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Unlängst stieß ich auf dieses:
nämlich die werbende homepage eines autors für sein buch mit dem titel: Der ewige Sündenbock. Heiliger Krieg, die »Protokolle der Weisen von Zion« und die Verlogenheit der sogenannten Linken im Nahostkonflikt.
Neugierig wurde ich, als ich dieses las: „Tilman Tarach zeichnet die entscheidenden historischen und aktuellen Aspekte des Nahostkonflikts nach und zeigt auf, welch groteskes zweierlei Maß in der allgemeinen Debatte um Israel Anwendung findet.“, übersprang die lobenden worte und führte mir das inhaltsverzeichnis zu gemüte.
Da fand ich dieses:
„●_.Geleitwort von Henryk M. Broder
1. »Die Juden sind unsere Hunde«
_. Das verschwiegene Pogrom von 1929
2. Dschihad – die sechste Säule des Islam
3. Der SS-Mufti
4. Hitler und der Zionismus
5. Der vergessene Täter
6. Unser Held, der Massenmörder
7. Die Sowjetunion und die Gründung Israels
8. Die »Protokolle der Weisen von Zion«
9. »Europa schweigt«
10. Der Mörder ist immer der Jude (Leseprobe)
11. Das trojanische Pferd
12. Auf Kuschelkurs mit Klerikalfaschisten
13. Der »Schwarze September« (Leseprobe)
14. »USrael«
15. Exkurs: »Werke des Glaubens«
16. Die Hisbollah – oder:
__. Was macht die UNO im Nahen Osten? (Leseprobe)
17. Der demographische Dschihad
__. und die Flüchtlingsmaschine der UNO (z.T. online
__. verfügbar auf »Lizas Welt«: Teil 1, Teil 2)
18. Israel und die politische Linke
●_..Literaturverzeichnis
●_..Personenregister
das literaturverzeichnis paßte zur auswahl der historischen wie aktuellen aspekte, irgendwie, und das personenregister … paßte auch, ebenfalls irgendwie. An der seite fand ich auch noch ein paar links, darunter diesen
www.lizaswelt.net/2009/03/vorschlag-zur-gute.html
zu dem ich mir beim durchlesen dachte „das kennst du doch, das kennst du doch, das hast du schon mal gelesen!“ und siehe da, in meinem verzeichnis Israel-Palästina wurde ich fündig:
„Hätten die arabischen Staaten ein Interesse daran, ließe sich die „humanitäre Katastrophe“ in den Palästinensergebieten beenden: durch die Vereinigung des Gazastreifens mit Ägypten und der Westbank mit Jordanien beispielsweise.
VON TILMAN TARACH
Einen Vorwurf der besonderen Art äußerte unlängst Uri Avnery gegen Ariel Scharon: Der damalige Verteidigungsminister Israels habe 1981 den Plan gehabt, „die Palästinenser zu ermutigen, in Jordanien eine Revolution auszulösen und König Hussein abzusetzen“, um dann „Jordanien in einen palästinensischen Staat unter Yassir Arafat zu verwandeln und mit der palästinen¬sischen Regierung in Amman über die Zukunft der Westbank zu verhandeln“. Avnery war in jenen Jahren noch Mitglied der israelischen Knesset, inzwischen ist er ein allseits beliebter Antizionist und Antikommunist, und der bitterböse Plan, in den ihn damals Scharon persönlich eingeweiht haben soll, empört ihn heute mächtig, gerade so als wäre er ein bekennender Monarchist, dem der Thron des jordanischen Königs heilig ist.
Was hätte eigentlich wirklich gegen eine „jordanische Option“ gesprochen? Und was spräche heute gegen sie? Jordanien war ursprünglich wie Restpalästina Teil der vom britischen Empire beherrschten palästinensischen Region („Mandatsgebiet Palästina“), auf deren Fläche für einen jüdischen und einen arabischen Staat reichlich Platz gewesen wäre; es umfasst 78 Prozent dieses Gebiets und wurde 1922 von den Briten als „Transjordanien“ abgetrennt. Restpalästina dagegen, das heute aus Israel plus Westjordanland plus Gaza-Streifen besteht und insgesamt nur wenig größer als Kuwait ist, verträgt kaum zwei souveräne Staaten, die sich zudem noch feindlich gesonnen sind.
Werfen wir einen nüchternen Blick auf die Hintergründe: Das jordanische Staatsgebiet ist mehr als viermal so groß wie dasjenige Israels, und seine Bevölkerungsdichte beträgt nur ein Sechstel derjenigen Israels. Die meisten palästinensischen Flücht¬linge der Kriege von 1948 und 1967 leben in Jordanien, etwa 60 Prozent aller Jordanier nennen sich „Palästinenser“, und auch der Rest unterscheidet sich von diesen, soweit es sich um Araber handelt, weder in Sprache, Religion noch Kultur. Bis 1967 war das Westjordanland jordanisch besetzt und auch förmlich annektiert, die dort lebenden palästinensischen Araber galten als Jordanier (und sind auch heute häufig im Besitz eines jordanischen Passes). Aber bezeichnenderweise hat in jener Zeit keiner von ihnen eine Intifada gegen Jordanien ausgerufen, um im Westjordanland einen palästinensischen Staat zu schaffen, und kein palästinensischer Araber kämpfte je in Gaza gegen die Ägypter, die den Gaza-Streifen seit 1948 besetzt hatten: Der Kampf richtete sich immer nur gegen die Existenz Israels.
Als 1964 die PLO gegründet wurde, rief sie nicht zur Befreiung dieser jordanisch und ägyptisch besetzten Gebiete auf, sondern zur Zerstörung Israels; niemand innerhalb der PLO sprach damals von einem palästinensischen Staat, auch Ahmad Schukeiri nicht, der vormalige UN-Botschafter Saudi-Arabiens und (bis 1967) Vorsitzende der PLO. In Artikel 24 ihrer Charta von 1964 verzichtete die PLO sogar noch ausdrücklich auf Souveränitätsansprüche auf das Westjordanland und den Gaza-Streifen. Die Strategie änderte sich erst nach 1967, als diese Gebiete nicht mehr jordanisch bzw. ägyptisch, sondern israelisch besetzt waren. Schon 1965 rühmte sich die PLO aber, 35 Juden getötet zu haben, die Zahl erhöhte sich in den Folgejahren. Auch dies zeigt die Verlogenheit des gebetsmühlenhaft vorgetragenen Lamentos, die Angriffe auf Juden seien nur eine Reaktion auf die israelische Besetzung der Westbank, die jedoch erst im Zuge des Sechstagekriegs 1967 erfolgte.
Bekanntlich bot Israel noch im selben Jahr an, im Rahmen eines Friedensvertrags über die Rückgabe der besetzten Gebiete zu verhandeln, doch die arabischen Staaten antworteten auf der Konferenz von Khartum mit dem berühmt gewordenen „dreifachen Nein“: Nein zum Frieden mit Israel, nein zur Anerkennung Israels, nein zu Verhandlungen mit Israel (nur Habib Bourguiba, der Präsident der weitgehend säkularen tunesischen Repu¬blik, war schon 1965 für eine Einigung mit Israel eingetreten). Es ist die alte Position des berüchtigten Muftis von Jerusalem: No inch des heiligen muslimischen Bodens für einen souveränen jüdischen Staat. In diesem Zusammenhang muss in Erinnerung gerufen werden, dass es Jimmy Carter war, der einen palästinensischen Staat im Westjordanland und Gaza-Streifen vorschlug; erst daraufhin griff die PLO diese Idee auf.
In Wahrheit ist die einzige praktikable Option, gegen die auch die Palästinenser keine vernünftigen Einwände vorbringen können, diese: Das Westjordanland (oder große Teile davon) vereinigt sich mit Jordanien und Gaza mit Ägypten. (Als im Februar 2008 die Palästinenser Gazas die ägyptische Grenzbefestigung zum Sinai überrannten, geschah dies schließlich unter der an die Ägypter gerichteten Parole „Wir sind ein Volk“.) Sowohl mit Ägypten als auch mit Jordanien unterhält Israel immerhin einen Friedensvertrag, anders als mit allen anderen arabischen Ländern, die an den Kriegen beteiligt waren. 30 Prozent der Palästinenser im Westjordanland befürworten laut Umfragen eine derartige Lösung, die ja in gewisser Weise sogar panarabischen Charakter hätte. Doch bekämpft wird sie von der jordanischen Haschemiten-Dynastie, die um ihren Thron fürchtet und deshalb schon 1988 auf sämtliche territorialen Ansprüche auf das Westjordanland verzichtete.
