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Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

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160 Seiten

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Meine Frau weint

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Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
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Kultur : "100 Jahre " und ein paar Gedanken

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"100 Jahre" rauschen auf Phoenix an mir vorbei und ich muss endlich mal ein bißchen meine Wohnung aufräumen.

Guido Knopp hat moderiert.

Eigentlich sollt man sich so was nicht antun.

Gremliza schreibt in "konkret" , dass er sich derartiges "vom Leibe hält" wie Thea Dorn und andere , die ihn an diese spezielle deutsche Kultur erinnern.

Ich bin nicht Gremliza und die Geräusche vom Fernseher un mein Interesse für Geschichte motivieren mich meine Dinge in der Wohnung abzuarbeiten und dabei "100 Jahre " mehr zu hören als zu sehen.

Der Verstand schaltet sich trotzdem nicht aus und manchmal sehe ich doch hin.

Viele olle Kamellen.

"100 Jahre, der Countdown " schon hundertmal gesehen.

Sehe den Kaiser Wilhelm II auf uraltem Filmmaterial .

Hat eine Husarenmütze auf dem Kopf, auf der ein grosser Totenschädel prangt.

Igendwie passend, wenn man an den ersten Weltkrieg denkt, der ein paar Minuten später in 5 -Minuten Episoden pro Kriegsjahr folgt.

Ein Totenkopfschädel auf einer Mütze.

Ähnliches kommt mir bekannt vor.

Ah ja, später kam dann ja die SS, die "Schutzstaffel" Hitlers bei denen der Totenschädel auf ihren schwarzen Uniformen ja erst recht gepasst hat.

Mörder in schwarzen Uniformen , die auf diesen Stolz zeigten, was sie der Welt zu bieten hatten.

Es war der feige Mord und millionenfaches Verbrechen an Unschuldigen .

Eine Linie vom Kaiser zu den Nazis, die passt und sich kontinuierlich verschärft.

Mochten die Husarenregimenter des Kaisers mit ihren Totenkopfmützen noch den Feind abschrecken wollen, ereilte viele von ihnen in den "Knochenmühlen" des ersten Weltkrieges wie etwa vor Verdun das Schicksal, das sie auf ihrer Mütze trugen, ohne damit den gandenlosen Militarismus der Kaiserzeit beschönigen zu wollen.

Eine Frau, wohl eine Zeitzeugin singt , vielleicht schon vor ein paar Jahrzehnten im Fernsehen aufgenommen, singt was sie als Schulkind für den Kaiser singen musste:

"Der Kaiser ist ein lieber Mann,

er wohnet in Berlin..."

Auch wenn mir klar ist, dass man im nachhinein in der Geschichte immer schlauer ist, möchte ich dem Lied dann doch hinzufügen:

"Der Kaiser ist ein lieber Mann,

er wohnet in Berlin..."

auf seiner Mütze prangt ein Totenkopf,

gehst Du für ihn in den Krieg ,

landest Du im grossen Kannibalentopf

und er profitiert vom Sieg.

...aber es kam ja anders.

Auch die Titanic und ihr Untergang fehlt bei den 100 Jahren nicht .

Das finde ich spannend.

Ich habe meine ersten Ttanic-Bücher schon lange vor dem Titanic-Hype gelesen.

Ein Mensch wird interviewt und sagt in den "100 Jahren" , dass seit der Titanic die Technikgläubigkeit gebrochen ist.

Wenn man heute sagen würde unmöglich , dass es irgendeine technische Katstrohe gäbe , könne man demjenigen immer "Titanic" entgegenhalten.

Das stimmt zwar, aber mir würde da durchaus was Moderneres ein fallen.

Tschernobyl oder Fukushima.

Naja bis Tschernobyl werde ich dann doch nicht vor der Glotze bleiben, vielleicht kann sich G. Knopp da ja auch nochmals etwas Kritik an der Technik abringen.

Da das bei den von ihn gehassten Kommunisten passiert ist, kann man auch davon ausgehen.

Irgendwann habe ich dann das Wichtigste in meiner Wohnung gemacht und kann endlich nach draussen und ich kann dieses oft recht nervige Band , was mich mit meiner Glotze verbindet für ein paar sonnige Stunden durchschneiden.

Nach einer wohltuenden Dusche fällt es da nicht schwer nach draussen zu gehen.

Quelle:

"100 Jahre , Der Countdown , Phoenix, 24.4.2010"

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