise des "der Sprecher verrät mehr über sich als das Besprochene" ist das schon ein Schritt weiter. Jetzt muss dir nur noch einfallen, was dich so gekränkt hat, dass dir beim Lesen so übel geworden ist.

Liebe Grüße

Vielen Dank für den Filmtipp, ich setze es in die Liste der Filme, die sich mir in diesem Monat noch anschauen möchte.

Ich habe mir kürzlich einen meiner Lieblingsfilme erneut angeschaut, Hanami-Kirschblüten, sehr gefühlsbetont, aber mich bewegt es. Und ein bisschen frauenfeindlich ist es auch, die Frau stirbt schon in der Mitte des Filmes, der Mann erst am Ende.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 14:51
@ Titta

Deaktivierter Nutzer schrieb am 24.11.2009 um 22:06
Ich möchte ja doch noch nicht ganz glauben, dass ich beim Freitag in ein Textkritikseminar geraten bin. Ist das hier doch keine Community resp. Gemeinschaft, sondern eine Schönerschreibenselbsthilfegruppenplattform? Dann wäre ich irrtümlich hier.
merdeister schrieb am 24.11.2009 um 15:19
Erst schwamm ich auf der Welle mit, die durch dieses Blog schwappte, bis ich zu oraniers Kommentar kam. Im weiteren Verlauf fühlt ich mich ertappt. Da war ich wohl auf den Autor hereingefallen. Den Kern der Kritik konnte ich nachvollziehen. Dann wurde ich allerdings zunehmend enttäuscht, weil es irgendwann nicht mehr darum ging den Autor mit konstruktiver Kritik weiterzubringen, sondern sich einen runterzuholen.
Titta schrieb am 24.11.2009 um 15:56
@outnumber

Das Glück kommt morgen, heißt der schwedische Film und ist von 1998, hab extra noch mal gesucht. Spielt in den 50er Jahren. Ganz ruhig erzählt. Vom späten Liebesglück einer altersmäßig schon etwas fortgeschrittenen männlichen Jungfrau in den Weiten Schwedens. Rührend. Sehr! Zwar nicht unbedingt authentisch, aber zartschmelzend.
poor on ruhr schrieb am 24.11.2009 um 16:32
Lieber outnumber,

ein beeindruckender wunderschöner Text, der mich richtig verzaubert hat. Normalerweise muss ich mich bei einem Blog über zwei Seiten zum Lesen zwingen, aber bei Dir war ich richtig traurig als er aufgehört hat. Du bist ein toller feingeistiger Mensch und das prägt Deine Texte. Diesen Text würde ich auch sofort dem Freitag zum Abdruck empfehlen.
Klasse. Weiter so!

Herzliche Grüße

por
outnumber schrieb am 24.11.2009 um 17:50
Vielen Dank fürs Lesen, por.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 25.11.2009 um 13:28
Bei 100+ Kommentaren nervt (mich) die scrollerei, deshalb dies noch ganz unten dran gesetzt.

"'Bei mir handelt es sich schlicht um Parteinahme für jemand den ich mag.'
Darauf könnte ich mich mit dir einigen. Wenn's denn gewünscht ist." schreibst Du, Titta. Mit 's bin wohl ich gemeint, was mich fragen lässt, ob es nicht auch davon abhängt, was Du wünschst?

Was ich aber dringend noch sagen muss, ist was anderes, um zu verhindern, dass diese Einigung (hieße das, dass auch ich wieder in den Genuss von Kulleräugleinmachen und Wimpernklimpern komme?)
auf einem Missverständnis beruht. Falsch verstanden hättest Du mich, wenn Du annähmst, ich wäre outnumber nur aus Sympathie beigesprungen, würde am sachlichen Gehalt der Anwürfe, soweit solcher vorhanden, aber keinen Anstoß nehmen. Deshalb dies dazu: outnumber KANN schreiben. Er versteht es, aus Alltagsleben und -gefühlen mehr zu machen, als einen Bericht darüber. Seine Texte haben eine dramaturgische Struktur, er versteht es, Figuren zu zeichnen, und aus ihnen Akteure und Charaktere zu machen, die mehr als nur Statisten sind. Jeder erzählende Text wird besser nicht nur durch knappe Sprache, sondern vor allem, wenn sein Gehalt sich uns durch die Figuren, ihre Beziehungen und das Geschehen mitteilt, und nicht mit Hilfe von extra vielen beschreibenden Adjektiven. Wenn eine Figur traurig ist, muss ich ihr das ansehen, will es nicht gesagt, sondern gezeigt bekommen. Das kriegt outnumber wunderbar hin. Über die Stellen, die natürlich auch mal nicht gelungen sind, würde ich mit ihm bei Gelegenheit an nem Kneipentisch diskutieren. Aber es drängt mich nicht mal (zum Diskutieren, meine ich).

Textkritik ist hier gar nicht das Problem. Es geht um die Fähigkeit zu Wohlwollen, Nachsicht, Toleranz, einem Mindestmaß an vorbedingungsloser Sympathie. Das muss man selbst früh genossen haben, um es anderen zuteil werden lassen zu können.
Titta schrieb am 26.11.2009 um 20:50
"Textkritik ist hier gar nicht das Problem. Es geht um die Fähigkeit zu Wohlwollen, Nachsicht, Toleranz, einem Mindestmaß an vorbedingungsloser Sympathie. Das muss man selbst früh genossen haben, um es anderen zuteil werden lassen zu können."

Ein Mensch mit einem Mindestmaß eben dieser propagierten Tugenden wäre allerdings erst gar nicht auf die Idee gekommen, einen solchen Satz zu schreiben.
Im Gegensatz zu Oranier bin ich aber nicht dankbar für dieses mir entgegengebrachte Verständnis meiner charakterlichen Defizite, sondern erst einmal nur geplättet. Bis sich dieser Zustand gegeben hat, werde ich dem Forum fern bleiben.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 21:16
Oh, die Stelle war fies, ich weiß. Aber selbst ein meisterfalk muss ab und an mal fies sein dürfen. - Du selbst hältst Dir darauf zu Gute, nicht nett und ausgewogen zu sein. Reagiere also nicht über, es reicht wenn Du mich strafst und nicht das Forum.
Titta schrieb am 26.11.2009 um 21:37
Eben! Du hast mir mit voller Absicht weh getan. Und zwar genau da, wo es mir am wehsten tut. Und du hast das gewußt.
Und warum Menschen so was machen müssen, verstehe ich bis heute nicht. Genaus wenig wie ich bis heute verstehe, warum erwachsene Männer kleine Mädchen schlagen müssen.

