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Gott ist sterblich

Kultur | 15.10.2011 | 12:00 Georg Seeßlen
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15.10.2011 | 21:43 crumar
Georg Seeßlen sollte bei Filmkritiken bleiben - das kann er sehr gut. Einen Nachruf auf die Ikone einer Branche, von der er wohl wenig genug versteht, um einen schlechten Artikel zu schreiben, sollte ...
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16.10.2011 | 15:35 unionista
Ich finde Georg Seeßlens Artikel richtig gut. Denn er zeigt die Mechanismen, wie Steve Jobs zum Erlöser (von den Unbilden der Maschine, dem eisernen Griff der Musikindustrie, dem Kartell der Verlage) stilisiert wird. Natürlich hat er das für den Gewinn der Firma Apple und für sich gemacht hat, nicht aber um die Menschheit voranzubringen. Das wird gerne ausgeblendet. Das hat er toll gemacht, Jobs hat es auch geschafft, dass Computer jetzt hand- oder A4-große Multifunktionsgadgets mit einem Mensch gerechten Interface sind und die darunter liegende Computertechnik nicht mehr für den Benutzer als Barriere fühlbar ist (was sind Treiberprobleme?). Klasse. Aber man sollte mal die Kirche im Dorf lassen, Jobs war nie ein Heiliger und schon gar kein Revolutionär im gesellschaftlichen Sinn. Er wollte sein Ding machen und er war ein genialer Verkäufer und Firmenchef mit ausgezeichnetem Designgeschmack. Ein paar wichtige Strategien hat er sich von IBM abgeschaut, und in Apple überführt: Das Bundling von Software und Hardware und die Exklusivität der Geräte (nur von Apple, von niemandem sonst). Und er ging sogar noch einen Schritt weiter als IBM: Nicht nur die Betriebssoftware und wichtige Programme gab es von Apple: Er übernahm beim iphone/ipad auch die Kontrolle über die Fremdsoftware, was nicht mal Microsoft für ihr BS gelang (Apps ausschließlich über den von Apple kontrollierten Appstore) und die Nutzerdaten (Musik über itunes). Im Prinzip ist das also eine altbekannte Strategie der früheren Computerkonzerne, die ihre Kunden immer so weit wie möglich in einem abgeschlossenen Biotop knebelten. Nur noch perfektioniert und umfassender. Nur weil die Geräte mit dem i so schön zu bedienen sind und alles so gut zusammenpasst und funktioniert, stört dieser goldene Käfig offensichtlich niemanden. MIt der icloud wird der nächste Schritt gemacht. Wer wird den Applezoo nochmal verlassen, wenn alle relevanten Daten mit ihren ganzen iVerknüpfungen in der iWolke liegen und von dort vermutlich nie in ein anderes System automatisch migriert werden können? Das ganze ist ein einziges System zur Kundenbindung, wie das Microsoft auch schon mal sehr unvollkommen mit seinen Officeprogrammen und ihren geheimen Binärformaten gemacht hat. Ich sehe in alledem nichts Avantgardistisches und Revolutionäres. Nur ein nachhaltiges Marketingkonzept für Geräte, die tatsächlich neue Standards in Bedienung und Softwareintegration gesetzt haben.
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Risiko kostet

Politik | 08.04.2011 | 11:45 Ulrike Winkelmann
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09.04.2011 | 20:56 unionista
Ich kann mich noch sehr gut erinnern, als Zeit- und Berufssoldaten auf einmal ihren Pazifismus entdeckten und den Kriegsdienst verweigerten, als Anfang der 1990er die ersten internationalen Konflikte mit Bundeswehrbeteiligung drohten. Da fiel manchem auf, dass es mit dem sicheren und ruhigen Arbeitsplatz mit guter Bezahlung und viel Freizeit in einer gemütlichen Kaserne in der deutschen Provinz auf einmal zu Ende sein könnte. Doch kein Job wie jeder andere. Schon die Bezeichnung "Arbeit" für das Soldatentum ist diskussionswürdig. Vordergründig ist es natürlich ein Beruf, ein Job, der geleistet wird: Ein Flugzeug fliegen, ein Panzerfahrzeug fahren, eine Kanone feuern. Aber auch: Einen Einsatz leiten, Nachschub organisieren. Diese Tätigkeiten zielen im Zweifelsfall immer darauf zu töten beziehungsweise dieses zu ermöglichen. Und dann ist da das Risiko, selbst getötet werden. Wenn du dich erst einmal darauf eingelassen hast mit deiner Unterschrift, gibt es keine Kündigungsmöglichkeit mehr - bis deine Zeit bei der Truppe abgelaufen ist, bleibst du dabei. Nur bei Dienstunfähigkeit oder Tod kommst du früher raus. Das gibt's in keinem anderen Job.
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Kostet doch mal

Alltag | 13.01.2011 | 13:20 Sabine Durrant
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15.01.2011 | 14:55 unionista
Ein PR-Porträt ohne Ecken und Kanten. Die typische Underdog-Geschichte, die Legende vom Aufstieg: Da hat es einer geschafft, von ganz unten. Das lesen wir so gern. Der Haken: es ist die Geschichte, di...
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16.01.2011 | 17:20 unionista
Das stimmt. Die Übersetzerin steht drunter. Das mit blau/hellblau wusste ich nicht.
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unionista
leser des papierenen und digitalen freitags. forum entdeckt. registriert. das wars.
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16.10.2011
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Logbuch
17:58
Nur mal so hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:55
KarinL. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:43
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:39
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:38
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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