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02.09.2010 | 15:05

Herman Dune: Globetrotter-Attitüden

Die Anti-Folker von Herman Dune klingen nach spätem Sonntagskaffee und einem Roadtrip Richtung Sonnenuntergang – und mindestens wie eine sehenswerte Soundausnahme zwischen den größtenteils elektronischen bis rockigen Acts auf dem diesjährigen Berlin Festival. Ihre musikalischen Einflüsse verorten David-Ivar und Néman Herman Dune irgendwo zwischen Bob Dylan, Leonard Cohen und Chuck Berry. Umgesetzt werden diese in einem romantischen Gesamtkonzept aus Folkgitarren und schwebend melancholischem Textwerk.

Seit ihrer Gründung 1999 ist die Band ständig auf Tour und hat dabei den Erdball vermutlich schon mehrfach umrundet, auch wenn sie hierzulande meist noch als Geheimtipp gelten. Bei so viel Globetrotter-Attitüde kann man schonmal den Überblick verlieren – zum Beispiel darüber, wo Herman Dune eigentlich herkommen. Die Gerüchte über ihre schwedische bzw. amerikanische Provenienz interessieren David-Ivar aber nur am Rande, so erklärt er in einem Interview mit dem Svenska Dagbladet: „Die Band ist französisch. Die Verwirrung über unsere Herkunft kommt daher, dass die Leute so gerne Sachen erfinden. Und wir haben nie etwas gegen die Gerüchte unternommen.“ Bei den Dunes bleibt man eben gelassen, spielt Gitarre und genießt. Wo man dabei ist, ist ja eigentlich auch egal.

>> myspace.com/therealhermandune

ERL

 

 
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Das Freitag-Blog zur Musik. Hier schreiben Jan Jasper Kosok, Maike Hank, Daniel Windheuser, Sophia Hoffmann und Antonia Märzhäuser. In nächster Zeit vor allem für das Berlin Festival.
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