Ullrich Läntzsch

müll metamorphosen

11.12.2011 | 19:08

Relaunch Rahab

 

Relaunch Rahab – aber sofort!

 

Nun sah ich gewiß oft, allzu oft und auch genügend Gründe, mich über Rahab zu ärgen, mit ihr zu streiten, so übel fand ich vieles was sie schrieb, unverschämt, unangebracht, unqualifiziert, ungeheuerlich, und, und, und ...

Aber sie auszuschließen, finde ich nur nicht in Ordnung, nein, es ist einfach ein Ärgernis, das erste, das mich überlegen läßt, ob ich mir nicht einen neue Community suche sollte, eine in der nicht eine Redaktion selbstherrlich auf Gutsherrenart bestimmt, wer wann warum ausgeschlossen wird.

Es wäre die Aufgabe der Community, nicht nur einer Rahab klarzumachen, wann sie sich wie so daneben benommen hat, daß man von ihr, nein, auch kein Büßerhemd überzustreifen hat, sondern wann sie jemanden beleidigte und weshalb auch ihr kein Zacken aus der Krone brechen würde, das zu tun, was ein leider sehr ungutes Wort beschreibt, entschuldigen.

Ja, es kann auch angemessen sein jemanden aus der FC auszuschließen. Ich denke ich kann mir die Stichworte dafür sparen, wann sich eine Diskussion darüber erübrigt. Was sich aber nie erübrigt wäre ein dem vorausgehender demokratischer Akt - eine Abstimmung. Aber ohne eine Abstimmung, zu der die gesamte FC zugelassen sein muß, hinterläßt jeder Ausschluß ein ungutes Gefühl.

Im Fall Rahab jedoch ist der Ausschluß völlig unannehmbar.

Wir sollten den Fall Rahab nutzen den Ausschluß an sich zu diskutieren. Vielleicht gelingt es aber auch jemanden, mir zu erklären, warum ich daneben liege. Denn genau darin liegt der Clou: in der Anerkenntnis der eigenen Fehlbarkeit, der eigenen Subjektivität.

 

 
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Kommentare
ebertus schrieb am 11.12.2011 um 20:53
Du liegst nicht daneben, und als der wohl Ältere -sorry for that- nehme ich mir bis zum ausdrücklichen Widerspruch das "Du" einfach mal heraus.

Nur habe ich mich bewußt bei diesem "reden"-Diskurs -der möglicherweise, zumindest phasenweise unfreiwillig komisch war, der in jedem Falle weitere beinahe mimosenhafte Antipathien an das grelle Licht des Forenalltages brachte- bewußt nicht beteiligt. Weil dieser Diskurs in der subtil angestrebten, "mittig normalen" Konklusion genau dafür steht, wo eine @Rahab wohl eben nicht steht, nicht einzuordnen ist.

Einerseits den absoluten IndividualistInnen weitgehend Raum zu geben, andererseits denen sehr schnell die rote Karte zu zeigen, die primär und in der Regel unter dem Deckmantel der (möglicherweise multiplen) Anonymität mit ihrem virtuellen Kampfhund "gassi-gehen", dieser Spagat kann auch eine an sich wohlmeinende Moderation schon mal überfordern.

In der konkreten Causa also, gehen wir wohl absolut konform. In den Weiterungen bedeutet es -für mich zumindest- jedoch weit mehr, als die Rücknahme einer offensichtlichen Fehlentscheidung. Der Hinweis auf den abzuwartenden "Relaunch" mag zwar billig sein, markiert er dennoch aus meiner Sicht den kleinsten gemeinsame Nenner, welcher an Kooperation auch von @Rahab selbst zu erwarten sein dürfte.

Mehr ist wohl nicht, momentan...
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 22:08
Daß mit dem Du ist okay - egal wer alter ist.

Was drin ist entscheidet die Community. Der Freitag könnte einpacken, wenn wir uns anderweitig neu organisieren. Aber so weit muß es nicht kommen. Aber wir bekommen nur das - in Politik, wie - auch beim Freitag, was wir erkämpfen.

Grüße
UL
ps
Jg.51
ebertus schrieb am 11.12.2011 um 22:27
Hallo Ullrich,

"hab's mir doch gedenkt", mit meinem Jg.47

Und dass @Rahab dies sehr seriös, eben inhaltlich aufarbeitet, das kann man hier sehen, sich ggf. beteiligen:

notina.net/44

Eben keinesfalls als antideutscher Bashing-Blog, so wie man das anderweitig unter ehemals "Freitagsgeschädigten" so erlebt. Eher distanziert konstruktiv, was ja auch meiner Intention entspricht; als Teilnehmer hier und beinahe von Anfang an.
Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:32
@Urlich Läntzsch
"Der Freitag könnte einpacken, wenn wir uns anderweitig neu organisieren."
Entschuldige, wenn ich laut lache. Wenn der Haufen hier nicht mal in der Lage ist, sich zu einer von den Plattformbetreibern wohlwollend begleiteten Verbesserungsinitiative zusammenzuschließen, dann selbst eigenständig neu organisieren? Gröhl!!!!
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 15:24
Liebe Popkontext,

klaro, da lache ich gern mit. Aber nein, so wie ich das schrieb war natürlich mißverständlich. Daß sich die FC außerhalb neu finden könnte steht nicht zu vermuten. Aber der Gedanke, Der Freitag wäre ohne seine Community nicht das was er ist, eben auch richtig. Und zubehaupten, in hundert Jahren wird es die FC noch immer geben wäre gleichermaßen kühn.

Auch die FC ist dem Gesetz des Wandels unterworfen. Binse, aber allzu viel dürfen es nicht werden, die der FC den Rücken kehren ohne das dies eine Eigendynamik erhält. Niemand weiß wann die kritische Masse erreicht ist. Und so wie dies an sich kein Thema sein sollte, so wenig sollte die formaljuristische Seite ein Instrument der Redaktion sein.

Alles was ich fordere ist Demokratie dort, wo sie hingehört, nämlich ins Selbstverständnis der FC.