Und zur Verarbeitung des ganzen brauche ich jetzt eine Weile.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 22:40
Applaus, Deinen Text hast Du drauf in den Weiten der Opferrolle wirst Du unantastbar. Nachdem Du Dich in 23 Kommentaren entgiftet hast, fragst du dich oben, "warum Menschen so was machen müssen." Wenn Du herausfindest, warum du so was machen musst, teile Dich bitte hier wieder mit. Vielleicht lernen wir alle von Dir.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 12:58
Ich hätte eigentlich anderes zu tun und Besseres im Sinn. Aber es scheint doch so, dass ich hier unbedacht einen Karren in den Dreck gefahren habe und nun dafür verantwortlich erscheine, ihn wieder herauszuziehen.

Ich versuche das in drei Schritten, wenn das nichts hilft, habe ich mein Pulver verschossen und steige hier aus:
a) Einige kritische Anmerkungen noch zur bisherigen Diskussion,
b) Konstruktiver Versuch, durch die Verwirrungen hindurch doch noch zu dem von mir eigentlich intendierten Thema zu gelangen mit der Hoffnung auf eine produktive Diskussion.
c) Ich beginne aber mit einem Herzensanliegen, das ich insofern, um es nicht sogleich zu relativieren, erst einmal für sich stellen möchte:

Ich möchte dich, lieber outnumber, ganz herzlich und aufrichtig um Verzeihung bitten, und zwar in zweierlei Weise. Erstens bin ich tatsächlich erst durch die Erläuterungen zu der hier verwendeten Bezeichnung "Publizist" zu der Einsicht gelangt, dass ich es womöglich nicht mt einem professionellen Literaten zu tun habe, dem ich meinte, eine solche Konfrontation ohne weiteres zumuten zu dürfen.

Zweitens bin ich grundsätzlich nicht darauf aus, mit meinen Beiträgen irgendjemanden zu kränken oder zu verletzen. Wir haben jedoch, wie ich hier mal wieder schmerzlich bemerken musste, die Folgen unseres Tuns nicht wirklich in der Hand. Hannah Arendt spricht in diesem Zusammenhang von der "Unabwägbarkeit menschlichen Handelns". Dagegen haben die Menschen zwei Mittel gesetzt: das Verzeihen und den Neuanfang.

Insofern, lieber outnumber: wo ich unabsichtlich deine Gefühle verletzt habe, was mir hier ja mehr andere als du selbst vorhalten, tut mir das von Herzen Leid und ich entschuldige mich dafür. Ich hoffe sehr, du kannst das so annehmen.

Liebe Grüße
oranier
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 13:05
@ Oranier
Perfekt.

Könntest Du nicht auch mal was von mir lesen?
Vielleicht das hier?
www.freitag.de/community/blogs/chrisamar/der-erigator
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 14:06
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 14:06
@oranier

Danke für Deinen Kommentar. Es gibt in meiner Herkunftsregion heute noch ein Klan und der Initiationsritus schließt folgende Schwur ein: „Wir werden wachsam sein von Sonnenaufgang bis Sonnenaufgang, wir werden Nichts vergessen und wir werden Nichts vergeben!“
Allerdings fechten diese Menschen eine ganz andere Konfrontation aus und sind bereit dafür zu sterben und zu töten. Ich kann keiner Fliege etwas tun und Du bist nicht mal eine Fliege.

Entschuldigung angenommen. Und ich schenke Dir ein Lied. Hab einen guten Tag.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 16:53
danke, lieber outnumber,
das erleichtert mich, ebenso wie dies: Magda sagt oben irgendwo, ich sei keine Institution, und du sagst nun: "Du bist nicht mal eine Fliege".
So bin ich denn endlich auf das mir gebührende Maß zurechtgestutzt und werde hoffentlich künftig nicht ernster genommen, als ich das selten ernste, manchmal lehrreiche, vor allem aber erheiternde Spiel des Bloggens erlebe.

Danke für das Lied, es trifft leider nicht ganz meinen Geschmack, die Frau aber umso mehr. Wie bei der Literatur steht dahinter, denke ich, kein individuelles Geschmacksurteil, sondern ein verallgemeinerbares ästhetisches Urteil.
Dazu später ggf. mehr
Grüße
oranier
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 17:33
"Ich kann keiner Fliege etwas tun und Du bist nicht mal eine Fliege."

= also ein Mensch. so wollte ich verstanden werden.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 17:41
unabhängig davon, ich konnte noch nie sympathie vorheucheln. du hast, was da war, verspielt. bleib mir fern, bis grass drüber wächst.
an den gaben deines handwerks bin ich nicht interessiert.
das ist mein stand heute, 18.00 uhr central european time, kann sich später mal ändern.

auf der anderen seite musst du meinen stand auch nicht respektieren.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 18:17
Es bleibt dir unbenommen, meine Entschuldigung anzunehmen und trotzdem unversöhnlich zu bleiben.

Doch, natürlich respektiere ich deinen Stand und werde tunlichst darauf verzichten, dich persönlich anzusprechen.
Gleichwohl werde ich meine vorgesetzten und schon weitgehend geschriebenen kritischen Anmerkungen zur Diskussion hier noch posten, denn dies ist ein öffentliches Forum, in dem jeder in jedem Thread schreiben kann, was er mag, sofern er nicht gegen die Blogregeln und gegen die Strafgesetze verstößt. Gegen diese verstoßen hier ggf. solche, die Mitblogger mit beleidigenden Schimpfwörtern bedenken.
So habe ich das bisher jedenfalls verstanden, da mag man mich korrigieren.

Wenn du exklusive harmonische "schöne Sonnabendabend- postings zwischen drei Frauen und outnumber - mal nahe und mal ferne des Textes mit Musik" (Magda) veranstalten möchtest, könnt ihr dafür ein exklusives Forum einrichten. Das ist im Netz nun wirklich kein Problem.
Aber Versuche, mir hier die Einmischung zu verwehren, werden von mir aus prinzipiellen Erwägungen missachtet.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 18:33
Lieber oranier, outnumber hat nur, ehrlich, wie er ist, seinen derzeitigen (!) Befindensstand Dir gegenüber geäußert, sogar noch angefügt, dass Du das nicht respektieren MUSST. Also, verwehrt hat er Dir damit gar nichts.

Weil gerade von Ehrlichkeit die Rede war, ich fand gut, was Du um 12:58 hier geschrieben hast. Sowas kostet ein wenig Überwindung und sollte geschätzt werden.
Nun klapp aber das Visier der Ego-Rüstung nicht gleich wieder runter.

Es grüßt Dich
m.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 19:04
Lieber meisterfalk,
unsere beiden Postings haben sich überschnitten. Wie du an meinem sehen kannst, bist im Prinzip DU es, von dem ich dir nichts verwehren lasse.
Deine Perspektive missfällt mir noch, wenn du mich lobst. Du spielst hier den Richter, der sagt, was geschätzt werden sollte und was nicht. Ich bitte um Verzeihung, weil ich meine Handlungsweise anhand der Reaktion bereue, nicht, um geschätzt zu werden.

Lies mal im übrigen, was ich sonst so schreibe, ich dachte, das täten wir gegenseitig: Wenn einer hier ohne Rüstung und stattdessen mit offenen Flanken ficht, bin das doch wohl ich, oder?
So oder so, danke fürs Diskutieren und Zu-Bedenken-Geben!

In Freundschaft
oranier
oranier schrieb am 26.11.2009 um 18:54
a) Kritisches zur Diskussion

Ja,
mein Beitrag war eine Parodie oder Persiflage. Die behauptet nichts, die kann man also auch nicht widerlegen.

Ja,
sie greift nur eine Textpassage heraus und persifliert sie.

Nein,
sie sagt nichts über die anderen Textteile aus.

Nein,
sie sagt erst recht nichts über das Gesamtwerk des Autors noch über seine schriftstellerischen Qualitäten aus, welche Absurdität!

Nein, ich äußere mich auch nicht über seine Gefühle, wie käme ich dazu? Wenn überhaupt, äußere ich mich über den literarischen AUSDRUCK von Gefühlen.

Ja, ich habe mich aber über meine Gefühle geäußert. Z.B. darüber, dass ich, kindheitsbedingt, Prügel nicht mag, nicht aktiv und schon gar nicht passiv, auch nicht als unpassende Metapher.

Ja, aber ich bin dennoch zutiefst dankbar dafür, dass man Titta und mir aus der Ferne tiefenpsychologisch diagnostiziert, dass wir, wegen unserer anderswo beschriebenen Kindheitserlebnisse, charakterlich defizitär, kein fühlend und mitfühlend Herz haben, wie normale Menschen.

Nein, ich erkenne keine Autorität an, die mir sagen will, wie und wo ich zu kommentieren habe und die hier für die Allgemeinheit bestimmen zu können glaubt, worum es hier jeweils geht. ("Textkritik ist hier gar nicht das Problem"). Mir geht es darum, worum es mir geht, und wenn das Textkritik ist, dann ist das Textkritik, und andere können sich daran halten, worum es ihnen geht, ok.?

Ja, lieber Meisterfalk, du schreibst folgerichtig zu MH: "Deine seltsamen Sammeleinschätzungen kannste Dir tatsächlich sparen. Sag was Du denkst oder lass es bleiben. Das macht hier jeder so!"

Nein, das macht hier eben nicht jeder so, dass er anderen vorzuschreiben sucht, was sie zu tun und zu lassen haben. Da bildest du eine unrühmliche Ausnahme. Nützt es was, dich zu bitten, das zu lassen?
Auch ich hätte gerne von MH ausgeführt bekommen, was er zu sagen hat, nicht, weil er mir beizupflichten scheint, sondern weil er einer der wenigen ist, die sich auf den konkreten Gegenstand beziehen. Du hast ihn nach meiner Wahrnehmung nicht ermuntert, sondern entmutigt. Ein bisschen wohlwollende Einfühlung, bitte! Du bist hier nicht die Instanz, die für andere entscheidet, wer hier sensibel ist oder sein darf und wer nicht, ja?

Schlussbemerkung hierzu:
Ich habe nichts gegen Streit, im Gegenteil, Streit hilft ggf. klären, und dabei lernt man die Menschen erst richtig kennen, besonders die harmonischen. Aber wir sollten dabei im Auge behalten, um welche SACHE es uns dabei geht, und wir sollten uns tunlichst so auseinander-setzen, dass wir uns bei nächster Gelegenheit auch wieder zusammen-setzen können. Von mir aus natürlich: jederzeit gerne!

Auf merdeisters Anregung gehe ich abschließend noch gesondert ein.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 26.11.2009 um 21:10
Also gut, oranier, sind wir beide wieder da, wo wir mal angefangen haben, Du erinnerst Dich? Und, beim nochmaligem Nachlesen fiel mir wieder in's Gedächtnis, dass sogar die Dreierkonstellation mit Titta die selbe war, wenngleich das, was sie und mich betrifft, nicht der Anfang war, den hab ich etwas erfreulicher in Erinnerung. Was sie damals zu meinen Äußerungen zu sagen hatte, waren auch nicht gerade feine 'Bewertungen'. Aber es war noch durch's Grundwohlwollen aufzufangen.

Wie das nun weitergeht, weiß ich auch nicht, besser gesagt, wird sich schon ergeben. Ich bleibe, der ich bin; ich tue, wie ich getan habe, Deine Interpretationen (Richter-Attitüde und so) hin oder her.

Bis demnächst mal wieder. Mach's gut!
oranier schrieb am 26.11.2009 um 21:56
Nein, meisterfalk, ich erinnere mich kein bisschen. Vielleicht schickst du mir den link per PN.
Woran ich mich erinnere, ist, dass mir verschiedene deiner Kommentare als durchdacht und kenntnisreich gefielen und ich das auch zum Ausdruck gebracht habe.
Der Richter ist natürlich kein Scharfrichter, sondern einer, der Bewertungen abgibt. Schau dir deine Sätze an, das Urteil überlass ich dir.
Du darfst meine Äußerungen kritisieren, entweder ich seh' die Kritik ein oder ich wehre sie ab. Du doch auch. Mein Grundwohlwollen ist davon ganz unberührt.