Wie die Jerusalem Post berichtet, bezeichnete König Abdullah schon eine bloße Konföderation zwischen Jordanien und dem Westjordanland als eine „Verschwörung gegen das Königreich und gegen die Palästinenser“. Auch alle bekannteren palästinensischen Gruppen verteufeln einen solchen Plan: Die Schaffung eines zweiten palästinensischen Staates neben Jordanien war für sie stets nur ein Vorwand, der ihre antiisraelische Politik kaschieren sollte, und die Anerkennung des um die Westbank vergrößerten Jordanien als Staat der Palästinenser würde ihnen diesen Vorwand nehmen.
Ihr eigentliches Ziel war stets die Zerstörung Israels, und dieses Ziel würden sie in ihrem unheiligen Zorn über die „zionistische Anmaßung“ auch dann noch verfolgen, wenn sich die Juden Israels mit ihrem Staat auf die Festung Masada im Judäischen Gebirge oder auf die Strandpromenade von Tel Aviv zurückziehen würden.“
Nun kann ja Liza in ihrer welt veröffentlichen, was Liza will. Aber staunen machte mich, dass Liza diesen text aus der konkret 02/2009 übernommen hatte.
Und ich begann (mal wieder, passiert mir öfter ;-)) zu grübeln und mich zu fragen, woran mich dieser ‚Vorschlag zur Güte’ erinnert.
Voilà, daran erinnert er mich: an den guten alten Wladimir Zeev Jabotinsky und seine idee von Groß-Israel, wie sie hier www.bornpower.de/israel/revisio.htm
zusammengefaßt ist.
Jabotinskys ideen konnten/können auch eine solche form annehmen: www.liberal.org.il/
oder eine solche: de.wikipedia.org/wiki/Irgun_Tzwa%E2%80%99i_Le%E2%80%99umi
oder auch eine solche:
tilmantarach.blogspot.com/2009/05/why-two-state-solution.html
Was bei einer solchen ‚lösung’ vom selbstbestimmungsrecht des palästinensischen volkes übrig bleibt, kann und mag sich jede_r selbst beantworten.
Ich halte es für eine wiederauflage von transfer-politik, wie sie im 19. bis ins 20. jahrhundert hinein praktiziert wurde, von Jabotinsky wieder aufgewärmt und seitdem in likud und cherut und auch in kadima am gedanklichen leben erhalten. weshalb das lob für Tilman Tarach durch einen vertreter der aktuellen israelischen regierung nicht weiter erstaunt – unter einer ma’arach-regierung wäre das nicht passiert.
Die gegenposition, auf die ich in den diskussionen um den ‚strukturellen antisemitismus der linken) mehrfach hinwies, beginnt ungefähr bei Ahad Ha’am (Asher Ginzberg) und dessen ‚Kultur-Zionismus’ und führt über Jehuda Magnes und Martin Buber und mitstreiter und deren bi-nationalen staat wie auch die ideen der ‚Kanaaniter’ bis zu Matzpen und anderen anti-zionistischen israelischen gruppierungen.
Deren ideen lassen sich hier www.matzpen.org/index.asp?p=principles
und hier www.matzpen.org/index.asp?p=other
nachlesen.
Und hier threewayfight.blogspot.com/2007/11/is-left-anti-zionism-anti-jewish.html
findet der geneigte leserin so etwas wie die gegenposition zu Gysis rede über deutsche staatsräson und antisemitismus und antizionismus.
Im übrigen wird Israel in Palästina aktuell auch (und immer noch) so
www.nzz.ch/hintergrund/dossiers/nzz-podium_naher_osten/artikel_von_und_ueber_prof_dan_diner/articlef6neo_1.367711.html
und so
www.haaretz.com/print-edition/opinion/even-if-you-will-it-this-isn-t-zionism-1.297580
gesehen, dargestellt und diskutiert.
Ich hoffe, mit obigem etwas zur klärung beigetragen zu haben, worum der streit geht.