Wer will darüber gröhlen?
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 15:37
Lieber Ullrich,

wie gesagt hat es nichts mit Demokratie zu tun, wenn der Freitag sich auf uns einläßt und auf Kritik reagiert - sondern ausschließlich mit Eigeninteresse (und das ist genau das, worauf ich setze, wenn ich "Forderungen" an die stelle): Solange sie Interesse haben, die Community aufrecht erhalten, oder sie gar auf eine bestimmte Art zu gestalten, müssen sie sich auch Gedanken darüber machen, wie sie moderieren und sich auch aus ganz egoistischen Gründen - wie jeder andere kommerzielle Anbieter auch - mit dem Feedback beschäftigen. Wie sie aber handeln liegt allein bei ihnen, da gibt es nichts einzufordern, da kann man dann tatsächlich nur weggehen, wenn man nicht zufrieden ist.
Rosa Sconto schrieb am 11.12.2011 um 21:06
Vielleicht war eigentlich doch wieder nur die Technik schuld... Das Kunstwerk "der Freitag" entwickelt sich. Irgendwie...
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 22:09
With or without me - das ist die Frage.
Rosa Sconto schrieb am 12.12.2011 um 01:13
Das eine Problem ist klar: Rahab war wohl auch "freitags-community-müde" und hat einfach ab & zu die Geduld mit manchen verloren, weil die sie schlicht & einfach direkt beleidigt. Namen nennen ist hier ja verboten.

Das nächste Problem ist das sich eine Situation erst so sehr zuspitzt bis dann, von wem auch immer, drastisch eine Sperrung entschieden wird. Da ist viel Willkür, zumindest nicht nachvollziehbare Entscheidungsfindung, im Spiel.

Das Hauptproblem ist allerdings, wenn jemand gesperrt wird, auch alle Kommentare zu den Beiträgen dieser AutorIn futsch sind. Warum dann hier manche jammern das andere aus eigener Entscheidung heraus "depublizieren" bleibt folglich unverständlich. Da stellt sich dann eben schon die Frage warum überhaupt noch Kommentare schreiben, wenn irgend ein Aufseher allein Entscheidungen trifft die eigentlich ALLE die betreffen, die Kommentare geschrieben haben.

Das die Redaktion Inhalte aus den FC Beiträgen nach dem Motto "erzählt mal" saugt ist nun wirklich nicht übersehbar, aber Rahabs "Kneipenwirtin" Beiträge waren zur "Weiterverwertung" wohl nicht so gut geeignet. Wenn mir die Moderation einmal so eine "vorüber gehende" Sperre, wie es bei bei Rahab schon einmal vor ca 3 Wochen der Fall war, verpassen würde, wäre ich nicht so masochistisch auch nur noch einen einzigen Satz zu schreiben.
Ehemaliger Nutzer schrieb am 11.12.2011 um 22:58
Nun sah ich gewiß oft, allzu oft und auch genügend Gründe, mich über Rahab zu ärgen, mit ihr zu streiten, so übel fand ich vieles was sie schrieb, unverschämt, unangebracht, unqualifiziert, ungeheuerlich, und, und, und ...
...
Ich bin neu hier im (diesen) Forum.
Darf man das oben Erwähnte hier nicht?
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 23:22
tja, so lautet meine traurige Frage ...
Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:14
Lieber Ulrich,
nix für Ungut - ich halte das mit Tahab auch für eine fatale Fehlentscheidung und hoffe auch darauf, dass das die Redakteure einsehen werden.

Was aber auch nicht vergessen werden darf: Wir befinden uns hier *nicht* in einem basisdemokratischen Verein, sondern einer kommerziellen Plattform. Wir werden aufgefordert mitzugestalten - bis zu einem gewissen Grade. Aber die endgültige Entscheidung trifft der Inhaber - der Freitag. Deshalb ist die Forderung nach einem "demokratischer Akt - eine Abstimmung [...] zu der die gesamte FC zugelassen sein muß" nicht nur ein kaum praktikabler, sondern auch nicht einforderbarer Vorgang. Hier gibt es klare Regeln: Das Hausrecht der Inhaber, der Freitag Medien GmbH & CoKG.
Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:16
...Rahab...muss mal die Buchstaben auf meinem Laptop nachmalen, ein guter Lenovo und noch gar nicht so alt, ts...
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 23:36
Lieber Popkontext,

Tahab - Rahab - mit Sicherheit kein Problem - wer sagt er hätte sich nie vertippt ...

Aber das wirklich Wichtige sprichst Du - ich duze in diesem Blog der Einfachheit halber jeden, bis zum Widerspruch - das Recht der Redaktion.

Dagegen kann man nur das Recht des Widerstandes, der Vernunft und der Solidarität setzen. Denn eines ist ja auch klar, ein Boykott könnte sich Der Freitag auch nicht leisten. Der Freitag ist schon auch auf seine Community angewiesen.

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:59
Ich halte "Widerstand" in dem Fall für zwecklos - und auch unangebracht. Der Freitag sind ja nicht die Bösen, die Feinde. Sie stellen ja tatsächlich erstmal eine Plattform ins Netz, auf der sich ein Haufen Leute tummeln kann, der sich so niemals eigenständig zusammengefunden und organisiert hätte - in letzterem Fall hätte man auch das Recht auf Basisdemokratie. Ziel des Freitag ist Leserbindung und ein paar mehr Klicks - in Euros zahlt sich das kaum aus, zumal noch drei Redakteure, Freie und ein bis drei Programmierer zur Betreung abgestellt werden, die Kosten für den Webspace laufen da wahrscheinlich noch unter Portokasse.

Einen Boykott, den ich im Gegensatz zu unserer Community-Initiative auch nicht für zielführend halte, kriegen wir hier gar nicht organisiert. Fatal für den Freitag ist sicher das Abwandern guter Schreiber/innen. Das kratzt die auch. Ansonsten sind sie wahrscheinlich gar nicht mal böse, wenn sie den Laden tatsächlich dicht machen können, wenn es zu bunt wird - die von Augstein anvisierte super tolle ganz weit vorn linke Plattform ist es ja nun gerade nicht (mE. auch ein "Führungsfehler"). Im Moment sind sie aber doch gerade willig, konstruktive Kritik anzunehmen und mit uns zu reden, auch wenn die Rahab-Geschichte hier gerade mal ein Schuss ins Knie war. Ich halte es für das Einzig vernünftige, gemeinsam mit den Betreibern etwas zu verändern.

P.S. Kein Problem mit du - ich bringe das sowieso immer wieder durcheinander, online sowieso, manchmal leider auch im richtigen leben ;)...
Vaustein schrieb am 11.12.2011 um 23:16
Zweifellos hat Rahab ein Talent "zu nerven". Die Frage ist nur, wo
hat diese Art der Beurteilung ihre Ursache?

Und die liegt nicht bei ihr.

Sie vertritt - egal aus welchen Gründen - gelegentlich recht feministisch orientierte Standpunkte. Manch männlicher Zeitgenosse hat das Potential, sich darüber zu erregen.

Die Folge dieser Erregung ist mehr oder weniger so was wie Entgleisung in Richtung Provokation.

Genau das war der Fall in der "Diskussion" Rahab/RdH.

Er provzierte auf unsägliche Art.

Sie reagierte...was sie ja auch wohl durfte.

Sie zu sperren, weil sie reagierte halte ich für unfair.

Die Sperrung des Hayek erfolgte zu Recht. Seine Beiträge in der Diskussion hatten überwiegend das Ziel, Rahab zu provozieren.

Dass die Redaktion nicht gewillt ist, das zu erkennen ist betrüblich.

Fehler einzugestehen ist keine Schande, eher ein Zeichen von Grösse.
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 23:44
Das Gute an der Sache für mich ist der Erkenntnisgewinn:

bislang dachte ich nicht weiter darüber nach. Aber wenn Demokratie im Freitag keine leere Phrase sein soll, und für mich ist es so, dann kann ein Ausschluß nicht ein Redakteur treffen, sondern nur die Community.

Ansonsten ist letztlich alles was im Freitag steht nur hohles Geschwafel.

Wenn einer oder eine provoziert, dann müssen sich einfach hier Mitglieder finden, ihm wie ihr dies klar macht, erst wenn dies als gescheitert erklärt werden kann, kann man über Ausschluß reden.

Oder ich sage einfach tschüss, servus und good-bye.

Grüße
Ullrich
Yola schrieb am 11.12.2011 um 23:50
Hier wäre die Aufforderung "Community, übernehmen sie" endlich mal richtige plaziert...
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 00:02
***** was sonst
Yola schrieb am 11.12.2011 um 23:16
Die Ausweisungspolitik des freitag ist m.E. von Willkür und Intoleranz geprägt. Es wurden bisher viel zu viele Blogger gesperrt und noch nie wurde eine einmal getroffene Entscheidung von der Moderation zurückgenommen (das zum Thema Verfehlung und Entschuldigung und Größe beweisen), auch wenn die Gründe noch so nichtig waren. Darauf führe ich einen Großteil sowohl die athmosphärische Unzufriedenheit innerhalb der community zurück, als auch den Rückgang von gehaltvollen Beiträgen und auch die Rückzugsüberlegungen vieler Verbliebenen. Dabei geht es nicht allein um das Prinzip des Sperrens selbst, sondern auch um den Umgang mit den Ausgeschlossenen und der community.
Wenn Willkür statt Augenmaß herrscht, wenn die Form der Kommentare zum wichtigsten Ausschlusskriterium erhoben wird und die Qualität der Beiträge dabei nicht 'gegengerechnet' werden, wenn Verfehlungen nicht verjähren sondern 'bei Bedarf' herhalten, wenn sich Blogger auf 'copy und paste' verlegen, wenn ein zeitlich begrenzter Ausschluss, beim Unterbleiben demütigen Verhaltens der Moderation gegenüber kommentarlos in permanenten Ausschluss verwandelt werden, wenn immer mehr sich fragen, ob es noch einen Sinn macht, hier zu schreiben, oder einfach sang- und klanglos aufgeben...
Vielleicht unterhält man sich aber demnächst formvollendet über Ostergeschenke u.ä.
Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:25
Ich denke nicht, dass zu viel gesperrt wird - die Kriterien halte ich aber auch für falsch. Solange sie nicht offensichtlich verbal ausfallend werden, kann hier jeder auch Hetze und Lügen und üble Nachrede verbreiten. Ist aber jemand wie Rahab mal temperamentvoller, stehen die Leute schon halb auf der Abschussliste, obwohl sie die Community sehr bereichern und zum Kern dazugehören. Und dann scheint es ja wieder so ein Fall, wo einfach beide "Streithähne" gesperrt worden sind, ohne Ansehen dessen, wer den Streit warum vom Zaun gebrochen hat. Leider auch typisch und mE. fatal. Da muss dringend mehr Augenmaß her!
Uwe Theel schrieb am 11.12.2011 um 23:38
@ Popkontext schrieb am 11.12.2011 um 23:25

"Da muss dringend mehr Augenmaß her!"

... und viel mer Feedback durch die Redaktion, sonst kann sie nach Pommern umziehen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 23:47
Ob zu viel gesperrt wird kann ich nicht beurteilen. Morgen bin ich ein Jahr dabei und kann mich außer dem aktuellen Fall nur vage entsinnen, etwas mitbekommen zu haben und muß zu meiner Schande gestehen, damals nicht weiter darüber nachgedacht zu haben.
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 00:03
@Uwe Theel
Das meine ich mit Augenmaß - wenn irgendein offensichtlicher Störenfried sang und klanglos gesperrt wird (was mE. viel zu SELTEN passiert), interessiert das glaube ich niemanden, es wird noch nicht mal bemerkt (s. Ullrich oben). Das Problem ist, wenn es jemand ist, der in der Community verankert ist, und sie auch bereichert, wie eben Rahab. Da solte es vielleicht wirklich vorher eine Aussprache geben.
Uwe Theel schrieb am 12.12.2011 um 01:14
@ Popkontext am 12.12.2011 um 00:03

Liebe popkontext,

da sind wir gar nicht auseinander:

s.:

www.freitag.de/community/blogs/aber/wohin-steuert-die-community#comment-344377

Gut´s Nächtle

uwe
Ullrich Läntzsch schrieb am 11.12.2011 um 23:50
Aber ist die eigentliche Frage nicht die, liegt die Macht über den Ausschluß nicht grundsätzlich in falscher Hand?

Darf eine Institution wie Der Freitag überhaupt das formale Recht anwenden, das ihm inhaltlich nicht zukommt?

Grüße
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 00:00
Und da ist noch ein wichtiger Punkt:

Daß der einzelne Redakteur oder Redakteurin sich bemüht das Richtige zu tun, das will ich überhaupt nicht bestreiten. Es geht nur darum, daß der Gedanke, eine freiheitliche linke Community darf nicht selbst über ihre Mitglieder entscheiden einen vordemokratischen, Akt darstellt, gegen den wir uns wehren müssen, oder, wenn wir uns hier auch nur ein wenig ernstnehmen wollen, in letzter Konsequenz Schluß machen müssen.

Allein ich bin ganz hoffnungsvoll, die Vernunft und Solidarität wird siegen.

Solidarische Grüße an alle
Ullrich
weinsztein schrieb am 12.12.2011 um 00:28
Liebe Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Freitag,

Rahab künftig nicht mehr in der Freitag-Community lesen zu dürfen wäre mir unerträglich. Mit Witz und Gift, Galle und Humor bereichert die erfreulich temperamentvolle Rahab die FC, hier und anderswo den Freitag in Schutz nehmend.

