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... würde ich mir nach meinem Freispruch einen Blog im Onlineangebot einer Zeitung einrichten, die ich sehr schätze und unter einem Pseudonym der deutschen Öffentlichkeit sagen, was ich von ihr halte, was mich vom gewöhnlichen Fernsehzuschauer unterscheidet und wieviel Alice Schwarzer an meinem Prozess verdient hat.
Was immer Ihr mich auch nennt... Was wisst Ihr schon? Ihr könnt immer nur die Bewertungen anderer Leute bewerten, da Ihr selbst der Wirklichkeit viel zu weit entfernt sitzt. Alles, was Ihr während des Prozesses ungefiltert von mir wahrgenommen habt, waren ein paar kurze Videoaufnahmen - und selbst die habt Ihr Euch von sogenannten Experten interpretieren lassen.
Ihr müsst eine Meinung haben! Es geht um Vergewaltigung! Wie kann man sich da einer Meinung enthalten?! Ihr braucht Sicherheit und konsumiert alles, was Ihr kriegen könnt, um der absoluten Wahrheit näher zu kommen. Ihr könnt nicht damit leben, dass ein Mann, der Euch im Fernsehen auf so sympathische, schnoddrige Weise das Wetter vorhergesagt und erklärt hat, ein Vergewaltiger ist. Wie kann man sich nur so in einen Menschen täuschen?
Es würde mich nicht wundern, wenn Ihr schon am Tag meiner Verhaftung mit mir abgeschlossen und all die guten Erinnerungen an mich weggeworfen hättet, ganz egal ob ich schuldig befunden werde oder nicht. - Die Köpfe der Bürokraten lassen In Dubio Pro Reo walten, aber dem warmen, weichen Herz der Masse ist Zweifel ein ewiger Einwand. Allein die Tatsache, dass es faktisch möglich war, mich der Vergewaltigung zu bezichtigen, trübt für immer Euer Herz, denn Herzen wollen bedingungslos lieben und können nicht verzeihen. - Der Prozess gegen mich stellt die größte Zäsur in meinem Leben dar: nun bin ich ein freier Mann, mir konnte kein Verbrechen bewiesen werden, und ich kann mich nie wieder im Fernsehen sehen lassen.
Und Ihr wendet Euch wieder Eurem Alltagsleben zu: arbeitet hart für oder um einen Job, kümmert Euch um Menschen, regt Euch über Dinge auf, die irgendwelche mit Euch nicht identischen Menschen tun, habt Eure kleinen und großen Späße und Rausche, sehnt Euch nach Liebe oder genießt sie schon/noch, ärgert Euch darüber, in bestimmten Situationen nicht schlagfertig sein zu können, bereut bestimmte Handlungen, genießt den Sommer, macht Eure Wohnung sauber, fickt jemanden und spürt ab und an die Spannung zwischen "ich will" und "ich darf". - Ihr seid ganz normale Menschen - aber egal wie oft Ihr hört, dass diese oder jene prominente Person "ganz normal" ist, also "wie du und ich"... immer spürt Ihr irgendeine magische Distanz zwischen Euch und den Leuten, die es im Fernsehen zu einer mehr oder weniger großen/relevanten Bekanntheit gebracht haben. Könnt Ihr Euch nicht vorstellen, dass Thomas Gottschalk sich einmal für einen Job beworben hat und auch mal Absagen kassiert hat? Dass der Sohn von Harald Juhnke seinem todkranken Vater die Windeln gewechselt hat? Dass Boris Becker herumflucht, wenn ihm jemand die Vorfahrt geschnitten hat? Dass sich auch Guido Westerwelle gern mal betrinkt oder herzlich über Serdar Somuncu lachen kann? Dass Dieter Bohlen sich nach einer wirklich großen, ewigen, allumfassenden Liebe sehnt (die er niemals in Musik darstellen könnte)? Dass Kai Diekmann seine Frau wirklich liebt - so naiv und leidenschaftlich wie es sich gehört? Dass Oskar Lafontaine erst 10 Minuten nach der Talkshow einfällt, wie er sich hätte besser und sympathischer ausdrücken können? Dass Amy Winehouse wegen eines peinlichen Fotos auf der Titelseite der "Sun" in Weinkrämpfen ausbricht? Dass sich Angela Merkel einfach mal stundenlang im Park sonnt? Dass Lukas Podolski sein Bett frisch überzieht und das Bad wischt? Dass Michel Friedman mit seiner Frau Sex hat? Dass Helge Schneider auch gern mal richtig ernsthafte, böse, perverse, gewaltverherrlichende Texte bringen würde, wenn er dafür nicht bestraft werden oder wenigstens seinen Ruf als Spaßanarchist verlieren würde? - Wir alle sind ganz normale Menschen, mit ganz normalen Gewohnheiten und Frustrationen und Leidenschaften. Manche von uns stehen in einer großen Öffentlichkeit (Politik, Fernsehen, Showbusiness, etc.), mache in einer kleinen (Familie, Schule, Arbeit, etc.) - wir sind alle gern glücklich, wir sind alle gern beliebt und verliebt, wir haben alle unsere Geheimnisse, wir haben alle einen Ruf zu verlieren, wir haben alle unsere vier Wände, in denen wir uns sicher fühlen und uns abschminken bzw. umschminken, keiner von uns ist immer gleich, keiner von uns ist immer offen und ehrlich, keiner von uns hat immer Lust auf das, was er ist, keiner von uns ist erhaben über einseitige, gefährliche Begehren, jeder von uns war mal ein Kind, niemand von uns hat das Kind in sich komplett erwürgt, jeder von uns wünscht sich, so frei und vital und behütet durch die Welt rennen zu können wie Kinder (die wir dafür offen oder heimlich beneiden), keiner von uns lebt ewig, die meisten von uns haben sich an ihre Schwäche und Angst und Moral gewöhnt und können sich beherrschen und funktionieren. Einige aber funktionieren nicht, einige von uns sind (für kurz oder lang) auf der schiefen Bahn. Einige von uns hinterziehen Steuern, einige von uns hintergehen Freunde, einige von uns fahren betrunken Auto und riskieren Menschenleben, einige von uns laden illegal Musik aus dem Netz, einige haben Mordphantasien, einige kiffen oder kaufen sich Klamotten, die Kinder in der Dritten Welt gemacht haben, um ihre Familien zu ernähren, einige zünden Autos von korrupten Bankern an oder schlagen Ausländer tot. Einige Dinge können wir verzeihen, andere nicht. Einige Dinge können wir unseren Freunden verzeihen, aber nicht Fremden. Einige Dinge können wir Freunden verzeihen, aber nicht unserem Partner. Einige Dinge können wir uns verzeihen, aber nicht anderen - und umgekehrt. Letztlich haben wir haben alle eine verschiedene Moral, weil wir alle einen anderen Geschmack haben. Dem einen schmeckt die Moral, dem anderen jene. Rational lässt sich eine Moral nicht begründen. Was dem einen eine erquickliche Lust, ist dem anderen ein giftiges Laster. Dem einen ist die Lust auf Schokolade nicht groß genug, um ihn zum Diebstahl bewegen zu können, der andere tötet aus Eifersucht seine Frau (ohne zu wissen, dass sie ihn niemals hintergangen hat). Jeder von uns ist unentrinnbar in seinem Schicksal verflochten und wir können nur hoffen, dass wir niemals passives oder aktives Opfer des Verbotenen werden, also darunter leiden, dass sich jemand Gesetzen widersetzt hat oder uns selbst Gesetzen widersetzen und Menschen schädigen.