Grüße
oranier
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 21:27
gerade als die ersten auf dialog ausgerichteten kommentare begannen zieht titta sich aus der diskussion heraus. nranier bleibt am ball und versucht meisterfalk in seiner subjektiven wahrnehmung in ein licht zu rücken, in dem ich ihn auch subjektiv ganz und gar nicht plazieren würde.

soll hier noch etwas gesagt werden, was noch nicht gesagt wurde, zum text an sich,der ja der ausgangspunkt von diesem ganzen thread ist? dann tut es. am sonsten wohin soll das führen? eins nach dem anderen bloggern, die nicht den eigenen maßstäben entsprechen auf die pelle rücken?
ein schönes community verständnis. es wird auch etwas langweilig und auch unhandlich in dieser länge der kommentare.
lesen ist freiwillig. alles andere hängt vom ego der rezipienten ab.
oranier schrieb am 26.11.2009 um 22:30
Dies: subjektive Wahrnehmung allerseits, ist denn nicht das der Grund für die Heillosigkeit einer solchen Diskussion?

Es ist doch schwer genug, einen annähernd eindeutigen Text zu verfassen. Wenn dann aber der Text nicht mehr als objektive Grundlage für die auseinandersetzung genommen wird, sondern nur noch als Chiffre, die im Hinblick auf verborgene Sympathien und Antipathien abgeklopft wird, wessen Deutung kann dann überhaupt noch Gültigkeit beanspruchen?

Die Folge ist, statt einer Auseinandersetzung um den Sinn der Sätze erscheint ein Parteienstreit: Wer mit wem gegen wen? Und das ist in der Tendenz heillos und unauflöslich.

Deshalb an dieser Stelle von meiner Seite nochmals: Meine Entschuldigung galt universell: Wer von mir sich gekränkt sieht, den bitte ich um Verzeihung und darum, einen Neuanfang zu setzen bei nächster Gelegenheit. Damit spreche ich hier zumal den lieben meisterfalk an.

Meine Stärke ist ja eher das Polarisieren, nicht das Frieden-Stiften. Aber ich bitte dich, liebe Titta, meisterfalks Wort nicht auf die Goldwaage zu legen sondern zu nehmen wie ich. Und Meisterfalk, wieso sagst du nicht einfach "Entschuldigung!", statt: meisterfalk muss fies sein, und gut iss, wie ich Titta einschätze?

Und: Kürzer treten nach sowas, liebe Titta, versteh ich, aber wenn du hier aussteigst, erzähl ich dir was anderes. Und mit Magda musst du auch ins Reine kommen, auch dies eine Hypothek dieses Blogs. Wir müssen doch in einem solchen Forum, in einer solchen Community, jeder mit jedem prinzipiell diskussionsfähig und -bereit sein. Dafür vor allem ist hier zu sorgen.
outnumber schrieb am 26.11.2009 um 22:53
"Deshalb an dieser Stelle von meiner Seite nochmals: Meine Entschuldigung galt universell: Wer von mir sich gekränkt sieht, den bitte ich um Verzeihung und darum, einen Neuanfang zu setzen bei nächster Gelegenheit. Damit spreche ich hier zumal den lieben meisterfalk an."

damit zeigst du Größe.
Titta unterscheidet sich von Dir. Das Vertrauen, das sich seit Mai aufgebaut hatte, ist weg, nicht weil sie kritisch sein wollte, sondern die infantile Art. Und die Kleinigkeit, dass sie weder in der Kritik noch in Friedenstiften hervortrat. Sie zog es vor, andere vortasten zu lassen. Aber es ist nie zu spät für einen Neuanfang.

Ich bin Dir jetzt, um 22:50 central european time, nicht mehr negativ oder positiv gesonnen. mal schauen, was die tage bringen. Wünsche einen guten Abend.
outnumber schrieb am 27.11.2009 um 00:13
Nur folgendes sollst Du wissen, warum ich zuvor auf Deine "Persiflage" nicht eingegangen bin, weshalb Du den Eindruck hattest, andere wollten in meinem Namen nur wegen Sympathiebekundungen in Kampf ziehen. Der Grund, warum ich wartete, war, dass ich an das Gute im Menschen glaube. Sehr banal. Ich glaube sogar recht fest daran, dass sich Unbehagen ausbereitet, bei Menschen, die sich bewußt werden, dass sie etwas falsch gemacht haben. Sofern sie dessen bewußt werden. Warum ich das so sage? Lieber Oranier, ich scheibe hier seit Ende Mai und Du hast zuvor nicht ein einziges meine Texte kommentiert. Ich wußte nicht mal, dass Du meine Texte liest. Du hast den Grund für deine Kommentare hier als Textkritik und Parodie bezeichnet. Fehlt da nicht noch ein Grund? Der Grund, warum Du Dich jetzt zu Wort gemeldet hast, ist ein rein persönlicher. Ich schrieb im blog von kay.kloetzer auf dich antwortend:
"outnumber am 22.11.2009 um 18:34
es ist gut, dass wenigstens ein paar leute gut mit der deutschen grammatik, semantik etc umgehen können. ich gehöre nicht unbedingt dazu.
was ich weniger gut finde ist, warum dieses exempel statuiert werden musste..klaras reaktionen lassen manchmal zu wünschen übrig, die gegenreaktionen sind nicht minder menschenunfreundlich. wenn man etwas kann, in diesem falle, ihre sprachkompetenz, lieber oranier, kann man sich dennoch zurückhalten. was ist wirklich gewonnen, wenn klara bzw stellvertretend ihr text hier auseinander genommen wird, wer sie gelesen hat, hat sich so oder so eine meinung gebildet.
naja, der ton ist rauher geworden hier, muss nicht sein."

Und nur wenige Stunden später landetest Du auf diesem Blog mit deiner Parodie, wo es Dir nur um die Kritik ging, natürlich nicht um meine Gefühle, sondern um den literarischen Ausdruck der Gefühle. Dein Text lautete:
"oranier am 22.11.2009 um 22:16

Mit dem Schwall schwoll auch ein Groll an, der nicht gegen outnumber persönlich gerichtet war, aber leicht an ihm ausgelassen werden könnte. Was bildet der sich ein? Meine Hochachtung vor ihm wird nie wieder, wie sie war. Und wenn es auch anders wird, wenn er je wieder halbwegs annehmbare Sätze hier schreiben wird, klirrt doch jeder Schritt auf dem Scherbenhaufen solchen sprachlich-literarischen Mülls."

Hatte Dich mein Kommentar bei kay.kloetzer so gekränkt? Ich rief zur Mäßigung auf bei der Verurteilung und kurz darauf wütetest du hier. Dass es sich dabei nur sachlich um Textkritik handelte, naja, seicht. "ein Groll.., der nicht gegen outnumber persönlich gerichtet war, aber leicht an ihm ausgelassen werden könnte. Was bildet der sich ein?"

Und dann kommt ein Satz, der im Original gar nicht vorkommt. "Meine Hochachtung vor ihm wird nie wieder, wie sie war."

