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"Müllhalden der exhibitionistischen Jugendkultur" find ich jetzt ein wenig negativ formuliert. Diese Plattformen wurden ja nicht erfunden, damit detailgeile Journalisten da zum "Witwenschütteln" vorbeischauen können.
Aber ich versuche mir gerade vorzustellen, wie das Geiseldrama von Gladbeck abgelaufen wäre, wenn es damals schon twitter gegeben hätte. |
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Das habe ich deshalb negativ formuliert, weil gerade die Jugendlichen noch nicht wirklich wissen, wie weitreichend ihre Offenheit sein kann. Witwenschütteln ist dank dieser Entwicklung noch einfacher und auch anonymer geworden. Man braucht nicht mehr vor der Haustüre stehen, sondern kann sich die gewünschten Inhalte erst einmal "besorgen"...
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Auf die reelle Gefahr hin, mich furchtbar bloßzustellen: was genau ist denn "Witwenschütteln"?
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Mit "Witwenschütteln" bezeichnet man das mitunter skrupellose Vorgehen von Journalisten, um Fotos und Informationen von Personen zu ergattern. Dabei klopfen sie meistens bei Nachbarn oder Verwandten an und nutzen alle erdenklichen Mittel, um die geforderten Infos zu bekommen.
Häufig handelt es sich dabei um Verstorbene, aber auch Täter und Opfer von Strafhandlungen. |
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Auch nicht schlecht. Wie eine Tragödie doch einer neuen Darstellunsgform im Netz als Schub dienen kann.
http://twitpic.com/203ve |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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