Ich stimme Popkontext und Ebertus zu.
Und bitte Sie, werte Freitag-Macher, den Ausschluss ganz rasch zurückzunehmen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 00:38
Lieber Weinstein,

und wie ist das mit der Grundsatzfrage, ist es demokratisch legitim wenn ein Mitglied einer Gemeinschaft von einigen, wenigen Inhabern von Macht ausgeschlossen werden können, egal wie die Mehrheit der Gemeinschaft dies beurteilt?

Grüße
Ullrich
weinsztein schrieb am 12.12.2011 um 00:53
Lieber Ullrich Läntzsch,

das ist nicht "die Grundsatzfrage" sondern Deine Frage. Die hat Popkontext so beantwortet, dass ich ihr auch da zustimme.

Eventuell solltest Du Deine mal zu Ende denken.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:10
Lieber Weinstein,

@ Meine Grunsatzfrage - Popkontext

Deshalb ist die Forderung nach einem "demokratischer Akt - eine Abstimmung [...] zu der die gesamte FC zugelassen sein muß" nicht nur ein kaum praktikabler, sondern auch nicht einforderbarer Vorgang. Hier gibt es klare Regeln: Das Hausrecht der Inhaber, der Freitag Medien GmbH & CoKG.

Ich nehme an, Du beziehst Dich auf diesen Absatz, der unbestreitbar die rechtliche Situation aufzeigt. Die formal juristische Situation. Meine Frage zielt auf die Inhalte, für die Der Freitag steht. Und da besteht mE eine dramatische Diskrepanz zwischen eben dem Hausrecht nach Gutsherrenart, oder einer demokratischen Vorgehensweise.

Daß eine Abstimmung technisch schwierig zu programmieren sein, kann ja wohl niemand ernsthaft behaupten.

Die Frage ist für mich so nicht beantwortet, aber ich bin nicht beratungsresistent, ich finde nur kein Argument außer sich der Macht zu beugen. Und dies mache ich nur wenn es keine Alternative gibt. Und zu Ende gedacht habe ich dies für mich durchaus, was bedeutet, ciao, tschüss und ade.

Grüße
ps
weinsztein schrieb am 12.12.2011 um 02:56
Lieber Ullrich Läntzsch,

nur ganz kurz, selbst für mich ist es schon spät. Dein Blog berührt den Umgang miteinander im Internet, aber nur darum geht es hier nicht. Du vermixt hier alles Mögliche.

Erst mal ganz einfach. Im Falle von "ciao, tschüss und ade" wird es allerdings nicht ganz leicht für Sie sein, ein Internetforum zu finden, in dem sich die dort selbst verwaltenden Blogger & Kommentatoren zu Tribunalen versammeln, um über Rausschmiss oder Verbleib zu entscheiden. Wie soll das funktionieren? Pro Nickname eine Stimme?

Komplizierter (und sehr verkürzt): Der Freitag bietet neben dem Printprodukt ein Internetforum, die Freitag-Community, recht geduldig hoffend auf Verzahnung. Tatsächlich bietet mir der Print-Freitag und die dazu gehörige FC ein spannendes und reizvolles Angebot, drum bin ich gern hier.
Wegen der Tendenz. Ich unterstütze ganz bewusst des Freitag "irgendwie linke" Tendenz, die meines Wissens glücklicherweise nirgendwo festgeschrieben wurde.

Im deutschen Presserecht gelten diverse Paragrafen zum Tendenzschutz, die - allerdings oft missbraucht, vor allem gegen missliebige und oft linke Journalisten - u.a. die politische Ausrichtung von Medien schützen sollen. Im Fall des Freitag kann durchaus auch dazu gehören, sich von einigen Foristen der Community zu verabschieden, um die eigene Tendenz zu schützen.

Ich bin durchaus für Rausschmisse, bedaure sehr den schlimmen Fehler im Falle Rahab.
archinaut schrieb am 12.12.2011 um 00:37
Den VorrednerInnen, VorschreiberInnen, werten Vorangegangenen
möchte ich gerne beipflichten:

Rehab for Rahab!

Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 00:55
rehab for rahab by Amy - charmanter geht es nicht
aber schrieb am 12.12.2011 um 00:38
und wohlgemerkt und mit ganz vielen ausrufezeichen:
.
es gibt nix ....
.
GAR NIX
.
was ihren ausschluß rechtfertigt.
.
UND
.
sie darf AUSDRÜCKLICH, wenn sie wieder retour ist mir tiernamen geben, mich einen depp nennen....usw.
weinsztein schrieb am 12.12.2011 um 01:03
Das tat sie bereits, als Sie unter anderen Nicknames hier & dort unterwegs waren, falls ich richtig erinnere, gell?
Depp ist übrigens kein Tiername, aber da Ihnen an solchen Namen gelegen zu sein scheint, fällt mir für Sie Eichhörnchen ein, das buschige.
aber schrieb am 12.12.2011 um 01:35
ach weinsztein,
wenn ich mal richtig-commoder stimmung bin....geb ich ihnen einige türkey-reisetipps...
ABER,
was ist ne community ohne verwirrung?
ohne gesabbel?
.
wußten sie schon, dass rahab in jungen jahren als dirne gearbeitet hat?
si.
an der stadtmauer jener stadt, die sie zur prostitution gezwungen hat.
und die folge?
sie hat sich fürchterlich gerächt.
weil die stadt ziemlich hohl war.
und durch einen verrat von rahab
ist die ganze hohle stadt eingestürzt.
mit pauken und trompeten.
.
so wahr wie ich ABER heiße.
Uwe Theel schrieb am 12.12.2011 um 01:06
Free Rahab!
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:18
Lieber Uwe Theel,

Free Rahab! - ABER ja!

Nur würde es mich freuen, wenn es vielleicht noch mehr Leuten so geht wie mir, nämlich das grundsätzliche Manko zu entdecken: den Mangel an Demokratie im Freitag.

Die Demokratie wird selten geschenkt, man muß sie erkämpfen.

Grüße
Ullrich
Uwe Theel schrieb am 12.12.2011 um 01:39
@ Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:18

Lieber Ullrich,

ich mache ungern Eigenwerbung und ich verlinke jetzt nicht auf all die Kommentare, die ich im Rahmen der Initiative "Wir müssen Reden!" gerade zu diesem Thema ganz im Sinne der Entwicklung demokratischer und kommunikativer Transparenz beim Freitag geschrieben habe und dies trotz aller Warnungen, dass da die dann ja wohl linksradikale Übernahme des Freitag bevorstünde.

