Philibuster

Blog von Philibuster

16.02.2012 | 10:19

Mehr Leid als Freud? Unsere Digital-Klone im Web

Das Ich im Social Web - eine argwöhnische Betrachtung des Digital-Klons und die Überlegung: "Wie werde ich die Alte wieder los?" So startet unser Text Digital Girl Interrupted.

Die meisten von uns haben einen Digital-Klon, vielleicht sogar mehrere. Auch Antje Schrupp beschäftigte sich erst letztens noch im weitesten Sinne mit ihnen, mit den Lieferern und Schmarotzern von Content, und mit den Bewertungsschemata, die manchmal zwischen beiden Parteien im Raum hängen:

"Nein, was mich in Rage bringt ist, wenn dieses „Ich schreib nichts ins Internet“ im Duktus der Überheblichkeit daher kommt, so nach dem Motto: Ich schreibe nichts ins Internet und deshalb bin ich toller und cooler als diese ganzen Deppen, die sich da vor aller Öffentlichkeit entblößen."

Auf jeden Fall gibt es sie, unsere Web-Variante, manchmal aktiv, manchmal nur stumm mitlesend - und dazu die schwelende Frage: Was machen wir mit unserer Internetidentität, und was macht sie am Ende mit uns?

Persönlichkeitsersatzteillager, die bessere Variante des Real-Lifes, hübscher, cleverer, aufgeweckter, zufriedener: Kann man alles haben. Und Studien weisen nun schon daraufhin, dass das nicht immer der Zufriedenheit zuträglich ist. "Es gibt offenbar einen Zusammenhang zwischen der Facebook-Nutzung und der Wahrnehmung des eigenen Lebens. Einer aktuellen Studie zufolge beginnen Menschen, die immer mehr Zeit bei Facebook verbringen, zu glauben, dass andere ein besseres Leben führen als sie", hieß es Ende Januar in der netzwelt, die eine Studie der Utah Valley Universität zitierte.

Man wird sehen, wo die Netzinteraktion uns noch hinführt, und solange haben wir halt Web-Zwillinge. Und wenn sie zu sehr nerven: Computer aus.

 
Senden Bookmarken Drucken
Philibuster
Meinungsstarke, streitbare und unterhaltsame Essays und Kolumnen für die Generation Facebook. Pop trifft auf Politik. Nicht minutenaktuell aber stets kritisch.
Mitglied seit:
1 Jahr 33 Wochen
Zuletzt aktiv:
10.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 30
Kommentare: 8
Mein Web:
Logbuch
15:44
lothar.ackermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:42
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:42
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:42
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
15:41
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG