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► Den eigenen Fleischkonsum reduzieren oder gar ganz darauf verzichten? Dafür gibt es viele gute Gründe – Es gibt aber auch Schlechte

Wenn Milch zum Sündenbock wird, sollten wir über den gesunden Menschenverstand reden. (Foto: Peter Knobloch)
Neulich beim Frühstück kam – wieder einmal – das Thema Fleischkonsum zur Sprache. Am Tisch saßen inklusive mir drei Karnivoren und eine Vegetarierin, meine liebenswerte Mitbewohnerin, die sich zurzeit sogar vegan ernährt. Nicht selten schadet ihre gute Tat meinem guten Gewissen. Nun aber konnte ich ungehemmt in mein Schinkenbrötchen beißen, war nicht mehr der einzige und wusste Anwälte der Fleischeslust an meiner Seite. Leute, die sich in meine Lage versetzen können und mich verstehen, wenn ich darüber lamentiere, wie schwer es ist, mit einer Vegetarierin zusammenzuleben. Für meine Mitbewohnerin sei alles in Ordnung, sagte sie, solange ich nicht meine Salami auf ihrem Tofu ablege, so wie erst kürzlich erst geschehen. Außerdem könne sie mich trösten, sie habe eine Geschichte gehört, die auch für sie eindeutig zu weit gehe.
Da gibt es eine Wohngemeinschaft, in der bis auf eine Vegetarierin alle Bewohner vegan leben. Besagte Vegetarierin hatte es doch tatsächlich fertig gebracht, eine Tüte Milch in den Kühlschrank zu stellen. Für die Orthodoxen unter den Tierproduktverweigerer war damit das ganze schöne Gemüse im Kühlschrank kontaminiert. Der Skandal schlug derartige Wellen, dass die WG eigens ein Plenum einberufen musste, um darüber zu beraten, wie zu verfahren sei. Die Sündige gelobte Besserung. Ob und wie sie Buße tun musste, ist nicht überliefert.
IN DIE WÜSTE!
Während ich dem folgte, kaute ich also auf meinem Kornkönig. Gebettet auf einer großzügigen Butterschicht thronte drauf eine Lage frischer Serrano. Mein unbefleckter Fleisch-Genuss wandelte sich allmählich zur Gesinnungstat. Bei so viel Schwachsinn konnte ich mich nicht bremsen – vielleicht ob der Hormone im vom mir verköstigten Fleisch – und schnaubte körnerspuckend und noch mit Schinkenfäden zwischen den Zähnen: „Diese Spinner sollte man mal in der Wüste aussetzen.“
Um es klar zu stellen: Ich habe nichts gegen Vegetarier und Veganer. Über die zahlreichen Konsequenzen meines Fleischkonsums bin ich mir voll bewusst. Deshalb respektiere, nein bewundere ich Menschen, die sich zügeln können und auf Fleisch verzichten – solange dies aus der Motivation geschieht, diesen Planeten und das Leben darauf schonen zu wollen.
Denn es gibt ja gute Gründe, warum wir weniger Fleisch essen sollten; nicht nur aus Liebe zum Tier und zum Schutze der Umwelt, nein. Es geht in letzter Konsequenz auch um die Rettung von Menschenleben. Denn die Produktion von Fleisch erfordert ein Vielfaches an Ressourcen, vor allem Wasser und Getreide – und mit Letzterem eben auch Anbaufläche. Umso mehr Fleisch europäische und amerikanische Kunden nachfragen, desto mehr Land benötigt die Futtermittelindustrie, zum Beispiel zum Sojaanbau in Brasilien. Das führt zu einer Verdrängung, unter der meist der ärmste Teil der Bevölkerung leidet. Kostbarer Ackerboden, der ihre Ernährungsgrundlage stellt, wird immer knapper. (Dafür muss dann auch noch Regenwald gerodet werden, was das Klima belastet. Den CO2-Austoß von Rinderherden nicht zu vergessen.) Wenn diese Verdrängung nicht real vor Ort geschieht, dann über die Getreidepreise. Umso größer die Nachfrage an Fleisch, umso knapper Getreide, umso höher der Weltmarktpreis, umso mehr Menschen, die sich die Grundversorgung nicht leisten können und hungern, so lautet die Gleichung verkürzt. Noch verrückter ist das Verbrennen von sogenanntem „Biosprit“, mit EU-Subventionen gefördert. Durch dieselben Verdrängungsprozesse geht die vermeidlich gute Tat an der Zapfsäule ebenfalls auf Kosten von Menschenleben. Dass nicht alles umwelt- und vor allem menschenfreundlich ist, was das Etikett Öko oder Bio trägt, ist ein anderes Kapitel.
