Rahab

eier? am liebsten im glas!

15.02.2010 | 16:25

ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land - eine Phrase (II)

II    Zur Entstehung von "Ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land":

 

Für alle am israelisch-palästinenischen Konflikt Beteiligten  läßt sich die Quintessenz  desselben auf den Slogan 'ein Land ohne Volk für ein Volk ohne Land' reduzieren.

 

Als Schöpfer dieses Slogans gilt gemeinhin Israel Zangwill (Großbritannien 1864 - 1926), ein Schriftsteller 5).

Im April 1897 nahm er im Rahmen der britischen Makkabäer an einer Pilgerfahrt nach Palästina teil; er zeigte früh Interesse an der entstehenden Bewegung des politischen Zionismus und war Vermittler zwischen Herzl und wichtigen jüdischen Persönlichkeiten und Organisationen in England. Er nahm am 1. zionistischen Kongreß 1897 in Basel teil und galt in der britischen Presse als Sprecher der britischen Zionisten.

Zangwill war ein heftiger Verfechter des Uganda-Planes , im Gegensatz zu Theodor Herzl ein ausgesprochener 'Territorialist' 6) und trat 1905, nach dem 7. zionistischen Kongreß (27. Juli - 2. August 1905 in Basel), der den Uganda-Plan verwarf und Palästina als das einzig legitime Ziel jüdischer Einwanderung festschrieb, aus der zionistischen Organisation aus. Er gründete die Jewish Territorial Organization (ITO), deren Aufgabe der Erwerb von Land in Afrika oder anderswo zur Ansiedlung von Juden sein sollte.

 

Während des 1. Weltkrieges unterstützte Zangwill Wladimir Jabotinski bei dessen Bemühungen um die Gründung der "Jewish Legion".

1917 kam es zur Versöhnung zwischen Zangwill und Chaim Weizmann. Einer der Sprecher der Feier anläßlich der Balfour Declaration war Zangwill.

Die ITO stellte ihre Aktivitäten ein und Zangwill schloß sich wieder den Zionisten an, vertrat aber zunehmend kritische Positionen gegenüber der zionistischen Politik, die sich aus heutiger Sicht als revisionistisch charakterisieren lassen. U.a. forderte Zangwill den Transfer der palästinensischen Araber in andere arabische Staaten.

 

Als Schriftsteller, der mit Worten umzugehen wußte, wie auch als einer, der sich im politischen Zionismus bewegte, hätte Zangwill durchaus der Schöpfer dieses Slogans sein können; vielleicht hat er es sogar bedauert, daß dies nicht der Fall war. Insbesondere zum späten Zangwill, der den Transfer der  palästinensischen Araber in andere arabische Staaten forderte, was ja nichts anderes bedeutet, als daß er verlangte, das Land zu einem 'ohne - ein -Volk' zu machen, hätte dieser Slogan durchaus passen können. Dennoch ...

 

 

II.1              Die eigentlichen Urheber und ihr Kontext

Der Kontext, in dem der o.g. Slogan entstand, läßt sich anhand der allgemein zugänglichen Darstellungen zionistischer Geschichte auf die Schnelle nicht ausmachen. Da er aber zumeist im Kontext der Anfänge des politischen Zionismus angeführt wird, war zu vermuten, daß er sich im Zeitpunkt seiner Formulierung durch Zangwill nicht auf Palästina bezog, von dem die Vertreter des politischen wie auch des kulturellen Zionismus wie Theodor Herzl, Max Nordau und Ahad Ha'am z.T. aus eigener Anschauung wußten, daß es nicht unbewohnt war. Schließlich ließ Herzls 1896 erschienener 'Judenstaat' offen, welches genau das zukünftige Siedlungsgebiet sein sollte; Herzl selbst erwähnt ausdrücklich die Alternative Palästina oder Argentinien 7). Die Annahme lag daher  nahe, daß dieser Slogan den Versuch darstellte, das jüdische Problem in Europa und dessen zionistische Lösung: die Umsiedlung großer jüdischer Bevölkerungsteile durch den Erwerb einer Charta, d.h. hoheitlicher Rechte an einem Territorium, in eine griffige und eingängige Formel zu packen.

 

Bereits bei dem Versuch, diesen Slogan  oder auch diese "Phrase" 8) als ursprünglich in die Ideengeschichte des Zionismus gehörend in einem ihrer grundlegenden Texte  wieder aufzufinden, treten die ersten Schwierigkeiten auf. In keinem der ersten grundlegenden Texte des 'politischen Zionismus', weder in Herzl's 'Judenstaat' noch in den Protokollen der Zionistischen Kongresse noch in den Tagebuchaufzeichnungen Herzl's ( vor allem vom 12.Juni 1895) noch in den zahlreichen Korrespondenzen, läßt sich - auch im Ansatz nicht - die programmatische Idee des 'Land ohne Volk' finden 9).

