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01.09.2011 | 11:20

#BF11: Daniel Wang

 

Die De:Bug schrieb einmal, dass Daniel Wang ein großer Fan von Mike Mareen sei, die Rolle des Niedersachsen in der Musikgeschichte sei weit unterschätzt, hörte man in 2009. Mir ging das runter wie Butter, weil ich als Spätnachzügler damals seit gut einem Jahr unter der fachmännischen Anleitung von Cheers Chris & Konsorten versuchte, mich in die Diskomusik der 1980er Jahre einzuarbeiten. Und dann war da eben Daniel Wang, den ich als NYC-House-Disco-Popper schon länger verklärte und der mir jetzt sagte, dass es einen Link von früher ins Jetzt und wieder zurück gab. Nichts neues, aber ein Fanboy-Moment. Totally Mexico eben.

 

Daniel Wang - All Flowers Must Fade (Click to listen)

 

Daniel Wang selbst trieb mit Environ (Morgan Geist & Co) und Balihu (das eigene Label) jene Bewegung voran, die schlussendlich auf Umwegen DFA – und damit das LCD Soundsystem – als Speerspitze dessen hervorbrachte, was heute der breite Schirm des modernen NYC-Sounds ist. Er selbst geht lieber in die Kreuzberger Möbel Olfe und ist unten mit der Stadt, selbst um Morgan Geists Hit-Projekt Metro Area ist es seit 2007 ruhiger geworden. Den Rummel und Fame, der auch auf Wangs Arbeit fußt, heimsen unterdessen Projekte wie Holy Ghost! ein, die sich ebenfalls sehr selbstverständlich an alten Materialien bedienen, um den neuen Ostküsten-Sound ins Populäre zu treiben.

 

Metro Area - Miura

 

Daniel Wang, der bei seinen Auftritten gerne und begnadet tanzt, wird sich am Freitag im Club XBerg (der eigentlich in Treptow ist (Blasphemie)) die Ehre geben. Es wird vermutlich ein nostalgischer Auftritt mit 1 Schuss Berliner Zukunft. Und so.

 

JJK

 
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Das Freitag-Blog zur Musik. Hier schreiben Jan Jasper Kosok, Maike Hank, Daniel Windheuser, Sophia Hoffmann und Antonia Märzhäuser. In nächster Zeit vor allem für das Berlin Festival.
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