Rapanui

Landschaftsgestaltung

03.09.2011 | 19:31

Der Bankrott des Gläubigen Ulrich Schäfer im Freitag

Im Freitag Nr. 35 erschien gerade ein Artikel von Ulrich Schäfer, leitender Redakteur der Süddeutschen Zeitung unter der Überschrift "Die Ungläubigen in den Bankrott treiben". In der Online-Ausgabe ist der Artikel jetzt noch nicht verfügbar. Wird aber noch.

Der Artikel schwingt sich zur These auf: "Al Quaida ist in diesem Wirtschaftskrieg weitaus erfolgreicher, als es der Westen wahrhaben will. Mit ihren steten Attacken, mit Hunderten von Anschlägen in den USA, in Europa, in Asien und Afrika haben die islamistischen Terroristen im zurückliegenden Jahrzehnt Millionen von Jobs zerstört und Billionenvermögen vernichtet, sie haben mit ihren Bomben die Börsen erzittern und Aktienkurse abstürzen lassen, sie haben die Wirtschaft gelähmt und ihr zusätzliche Kosten  auferlegt - nicht bloß Sicherheitskosten. Öl wurde teurer, der weltweite Handel gefährlicher, die Börsen labiler, weil die Unsicherheit in der Ökonomie durch den Terror gewachsen ist."

Ausgangspunkt der Überlegungen von Ulrich Schäfer ist Paul Kennedys Buch "The Rise and Fall of Great Powers" aus dem Jahr 1987. Schäfer behauptet in seinem Artikel, dass dieses Buch eine "strategische Blaupause für die gefährlichste Terrororganisation der Welt liefern würde". Grundlage seiner Behauptung ist ein Zitat von Bin Laden in einer Videobotschaft aus dem Jahre 2007, in der Bin Laden auf einen "europäischen Denker", der den Untergang der Sowjetunion vorausgesagt habe, verweist. Paul Kennedy hat den Untergang der Sowjetunion nicht "vorausgesagt" wie Schäfer behauptet. Kennedy hat eine genaue Analyse der imperialen Überdehnung der Sowjetunion geliefert und sich mit konkreten "Vorhersagen" zurückgehalten. Dazu aber hätte Schäfer das Buch sorgfältig lesen müssen und hätte dann gefunden:  "Das heißt nicht (das schreibt Kennedy explizit gesperrt, Anm. des Verf.), daß die Sowjetunion dicht vor dem Zusammenbruch steht, aber sie sollte auch nicht als ein Land von übernatürlicher Stärke angesehen werden." (S. 757, Franfurt/ Main, 1989).

Die Differenz zwischen Kennedys epochalem Werk und Schäfers Polit-Ratgeber kann größer nicht sein. Während Kennedy das Phänomen der "imperialen Überdehnung" und des daraus resultierenden Abstiegs aus einer detailreichen und systematischen  Analyse der Wirtschaftskraft historischer Imperien erklärt, behauptet Schäfer allen Ernstes, dass Al Quaida in einer "perfiden Doppelstrategie" (sic!) die USA und ihre Verbündeten in einen "langen und teuren Zermürbungskrieg hineinziehen will" und den "Wohlstand der Amerikaner und Europäer sprengen und ins Wanken bringen wollen". Nun können politische Abenteurer vieles wollen, bei Schäfer aber wird dieses Wollen zur Erklärung der wirtschaftlichen Krise des "Westens" herangezogen.

Schäfer verdreht Ursache und Wirkung, bei ihm wird Al Quaida zu Ursache und Auslöser des Sturzes der Weltmacht USA. Vor der Analyse der ökonomischen Lage in den USA drückt sich Schäfer, in dem er lediglich von "Veränderungen in der Wirtschaftskraft" spricht. Diese "Veränderungen" bekommen "zentrale Bedeutung" und werden zum "Ansatzpunkt der Strategie Al Quaidas". So motzt Schäfer seine vorgelegte schlichte  Analyse durch das Nennen des großen Kennedy auf, ohne dessen Methoden anzuwenden und ich vermute auch nie verstanden zu haben.

Es ist eine intellektuelle Zumutung, diesen Artikel von Schäfer überhaupt lesen zu müssen und es ist eine Zumutung für einen "Freitag" Leser diesen Artikel hier angedient zu bekommen.

 

 

 

 

 
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Kommentare
born2bmild schrieb am 03.09.2011 um 20:18
Jakob Augstein arbeitete Von 1993 bis 2003 a für die Süddeutsche Zeitung (SZ) in München und Berlin.
Bevor Grassmann im September 2008 als Chefredakteur zum "Freitag" ging, war er viele Jahre lang Politikkorrespondent im Berliner Büro der SZ.
Wenn ein alter Kumpel aus SZ-Zeiten weltbewegend deliriert, dass Al Kaida die "freie Welt" ökonomisch in die Knie zwinge, so gewährt man ihm Raum, um im irgendwie linken Freitaz die Nain Il Even-Gedächtniswochen einzuläuten.
Rapanui schrieb am 03.09.2011 um 22:44
@ born2bmild schrieb am 03.09.2011 um 20:18

>>>....so gewährt man ihm Raum, um im irgendwie linken Freitaz die Nain Il Even-Gedächtniswochen einzuläuten.<<<

Nur warum?

Ich habe versucht, in dem Artikel interessante Überlegungen zu finden - auch wenn ich diese nicht teile. Aber der Artikel taugt zu gar nichts.
Rosa Sconto schrieb am 03.09.2011 um 22:20
Thema Freiheit vs Sicherheit
Rapanui schrieb am 03.09.2011 um 22:51
@ Rosa Sconto schrieb am 03.09.2011 um 22:20

Nein.

Propaganda gegen Kritisches Denken.
Rosa Sconto schrieb am 03.09.2011 um 23:15
genau das meinte ich doch....
Phineas Freek schrieb am 03.09.2011 um 22:41
Vielleicht sollte Herr Augstein seinem furchtsamen Kumpel einfach ein Ticket nach Tripolis spendieren. Dann kann der Herr Schäfer sich wieder beruhigen und mit eigenen Augen feststellen, dass Al Kaida eigentlich eine Supertruppe ist: wehrhafte Demokraten mit allen westlichen Idealen gewaschen, im Kampf gegen die arabische Despotie!
Das diese "Befreiung" Tripolis mittlerweile mehr Opfer (und erheblich mehr Schaden) kostete und noch kostet, als die Al Kaida zugerechneten Anschläge am 9/11, spricht da nur für die Güte und das edle Anliegen der Sache!
Also alles im Lot – die Bomben und die hübschen anderen Dinger gehen immer noch und wie gehabt genau da hoch, wie ursprünglich geplant!
Phineas Freek schrieb am 03.09.2011 um 22:42
Rapanui schrieb am 03.09.2011 um 23:09
Wie wird ein solcher Artikel produziert?

Herr Schäfer muss doch wissen, dass dieser Artikel in der FC auf etwas mehr "Erstaunen" stoßen wird, als z.B. in der SZ. Verfolgt er eine Mission? Erfüllt er seine Pflicht als Propagandist? Glaubt er diesen Unfug wirklich? Will er provozieren? Will er sein Revier auch hier markieren?

Der Inhalt ist das eine, das kann ich kritisieren. Die Geste der Redaktion aber, mir so etwas hier vorzusetzen, bedarf noch einigen Nachdenkens bei mir.
Rosa Sconto schrieb am 03.09.2011 um 23:45
@ Al Kaida oder Phineas Freek oder was auch immer, was haben Cia-Folterstuben und ein ausgedienter Diktator damit zu tun wenn, Schäfer im Freitag so tut als hätte es ausser Kennedy keinen Noam Chromsky, keinen Chalmers Johnson gegeben hätte? Links posten kann jeder, Sie machen Kritik nur zu einem Vorurteil.
Phineas Freek schrieb am 04.09.2011 um 00:36
Ich bin nicht dafür verantwortlich, dass Sie offenbar nicht lesen können und aufgrund dessen unsinnige Fragen stellen, um ihre Vorurteile als Kritk zu verkaufen.
Rapanui schrieb am 04.09.2011 um 09:11
@ Rosa Sconto schrieb am 03.09.2011 um 23:45

>>>was haben Cia-Folterstuben und ein ausgedienter Diktator damit zu tun wenn, Schäfer im Freitag so tut als hätte es ausser Kennedy keinen Noam Chromsky, keinen Chalmers Johnson gegeben hätte?<<<

Sehr viel.

Phineas zeigt mit dem Link die Idiotie, dass Al Quaida in Libyen ein Verbündeter der "Befreier" ist.

Zwei Wochen später nennt Schäfer es vielleicht Teil der "perfide Doppelstrategie", dass Al Quaida die NATO in den Krieg gegen Ghaddafi gezwungen hat und damit den "Westen" zu "Überdehnung" und "Niedergang" gebracht hat.
Phineas Freek schrieb am 04.09.2011 um 15:24
Wenn der Schwanz mal wieder mit dem Hund wedelt.
…diese schwerelose und steile These (Schäferartikel) scheint wohl die „westliche Parteilinie“ und Vorgabe (wer macht die und sorgt für deren flächendeckender Umsetzung?) sämtlicher offiziellen „Gedenken“ zum 10ten zu sein. Seit 10 Jahren also nichts Neues, was die PROPAGANDISTISCHEN Inhalte betreffen.

Ein anderer dienstbarer Alleschecker sämtlicher geheimdienstlicher Umtriebe und verlässlicher Geist der Arbeitgeber „unsriger“ Dienste, verbreitet da einen ähnlichen Unfug.

www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article2013565/Die-USA-sind-in-eine-Falle-gegangen.html
Rosa Sconto schrieb am 04.09.2011 um 17:49
Das Hauptproblem ist, dass Dumme so selbstsicher, die Neugierige voller Zweifel sind.
Rechthaberische Jammerlappen haben keine Verantwortung und sind darum noch trolliger als Schäfer weil sie nur schwätzen wenn sie keine Links posten.
Phineas Freek schrieb am 04.09.2011 um 18:59
In Ihrem Falle sind das Hauptproblem allem Anschein nach Sie selbst - mit Ihren unbegründeten, willkürlichen und wenig liebenswürdigen Projektionen und Pissmarken, wenden Sie sich da mal lieber an einen Fachmann Ihres Vertrauens.
claudia schrieb am 05.09.2011 um 09:53
>>Verfolgt er eine Mission?<<
Missionare treten ja hier im Dutzend billiger auf.
Das Zeug wird einfach gestreut. Wo es auch Ungläubige gibt fällt das nur mehr auf als anderswo.
merdeister schrieb am 04.09.2011 um 10:47
Ohne nur halb soviel von der Materie zu verstehen wie Du, erschien mir der Artikel die Situation sehr vom Ergebnis aus zu betrachten und dann Belege dafür zu sammeln. Ähnliches ist mir in anderen Zusammenhängen in letzter Zeit oft begegnet. Insofern vielen Dank für die Bestätigung meines Eindrucks.
claudia schrieb am 04.09.2011 um 10:55
>>...einen "europäischen Denker", der den Untergang der Sowjetunion vorausgesagt habe, verweist.<<
Jaja, die grossen Denker.
Russland war 1917 kein eintwickelter Industriestaat, sondern ein sogenanntes "Schwellenland". Die Bolschewiken versuchten, den Aufbau einer moderne Industrie voranzubringen, zunächst durch den Bürgerkrieg dar in behindert. In den 30er Jahren, angesichts eines drohenden deutschen Überfalles, wurde ein sehr grosser Teil der Produktivkraft in die Kriegsrüstung gesteckt.

Nach dem 2. Weltkrieg blieb aufgrund des Wettrüstens ein sehr erheblicher Teil der Produktivkraft dem zivilen Aufbau entzogen blieb. Zu erkennen, dass die Sowjetunion dabei gegenüber den schon früher industrialisierten Staaten immer mehr ins Hintertreffen geriet, dafür brauchte man keine grossen Schwurbler, die den "Denker" geben.
In den 80er Jahren setzten sich in der KPdSU Leute durch, die den vorhersehbaren Zusammenbruch abwenden wollten. Letzlich erfolglos, wie wir wissen.

---
Ihre Islamisten haben sich die freiheitlich-westlichen Demagogien selber herangezogen. Beginnend mit dem Hochjubeln der afghanischen "Mudschaheddin" als "Freiheitskämpfer".

Nützliche Idioten sind vielseitig nutzbar, wenn man sie mal hat.
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 09:34
>>>Zu erkennen, dass die Sowjetunion dabei gegenüber den schon früher industrialisierten Staaten immer mehr ins Hintertreffen geriet, dafür brauchte man keine grossen Schwurbler, die den "Denker" geben.<<<

Falls Sie mit "großen Schwurbler" Paul Kennedy meinen, dann muss ich Ihnen widersprechen. Er stellt eine These auf und untersucht diese - präzise und ohne ein schon vorher feststehendes Ergebnis. Das ist genau die entgegengesetzte Methode die Schäfer anwendet - genau genommen ist das gar keine Methode - sondern Propaganda. Schäfer wendet Christoph Heins berühmte "Fünfte Grundrechenart" an. Merdeister verweist oben auch darauf; zuerst wird der Schlusstrich gezogen und dann wird solange gerechnet, bis das schon vorher feststehende Ergebnis herauskommt.

Schäfer agiert hier niveaulos und vorhersehbar propagandistisch wie der leitende Redakteur einer SED-Bezirkszeitung. Warum er das als ein maßgeblicher Journalist, der so etwas wie einen professionellen Ruf zu verlieren hat, tut, ist die eine Frage. Warum die Redaktion des "Freitag" kein Gespür für die Niveaulosigkeit des Artikels hat und diesen veröffentlicht, die andere.
claudia schrieb am 05.09.2011 um 13:53
>>ohne ein schon vorher feststehendes Ergebnis.<<
1987 war das kaum noch möglich, denn die Folgen des Wettrüstens waren unübersehbar.
Nachdem es gelungen war, sie Sowjetunion in einen zermürbenden Gebirgskrieg zu ziehen, bestand kaum noch Zweifel, dass die SU als erstes zusammenbricht und die die Staaten des kapitalistischen Westens übrigbleiben. Überig bleiben, mehr nicht.

Gehen wir mal ins das Jahr 1970 zurück: Damals erschien der Aufsatz "Wird die Sowjetunion das Jahr 1984 erleben?". Amalrik ging nicht vom Wettrüsten als monkausaler Ursache aus, sondern davon, dass das Sowjet(-"räte)system von einer autoritären Machtelite ausgehebelt worden war. Dass also die Sowjetunion eben keine Räterepublik war, sondern ein autoritär von oben nach regiertes Imperium, in dem nichts von "unten" nach"oben" delegiert werden konnte.
Damit lässt sich u.A. auch erklären, warum die Sowjetunion dem Wettrüsten nicht anderes entgegensetzen konnte, als den im 2. Weltkrieg entstandenen militärisch-industriellen Komplex weiter auszubauen.

Versuchen wir, Amalriks Thesen auf die kapitalistischen Staaten anzuwenden, dann finden wir Ähnliches: "Demokratie" funktioniert
im Kapitalismus nicht, sondern existiert nur als Worthülse. Hinter dem Popanz "repräsentative Demokratie" herrscht eine kleine Mindnerheit, die keine Aufträe "von unten" annimmt.

Von Amalrik konnte man was lernen, auch wenn seine Einschätzung in einigen Details nicht zutraf.

Was konnte man von Paul Kennedy lernen, das wir nicht vor seiner Veröffentlichung auch schon wussten?
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 14:46
@ claudia schrieb am 05.09.2011 um 13:53

>>>Was konnte man von Paul Kennedy lernen, das wir nicht vor seiner Veröffentlichung auch schon wussten?<<<

Claudia, mir geht es in erster Linie nicht um eine Verteidigung Kennedys, da gibt es genug anzumerken. Ich zeige zu allererst, dass Kennedy wissenschaftlich arbeitet und Schäfer sich mit seinem seichten Erguss hinter ihm versteckt.

Anmerken möchte ich, dass ich Kennedys Buch weder 1987 noch 1989 lesen konnte, sondern eben erst nach 1990. Insofern besitzt es für mich zumindest biografisch ein hohes Erkenntnispotenzial. Der Erkenntniswert des Buches liegt auch nicht darin, den Untergang der Sowjetunion vorherzusagen, das ist nur der von Schäfer benutzte Popanz.

Ich habe gerade mal mein Bücherregal durchgekramt und finde da folgende Titel:
Schachnasarow, Die Zukunft der Menschheit, Urania, Berlin 1982 + Hanke, Ins nächste Jahrhundert, Urania, Berlin 1983. Das war es z.B. , was ich bis 1989 lesen konnte.

Ich wusste vieles vor dem Lesen von Kennedys Buch noch nicht.
Phineas Freek schrieb am 05.09.2011 um 15:40
( claudia schrieb am 05.09.2011 um 13:53)

@claudia
…nur ein von „Unten nach Oben“ verwaltetes, alle Demokratieideale berücksichtigendes, kommunistisches Räteparadies, wäre dem gleichen Vernichtungswillen ausgesetzt gewesen, welcher der untergegangene SU entgegengebracht wurde…
Um ein wehrhaftes Arsenal an Kriegsmitteln aller Art, inkl. einer umfangreichen Atombewaffnung, inkl. einer „glaubwürdigen“ Demonstration ihres Einsatzes, kämen auch die redlichsten Anarcho- und Edelkommunisten nicht herum…was passiert denn da aktuell gerade in Libyen!!…alles nur traurige Argumente um sich als Staat (oder als nichtstaatliche "territoriale Verwaltungseinheit") bis an die Zähne zu bewaffnen!!!
claudia schrieb am 05.09.2011 um 17:04
>>…nur ein von „Unten nach Oben“ verwaltetes, alle Demokratieideale berücksichtigendes, kommunistisches Räteparadies, wäre dem gleichen Vernichtungswillen ausgesetzt gewesen, welcher der untergegangene SU entgegengebracht wurde… <<
Ich meine ja nicht, sie hätten zu den Nazen sagen sollen: "Bitte sehr, marschiert ein und fühlt euch wie zu hause."
Die Aggressivität der Gegner wurde ja schon im Bürgerkrieg der 20er Jahre erkannt.

Nur: "Wenn der Gegner 4000 Panzer hat, dann muss ich 5000 Panzer haben, und wenn der Gegner das Leben auf der Erde zweimal vernichten kann, dann muss ich das dreimal können": Das hat nichts mit Verteidigung zu tun, folgt der Irrationalität eines verselbständigten Militärs. Abgesehen davon dass nichtmilitärische Strategien unentwicklet blieben.

Unkontrollierte Systeme wuchern eben vor sich hin...

Lenin sagte ja nicht ohne Grund:
"Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser"
Denn siehe: Warum sollen Entscheider, die keine Aufträge vom Volk erhalten, irgendwas fürs Volk tun?
Die Frage stellt sich gleichermassen in einem privatkapitalistischen System.
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 17:07
@ Phineas Freek

Was meinen Sie mit >>>alles nur traurige Argumente um sich als Staat (oder als nichtstaatliche "territoriale Verwaltungseinheit") bis an die Zähne zu bewaffnen!!!<<< ?

Bedeutet dies, dass jede Art von anderer Gesellschaft immer wieder durch den von außen aufgezwungenen Verteidigungsapparat selbst zu einem Gewalt- und Herrschaftsappart verkommen muss?

So wie heute niemand ohne eine Vernetzung in der Herrschaftselite aufsteigen kann, würde natürlich Herr Schäfer in einer Räterepublik zur "Bewährung in die Produktion" versetzt werden. Er müsste außerdem bei der Besprechung der Produktionsziele in der Stanzerei mit seiner Meinung etwas kürzer treten, weil er so einen Artikel, wie den hier vorliegenden verfasst hat.
Phineas Freek schrieb am 05.09.2011 um 18:23
Ich muss es kurz machen.

Das war so gemeint, wie es da aufgeschrieben steht.
WIR SIND – und dass gar nicht mehr nur mittelbar – als vorzeitig und kriegerisch zu verdampfendes Menschenmaterial nicht nur theoretisch und generell als Staatsbürger vorgesehen, sondern ganz konkret im Visier dieser Option!
Die Chancen der jüngeren Jahrgänge, die Plagen des Alters nie kennenlernen zu müssen, sind in den letzten Jahren nicht nur rasant gestiegen – wer die „Zeichen der Zeit“ lesen! kann, müsste konstatieren, dass diese Chancen sich langsam zur echten Garantie mausern.
Und so ein „Zeichen dieser Zeit“ ist auch dieser irrwitzige Schäferbeitrag, mit seiner zeitgemäßen Version einer „bolschewistisch-jüdischen Weltverschwörung“!
Das IST Weltkriegsrhetorik! Wer ist denn hier als Feind wohl wirklich gemeint?
Nun MEINE Frage?
WIE und mit welchen Mitteln müsste man sich hier denn diesen Wahnsinnigen in den Weg stellen??!!
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 19:30
@ Phineas Freek

>>>Das IST Weltkriegsrhetorik! Wer ist denn hier als Feind wohl wirklich gemeint? <<<

Ich habe mich mit langjährigen Freunden im Jahr2000 erbittert verstritten, weil ich behauptete, dass es innerhalb von 10 Jahren zu ernsthaften politischen Differenzen zwischen den USA und Europa kommen wird.

Ein letztes politisches Gespräch nach 9/11 ließ mich davon sprechen, dass ich jetzt gewaltsame Auseinandersetzungen für möglich halte.

Der durch die "USA" eingeschlagene Kurs, der die jetzt gerade noch einmal verhandelte Staatsverschuldung und den daraus folgenden Bankrott aufschob, lässt mich fragen, ob die "USA" den daraus resultierenden Machtverlust und alle sozialen Erschütterungen hinnehmen werden "können". Vor einer Antwort drücke ich mich, wohlwissend wie in der Vergangenheit das Staatsdefizit solcher Mächte versucht wurde im Krieg zu lösen.

Anders als der Sowjetunion stehen den USA gewaltige einsatzbereite militärische Kräfte zur Verfügung, die, und nicht Schäfers herbeigefaselte Al Kaida, wesentliche Ursache für den Bankrott der Führungsmacht USA sind.

Nur, wer sind die Feinde? Vielleicht kann man es sich so erklären: In einem Krieg der "USA" gegen den Iran, Russland oder China ist es egal, ob "Europa" Verbündeter oder Feind der "USA" ist.

Wen meinen Sie mit "man", der sich den Wahnsinnigen in den Weg stellt?
Phineas Freek schrieb am 05.09.2011 um 20:34
...ja Mann, wer müsste wohl und könnte er überhaupt...
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 21:17
@ Phineas Freek schrieb am 05.09.2011 um 20:34

Hallo Phineas,

Sie sind einer der klügsten Leute hier, werden Sie bitte deutlicher.
Phineas Freek schrieb am 05.09.2011 um 22:35
...der garstige Gard würde jetzt wohl sagen...WIR alle, die noch nicht vollständig zum entseelten und korrupten Bürgerviech verkommen sind...

PS
ich bin ganz und gar nicht nicht klüger als wer auch immer - ich WILL aber wissen und nehm (und stehle!) mir dafür mehr Zeit...
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 23:04
@ Phineas

Ja der garstige TomGard... "Emma" rief auch schon nach ihm, das "Kotzen zu kontern".

Wenn er doch etwas mehr Geduld hätte und nicht gleich jeden vor den Kopf stieße, der etwas länger benötigt um TomGards Gedanken zu verstehen. Auch eine Sprache, die dem Volke verständlich, wäre hilfreich.

Es nützt einfach nicht so viel, wenn er es nur allein weiß.
claudia schrieb am 06.09.2011 um 10:14
>>...würde natürlich Herr Schäfer in einer Räterepublik zur "Bewährung in die Produktion" versetzt werden.<<
Das ist eben nicht sicher. Die Schäfer, Schirrmacher, Ackermänner, Özdemir & Merkel würden sich als überzeugte Sozialisten und Demokraten geben, um das Vertrauen der Revolutoinäre zu erschleichen. Wenn es hätten, würden es benutzen um sich Privilegien zu basteln. Und sie würden sich unter vernetzen, um eine als "Nomenklatura" bekannte Seilschaft zu bilden, die die Räterepublik aushebelt.
In der Sowjetunion wurden diese Leute "Radieschen" genannt, "aussen rot und innen weiss". Aber als das Problem erkannt wurde, war es wohl schon zu spät.

---
Schon Feudalfürsten hielten sich Hofdichter, die mit leicht und gedankenlos zitierbaren Worten den Fürsten lobten und jede seiner Lumpereien verherrlichten. Die Lobhudeleien wurden von "entseelten und korrupten Bürgerviechern" weiter verbreitet.

Ein kapitalistisches Herrschaftssystem braucht diese Schleimbeutel eher noch dringender.

---
Es müsste also VOR einer Machtänderung überlegt werden, wie sie sicher identifiziert werden können. Automatisch geht das nicht, dass sie "zur Bewährung in die Produktion geschickt" werden.
Denn wenn es zu spät ist, dann werden sie ehrliche Demokraten als "Feinde des Sozialismus" diffamieren. Gelernt ist gelernt.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 15:18
Die Ursache für den derzeitigen globalen Zustand, für die Krise und den Zusammnebruch von Staaten ist das GELDSYSTEM mit seinem Zins und Zinseszins. Einer muß sich immer VERSCHULDEN. Die Geldschöpfung an sich ist ein legales Betrugssystem. Die Finanzeliten, Banker, sind die einen...die Rüstungskonzerne, die Ölfirmen das andere. Profitieren tun aber alle voneinander. Und da die USA die Weltmacht ist, alles an den Dollar gekoppelt ist, wird auch alles global zusammen brechen. Daneben existieren auch Wirtschaftseliten, die Konzerne. Da kann man nicht so allgemeingültig trennen. Das wäre zu einfach. Sie arbeiten hand in hand, wenns ums Geldverdienen geht!

Für mich ist dieses Geldsystem, und so war es in der Vergangenheit bisher auch immer, verantwortlich und sozusagen Schuld an den Kriegen. All Quaida und Bin Laden sind da nur Mittel zum Zweck.

Man haut alles kurz und klein, um danach mit Krediten wieder alles aufzubauen. Irak Krieg ist das beste Bsp. Also geht alles hand in hand mit den Eliten. Und weil dieses Geldsystem auf Zinsen basiert, ist der Islam ja auch so verhasst und mußte Wulff weg. Der Islam passt nicht zum Geldsystem. Der Islam kennt nämlich dieses Geldsystem nicht. Und natürlich gehts bei den Kriegen auch immer um Rohstoffe.

Wir befinden uns im Zusammenbruch des Geldsystems, welches in der Vergangenheit immer durch Kriege gerettet wurde! Nicht umsonst herrschen schon solange Familiendynastien auf der Welt und steuern.

Das die USA ein Militästaat ist, sollte jeder wissen. Der dient aber wohl mehr dazu, die Weltmacht aufrecht zu erhalten und Rohstoffe zu sichern. Und das die USA sich die Dollars nach belieben drucken, da die FED eine private Bank ist, ist doch auch hinlänglich bekannt.

Dabei spielt die WallStreet und Glodmannsachs mit seinen Schattenbanken auf der ganzen Welt, so auch die Deutsche Bank, bei der Verteilung und des Gewinns die entscheidende Rolle.

Der Zusammenbruch, Krise wie jetzt, des Geldsystems und damit der Bankrott ganzer Staaten, die dem Geldsystem anhängig sind, muß immer zwangsläufig erfolgen. Jedenfalls solange der Zins besteht! Der Zins braucht unbedingt Wachstum. Deswegen werden ja auch ganze Staaten in die Verschuldung getrieben, so wie Island, Griechenland usw.

Alles andere, ob wer mit wem sich haut, ist für mich nicht relevant. Solange wir kein anderes Geldsystem bekommen, wird es immer wieder Kriege geben. Geld ist eine Ideologie und macht gierig. Ob nun der 3. WK in Europa deswegen vor der Türe steht, hoffe ich nicht. Nur wie soll das Problem mit der Verzinsung mal gelöst werden, wenn nicht durch einen Reset des Systems? Und dafür gibt es verschiedene Möglichkeiten. Die beste Option für verschiedene Eliten ist immer der Krieg. Der Bürger wird nur wie eine Schachbrettfigur hin-und her geschoben. Ach ja, nebenbei betreibt man noch ein wenig Genozid. Wegens der Überbevölkerung, die man uns ja immer einreden will.

Jetzt geht es nur noch um die Erhaltung des Systems. Und ein bisschen Terror hier und da dient zur Einschüchterung und Überwachung der Bürger. Denn der könnte ja mal durch das Internet aufgeklärt werden und aufmüpfig werden. Da er die ganze Verarsche erkennt.

Artikel wie die von Schäfer dienen da wohl eher der Verwirrung und lenken vom eigentlichen Problem, ausgehend von den USA nur ab.
GEBE schrieb am 12.03.2012 um 15:44
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 15:18

Die Ursache für den derzeitigen globalen Zustand, für die Krise und den Zusammnebruch von Staaten ist das GELDSYSTEM mit seinem Zins und Zinseszins.

Ja und nein, möchte ich dazu bemerken. Ja insoweit dieses angesprochene Geldsystem eine Funktion ist im Miteinander. Nur ist das Geldsystem nicht die Ursache als solches. Die eigentliche Ursache ist die, daß vor diesem Geldsystem – aus welchem es ja dann erst hervorgegangen ist – eine bestimmte Weltanschauung steht, nämlich die Weltanschauung der Geistleugnung, die man auch inzwischen auch mehr oder minder nichtssagend als den Materialismus zu bezeichnen pflegt. Und die sozusagen verschleierteste Eigenschaft dieser Weltanschauung oder besser: des sich auf die Welt hinwendende Denkgemüt, ist diejenige, die den Geist als Naturgesetzlichkeit propagiert. Hieraus wiederum, aus dieser Denke, ist in Folge als eine ebensolche weitere Naturgesetzlichkeit entwickelt worden, die sich im Geldsystem ausdrückt und inzwischen tatsächlich den Stellenwert einer Naturgesetzlichkeit angenommen hat – was sie selbstverständlich
n a t ü r l i c h nicht ist.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 16:27
Ja, liebe Claudia,

Sie sehen das vollkommen richtig. Soz. Bewegungen, Revolutionen, wurden schon immer unterwandert, sonst hätten wir schon lange eine gerechtere, sozialere Welt.

Und auch die Occupy-Bewegung wird bereits unterwandert. Wem soll man da eigentlich noch vertrauen?

Solange Geld existiert ist der Mensch nun mal käuflich.
Columbus schrieb am 04.09.2011 um 12:50
Da kann ich Ihnen nur beipflichten, Rapanui. Dieser Artikel ist mir ebenfalls besonders aufgestoßen.

Die ökonomischen Milliardenschäden und die sozialen Schäden aus der ganz bewusst organisierten Wirtschafts- und Finanztätigkeit (die Trennung ist wichtig!) und der westlichen Sicherheitsphilosophie, die ohne und mit dem bösen Osama und seinen Helfern funktioniert, hat das dubiose Netzwerk kaum beeinflusst.

Vielleicht aber, ein wenig die Ausprägung, Geschwindigkeit und Durchsetzungschancen verstärkt (Theorie der Verlagerung der "Front" in die Ferne und auf ganz andere, nämlich nicht mehr personalisierte Ziele; Quaida als Vorwand für die Umsetzung sowieso geplanter Sicherheitsgesetze; erste Ansätze eines umfassend kontrollierenden Staatsschutzes mit elektronischen Mitteln in den freien europäischen Nationen, die da vorher vorsichtiger waren als die Supermacht USA; erste Ansätze eines "Feindstrafrechtes" und eines Privatteilrechtes (Aushandeln, Prozessführung mit freien Anwalts-Honoraren und Privat- Gutachtern, also eines Rechtsystems, das bewusst nicht mehr für alle gleiche Bedingungen formuliert und durchsetzt, sondern Gruppen, besonders jenen mit ökonomischen Ressourcen, deutliche Vorteile verschafft und andere ausgrenzt oder benachteiligt).

Die andere Realität ist ja auch, dass die Quaida, an ihr logisches, geistiges und reales Ende gekommen ist, selbst wenn sie noch sprengen und morden kann, weil sie den Terrorismus völlig entkernt hat von jeder Bedeutung oder jedem vermittelbaren Ziel. - Ein Prozess, der schon an der RAF und der Bewegung 2. Juni zu beobachten war, oder auch dem Phänomen "Carlos" zu Grunde liegt.

Sie müssen Schäfers-Beitrag unter Medialismus abhaken. Man formuliert Thesen und konstruiert Zusammenhänge, weil es so spannender wird. Das machen ja auch die Web-Communities und Blogger sehr ausgiebig und es wird sehr geschätzt.

Trotzdem schade, dass solche eher flachen Konstukte auch beim dF bombig einschlagen und damit auch dem wirklich erhellenden Buch Kennedys einen Bärendienst leisten.

Liebe Grüße
Christoph Leusch
Rosa Sconto schrieb am 04.09.2011 um 18:09
@ Columbus,

Ihr Vergleich mit den der Quaida voraus gegangen Troublemaker ist richtig, und auch ich denke das die Quaida am Ende ist. Beispiel: Wegen der ambivalenten Haltung der UNO damals in Bosnien kamen die merkwürdigsten Gestalten ins Land, die aber sind heute alle entweder verschwunden oder eben irgendwie integriert (Heirat etc). Vielleicht ist dieser von "Rapanui" mit Recht angemahnte Schäfer Kommentar auch nur die Verwirrung über das Ende ein Feigenblatt verloren zu haben das so nützlich war immer schärfere "sicherheits"-politische Entscheidungen durchzusetzen. Die Reformbewegungen in der arabischen Welt müssen für manche ganz abscheulich sein weil dort die Menschen auch nur ein Leben in Frieden haben wollen. Da tun sich letztlich viel mehr Möglichkeiten auf als durch "political engineering" per Wahlbeobachter oder gar Kriege. Das es keine Quaida im Irak gab, dies aber ein Krieg war der vollkommen auf Kredit finanziert wurde, obwohl er von Anfang an auf einer Riesenlüge basierte beweist eben auch das es keinen Grund in Panik zu verfallen.
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 09:55
Hallo Columbus,

>>>Sie müssen Schäfers-Beitrag unter Medialismus abhaken. Man formuliert Thesen und konstruiert Zusammenhänge, weil es so spannender wird<<<

Ich glaube nicht, dass sich Schäfer als ein "leitender Redakteur" mit solchen Spielchen abgibt. Er weiß um die Mechanismen des "Medialismus" und bedient diese - aber nicht um ihrer selbst Willen, sondern mit einem kalkulierten Ergebnis. Diese Ebene steht zur Dikussion und ich habe kein Verständnis, dass der "Freitag" dafür zur Verfügung steht.

Wir lesen und diskutieren hier beim "Freitag" wesentliche Zusammenhänge des kapitalistischen Wirtschaftssystems, versuchen zu verstehen wie "Millionen von Arbeitsplätzen" vernichtet werden und "Billionen von Vermögenswerten" und da kommt der Gläubige Herr Schäfer und erklärt, dass Al Quaida die Ursache ist?

>>>Vielleicht aber, ein wenig die Ausprägung, Geschwindigkeit und Durchsetzungschancen verstärkt ....<<<

Wenn Schäfer diese Zusammenhänge untersucht hätte und hier seine tendenziöse Meinung geäußert hätte - ok. Aber Schäfer holt den großen Holzhammer raus und die Redaktion des Freitag hält ihm unsere Köpfe hin. Aua!
Columbus schrieb am 05.09.2011 um 17:19
ad Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 09:55
ad Rosa Sconto schrieb am 04.09.2011 um 18:09

Ich dachte ja, dass schon diese Worte, "hat Millionen", "hat Billionen", die ja so ganz ohne Mittelteil eines Arguments daher kommen, die überzogenen Annahmen ausreichend sichtbar machen. - Ich glaube aber auch, dass der Status eines "leitenden Redakteurs" bei einer der großen Qualitätszeitungen des Landes, kaum noch den Schluss zulässt, da schriebe jemand mit großer Reichweite und Verantwortlichkeit.

Die SZ-Außenpolitik-Redaktion ist durch ihren nassforschen Chef Kornelius, der auch gerne in hochrangigen Gremien und auf Kongressen den Ton angibt und steile Thesen verbreitete und sich selbst sehr nahe an die Politik heran brachte, viel eher in eine Sackgasse der Betrachtung getrieben.

Beim TV gibt es das auch. Da erobern mittlerweile recht einfach gestrickte Gemüter mit immer den gleichen Botschaften, rund um Terrorismus und Sicherheit, die journalistischen Chefsessel.

Schlimm ist, ich hatte vergessen es zu schreiben, wenn mittlerweile Buchautoren oder deren Freunde, manches Mal sogar im "Du"-Stil, die Werke rezensieren oder die Autoren interviewen. Ich habe dafür kein Verständnis. Allerdings ebenso nicht für die "Nettigkeiten" eines Magnus Klaue oder so manchen, ziemlich heruntergeklapperten Text Franz Walters, den der auch maschinell produzieren könnte.

Aber, eine Zeitung ist eine Zeitung und selbst wenn sie irgendwie Links ist, muss man manches aushalten, oder, wenn eben zu viel gegen den Strich geht, wie ich schon an anderer Stelle schrieb, das Abo kündigen, bzw. auch das Mitbloggen und Kommentieren einstellen.

In den letzten Monaten hatte ich häufiger solchen Anwandlungen und sagte mir, das Mütchen ein wenig gekühlt, gegen diese begründete Stimmung:

Das Grundkonzept und die Idee hinter dem noch kleinen Freitag ist richtig, gerade weil die Spielräume fürs Publizieren ausserhalb dessen, was nicht schon zu 99% in den medialen Dickschiffen aufgearbeitet wurde und sich dort so verdammt ähnlich liest, sehr klein geworden sind.

Hinter jedem deutschen Journalisten von Belang (öffentliche Bekanntheit, nicht Inhalt als Maßstab) (m/w) könnte man im Stile von "e2m" (das ist jetzt nicht wertend gemeint) her recherchieren und bald würde man feststellen, dass sie sich fast alle aus den Journalistenschulen der Medienhäuser und den Volontariatsredaktionen, sowie aus dem Wechselspiel nach der ersten Berufserfahrung, immer bezogen auf Studienjahrgänge und Alterskohorten, kennen.

Der Mainstream- Journalismus ist weniger durchlässig und vor allem weniger reich an unterschiedlichen Zugängen, als er bei Medienkongressen und sonstigen Analyseveranstaltungen zum Thema gerne kund getan wird, und das Maß der ausgehaltenen Bandbreiten der Schreiber (Stil, Inhalte, Qualitätsebenen, Ausrichtung) ist ebenfalls viel geringer als oft behauptet. - Trotzdem sind die deutschen Verhältnisse noch paradiesisch, vergleicht man das mit anderen EU-Ländern.

Ja, Rosa Sconto, dieses Erstaunen über die aktuelle arabische Welt, die im Westen, in den Medien, gerne und häufig als "die Straße" zusammen gefasst wurde, die doch nur Flaggen verbrennt, Menschen jagt und "Tod dem...." schreit, sie verblüfft ganz offensichtlich, weil sie vorsichtig, vernünftig und auch im Erfolg sehr nachsichtig agiert. - Wer hätte denn gedacht, dass die libyschen Revolutionäre vor den Gaddafi- Hochburgen warten und warten, um Blutvergießen zu vermeiden? Wer hätte gedacht, dass selbst der so genannte und reale Böse der Bösen, ein Media-Addict war und neben ganz bestimmten Unterhaltungsprogrammen aus dem Westen, auch und besonders, sein eigenes Medienabbild sammelte. Das wirkt fast schon kleinbürgerlich und spießig, und genau da haben ja auch die ganzen Theorien ihren Geburtsort, die die zerfallende Wirtschaftsordnung nach dem Gedanken sortieren, dass, hätte es keine ultimaten Verbrecher namens Quaida gegeben, die Wirtschaftslandschaften immer noch schön blühten.

Grüße
Christoph Leusch
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 15:26
Lieber Rapanui,

Sie haben zu hohe Erwartungen an den Freitag. Medien, und dazu gehört auch der Freitag, haben immer noch einen Auftrag der Eliten.

www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

Viell ist der Artikel im Freitag auch nur ein Gefälligkeitsdienst? Man kennt sich ja schliesslich aus früheren Zeiten (1. Kommentar)
Magda schrieb am 05.09.2011 um 12:01
Der Grund für diesen Beitrag ist, dass Schäfer sein Buch:
"Der Angriff. Wie der islamistische Terror unseren Wohlstand sprengt" bewirbt.
Die Zeitschrift "Das Parlament" hat schon mal darauf hingewiesen, dass man das nicht gelesen haben muss. Aber ich fand sehr merkwürdig, dass diese Konstruktion und Bekräftigung eines universalen Feindbildes hier beworben und nicht kritisch besprochen wird.

www.das-parlament.de/2011/35-36/Themenausgabe/35484322.html
Magda schrieb am 05.09.2011 um 12:13
Hinter der Schuldenkrise steckt auch Al Kaida. Lest mal diesen Blog, da denkt man, jemand ist sich auf den Kopf gestiegen.

blog.der-angriff.de/2011/08/14/steckt-al-kaida-hinter-der-schuldenkrise/
Rapanui schrieb am 05.09.2011 um 13:12
@ Magda schrieb am 05.09.2011 um 12:01

Danke für den Link, Magda.

>>>Um es deutlich zu sagen: Dieses Buch muss man nicht gelesen haben. <<< (Das Parlament)

Dennoch wird die Argumentation von Schäfer verwendet werden und als monokausale Begründung für vieles herhalten, was einer kritischen Betrachtung unterzogen werden müsste.

Wenn Al Kaida schuld an "Millionen Arbeitslosen" und "Billionen vernichteten Vermögen" ist, dann erscheint der Abbau von Sozialleistungen als solidarischer Beitrag gegen den Terror.

"Jeder Arbeitsplatz ein Kampfplatz gegen den Terror" - so ähnlich kennen wir das doch schon.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 16:42
Magda schrieb am 05.09.2011 um 12:01

Die Zeitschrift "Das Parlament" hat schon mal darauf hingewiesen, dass man das nicht gelesen haben muss.

Warum beschreibt man ein Buch so ausführlich, wenn man es NICHT lesen muß?! Warum wird es überhaupt erwähnt? Wird es nicht erst jetzt gerade gelesen werden? Der Mensch ist ein neuieriges Wesen! Und ist das nicht PR auf der Zeitschrift "Das Parlament"?!

Wie gesagt...Medien haben in dem System einen Auftrag der Eliten zu erfüllen.
Magda schrieb am 05.09.2011 um 12:48
Na, und jetzt steht er online, der Beitrag.
Uwe Theel schrieb am 05.09.2011 um 14:23
Der Film zum Text:

Die Falle 9/11 - Ein Tag, der die Welt veränderte

Zusammen mit dem ehemaligen Spiegel-TV-Mann Detlev Konnerth hat Aust für die ARD die Dokumentation „Die Falle 9/11 – Ein Tag, der die Welt veränderte“ produziert, eine 90-minütige Koproduktion von NDR, ServusTV, Das Erste, MDR und dem Schweizer Fernsehen.

Sendetermin: ARD, DAS ERSTE 04.09.11, 21:55 Uhr
Uwe Theel schrieb am 05.09.2011 um 14:38
Nachtrag zu Uwe Theel am 05.09.2011 um 14:23

Mit dem "Text" im Eingangsatz meines Kommentars ist natürlich der Text Schäfers gemeint.
luddisback schrieb am 10.09.2011 um 10:10
@rapanui
"Schäfer verdreht Ursache und Wirkung, bei ihm wird Al Quaida zu Ursache und Auslöser des Sturzes der Weltmacht USA."

schäfer:
"Genau hier setzen die Terroristen von al-Qaida an, sie machen sich Kennedys Erkenntnisse zu eigen, spitzen sie zu und bauen sie in ihre eigene Ideologie ein. Den islamistischen Terroristen geht es darum, jenen Prozess der „imperialen Überdehnung“, den Kennedy den USA voraussagt, zu beschleunigen."

zu beschleunigen! verstehe ihre aufregung nicht so recht.
Rapanui schrieb am 10.09.2011 um 11:05
@ luddisback

Schäfer belegt seine These, dass Al Kaida die Thesen Kennedys "einbaut" und den Prozess "beschleunigt" nicht.

Seine These, dass Al Kaida Kennedy überhaupt kennt, geschweige denn wirklich als eine Strategie verarbeitet hat, belegt er nur mit jenem vagen Zitat von Osama aus dem Jahr 2007. Wenn Schäfer keine anderen Belege hat, würde dies lediglich beweisen, dass Osama erst ab diesem Zeitpunkt Kennedy kennen könnte. 2007 wäre aber ein bisschen spät, um eine Strategie für z.B. 2001 zu entwickeln. Wenn Schäfer nicht mehr d'rauf hat ist seine These widerlegt.

Wenn Schäfer von "beschleunigen" spricht, müsste er zeigen, was er für die Haupttriebkraft der "imperialen Überdehnung" hält. Denn "beschleunigen kann man nur das, was schon rollt. Das tut er nicht. Ganz im Gegenteil. Durch das Nennen der "Millionen von Arbeitslosen" und "Billionen von Vermögen" die "Al Kaida" vernichtet hat, widerlegt er sein "beschleunigen" selbst.

Der von Ihnen hier als ein Beweis aufgeführte Satz erweist sich damit nur als eine Zwischenstufe zu der von mir kritisierten Gesamtaussage des Artikels.

Eigentlich aber ist das doch schon alles diskutiert worden.

Wie beurteilen Sie denn den Tenor des Artikels von Schäfer?
luddisback schrieb am 10.09.2011 um 11:42
ich denke hier (bei schaefer) eine these zur motivation von al quaida anfang des letzten jahrzehnts vorgestellt zu bekommen, nicht mehr, nicht weniger. die these selbst halte ich fuer nicht so abwegig wie offenbar die meisten hier. die annahme, dass mit dem 9.11. nicht weniger beabsichtigt war, als ein angriff auf das westliche system an sich, scheint heute, 10 jahre spaeter, nicht unwahrscheinlicher als damals.

ich habe auch nicht schaefers buch verteidigt, das ich nicht kenne, das ich aber tatsaechlich nicht lesen zu muessen glaube, da mir das wesentliche in seinem artikel zu stehen scheint. aber warum die aufregung?

mir stiessen in den kommentaren nur gewisse argumentationsstrategien auf, die in einer ernsthaften diskussion nichts verloren haben. z.b. der im zitat belegte widerspruch zwischen ihrem angriff und dem artikeltext. oder ist z.b dasparlament.de die jetzt "links" anerkannte buecher************instanz? auf die art ueberzeugt man nur sich selbst von sich, erweist dem, das man vertreten moechte, aber nur einen baerendienst.
Rapanui schrieb am 10.09.2011 um 19:16
@ luddisback schrieb am 10.09.2011 um 11:42

>>>z.b. der im zitat belegte widerspruch zwischen ihrem angriff und dem artikeltext<<<

Das ist kein Widerspruch zu den wesentlichen Aussagen des Textes. Sie können doch nicht eine Formulierung, der Schäfer im Artikel selbst widerspricht, als einen Nachweis nutzen, dass meine Kritik nicht berechtigt ist.

Schäfer untersucht nicht bloß eine Motivation von Al Kaida anhand einer abenteuerlichen These er führt auf, dass Al Kaida ursächlich für den Verlust von "Millionen von Arbeitsplätzen" und "Billionen von Vermögen" ist. Das ist keine "Beschleunigung", das ist seine These, dass Al Kaida das System zerstört.

Schäfer untersucht ebenfalls nicht das dialektische Verhältnis zwischen "Überdehnung des Systems" und Al Kaida. Beides hängt nicht monokausal zusammen, sondern eines ist ohne das andere nicht erklärbar.

Ich verstehe nicht, warum Sie ausschließlich auf der semantischen Ebene argumentieren, wo ich Ihnen gern einen Punktgewinn einräume, und nicht auf der inhaltlichen.
luddisback schrieb am 10.09.2011 um 20:26
ich will doch eigentlich nur herausfinden, warum man sich offenbar so aufregen kann über den artikel. ich komme wirklich nicht dahinter. und dann bin ich irgendwie sauer geworden, weil niemand einfach aufschreibt, was ihn eigentlich nervt daran.
geht es darum, dass schäfer offenbar davon redet, dass der sterbende, faulende, parasitäre kapitalismus dank al-quaida etwas schneller seine historische vollendung (die man inzwischen wohl "imperiale überdehnung" nennt) erfahren könnte? dass er das als URSÄCHLICHen grund für den wirtschaftlichen niedergang der usa angibt, sehe ich an dieser überspannten stelle:

"Mit ihren steten Attacken, mit Hunderten von Anschlägen in den USA, in Europa, in Asien und Afrika haben die islamistischen Terroristen im zurückliegenden Jahrzehnt Millionen von Jobs zerstört und Billionenvermögen vernichtet, sie haben mit ihren Bomben die Börsen erzittern und Aktienkurse abstürzen lassen, sie haben die Wirtschaft gelähmt und ihr zusätzliche Kosten auferlegt – nicht bloß Sicherheitskosten. Öl wurde teurer, der weltweite Handel gefährlicher, Fliegen riskanter, die Börsen labiler, weil die Unsicherheit in der Ökonomie durch den Terror gewachsen ist."

aber was soll's? jeden tag werden hunderte falsche gründe für die krisen und die arbeitslosen in den medien genannt. so ist das nun mal, wenn sich etwas nicht ändern kann oder will.

??
Rapanui schrieb am 11.09.2011 um 00:04
@ luddisback

>>>ich will doch eigentlich nur herausfinden, warum man sich offenbar so aufregen kann über den artikel.<<<

Finden Sie nicht, dass wir uns im Kreis drehen? Also noch einmal:

Ich will so einen Stuss, wie den von Schäfer hier im Freitag nicht lesen. Die "Stelle" ist nicht "überspannt", das ist tumber Agit-Prop. Wenn der Freitag eine redaktionelle Linie hat, dann ist dieser Text sofort als von minderer Qualität identifizierbar und gehört in den Papierkorb.

Das von Schäfer angewandte Schema kommt mir allzu bekannt vor. Lenke von Deinen eigenen politischen Fehlern ab und lenke die Aufmerksamkeit auf einen äußeren Feind.

>>>jeden tag werden hunderte falsche gründe für die krisen und die arbeitslosen in den medien genannt. so ist das nun mal, wenn sich etwas nicht ändern kann oder will. <<<

Wenn das die Haltung des verantwortlichen Redakteurs im Freitag wäre, dann braucht es die Filterfunktion einer profilierten Zeitung nicht mehr: Is eh wurscht was der Typ schreibt, Hauptsache 's Blatt wird voll.

Wollten Sie das vorschlagen?
luddisback schrieb am 11.09.2011 um 09:44
nein, das wollte ich nicht vorschlagen. die von mir zuletzt aus schäfer artikel zitierte stelle hebt sich aber für meine begriffe ab vom rest des artikels, wo er doch nah bei kennedy zu bleiben scheint (habe auch kennedy nicht gekannt zuvor). im rest des artikels lese ich von einer hypothese zur strategie al-quaidas, die immerhin mal über das übliche religiös-fanatische hinauskommt, und die ich im übrigen auch für nicht abwegig halte.

aber ich verstehe jetzt, worum es ihnen mit ihrem artikel ging. vielen dank für ihre geduld mit mir!
dass wir so ausgiebig darüber sprechen mußten, spricht entweder dafür, dass ich nur bedingt rezeptionsfähig bin oder dafür, dass ihr artikel ihre bedenken nicht ausreichend scharf abbildet. vielleicht eine mischung aus beidem. vielleicht liegt es tatsächlich aber daran, dass die these, al-quaida habe "die USA und ihre Verbündeten in einen "langen und teuren Zermürbungskrieg hineinziehen" und den "Wohlstand der Amerikaner und Europäer sprengen und ins Wanken bringen wollen" das ist, wovon ich ausgehe.

wie der "wohlstand der usa und der europäer" aus sicht der neokolonialisierten genannt werden dürfte steht dabei auf einem anderen blatt, aber darauf gehen ja weder schäfer noch - leider - sie ein. ohne die geopolitischen wahrheiten zu nennen und ohne die tatsächlich ursächlichen gründe für die krisenhaftigkeit der westlichen welt wenigstens anzureißen geht die kritik an schäfer irgendwie ins leere.
claudia schrieb am 11.09.2011 um 10:38
>>...ohne die tatsächlich ursächlichen gründe für die krisenhaftigkeit der westlichen welt wenigstens anzureißen geht die kritik an schäfer irgendwie ins leere.<<

So ist es.
Schäfer spiegelt die Entwicklung nach dem Ende des "kalten Krieges".
Was die Einen damals als "Friedensdividende" positiv sahen, war für die Anderen eine Krise durch die Bedrohungslücke.
Die Bedrohungslücke ist geschlossen, wodurch die Friedensdividende, die u. A. auch einen sukzessiven Staatschuldenabbau ermöglicht hätte, natürlich weitgehend ausfiel. Die Kriegsindustrie hat Konjunktur. Sie hätte Al Qaida erfinden müssen, wenn es sie nicht gäbe.
Der Verdacht, dass man sich halt anschafft was dringend gebraucht wird, ist nicht unbegründet. Islamisten waren nach dem Ende des 1. Afghanistankrieges zu haben, als strategisches Element ("afghanische Freiheitskämpfer") gegen die Sowjetunion wurden sie nicht mehr gebraucht.

Die "Al Qaida"-Exegesen halten davon ab, sich mal näher mit diesen Fragen auseinander zu setzen. Wahrscheinlich gibt es deswegen gar so viel davon.
luddisback schrieb am 11.09.2011 um 12:55
@magda
vielen dank. genau so etwas fehlte oben. ich musste lachen ueber "bedrohungsluecke". wieder so ein wort, in dem der ganze geist dieser zeit enthalten ist. und auch diese tatsache: "Die Kriegsindustrie hat Konjunktur. Sie hätte Al Qaida erfinden müssen, wenn es sie nicht gäbe." muss natuerlich erwaehnt werden, wenn man verstehen soll, warum schaefer seicht denkt und von mir aus agit-prop macht.
Rapanui schrieb am 11.09.2011 um 14:21
@ luddisback

Sie schienen sich ernsthaft mit dem Thema auseinanderzusetzen, so konnte ich die "Geduld" aufbringen.

Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum Sie so lange brauchten, um zu erkennen:

>>>>>...ohne die tatsächlich ursächlichen gründe für die krisenhaftigkeit der westlichen welt wenigstens anzureißen geht die kritik an schäfer irgendwie ins leere.<<<

Ich schrieb bereits im Beitrag:

>>>Vor der Analyse der ökonomischen Lage in den USA drückt sich Schäfer, in dem er lediglich von "Veränderungen in der Wirtschaftskraft" spricht.<<<

In einer Zeitung mit dem Anspruch "Links" geht es immer und zuerst um eine ökonomische Analyse. Claudia umreißt 10.38 Uhr mit wenigen Worten einen wesentlichen Teil der westlichen Ökonomie, den der Rüstung. Mit wesentlich mehr Text sollte Schäfer das doch auch können.

Bei Schäfer gibt es diesen Bereich offensichtlich aber gar nicht und wenn, dann höchstens als eine Reaktion, nicht als die wesentliche Triebkraft für den Umgang mit Al Kaida.

In dem ich Schäfer als einen Agit-Propper kennzeichne, äußere ich das Maximum an Respekt ihm gegenüber, dann trägt er seine Thesen zumindest mit einem Ziel vor. Sonst müsste ich Ihn einfach als einen Dummkopf bezeichnen.
Rapanui schrieb am 11.09.2011 um 14:42
@ noch mal Luddisback

>>>wo er doch nah bei kennedy zu bleiben scheint (habe auch kennedy nicht gekannt zuvor)<<<

Schäfer kennt Kennedy nicht oder nur oberflächlich. Jeder mittelmäßige Polit-Scharlatan hat mal gehört, dass Kennedy das Ende der Sowjetunion vorausgesagt habe. Ich zeige doch in meinem Beitrag, dass Kennedy DAS ausdrücklich NICHT gesagt hat.

Gerade weil Schäfer keine historisch-konkrete Analyse der aktuellen ökonomischen Situation des "Imperiums" "Westen" vorlegt, kann er keinesfalls "nah bei Kennedy" sein. Kennedy analysiert diese mit einer Konsequenz, die, auch wenn ich seine politischen Schlüsse nicht teile, mir großen Respekt abnötigt und von der ich viel gelernt habe.

Erst nachdem diese ökonomische Analyse vorliegt, könnte Schäfer untersuchen, welche Wechselwirkungen eine, wie gesagt nicht vorliegende, ökonomische Strategie von Al Kaida hat. Angenommen diese gäbe es, dann, so bin ich mir ganz sicher, wäre die mit ökonomischen Mitteln zu parieren. Diese ökonomischen Mittel aber wären die, über die Schäfer aus ideologischer Borniertheit, bei "Strafe seines Untergangs" niemals reden wird.
luddisback schrieb am 11.09.2011 um 16:38
vor dem aber - ja, ja und nochmal ja. ich kann inzwischen von mir aus sagen, wir streiten nicht über das thema, außer in dem punkt der ökonomischen strategie von al-quaida, die mir als idee nach wie vor gefällt.

aber:
"Ganz ehrlich, ich verstehe nicht warum Sie so lange brauchten, um zu erkennen:

>>>>>...ohne die tatsächlich ursächlichen gründe für die krisenhaftigkeit der westlichen welt wenigstens anzureißen geht die kritik an schäfer irgendwie ins leere.<<<"

... das war meine kritik an ihrer argumentation, liebe/r rapanui. man kann sie im kern natürlich auf schäfers artikel übertragen, aber von schäfer hatte ich sie gar nicht erwartet. dass sie aber in ihrer schelte für schäfer für mich nicht erkennbar war, ließ mich glauben etwas falsch verstanden zu haben.

und das @magda und sie

dass eine blühende rüstungsindustrie nicht gleichzusetzen ist mit einem blühenden staatswesen, ist wohl in der vokabel der "imperialen überdehnung" erfaßt. in der annahme, bin ladin stand 2001 nicht mehr in diensten des cia, könnte das doch durchaus der hebel gewesen sein, mit dem al-quaida via 9/11 die welt verändern wollte.

warum dieses ereignis anlaß wurde, zehn jahre krieg gegen zwei staaten zu führen (drei, ignoriert man den drohnenkrieg in pakistan nicht), die nichts oder nur mittelbar mit al-quaida zu tun hatten (wir erinnern uns an die gefälschten begründungen für den angriff auf den irak, die scheinheiligkeit, mit der die ebenfalls in amerikanischen militärcamps kreierten taliban als anlaß für den einsatz in afghanistan gewählt wurden), bliebe wichtiger teil einer kritischen bewertung von schäfers artikel.
dass ein solcher vielfrontenkrieg über eine solche zeitspanne zu problemen im "imperium" führt, vor allem wenn man die blühenden gewinne der rüstungsindustrie zuvor von steuerpflichten befreit, liegt auf der hand.

warum war diese im ergebnis also irrationale antwort der usa auf 9/11 dennoch vorhersehbar, auch natürlich für bin-ladin? (irrational zumindest, solange man noch davon ausgeht, dass die usa die interessen der usa vertreten.) ich halte das für eine interessante frage, die mir mit den profiten der rüstungskonzerne allein nicht beantwortet scheint. (denn diese rüstungskonzerne selbst benötigen den krieg führenden staat, sind auf ihn angewiesen und haben produzierende standorte auf seinem territorium.) um der irrationalität der endlosen militärischen konflikte einen sinn zu entlocken, muß man schon weiter zur von nationalen interessen völlig entbundenen finanzökonomie.

aber ich geh jetzt raus, statt hier weiter zu dilettieren. schönen sonntag ihnen beiden!
luddisback schrieb am 10.09.2011 um 10:17
@magda
"Der Grund für diesen Beitrag ist, dass Schäfer sein Buch:
"Der Angriff. Wie der islamistische Terror unseren Wohlstand sprengt" bewirbt.
Die Zeitschrift "Das Parlament" hat schon mal darauf hingewiesen, dass man das nicht gelesen haben muss."

das ist wohl eines der seltsamsten argumente gegen schäfers artikel, das ich mir vorstellen kann. weil irgendwer gesagt hat, das buch muß man nicht gelesen haben ist der artikel quatsch? also bitte. das ist hoffentlich nicht ihr ernst.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 14:23
Sowas nennt man doch Meinungsmache und dazu dienen doch die Medien. Und der Freitag ist ein Medium....für mich oft polit. nicht immer eindeutig einzuordnen. Viell versteht man darunter auch liberal? Ist ja immer eine Frage der Interpretation.

Wenn die USA untergeht muß doch ein Schuldiger her. Und da passt Al Quaida doch ganz gut. Sich selber entblößen und sich der Schuld des eigenen Untergangs bezichtigen, ist doch für eine Weltmacht unangebracht.

Nur mal nebenei als Randbetrachtung (Schlussfolgerungen kann jeder selber daraus ziehen):

Ich hatte auch mal einen Link in einem Blog, was die USA betrifft, bei FC hinterlegt. Dieser Link wurde wegen "Verschwörungstehorie" entfernt. Dabei stand dort nur die Wahrheit drinn. Wundert mich aber nicht, da D ja den USA "ergeben" ist. Soviel zur Pressefreiheit auf einem liberalen Blatt.

Zur Sowjetunion:

Auf Phönix kam mal eine interessante Doku zum Thema Öl. Dort wurde eindeutig bewiesen und an Hand von Fakten auch aufgezeigt, das u.a. die Sowjetunion mittels Spekulationen des Ölpreises an der WallStreet ökonomisch in den Ruin und damit in den Untergang getrieben wurde! Viell hatte Paul Kennedy dies gewusst? Die WallStreet ist für vieles verantwortlich. Dort nehmen die Dinge oft ihren Anfang. Man muß nicht unbedingt Kriege führen um ein anderes Land ökonomisch untergehen zu lassen. Die DDR ist das beste Bsp. dafür. Man muß immer in Zusammenhänge denken! Die SU ist wohl an mehreren Bedingungen (Kriege, Rohstoffpreise, Wettrüsten) untergegangen. Jedenfalls nicht nur alleine an der Wettrüstung. Das wäre zu einfach, da Ursachen eben komplex sind. Und durch die Spekulationen mit dem Ölpreis....die SU konnte ihr Öl nicht mehr auf dem Weltmarkt gewinnbringend verkaufen...hatte die SU erhebliche finanzielle Einbußen.

Wer aber letzendlich wirklich in allem verwickelt ist, bleibt wohl nur schwer durchschaubar. Da gibts zuviele Interessen, die gesteuert werden.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 15:48
Zum 9/11 gibt es im Netz Hintergrundrecherchen, die natürlich oft als Verschwörungstheorie abgetan wird. Eine davon ist, und die ist mit Fakten untermauert, das vor dem Anschlag auf das WTC an der WallStreet unheimlich viel auf die Fluglinie, die in die Türme geflogen ist, gewettet wurde. Da wurde richtig viel Geld mit gemacht. Nun kann man glauben was man will....das steht jedem frei. Fakt ist, dass es internationale Initiativen, Zusammenschluss von Wissenschaftlern gibt, die den 9/11in seiner offiziellen Darstellung anzweifeln und dies auch belegen können.

Ich sehe das auch so, denn Gier macht kriminell. Und auch in D sind schon lange kriminelle Machenschaften am Werke.

Wie gesagt, so etwas wie Schäfer dient der Verwirrung und Selbstdarstellung.
Rapanui schrieb am 12.03.2012 um 16:49
@ KarinL

Politik und Geschichte sind keine mechanischen Vorgänge in dem Sinne, dass jemand einen Plan machen könnte und diesen dann durchsetzt.

Genau deshalb kritisiere ich Schäfers Artikel, der allen Ernstes behauptet, dass Al Kaida einen solchen Plan habe und diesen auch noch erfolgreich umsetzt.

Sie sollten nicht versuchen, dieser schlichten Betrachtungsweise Schäfers eine gespiegelte Variante entgegenzustellen. Die Sowjetunion ist nicht untergegangen, weil jemand an den Ölmärkten gegen die SU spekuliert hat, sondern weil es in der Sowjetunion nicht gelungen ist, die Hoffnungen von Millionen Menschen, eine Alternative zum kapitalistischen System zu entwickeln, zu erfüllen.

Der Rest ist einfach nur noch kapitalistische Konkurrenz, in der das der Sowjetunion folgende Herrschaftsgebilde der Verlierer ist. Es geht mir aber um eine Kritik des Herrschaftsverhältnisses überhaupt - und diese Kritik ist der Politik der Sowjetunion genau so angemessen wie der der USA.

Auch ich denke, dass 9/11 einer anderen Sicht, als die einer vollständig und endgültig erzählten Geschichte bedarf. Auch ich möchte mehr wissen und mich nicht für dumm verkaufen lassen. Der Mythos 9/11 ist mächtig und es hängt viel von ihm ab, aber er kann zu gegebener Zeit durch einen anderen moderner und raffinierter erschaffenen Mythos ersetzt werden. Es kann sogar die "Wahrheit" verkündet werden, wenn es einer neuen Herrschaft nützt. Genau deshalb sollten wir uns nicht am Mythos abarbeiten, sondern die Verhältnisse kritisieren die ihn hervorgebracht haben.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 17:23
Ja, lieber Rapanui Sie mögen ja in vielem Recht haben. Auch ich kritisiere die Herrschaftsverhältnisse. Nur fängt das eben auch alles mit Geld an. Wer viel Geld besitzt kann auch herrschen! Und glauben Sie mir...in der Politik gibt es nur sehr wenige Zufälle. Dafür um so mehr Strategie! Ich weiß das, da ich 1 Jahr in der Politik gearbeitet hatte. Da wurden nur strategische Papiere geschaffen. Also keine Zufälle!

Und das mit der SU sehe ich aber doch anders. Oder sind Sie etwa auch der gleichen Meinung, dass die DDR wegen fehlender Demokratie untergegangen ist? Die DDR ist aus ökonom. Ursachen untergegangen, genau wie die SU. Und da spielt die USA, die WallStreet eine entscheidene Rolle. Schliesslich wird der Welthandel an der WallStreet entschieden.
KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 17:32
Im übrigen kann man ein Herrschaftssystem bezeichnen wie man will...Diktatur, Demokratie oder Kommunismus. Das sind nur hohle Phrasen. Herrschaft ist Herrschaft und Geld ist Geld. Und Geld macht gierig. Was nützt einem "Herrschaft", wenn es kein Geld gibt und kein Besitz an Grund und Boden. Denn nur darum geht es im Endeffekt. Um die Aneignung derselben. Und auch nur wir werden mittels Geld beherrscht und ausgebeutet. Weil diese Ideologie in den Köpfen vieler verewigt wurde. Geld Götze ist und über soz. Gerechtigkeit steht! Das werden Sie nie ändern, solange das Geld und der private Besitz, auch an Grund und Boden existiert.
Rapanui schrieb am 12.03.2012 um 22:11
@ KarinL. schrieb am 12.03.2012 um 17:32

>>>Und das mit der SU sehe ich aber doch anders. Oder sind Sie etwa auch der gleichen Meinung, dass die DDR wegen fehlender Demokratie untergegangen ist?<<<

Die DDR ist in politischer Abhängigkeit von der sowjetischen Herrschaft untergegangen, weil es nicht gelungen ist, eine Alternative zur kapitalistischen Herrschaft zu denken, zu produzieren und zu leben. Die "Wallstreet" konnte doch nur deshalb auf den Sozialismus durchgreifen, weil er sich der Logik der kapitalistischen Wirtschaft nicht entziehen konnte.

Ich hatte hier www.freitag.de/community/blogs/rapanui/kommunismus-als-globaler-frieden mal ein wenig über Ursachen nachgedacht.

>>>Die DDR ist aus ökonom. Ursachen untergegangen, genau wie die SU.<<<

Das ist so zutreffend, wie es nichtssagend ist.

>>>Das werden Sie nie ändern, solange das Geld und der private Besitz, auch an Grund und Boden existiert.<<<

Auch diese Aussage finde ich zu stark verallgemeinernd. Wenn Sie damit spezifizierend die kapitalistischen Formen von Besitz, Geld, Grund und Boden meinen, stimme ich Ihnen zu.
KarinL. schrieb am 14.03.2012 um 10:42
Lieber Rapanui,

wie sollte ein so kleines Land wie die DDR, zumal ohne Rohstoffe und "harter" Währung gegenüber dem Kapitalismus, der auf Ausbeutung und Krieg beruht, denn funktionieren. Ich hatte mich immer gewundert, wie lange die DDR sich doch halten konnte. Und die soz. Bewegung, die Opposition in der DDR wurde seitens des Westens unterwandert. Da wurden Leute gekauft. Wem die DDR sich "anschließt" wurde nicht durch den Bürger, sondern durch die USA, SU und BRD, Frankreich entschieden.
Die Opposition wollte doch gar nicht den Kapitalismus, sondern Demokratie. Nur hätte die Demmokratie den ökon. Untergang auch nicht aufhalten können. Die DDR hatte schon alleine nach dem 2. WK keine so guten Startbedingungen wie die BRD. Sie mußte ganz von vorne wieder anfangen. Ihre Reparationen an die Russen bezahlen. Die DDR hatte die SU doch mitgeliefert und vorrangig für die BRD produziert. Leider wurden auch in diesem System viele Innovationen unterdrückt und verschwanden in der Schublade. So ist es eben mit Ideologien. Deswegen gehören Sie abgeschafft!

Richtig ist, dass die SU die DDR auch loswerden wollte. So stand es jedenfalls mal in einem Artikel, den ich gelesen hatte. Leider hab ich den Artikel nicht mehr.

Und ich bleibe dabei...solange es Geld und Privatbesitz an Grund und Boden gibt, wird sich nichts ändern in der Welt. Es geht im zwischenmenschlichen auch immer um Macht, Interessen mit eingeschlossen. Und die kann ich mit Geld, Besitz ergreifen. Deswegen werden ja Parteien, einzelne Personen auch gesponsert. Politiker sind die Marionetten des Kapitals. Es ist das Kapital mit seinen Interessen, welches die Welt steuert. Und die Journalisten großer Mainstreammedien, genau wie die Wissenschaftler, gehören mit zum Kapital. Haben einen Auftrag. Deswegen sind ja auch die großen Printmedien mit dem öffentl.-rechtl. Fernsehen gleich geschalten.

Das hat A. Müller von den Nachdenkseiten in einem Buch auch mal gut beschrieben.

Viele Menschen denken viel zu kompliziert.

Haben Sie schon mal Krysmanski gelesen?

www.uni-muenster.de/PeaCon/krysmanski/

www.dampfboot-verlag.de/buecher/602-0.html

Deswegen bin ich mir auch noch nicht wirklich schlüssig, welche Rolle der Freitag spielt und ob er denn wirklich unabhängig ist.

Lg Karin
Rapanui schrieb am 14.03.2012 um 11:31
@ KarinL. schrieb am 14.03.2012 um 10:42

>>>Und die soz. Bewegung, die Opposition in der DDR wurde seitens des Westens unterwandert. Da wurden Leute gekauft. Wem die DDR sich "anschließt" wurde nicht durch den Bürger, sondern durch die USA, SU und BRD, Frankreich entschieden<<<

Mal ganz pragmatisch: das alles ist eben eine Frage des Geldes. Die Bewohner der DDR haben sich ganz pragmatisch für mehr Geld entschieden. Wenn Sie nicht moralisieren wollen, müssen Sie das als konkret-historisch anerkennen.

Das was der nun historische Sozialismus den Menschen geboten hat, war nicht das, was sie wollten. Nicht genug Freiheit, nicht genug Teilhabe an wesentlichen Entscheidungen, nicht genug Wohlstand,....Das alles liefert der von uns erlebte Kapitalismus in der BRD zwar auch nur als Surrogat, aber selbst dies erschien den meisten Bewohnern der DDR immer noch als besser als das, was sie bisher hatten.

Dass die historische Chance eine Alternative zum Kapitalismus zu entwickeln nicht verwirklicht wurde, hat viele Ursachen. Unter anderem dies: enorme wirtschaftliche Potenz des Kapitalismus und die damit produzierten Surrogate "Freiheit" und "Wohlstand".

>>>Viele Menschen denken viel zu kompliziert<<<

Sagen wir es mal so: Die praktische Politik, die historischen Veränderungen, das Wirtschaftsleben, die Gespräche unter Eheleuten, die Fernsehsendungen,... sie alle sind in der Regel sehr banal, meist sogar einfach nur dumm.

Dennoch behalte ich mir die persönliche Freiheit vor "kompliziert" zu denken. Das ist sehr sehr schön.
Streifzug schrieb am 12.03.2012 um 16:56
Was erwartet ihr eigentlich?
Wenn Journalisten/Redakteure Bücher schreiben.
Minimum an allem.
Rapanui schrieb am 12.03.2012 um 21:49
@ Streifzug schrieb am 12.03.2012 um 16:56

Was erwarten Sie eigentlich?
Wenn Linke ein Boulevard Blatt herausgeben.
KarinL. schrieb am 14.03.2012 um 10:48
Streifzug schrieb am 12.03.2012 um 16:56
Was erwartet ihr eigentlich?
Wenn Journalisten/Redakteure Bücher schreiben.
Minimum an allem.

Na investigativen Journalismus ;-)

Mönsch Streifzug...man sollte aber auch nicht jeden Journalist pauschal verurteilen. Wobei man natürlich oft wahren investigativen Journalismus nur noch abseits des Mainstream findet.
KarinL. schrieb am 14.03.2012 um 10:51
@Rapanui

Was ist denn Links? Ich glaube darunter versteht auch jeder etwas anderes, oder? Und der Freitag ist nur IRGENDWIE links, laut JA Aussage.

Hm, da kann man viel hinein interpretieren....
Rapanui
Denn ohne Klarheit in der Sprache ist der Mensch nur ein Gartenzwerg.
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18:07
Rosa Sconto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:05
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:04
antares56 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:58
Nur mal so hat gerade einen Kommentar geschrieben.
17:55
KarinL. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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