Ein untrügliches Zeichen der politischen Krise ist es, dass in ihr so verzweifelt nach Inhalten gefischt wird. Als gingen der Politik die Inhalte aus. Man ahnt längst dass die wahren Entscheidungen ganz woanders als in der politischen Sph&aum...>> mehr
„Kommenden Sonntag werden die beiden Kanzlerkandidaten Deutschlands sich zur ersten, letzten – und einzigen – Fernseh-Debatte vor der Bundestagswahl treffen. Diese Debatte bietet sowohl Frank-Walter Steinmeier als auch Angela ...>> mehr
Ich traf heute zufällig eine alte Bekannte, eine Blondine der SPD, die im Wahlkampf steht hier und faucht und doziert, dass es eine Art hat.
Ich wusste gar nicht, dass Du derartig engagiert bist, sagte ich.
Jaja, schon lange.
Sie...>> mehr
Beim letzten Donaufest, in Ulm im Haus der Donau, erzählte uns eine bekannte Übersetzerin aus dem Kroatischen, einiges aus der Schatulle ihrer Erfahrungen mit großen deutschen Literaturverlagen. Empfehle sie ein großes Buch,...>> mehr
Der neue Star der politischen Szene, Karl-Theodor Freiherr von und zu Guttenberg, tritt wie ein stiller Messias auf, bußfertig, zur Demut mahnend, die christlichen Werte der Familie und der Arbeit hochhaltend. Nichts erinnert mehr a...>> mehr
das klingt sehr plausibel, ist aber vermutlich ganz falsch. Herr Augstein müsste moralisch rechtfertigen können, wie man ein meinetwegen "steinzeitliches" Volk, dem man doch gestern noch helfen wollte, jetzt im Stich lassen kann gegen diese wirklich grauenhaften Talibane? Wir lassen sie im Stich, das spürt auch die Bundeswehr, aber wir mogeln uns um die eigentlich moralisch prekäre Geschichte. Wir sorgen uns um die eigene saubere Weste, die immer mehr von Blut bespritzt werden könnte. Wieso waren wir nur so blöd, so mitleidig, so duselig in humanen Fragen,was kümmern uns die Frauen, die Opfer der Talibane? Räumen wir doch lieber mit den Kinderschändern hierzulande auf.. Aber wie jetzt hartherzig einfach rausgehen, wissend, dass hinter uns der Terror der Talibane von neuem beginnen wird? Am besten wir machen Todenhöfer zum Präsidenten von Afghanistan. Auf ihn hören die Talibane wahrscheinlich. Oder?
ja, zur Einnerung braucht man Zeit, die den Autoren hier nicht mehr zugestanden wird. Man treibt sie zur Produktion. Schnell schnell, jetzt ist dieses Thema aktuell, also ran an die Textbulette. Unmenschlich, Kulturbarbarei statt Buchkultur. Was Sie, Jayne, mit dem Wort "verwahren" andeuten, sozusagen als unberührbares Herzstück der Erinnerung, ist des Pudels Kern. Dazu wäre noch einiges zu sagen. Liebe Grüße Quenzel
ob lechts, ob rinks, wie Ernst Jandl schon sagte,geschenkt die Begriffe von anno dunnemal, Hartmann und Frey als Buhmänner oder Publikumsdiener, Rothschild zeigt uns immer tapfer, wo der Feind sitzt und wie er heißt,- alles preiswürdig und meinetwegen recht links. Zeitgeistresistent. Aber "ein ambitioniertes, strukturiertes, der gesellschaftlichen Wirklichkeit von heute verpflichtetes" Theater klingt viel zu schön, um wahr zu sein, wird es nie geben. Nichts als eine gut gemeinte hohle Phrase. Quenzel.
jaja, diese viel gerühmte Konsensdemokratie schwächt die Kunst und vornehmlich das Theater.Die Jungen haben von den 68ern überliefert bekommen, dass Theater irgendwie politisch sein müsse, das hat sie verwirrt und da sie keine geborenen Radikalinskis mehr hervorbringen kann, bleibt ihr nur der Eierkuchen, meint sie. Es gäbe ja noch die Poesie,freilich wie fände die Jugend zu ihr, da sie doch nur mit Rockmusik und Fantasy-Romanen aufgewachsen ist. Sie liest auch den Kanon, von Sophokles bis Elke Heidenreich, wie solche Fantasygeschichten. Und die Welt der Bretter, die wenig mehr bedeuten, gestaltet diese niedliche Jugend zu einem Abenteuerspielplatz um.Es wäre interessant, wenn eines dieser jungen Kraftgenies- weiblich oder männlich, egal- enmal eine Shakespearetragödie, am besten ein Römerdrama, im Legoland oder im Asterixgelände am Münchner Königsplatz probieren wollte.Da käme man auf eine heiße Spur,vermute ich.
Verehrter Volker Corsten, das haben sie jetzt aber zu wichtig in ihren Geheimnissen gekramt.. Wo liegt denn "das Schützens-und Unterstützesnwerte" genau, nach Ihrer Meinung? Sagen Sie das bitte doch deutlicher. Quenzel
Warum sie an Barack Obama hassen, was wir lieben. 2012 steht in den USA im Zeichen des Präsidentschaftswahlkampfs und auch Europa schaut gespannt zu. Christoph von Marschall erklärt die unterschiedlichen politischen Kulturen dies- und jenseits des Atlantiks und entlarvt typische Vorurteile auf beiden Seiten
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