 

Erst 1901 schrieb Zangwill  in der New Liberal Review 10):

 

"Palestine is a country without a people; the Jews are a people without a country. The regeneration of the soil would bring the regeneration of the people."

 

1920 gab er seine Quelle preis: 

 

"And if Lord Shaftesbury was literally inexact in describing Palestine as a country without a people, he was essentially correct, for there is no Arab people living in intimate fusion with the country, utilising its resources and stamping it with a characteristic impress; there is at best an Arab encampment..." 11)

 

Auffällig ist, daß Zangwill etwas klarzustellen bestrebt war, was 1901 der Klarstellung offenbar noch nicht bedurfte, nämlich den Unterschied zwischen Volk/Nation und Bevölkerung. Auffällig ist allerdings auch, daß er dem größten Teil der Bevölkerung, die 1920 in Palästina lebte, die Beziehung zum Territorium und das Interesse an dessen Entwicklung absprach und die arabische Form der Ansiedlung in Palästina als im besten Falle "encampent" bezeichnete - wobei zu fragen wäre, ob die Wertung des 'encampment'  nicht auch für den alten wie den neuen Jishuv gelten müßte. Wenn es auch verlockend ist, sich diesem besonderen 'Schlenker' in der Darstellung zuzuwenden, um herauszufinden, ob hier der homme de lettre oder aber der Politiker - und damit möglicherweise der Revisionist - gesprochen hatte, steht doch im Vordergrund, die Notwendigkeit der Unterscheidung zwischen Volk und Bevölkerung im Jahr 1920  näher zu untersuchen. Vorab ist aber nötig, der genauen Formulierung durch Lord Shaftesbury und der Bedeutung, die dieser seiner "Phrase" unterlegte, nachzugehen.

 

Lord Shaftesbury 12) begann sich mit der Eroberung von Syrien/Palästina 1831 durch Ibrahim Pascha für die Frage der Rückkehr der Juden nach Palästina zu interessieren. Dies stand im Zusammenhang damit, daß er sich zur in England weit verbreiteten chilistiasch/millenaristischen Richtung des Christentums bekannte. Diese endzeitlich und damit heilsgeschichtlich argumentierende Gruppierung erwartete die baldige Wiederkehr Christi, der die Rückführung der Juden nach Palästina  zwingend vorangehen mußte, wobei vorausgesetzt war, daß für die endgültige Wiederkehr Christi die Juden zum Christentum bekehrt werden müßten. Es blieb jedoch unentschieden, ob die Bekehrung vor oder nach der Rückkehr der Juden nach Palästina erfolgen werde bzw. müsse.

Seine "Phrase"   äußerte Shaftesbury 1853 in einem Brief an den damaligen Premierminister Aberdeen , in dem er schrieb, das damalige geographische Palästina (also die osmanische Provinz Syrien) sei "a country without a nation" das einer "nation without a country" übergeben werden müsse. Auf die selbst gestellte rhetorische Frage, ob es diese Nation gäbe, antwortete er: "To be sure there is, The ancient and rightful lords of the soil, the Jews!"13)

 

Sicherlich hatten auch Lord Shaftesbury's politische Vorstellungen darüber, welche Rolle Großbritannien in den Territorien des Osmanischen Reiches spielen sollte, das zunehmend territoriale Verluste hinnehmen mußte,  ihren Anteil an diesem Vorschlag.  Dennoch ist vermutlich der religiöse Kontext, in dem für Shaftesbury die - noch zu bekehrenden - Juden die "ancient and rightful lords of the soil" darstellten, wegen des heilsgeschichtlichen Zusammenhangs ebenfalls von großer Bedeutung.

 

Möglicherweise bewegte sich der zweite Schöpfer desselben Gedankens in ähnlichen Zusammenhängen.

John Lawson Stoddard (1850-1931,  aus Brookline, Massachusetts) äußerte seinen Gedanken vermutlich erstmals bei einem Vortrag über Jerusalem und das heilige Land im Jahr 1891/92 14). Stoddard gehörte zu einer der prominenten Familien New Englands, erhielt eine ausgezeichnete universitäre Ausbildung und bereiste zwischen 1874 und 1876 Griechenland, Konstantinopel, Ägypten und Palästina. Nach seiner Rückkehr in die USA begann er eine Karriere als Vortragsredner. Im Frühjahr eines jeden Jahres bereiste er Indien, Ost-Asien, Europa oder Latein-Amerika und im Winter eines jeden Jahres hielt er über seine Reisen Vorträge in den USA. 1896 stellte er diese Tätigkeit ein. Seine Vorträge wurden veröffentlicht in John L. Stoddards Lectures: llustrated and Embellished with Views of the World's Famous Places an People, Being the Identical Discourses Delivered During the Past Eighteen Years under the Title of the Stoddard Lectures. Band II der 1897 veröffentlichten Vorträge enthält die Berichte über Konstantinopel, Jerusalem umd Ägypten. Unter anderem schreibt er dort:

 

