Ich würde das "Elektro-" streichen.
1 Million Autos 2020 - das wäre eine große Vision.
Die Frage ist klar gestellt, aber nicht klar zu beantworten. Ich neige zum Ja.
Auf keinen Fall bietet diese Frage Raum für Empörung, Nationalstolz oder ähnliche Gefühle.
"Mörder ist, wer ... oder mit gemeingefährlichen Mitteln ... einen Menschen tötet." Nach dem Strafgesetzbuch sind kriegführende Soldaten also Mörder. Dass man im Krieg töten dürfte, steht da nicht.
Für mich ist die eigentliche Frage, ob Soldaten auch außerhalb von Einsätzen als Mörder anzusehen sind. Nun, jemand, der zum Koch ausgebildet wurde, ist ein Koch, egal ob er gerade am Herd steht oder nicht, ob er Arbeit als Koch hat oder nicht. So gesehen ist jemand, der eine berufliche Ausbildung zum Töten mit gemeingefährlichen Mitteln abgeschlossen hat, also jeder Berufssoldat, ein Mörder.
Die Frist bis 2011 ist natürlich unsinnig, wenn die Bundeswehr weiterhin kein klar benanntes Ziel hat. Inwiefern würde das jetzige Chaos durch einen sofortigen Abzug größer? Was ist militärisch zu tun, um einem größeren Chaos vorzubeugen?
Was wünschen wir uns von der Bundeswehr, wenn sie noch länger bleiben sollte? Die Taliban zu vernichten, wie MNHH schreibt? Das Vernichten ist ja eine deutsche Spezialität, mir würde das Schlagen des Kriegsgegners schon genügen. Aber wer ist der Gegner? Wie können die deutschen Soldaten Taliban von anderen Afghanen unterscheiden? Woran können die Afghanen erkennen, dass die Deutschen auf der Seite der Guten stehen?
Klar, man muss irgendwas tun. Aber einfach irgendwas?
Es ist ja immer diese impertinente Frage, welche Welt man nachkommenden Generationen hinterlässt, ich finde eine Welt zu hinterlassen, die auf Brutalkapitalismus und "was haste was biste" aufgebaut ist, und in der reiche Leute wirklich noch mit dem letzten Stück Brot der Hungernden spekulieren dürfen, ist schlimmer als eine Welt mit ein paar Atommüllendlagern oder ein-zwei Grad Celsius Erwärmung. Die ganzen Klima-Schwätzer sind Heuchler, die den Armen Wasser predigen und selbst Wein saufen, das heist niemals selbst auch nur einen Millimeter auf ihre Besitzstände verzichten würden.
permalinkSie regen sich darüber auf, dass reiche Leute spekulieren, aber nicht darüber, dass arme Leute arm sind.
Die globale Erwärmung (nicht ein-zwei Grad, sondern mindestens drei) trifft ja genau die Ärmsten. Das scheint Sie aber nicht zu stören. Oder denken Sie nicht an die in anderen Ländern Betroffenen, sondern nur an solche, die hier "arm" sind?
Es gibt Norddeutsche, Westdeutsche, Süddeutsche, Franken, Hessen, Westfalen, Rheinländer, Siegerländer, Friesen, Badener und seit zwanzig Jahren kennen wir nun Ostdeutsche, Sachsen, Brandenburger, Rügener und Thüriger. Als wir uns noch Germanen nannten waren die Volksgruppen noch diffenrenzierter.
Im Vereinigten Köigreich geht es übrigens vergleichbar zu. Da meinen Schotten auch, sie seinen ganz etwas anderes als Engländer.
Die Debatte ist überflüssig.
Die Schotten sind in der Tat etwas ganz anderes als die Engländer. Geradezu verblüffend, wenn man das erlebt.
Trotzdem ist die Debatte überflüssig.
Der Spruch "Wir sind ein Volk" ist eine mediengemachte Manipulation von "Wir sind das Volk!" der Montagsdemonstrationen. Die gewaltige Kampagne der "Bild"-Zeitung, die den ursprünglichen Slogan "Wir sind das Volk" umänderte, entlarvt eindrucksvoll ein Beitrag des http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/421153/">Deutschlandfunks, in dem man folgendes nachlesen kann: 11. November 1989. Zwei Tage nach dem Mauerfall. Tausende von DDR-Bürgern strömen über die Grenze. Die "Bild"-Zeitung schreibt: "Wir sind das Volk" rufen sie heute - "Wir sind ein Volk" rufen sie morgen! Am Tag zuvor sitzen "Bild"-Chefredakteur Hans-Hermann Tietje und Herbert Kremp, Chefkorrespondent der "Welt" in Brüssel, in Hamburg zusammen. Sie besprechen, wie auf die Maueröffnung zu reagieren sei. Herbert Kremp, Autor des "Bild"-Kommentars: Als bei den Montagsdemonstrationen der Ruf erklang "Wir sind das Volk!", war es für mich - bei meinen Auffassungen - selbstverständlich, dass ich sagte, das muss eigentlich heißen "Wir sind ein Volk."
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Ausgabe 11/10
18.03.2010
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