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Zitat: Es hilft - da hat Biller in seinem Fazit schon ganz recht - nur ein groß angelegtes Entossifizierungsprogramm. Zitatende
Aber aber, keine Bange, das läuft doch wie verrückt. Brandenburgs Schüler werden gerade alle nach Bayern verschickt, weil die dort besser über den Osten Bescheid wissen. Keine Sorge, das Jahr ist - leider - noch lang. Da wird noch massenweise entossifiziert. Nur, die verschätzen sich, die innerdeutschen Kammerjäger. Die Ossis sind pfiffig. Die geben - zum Fenster raus - Bekenntnisse ab zu mehr Individuum und gepflegtem Abweichen von der Masse und murmeln ordnungsgemäß "„De Freiheid is ja immor de Haubtsache“. " (Thomas Rosenlöcher) Aber tief drinnen sind die unheilbar kollektivistisch. Vielleicht hilft ja ein geistiges Konjunkturprogramm, eine Abwrackprämie für überholte Mentalitäten. Aber sie zahlen so schlecht. Und sie zahlen immer diese Forschungsinstitute aber nicht die Menschen, die erforscht werden. Kurzerhand - es ist ein Jammer. Der Blogbeitrag aber hat mich amüsiert. Magda |
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Genau!
Da ich in der ehemaligen BRD sozialisiert worden bin, durfte ich im Kindergarten ganz allein aufs coolste, freieste Töpfchen der Welt. Das war ja so viel besser! Ich konnte nämlich immer z.B. "Flipper " oder die tolle "ZDF-Hitparade" im Fernsehen angucken. Das hat meinen Individualismus richtig gefördert. Dazu lernten wir natürlich auch diese differenzierte Sicht auf die Welt: Im Atlas gab es "Deutschland". Rechts davon die "Sowjetische Besatzungszone", und noch rechter Gebiete "zur Zeit unter polnischer Verwaltung" oder "zur Zeit unter sowjetischer Verwaltung". Das war ja nicht zu reaktionär, nur ein bisschen! Deshalb bin ich ja auch kein Nazi oder anderer Duckmäuser geworden. Und daher kommt es natürlich, dass wir hier im Westen immer schon so ganz frei von Neonazis waren (hier verweise ich auf meinen Kommentar zu dem Blogbeitrag "Perverse Geschichte" von quenzel, wo ich dies detailliert nachweise). Zum Glück konnten wir uns im coolsten und freiesten Westen wenigstens erfolgreich gegen die bundesweite Einführung des Ampelmännchens zur Wehr setzen. Beim grünen Pfeil hat das ja nicht so gut geklappt. Damit hat der Osten uns aber gründlich überrrollt! Und wie die westliche Industrie heimlich unterwandert wurde, indem sich fast alle östlichen Betriebe für eine symbolische Mark haben aufkaufen lassen. Mann, o Mann! Ganz schön subversiv! Nicht zu vergessen, haben die Ossis den Wessis damals all die schönen alten Autos überteuert abgekauft, und so hat der Osten die westlichen Autobesitzer vorausplanend um die Abwrackprämie geprellt! Und dann hat der Osten uns noch um die sauer erarbeitete Rente gebracht, indem er den dicken Helmut, den Kanzler des Einheitsbreis, für die Vereinigungskosten die Rücklagen der Rentenversicherung auflösen ließ. Ein Lehrstück der kommunistischen Hinterlist! Zum politischen Personal: Kaum noch jemand aus dem Westen in verantwortlichen Positionen, außer Wolfgang Schäuble, diesem Bollwerk gegen Stasi-Methoden der Bespitzelung. Vor '89 wussten wir im Westen ja nicht mal, wie Online-Durchsuchung geschrieben wird. Und wie die Montagsdemonstranten damals unsere coole, freiheitliche Demokratie mit dem Slogen "Wir sind das Volk" zersetzen wollten. Welche Perfidie! Das Volk - das waren doch wir hier im Westen, und eigentlich sind wir es doch immer noch, oder? Nee, da bin ich aber wirklich froh, dass wir in diesem Jahr endlich einmal mit der Nase auf diese Verfehlungen und Nachteile des Ostens und der Ossis gestoßen werden. Vor allem so gegen den 9. November hin, wenn die Bundestagswahl vorbei ist und man nicht mehr um Stimmen aus dem Osten buhlen muss. Gut, dass es noch aufrechte Menschen gibt, die eine Lanze für den armen, unterdrückten Westen brechen. O Biller, wir danken dir! |
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Ohne Maxim Biller in der FAS gelesen zu haben, aber oft hat er außer Provokation nichts (mehr) auf seine Fahne geschrieben.
Hätten sie damals in Leipzig etwa alle "Wir sind ein Ost-Volk!" rufen sollen, um 's ihm recht zu machen? Dieser Blog-Beitrag ist gut, aber kleinere Häppchen (sprich: mehr Absätze) wären für Leser wie mich leichter zu verdauen. Sonst besteht die Gefahr, dass die zentrale Botschaft im Textmeer untergeht... Enno von Friedland |
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Hallo, ich habe das erste mal hier gebloggt und habe im Editor auch Absätze gemacht, aber irgendwie wurde das online nicht angezeigt. Hat jemand eine Idee, woran das liegt? Auch wollte ich Billers Artikel sowie den Artikel in der Süddeutschen verlinken (s. Kommentar von Streifzug) aber auch die Linkfunktion habe ich nicht gefunden. Nun gut, auf jeden Fall danke für Eure Kommentare und die Anregungen.
Noch ein Wort zum Wendejubiläum: Ich freue mich auf die gerade wieder aufflammende Debatte über die DDR. Dazu gehören auch so unqualifizierte Artikel wie der von Biller. Man sollte es nutzen, um seine Ansichten und Argumente auszutauschen. Ich glaube, dass Ossis und Wessis einander noch immer nicht verstehen und oft nciht verstehen wollen. Man sollte die Möglichkeit, miteinander zu reden und zu streiten aber nutzen. Nur so kann man sich besser kennenlernen. |
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Der Editor hatte ein am Wochenende ein paar Fehler. Funktioniert es, wenn Du sie nun nachträglich einarbeitest?
Ansonsten versuch es mal mit html-tags. Dazu wechselst Du in die html-Ansicht (das Symbol mit den blauen spitzen Klammern, das Fenster öffnet unter dem eigentlichen Textfeld) Für einen Absatz sehen die so aus "< br >" (ohne die Anführungszeichen und Leerzeichen) und für eine Leerzeile dann entsprechend zwei mal. Das Linksymbol war am Wochenende auch kurz verschwunden. Es ist aber nun wieder da. Du kannst, was Du verlinken willst nun einfach markieren, auf das Linksymbol klicken und die Url in dem Fenster einfügen Viele Grüße Tessa |
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Toll geschrieben. Die Kommentare in der FAZ auf den Artikel sind stellenweise auch recht gesalzen.
Der Artikel liest sich wie eine Auftragsarbeit zur Munitionsbeschaffung für die kommenden Debatten vor der Wahl. Um im Stil von Biller zu bleiben: Es erscheint mir wie eine goebbelssche Aufmunitionierung gegen den bösen Kommunismus. Es gibt auch einen Grund sich über den Artikel zu freuen: Er offenbart Strategie und Schwäche. Wer die kruden Argumentationsketten kennt, kann sich wappnen. Deutsche deprimierende Republik Von Maxim Biller www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA5429A182360/Doc~E268B034D9E5745B48131BFF63261828A~ATpl~Ecommon~Scontent.html Ein Schlappschwanz klagt an www.sueddeutsche.de/kultur/158/462771/text/print.html |
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Mit "der, den Artikel" ist immer der Artikel von Biller gemeint. Den finde ich unsäglich. Der Artikel von Provinzkind ist toll. Ich habe es etwas missverständlich formuliert.
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Ich musste beim Lesen dieses gelungen Artikels an den Spruch eines Lehrers denken, der uns Achtklässler mit seinem "Wir sind `n Volk" beglückte. Es war 1989 und der Sinn seiner Aussage erschloss sich mir erst beim Anblick der vielen Schwarz Rot Golden Fahnen, die man bei uns in der Provinz freudig hin und her wedelte. Ganz Provokative hatten die DDR Kennung (Hammer, Sichel, Ährenkranz) einfach ausgeschnitten und es klaffte ein gewaltiges Loch im Herzen der noch geteilten Nation.
Die überdiemensionalen Autos mit dem Stern, das ganze Hi-Fi Gedöns und die "Gurke", die Zonengaby für eine Banane hielt, ersetzten urplötzlich 40 Jahre "Made in GDR". Der Ossi, dem der Mangel an Top-Produkten jahrelang auf die Ketten ging, vergnügte sich verständlicherweise im Kaufrausch. Helmut Kohl war der Sandmann, der kübelweise und ohne Unterbrechung Schlafsand über die Leute verstreute. "Träume süss, du dummer Ossi." Jetzt kommt erneut ein Westpaket in Form von Herrn Biller. Ein provokativ verpackter Sprengsatz, den die Ostdeutschen schleunigst wieder gen Westen schicken sollten. Denn wir brauchen doch immer noch "Care-Pakete" und keinen Diss. Von dem Diss werde ich nur wütend, aber noch lange nicht satt. |
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Nee, da bin ich anderer Meinung. Wir brauchen keine "Care-Pakete", wir sind selbstbewusst und alt genug, auf eigenen Beinen zu stehen. Vor allem sind wir reif genug, uns mit dummen Kommentaren, wie dem von Biller, auseinanderzusetzen und dagegen zu halten. Die DDR ist seit 20 Jahren weg. Alles was danach geschah, lag in der Verantwortlichkeit der handelnden Personen aus Ost UND West. Da irgendeiner Seite eine Schuld oder ähnliches zuzuschieben ist lächerlich.
