Bei Franz von Assisi denken die meisten sicher nur an einen Bettelmönch in einer abgerockten Kutte. Doch die Motive, die den Kaufmannssohn zur Gründung des Franziskaner-Ordens bewegt haben müssen, sind unerwartet modern. Die in der Pr&au...>> mehr
Die Occupy-Bewegung hat recht: Wir müssen nicht so leben, wie die Konzerne und das Finanzkapital es gerne sehen. Eine wachsende Zahl von Menschen will auch nicht mehr im Takt von Arbeit und Konsum dahinexistieren, dabei dauernd das diffuse Gefühl hab...>> mehr
Die Debatte, deren Startpunkt Frank Schirrmacher in der Frankfurter Allgemeinen Sontagszeitung gesetzt hat, ist überfällig. Sie sollte sich jetzt nicht in den alten Lagerkämpfen auflösen. An der Realität der lauten und leisen P...>> mehr
Kann mir bitte jemand helfen bei der Einschätzung von Charlotte Roche? Was möchte sie eigentlich repräsentieren?
Nehmen wir die Interviews mit Roche im SPIEGEL (8. Aug, S. 108-114) und im ZEIT-MAGAZIN (11. Aug, S. 10-15) der letzten Woc...>> mehr
Wo sind sie bloß, die jungen deutschen Intellektuellen? Man hört nicht viel von ihnen in letzter Zeit, trotz Finanzkrise, empörter Jugend in Kontinentaleuropa, Plünderungen in England, Revolutionen in der arabischen Welt. Neue Krisen wer...>> mehr
"Sie haben zum Beispiel Nachbarschaftsgärten in ihren Stadtvierteln gegründet. Dort versorgen sie sich selbst mit frischem Gemüse, mit guten Gesprächen und der Gewissheit, sinnvollen Tätigkeiten nachz...
Ich glaube auch nicht, dass man eine ganze Wirtschaftsordnung neu sortieren könnte, indem man einfach eine Initiative wie die urbanen Gärten eins zu eins ins Große kopiert. Aber man kann sicherlich Wesentliches herausziehen und als gute Anregung für das eigene ökonomische Handeln nutzen. Dann würden Kommunikation, Kooperation und Solidarität zum Beispiel darin wieder wichtiger werden. Aus dem Fabbing-Gedanken wiederum kann man mitnehmen, dass es möglich und wünschenswert ist, mehr selbst zu produzieren. Usw. Das neue Große beginnt im neuen Kleinen. (Oder sagen wir: im wiederentdeckten Kleinen, denn viele Ideen sind, wie Red Bavarian schreibt, tatsächlich alte Ideen.)
Lieber Peter Plöger Also – nun habe ich den Roman gehört, nicht gelesen, und habe dabei viel nachgedacht wie ich darüber denke. Hier ein Versuch. Am dichtesten finde ich die Sprache und Erzählung, a...
Vielleicht spitze ich meine Fragen nochmal zu: Wenn Frauen sich in Roches Figuren wiederfinden, erkennen sie dann ihre eigenen Neurosen, Traumata, usw. wieder (und sind erleichtert, dass sie damit nicht allein sind) oder sehen sie ein Bild weiblicher Emanzipation (und fühlen sich bestärkt)? Beides mag auf ein verändertes Selbstbild hinauslaufen, aber ist auch beides ein Fortschritt für die gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen? Und wie kann Roche überhaupt glaubwürdig mahnen, ein Vorbild sein, etc., wenn sie ein Authentizitäts-Fake-Spiel spielt.
Lieber Peter Plöger Also – nun habe ich den Roman gehört, nicht gelesen, und habe dabei viel nachgedacht wie ich darüber denke. Hier ein Versuch. Am dichtesten finde ich die Sprache und Erzählung, a...
Wenn alle das Buch auch so augenzwinkernd lesen: Alles klar! Und wenn der eine oder die andere dabei lernt, sich von dem schäfischen Glauben an das Zertifikat-an-der-Wand-Expertentum zu emanzipieren: Um so besser!
Lieber Peter Plöger Also – nun habe ich den Roman gehört, nicht gelesen, und habe dabei viel nachgedacht wie ich darüber denke. Hier ein Versuch. Am dichtesten finde ich die Sprache und Erzählung, a...
Ich bleibe beharrlich: Wo genau liegen die Chancen, dass Roche mit "Schoßgebete" etwas zur Emanzipation von Frauen beiträgt? (Das ist keine Gegenrede. Ich würde gerne wissen, wie die Community das Thema einschätzt.)
Was mich gerade an Roches Auftreten interessiert ist: Authentisch oder nicht - Roche schreibt mit Elizabeth Kiel eine Figur, die als Neurotikerin beschrieben wird und sich auch als solche verhält. "Sex gegen die Angst" zum Beispiel ist tatsächlich ein Programm, dass Menschen, die unter Persönlichkeitsstörungen leiden, fahren, um ihre starken, unangenehmen Gefühle wenigstens zeitweise kontrollieren zu können. Die Alarmsirenen gehen in dem Moment bei mir an, wenn ich höre, dass eine solche Figur (egal, wie viel echte Charlotte Roche darin steckt) eine Art literarischer Alltagsbegleiter für Frauen mit ihren alltäglichen, aber eben nicht neurotischen oder auf Persönlichkeitsstörungen beruhenden Problemen wird. Da liegt ein kategorialer Unterschied: Probleme, die auf ein Trauma oder eine psychische Störung zurückgehen auf der einen Seite, Probleme, die theoretisch jede(n) betreffen können, auf der anderen Seite. (Sicher: "normal" zu "Neurose" ist genau genommen ein Kontinuum.) Was bedeutet es, sich an einer neurotischen Frauenfigur zu orientieren, wenn das eigene Leben nicht von neurotischen Erfahrungen geprägt ist? Welchen Gefallen tut man der Emanzipation von Frauen, wenn ein durch Persönlichkeitsstörungen geprägtes Verhalten vorbildhaft sein soll?
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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