Ich habe niemals in meinem Leben einen Menschen vergewaltigt. Ich habe oft mit Frauen geschlafen, die ich nicht liebte - aus purer Lust. Diese Frauen habe ich aber niemals gezwungen. Nach dem Sex fühlte ich mich meist sehr schlecht und habe mich geschämt. Sex ohne gegenseitiges Vertrauen, ohne emotionale Hingabe, ohne ein Gefühl von Ewigkeit, Heimat, Sicherheit, also: Sex ohne Liebe, wenn ich den Frauen etwas vormachte, ist für mich im Nachhinein meist immer eine peinliche Angelegenheit gewesen und die wenigen Ausnahmen rechtfertigen auf Dauer gar nichts. Liebe kann niemals von Lust ersetzt werden.
In den schlimmen Wirren des Prozesses habe ich erfahren, was wirkliche Freundschaft und Liebe ist - und worauf es in meinem Leben ankommt. Mit meiner Hochzeit habe ich mein Herumschweifen in der Welt endgültig abgeschlossen. Meine Frau hat mir alle Kraft gegeben, die ich brauchte - und ich freue mich auf eine glückliche Zukunft mit ihr. Wie diese im Detail aussehen soll, darüber möchte ich ersteinmal nicht nachdenken - und wenn ich nachdenke, dann werde ich es nicht öffentlich tun.
Es ist mir jedoch wichtig, an dieser Stelle einige Zeilen für jene zu hinterlassen, die meine Arbeit geschätzt haben und auch eine gewisse Sympathie für mich empfanden. Dies hier ist eine ganz persönliche Sache und hat nichts mit irgendwelchen Karriere-Gedanken zu tun. Ich wollte lediglich daran erinnern, dass ich auch nur ein Mensch bin, der wie jeder andere seine Fehler hat und auch sein Recht auf gewisse Fehler, sein Recht auf Lust und Verwirrung und Hass und Liebe - und Privatsphäre. Ich habe im Fernsehen gearbeitet, aber das bedeutet nicht, dass jeder, der mich mag oder auch nur mein Gesicht kennt, irgendein Recht auf mich hat, dass er auf den Bäcker von nebenan nicht hat.
Und was Alice Schwarzer angeht: fragt sie besser selbst, was Ihr mein Prozess gebracht hat. Mir glaubt Ihr ja ohnehin kein Wort.
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Hallo Rael,
Sie müssen Jörg Kachelmann sein, anders ist Ihr ausschweifendes Tratsch Gemoder im Banalen Sumpf der Medien nach solcher Dramatik und Choreografie ihres Prozesses mit dem Ergebnis Ihres Freispruchs nicht zu erklären. Deshalb: Hallo Jörg Kachelmann, Sie können also immer noch nicht das Kacheln lassen, die gewogene wie ungewogene Öffentlichkeit als Ihre Beute von Heute aus Ihren Händen zu lassen? |
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Es ist wichtig, dass man wenigstens manchmal, sei es noch so selten und noch so maskiert, offen redet. Nennen Sie es Tratsch oder Kacheln, lieber Herr Petrick. Immerhin haben Sie sich den Text angetan, dafür gebührt Ihnen mein ehrlicher Dank. - Aber haben Sie doch bitte etwas Nachsicht. Sie können sich nicht in mich hineinversetzen. Sie wissen nur, dass Sie nicht Jörg Kachelmann sind. Und dass Sie bestimmte Emotionen mir gegenüber haben. Setzen Sie sich doch mehr mit diesen Emotionen auseinander. Hinterfragen Sie sich selbst und denken Sie mal daran, was hinter Ihrer statischen, parfümierten Eloquenz für eine Ambivalenz gähnt. Herzlichst, "Rael"...
