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Nicht nur das Altonaer Museum und das Deutsche Schauspielhaus sind in Hamburg von den aktuellen Kultur-Sparmaßnahmen betroffen, auch im Öffentlichen Bibliothekssystem sind drastische Einschnitte geplant.
Dies ist besonders tragisch für eine Kultur- und Bildungseinrichtung, die sich als Dienstleister für eine breiteste Öffentlichkeit versteht. So werden beispielsweise 600 Veranstaltungen pro Monat in allen Stadtteilen durchgeführt. In 2009 kamen 4,4 Mio Besucher!
In den letzten 15 Jahren wurden bereits 160 Vollzeitstellen aufgegeben und von 57 Stadtteilbibliotheken existieren nur noch 32!
Nun sollen die Bibliotheksgebühren erhöht werden, die europaweit bereits jetzt an der Spitze liegen. Weitere Schließungen sind da sicher nicht auszuschließen, obwohl dies im Koalitionvertrag von CDU und GAL 2008 zugesichert worden war.
Auf der Bibliotheks-Homepage findet man zu diesem Thema einen interessanten offenen Brief der Direktion der Bücherhallen Hamburg:
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Danke für den Link.
"Der Senat erklärt, der Kostendeckungsgrad der Bücherhallen Hamburg sei der geringste aller Kulturbetriebe." Die Elbhphilharmonie ist ja auch noch nicht fertig. Bin im Gegenzug gespannt, wann die Kosten des Musikpalastes gedeckt sind, von Break-Even gar nicht zu sprechen.....Um mal im Wirtschafts-Slang zu bleiben. Ich tippe auf 2100.... Viele Grüße. |
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ja, Danke auch,
ich muss auch mittlerweile viel hvv-geld bezahlen, um zur zentralen bücherhalle zu kommen, da alle anderen geschlossen wurden, die relativ starken proteste z. b. vor zwei jahren haben leider keinen erfolg gehabt - die bücherhallen in hamburg sind außergewöhnlich in ihrer möglichkeit, die verschiedensten schichten der bevölkerung aufzunehmen, ich kenne keinen anderen ort in dieser stadt, an dem die "reale" vielfalt noch erfahrbar ist ... |
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Sparwahn Allerorten wie man sieht. Hauptsache die Elbhphilharmonie ist "gut" finanziert. Bibliotheken finanziell austrocknen ist da auch nur die grausame Konsequenz des Systems. Was sagen eigentlich die betuchten Herren und Damen (die Reihenfolge trifft es wohl) von "Wir wollen lernen" dazu? Ich schätze mal, die brauchen keine öffentliche Bibo, die gehen einfach hin und kaufen. Unter anderem auch Bücher.
Die wahren Banausen in diesem Land sind wohl doch die gut situierten sog. BildungsbürgerInnen ... nicht nur im schönen Hamburg. |
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schrieb am
19.10.2010 um 21:52
@mahung schrieb am 19.10.2010 um 21:43
Sparwahn Allerorten wie man sieht. ... Die wahren Banausen in diesem Land sind wohl doch die gut situierten sog. BildungsbürgerInnen ... nicht nur im schönen Hamburg. ------------------------------------------------------------------ Die wahren Banausen sind unsere Politiker! Vor allem in Berlin! Wenn die keine Schuldenpolitik über unsere Verhältnisse hinaus gemacht hätten, wären allein durch den vermiedenen Schuldendienst (Zins+Tilgung) der Bundesschuld in Höhe von ca. 40 mrd. €/Jahr genügend Mittel da, um keine Kultureinrichtungen schließen zu müssen. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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