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Ein ärgerliches Schisma

Kultur | 15.04.2010 | 15:55 Alban Nikolai Herbst
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18.04.2010 | 14:17 perkampus
das gerede um die qualität ist eine enorme augenwischerei. als ausgesprochener buchliebhaber sehe ich, dass es mehr dreck auf papier gibt als im netz. überhaupt ist die veröffentlichung unter eigenverantwortung heute die einzige möglichkeit, eine komplexe (nennen wir sie meinetwegen sogar experimentelle) literatur einem leserkreis anzubieten, der nicht auf das abgedroschene fiasko der verlagslandschaften hereinfällt. eine neue mayröcker, einen neuen schmidt - das würde heute nicht mehr funktionieren. solche dichter werden das netz bemühen, denn natürlich geht es hier nicht um geld - ich lese das immer wieder, und um ein plagiat geht es ebenfalls nicht: erkennt man denjenigen nicht, der da schreibt, sollte er das schreiben lassen. das ist natürlich nur meine meinung. anbei ist es mir völlig wurscht, ob mich jemand kopiert, denn er wüsste wahrscheinlich gar nicht, was die sätze zu bedeuten haben. hätte man ein auge dafür und etwas übersicht, würde sehr leicht bemerkt werden, wo sich experimente und interessante gedankengänge (die eben um keinen preis als "fertig" zu gelten haben) finden lassen: beinahe ausschliesslich im netz. die verlage werden das in absehbarer zeit nicht begreifen können, denn denen geht es (sic!) nicht um literatur sondern um klüngelei. herbst registiert sehr genau, was sich da tut - und leider ist er nahezu der einzige, der den mund nicht hält gegen aufteretende infamien. dieser ganze schweinestall ist erbärmlich.
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Hans Springstein hat gerade einen Blogbeitrag erstellt.
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hardob hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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JoeRoberts hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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