Im Augenblick fühle ich manchmal wieder ins Pennälerjahr Unterprima 1968 versetzt, als wir Lehrern die strukturell ähnlich sprachen, die Stunde zum Teach in umfunktionierten. - War eigentlich ganz gut - trotz alledem,

Die Schule wirklich übernommen haben wir nie, aber wir bekamen in Hessen 1972 von von Fiedeburg dann doch noch die Rahmenrichtlinien, (wenn die 1974 auch schon wieder kassiert wurden) :-). Ganz folgenlos ist das nicht geblieben.

la lotta continua!
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:52
Lieber Uwe Theel,

nichts, aber auch wirklich gar nichts gegen zum Thema passende Links.

Dein Beispiel aber hinkt. Es sei denn, ich soll in der Freitagsredaktion meine Lehrmeister sehen, und wir die Community wären dann die Schüler.

Die Gefahr einer Übernahme sehe ich nicht. Selbstverständlich sollte es Ausschlußkriterien geben. Und selbstverstämdlich, warum nicht sollten diese nicht auch aus der Freitagsredaktion kommen, oder besser sicher, nach einer Diskussion in der Community. Die Regel gibt der Freitag vor. Das ist doch klar. Aber warum sollte ein Auschluß nicht erst versucht werden zu verhindern - Mediationsphase, das wichtigste überhaupt - dann diskutiert, und warum nicht erst dann, als Ultima Ratio, der Ausschluß per Abstimmung?

Grüße
Ullrich
Uwe Theel schrieb am 12.12.2011 um 02:12
@ Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:52

Lieber Ullrich,

ich habe keinen Keine funktionale Gleichsetzung, sondern nur einen strukturellen Vergleich gezogen.

Im Fall Rahab sehe ich es aber doch etwa so:

www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/eine-minute-herr-innenminister#comment-343221

und zur gescheiten Kommunikation hier:

www.freitag.de/community/blogs/aber/wohin-steuert-die-community#comment-344377

und noch andere Kommentare von mir in diesem Blog.

@Popkontext hat auch noch ein paar sehr schöne Sachen in den einschlägigen Blogs dazu geschrieben.

lg
ut
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 02:45
@Uwe Theel
Danke für die Blumen ;)...Ich will aber nochmal betonen, dass mein Ansatz ein anderer ist: Ich sehe uns nicht in der Position, "demokratische Rechte" oder gar Basisdemokratie einzufordern. Das ist absurd, da es sich klar um ein kommerzielles Angebot handelt.

Mein Ansatz ist es a) den Herausgeber auf seinen eigenen Ansatz festzunageln, wie er die Community als Projekt beschreibt und b) zu sehen, wo gemeinsame Interesse bestehen und wo man im gemeinsamen Interesse was verändern kann, um das ganze Projekt nach vorn zu bringen und dazu konstruktives Feedback aus der Community anzubieten, das für beide Seiten nützlich ist.

In diesem Rahmen kann man auch legitime Forderungen stellen, finde ich - aber eben die Kirche im Dorf lassen und die realen Verhältnisse anerkennen und wenn einem das Ergebnis nicht genügt eben ein eigenes Projekt aufziehen, meinethalben basisdemokratisch oder whatever.
Uwe Theel schrieb am 12.12.2011 um 11:28
@ Popkontext am 12.12.2011 um 02:45

Liebe Popkonzert, wo schrieb ich irgendwann etwas von "basisdemokratischer Übernahme des Freitag", von Eingriffen in dessen - sie sind es nun einmal - BGB-verbrieften Rechte?

Ich habe immer nur von einer Verbessserung und Entwicklung der Kommunikationsweisen, Kommunikationskanäle zwischen FC und Redaktion gesprochen. Dabei wäre die technische Seite, von der jetzt allenthalben nur noch die Rede zu scheint ja nur das Werkzeug einer genauso zu entwickelnden Bereitschaft zur gegenseitigen Aufnahme von Impulsen zur Arbeit und deren Umsetzung, incl jeweiliger Rückkopplung und Veröffentlichung den Boden zu bereiten.

Mich frappiert, dass selbst ausgewiesene Freunde des Freitag im Verein mit deren ausgewiesenen Counterparts hier anderen Freunden des Freitag den Vorwurf, der dann ja wohl linksradikalen Übernahme des Freitag machen. Nicht einmal der freitag selbst würde, glaube ich, soweit gehen, falls das "Community, übernehmen sie!" nicht dieser Vorwurf in ironischer Verkleidung gewesen sein sollte.

Also bitte Augen auf und nicht den falschen Kritikern die Munition noch liefern.

Liebe Grüße

Uwe
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 11:39
Lieber Uwe Theel,

vielleicht, nein wahrscheinlich war ich zu naiv, als ich vor exakt einem Jahr hier begann zu schreiben. Und wie ich gerade unten Fro antwortete, ist meine Erkenntnis, daß sich hier etwas ändern muß, sehr neu.

Leider habe ich aber nicht die Zeit mich adäquat darum zu kümmern. So sehr es mich interessiert, ich kann leider diesen interessanten und auch wirklich wichtigen Links so schnell nicht folgen. Aber ich speichere jetzt - gerade diese Seite, um ein wenig später darauf zurück zu kommen. Jetzt will ich erst auch einmal lesen was hier seit in offline ging geschah.

Doch ich bin hoffnungsfroh. Wenn so ein alter Trottel wie ich begreift, das sich hier etwas ändern muß, das über ein neues Erscheinungsbild hinauszugehen hat, um die Frage, die ich - und natürlich nicht als erster - stelle, was sind die Rechte der Community? Und es ist mE keine unangemessene Unbescheidenheit, hier ein wenig Demokratie zu fordern. Auch Mediation bevor jemand ausgeschlossen wird, und eine Abstimmung, wenn es sich denn nicht vermeiden läßt. Und all dazu brauchen wir auch Regeln. Klar.

Und weil ich gerade dabei bin, wie wäre es denn wenn zumindest die Kriterien für den Topblog der Community und die dafür, wer da in der Cloud residieren darf, von der Community zumindest mitbestimmt werden können.

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 15:06
@Uwe Theel
Mir ging es ganz bestimmt nicht darum, dir irgendwie ans Bein zu pissen, schon gar nicht öffentlich. Du hattest nur im letzten Absatz des zweiten verlinkten Kommentars was von "zu wenig basisdemokratisch" geschrieben. Davon wollte ich mich abgrenzen und klarstellen, dass das hier nicht angebracht ist. Vielleicht hats du das auch anders gemeint als es bei mir ankam.