Also ging es nicht auch um um ein Gefühl des Gekränktseins nach dem Kommentar bei kay.kloetzer?
Wie dem auch sei. Das war mein Eindruck und daher hatte ich mich mit Kommentaren auf deine Parodie zurückgehalten. Daher schreibe ich das, wenn Frieden, dann auf der Basis der Ehrlichkeit.
oranier schrieb am 29.11.2009 um 02:56
Lieber outnumber,

hier nun mein wirklich letzter Kommentar in diesem Blog:

Ich kann mich leider überhaupt nicht an deinen Kommentar zu meiner Analyse des Klara-Textes bei kay.kloetzer erinnern. Werde ihn also nicht als so wichtig angesehen haben, dass es sich für mich lohnen würde, ihn im Gedächtnis zu behalten.

Ich muss dich ja aber nach deiner interessanten Theorie vorher schon einmal gekränkt haben, ohne dass ich auch solches in Erinnerung hätte, denn welches Motiv solltest du sonst gehabt haben, dort einen kritischen Kommentar zu meinem Posting zu verfassen?

So lohnt es sich also wohl auch nicht, diesen dort noch einmal nachzulesen. Denn was sollen uns die Inhalte, wo es doch, wie du hier so trefflich aufgedeckt hast, um nichts anderes geht, als Gekränktsein mit Kränkungen zu vergelten?
weinsztein schrieb am 27.11.2009 um 00:53
An alle.

Mir geht diese Diskussion hier allmählich auf die Nerven. Auch ich hatte die ersten Beiträge oraniers nicht als Persiflage wahr genommen. Gestern hat oranier sich entschuldigt und bedauert, dass seine Kritik an outnumbers "weil es so ist" nicht als solche wahr genommen wurde. Was gibt es da noch nachzukarten? Danke, oranier, für diese Klarstellung. Entschuldigt hätte ich mich an deiner Stelle nicht.

outnumber, wenn du hier bloggst, stellst du dich auch dieser oder jener Kritik. Einige deiner blogs habe ich mit Vergnügen gelesen, diesen da oben nicht. Ja, du kannst schreiben, sagt Meisterfalk, das sehe ich auch so. Aber nicht alles gelingt einem, evtl. solltest manchen Text mal über Nacht ruhen lassen. Du schreibst hier doch auch, um Reaktionen zu erhalten. Nichts als Lob ist da nicht zu erwarten. Sei doch froh, dass es so ist.

Ach Titta, wenn du hier fernbleibst, entgehen dir meine Bussis und Rezepte schicke ich dir auch nicht mehr.

weinsztein
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 01:40
Meine Neren, Weinsztein, meine Nerven!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 01:41
Meine Nerven, Weinsztein, meine Nerven!
weinsztein schrieb am 27.11.2009 um 02:29
... und meine erst, Rainer!
outnumber schrieb am 27.11.2009 um 09:10
meine herren weinsztein, rainer kühn,

dieser dialog betraf ausnahmsweise mal nur oranier. ich erklärte, warum ich ihn zuvor ignorierte und was mein eindruck bei der sache war.
weinszten, Sie hätten sich nicht entschuldigt, das ist eine Aussage über Sie, sei Ihnen unbenommen.
oranier war sich nicht zu schade Frieden zu stiften. Und das tat er gleich zwei Mal, was ihn adelt und zeigt, dass er nicht nur sprachgewandt sondern auch kommunikationsstark ist. das können andere nicht mal ansatzweise von sich behaupten. sein urteil über meisterfalk teile ich nicht, denn meisterfalk war hier in diesem thread stets auf lösung und wege zeigen aus. Sonst allen Lesenden einen entspannten Freitag bei Musik des eigenen Geschmacks.
oranier schrieb am 27.11.2009 um 11:28
@ Rainer Kühn

Immer wieder beliebt, deine Kommentare. Jedoch sind wir, wie nicht zuletzt du weißt, aus dem Zeitalter heraus, da man seine Botschaften mangels technisch fortgeschrittener Medien noch in Stein meißeln musste.
Eine Notengebung im elaborierten Stile chrisamars, mit der du dir im übrigen die Hand reichen darfst, wäre daher sehr willkommen.
oranier schrieb am 27.11.2009 um 12:08
@ weinsztein

Jetzt bejammerst du Tittas Fortgehen, dabei bist du vielleicht mitverantwortlich, indem du sie anderen Orts an die zweite Stelle gerückt hast. Oder habe ich das gar missverstanden, und du fühltest dich anderen, vielleicht gar mir, gegenüber zurückgesetzt, du Hirsch?

So aber verbünde ich mich mit dir in einem gemeinsamen Appell: Komm zurück, liebe Titta und hau lieber drauf, bevor du dich in Autoaggression treiben lässt und dein schönes eseliges Alter Ego zerstörst.

Erinnere dich, in unserem Milieu war einer der leitenden Grundsätze, den wir bei unserer Art zu "diskutieren" offenbar bei anderen allzu leichtfertig voraussetzen, aber jedenfalls für uns selber weiterhin beherzigen sollten: "Man muss auch mal ein Wörtchen vertragen können".

Und deshalb, mein Lieber, entschuldige ich mich, wenn ich sehe, der andere konnte mein Wörtchen nicht vertragen. Das kennst du doch auch als Rheinländer: "Komm, Alter, war nicht bös gemeint! Drink eene met un stell dich nit esu aan!"
(dies: @ meisterfalk!)
weinsztein schrieb am 27.11.2009 um 14:19
Lieber oranier,
ich habe nicht Tittas Fortgehen bejammert sondern ihr gedroht, mit Erfolg. Wie klappt's eigentlich bei dir und Magda?
Und schön zu lesen, dass outnumber dich heute geadelt hat.

Und outnumber,
"weinszten, Sie hätten sich nicht entschuldigt, das ist eine Aussage über Sie, sei Ihnen unbenommen."
Ja, so ist das, wenn man eine Meinung äußert. Oder mal so mal so bloggt.

Schönes Wochenende allen!
weinsztein
oranier schrieb am 27.11.2009 um 19:30
Lieber outnumber,

1. Danke für deinen Zuspruch! Damit allerdings zeigst du Größe, als derjenige, der hier offenbar am ehesten Anlass hatte, sich gekränkt zu fühlen. Das bringt mich dir näher, und gewiss wird es beim nächsten Mal anders sein.