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@Rael
"Hinterfragen Sie sich selbst und denken Sie mal daran, was hinter Ihrer statischen, parfümierten Eloquenz für eine Ambivalenz gähnt". Das haben Sie hübsch aggressivgehemmt formuliert. Was meinen Sie damit? Wenn es hier um Ambivalenz geht, ist es jene, die Ihr obiger Text mit seiner blumenreich unverblümt robusten Einseitigkeit bis hin zur selbstgefälligen Larmoyanz ausgelöst. Wie wäre es, wenn wir aus dem Kachelmann Prozess, gemeinsam nach vorne gedacht, Lehren einer Reform des deutschen Gerichtswesens, samt Gutachterwesen und der Strafprozessordnung ziehen würden? Das wäre doch einmal ein Projekt!, oder? Sind Sie nun der Kachelmann Jörg oder sind Sie es mitnichten |
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Ich meine damit, dass Sie einmal hinter Ihren Worten und Gefühlen kramen - denn dort finden Sie, wenn Sie tief genug in Ihrer Wahrheit stecken - zu jeder Emotion, jeder Moral, jedem Wort ein Gegenstück, dass genau so lebendig ist, nur gehemmter, kleiner, feiger. - Sie sind wie jeder andere Mensch zu allem fähig! - Darauf können Sie aufbauen, wenn Sie jene Regionen erforschen wollen, in denen ich mich teilweise befinde. Anders können Sie mich jedenfalls nicht "zu Fassen" bekommen. Oder wollen Sie mich gar fressen? :-)
Die Blumen in dem Text waren nötig, es sind Plastikblumen, aber Blume ist Blume. Die Form zählt, nicht der Grad ihrer Lebendigkeit. Der Leser hat es gern geschmückt, so geht das Auge lieber über den Text. - Die von Ihnen aufgedeckte Einseitigkeit ist ja nur eine Gegeneinseitigkeit, als Antwort auf die Einseitigkeiten, mit denen man meine Person meint fassen zu können. Ich mache aber ein weiteres Feld auf. - So viel Lamoyanz erkenne ich nicht. Aber selbst wenn ich sie übersehen hätte: wäre es schlimm, etwas weinerlich, verbittert, traurig zu sein? Ist es eine Emotion, die Ihnen fremd ist? Und muss man sich immer für seine Emotionen schämen oder kalt und sachlich-ironisch darüberstehen? Ich hoffe nicht, dass Ihnen Ihre Männlichkeit zu Kopfe stieg. ;-) Ich habe mir schon viele Gedanken über Reformen des Justizwesens gemacht, jedoch sind die Gedanken noch nicht reif, publiziert zu werden. PS: Sie werden verstehen, dass ich mich zu meiner Identität nicht äußere. |
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@Rael
Mir geht es mitnichten, darum, Sie zu fassen zu bekommen, gar zu fressen :-) Ich wurde an anderer Stelle in einem Blog auf Sie aufmerksam, als Sie n. m. E. mit anfliehenden Spuren des Fiasko Faktor 10 eine Replik auf einen Kommentar von mir zum Besten gaben. Von Larmoyanz will ich ja nur dann sprechen, wenn diese sich von einer robusten Einseitigkeit bei der Meinungsbildung abhebt, die eben nicht davon kündet, wie Sie selber oben meinen, dass der Mensch an sich zu allem und Nichts fähig ist. Versuch macht klug, Deshalb finde ich Ihren obigen Text aller Aufmerksamkeit wert. Sie schreiben: "Sie sind wie jeder andere Mensch zu allem fähig! - Darauf können Sie aufbauen, wenn Sie jene Regionen erforschen wollen, in denen ich mich teilweise befinde. Anders können Sie mich jedenfalls nicht "zu Fassen" bekommen. Oder wollen Sie mich gar fressen? :-)" Das klingt für mich wie die verrätselt mystische daherkommende Einladung eines in die Enge getriebenen Sektenführers, der auf Menschenfang, zu einer Rutsch- und Achterbahnfahrt in die Hölle des Banalen unbestimmter Plastizität des Menschlichen Gehirns auf Drug, Sex and Rockn Roll Basis Phasis.. Sie schreiben weiter: "wäre es schlimm, etwas weinerlich, verbittert, traurig zu sein? Ist es eine Emotion, die Ihnen fremd ist? Und muss man sich immer für seine Emotionen schämen oder kalt und sachlich-ironisch darüberstehen? Ich hoffe nicht, dass Ihnen Ihre Männlichkeit zu Kopfe stieg. ;-)" Frage, was hat das Eine mit dem Anderen zutun? Es ist selbstverständlich nicht schlimm, etwas weinerlich, verbittert, traurig zu sein. Aber warum nur etwas? Ich vermute ungeschützt, weil Sie dieses gegenwärtig gar nicht sind. Im übrigen sachima so, eine Männlickeit, die zu Kopfe steigt, ist es die längste Zeit gewesen, es sei denn, diese ist überwiegend bis ausschließlich, adreanlingesteuert, potenziert bescheuert.. Ihre Gedanken zu Reformen unseres Justizwesens, samt Justizvollzug und der Bedeutung der Medien dabei, diese Reformen kommunizierend anzuschieben, würden mich sehr interessieren. Zu unseren identitäten, sachima so, wer oder was weiss ich denn, ob ich nicht bei soviel Kachelmann in allen Medien Gassen selber der Kachelmann bin, wo ich doch schon mit Deutschland Papst bin. |
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Wissen Sie, Rael, so ein Durchschnittsmensch wie ich, hat Sie in Erinnerung als einen ganz witzigen Wetteransager, der irgendwie auch noch eine Firma hat und manchmal unrasiert war. Dann wurde dieser Mann von einer der Frauen, mit denen er geschlafen hatte wegen Vergewaltigung angezeigt, festgenommen und vor Gericht gestellt. In Folge wurde er freigesprochen.
Drumherum konnte man ein riesiges Medientheater anschauen, wenn man wollte, dass einem übel wird. Hat dieser Durchschnittsmensch hier aber nicht. Sie schreiben "...wenn ich nachdenke, dann werde ich es nicht öffentlich tun. " Das ist eine sehr gute Idee, die Sie umsetzen sollten. |
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Vielen Dank für's Lesen. Ich wünschte mir, dass viele so entspannt denken wie sie. - Ich kann nicht wirklich berechnen, wie viele Menschen sich von dem Medientheater aufgeilen lassen haben.
