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An der ersten These hat sich nichts geändert seit dem wir alle um das Feuer herumsitzen: "das "alte" medium zeitung lebt von der qualität seiner texte, schreiber
und rechercheure. dieses "alte" medium wird gelesen, weil die texte gut sind und die leser das geniessen und würdigen." An den folgenden zwei Thesen ist sicher ein Körnchen Wahrheit. Aber trifft das nicht auf viele Lebensbereiche zu und nicht nur auf den Journalismus? |
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Vehementer Widerspruch. Die Gleichstellung von Bloggen = Egozentrisches Ausleben + Vorturnen des eigenen Egos ist gerade beim Publizieren im Internet nicht überlebensfähig. Jedenfalls nicht bei mir. Cliquenbildung meine ich damit übrigens nicht. Das Mantra ist Qualität.
Auch der Riecher der Community für 'von oben' herab ausgesäte 'Wahrheiten' ist im Internet stark ausgeprägt und kann dank Rückkanal, so vorhanden (!), ungefiltert geäußert werden. Wo wir bei der 'Hypothese' zusammen kommen können ist die, vorsichtig gesprochen, ausgesprochen profilierte Schreibe mancher der neuen (Klein-) Publizisten. Wenn man allerdings den auf den ersten Blick übertrieben erscheinenden 'neuen' Schreibern folgt, dann relativiert sich die an den herkömmlichen abgeschliffenen Meinungsbrei gewöhnte Sicht schnell, ja ich bin geradezu dankbar für 'deutliche' Diskussionsanregungen. Ich sehe eher zwei Apparate aufeinanderprallen. Den großen langsamen klassischen Verlagsapparat mit den vielen Köpfen und den vielen Vorteilen (Chefredakteur, Chef vom Dienst, Grafiker, Lektorat, Setzer, ...). Und den kleinen schnellen bissigen Internetpublizisten mit den vielen Hüten (!) und vielfältigen transparenten Input-/Output-Kanälen. Ich als vielhütiger Schreiber, Fotograf, Microblogger, Werber, Techniker, IT-ler, Buchhalter etc. pp. kann mit diesem bräsigen Formularwesen des klassischen Verlagsapparats nicht mehr viel anfangen. Ich muss in den heutigen Zeiten micropublizieren und microarbeiten um microgewinn zu aggregieren. Dieses zentralistisch gesteuerte Ding hier ist für mich zeitraubendes Hobby, und zwar wie häufig schon geschrieben ein masochistisches. Ich finde Herr Augstein holt sich jetzt mal @cemb als diplomatischen Berater ran und der stellt eine praktische task force zusammen. Und nicht immer dieses um den heißen Brei herumreden. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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