"Community, übernehmen sie!" war glaube ich (auch) ein die Arbeit und das Sich-Gedanken-Machen auf die Anderen abschieben ;)...
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 15:12
@Ullrich Läntzsch
Nix für ungut und dein Einsatz für Demokratie in allen Ehren - aber sorry, das ist hier völlig fehl am Platz.

Nochmal: Das hier ist ein KOMMERZIELLES ANGEBOT, da ist nichts mit Demokratie. Man kann nur darauf setzen, dass es auch im Sinne der Anbieter ist, dass die User, die sie haben wollen, zufrieden sind. DESHALB sollten sie sich gedanken machen, ob das mit Rahab so geschickt war, nicht weil sie sich irgendwelchen "demokratischen" Entscheidungen beugen müssen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 16:49
Liebe Popkontext,

ja, klar ist DerFreitag ein kommerzielles Angebot. Doch eines, das vom Inhalt lebt. Und zu diesem Inhalt paßt es mE nun einfach nicht, dies was ich fordere abzulehnen. Interessanter Weise hat sich auch noch niemand von der Redaktion eingeschaltet. Sicher nicht deswegen, weil es ihnen entgangen wäre, noch weil sie nicht dazu zu sagen hätten. Sicher nicht. Vielleicht aber weil ich eben keineswegs fordere, den Freitag basisdemokratisch neu zu strukturieren. Nein, es geht mir ausschließlich darum wenn hier von einer Gemeinschaft die Rede ist, daß es dann unangemessen ist, die Frage eines Rausschmisses aus der Gemeinschaft als eine Sache zu betrachten, bei der es legitim wäre, die Gemeinschaft außen vor zu halten. Das ist es mE nicht. Das Erreichen dieses Zieles, als die Schaffung eines basisdemokratisch organisierten Verlages zu bezeichnen, so liebe Popkontext - willst Du doch wohl nicht verstanden werden. Oder doch?

Gruß
Ullrich
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 17:14
@Ullrich
Ja, um hier "Demokratie" oder gar "Basisdemokratie" einzufordern bedürfte es eines entsprechend gestalteten Verlags - genau das ist mein Punkt. Dann würde Augstein aber auch schnell seine Milllionen zurückhaben wollen, die er da investiert hat - außer er versteht sie als völlig uneigennützige Spende. Könnte ich sogar bestens verstehen.

Natürlich muss man gucken, inwieweit der Verlag von der Community profitiert. Im Moment ist sie weder ein wirkliches Vorzeigeprojekt noch ökonomisch profitabel, sondern meines Wissens nach ein Zuschussgeschäft. Indirekter Nutzen sind Klickraten und Leserbindung.

Aber das reicht nicht mal aus, um hier eine Art "Betriebsrat" zu gründen und wirkliche Forderungen zu stellen. Man kann nur konstruktive Kritik üben und hoffen, dass Herausgeber und Redaktion im eigenen Interesse zuhören - was ja im Moment durchaus der Fall ist.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 17:39
Liebe Popkontext,

@ Man kann nur konstruktive Kritik üben und hoffen, dass Herausgeber und Redaktion im eigenen Interesse zuhören - was ja im Moment durchaus der Fall ist.

So sehe ich meine Kritik, konstruktiv. Aber auch konkret und keineswegs auf eine Veränderung der Verlagsstruktur zielend. Ausschließlich das Element Community im Auge habend und nur das fordernd, was mE nur recht und billig ist.

Und die Hoffnung, daß dies Erfolg haben könnt habe ich schon. Obwohl es mich ein wenig wundert, seit Stunden an dritter Stelle der meistgelesenen Blogs zu liegen, aber nicht geführt zu werden. Ein Schelm der eine Absicht darin sieht? - ich glaube gern und jederzeit an Zufälle - warum nicht.

Grüße
SuzieQ schrieb am 12.12.2011 um 01:16
Entschuldigung, wenn ich frage:

Ist Jakob Augstein noch Verleger des Freitag
oder
auch schon basisdemokratisch abgewählt?

Empörung kann ich nachvollziehen, aber es geht nicht allein um Rahab oder Richard der Hayek, sondern um Beleidigungen, rassistische Vorwürfe, nicht erfolgte Entschuldigungen...
und wie zurzeit und in Zukunft damit umzugehen ist. Oder

Wie liest sich das hier ( für mich) ?

Fordernd, anklagend, vermessen, unangemessen, in dieser vehementen Form nicht angebracht, reingesteigert.

Man könnte auch Wünsche formulieren,
statt hier eine Situation zu schaffen, aus der ein Herauskommen unverhältnismäßig schwer sein wird, für 'Kläger' wie für 'Angeklagte'.
Revolte?
Warum?

Reden - miteinander,
nicht über.
Und zwar sachte.

Gruß SQ
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 01:38
Liebe SQ,

den unsachlichen Anteil Deines Kommentars überlese ich jetzt mal.

Von Rahabs Auschluß bekam ich mit als ich im Thread von unserm lieben Wolfram Heinrich unterwegs und ging auf:
www.freitag.de/community/blogs/muhabbetci/eine-minute-herr-innenminister#comment-342733

Ich überflog den Thread und fand nichts dramatisches, aber noch immer machte es nicht Klick. Erst eine Kommentare und eine Nacht später begann ich darüber nachzudenken, las den besagten Thread ein zweites Mal, aufmerksam und mußte sagen, ich verstehe den Rauswurf nicht. Und irgendwann danach machte es richtig Klick, nun aber voll. Und seit her stelle ich die Frage; Wofür steht Der Freitag? - und wie kann es angehen, daß eine linke Zeitung mit einem Verleger der sich gern auch als ein Linker geriert, es sich dann leistet, daß der Ausschluß eines Mitglieds auf undemokratische Weise erfolgt. Wie kann man eine solche Frage sachte behandeln. Wie soll ich mich hier über politische Mißstände empören und dabei hinnehmen, daß hier undemokratisch zugeht. Ich gehe davon aus JA hat sich dies noch nicht klargemacht. Er sollte es tun. ich werde hier - bis mich jemand davon überzeugen kann warum ich falsch liege, dagegen anschreiben. Was sonst?

Grüße
Ullrich
ps
Grundsätzlich stimme ich aber Deinem Appel, möglichst sachte miteinander umzugehen, zu.
SuzieQ schrieb am 12.12.2011 um 01:55
@ Ullrich,

"Wofür steht Der Freitag? - ...
Wie kann man eine solche Frage sachte behandeln."

Wie denn sonst?

Doch nicht indem man fordert,
da sieht man dann alt aus, sagte der Chef:
ich erkläre das Experiment dFC für gescheitert.