Nochmals Danke- |
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Ich habe weder einen Bericht über diesen Prozeß gelesen, noch im Fernsehen verfolgt, weil mich das nicht interessiert.
Was juckt mich das ? Bei 6 bis 8 Milliarden Menschen gibt es was weiß ich wieviel Vergewaltigungen, und.. und .. Mich interessiert es auch nicht, ob dieser Kachelmann eine seiner Geliebten vergewaltigt hat oder nicht. Mich interessiert dieser Mensch überhaupt nicht. Ich habe auch von den Blogs hier zu diesem Thema alle ignoriert und werden es auch weiterhin tun. Ab und zu einen Kommentar angelesen, diesen hier angelesen, aber das wars dann schon. Mir bist du egal, Kachelmann. Vielleicht hast du, vielleicht auch nicht, interessiert mich nihct. Solche gibt es auch, viel Spaß & Spannung weiterhin. |
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Hallo Rael,
um in Ihrem Bild zu bleiben "Wenn ich Jörg Kachelmann wäre", frage ich Sie, welche aufdeckende oder zudeckende Wirkung entfaltet in einem Beziehungsverhängnis, das im Kern, trotz der Tortur eines bzw, wg eines langen Gerichtsprozesses, unkommuniziert, ungeklärt, unversöhnt in den Herzen von mindestens zwei Menschen weiter schwelt, ein Freispruch von dem Vorwurf der Vergewaltigung für die Person und Lebensenergie des Jörg Kachelmann? Wurde von Anfang an eine Chance von allen Beteiligten vertan, das absehbare Verhängnis in einer bestimmten Beziehung zwischen einer Frau, einem Mann in seiner Wirkung abzumildern, gar ins Wirkungslose aufzulösen, weil die Profession in Ämtern, in der Justiz, in den Ermittelnden Behörden fehlte, weil dort solche professionellen Ressourcen gar nicht vorgehalten werden? |
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schrieb am
05.06.2011 um 01:23
Wenn es Ihnen allen gelingt, Wichtiges von Unwichtigem zu trennen (und dieses zu differenzieren) sagen Sie Bescheid.
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schrieb am
05.06.2011 um 01:29
Himmel hilf, oder Augstein.
Sie entwickeln sich mit Ihrem Springer-"Konterpart" zum Donald Duck Deutschlands. |
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Ich will mich kurz fassen, sonst verschweige ich durch viel schreiben das wichtigste.....
Es geht um GESCHMACK. den moralischen Geschmack der Öffentlichkeit. der Richter war bis auf seine medien-liberale Philosophie sehr fair. Jakob Augstein hat sich gut ausgedrückt in "Wie ein wildes Tier".... Auch die Kommentare anderer User hier sind gut. |
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@Rael
"Ich will mich kurz fassen, sonst verschweige ich durch viel schreiben das wichtigste....." Was ist das Wichtigtse? Ist das Wichtigste, dass Jörg Kachelmann jetzt wieder als Wetterdeuter auf Sendung bei der ARD kommt, um gemäß geltendem Arbeitsrecht, bzw . Vertragsverhältnissen seiner Medienfirma mit der ARD, auf seinen alten Arbeitsplatz wie jeder andere nach einem Freispruch oder gar der Einstellung eines Verfahrens wg. unzureichender Beweisllage zurückkehrt, damit der Rechtsstaat seine volle Wirkung entfaltet und weiter im Bewußtsein der menschen hierzulande weiter entwickelt, egal, ob es den Bürger/innen im Lande hier und da nicht gefällt oder besonders gefällt? Ist es in Zukunft für mutmaßliche Verwaltigungsopfer in einem Beziehungsgemenge und -gerangel nach diesem Verlauf des Jörg Kachelmann Prozesses ratsamer, zunächst Strafgerichte zu meiden, einen Zivilprozess anzustreben?, weil unsere Zivilgerichtsbarkeit schon eher in unserer demokratischen Wirklichkeit angekommen ist, als unsere Strafhofgerichtbarkeit? Das sind meine wichigsten Fragen hier in der Freitag Community zum Ende des Jörg Kachelmann Prozesses. |
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Was erwarten Sie denn für ein Rechtssystem? - Was wissen Sie überhaupt vom Prozess? Was nährte ihre Meinung?
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@Rael
Von unserem bestehendem Rechtssystem erwarte ich, dass Beschuldigte von unserem Rechtssystem mit Einbindung er Medien als Beschuldigte und nicht bereits als Angeklagte behandelt kommuniziert werden. Dass Personen jederzeit nach bestem juristiischen Wissen und Gewissen in einer bedrängend empfundenen Situation Anzeigen erstatten können, dabei fundiert in der Sache der Anzeige selber professionell beraten und im Fall vorgerichtlich relevanter Konfliktgemenge, Problemgedränge in Beziehungen, in der Familie, im Beruf, Alltag, Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände auf entsprechend anderweitige Beratung nachdrücklich verwiesen und von Fall zu Fall zeitnah begleitet werden. Von Strafprozessen erwarte ich im Vorfeld, dass hinreichend belastbares Beweismaterial von den Ermittelnden Behörden gesichert oder von ermittelnden Richtern selber aktiv zusammengetragen werden, um überhaupt eine Klageerhebung belastbar in Erwägung ziehen zu können. Ich erwarte die pflichtgemäße Einführung der Zulassung von Wortprotokollen in Strafprozessverfahren, damit alle Beteiligten am Verfahren auf Augenhöhe die Übersicht behalten, sich selber der Disziplin unterziehen, bereits gemachte Aussagen wortgetreu zu würdigen und nicht nach Gutdünken von Richtern in die so genannten gerichtlichen Egebnis- Protokolle einzuführen oder auch nicht, wie es gegenwärtig n. m. E. alltägliche Gerichts- Praxis ist.. Ich erwarte, dass Richter sich nicht nnur in der Begründung ihres Urteil in nachvollziehbaren Zusammenhängen der gemeinsam erarbeiteten gerichtlichen Wortprotokolle, sondern bereits bei der Verkündigung ihrer Urteile bewegen. ich erwarte, dass Untersuchungshäftlinge nicht dem allgemeinen Justizvollzug zugeführt werden, sondern in eigens dazu errichteten Untersuchungshaftanstalten mit klar definierten Fristen, wenn möglich, im offenen Vollzug, untergebracht werden, damit sie als weiterhina als unbescholten geltende Bürger/innen ungestört ihre privaten, beruflichen Angelegenheiten wahrnehmen können. Meine Meinug nährt sich aus der Tatsache, dass n. m. E. unsere Gerichtsbarkeit, samt Hilfsorganen der Staatsanwaltschaft wie der Polizei personell und materiell unterfinanziert sind, dass die errmittelnden Behörden, das BKA, die Staatsanwaltschaften immer noch wie in feudalen Zeiten gegenüber der Politik, geneüber dem Innenministerium weisungsgebunden sind. Die Generalbundesanwaltschaft ist weiterhin gegenüber der Politik,bzw. dem dem Justizministerium weisungsgebunden. Das sorgt für Gefahrenlagen in der Gerichtsbarkeit, die mit dem Begriff Untertanenwesen nur unzureichend beschrieben sind. Sie fragen: "Was wissen Sie überhaupt vom Prozess?" Was meinen Sie, von Prozessen überhaupt?, oder vom Jörg Kachelmann Prozess? Den Jörg Kachelmann Prozess habe ich in den Medien verfolgt, darunter insbesondere im Meinungsmediium Der Freitag. |
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"Dass Dieter Bohlen sich nach einer wirklich großen, ewigen, allumfassenden Liebe sehnt (die er niemals in Musik darstellen könnte)?"
Nö. DAS kann ich mir nun mal wirklich nicht vorstellen. Und es geht nicht um Katzenjammer von Bohlen, der hier als Musik bezeichnet wird, sondern darum, dass man für eine allumfassende Liebe oder auch nur für Sehnsucht nach einer allumfassenden Liebe einen gewissen Entwicklungsgrad braucht, eine gewisse Sensibilisierung. Diese Sensibilisierung würde zu Dieter Bohlen genauso passen wie eine logarithmische Gleichung zu Unterhaltung der Neandertaler bei der Mammutjagd. Ich könnte mir eher ein LKW vorstellen, der Gedichte schreibt, als Dieter Bohlen, der allumfassend liebt. Ansonsten finde ich es witzig, wie Sie es hier versuchen zu suggerieren, dass die Leute aus der Glotze was Besonderes wären... gerade durch Ihre ach so verblumte Erklärungen, dass sie es eben doch nicht sind, und ach so verblumte Aufrufe, Ihnen zu glauben. Rael, ich glaube es Ihnen. Und mehr als das: ich habe es auch geglaubt, noch bevor Sie es geschrieben haben. Sie haben Recht, die Leute aus der Glotze sind gar nichts Besonderes. Ganz im Gegenteil: Sie sind sehr oft primitiv, ungebildet, verlogen, langweilig... und für die meisten von denen interessiert man sich gar nicht. Können sie doch labern, was sie wollen. Es gibt was Besseres zu tun als denen zuhören. Die Wenige, die die Persönlichkeit aufweisen, sind doch interessant, aber sie wären genauso interessant auch wenn sie nicht in der Glotze wären. "Ich habe oft mit Frauen geschlafen, die ich nicht liebte - aus purer Lust. Diese Frauen habe ich aber niemals gezwungen. Nach dem Sex fühlte ich mich meist sehr schlecht und habe mich geschämt." Ihre seelische Qualen diesbezüglich interessieren mich z.B. den feuchten Dreck. Ich finde es fies, die Frauen (oder - im Allgemeinen - Menschen) so zu behandeln und sie so zu verletzen. Ob Sie sich danach geschämt haben, sei es Ihnen überlassen. Man kann ein Fehler machen und sich danach schämen. Das ist menschlich. Man kann das gleiche Fehler sogar zwei mal machen. Das ist immer noch menschlich. Wir machen alle Fehler und es gelingt nicht immer, aus dem ersten Mal zu lernen. Aber wenn einer den Mist immer wieder baut und mit Menschen wie mit Puppen spielt, der braucht danach nicht auf Mitleid tun, weil er sich angeblich geschämt hat. "Und was Alice Schwarzer angeht: fragt sie besser selbst, was Ihr mein Prozess gebracht hat. Mir glaubt Ihr ja ohnehin kein Wort." Toller Vorschlag. Nun, Sie wissen ja mit Sicherheit, dass Madame Schwarzer unsere Fragen nicht beantworten wird, weil sie ja Deus ex Glotze ist und wir stinkprimitive Plebejer sind. Daher dient Ihren Vorschlag nur einem Ziel, und zwar den Verdacht zu schüren, dass Madame Schwarzer nicht sauber spielt. Nun, warum sagen Sie denn nicht konkret, was Sie damit meinen? Alice Schwarzer selbst wird es ja bestimmt nicht sagen? |
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Liebe Fahrenheit,
das mit Dieter Bohlen... da muss jeder selbst drüber nachfühlen. ;) Den Glotze-Menschen will ich wirklich keinen besonderen Status zukommen lassen, direkt oder suggestiv. Sie machen ebenso Fehler wie du und ich. Sie sind verklebt mit televisionärem Kaugummi. Und ich wollte eben etwas dagegensetzen. Meine Emotion. Einen ironischen Stachel, auf dem Ironie steht mit abwaschbarer Schrift. Ich will nicht auf Mitleid machen. Ich habe Frauen verletzt und es fühlte sich nur im Moment richtig an. Als Basis für eine Beziehung hat es nie gereicht. Und das machte mich unzufrieden, aber sagen wir so - meine Eingeweide waren größere Überredungskünstler als meine Moral. - Ich habe keinen großen Endzweck mir mit dem Blog gedacht. Ich wollte frei heraus reden. Es soll nicht missverstanden werden als Manifest oder als Plädoyer. Ich habe mir nicht gesagt "das und das will ich so und so sagen"... sondern: "nun lass dich mal aus, Jörg"... Zu Schwarzer will ich mich nicht äußern. Zumindest noch nicht jetzt. Ich stehe ihr ambivalent gegenüber. Ihre Einseitigkeit hat auch eine Berechtigung, sagen wir es so. Aber sie ist eine schlimme Schauspielerin. Verona Pooth ist mir lieber. |
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@Fahrenheit 451
Sosehr ich Ihren Rotz gegen das Surfen im Banalen Raels auch gelungen finde, denke ich, Sie machen es sich ein wenig zu einfach, weil Jörg Kachelmann inzwischen, trotz oder. wg. ? seines Freispruchs zum Opfer der Juresprudenz in Deutschland wurde, die Jörg Kachelmanns Verteidigern im Fliegenden Wechsel, von RA Birkenholtz zu RA Schwenn, eine Choreographie des medialen Nebelkerzenwerfens auferlegte, um diesen Nebel dann mit dem Auftritt des zweiten Verteidigers RA Schwenn als ein Nichts zu zerstieben, damit die Justiz endlich ihre Fürsorgepflichtobwaltung gegenüber dem Angeklagten wie der Nebenklägerin wahrnimmt. Die Justiz ist, von Fall zu Fall, nicht in der Lage, scheint es mir, Freispruch, Freispruch sein zu lassen, weil sie sonst genötigt wäre, den Fehler der voreiligen Klageerhebung durch eine schlichte Einstellung des Verfahrens wg. fehlender Beweise offen zu legen. Eine Strafprozessordnung, die dem Angeklagten in Fällen von reinen Indizienprozessen zu seiner Sicherheit ein verfahrenslanges Schweigen zur Sache auferlegt, damit er sich nicht wg. fehlend dokumentierter Wortprotokolle in unterstellte und wirkliche Widerprüche verwickelt und gar entgegen der Beweislage zu seinen Lasten aussagt, produziert mehr Opfer auf allen Seiten, Beklagten wie Klägern, denn Klarheit über das verhandelte Geschehen und den atkiven, passiven Anteil der Tatort Beteiligten. Jörg Kachelmann ist vorläufig nicht als Wetterdeuter, nicht als TV- Mann von Bedeutung, wie Rael irrtümlich nahelegt, sondern als Opfer der Justiz mit der Hundemarke "Freispruch" für die Entwicklung unseres Rechtsstaates durch das Medieninteresse bedeutsam, dem scheinbar nur jedes Gefühl, Opfer zu sein, bisher offensiv abgeht, auch wenn das ganze "unnötige" Strafverfahren sein Vermögen in beachtlicher Weise gemindert haben wird. Deshalb erinnere ich Sie, aus gegebenem Anlass, Achtsamkeit gegenüber Opfern der Justiz in Deutschland nicht auf die leichte Schulter zu nehmen, auch wenn das Opfer so eine schräg saloppe Type wie Jörg Kachelmann heißt, der sich selbstverständlich nicht als Opfer sehen darf, noch sehen will? |
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schrieb am
07.06.2011 um 18:39
Ich muss zugeben, dass mich Ihre Ausführungen bis zum letzten Grad gewunert haben, Joachim Petrick. in wie fern habe ich denn Achtsamkeit gegenüber Opfern der Justiz auf die leichte Schultern genommen? Zumal es ja gar nicht klar ist, wer genau hier die Opfer ist? Vielleicht ist die Frau die Opfer der Justiz und Jorg Kachelmann ist einfach gut davongekommen... wissen Sie das? Aber das mal bei Seite, mal angenommen, Jorg Kachelmann wäre tatsächlich die Opfer der Justiz... was hat mein Kommentar mit dem Prozess überhaupt zu tun? Ich habe über ganz andere Sachen geschrieben. Was war dabei falsch? Wenn einer Opfer der Justiz ist, darf man ihm bis zum Ende seines Lebens in keiner Frage widersprechen, habe ich Sie richtig verstanden?