WO DOGMATISMUS BEGINNT
Und Menschen, die Probleme bekommen, wenn Milch – noch dazu von Plastik umhüllt – in die Nähe ihres Gemüses gelangt, haben für mich jeden Bezug zur Realität verloren. Man müsste sie mal fragen: Bekommt ihr auch eine Magenverstimmung, wenn ihr zusehen müsst, wie eine Kuh in der Nähe eines Apfelbaumes ihr Kalb stillt? In meinen Augen sind solche Menschen intolerante Dogmatiker.
Damit meine ich gewiss nicht alle Vegetarier oder Veganer grundsätzlich. Noch einmal: ich bewundere überzeugte Veganer mit guten Argumenten und Toleranz gegenüber weniger willensstarken Menschen. Solche Leute, wie jene aus besagter Veganer-WG, sind für mich Sektierer. Menschen, die ihre Weltanschauung über alles andere stellen, sie als einzig richtige gelten lassen und ihren Horizont so sehr einengen, dass sie Andersdenkende verachten. Ein solcher Umgang mit der Haltung Anderer ist nicht nur respektlos, sondern auch die Grundlage für totalitäres Denken. Zugegeben und das ist entscheidend: Auch wenn diese Radikalen ihre (menschliche) Umwelt verachten, tun sie niemandem körperliche Gewalt an. Deshalb war und ist es falsch, solche Menschen als Faschisten zu bezeichnen. Gefährlich ist ein solcher Dogmatismus aus meiner Sicht trotzdem. Und das gilt auch in anderen Bereichen: bei der Haltung zur Ernährung ebenso wie bei politischen Gesinnungen oder religiösen Anschauungen.
Und mit Blick auf besagte Veganer-WG hoffe ich, dass die Geschichte dramatisiert überliefert worden ist und meine ganze Aufregung umsonst war.
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Herr Knobloch.
Ihr Beitrag beleidigt die Intelligenz der LeserInnen! Und solch ein, Verzeihung, aber anders läßt es sich für mich nicht bezeichnen, dummes Zeug wie das hier: "Und Menschen, die Probleme bekommen, wenn Milch – noch dazu von Plastik umhüllt – in die Nähe ihres Gemüses gelangt, haben für mich jeden Bezug zur Realität verloren. Man müsste sie mal fragen: Bekommt ihr auch eine Magenverstimmung, wenn ihr zusehen müsst, wie eine Kuh in der Nähe eines Apfelbaumes ihr Kalb stillt? Excuse my Und Menschen, die Probleme bekommen, wenn Milch – noch dazu von Plastik umhüllt – in die Nähe ihres Gemüses gelangt, haben für mich jeden Bezug zur Realität verloren. Man müsste sie mal fragen: Bekommt ihr auch eine Magenverstimmung, wenn ihr zusehen müsst, wie eine Kuh in der Nähe eines Apfelbaumes ihr Kalb stillt? Excuse my ‚Stammtischianisch‘, aber in meinen Augen sind solche Menschen Faschisten., aber in meinen Augen sind solche Menschen Faschisten." - habe ich selten hier gelesen! Sie haben damit recht, es ist "‚Stammtischianisch‘" tatsächlich blödsinniges Geschwätz! |
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"Den eigenen Fleischkonsum reduzieren oder gar ganz darauf verzichten? Dafür gibt es viele gute Gründe ..."
den rest hättest du besser weggelassen. oder aber noch einmal die guten gründe aufgezählt, wie du es weiter unten ja auch getan hast. nur sind diese guten gründe heutzutage allgemein bekannt, wenn man sich der einsicht nicht verschließt. schnaps und fleisch sind zwar ingredienzien der leitkultur hierzulande, aber mit dem rauchen hat es ja fast schon geklappt, mit der abschaffung, meine ich. das lässt sich bei schnaps und fleisch auch schaffen. wem die stoffe unentbehrlich erscheinen, der hat halluzinationen, was höchstwahrscheinlich eine folge des konsums eben jener stoffe ist. |
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"blödsinniges Geschwätz!", weil nicht Ihre Meinung?