"In a place so thronged with classic and religious memories as Palestine, even a man who has no Hebrew blood in his veins may indulge in a dream regarding the future of this extraordinary people. Suppose a final solution to the "Eastern Question". Suppose the nations of the earth to be assembled in council, as they were in Berlin a few years ago. Suppose the miserably governed realm of the Sultan to be diminished in size. Imagine some portions of it to be governed by various European powers, as Egypt is governed by England at the present time. Conceive that those Christian nations, moved by magnamanitiy, should say to this race which they, or their ancestors, have persecuted for so long: " Take again the land of your forefathers. We guarantee you its independence and integrity. It is the least that we can do for you after all these centuries of misery." 15)

 

 

Danach fährt er fort:

 

"At present Palestine supports only six hundred thousand people, but, with proper cultivation it can easily maintain two and half millions. You are a people without a country; there is a country without a people. Fulfil the dreams of your old poets and patriarchs. Go back,-- go back to the land of Abraham."

 

Vermutlich handelt es sich nicht um einen Vortrag für eine jüdische Gemeinde, denn aus dem Dankschreiben Jacob H. Schiffs,  der sich für die offenen Worte Stoddards gegenüber den 'gentiles' bedankt, geht hervor, daß der Vortrag vor einem mehrheitlich nicht-jüdischen Publikum gehalten wurde 16).

 

Es ist nicht verbürgt, ob und auf welchen Wegen Stoddards Ansicht nach Europa und vor allem in jüdische Kreise gelangte. Hierüber kann man nur Vermutungen anstellen.

Deutlich ist allerdings, daß sowohl bei Shaftesbury als auch bei Stoddard in Bezug auf  Palästina von einem Land ohne ein Volk, also ohne eine Nation im Sinne des 19. Jahrhunderts, die Rede ist. Ebenso deutlich ist auch, daß von beiden die außerhalb Palästinas lebenden Juden nicht einfach nur als Fremde, sondern als Volk bzw. Nation mit Anspruch auf ein bestimmtes Territorium angesehen wurden. Beiden geriet aus wahrscheinlich machtpolitischen Gründen, die mit der zunehmenden Schwäche der Zentralregierung in Konstantinopel, deren zunehmenden Territorialverlusten und der immer stärker werdenden Durchdringung der Region durch koloniale/hegemoniale europäische Bestrebungen zusammenhingen, die in der Region Palästina ansässige Bevölkerung als Entität aus dem Blick.

 

Für Lord Shaftesbury mag dies seine religiöse Ausrichtung erklären, für Stoddard mögen seine Motive offen bleiben. Festzuhalten bleibt, daß sowohl im Amerika des 'nation-building' als auch im Europa der aufbrechenden und sich durchsetzenden Nationalismen das osmanische Reich mit seiner Bevölkerung nicht als eine Nation, auch nicht als Zentralregierung mehrerer klar voneinander unterschiedener Nationen gesehen wurde, sondern als Zentralregierung eines Konglomerates von Bevölkerungen unterschiedlichen nationalen Reifegrades. Für Palästina wäre hier der Frage nachzugehen, warum ausgerechnet dessen Bevölkerung nicht als nationale Entität (und sei es auch in nuce), sondern als je anderen Regierungen zuschlagbare Manövriermasse angesehen wurde.

 

Vermutlich speist sich dieser Blick aus einer Mischung bestehend aus der religiösen Prägung Europas, d.h. auch der religionsgeschichtlichen, zu der der religiös motivierte Judenhaß untrennbar hinzugehört, und den kolonialen/hegemonialen Ambitionen der europäischen Kolonialmächte.

 

Fakt ist, daß Zangwill 1920 die Notwendigkeit sah, die Bedeutung seines Rekurses auf Shaftesbruy zu erklären und dessen Meinung, wenn auch ex negativo, klarzustellen.

Zu fragen wäre, welche Konstellation Zangwill zu dieser Erläuterung drängte. Da dies aber einer gesonderten Untersuchung bedürfte, soll hier darauf verzichtet werden.

 

 Die fußnoten dieses teils werde ich in einem posting anhängen.

 

 
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Kommentare
Rahab schrieb am 15.02.2010 um 16:30
hier die fußnoten:

5 Encyclopedia of Zionism and Israel, hrsg. von Raphael Patai,

6 ein Befürworter der Ansiedlung in dem 1903 angebotenen heutigen Uganda, im Gegensatz zum 'Zionisten', für den die Ansiedlung nur in 'Zion', dem biblischen Palästina in Frage kam

7 Theodor Herzl, Der Judenstaat, Faks. von 1896, (27) "Man gebe uns die Souveränität eines für unsere gerechten Volksbedürfnisse genügenden Stückes der Erdoberfläche, alles andere werden wir selbst besorgen." und (29) "Palästina oder Argentinien? - Ist Palästina oder Argentinien vorzuziehen? Die Society wird nehmen, was man ihr gibt und wofür sich die öffentliche Meinung des Judenvolkes erklärt. Die Society wird beides feststellen."

8 Adam M. Garfinkle, On the Origin, Meaning, Use and Abuse of a Phrase, unveröffentlichtes Vortragsmanuskript ohne Datum aus dem Zionistischen Zentralarchiv

9 auch in den Tagebuchnotizen vom 12.6.1895, die beispielsweise Nur Masalha, Expulsion of the Palestinians, The Concept of "Transfer" in Zionist Political Thought 1882-1948, Washington 1992, 8f als Beleg für Herzls bereits 1895 formulierte Transferpläne dienen, kommt der Begriff 'Palästina' nur in der Formulierung 'Palästina-Rothschild' vor. *

10 The Return To Palestine, New Liberal Review, London, II, Dez. 1901, 627, zit. nach Garfinkle, 3

11 The Voice of Jerusalem, p.109, zit. nach Garfinkle, 8

12 1801-1885, Anthony Ashley-Cooper, seit 1851 17. Earl von Shaftesbury

13 zit. nach Garfinkle 10 m. w. Nachweisen

14 Garfinkle, 12

15 zit. nach Garfinkle, 11

16 Garfinkle, 13

* Da diese Tagebuchnotiz - übrigens eine von vielen des 12.6.1795 - bis heute
auch in wohlmeinenden nicht-israelischen Kreisen als Beleg dafür herangezogen wird, daß Herzl das Kernproblem des israelisch-palestinensischen Konfliktes von Anfang an erkannt habe, so z.B.in einer Buchbesprechung im Tagesspiegel am 11.8.1997, die sie auch noch in die Palästina-Reise Herzls im Jahr 1898 verlegte, sei sie im Wortlaut wiedergegeben:

"Bei der Landnahme bringen wir dem Aufnahmestaate gleich Wohlfahrt zu. Den Privatbesitz der angewiesenen Ländereien müssen wir sachte expropriieren.
Die arme Bevölkerung trachten wir unbemerkt über die Grenze zu schaffen, indem wir ihr in den Durchzugsländern Arbeit verschaffen, aber in unserem eigenen Land jederlei Arbeit verweigern.
Die besitzende Bevölkerung wird zu uns übergehen. Das Expropriationswerk muß, ebenso wie die Fortschaffung der Armen, mit Zartheit und Behutsamkeit erfolgen. (...)
Heute steigt mir der Gedanke auf, ob ich nicht viel mehr als die Judenfrage löse.
Nämlich tout bonnement die sociale Frage!"

(Theodor Herzl, Briefe und Tagebücher, hrsg. von Alex Bei, Hermann Greive, Moshe Schaerf, Julius H. Schoeps, Frankfurt/M. 1983, Bd. 2, 117ff)

Meiner Auffassung nach ist diese Notiz ein Beleg dafür, daß Herzl in aller Naivität und Begeisterung ohne überhaupt einen Gedanken an ein konkretes Aufnahmeland und die möglichen realpolitischen Folgen eine Lösung skizzierte, und zwar für ein europäisches Problem.
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.02.2010 um 16:44
Schick mir doch einfach das Buch zu ;-)
Rahab schrieb am 15.02.2010 um 17:13
sei doch froh, wenn de dir die bude nich mit büchers zuplastern mußt!
Deaktivierter Nutzer schrieb am 15.02.2010 um 17:16
Schon passiert, also eh egal.
born2bmild schrieb am 15.02.2010 um 19:24
Auch wenn die Autorin nicht 'links' ist, von mir ein Hinweis auf eine linke Sicht zur Geschichte des Zionismus:

Weinstock, Nathan, Das Ende Israels?
Nahostkonflikt und Geschichte des Zionismus

tinyurl.com/yclsydp

Daraus nur ein kurzer Auszug:

„Es ist nicht zu leugnen, daß die zionistischen Einwanderer in ihren Heimatländern verfolgt wurden und daß es nicht in ihrer Intention lag, die Araber in Palästina zu berauben. Man kann sogar hinzufügen, denn das ist richtig, daß die Pioniere der zweiten Einwanderungswelle gerade das koloniale Gebaren der jüdischen Pflanzer bekämpft haben und daß sie geprägt waren von einem egalitären und kollektivistischen Ideal, das seine Konkretisierung in der Arbeiter-Kolonisierung gefunden hat. Erkennen wir ebenfalls an, daß die ersten jüdischen Bauernhöfe auf dem Schweiße ihrer Arbeit unter sehr ungünstigen Bedingungen basieren. Alles das ist wahr. Dennoch läßt sich eine Entwicklung nicht nach ihrer Idee beurteilen, die man sich von ihr macht, sondern vielmehr nach ihrem wirklichen Inhalt. Daß die Zionisten der zweiten Aliya ernsthaft überzeugt waren, daß es darum ginge, ein republikanisches jüdisches Gemeinwesen zu gründen, - das braucht nicht diskutiert zu werden. Dennoch war ihr Unternehmen objektiv eine koloniale Expansion, wie Herzl es instinktiv gespürt hatte, als er vorschlug, Kolonialgesellschaften zu gründen, was die zionistischen Fonds dann auch waren.

Gewiß ist diese Geschichte tragisch: Die Verfolgten werden zu Verfolgern. Das Prinzip der »jüdischen Arbeit« führt zur autarken Absonderung. Das Projekt des jüdischen Staats zementiert den arabischen Nationalismus. Dies sind die objektiven Ereignisse, die die romantischen Ideale letzten Endes in den kolonialen Zusammenhang gebracht haben.“
thinktankgirl schrieb am 15.02.2010 um 19:36
Ja, eine tragische Geschichte, vor allem der Zusammenklang von Shoa und israelischer Staatsgründung.
Zur heutigen Entwicklung, sollte nicht vergesssen werden, daß rund 1 Million Menschen nach 1989 in Israel eingewandert sind, vor allem aus dem ehemaligen Warschauer Pakt Gebiet. Ich denke, daß ist mit ein Grund für das Ausweiten der Siedlungen. Zudem hat diese Generation keinerlei Verbindung zum Kibbutz-Gedanken.
Mich würde auch interessieren, ob die Ultraorthodoxen autochthon oder eingewandert sind.
Rahab schrieb am 15.02.2010 um 20:20
@ttg
das kommt auf die jeweilige gruppierung an. also beides.

es hat immer (ab nach der zerstörung des 2.tempels) eine jüdische bevölkerung in Palästina gegeben. und es gab immer eine zuwanderung, und zwar nicht nur ein paar 'durchgeknallte kabbalisten'. allerdings ist das mit den zahlen schwierig, weil es erste einigermaßen verläßliche zahlen aus den osmanischen registern erst ab 1850 gibt. aus diesen registern ergibt sich für 1850/1 eine gesamtbevölkerung von 340.000, davon 300.000 muslime, 27.000 christen und 13.000 juden - wobei in diesen zahlen, die Justin Mc Carthy (The Population of Palestine. Population Statistics...) ermittel hat, nur osmanische staatsangehörige enthalten sind. Wie weit darin schutzbefohlene der kapitularmächte enthalten sind oder nicht - keine ahnung. Man geht aber allgemein davon aus, dass die zahl der tatsächlich in palästina lebenden juden immer höher war als sich aus den registern ergibt.
jüdische gemeinden gab es in Safed (wichtigste und größte bis zum erdbeben 1838), Tiberias, Hebron und Jerusalem.
genaue zahlen von orthodoxen zu ermitteln ist wahrscheinlich noch schwieriger, denn: guck mal in 2.Samuel 24 -> da bestraft adonai die volskszählung unter king David mit drei tagen pest und 70.000 toten von Dan bis Beer-Sheba. Da kam auch Montefiore 1839 bei seinem zensus zum zwecke des fund-raising nicht gegen an; er kam auf 12.000, davon 9.000 Sepharden.

um den eindruck etwas zu konkretisieren:
es immigrierten 1875 ca. 200 Juden aus Georgien und dem Kaukasus nach Palästina. Bereits ab 1777 fand als Folge der Pogrome 1768 in Rußland die Einwanderung der Chassidim statt. 1808 wanderten Anhänger des Gaon von Wilna, die sogenannten Perushim, Gegner der Chassidim, nach Safed ein. 1810 immigierten Juden aus Kurdistan nach Tiberias, ab 1820 als Folge des griechischen Unabhängigkeitskampfes immigrierten sogenannte Ma'ariviyyim aus dem westlichen Nordafrika und Marokko. Nach einer weiteren Einwanderungswelle 1854 lebten in Jerusalem 1872 1.000 Mariviyyim, 1881 bereits 1.300. 1839 erfolgt auch die Einwanderung einer größeren Zahl von Juden aus Deutschland und Holland, die sich in Jaffo ansiedelten, da sie in Jerusalem wegen einer dort grassierenden Epidemie keine Aufnahme fanden.

ob es forschung dazu gibt, was aus diesen (und anderen) einwanderergruppen geworden ist, weiß ich nicht. autochthone sind die alle irgendwie geworden, nehme ich an. ob Und in welchen größenordnungen) sie heute zu den orthodoxen gehören, muß erst mal offen bleiben.

In ähnlicher weise gab es auch einwanderung von muslimen und christen. aber die zahlen hab ich nicht ermittelt - die brauchte ich für die untersuchung der jüdischen landwirtschaftlichen siedlungen bis 1904 nicht.
Rahab schrieb am 15.02.2010 um 20:30
@born2bmild
danke! man kann ja nicht alles haben ...
thinktankgirl schrieb am 15.02.2010 um 20:35
Madame Rahab,

danke für die ausführlichen Infos...ich erblasse.

Irgendwo, ich erinnere mich nicht mehr wo, sprach man von ca. 7% Ultraorthodoxen im heutigen Israel. Gab es schon während den ersten Jahren Israels diesen Anteil an Ultras oder ist er gestiegen oder nehmen wir nun mehr wahr. Unter Ultras verstehe ich die Jungs mit den Schläfenlocken, die ihre Frauen arbeiten lassen, da sie sich dem Bibelstudium widmen müssen...woraus sie dann entnehmen, daß sie von Gott beauftragt sind, auch noch den Rest der palästinensischen Gebiete sich unter den Nagel zu reissen.
Rahab schrieb am 16.02.2010 um 10:40
@born2bmild

nachdem mir nun die ganze nacht im kopf rumgegangen ist, wo eigentlich in dem von dir eingestellten zitat aus Nathan Weinstock, Das Ende Israels? Eine linke sicht zur geschichte des zionismus zum vorschein käme, versuche ich mal an ein paar ‚grade-rückungen’. Nicht korrekturen, eher ergänzungen.

Die erste beginnt damit, die zählung der aliyot (einwanderungswellen) in frage zu stellen. Oder zugespitzt: zu fragen, ab wann eigentlich bei den einwanderern, die es immer gab, von zionistischen die rede sein kann.
Für die erste aliya von 1882-1904 läßt sich das nämlich kaum bis garnicht sagen.
Zum einen ist das datum – 1882 – recht willkürlich gewählt. Es macht sich an der ankunft der ersten bilu’im am 6.7.1882 in Jaffo fest, die in der israelischen geschichtsschreibung als erste oder auch proto-zionisten betrachtet werden. Die bilu’im waren im grunde nichts anderes als andere auswanderungsvereine in Rußland, Rumänien und anderen osteuropäischen Ländern auch; sie formulierten allerdings im unterschied zu anderen in ihrem 1882 in ha’meliz erschienenen aufruf sechs thesen, darunter die von der rückkehr und dem wiederaufbau „unserer Nation auf dem heiligen Boden unserer Väter“ und die, auf dem boden Palästinas „den boden für die jüdische Staatlichkeit zu schaffen – ein Territorium, ohne das das Volk nicht sein kann“, die auf mehr ausgerichtet waren als die einfache suche nach einer alternativen lebensmöglichkeit auf eigenem grund und boden. Ansonsten ist die geschichte der bilu’im nicht gerade eine erfolgsgeschichte… ein interessantes faktum ist allerdings, dass die bilu’im, welche das land zur gründung der siedlung Gedera kauften, dafür die osmanische staatsangehörigkeit annahmen (weil nämlich der pascha von Jerusalem ein osmanischer patriot war und sich nicht bestechen ließ – so Joseph Salmon in einer sehr ausführlichen untersuchung zu den bilu’im in sefer ha’aliya ha’rishona))
Von den ersten ‚politischen’ zionisten aus gesehen wurde sie (also die bilu'im) so ähnlich wie andere philantropische siedlungsbemühungen beurteilt, nämlich so:

"Die jetzige Colonisation bewirkt:

a) Bereicherung aller herumliegenden
Dörfer
b) Verachtung der Juden seitens der anderen Bevölkerung ob der Demüthigungen, die der Jude wegen der Infiltration zu ertragen hat.
c) Administrationswirtschaft und damit Kriecherei.
d) Muthlosigkeit in den Reihen der Colonisten.
e) Planlosigkeit und Zufall, so dass auch kranke Plätze, wie Chedera, besetzt werden, weil diese ganze Thätigkeit nicht nach einem einheitlichen Plan verfahren dürfte, weil nicht absolute Rationalität in die Angelegenheit der Colonisation hineingeracht werden konnte. Deswegen wurden auf Schritt und Tritt die besten Projekte zunichte, deswegen musste man sich auf Stätten stürzen, die grosse Krankheiten hervorgerufen haben, die erst bei grossangelegter, planmässiger Colonisation, nach langen Jahren der Arbeit überhaupt in Betracht gezogen werden konnten.
f) Schaffung von kleinen Colonien, die deswegen ungemein schwach sind und deswegen viel grössere Kosten verursachen.
g) zum Theil auch Arabisierung wegen des Mangels vieler Juden (58) .

(...)Ob die Kleincolonisation oder sagen wir die Colonisation ohne geregelte Verhältnisse viel wird ausrichten können, ist schwer zu bestimmen. Die Ansichten der bisherigen Colonisatoren in Palästina gehen dahin, dass man wohl jährlich eine oder zwei kleinere Colonien nach dem alten System gründen kann, mehr nicht, das ist die Meinung von, ich kann wohl sagen, ausnahmslos allen Personen, die an der Colonisation in Palästina thätig sind und die mir diese Meinung ausgesprochen haben. Nur eine einzige hat sich etwas optimistischer geäußert.
Es ist kein Wunder! Die Einfahrt von Juden nach Palästina ist verboten, der Kauf von Ländern ist untersagt, der Bau von Häusern ist nicht gestattet. (...)
Wir müssen unentwegt danach streben, dass den Juden die Thore Palästinas geöffnet werden, daß sie ungehemmt Grundbesitz erwerben dürfen, daß sie Garantien in Bezug auf Abhängigkeit und Privilegien in Bezug auf Ertragssteuer erhalten. In cultureller Hinsicht ist seitens der türkischen Regierung der Status quo hinreichend. (...)
Bis dahin verdammen wir die Infiltration, während wir die Hebung der vorhandenen jüdischen Volksmassen in Palästina, welche, wie wir vorhin ausgeführt haben, sich dazu eignen durch Colonisation und industrielle Unternehmungen schon jetzt erstreben können. Zu beiden Zwecken soll uns unser neues Instrument, die künftige Bank, verhelfen."
(Mozkin in: Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des 2. Zionisten-Congresses gehalten zu Basel vom 28.bis 31. August 1897, Wien 1898, S.126f)