Im übrigen würde es mich sehr freuen, wenn die darstellung von Moishe Postone’s antisemitismusbegriff – auf den die sogenannten anti-deutschen zu rekurrieren meinen – von wer anders übernommen werden könnte.
Zum einstieg in diesen komplex empfiehlt sich dieses
www.georg-weerth.info/texte/postone.pdf
„Nationalsozialismus und Antisemitismus“.
Was es dann auch noch bräuchte, das ist eine sachliche darstellung der geschichte der palästinensischen nationalbewegung und wie diese sich mit der ägyptischen muslimbruderschaft verquickte oder auch nicht, von dieser inspiriert wurde oder auch nicht. und was es da sonst noch alles gab und gibt.
Vordringlich scheint mir allerdings die klärung der frage, ob der kampf der linken gegen antisemitismus seit neuestem in der verteidigung eines Groß-Israel als modern-theo-kratischer nationalstaat gegen alle und jede kritik an israelischer politik (mit oder ohne wohlwollen der USA) in israel innerhalb der green line und in den besetzten gebieten und darüber hinaus und in die region hinein nicht nur gegen hamas und andere integristen bis salafisten sondern auch gegen sozialistische anti-zionisten, die sich unterstehen, über einen ethno-religiös verfaßten nationalstaat mit kolonialem charakter hinaus zu träumen, besteht.
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@Rahab
ein Blick auf die Landkarte könnte Deine Groß-Israel-Phantasien beruhigen. Israel ist von 22 arabischen und/oder Islamischen Ländern umgeben. Die arabischen Staaten haben 640 mal mehr Land als Israel, und deren Bevölkerung beträgt mindestens das sechzigfache der von Israels etc. lg LL |
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meine groß-israel-fantasien?! gewalt geschrien!
es geht um die eines Tilman Tarach und eines allgemein für links gehaltenen meinungsmediums namens konkret. und vielleicht auch um die deinigen. |
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schrieb am
24.06.2010 um 22:13
@Rahab: was Du phantasierst, spricht für sich.
Aber der Text von Tarach hat ERSTENS mit "Groß-Israel" nicht das Geringste zu tun (weil Israel sich bei der "jordanischen Option" niicht vergrößert, da die Westbank ja zu Jordanien und Gaza zu Ägypten kommt) und ZWEITENS auch nicht von "Transfer", da die jordanische Option auch gar keinen Transfer beinhaltet bzw. vorsieht. Du willst durch diese Phantasien Herrn Tarach diskreditieren, das ist alles. |
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@Rahab: was Du phantasierst, spricht für sich.
Aber der Text von Tarach hat ERSTENS mit "Groß-Israel" nicht das Geringste zu tun (weil Israel sich bei der "jordanischen Option" niicht vergrößert, da die Westbank ja zu Jordanien und Gaza zu Ägypten kommt) und ZWEITENS auch nicht von "Transfer", da die jordanische Option auch gar keinen Transfer beinhaltet bzw. vorsieht. Du willst durch diese Phantasien Herrn Tarach diskreditieren, das ist alles. |
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du solltest etwas genauer in Tarachs text lesen! oder wie habe ich dieses
"In Wahrheit ist die einzige praktikable Option, gegen die auch die Palästinenser keine vernünftigen Einwände vorbringen können, diese: Das Westjordanland (oder große Teile davon) vereinigt sich mit Jordanien und Gaza mit Ägypten." zu verstehen? im übrigen findet der transfer bereits statt wie (mal wieder) in ha'aretz nachzulesen www.haaretz.com/print-edition/opinion/the-silent-expulsion-1.297577 |
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schrieb am
24.06.2010 um 22:24
Wie Du diesen Text verstehen sollst? Na, so wie er da steht. Hat mit "Groß-Israel" nichts zu tun. Ich habe das oben schon geschrieben, und das ist so einfach, daß nur der es nicht versteht, der es nicht verstehen will.
Deine Behauptung, Dr. Tarach und vielleicht auch Louis Levy hätten "Groß-Israel-Fantasien" ist nicht nur an den Haaren herbeigezogen, sondern auch klar verleumderisch bzw. beleidigend. |
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kennst du den unterschied zwischen behauptung und vermutung?
aber: ich lasse mich gern davon überzeugen, dass die enkel derer vor stalingrad nun nicht anderswo - und sei es auch nur in der fantasie - versuchen, die verlorenen schlachten nebst land dazu zu gewinnen! |
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schrieb am
24.06.2010 um 22:37
Lol, peinliche Vorstellung, Herr Rahab.
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peinliche vorstellungen vielleicht bei Tarach und konkret und solchen, welche diese zeitung lesen - das mag sein.
ansonsten dachte ich ja immer, männers wären in der lage, politik sachlich zu diskutieren... na ja, gehört auch zu den meisjes. |
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Was ich ja fast vergessen hätte!
www.zionismus.info/grundlagentexte/stroemungen/jabotinsky-einfuehrung.htm dazu einige kurze texte von Jabotinsky himself: www.zionismus.info/grundlagentexte/stroemungen/jabotinsky-1.htm www.zionismus.info/grundlagentexte/stroemungen/jabotinsky-2.htm www.zionismus.info/grundlagentexte/stroemungen/jabotinsky-3.htm www.zionismus.info/grundlagentexte/stroemungen/jabotinsky-4.htm dazu noch www.marxists.de/middleast/ironwall/ironwall.htm www.marxists.de/middleast/brenner/ch10.htm (insbesondere deshalb interessant, weil darin auf im www nicht – aber in bibliotheken –verfügbare quellen zu Jabotinskys verbindungen zu Mussolini verwiesen wird ) aktuelles zur Jabotinksy-einschätzung findet sich hier: cgi.stanford.edu/group/wais/cgi-bin/?tag=israelpalestine-jabotinsky-and-fascism zu Arthur Koestler, einem wegbegleiter Jabotinskys, findet sich folgendes www.welt.de/welt_print/article1749863/Der_ruhelose_Utopist.html unbefangen zu lesen empfiehlt sich auch dieses: en.wikipedia.org/wiki/Betar_Naval_Academy und dieses www.springerlink.com/content/2707n34870814182/ und dieses www.williambowles.info/isrl-pal/2005/zio_nazis.html wie auch dieses www.answers.com/topic/the-east-bank-of-the-jordan und dieses www.answers.com/topic/greater-israel erreichbar auch über dieses www.answers.com/topic/zeev-jabotinsky Ach ja … auch wenn – das nennt sich dann historiographie? – zumindest im deutschen wiki die hinweise auf Jabotinskys und der revisionisten-zionisten Groß-Israel verschwinden … zumindest Ehud Olmert erinnerte sich im jahr 2006 noch daran, wie hier dokumentiert: www.welt.de/print-welt/article207456/Olmert_verzichtet_auf_ein_Gross_Israel.html und wer kann, steckt vielleicht mal die nase in dieses buch: www.worldcat.org/title/impact-of-gush-emunim-politics-and-settlement-in-the-west-bank/oclc/241547629 es kann in der stabi Berlin und stabi München ausgeliehen werden das buch beschäftigt sich ausgiebig mit dem masterplan von gush emunim für Judäa und Shomron von 1977. Ein vergleich des zu diesem masterplan gehörenden kartenwerkes mit aktuellen karten der westbank könnte erhellen, wie groß die teile der westbank, die nach Tarachs „Vorschlag zur Güte“ an Jordanien angeschlossen werden sollten/könnten, überhaupt noch sein könnten ohne in Israel einen bürgerkrieg zu provozieren. * Zu Gush Emunim siehe auch dieses: www.zecharya.com/papers/The_debate_over_Gush_Emunim.pdf Und wenn das werte publikum das alles durchgelesen hat, dann können wir darüber diskutieren, wie religiös einer sein kann ohne – wissentlich und vor allem wollentlich – religiös zu sein. Und wir können darüber diskutieren, wie nationalistisch einer sein kann, ohne – wissentlich und vor allem wollentlich – nationalistisch zu sein. Und wir können und müssen darüber diskutieren, ob das überhaupt geht, dass einer so von sich selbst oder etwas fremdem in ihm überrumpelt wird – und last but not least müssen wir darüber diskutieren, was daran links ist. …. falls sich mal wieder wer wegen der vielen links beschwert: mensch muß schon selber lesen, um herauszufinden, worum es geht. Sich ständig was vorkauen lassen ist nicht nur unappetitlich sondern auch bequem und nicht gerade ausweis selbständigen denkens. * ich kann sowohl die karten wie auch den ganzen masterplan – in hebräisch – für interessierte zur verfügung stellen… wäre dabei allerdings auf die hilfe der redaktion angewiesen (und muß dazu natürlich auch erst wieder in Berlin sein) |