Nein im Ernst: Worum es in meinem Beitrag geht, ist nicht das Thema Ernährung, sondern Toleranz. Und nur weil jemand den Fleisch- und meinetwegen auch den Schnapskonsum überwunden hat, berechtigt sie oder ihn das nicht, gleich auf alle anderen Menschen herabzublicken. Darum geht's mir. Sobald nämlich diese eine Lebensweise ohne Fleisch, Alkohol und Tabak zur dominanten als einzig akzeptierten Weltanschauung wird, ist sie nicht weniger intolerant als jene, die Migranten als Leitkultur aufgedrückt wird. |
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schrieb am
23.01.2012 um 09:51
>>Und nur weil jemand den Fleisch- und meinetwegen auch den Schnapskonsum überwunden hat, berechtigt sie oder ihn das nicht, gleich auf alle anderen Menschen herabzublicken.<<
Da trifft eben wieder mal der Spruch von Robert Gernhardt zu: "Die schärfsten Kritiker der Elche waren früher selber welche" |
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NEIN, Herr Knobloch, nicht, weil nicht nach meiner Meinung, sondern weil Sie Begrifflichkeiten verwenden, nämlich " Menschen als "Faschisten" in diesem Zusammenhang bezeichnen! Das, mein Herr, hat mit Toleranz, von der Sie hier weiter schwadronieren, nicht im Entferntesten mehr was zu tun!
Sie sollten sich schämen, hinsichtlich der Ernährungsweise von Menschen, die eine Seite als "Faschisten" zu bezeichnen. Das ist schlichtweg ungehörig! |
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Herr Knobloch,
der von GEBE genannte Punkt, ist derjenige, der mir auch sauer aufgestoßen ist. Der Begriff "Faschist" ist in dem Zusammenhang einfach falsch. Selbst wenn der Begriff provozieren sollte, ist er deplaziert. Auch der Vergleich mit der Leitkultur für Migranten hinkt. Wie wäre es mit Gemüse-Dogmatikern? Oder schlicht Fauna-Intoleranz? Oder Ackerbau-Propheten? Alles kann Veganer beschreiben, nur nicht das Wort Faschist, deren Etymologie fasci (Singular fascio – „Bund“ oder „Bündel“) vom lateinischen fasces abgeleitet wird und von Machtymbolen aus der Zeit des römischen Reiches stammt. Das passt nicht zur Befreiung des Spinats vom unsäglichen Blubb. |
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Danke GeroSteiner.
Eine ähnlich gute begründete Kritik, von dem Begriff Abstand zu nehmen, habe ich an anderer Stelle bekommen. Ich werde den Text in dieser Hinsicht überarbeiten. |
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Sehr einverstanden.
Sonst hätte ich noch den 'Bund' Schnittlauch und den 'Bund' Petersilie nachgelegt, was sich jetzt natürlich erübrigt... |
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Keep cool!
Viele sind ja nicht Vegetarier, weil sie Tiere lieben, sondern weil sie Pflanzen hassen. Das muss man respektieren. Veganer hingegen sind eingefleischte Vegetarier. Sie sprechen mit ihrem Salat und wollen Hunde- und Katzenfutter verbieten, meint jedenfalls mein Hund. |
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Puuhh...
das war mal was. Ich dachte, ich könnte etwas lesen, um mir damit diesen unsäglichen Montag zu versüßen, aber: nö. Ich, als bekennende Vegetariern und Teilzeitveganerin, kann nur sagen: diese Geschichte mit der DogmaWg glaube ich sofort (Allerdings hat die Ablehnung von Milch im Wg-Kühlschrank vermutlich nichts mit einer möglichen Milchkontamination zu tun, sondern damit, dass die Wg nicht Teil des -kapitalistischen- Verwertungsprozesses von Tieren sein wollte, aber mit den Gründen, warum es Menschen gibt, die vegan leben wollen, haben Sie sich sicher auseinandergesetzt, oder Herr Knobloch?). Aber, hätte man das nicht etwas humor- und stilvoller umrahmen können? Mir fallen tausende (Achtung: gewollte Übertreibung) Möglichkeiten ein, dieses Thema so zu verpacken, dass selbst "eingefleischte Vegetarier" (hervorragend Gero!) darüber lachen können. Zumal ich mich hier dem Tenor ausdrücklich anschließen möchte: Menschen als Faschisten zu bezeichnen, aus den von Ihnen genannten Gründen, geht gar nicht. Und den kleinen "Hitler war auch Vegetarier" Spruch, mit dem Zusatz zu erwähnen, ihn sich sparen zu können: ich bitte Sie! |
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Nach zahlreichen, zum Teil gut begründeten Einwänden habe ich den Text leicht überarbeitet.