Die Themen 'Sperre, allgemein', 'Sperre Rahab', kann man aufnehmen, in diesen 'Vorschlag - Katalog', ins 'Irgendwie sprechen Teil x'.

Aber hier 'Free ...' zu skandieren, na, ich weiß nicht.

Hat mal jemand Kontakt mit Rahab aufgenommen?
Ich mein ja nur, ist ihr das recht, was hier läuft?

Und zum Verständnis:
Die Entwicklung begann in RdHs blog, ging nach Kommentarsperrung desjenigen weiter in ChristianBerlins Anschlussblog, bis hin zu Muhabbetcis blog.
Hab die im aber - blog verlinkt.

LG SQ
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 02:05
Liebe SQ,

nicht nur habe ich einmal einen Film über Gewaltprävention an Schulen gemacht und dabei erlebt, wie erfolgreiche Mediation aussieht, ich habe dies hier auch im Freitag erlebt. Dies fand ich immer höchst eindrucksvoll.

Die Vorgeschichte zu Rahabs Rausschmiß kenne ich nicht. Aber hatte mich selbst über sie heftigst geärgert. Daher kann ich nachvollziehen, wenn da ein Redakteur dann meint so handeln zu müssen. Das ist ja das Problem, das in der Justiz mit dem Begriff Befangenheit belegt wird.

Sehr müde Grüße - muß offline gehen - schnorcheln ...
Fro schrieb am 12.12.2011 um 03:32
Also Ullrich: „Widerstand“, „kämpfen“ „dagegenanschreiben“...
Wir sind hier in der „wir wollen reden“-Phase! ;-)
Wir User sind hier Gäste und die Gastgeber haben sich sogar freundlicherweise bereiterklärt unsere Anregungen und Wünsche (soweit sinnvoll) für den Relaunch zu berücksichtigen; auf dass wir uns hier alle wohl fühlen und den gegebenen Raum kreativ nutzen... Gute Sache und Dank an JJK für sein Engagement hier einen konstruktiven Dialog herzustellen..
Nun ist ein Problem aufgetaucht, dass von mehr als 20 Fclern als solches gesehen/geschildert/begründet wird. Und da wir Wochenende haben, kann frühestens am Montag mit einer Stellungnahme gerechnet werden – insofern finde ich da jegliche Aufregung unangemessen.
Entscheidungen und Kritik an Entscheidungen müssen nachvollziehbar begründet sein, anders wird ein konstruktives Gespräch und Schaffung eines Vertrauensverhältnisses nicht möglich werden. Die Kritiker haben haben ihre Kritik begründet und auch Rahab einige Hinweise zur Optimierung ihres Diskussonsstils gegeben – und nun schaun wir mal, wie die Resonanz seitens der Moderation ausfällt...
Cool bleiben;-)
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 10:40
Lieber Fro,

Deine Worte, Wir User sind hier Gäste und die Gastgeber haben sich sogar freundlicherweise bereiterklärt unsere Anregungen und Wünsche (soweit sinnvoll) für den Relaunch zu berücksichtigen. dringen wohl in mich ein. Mehr noch ich erkenne in ihnen meinen eigenen Standpunkt, den ich selbst so hätte formulieren können.

Allein, ich habe mich ja nicht für Rahab eingesetzt, weil mit ihr Diskussionsstil so gefallen hätte. Ganz ehrlich könnte ich auf sie verzichten. Nur darum geht es mir nicht. Ich bin nun einmal so gestrickt, daß etwas was ich als ungerecht empfinde, ich auch immer sagen werde, und gegebenenfalls bereit bin die Konsequenzen zu tragen. Mehr als einmal habe ich größte berufliche Chancen dem aufrechten Gang geopfert.

Der Unterschied zwischen Recht und Gerechtigkeit ist, was hier für mich zutage tritt. Niemand muß mir die rechtliche Situation beschreiben. Die ist glasklar. Und auch sehr schlicht. Wer zahlt schafft an. Nur erkläre mir doch bitte jemand, was daran gerecht ist.

Allerbeste, ausgeschlafene Grüße an alle, die das Wort Community ernst nehmen wollen. Ein Community der Worte, in denen aber letztlich das Wort der Community nichts gilt, sorry, das ist ein Witz.
gerhard monsees schrieb am 12.12.2011 um 10:30
ich kann den vorliegenden Fall nicht beurteilen. Aber wenn persönlich beleidigt wird, hat eine Redaktion schon Eingriffsrecht.

Was ich aber richtig übel finde, dass Blogs hier gesperrt werden, weil sie auf bestimmte politische Fakten hingewiesen haben, zum Bespiel auf Oskar Lafontaines Rolle im Verwaltungsrat der staatlichen KfW-Bank bis 2006 und seiner Zustimmung zur von der KfW 2003 gestarteten Kreditverbriefungsinitiative, wo Lafontaine jetzt hingeht und Kreditverbriefung als größtes Verbrechen der Finanzwirtschaft bezeichnet.

Das ist ganz klar politische Zensur und böser Hohn, wenn auf dieser Freitagsseite gleich rechts daneben Augsteins Aufruf steht "Das Internet muss als Raum der Freiheit erhalten bleiben".

Die FC ist ein Raum gegängelter und zurechtzenzierter politischer Meinung. Dass man mich hier ebenfalls entfernt, ist nur noch eine Frage der Zeit.
Rapanui schrieb am 12.12.2011 um 11:58
@ gerhard monsees schrieb am 12.12.2011 um 10:30

>>>Die FC ist ein Raum gegängelter und zurechtzenzierter politischer Meinung. Dass man mich hier ebenfalls entfernt, ist nur noch eine Frage der Zeit.<<<

Dummes Zeug!

>>>ich kann den vorliegenden Fall nicht beurteilen<<<

Dann halten Sie sich einfach raus!

>>>Lafontaines Rolle...<<<

Bleiben Sie beim Thema dieses Blogs und verfassen zu diesem Thema "Lafontaine" selbst einen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 17:49
Lieber Gerhard Monsees,

@Aber wenn persönlich beleidigt wird, hat eine Redaktion schon Eingriffsrecht.

Pardon, aber das sehe ich anders. Wenn mich jemand beleidigen will ist dies zunächst einmal eine Angelegenheit zwischen dem Beleidiger und mir. Stellen Sie sich doch einmal die Situation im persönlichen Gespräch in einem Lokal vor. Wenn da ein der Wirt käme, der, bevor ich reagieren kann, den anderen rauswirft, eine Wirt der auch dritte davon abhält zu schlichten. Merkwürdig nicht. Der Wirt macht sich Streß, den er sich ersparen könnte.

