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Spätestens nachdem sich die Grünen im Saarland nun gar auf Jamaika einlassen, ist das Überdenken ihrer politischen Einordnung fällig.
Freitag-User Koslowski stellte Folgendes zur Debatte:
Ab in die Mitte: Liegt der politische Ort der GRÜNEN noch links?
Etwa zwei Drittel der an der Diskussion Beteiligten sehen das nicht mehr so. (Stand vom 5. November 2009: Contra 67%)
Bereits die Regierungsbeteiligung unter Schröder habe dies sehr deutlich gezeigt, denn weder die Agenda-Politik, noch der Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr ließen sich mit "links" vereinbaren. Die Contra-Redner finden, dass die Grünen beliebig geworden sind, die Ökologie als eines ihrer zentralen Politikfelder ohnehin kein Alleinstellungsmerkmal mehr ist und darüber hinaus gar nicht im Rechts/Links-Schema verortbar. Dass sich die Grünen laut deren Fraktionssprecherin in der „linken Mitte“ einordnen, wird als ein reiner PR-Griff gesehen: "Mitte ist Mitte, da gibt es nichts zu relativieren."
Die Grünen seien bezüglich ihrer Wählerschaft eine relativ jugendliche, aber letztlich bürgerliche Partei und verkörperten lediglich das Gewissen der Gesättigten.
Die Pro-Redner halten dagegen, dass "Links sein" beispielsweise bedeutet, sozialen Fragen tendenziell die Priorität gegenüber wirtschaftlichen zu geben, dass Bürgerrechte und individuelle Freiheitsrechte im Zweifel Vorrang vor der Staatsraison haben und Gewalt kein legitimes Mittel der Politik ist und finden, dass die Grünen diesen Grundsätzen auch weiterhin folgen. Sie sind sich bewusst, dass die Partei in den letzten Jahren stärker in die Mitte gerückt ist, aber immer noch deutlich linkere Positionen als die SPD vertritt und hoffen, dass sie sich in der Opposition gegenüber einer konservativen Regierung wieder stärker abgrenzen wird. Es wird gar gefragt, warum die Grünen immer nur der kleine Partner von Parteien wie CDU oder SPD sein wollen und ob die Möglichkeit besteht, viel stärker als bisher die enttäuschten Wähler der Sozialdemokraten abzuwerben, die bislang lieber die CDU oder gar nicht gewählt haben, als die Stimme der Linken zu geben.
Nicht verwunderlich ist es, dass sich die Hälfte der Pro-Redner den Grünen verbunden fühlt und von den Contra-Rednern 60 Prozent mit der Linken sympathisieren. Und so bleibt eben auch die Wordle-Grafik recht ausgewogen.

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Keine Ahnung wie die "Wordle-Grafik" funktioniert.
Von der optischen Wahrnehmung hin zur inhaltlichen Debatte sehe ich eine deutliche Abweichung. In der "Wordle-Grafik" stehen die Grünen einfach zu weit links von der Mitte. ;-) |
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Guter Einwand.
Rechts/Links im politischen Sinn kann die Grafik leider nicht. Unverschämtheit eigentlich! ;) |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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