Zu Ihrer Behauptung, dass der Fall Kachelmann "für die Entwicklung unseres Rechtsstaates durch das Medieninteresse bedeutsam" ist. Ich habe da völlig andere Auffassung. Das Rechtssystem in Deutschland (aber natürlich nicht nur in Deutschland) ist durch und durch korrupt, verlogen und verbogen. Die Menschenrechte werden da tagtäglich verletzt. Allerdings finde ich, dass der Fall Kachelmann eine extrem unpassende Angelegenheit ist, es zu thematisieren. Es ist ja gar nicht klar, wer hier die Opfer und wer der Täter ist, wessen Rechte in welchem Ausmaß verletzt wurden. Und die Vertreter der Justiz sind hier ausnahmsweise mal in so einer Situation, wo sie tatsächlich nichts Festes in der Hand haben und einfach überfordert sind. Ich sage "ausnahmsweise", weil es andauernd und ununterbrochen die Geschichte passieren, wo Juristen absichtlich gegen Gesetze verstoßen, in vollem Wissen, was sie tun. Außerdem wird ja sowieso mehr über Kachelmanns Bettgeschichten geredet als über sonst was. In wie fern ist dann der Fall Kachelmann gut, um die rechtsstaatliche Probleme zu thematisieren? Es gibt Tausende und Abertausende (oder eh Millionen und Abermillionen) von Fällen, wo die menschen von Justiz misshandelt und missbraucht werden. NACHWEISBAR. Es wird seitens Justiz gegen vorhandene Gesetzeslage gehandelt. Warum werden alle diese Fälle nicht thematisiert? Wenn nur ein Teil davon öffentlich angesprochen wäre, wären alle Medien damit überfüllt. Warum geschieht es nicht? Weil es mit nicht prominenten Menschen passiert und dadurch die öffentliche Interesse weniger wäre? Sorry, das ist Quatsch. Nehmen wir als Beispiel diese Kassiererin aus dem Supermarkt, die wegen zwei unterschlagene Bons im Wert von ein paar Euro gefeuert wurde... ich habe vergessen, wie sie heißt... Emely oder so. Als dieser Fall in die Öffentlichkeit kam, hat er sehr wohl Interesse errregt. Die Artikeln über den Prozess, die z.B. bei der ZEIT veröffentlicht wurden, haben sofort mehrere Hunderte von Kommentaren geholt. Die Medien könnten es durchaus schaffen, eine ernsthafte, ehrlich und kompetente Auseinandersetzung mit dem Rechtssystem in die Wege leiten. Warum geschieht es nicht? Und warum ist es dann so wichtig, gerade über den Fall Kachelmann so ausführlich zu berichten? In wie fern ist Fall Kachelmann wichtiger als alle andere Fälle, die zum größten Teil viel dreister sind? Ich habe den Eindruck, dass es Journalisten nicht um Wahrheit und Gerechtigkeit geht, sondern um die elitäre Unterhaltungen "zwischen uns prominenten Pastorentöchtern". Hartzer oder sonst wer können ruhig verrecken, da regt sich keine Sau auf. Und da wollen Sie mich noch darauf aufmerksam machen, dass bei Jorg Kachelmann "das ganze "unnötige" Strafverfahren sein Vermögen in beachtlicher Weise gemindert" hat und erwarten von mir, dass ich im Mitgefühl zerfließe? Aber hallo, so etwas geschieht mit den Menschen jeden Tag, und zwar auf viel härtere Art und Weise. Hat sich Jorg Kachelmann je dafür interessiert? Oder Sie? |
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@Fahrenheit 451
Sie schreiben: "Wenn einer Opfer der Justiz ist, darf man ihm bis zum Ende seines Lebens in keiner Frage widersprechen, habe ich Sie richtig verstanden?" Da haben Sie mich vollkommen falsch verstanden. Ich wollte Sie mit meinem Hinweis auf die Achtsamkeit gegenüber wirklichen und mutmaßlichen Opfern der Justiz nur darauf aufmerksam machen, auf welches Glatteis uns die Prominenz von Jörg Kachelmann, samt Medien mit deren Sinn für die Skandalisierung von Themen, Ereignissen, Personen, siehe gerade aktuell EHEC Erreger übergriffig verführt, dass selbst Prozessbeteiligte, wie Jörg Kachelmann sich auf dieses Glatteis begeben. "Es ist ja gar nicht klar, wer hier die Opfer und wer der Täter ist, wessen Rechte in welchem Ausmaß verletzt wurden. Und die Vertreter der Justiz sind hier ausnahmsweise mal in so einer Situation, wo sie tatsächlich nichts Festes in der Hand haben und einfach überfordert sind". Genau das ist der Punkt, den ich meine, die Jusistiz mit ihrem ganzen Netzwerk bis hinein in die Politik die Medien, ist hier angefasst. Das ist eine schwer erarbeitete Gelegenheit, das Thema Justizreform, Verfahrensreform der Strafprozessordnung auf die Agenda zu setzen. "In wie fern ist dann der Fall Kachelmann gut, um die rechtsstaatliche Probleme zu thematisieren?" Der Fall Kachelmann ist so gut und schlecht, wie jeder Fall und Prozess. Der Unterschied ist nur, dieser Fall Kachelmann ist durch des Wahnsinns fette Beute von heite unserer Justiz im Rabenschawarzen Anzug, genannt Talar, samt der Medien Meute, in alle Mnde, in jeder Stammtischrunde gegenwärtig. Da müssen Sie kein Interesse am Thema Justiz mehr erfinden, das Allgemeininteresse am Thema Justiz ist mit den Händen greifbar.. "Sorry, das ist Quatsch. Nehmen wir als Beispiel diese Kassiererin aus dem Supermarkt, die wegen zwei unterschlagene Bons im Wert von ein paar Euro gefeuert wurde... ich habe vergessen, wie sie heißt... Emely oder so. Als dieser Fall in die Öffentlichkeit kam, hat er sehr wohl Interesse errregt." Ein interessantes Beispiel, wo es nicht um prominete Personen, aber um die Prominenz des Themas der Unverhältnismäßigkeit der Überrreaktionen von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern/innen geht, die ausnahmsweise gerwrkschaftlich organisiert sind. Übrigens geht es an Arbeitsgerichten weniger selbstherrlich zu, geht es ziviler denn bei Strafhofgerichten zu. "Die Medien könnten es durchaus schaffen, eine ernsthafte, ehrlich und kompetente Auseinandersetzung mit dem Rechtssystem in die Wege leiten. Warum geschieht es nicht? Und warum ist es dann so wichtig, gerade über den Fall Kachelmann so ausführlich zu berichten?" Sie haben sich die Frage z. T selber beantwirtet. Zu beklagen ist, dass bisher die Art und Weise der Berichterstattung iüber den Prozess Jörg Kachelmann n den Medien, die sich bishe mehr oder weniger nur im Leerlauf heiss gelaufen haben, das eigentliche Thema einer Justizreform weiter verschieben wurde. Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. "Und da wollen Sie mich noch darauf aufmerksam machen, dass bei Jorg Kachelmann "das ganze "unnötige" Strafverfahren sein Vermögen in beachtlicher Weise gemindert" hat und erwarten von mir, dass ich im Mitgefühl zerfließe? " Da ging es mirin Richtung Jörg Kachelmanns selber allein darum, dem nach meiner ungeschützten Einschätzung, adreanalingesteuert, jedes Gespür, Opfer der Justiz zu sein, abgeht, an seiner Vermögensseite in dieser Hinsicht als Schweizer zu pieksen. Wie der Kachelmann hier als Rael damit werbend lockt, alle Menchen machen Fehler, sind nicht ohne Tadel, klingt schon sehr nach dem Einwerben von mildernden Umständen. |
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Wie der Kachelmann hier als Rael damit werbend lockt, alle Menchen machen Fehler, sind nicht ohne Tadel, klingt schon sehr nach dem Einwerben von mildernden Umständen, wie andernorts das Sticheln nach der Mutterbrust.