"In meinen Augen sind solche Menschen intolerante Dogmatiker. Damit meine ich gewiss nicht alle Vegetarier oder Veganer grundsätzlich. Noch einmal: ich bewundere überzeugte Veganer mit guten Argumenten und Toleranz gegenüber weniger willensstarken Menschen. Solche Leute, wie jene aus besagter Veganer-WG, sind für mich Sektierer. Menschen, die ihre Weltanschauung über alles andere stellen, sie als einzig richtige gelten lassen und ihren Horizont so sehr einengen, dass sie Andersdenkende verachten. Ein solcher Umgang mit der Haltung Anderer ist nicht nur respektlos, sondern auch die Grundlage für totalitäres Denken. Zugegeben und das ist entscheidend: Auch wenn diese Radikalen ihre (menschliche) Umwelt verachten, tun sie niemandem körperliche Gewalt an. Deshalb war und ist es falsch, solche Menschen als Faschisten zu bezeichnen. Gefährlich ist ein solcher Dogmatismus aus meiner Sicht trotzdem. Und das gilt auch in anderen Bereichen: bei der Haltung zur Ernährung ebenso wie bei politischen Gesinnungen oder religiösen Anschauungen." |
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Peter Knobloch schrieb am 23.01.2012 um 11:19
"Nach zahlreichen, zum Teil gut begründeten Einwänden habe ich den Text leicht überarbeitet." Doll! Das würde bestimmt so manch einer hier auch gerne mal können: erst ausfallend werden, aufs Gröbste beleidigen, dann das Blog samt Kommentaren abschalten - den Text hinter den Kulissen umarbeiten und den umgearbeiteten Text mit samt der alten Kommentare wieder einstellen, die dann ins Leere zu laufen scheinen. Sauber, sauber! Wo lernt man sowas? Etwa hinter den Sieben Burgen? |
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schrieb am
25.01.2012 um 02:09
GEBE, nix "abschalten". Unter dem Blog gibt es einen Knopf, auf dem "Bearbeiten" steht. Die ollen Kommentare bleiben erhalten.
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Und wenn man also "überarbeitet", erscheiunt die Anzeige: "Diese Seite existiert nicht"?
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schrieb am
25.01.2012 um 14:57
Da bin ich jetzt überfragt. Ist doch Wurscht :o)
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Wenn jemand berechtigte Kritik übt, dann nehme ich die an. Ja das habe ich so gelernt. Dass die Kommentare dann natürlich veraltet ausschauen, ist schade für alle, denen es bei Diskussionen um Kämpfchen geht. Mir geht es nicht ums Siegen, sondern darum, meinen Horizont zu erweitern. Die guten Argumente haben mich überzeugt. Wenn Sie so wollen, haben Sie gesiegt: Sie können sich also freuen.
Beste Grüße |
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lieber péter, noch eine kleine dreingabe zu deinem irrlaufenden text.
bedenke, dass es so etwas gibt wie die gaußsche fehlerkurve bzw. die streuung. sie besagt in diesem kontext, dass du unter vegetariern die ganze bandbreite möglicher einstellungen und thesen finden kannst wie in anderen bereichen, etwa politik oder religion, auch. das naturgesetz der streuung oder modifikation ist das eine, das du hier misachtet hast. auserdem geht es nicht an, leichthin gruppen von menschen zu verurteilen, wenn die etwas richtig erkannt haben, die anderen aber noch nicht soweit sind. ein qualmer vergiftet sich selbst und andere oft mit. ich denke an die kinder von rauchern, die in der grundgesetzlich geschützten wohnung dem qualm ungeschützt ausgeliefert sind, wenn die eltern keine rücksicht nehmen. das ist ein aspekt, der von der politik rechts liegen gelassen wird. schnaps und fleisch giften ebenso. darum müssen die gifter noch nicht zum tode oder umerziehungslager verurteilt werden, aber die fakten dürfen auch nicht zugunsten der gifter verschoben werden. nicht der wille des menschen ist unantastbar, sondern sein gewissen und seine würde. wer die nicht hat, ist antastbar. wenn ein kind nicht verlieren möchte und darum die spielregeln nach seinem gusto neu bestimmen will, ist das vergleichbar mit fleischern, die die realität nicht wahrhaben wollen (fleischer hier = tiervertilger). |
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Schade, dass Sie meine Bezüge auf die gaußsche Fehlerkurve einfach überlesen:
"Um es klar zu stellen: Ich habe nichts gegen Vegetarier und Veganer. Über die zahlreichen Konsequenzen meines Fleischkonsums bin ich mir voll bewusst. Deshalb respektiere, nein bewundere ich Menschen, die sich zügeln können und auf Fleisch verzichten – solange dies aus der Motivation geschieht, diesen Planeten und das Leben darauf schonen zu wollen." "Damit meine ich gewiss nicht alle Vegetarier oder Veganer grundsätzlich. Noch einmal: ich bewundere überzeugte Veganer mit guten Argumenten und Toleranz gegenüber weniger willensstarken Menschen." Bei aller Liebe zur Kritik, berücksichtigen Sie bitte den ganzen Text und nicht nur die Passagen, die Ihnen missfallen. |
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nix da, von wegen überlesen. das kann ich beinahe nicht. das vorweg.
mein hinweis auf die streuung zielt auf deine willkür, eine etwas arg extreme oder sagen wir an den haaren herbeigezogene gruppe zum ausgangspunkt für eine schelte in den wind zu nehmen. es soll übrigens blogger geben, die sich erst ordentlich kämmen und sonntäglich kleiden, mit schlips oder fliege, versteht sich, eh sie in die tasten schlagen. solche typen werden seltener, etwa so selten wie deine dogmatischen veganer, sie verraten sich im netz durch die Sie-anrede. |
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Nur weil Sie versuchen mir das Du aufzuzwingen, heißt das nicht, dass Sie mir in (und auf) den Kopf schauen können. Sie sehen in meinem Beitrag eine gewollte Schelte mit konstruiertem Hintergrund. Das ist Quatsch, denn ob Sie glauben oder nicht (und die Entscheidung kann ich Ihnen nicht abnehmen), es ist so wie ich es aufgeschrieben habe.
Ich saß also mit meiner Mitbewohnerin und zwei ihrer Freundinnen beim Frühstück, oder sagen wir besser Brunch, denn wir hatten uns am Abend zuvor gehörige Mengen Schnaps und Tabak verabreicht. Und aus dem Gespräch heraus hat mir meine vegan lebend Mitbewohnerin diese Geschichte erzählt. Ich habe mich darüber empört und das zum Anlass genommen, die Geschichte und meine Meinung dazu aufzuschreiben – nicht mehr und nicht weniger. Wer hier verallgemeinert, bin nicht ich, sondern Sie. Ich habe bewusst in dem Beitrag mehrfach betont, dass ich mich auf diese Gruppe und eben nicht auf alle Veganer beziehe. Ich selbst versuche immer wieder meinen Fleischkonsum zu reduzieren, habe sogar drüber nachgedacht, Vegetarier zu werden. Aber immer wenn ich auf derart militante Haltungen stoße, reagiere ich mit Trotz. Das ist mein Freiheitswille, der dann durchbricht. Ich werde mich von niemandem bevormunden lassen, auch nicht in Sachen Ernährung. Die Argumente habe ich verstanden, die Entscheidung treffe aber ich und niemand anderes! |
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"Das ist mein Freiheitswille, der dann durchbricht."
hihi...na das erlär'nse mal dem Schwein, dass Sie mit Schinken versorgt :-D |
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das Sie versorgt, ein s nehm ich zurück
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schrieb am
24.01.2012 um 12:57
"na das erlär'nse mal dem Schwein, dass Sie mit Schinken versorgt :-D"
ach das schwein ist doch von dir längst indoktriniert worden, keinen schinken mehr herzugeben! |
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@cuchulainn: Wenn nur alle Schweine auf mich hören würden...
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Luzieh sagt: Die Kunst ist doch, mit den offensichtlichen Widersprüchen umgehen und leben zu lernen.
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nee...
meinte ich nicht. Das ist alles eine Frage der Perspektive. Erwachsen werden, das würde ich nicht als Kunst bezeichnen. Auch hier wäre nämlich die Kunst, mit den Widersprüchen umgehen und leben zu lernen, "obwohl" und nicht "weil" man erwachsen ist. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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