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In Ungarn sind heute 300 Frauen und Kinder aus dem Dorf Gyöngyöspata in ein Ferienlager evakuiert worden, da die Vereinigung "Vederö" (Schutzmacht, Wehrkraft) in diesem Dorf über Ostern eine Übung abhalten will.
Nach Angaben der Regierung Orban, die in dieser Woche eine neue Verfassung mit allerchristlichster Präampel im Parlament durchsetzte, war die Reise der Frauen und Kinder schon seit längerem geplant. Allerdings erfuhren die betroffenen Menschen erst gestern von dieser von der Fahrt ins Lager.
Orban ist gerade oberster Repräsentant der Europäischen Union.
gyongyospatasolidarity.wordpress.com/
derstandard.at/1303291269282/Rechtsradikale-trainieren-Roma-fluechten
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Roma, die Palästinenser der EU, hat man einfach vergessen auf der blauen Fahne mit den Sternen.
Eigentlich eine Schande für das Land aus edler Salami und Letscho. Aber kein nur-ungarisches Problem, leider. |
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In Ungarn geht es meiner Ansicht nach schon um mehr als als bei Sarkozys fieser Abschiebungspolitik. Da werden mit Billigung undf freundlicher Unterstützung seitens der Regierung Grenzen des Diskurses über Minderheiten mit dem Ziel der rechtlichen Ungleichstellung ausgetestet.
Auch wenn mittlerweile, wie es scheint, das "Trainingslager" der Vererö durch die Polizei aufgelöst wurde, misstraue ich der Orban-Regierung. Diese höhlt mit altbekannten Konzepten eines übersteigerten Nationalismus mit religiöser Überhöhung die Gewaltenteilung und den Rechtsstaat aus. Orban, so erscheint es mir. sieht sich eher in der Tradition des Reichsverwesers, der schließlich den ungarischen Nazis weichen musste, als dass er demokratische Mindeststandards respektieren würde. Im Gegensatz zu Berlusconi macht Orban wirklich Politik, das macht ihn gefährlich wie in einer anderen Ecke des vergangenen Kakaniens die Lega Nord. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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