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korrigiert:
Wie der Kachelmann hier als Rael damit werbend lockt, alle Menschen machen Fehler, sind nicht ohne Tadel, klingt schon sehr nach dem Einwerben von mildernden Umständen, wie andernorts das Sticheln nach der Mutterbrust. |
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schrieb am
10.06.2011 um 14:37
@Joachim Petrick schrieb am 07.06.2011 um 19:57
"Das ist eine schwer erarbeitete Gelegenheit, das Thema Justizreform, Verfahrensreform der Strafprozessordnung auf die Agenda zu setzen." Es erschließt mir nicht, warum Sie gerade die Strafprozessordnung auf die Agenda setzen wollen, als ob die andere Bereiche der Justiz völlig in Ordnung wären. Und ich verstehe nicht, was genau Sie unter Justizreform meinen und warum diese Reform überhaupt so wichtig sein sollte. Meiner Meinung nach handelt es sich bei den juristischen Problemen nicht darum, dass die Gesetzeslage schlecht wäre, d.h. natürlich kann man hier und da was verbessern und ein paar Gesetze ändern. aber es bringt alles nicht, solange diese Gesetze von den Juristen selbst missachtet werden. Und das ist gerade der Fall, dass in juristischen Angelegenheiten sehr oft das Recht des Stärkeren herrscht und nicht das Recht des Gesetzes, dass vorhandene Gesetze von den Juristen missachtet, missbraucht und gebogen werden... was hilft dann, wenn ein paar gute Gesetze dazu kommen, die ebenso missachtet, missbraucht und gebogen werden? Übrigens die sowjetische Verfassung, die 1936 unter Stalin verabschiedet wurde, war durch und durch demokratisch. Beispielhaft demokratisch. Tadellos demokratisch. Auf dem Papier. Ich stelle mal eine Frage: Wie war es TATSÄCHLICH mit Menschenrechten in UdSSR bestellt? Jeder hier würde sofort sagen: Schlecht! Klar. Waren doch die böse Sowjets. Man, jetzt mal die Augen aufmachen und mit offenen Augen um sich herum gucken, wie es in Deutschland ist. "Ein interessantes Beispiel, wo es nicht um prominete Personen, aber um die Prominenz des Themas der Unverhältnismäßigkeit der Überrreaktionen von Arbeitgebern gegenüber Arbeitnehmern/innen geht, die ausnahmsweise gerwrkschaftlich organisiert sind." Bei uns, durchschnittlichen Menschen, die nicht durch die Glotze laufen, ist es halt so: Wir sind im Gegensatz zu den meisten Prominenten immer noch denkfähig. Und es stimmt schlichtweg nicht, dass uns entweder prominente Personen oder prominente Themen interessieren. Es ist ein bisschen komplizierter bei uns. Und ein bisschen seriöser. Okay, nicht bei allen. Aber bei vielen. "Übrigens geht es an Arbeitsgerichten weniger selbstherrlich zu, geht es ziviler denn bei Strafhofgerichten zu." Ich habe zwar keine Ahnung, wie es bei Arbeitsgerichten zugeht, weiß aber sehr wohl Bescheid, wie es bei Amtsgerichten, bei Sozialgerichten und beim Bundesverfassungsgericht ist. Und da braucht mir keiner zu sagen, dass es weniger selbstherrlich als sonst wo ist. |
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@Fahrenheit 451
ich verstehe ja, dass Sie alles ändern wollen und zwar soofort oder gar nicht. Die Strafpozessordnung ist im Fall Kachemann insofern von belang, weil hier die Kläger, Nebenklägerin bei landgerichten aus hsitorisch unerfindlichen Gründen? im Nachteil sind, wenn es, wie in Mannheim geschehen, zu einem Freispruch kommt, der bei allen prozeesbeteiligten inder Urteilsbegründung Verstörung auslöst. Warum? "Gegen Strafurteile der Landgerichten ist nur Revision zum Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe möglich. Anders als bei Berufungsverfahren in Vorinstanzen, wie Amtsgerichten, gibt es bei der Landgerichtsebene keine komplette Neuverhandlung vor dem BGH Vielmehr wird dort das schriftliche Urteil des Landgerichts ausschließlich auf formale Rechtsfehler überprüft." Darin seheh ich verfassungsrechtlich eine prekäre Benachteiligung von Prozesbeteiligten, in diesem Fall der Anklage und Nebenklägerin. Diese Benachteiligung gehört durch eine Straprozessordnungsreform revidiert. siehe: www.spiegel.de/panorama/justiz/0,1518,766908,00.html Kachelmann-Urteil Staatsanwaltschaft Mannheim legt Revision ein Jörg Kachelmann: Prozess geht in neue Runde |
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@Rael
Breaking News: Mannheimer Staatsanwaltschaft hat fristwahrend Berufung gegen den Freispruch im Jörg Kachelmann Prozess eingelegt, will aber angeblich, lt. Heute Journal Mr. Kleber, Urteilsbegründung abwarten, um letztendlich zu entscheiden, ob es bei der Berufung bleibt oder nicht. Was ist davon zu halten? Wie schätzen Sie diese Nachricht ein? |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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