Überhaupt ist Mozkin für die entwicklung der jüdischen landwirtschaftlichen siedlungen ein recht guter gewährsmann. Für dem 2. zionisten-congress ermittelte er die folgenden zahlen:

Zu den Besitzverhältnissen stellte er fest, daß die von ihm angeführten fünfundzwanzig bestehenden Siedlungen (darunter sieben Besitzungen mit insgesamt 72.600 dunum in Transjordanien) insgesamt 155.210 Dunum erworben hatten.

Die Einwohnerzahlen der jüdischen landwirtschaftlichen Siedlungen (wobei die Einwohnerzahlen der Besitzungen in Transjordanien nicht angegeben wurden) wurden von ihm ebenfalls sehr genau dargestellt; sie ergeben folgendes Bild:

Mikveh Israel 225
Rishon le-Zion 531
Wadi el-Hanin 121
Rehovot 281
Ekron 150
Katra (Gedera) 69
Hartuv 28
Castina 105
Motza 15
Petah Tikwa 802
Hedera 153
Zikhron Ja'akov 870
Em-el-Djemel 98
Scheweja (Sheteya) 110
Rosh Pinna 315 (ca)
Jesud ha-Ma'ala 100 (ca)
Mishmar ha-Yarden 93
En Sebun(Ein Zeytin) 51
Metulla 233

Die aus den vorstehenden Zahlen sich rechnerisch ergebenden 4.350 Siedler rundete Mozkin unter Einbeziehung der 20 Familien von Peki‘in, der 13 von Schiff-Amon und der zwei Familien von Jericho auf nicht mehr als 5.000 jüdische Siedler, 'Colonisten' auf.
Von Mozkins berichtsjahr (1898) bis 1904 waren es nicht signifikant mehr geworden.

Damit bin ich bei der zweiten ‚grade-rückung’: die siedlungstätigkeit der 1.aliya, die zu einem sehr großen teil unter rothschildscher verwaltung stand und von rothschildschen geldern abhängig war, konnte ohne arabische landarbeiter nicht auskommen. Das kann Weinstock mit ‚koloniales Gebaren’ gemeint haben. Allerdings muß er sich fragen lassen (und fragt er sich ja auch selbst!), ob der mit der 2. aliya einsetzende gedanke von der ‚jüdischen arbeit’, der zum ausschluß von arabischen arbeitern in der landwirtschaft und zunehmend auch anderswo führte, weniger kolonial war. Oder nicht vielleicht sogar mehr kolonial – immerhin führten die auseinandersetzungen um die ‚jüdische arbeit’ zur spaltung von kibuz-bewegungen.

Schließlich, dritte ‚grade-rückung’: auch die darstellung Mozkins, was die haltung des OR zur jüdischen einwanderung und den erwerb von grund und boden anbelangt, ist nicht ganz zutreffend wiedergegeben:
Per erlaß vom 9.3.1857 wurde das OR für einwanderung geöffnet.
Die - individuelle - Einwanderung sollte erlaubt sein unter der Voraussetzung, daß der Aspirant die osmanische Staatsbürgerschaft annahm, sich zu Loyalität gegenüber dem Sultan verpflichtete und bereit war, die Gesetze des osmanischen Reiches zu respektieren, d.h. auf seine Rechte aus den Capitulationen zu verzichten, falls er Angehöriger eines Capitularstaates war. Die Einwanderung sollte jedem unabhängig von seiner Religion und Hautfarbe gestattet sein; Religions- und Kultfreiheit und die Einrichtung von Kultstätten wurde garantiert. Die Ansiedlung sollte auf fruchtbarem Staatsland erfolgen; bei Ansiedlung in Rumelia war eine 6-jährige Befreiung von Steuer und Militär vorgesehen, bei Ansiedlung im asiatischen Teil eine 12-jährige. Der Einwanderer war mit einem 20-jährigen Veräußerungsverbot hinsichtlich des Bodens belegt. Das Einwanderungsverfahren sollte über die Konsulate abgewickelt werden, dort sollten die Anträge mit Listen über Berufe und Vermögen der Aspiranten eingereicht werden.

