Ullrich Läntzsch

müll metamorphosen

28.04.2011 | 15:40

Ärger der Woche – Buch der Woche

Ein Vorreiter der Apokalypse geriert sich als Kämpfer für eine Welt ohne Atomwaffen – oder, zum geistigen Müll im Freitag.

Noch Fragen?

Es ist kurz zu machen, die Antwort lautet, der Chef der UNO-Behörde, die satzungsgemäß die Weiterverbreitung der sogenannten friedlichen Nutzung der Atomenergie betreibt kann, der hat nur die Wahl, entweder ersetzt sich für eine Satzungsänderung ein oder eben nicht.

 Artikel III der alten Satzung: Functions
A. The Agency is authorized:
1. To encourage and assist research on, and development and practical application of, atomic energy for peaceful uses throughout the world; …

Quelle: www.iaea.org


Schlimmer! – die IAEA sorgte für den skandalösen  Abschlußbericht zu Tschernobyl:

www.iaea.org/newscenter/focus/chernobyl/pdfs/pr_ger.pdf

Alle anderen beteiligten UNO-Unterorganisationen wurden von der IAEA gezwungen, dieses perfide Machwerk wider besseres Wissen zu unterzeichnen, da der IAEA als der federführenden Organisation nicht widersprochen werden darf. Nach diesem Bericht starben angeblich bis 2005 weniger als 50 Menschen an der Strahlung durch den schlimmsten Gau der Geschichte der Atomkraft. Wer die Menschheit derartig schamlos lügt und damit betrügt sollte als mit Verantwortlicher z.B. für Fokushima vor Gericht gestellt werden!

Diesem Mann auf dem Freitag ein Forum einzuräumen, bringt mich zur Frage, ob ich meinen Blog nicht verlegen sollte.

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
ebertus schrieb am 28.04.2011 um 16:24
Ein Buch eben, und ob es "Buch der Woche" hier auf dem Freitag sein kann ist mindestens genau so fraglich, so systemkonform, so "mutig" wie generell der Nobelpreis, von ElBaradei bis Bushama. Den Freitag würde ich da - bis zum Nachweis des Gegenteils - als Überbringer der Nachricht nicht gleich auf das Schafott eines drohenden Blogentzuges legen.

www.heise.de/tp/artikel/33/33468/1.html
Ullrich Läntzsch schrieb am 02.05.2011 um 11:46
Lieber ebertus,

bis auf einen Punkt stimme ich zu.

Wenn der Freitag ein Buch der Woche vorstellt, so ist dies schon etwas anderes, als eine Nachricht zu überbringen.

Nebenbei ist auch die Auswahl von Nachrichten niemals wertfrei.

Auch ist egal, ob die Unterstellung zutrifft, die Rubik "BUCH DER WOCHE" ist nichts weiter als übliche Reklame.
Vermutlich bekommt der Freitag Bares vom Verlag und überläßt die Auswahl diesem. Nur so lang sich die Freitagsredaktion dies nicht kenntlich macht, ist steht eben sie und nur sie als diejenige Instanz, die ein Buch auswählt und dann ist es eben keine Nachricht, sondern eine Auszeichnung. Und dies ist dann eine inhaltliche Angelegenheit.
ebertus schrieb am 02.05.2011 um 12:16
So kann und darf man das sicher sehen, seinem Zweifel, seiner Skepsis Ausdruck geben.

Aber genau so interpretiere und behandle ich den Freitag (und seine - quasi - redaktionellen Aussagen), mit einerseits wohlwollender, aber andererseits kritischer Distanz.
Ullrich Läntzsch schrieb am 02.05.2011 um 12:52
dann schauen wir also dem Freitag weiter fleißig auf die Finger
Ullrich Läntzsch schrieb am 02.05.2011 um 12:54
Jau denn, schauen wir dem Freitag weiter fleißig auf die Finger

Daß letztendlich Werbung für Atomkraft mit zum Freitags-Tagesgeschäft gehört, fand ich einfach besonders schräg!
Alien59 schrieb am 02.05.2011 um 12:30
Ich fand die Auswahl schon öfter etwas merkwürdig. Ian Johnsons Machwerk hätte auch nicht sein müssen.
Das hier hat ein wenig den Beigeschmack einer Wahlkampfhilfe - und das schätze ich gar nicht.
Ullrich Läntzsch schrieb am 02.05.2011 um 12:57
@ Wahlkampfhilfe

Damit ich es richtig verstehe:

Wahlkampfhilfe pro Atomkraft oder pro Mohamed ElBaradei in Ägypten?
Alien59 schrieb am 02.05.2011 um 13:00
Pro M. E. in Ägypten. Brauchen kann ers.
Ullrich Läntzsch schrieb am 02.05.2011 um 13:07
Richtig!

Aber kann ihm der Freitag dabei helfen?

Eher bekommt die FC den Literaturnobelpreis.
Ullrich Läntzsch
autor, regisseur, bild. Künstler
Mitglied seit:
1 Jahr 24 Wochen
Zuletzt aktiv:
18.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 85
Kommentare: 1782
Logbuch
18:55
Rosa Sconto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:50
Georg von Grote hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:49
Achtermann hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:48
Rosa Sconto hat gerade einen Kommentar geschrieben.
18:48
Uwe Theel hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG