Das bißchen Regen bei der Radfahrt zum Frühstücksbäcker, ließ mich Gestern einen Regenschirm mitnehmen. Schließlich hatte der Wetterbericht für den Freitag mit zahlreichen Gewittern gedroht. 20 Mal reichte mein Wetterglück zum fotografieren im Trocknen, nur einmal mußte ich meine Kamera dem Regen aussetzten. Diesen Techniktest wollte ich nicht wiederholen, daher der Schirm.
Doch mein unverschämtes Wetterglück hielt an, beim Aufbau von O #22 und das kleine aber megaheftige Gewitter begann erst, unmittelbar nachdem ich die Skulptur aus dem Wasser gefischt ...
… den Unterbau demontiert und alles zum Fahrrad gebracht hatte. Diese stand unter der nahen Straßenbrücke, näher kann man nicht ranfahren. Das Beladen des Rads war einigermaßen zeitraubend und noch bevor ich damit fertig war stellte sich der Sonnenschein wieder ein, der mich seit der Abfahrt in Schwabing so freundlich war, mich zu begleiten.
Wäre ich ein Esoteriker, würde ich mein Wetterglück als Orakel deuten. Ich sage Glück ist Glück. Und: Auf Fragen, die meine Großmutter nicht zu beantworten wußte, sagte sich, das wissen die Götter, worauf mein eigensinnige Mutter schon als kleines Mädchen die passende Antwort parat hatte, die Götter wissen gar nichts.
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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