Die Mauer in den Köpfen mit Macht wieder aufzubauen, so wie Biller es tut, ist ebenso lächerlich. Herr Biller, ich bin Jahrgang 1981, meine Freunde sind Wessis und Ossis, Europäer, Amerikaner und Afrikaner. Und das schöne ist: ich beurteile sie nicht danach, woher sie kommen, sondern danach, was sie tun. |
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Natürlich braucht der Osten keine Care-Pakete. Das habe ich ironisch gemeint.
Wenn es falsch rübergekommen ist, bitte ich um Entschuldigung. |
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wenn jeder ossi so herumjammern würde wie biller ... wer ist eigentlich biller?
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Ein Gedanke über das Vergangene hinaus, bewegt mich schon länger:
Ich behaupte und befürchte, dass das vielgescholtene und verurteilte Modell >DDR< , in Anbetracht der künftigen Gefährdungen und Probleme, noch so manche Regierende auf dieser Welt in Versuchung führen wird. Vermeintliche und tatsächliche äußere und innere Bedrohungen des Staates werden zunehmen. In den Schubkästen liegen die Notstandsgesetze parat, die in solchen Fällen die zu unbewegliche und den Problemen angeblich nicht gewachsene Demokratie ablösen und effektives Handeln zum Wohle aller Bürger sichern sollen. Die Medien, voran die FAZ undFAS, werden die Notwendigkeit dieser Maßnahmen erläutern, die Politiker beschwören, dass sie damit nur ihrer Obhutspflicht gegenüber den Bürgern nachkommen. Die schon lange vorbereitete Kontrolle der elektronischen Netze wird aktiviert werden, einschließlich der Nutzung nichtöffentlicher Videoanlagen. Post- und Fernmeldegeheimnisse gelten nicht für die, die eine freiheitlich demokratische Grundordnung in Frage stellen, was jeder einsieht. Wer das ist, definieren die Notstandsgesetze. Zum Schutze der FDGO wird Mitarbeit in allen Schutzorganen in jeder Form als honorige Bürgerpflicht deklariert und dafür geworben werden. Ein gewisser McCnabe übernimmt mit Eifer dieses wichtige >Heimatschutz-Ministerium< und versichert, dass er trotzdem alle liebe. Und fast alle begreifen, dass das nur eine notwendige Übergangszeit ist, bis wieder die normalen Verhältnisse einer sozialen demokratisch legitimierten Marktwirtschaft funktionieren werden. Außer den Ossies, die mit einem geqälten "..ach nein, nicht schon wieder" sich verweigern werden. Hoffentlich. Und: Es gibt nicht nur Biller. Wer ernsthaft darüber nachdenken möchte, sollte Anderes lesen. www.neues- deutschland.de/suche/?and=Schorlemmer&search=1 salute. NN |
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Keine Aufregung, liebe Gemeinde! - Ich habe den Artikel von Herrn Biller einem Arbeitskollegen zum lesen gegeben. Sein Fazit: Das ist Satire. - Belassen wir es dabei.
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Wunderbarer Kommentar von provinzkind, der auch sprachlich um einiges origineller ist als sein kritisierter Gegenstand. Biller ist das typische Beispiel für den geistigen mainstream eines Großteils seiner Generation und Herkunft; jene, die sich individuell geben und doch nur Teil der Mehrheit sind. Ihre Individualität wird in vielen Fällen durch das Tragen von dicken, schwarzen Brillen bestätigt. Biller, den besseren Menschen zugehörig (die, die nach seinen eigenen Aussagen sogar besser Weihnachten feiern als die dämlichen Restdeutschen) und von einem Sendungsbewußtsein und Ego besessen, das seiner Intelligenz proportional nicht entspricht, verdient eigentlich ob seiner geringen Tiefe keinen Kommentar. Nur dann hätten wir auf den Text von provinzkind verzichten müssen...und der hätte mir gefehlt.
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Von Hass keine Spur, eher eine typisch brilliante Biller - Polemik . Es macht auch West-Ossis wütend wenn dieses verlogen kuschelige DDR Leben a la Schwafel-Sellering publik gemacht wird. Mag sein, dass in der DDR das Gefühl der Zusammengehörigkeit wuchs wenn der persönliche Stasi IM auch noch mit im Bettchen lag und erst nach einer hunderfünzig prozentigen Plansoll - Samenspende das ausgespähte Objekt an seine Führungsoffiziere verriet. Der Ex-DDR fehlt völlig ein 1968 da hat Maxim Biller recht. Wie es aber scheint, wird unsere BRD durch nicht mal subversive Politkräfte mächtig auf ostzonale Untertanenhaltung geschnitten.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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