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Manfred Breitenberger schrieb am 25.06.2010 um 09:31
@Rahab (bereits zuvor woanders gepostet) Nach ihren letzten beiden Blogs vermute ich, dass Sie über Tilman Tarach sprechen wollen. Ich habe Tilman Tarachs „Buch der Sündenbock“ gelesen. Ich kann das faktenreiche Buch jedem empfehlen der sich über den Nahost-Konflikt, Antisemitismus, und die Gründung Israels informieren will. Als Konkret-Leser habe ich natürlich auch seinen hervorragenden Artikel „Vorschlag zur Güte“ gelesen. Was spricht dagegen, dass sich Gaza mit Ägypten und das Westjordanland sich mit Jordanien vereinigen? Es gäbe keine Blockade mehr. Die Palästinenser würden nicht mehr in Armut leben. Sie wären mit ihren „Brüdern“ vereint, „müssten“ keine Raketen mehr abschießen. Es gäbe Frieden. Nach sagen wir 10 Jahren, wenn sich die Lage entspannt hätte, sich alles konsolidiert hat, können sich die Bewohner von Gaza und Westbank entscheiden ob sie in dem jeweiligen Staat bleiben wollen oder selbstständig werden. Oder geht es überhaupt nicht um das Wohl der Palästinenser? Geht’s um ganz was anderes? Geht’s darum dass der Staat Israel verschwinden soll? Soll Palästina „judenrein“ werden? mb |
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lieber mb
da ich mich mit zionismusgeschichte, geschichte des yishuv, geschichte des osmanischen reiches, geschichte des nahen und mittleren osten, geschichte der palästinensischen nationalbewegung, geschichte des staates Israel und so weiter und so fort zu beschäftigen, unter anderem auch indem und während ich in Jerusalem lebte (der mir liebsten stadt der welt) bereits länger als mein halbes leben beschäftige, habe ich mir erlaubt, auf etwas von dem hinzuweisen, was Tilman Tarach in seinem buch ausgelassen hat. nämlich den revisionistischen zionismus, den er völlig unter den tisch hat fallen lassen. Darüber ist zu sprechen. Und es ist darüber zu sprechen, ob es mit links-sein vereinbar ist, eine revisionistisch-zionistische politik zu unterstützen, und sei es dadurch, dass sie be- und verschwiegen wird. Wenn Sie mir jetzt allerdings glaubhaft machen, dass Sie garnicht links sind - dann finde ich Ihre unterstützung einer solchen politik zwar immer noch kritikwürdig. aber dann kann ich verstehen, weshalb Sie eine politik der landnahme (Carl Schmitt, der Nomos der Erde) unterstützen. was ich nun im weiteren erst mal garnicht nachvollziehen kann, ist Ihr pan-arabismus bis -islamismus, der in dem von Ihnen verwendeten wort "brüder" zum ausdruck kommt. könnten Sie mir erklären, wie Sie dazu kommen? und könnten Sie mir erklären - um Louis Levys frage aufzunehmen - wie Sie es mit der un-resolution 181 halten? und mit etlichen anderen, darunter die internationalisierung Jerusalems und die rückkehr der vertriebenen/flüchtlinge? im übrigen empfehle ich Ihnen, etwaige antisemitische regungen Ihrerseits auf der couch zu kurieren! |
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huch! sollte hier nicht irgendwo ein kommentierbarer kommentar von @walter ter linde vom 25.6.2010 um 10:30 rum sein?
na ja - egal.... also ... ihr lieben! wenn es zu schwierig ist, auf alle von mir verlinkten texte auf ein mal einzugehen ... ich räume ein, es ist ein kleines bißchen was zu lesen ... ... also: ich kann auch gern zu jedem längeren text einen extra-blog einrichten, auf dass die texte ausreichend gewürdigt und diskutiert und soweit nötig auch verständnisfragen gestellt und geklärt werden können. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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