Der Erlaß wurde in allen größeren europäischen Zeitungen veröffentlicht und löste ein großes Echo aus. Es kamen Anfragen aus ganz Europa: Italien, Polen, dem Elsaß, der Schweiz, vom britischen Konsul auf Zypern für irische Bauern, aus Preußen, selbst aus den USA, aus Bessarabien und dem südlichen Rußland Rußlanddeutsche, aus Malta, - - aber fürs erste keine Anfragen von Juden aus Europa, vor allem nicht aus Osteuropa. (Mein gewährsmann hierfür ist Kemal H.Karpat, Ottoman Immigration Policies And Settlement in Palestine)

Woran dem OR nicht gelegen war, gerade der erfahrungen mit den sog. capitulationen wegen, war eine gruppeneinwanderung unter national-religiösen vorzeichen.
Dass dennoch auch gruppeneinwanderung stattfand, belegen die gründungsdaten der siedlungen.

31.7.1882 Rishon le Zion: Siedler aus Rußland und Rumänien
Sept.1882 Rosh Pinna, das frühere Ge-Oni durch die Aguda le Yishuv Eretz Israel (Rumänien)
10.10.1882 Zikhron Ya'akov (arabisch Zamarin) durch Va'ad ha-Merkazi (Rumänien)
Ende 1882 Petah Tikwa (1878 gegründet und wieder aufgegeben) wird erneut besiedelt
18.8.1883 Yesud ha Ma'ala durch Nahalat Sadeh ve Kerem (Rußland); März 1884 bezogen
21.10.1883 Ekron später Mazkeret Batya, von Rothschild über Mikveh Israel finanziert; 12.9.1884 durch litauische Juden bezogen
1883 Nahalat Reuven im Wadi el Hanin, privat
1883 Pelman Grotten, privat
Dez. 1884 Gedera (Katra), die landwirtschaftliche Siedlung der Bilu'im (Rußland)
1884 Shoshanat ha Yarden, privat (Litauen)
Aug. 1890 Rehovot durch Menuha ve Nahala (Polen)
Winter 1890 Hadera, ab 1892 von Rothschild finanziert
Ende 1891 Ein Zeytim durch Hovevei Zion
Dazu kommen noch: Motza, Hartuv (1894-95), Metullah, Be'er Tuviyya (Castina) , Metulla (1896), Bnai Yehuda, eine farm in Jeilin (1895), Mahanayim (1899 - 1903) und Gan Shmuel(1894) .
1899 Sejera
1901 Atlit
Dez. 1901 Kefar Tavor (Mes'ha), Yavniel und Melahemiya
1903 Bet Gan
1903 Givat Ada
1904 Kefar Saba

Insgesamt wurden im zeitraum 1882 bis 1904 dreißig siedlungen gegründet, etliche davon auch in mehreren anläufen. 1904 existierten davon noch 28 siedlungen .

Damit will ich’s mal gut sein lassen.
Und eine weitere nacht darüber schlafen, wie ein weiterer einstieg in das aussehen könnte, was Weinstock so benennt: „Das Projekt des jüdischen Staats zementiert den arabischen Nationalismus. Dies sind die objektiven Ereignisse, die die romantischen Ideale letzten Endes in den kolonialen Zusammenhang gebracht haben.“
born2bmild schrieb am 16.02.2010 um 11:23
Die von mir so bezeichnete linke Sicht zur Geschichte des Zionismus ist äußerst eingeschränkt in dem Zitat wiedergegeben.
Das 1. Kapitel des Buches

Weinstock, Nathan, Das Ende Israels?
Nahostkonflikt und Geschichte des Zionismus

gibt eine ausführliche Darstellung und kann unter dem bereits angegebenen Link

tinyurl.com/yclsydp

gelesen werden.

Wenn Du allerdings auf jeden Satz des Kapitels so ausführlich eingehen willst, wird eine aliyahpedia daraus ;-)
Rahab schrieb am 16.02.2010 um 12:13
nun, ich dachte, es sei eine gute gelegenheit, mal ein bißchen was zu einem gründungsmythos (stammt nicht von mir, sondern von post-zionistischen historikern) darzulegen.
carlfatal schrieb am 16.02.2010 um 15:48
Ich weiß wie sehr viele andere viel zu wenig über die historischen Vorgänge, die letztendlich im heutigen "Nahostkonflikt" ihre Fortsetzung finden. Mir hat die Lektüre deiner beiden Artikel jedenfalls wieder mal einiges in Erinnerung gerufen und klargemacht, wie groß meine Wissenslücken sind (und womit ich sie etwas verkleinern kann). Wenn in der Folge bei manchen die Einsicht einsetzt, daß Platitüden und grobe Vereinfachungen der Lösung von Konflikten eher entgegenstehen als nützen, würd´s mich freuen.
Vielen Dank, cf
Michael Jäger schrieb am 17.02.2010 um 01:32
Vielen Dank auch von mir für die Mitteilung dieses differenzierten Wissens. Das ist eine große Hilfe.
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