Empfehlung der Woche

Frieden – Wie geht das?

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Klaus von Dohnanyi, Erich Vad

Hardcover, gebunden

160 Seiten

22 €

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Meine Frau weint

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Angela Schanelec

Drama

Deutschland, Frankreich 2026

93 Minuten
ab dem 11. Juni im Kino!

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Kultur : Im PRINT-Tempel

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Wieder ging ich in diesen PRINT-Tempel in der Mitte der Stadt.

Die verdammten weissen Buchwochen waren immer noch nicht zu Ende.

Das Gefühl der "Jäger des verlorenen Schatzes " oder "auf der Jagd nasch dem Speer des Schicksals" zu sein und mich selbst als den großen Jäger nach dem Schatz der Erkenntnis anzusehen , war nach dem letzten Blog und der Reaktion darauf (ch.pfaffen, danke. ;)) einer gewissen Skepsis gewichen.

Die Möglichkeit, dass mich da "clevere Marketingleute" der Buchhandlung da immer um die weissen Kisten im Kreis herum maschieren lassen, wollte ich dann doch nicht mehr ganz ausschliessen.

Auch der Begriff der "Kultkarte" , die auf die angezeigten 40 % Preisnachlass nochmals zusätzliche 20 % Preisreduzierung ermöglichen, klingt, was das Wort "Kult" angeht, schon ziemlich nach Kirche.

Immer im Kreis herum um die Sonderangebote. Irgendwo muss der Schatz der Erkenntnis schon liegen. Muss er doch! Er muss!

Die Bistumskirche neben an in Essen stellt auch manchmal die Goldene Madonna für die Pilger zur Schau.

Das ist aber nur alle Jubeljahre einmal.

Da steht die Goldenene Madonna, dass Essener Superlativ als älteste vollplastische Marienfigur überhaupt mit einer Entstehungszeit um 1000 im Rheinland in der Mitte der Bistumskirche und alle die auf die Hilfe der "Mutter vom guten Rat" begehren, umkreisen sie.

Das kommt wiegesagt nur alle Jubeljahre mal vor.

Weisse Buchwochen gibt es da schon viel öfters.

Bestimmt 5 oder 6 mal im Jahr.

Weiter gehe ich um die weissen Kisten mit all dem PRINT darin.

Wieviele Bäume haben dafür daran glauben müssen?

Neuerdings stehen in vielen Büchern auch die verwendeten Papiersorten mit ihren Herstellungsländern darin.

Schweden oder Östereich zum Beispiel, manchmal auch Norwegen.

In Schweden als Nutzholz gelebt, um in diesem PRINTTEMPEL zu landen.

Die papiergebundene Erkenntnis braucht ihre Opfer.

In der Mitte einer weissen Plastikkiste fällt mir ein Band über die "Zauberhaften Sterne" auf.

Fantastische Fotos darin.

Aufnahmen von Sternenhimmel in Verbindung mit der Landschaft in denen sie entstanden sind.

Zum Beispiel in Arizona / Utah das Monument Valley , das ja noch immer irgendwie auf der Nordhalbkugel liegt.

Die soll ja auch meiner laienhaften Perspektive nicht den Blick ins Zentrum der Milchstrasse bieten , sondern von der Nordseite der Erde aus soll man /frau eher in die dem Milchstrassenzentrum abewandte Seite schauen.

Ich war noch nie in Arizona oder in den USA.

Die Anordnung der Farbmoleküle in ihrem Mikrounversum auf dem Print zu einem Foto verfehlt in meinem Herzen nicht ihre Wirkung.

Es ist ein Flug in den Himmel.

In der Bildunterzeile steht irgendwas vom rötlichen Licht des Mars , dass einen tollen Effekt auf das Monumentvalley bei dieser Sternen- und Planetenkonstellation erzielt.

Ich tauche in das Bild ein.

Die Farbfotografie berührt direkt mein Herz.

Der Sternenstaub, der ich bin, denkt an an die anderen Formationen und Konzentrationen von Sternenstaub dort oben.

Ich habe einen silbernen Anhänger auf meiner Brust.

Silber in das ein Hopi aus Arizona das Zeichen des Lebens gesägt und auf eine geschwärzte Platte darunter gelötet hat .

Schwarz und Weiss , der Mann im Mais als Zeichen für das Leben, im Fall des Menschen als der Sternenstaub,der sich selbst erkannt hat.

Der Anhänger muss 1983 oder davor geschaffen worden sein und ich trage ihm manchaml als intimes Zeichen meiner Männlichkeit, auch wenn er nur 16 mm Durchmesser hat.

Ob der indianische Silberschmied, der meinen Anhänger schuf und den ich mit Namen kenne, auch diesen Sternenhimmel gesehen hat?

Man sagt die Hopis sollen ein ganz anderes Gefühl für die Zeit haben.

Wenn das Foto nur einen Teil der Wirklichkeit wiedergibt, verwundert mich das nicht.

Ich tauche wieder aus dem Foto hervor. Die Pause geht wieder zu Ende. Ich muss an meine Arbeitstelle.

Der Blick auf das Foto hat mich so ruhig gemacht.

Ich musste an den Film "Contact" denken und wie die Schauspielerin in der Hauptrolle durch die Sterne gereist war und kurz vor dem Kontakt so gelöst und fast orgiastisch immer wieder wiederholte, wie schön der Sternenhimmel sei.

Ich habe nur dieses Foto auf dem Print gesehen, aber das war auch schon, so verdammt, so unheimlich, so kaum zu beschreiben schön.

Mit diesen Gedanken und Gefühlen ging ich wieder zu meiner Arbeit zurück , wo mich schnell die Härte des Arbeitsalltages wieder einholte.

Dieser Beitrag gibt die Meinung des Autors wieder, nicht notwendigerweise die der Redaktion des Freitag.