2. Im Grundsätzlichen weichst du in deinem Urteil über meisterfalk keineswegs von meinem ab. Er war und ist für mich einer meiner liebsten und anregendsten Mitblogger. Dass wir situativ Kritik aneinander haben, steht für mich dazu in keinem Widerspruch. Interessant jedoch für mich, wie unterschiedlich die Lesarten sein können. Was ich als ungemäße Maßregelung empfinde, siehst du als Versuch an, Wege aufzuzeigen. werde ich bedenken, ungeachtet dessen könnt ihr auch meine Lesart bedenken.
Sein Grundwohlwollen ist ja jedenfalls eine ausgesprochene Qualität von ihm, wie an seinen Begrüßungen von Neuen Bloggern ersichtlich. Die Frage war nur: kann er das so ohne anderes bei anderen einklagen?

3. Du solltest nicht versuchen, Titta und mich hier zu spalten. Sie ist ein anderer Mensch als ich mit anderen Empfindlichkeiten. Die sind offenbar massiv verletzt worden. Hier wäre es m.E. an meisterfalk, sich zu entschuldigen. Was er geschrieben hat, ist m.E. eine andere Dimension als ihre Kritik. Du kannst di Bedeutung in meiner ironischen Antwort nachspüren.

Soweit,
Grüße
oranier
oranier schrieb am 27.11.2009 um 19:35
statt:
"Die Frage war nur: kann er das so ohne anderes bei anderen einklagen?"

- "Die Frage ist nur: kann er das so ohne weiteres bei anderen einklagen?"
oranier schrieb am 27.11.2009 um 19:56
@ weinsztein

"ich habe nicht Tittas Fortgehen bejammert sondern ihr gedroht, mit Erfolg. Wie klappt's eigentlich bei dir und Magda?"

Mich beschleicht doch das starke Gefühl, du willst mich aus dem Titta-Revier verdrängen, indem du meine Aufmerksamkeit auf Magda lenkst.

Die habe ich jedoch schon einmal zu freien versucht, allein, die hat erklärtermaßen Angst vor mir und beißt mir immmer in die Waden.
oranier schrieb am 27.11.2009 um 18:58
b) Um es nun abschließend von meiner Seite nochmal so kenntlich zu machen: Es ging und geht mir bei meinem Impuls um nichts Geringeres als um eine Diskussion über literarische Qualität. Ich finde natürlich meine Persiflage brillant, mit einer Einschränkung: Die Kotze wird zurecht vielfältig kritisiert, das ist zu bracchial (mit weinsztein schlägt ja ausgerechnet mir mal einer mit nem Wörterbuch auf'n Kopf, Chapeau!), und das Erbrochene besudelt das Blog, das hat z.B. Magda natürlich sensibel richtig empfunden. Nur: der Text geht nicht ohne. Der Vorspann beginnt wie das Original: "Manchmal hat man eine Vorahnung, eine Vorbedeutung, die sich im Bauch verbreitet". Und dann kommt unausweichlich die Parallele, und die kann nun mal nicht, wie der Seufzer, im Munde stecken bleiben. Ich habe mir das überlegt, ehrlich, mir war die Schwachstelle bewusst, aber es ging nicht anders, es musste raus. Und der Hering mit Roter Bete basierte auf einer realen Begebenheit aus meiner Kindheit, die ich hier lieber nicht ausbreiten möchte.

Bedenkenswert in diesem Zusammenhang übrigens, ich hatte schon einmal eine Persiflage im Blog:

www.freitag.de/community/blogs/streifzug/jakob-augsteins-liebling

Wurde einhellig nicht nur von Titta, sondern auch von den Jungfrauen, die outnumber bei Kerzenschein und Musik umschaaren, kay.kloetzer und Magda, einhellig gelobt, und der arme "geprügelte" Sebastian Dalkowski beschwert sich einsam und alleine über die "Feindseligkeit" der Kommentare. So vielfältig ist es im menschlichen Leben.

Die Alternative aber wäre Schweigen oder Analyse gewesen. Gut, im Nachhinein hätte ich vielleicht besser geschwiegen, hinterher ist man halt schlauer. Analyse ist 'ne Heidenarbeit, und in den schönen Textgärten, die ich dergestalt beackere, wächst manchmal leider kein Gras mehr. Man kann sich das im Trauerblog von kay.kloetzer ansehen.

So beschränke ich mich hier denn auf folgendes noch: Die indizierte Textpassage, und zu mehr kann ich mich seriöserweise hier nicht hinreißen lassen, denn weiter hatte ich gar keine Lust zu lesen, was für mich auch ein, natürlich rein subjektives Qualitätsmerkman ist, diese Textpassage ist nach meinem Urteil manirierter Schwulst.

Das sind nun, damit kann ich jedenfalls diejenigen, die outnumbers Text loben und verteidigen, literarisch-ästhetische Kategorien, die einen Text zunächst einmal bloß charakterisieren. Dass diese dann ggf. als ästhetisches Qualitätsurteil bei bestimmten Lesern und Kritikern negativ konnotiert sind, steht auf einem anderen Blatt. Und, lieber merdeister, auch dich kann ich erlösen. Du brauchst dich keineswegs ertappt zu fühlen, denn natürlich kann und darf man von solchen Texten sich affizieren lassen. Ich erhebe hier keineswegs den Anspruch auf ein objektiv-gültiges Urteil, und kann es auch gar nicht, wie ich noch näher erläutern und begründen werde.

Das werde ich aber nicht mehr hier, und nicht mehr anhand von outnumbers Text machen, sondern, wenn ich dazu komme, vielleicht nächste Woche, in einem eigenen Blog, in dem ich von Kritik, Schwulst und dem angemessenen literarischen Ausdruck von Gefühlen handeln werde, wie ich ihn begreife, gerne natürlich mit kontroverser Diskussion.

Zum Schluss ein Geständnis und ein Gedicht zum Einfühlen in mein Blog.

Das Geständnis: Am allerliebsten sehe ich mir im Fernsehen Schmonzetten an. Möglichst so dick aufgetragen, dass selbst einem durch seine verkorkste Kindheit so gefühlskalt Gebliebenen wie mir die Tränen kommen, oder, in der wunderbaren Sprache des 18. Jh. und noch bei Kleist ausgedrückt, wo ich "von einer heftigen Bewegung des Gemüts ergriffen" werde.

Das Gedicht: worin ich exemplarisch einen äußerst gelungenen Ausdruck von Gefühl sehe, was ggf. näher zu erläutern sein wird: Liebeskummer

Vorher berabschiede ich mich aber freundlichst aus diesem Blog, hab' viel gelernt.

P.S. Auf einige Kommentare vor allem outnumbers, die ich jetzt erst sehe, jedoch aus Zeitgründen nicht mehr lesen oder kommentieren kann, gehe ich ggf. doch später noch ein, falls sich das nicht hierdurch erübrigt.

Ein Lied

Hinter meinen Augen stehen Wasser,
Die muß ich alle weinen.

Immer möcht ich auffliegen,
Mit den Zugvögeln fort;

Buntatmen mit den Winden
In der großen Luft.

O ich bin so traurig -
Das Gesicht im Mond weiß es.

Drum ist viel samtne Andacht
Und nahender Frühmorgen um mich.

Als an deinem steinernen Herzen
Meine Flügel brachen,

Fielen die Amseln wie Trauerrosen
Hoch vom blauen Gebüsch.

Alles verhaltene Gezwitscher
Will wieder jubeln,

Und ich möchte auffliegen
Mit den Zugvögeln fort.

(Else Lasker-Schüler)
oranier schrieb am 27.11.2009 um 19:07
Korrektur:

statt: "damit kann ich jedenfalls diejenigen, die outnumbers Text loben und verteidigen"

- "damit kann ich jedenfalls diejenigen beruhigen, die outnumbers Text loben und verteidigen"
Deaktivierter Nutzer schrieb am 27.11.2009 um 21:31
Also sei Friede nun. Und Eierkuchen auch. Nicht zu dünn. Schön luftig. Mit Obstmus und Bitterschokolade.
oranier schrieb am 27.11.2009 um 21:38
Also, Friede gerne, mein Lieber. Und gleich mit solch verlockender Verführung, wer könnte da wohl widerstehen?
weinsztein schrieb am 28.11.2009 um 02:48
@meisterfalk

Also wenn schon, dann Omelette, darin verborgen (zwischen zwei Teighüllen) Quittengelee oder Pflaumenmus oder Aprikosenmarmelade (dieses oder jenes aromatisiert mit echter Vanille).

Keine Bitterschokolade darüber, aber Puderzucker.

Friede
weinsztein schrieb am 28.11.2009 um 02:49
@meisterfalk

Also wenn schon, dann Omelette, darin verborgen (zwischen zwei Teighüllen) Quittengelee oder Pflaumenmus oder Aprikosenmarmelade (dieses oder jenes aromatisiert mit echter Vanille).

Keine Bitterschokolade darüber, aber Puderzucker.

Friede allerorten!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 28.11.2009 um 05:07
@ Weinstein

Deaktivierter Nutzer schrieb am 28.11.2009 um 05:21
"Ist der Ruf erst ruiniert, lebt´s sich völlig ungeniert."
Wilhelm Busch

Lieber Oranier,
das mit dem "elaboriertem Stil" nehme ich als Kompliment. Da freue ich mich richtig drüber. Auch Deine Aufmerksamkeit in der Sache "Kühn ./. Chrisamar" ist mir positiv aufgefallen.
Danke für den "Sebastian-Dalkowsky"-Link. War lustig zu lesen. SD hat ja Humor. In seinen Blogs war mir das noch nicht so deutlich aufgefallen.

Ganz besonders gefällt mir aber die Aussicht auf Deinen kommenden Blog. Endlich!

Abschliessend zu dieser Diskussion:
Eine Sache kann gar nicht "schlecht" genug sein um ein Erfolg zu werden.
Diese simple Erfahrung aus dem Geschäftsleben wurde hier wieder bestätigt.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 28.11.2009 um 05:34
@ Oranier
Ja, Du hörst ja Bach. Aber nur?
Heute schicke ich Dir einen Song. Einer von Bob Dylan. Aber Sophie kann echt besser singen als er. Er passt irgendwie zu Deiner empfindlichen, romantischen Seite.
outnumber schrieb am 28.11.2009 um 12:17
@ weinsztein
"Und schön zu lesen, dass outnumber dich heute geadelt hat."

das war eine ziemlich genaue nachbildung einer titta-schablone, hätte auch Dir auffallen müssen.
oranier hat tatsächlich einen mutigen schritt gemacht, deshalb schließe ich ihn noch nicht in mein nachtgebet ein. es ist der zukunft überlassen.

@ oranier

"die (Magda) hat erklärtermaßen Angst vor mir und beißt mir immmer in die Waden."

Nettes Bild. Kleine Köter beißen in die Waden. Dir ist, bei Deinem Sprachreichtum,zum Versöhnen kein besseres Bild eingefallen? Überleg Dir, was du willst. Magda braucht mich nicht, und doch bin ich da! Ich habe hier viel gelernt, unter anderem, dass ich zu einer Prügelei bereit bin. Heute ist ein Festtag zum Gedenken Abrahams, daher halte ich an mich. Du hast schon verstanden, worum es mir geht.
Magda schrieb am 28.11.2009 um 13:19
Lieber outnumber - Du hast ein großes Herz. Ich grüße Dich. "Weil es so ist".

Magda
oranier schrieb am 29.11.2009 um 02:31
Lieber outnumber, wie kommst du darauf, ich hätte mich mit Magda zu versöhnen? Wir beide verstehen uns prächtig und tauschen immer mal wieder Nettigkeiten aus. In dieser Hinsicht habe ich es jedoch leider noch längst nicht zu ihrer im Freitagblog, soweit ich sehe, einmaligen Meisterschaft gebracht.
Oder darf ich etwa hoffen, dass "... sie beißt mir immmer in die Waden" in der allgemeinen Wahrnehmung hier wenigstens annähernd an "Krähe" und "Exhibitionist" heranreicht? Das würde meinem Selbstbewusstsein in Bezug auf meinen Sprachreichtum allerdings einen nicht geringen Schub versetzen.
weinsztein schrieb am 29.11.2009 um 03:39
Lieber outnumber,

nein, mir war nicht aufgefallen, dass ich eine Titta-Schablone nachgebildet haben könnte. Und zwar auch jetzt noch nicht, nach deinem Hinweis.

Du kannst mit Kritik nicht viel anfangen. Und wohl auch nicht damit, dass ich dir wiederholt schrieb, dass ich deine Beiträge gerne lese, einige sogar sehr gern, allerdings nicht den, der ganz oben hier steht.
Oder vermutest du gar, dass ich Titta sei, mit einem anderen Nick?

Du lebst als Türke in Hamburg, ich als Deutscher in der Türkei. Gestern Nacht habe ich mit vielen türkischen Freunden Kurban Bayram gefeiert, mit Türk Sanat Müziği live, mit tanzen, gutem Essen, etwas zuviel Rakı in einem Meyhane.

Bitte, fühl' dich nicht verfolgt von mir.

Sevgili outnumber
İyi bayramlar!
outnumber schrieb am 29.11.2009 um 14:05
Lieber weinsztein,

das war gerade ein missverständnis in voller länge. der hinweis bezog sich auf "adeln", Titta hatte zuvor geadelt und ich habe den ausdruck von ihr übernommen, es war also eine titta-schablone, die ich angewandt habe.

Kurban hätte ich auch gern in der Türkei verbracht. Obwohl die Gemeinde hier auch vieles anbietet, es ist nicht die gleiche Atmosphäre.

auch dir, iyi bayramlar!
Knüppel schrieb am 30.11.2009 um 00:58
Diesen Kommentarbereich zu lesen - ich bin zufällig darauf gestoßen, weil ich mich wunderte seit einigen Tagen keine Kommentare mehr von Titta zu finden - war für mich interessanter, als das meiste, was ich hier bisher gelesen habe.

Ohne es so richtig zu wollen, habe ich bisher immer das Portal "ZO" mit diesem hier verglichen (auch weil ich oft parallel poste). Einige, der hiesigen Kommentatoren habe ich heute erstmals bewußt wahrgenommen, weil sie "sehr aus sich herausgingen." Das wird mir künftig sicher helfen, "gewisse Eigenarten" der anderen besser einschätzen zu können.

Die Lektüre der derzeit über 180 Kommentare bestärkt mich in meiner Haltung auch künftig weder PNs zuzulassen, noch mich in (evtl. existierende) "Fraktionen" einbeziehen zu lassen. Es bleibt für mich dabei: Interesse an Sachthemen und das möglichst unabhängig vom Schreiber oder der Schreiberin. Keine Fixierung oder Aversion gegen bestimmte BloggerInnen, sondern jeweils: "Neuer Tag, neue Chance"

Das mag "unterkühlt" klingen, ist aber lediglich der Summe meiner Erfahrungen hier und in anderen Portalen geschuldet. Noch bis heute habe ich in einem kleinen Thread bei "ZO" (der beim "Freitag" parallel gepostet wurde) eine regelrechte Grundsatzdiskussion ausgelöst, als es um die Rechte von Schwulen und Lesben ging (ja, ja ... mein Themenschwerpunkt :-)). Ich ziehe mit meinem offenen Auftreten gewisse Zeitgenossen an, die dann plötzlich alle Hemmungen fallen lassen und ihre bisher gut maskierten Phobien und Ängste offenlegen. Die "ZO" User "Loki.45" - "Otto.Ast" - "Wilhelm Pollmann" - "Maschenka" sind solche "Fans", die sich mir an die Fersen heften :-) Die Diskussion in jenem Thread eskalierte zeitweilig (so in der zweiten Hälfte des Kommentarbereichs) und motiviert mich weiterzumachen, Link: community.zeit.de/user/blogger/beitrag/2009/11/27/unser-kampf-geht-weiter

SexPower (aka Blogger)
Knüppel schrieb am 30.11.2009 um 01:01
Diesen Kommentarbereich zu lesen - ich bin zufällig darauf gestoßen, weil ich mich wunderte seit einigen Tagen keine Kommentare mehr von Titta zu finden - war für mich interessanter, als das meiste, was ich hier bisher gelesen habe.

Ohne es so richtig zu wollen, habe ich bisher immer das Portal "ZO" mit diesem hier verglichen (auch weil ich oft parallel poste). Einige, der hiesigen Kommentatoren habe ich heute erstmals bewußt wahrgenommen, weil sie "sehr aus sich herausgingen." Das wird mir künftig sicher helfen, "gewisse Eigenarten" der anderen besser einschätzen zu können.

Die Lektüre der derzeit über 180 Kommentare bestärkt mich in meiner Haltung auch künftig weder PNs zuzulassen, noch mich in (evtl. existierende) "Fraktionen" einbeziehen zu lassen. Es bleibt für mich dabei: Interesse an Sachthemen und das möglichst unabhängig vom Schreiber oder der Schreiberin. Keine Fixierung oder Aversion gegen bestimmte BloggerInnen, sondern jeweils: "Neuer Tag, neue Chance"

Das mag "unterkühlt" klingen, ist aber lediglich der Summe meiner Erfahrungen hier und in anderen Portalen geschuldet. Noch bis heute habe ich in einem kleinen Thread bei "ZO" (der beim "Freitag" parallel gepostet wurde) eine regelrechte Grundsatzdiskussion ausgelöst, als es um die Rechte von Schwulen und Lesben ging (ja, ja ... mein Themenschwerpunkt :-)). Ich ziehe mit meinem offenen Auftreten gewisse Zeitgenossen an, die dann plötzlich alle Hemmungen fallen lassen und ihre bisher gut maskierten Phobien und Ängste offenlegen. Die "ZO" User "Loki.45" - "Otto.Ast" - "Wilhelm Pollmann" - "Maschenka" sind solche "Fans", die sich mir an die Fersen heften :-) Die Diskussion in jenem Thread eskalierte zeitweilig (so in der zweiten Hälfte des Kommentarbereichs) und motiviert mich weiterzumachen, Link: community.zeit.de/user/blogger/beitrag/2009/11/27/unser-kampf-geht-weiter

SexPower (aka Blogger)

P.S. dieser Kommentar lässt sich nicht posten (wahrscheinlich taucht er plötzlich doch auf, obwohl der OK-Button nicht anschlägt :-))
Knüppel schrieb am 30.11.2009 um 01:08
@Redaktion

Da die Kommentar-Funktion hakte (der OK-Button reagierte nicht), ist es zu einem Doppel-Posting gekommen. Bitte löschen Sie einen der beiden Kommentare. Danke!

Gruß
SexPower
outnumber
Ich könnte endlos Filme aus aller Welt sehen. Die Fiktion des Films enthält immer etw Intimes über Menschen u. Kulturen. Für Politik hatte ich mich nie wirklich interessiert u. wundere mich, wie ich heute ein politischer Mensch geworden bin :-) Focus:dtsch-türk. Beziehungen, Indien und Naher Osten.
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23:25
hardob hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:23
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:14
silvio spottiswoode hat gerade einen Kommentar geschrieben.
23:02
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
22:57
miauxx hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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