hardob

Blog von hardob

17.05.2011 | 08:57

Nun doch: Auch FDP für Mindestlohn

Im Gegenzug dürfen die Arbeitgeber auf Betriebsstättenebene bzw. im Arbeitsvertrag bestimmen, wie lange eine Stunde dauert.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
KalleWirsch schrieb am 17.05.2011 um 09:35
Wie wäre es mit Lichtstunde? Das ist zwar ein Längenmaß, aber es hört sich so positiv an.
Und das Licht legt in dieser Zeit 1,1 Millionen Kilometer zurück. Daran kann sich der gemeine Prolet dann ein Beispiel nehmen. Das hat Vorbildfunktion.
hardob schrieb am 17.05.2011 um 10:05
Freilich: Lichtstunde, Sonnenrad, Lichterdome, für manche Beschäftigte mag das sein wie ein innerer, hier zitiere ich Frau Müller-Hohenstein, Reichsparteitag, für den er gerne seine Arbeitskraft und sich selber hingibt.

Aber sehen wir es rational:

1. Es ist doch bekannt, je älter man wird, desto schneller vergeht nach dem subjektiven Empfinden die Zeit.

2. Je älter Arbeitnehmer werden, desto höher der Lohn.

3. Dies führt zu unerquicklichen Konflikten, wenn bei Schlecker (als Beispiel) MItarbeiterinnen, die schon über ein paar Jahre im Lädchen stehen und tarifmäßig teuerer geworden sind, als unnütze Kapitalverzehrer der Laufpass gegeben werden soll. Dieser Aufwand, - versteckte Kameras auf den Clos, Detektive, falsche Aussagen vor dem Arbeitsgericht (mit dem Risiko, dass diese auffliegen und die Reputiation schädigen,) - liesse sich vermeiden, wenn

4. pro Jahr der Betriebszugehörigkeit, die Stunde um 15 Minuten verlängert wird und damit nicht nur zum subjektiven Wohlbefinden der Mitarbeiterin beiträgt, ("endlich vergeht die Zeit wieder so langsam, wie damals in der schönen Jugend, als ich noch ... " sondern mehr noch

5. ein sozialer Frieden einkehrt, wie er jedem Politiker, jeder Politikerin einschlägiger Parteien, ob promoviert oder nicht, am Herzen liegt. (Und die Arbeitsgerichte wären auch entlastet.)
merdeister schrieb am 17.05.2011 um 11:05


Wort

Das Licht legt in eine Stunde 1.100.000.000 Km zurück.
merdeister schrieb am 17.05.2011 um 11:09
Nun würde ich gern noch einen Vorschlag zur Sache machen.

Die Idee mit der kalten Zeitprogression ist einerseits bestechend, auf der anderen Seite sehe ich einen erheblichen Verwaltungsafwand.

Wie wäre es mit einer Wochenstundenhöchstanrechnungsgrenze für Mitarbeiter, die den Mindestlohn bekommen.
tlacuache schrieb am 17.05.2011 um 11:29
Nicht schlecht:
eine Lichtstunde (1 Lh) 1 079 252 848,8 km

ein Lichtjahr (1 Lj) (365,25 Tage) 9 460 730 472 580,8 km ~ 9,5 Billiarden Meter ~ 9,5 Billionen km

aber dass ist so abstrakt:
Viel wichtiger ist dem deutschen Volk:
"Aldi Süd RIGGANO® Edel-
Salami-Pizza, 3 Stück 1.050-g-Pckg. 2,49"

oder:

"Aldi Nord Kinder-Eis Simsalabim
Kinder-Eis Simsalabim
je 608-ml-Pckg. 1,99"

Nich' überfordern!...

Zum Mindestlohn:
Ich habe gestern meinen Mitarbeitern die Arbeitszeit von 17.5 h auf 18 h erhoeht, die faulen Säcke, die kommen sonst noch auf falsche Gedanken und blasen alsbald zum Umsturz der Produktivkräfte (...meiner Einer...)...
KalleWirsch schrieb am 17.05.2011 um 11:39
@merdeister
Lieber Klugscheißer,

Billionen, ich gebe zu, es ist etwas peinlich falsch bei Wikipedia abzuschreiben. Aber ich habe ja dich, um mich zu korrigieren. Was wäre diese Welt ohne Klugscheißer;)))
hardob schrieb am 17.05.2011 um 12:15
Eine Kombination aus kalten Zeitprogression (kZ und Wochenstundenhöchstanrechnungsgrenze(nverordnung) (WHV) würde den Interessen der teutschen Weltmarktanführerwirtschaft (DWM) sicherlich sehr entgegenkommen.
Mittels eines Forschungsauftrag an die Wirtschaftsfakultät der Uni Mannheim ließe sich schnell ein kleines leicht bedientbares Computerprogramm entwickeln, das auch dem Subsubsubsubsubsubsubsubunternehmer im Bauhauptgewerbe die sofortige Feststellung des wöchentlichen oder monatlichen Mindesthöchstlohns im jeden Einzelfall ermöglichen würde. Der Verwaltungsaufand wäre gering. Um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden, sollte eine Übertretung des Wochenmindesthöchstlohnsgebots gesetzlich und strafbewehrt ausgeschlossen werden. Im Sinne eines fairen Wettbewerbs muss jedoch eine Unterschreitung des Wochenmindesthöchstlohns zu jederzeit gestattet sein, da sonst Arbeitsplätze in Gefahr gerieten in sog. Billigstlohnländer mit ausgebauter Arbeitslager- und Strafanstalteninfrastruktur exportiert zu werden. Im Bereich dieser Infrastruktur hat die Bundesrepublik trotz schier einmalig historischer Erfolgserfahrungen noch Nachholbedarf. Das Arbeitsministerium sollte schnellstens eine Expertenratsrunde einberufen, die dieses Manko der deutschen Wirtschaftsverfassung durch Gesetzesvorschläge beseitigen soll.
paulart schrieb am 17.05.2011 um 14:18
Wie hoch wollen denn die Röslers den Mindestlohn festsetzen? Schätze mal 4,99 Euro - das wäre in Cent, was diese blau-gelben Kita-Gewächse zur Zeit an Prozent bekommen würden. Und hoffentlich keinen Cent mehr!
hardob schrieb am 17.05.2011 um 15:40
Charmant, lieber paulart, doch auch gefährlich, den Mindestlohn an die Wahlergebnisse der FDP zu koppeln. Das mag gegenwärtig angehen, da keine Bedrohung der Gewinnerwartungsprognose von diesen Zahlebn ausgehen mag. Aber stellen Sie sich vor, die Geringfügiglohnempfänger kämen dahinter, wie sie ihr monatliches Salär leicht erhöhen könnten. Dann käme diese Partei auf geschätzte 30%, wie soll die Wirtschaft dann noch funktionieren? Die Frankfurter Börse ginge so in den Keller, dass auch eine Tiefgarage dort keinen Platz mehr hätte. Dann müssten die Porsches und Bentleys auf der Straße parken, wo sie dem Zugriff jedes möglichen Streichholzes und Feuerzeuges ausgesetzt wären, dessen Inhaber mit der Kretschmann'schen Forderung nach weniger Autos Ernst macht.. Nicht auszudenken.
paulart schrieb am 17.05.2011 um 19:16
Lieber hardob,
da muss ich hundertprozentig etwas übersehen haben. Ich starte meine politische Karriere nochmals von vorn. Aber in einer anderen Partei.
hardob schrieb am 17.05.2011 um 20:10
Relaunches>/em> sind gerade und auch hier sehr angesagt, lieber paulart. Sie befinden sich in bester Gesellschaft.
Fro schrieb am 17.05.2011 um 18:37
Um mögliche Zeitverwirrungen (subjektiv gefühlte Störung des Raum-Zeit-Kontinuums) der Lohnabhängigen bei einer Stundenverlängerung zu vermeiden, schlage ich vor, die Differenz zur Realzeit von den Wochenenden und vom Urlaub abzuziehen – aufs Jahr gesehen kommt es dann wieder hin. Ein Urlaubs-oder Wochenendtag hätte dann beispielsweise 6 Real-Stunden – bzw eine Urlaubs-oder Wochenendstunde 15 Minuten.
hardob schrieb am 17.05.2011 um 20:04
Dieser Vorschlag zur ökonomischen Effizientzsteigerung schreit geradezu nach dem großen Preis des deutschen Außenhandels und das Nobelpreiskomitee (Wirtschaft) sollte sich stärkstens damit beschäftigen.
hardob
Mir is grad fad
Ort:
Nürnberg
Mitglied seit:
2 Jahre 36 Wochen
Zuletzt aktiv:
29.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 35
Kommentare: 1074
Mein Projekt:
Logbuch
18:05
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:04
antares56 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:58
Nur mal so hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:55
KarinL. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:43
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG