raspakaback

rest in pieces

08.02.2009 | 23:39

Eilmeldung: Glos aus Regierungshaft entlassen!

Michael Glos ist frei. Wie spiegel online berichtet, haben Anglelika Merkel und Horst Seehofer einer vorzeitigen Entlassung des Bundeswirtschaftsministers zugestimmt. Dem Nachrichtenmagazin zufolge soll der Bibeldrucker Karl-Theodor zu Guttenberg Nachfolger von Glos werden. 

Im Kanzleramt spielten sich bei der Suche eines Glos-Ersatzes dramatische Szenen ab. Helmut Schmidt entzog sich dem Zugriff der Behörden und hält sich bis zur Stunde im Hamburger Verlagshaus der Zeit verschanzt. Auch die Unternehmen McKinsey und Blackwater verweigerten eine Übernahme des Ministeriums. Eher  müsse man sie verstaatlichen, hieß es aus einem Bankenturm.

In Prichsenstadt, dem bayerischen Heimatort  von Michael Glos, herrscht derweil Ausnahmezustand. Die Bewohner organisieren Autokorsos,  werfen Knallfrösche und singen "Freiheit" von Marius Müller-Westernhagen. Schon in wenigen Tagen wird Michael Glos zurück erwartet. Vier lange Jahre war Glos im Regierungskabinett eingesperrt. Wie er sich dabei fühlte, will er übermorgen  Reinhold Beckmann erzählen.

Spekuliert wird weiter über die Gründe der Freilassung. Gerüchten nach zahlte der Wüstenstaat Jemen Lösegeld für Glos. Jemens Regierung dementierte umgehend. Zwar könne man sich vorstellen, dass Glos in Zukunft den Bau einer Pipeline von Jemen nach Helgoland überwacht, der Staat dürfe sich aber nicht erpressbar machen, sagte ein Ölscheich.

Wahrscheinlicher ist, dass der Druck der Öffentlichkeit zu groß geworden war. Raspakaback's Blog hatte mit der Forderung "Freiheit für Michael Glos!" Panik in Berlin ausgelöst. Das internationale Rote Kreuz hatte einen Überraschungsbesuch in Glos' Büro angekündigt. 

Die Macher von Raspakabacks Blog können den Erfolg ihrer Kampagne noch kaum fassen. "Wir dachten immer, Blogs seien unwichtig und die liest eh keiner", sagte ein Sprecher noch am Abend in Berlin. "Da lagen wir wohl daneben."
In Zukunft könnten Staaten und Konzerne den Raspakaback Blog auch für Marketing-Zwecke buchen. Die meinungsstarken, kommunistischen FAZ-Artikel kosteten 3000 Euro das Stück.



 









 
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Kommentare
EtienneRheindahlen schrieb am 09.02.2009 um 00:02
Pssst!!! Nicht so laut jubeln. Wenn das in der globalen Blogosphere publik wird, könnte schon am Dienstag Amnesty International bild.de übernehmen. Und der Dalai Lama gemeinsam mit St. Niggemeier facebook, Yahoo! und den SPIEGEL-Verlag.

Aber mal im Ernst: geil geschrieben. Zum Wiehern und einfach nur ggut ;-) Chapeau...
bandidorosso schrieb am 09.02.2009 um 13:12
die Prichsenstädter sind wahre Freedomfighter! und michael ein glosartig zu zelebrierender Knallfrosch...nur berlin weint um ein weiteres politisches aushängeschild, dass ihm so nonchalant den schuppigen rücken zukehrt.
digitus schrieb am 09.02.2009 um 14:13
Danke für diesen wunderbaren Beitrag - you made my day!
erdbeerblut schrieb am 09.02.2009 um 18:05
Und für wessen Freilassung kämpfst du als nächstes?
Ich finde, Tiefensee hätte es mehr als verdient!
hneu schrieb am 09.02.2009 um 18:36
Jawoll, der beste Beitrag zum Thema! Jetzt können wir bürgerlichen Schreiberlinge uns entspannt zurücklehnen. Karl-Theodor Maria Nikolaus Johann Jacob Philipp Wilhelm Franz Joseph Sylvester Freiherr von und zu Guttenberg wird´s richten. Vielleicht hilft ihm ja auch Karl Johannes Nepomuk Josef Norbert Friedrich Antonius Wratislaw Mena Prinz zu Schwarzenberg dabei. Die Europäer müssen in dieser schweren Stunde schließlich zusammenhalten.
Tessa schrieb am 09.02.2009 um 18:48
Und da dachte man doch, Kinder unnötig viele Vornamen zu geben sei ein neumodischer Trend aus der Promi-Ecke.
raspakaback
Entscheider, der den ganz en Tag für den Lebenslauf lebt. Nicht dick aber auch nicht dünn. Weder groß noch klein. Meistens leise, noch öfter laut. Schwäche: Kann sich nicht entscheiden.
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