Aber in dieser Gesellschaft da gibt es nun einmal kein Streitkultur.

Grüße
thinktankgirl schrieb am 12.12.2011 um 11:36
... ob ich mir nicht einen neue Community suche sollte, eine in der nicht eine Redaktion selbstherrlich auf Gutsherrenart bestimmt, wer wann warum ausgeschlossen wird.

Noch eine weitere merkwürdige Sperrpraxis:

www.freitag.de/community/blogs/thinktankgirl/-sperrpraxis-in-der-fc
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 17:32
Liebes thinktankgirl,

nein, nachvollziehbar ist das für mich - Mann - nicht. Ich weiß nur nicht, ob es richtig ist, solche Dinge immer mit dem Genderblick zu betrachte. Das es Diskriminierung gibt ist keine Frage. Das Geschlecht ist aber nur ein Element von vielen, daß sich geistig minderbemittelte heraussuchen, weil sie glauben, andere so herabsetzen zu dürfen, zu müssen, zu können. Mehr können solche Leute nicht.

Die Lösung heißt immer Solidarität. Die ist mE umso größer, je mehr man jede Diskriminierung unter Verletzung von Menschenrechten einordnet.

Glaube mir jetzt auch als Mann, auch Frauen können Männer verletzten. Trotzdem lasse ich mich nicht dazu verführen, dies zu verallgemeinern.

Verallgemeinern würde ich aber gern die Forderung, Kriterien, die zu einer Sperrung führen, müssen veröffentlicht werden. Müssen diskutiert werden und gegebenenfalls muß die FC darüber abstimmen dürfen.

Grüße
Muhabbetci schrieb am 12.12.2011 um 12:37
Ich bin auch der Meinung dass die Sperrung Rahabs nicht ok war. Denn in dem Thread wurde sie beschuldigt, bzw. man unterstellte ihr, sie würde den Holocaust leugnen. Was sie aber nicht getan hat. Aber diese Taktik habe ich auch schon am eigenen Leib erfahren müssen.
Man unterstellt jemandem etwas, obwohl man ganz genau weiss das dieser dies nie gesagt hat. Das gleiche hat man nun mit Rahab abgezogen.
Das Hayek gesperrt wurde ist ok, er hat provoziert. Aber Rahabs Sperrung finde ich mehr als fragwürdig.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 15:52
Lieber Muhabbetci,

für mich ist der Fall Rahab der Auslöser. Der Rückzug von Columbus, zeigt doch eines klar die FC ist für viele von großer, größter Bedeutung. Und ich füllte mich bislang auch hier sehr wohl. Bis ich eben begriff, was ich bislang ignorierte, der Mangel an Selbstbestimmung da, wo er mE integraler Bestandteil sein müßte.

Nicht ein noch so sehr um Objektivität bemühter Redakteur, sondern nur die Community selbst sollte - und dies erst im 3. Schritt - entscheiden, ob der drakonische Entschluß des Rauswurfs zu fällen ist.

Die Einzelfälle sind sinnvollerweise erst dann wieder Thema wenn eine Diskussion ein Wiederaufnahme herbeiführen könnte.

Grüße
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 16:07
@Ullrich
Du sagst weiter oben selber, dass du außer bei Rahab noch gar nicht mitgekriegt hast, dass hier Leute gesperrt werden. Hier werden ständig Leute gesperrt - und zwar zurecht! Weil sie hier hergekommen sind, um zu trollen und zu stänkern, und um die inhaltliche Diskussion ganz gezielt zu stören. Du willst doch bitte nicht über jeden abstimmen lassen??? Mit Rahab ist ein anderer Fall - und das liegt mE. am manchmal mangelnden Einschätzungsvermögen der Redakteure, an der man arbeiten muss. Vor allem sie selber, im eigenen Interesse. Was anderes kann man, wie schon mehrfach gesagt, auch nicht einfordern.
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 16:08
P.S. Übrigens ist mit dem Relaunch auch mehr Autonomie für die einzelnen Blogger/innen geplant. So soll man z.B. die Kommentare im eigenen Blog selber moderieren können.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 17:04
Liebe Popkontext,

wie gesagt ich bin nicht beratungsresistent, und es würde mich schon interessieren, wie oft gesperrt wird. Die sich anschließende Frage ist die, welchen Anteil dieser Sperren ist der Aufmerksamkeit der Redaktion zuzurechnen beziehungsweise Mitgliedern der Community, die Meldung machen.

Aber wenn es derart viele Fälle, in denen es so klar ist, dann müßte sich schon ein Modus finden lassen, um zu erkennen, wo die Community gefragt ist. Ansonsten sollte vielleicht nicht mehr von Community, von einer Gemeinschaft gesprochen werden.

Grüße
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 21:36
@Ullrich
"dann müßte sich schon ein Modus finden lassen, um zu erkennen, wo die Community gefragt ist"

Der heißt derzeit Instinkt, und der hat mE. im Fall Rahab versagt. Wenn mit dem Relaunch tatsächich Ignore-Listen eingeführt werden, läßt sich ja daran ablesen, wie nervig einige User tatsächlich sind - wenn sie bei ganz vielen als Schreiber - und damit geschätzt - und bei weniger oder niemandem als "ignoriert" auftauchen, ist das doch schon ein Votum, dass man sich da eine Sperre - vor allem dauerhaft - nochmal überlegen sollte. Wie gesagt liegt aber letztendlich die Entscheidung IMMER bei den Seiteninhabern.
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 18:35
Liebe Popkontext,

@Modus, wo ist die Community gefragt

Danke für den Hinweis. Und ja, ich denke, die Anzahl der Beanstandungen aus der Community ist ganz sicher ein Maßstab der nicht unter den Tisch fallen darf! Warum nicht auch diese Zahl im Verhältnis zur bisherigen Anzahl von Beiträgen und Kommentaren setzen. Ein wenig Mathematik für die Gerechtigkeit.

@ daß die Entscheidung IMMER bei den Seiteninhabern liegt ...

Wer will das bestreiten - ich? - niemals.

Niemand konnte mich bislang jedoch davon überzeugen können, daß das was de jure richtig ist, auch gerecht ist. Eine Binse, Recht ist nicht gleich Gerechtigkeit.

Die eine Frage hat bisher noch niemand beantwortet:

Warum darf eine Gemeinschaft nicht selbst darüber entscheiden, ggf./so notwendig eines ihrer Mitglieder rauszuwerfen?

Ist dies gerecht?


Wer dies für gerecht hält, der möge mir dies doch bitte erklären!

Grüße
wahr schrieb am 12.12.2011 um 13:42
Rahab's Rausschmiss ist eine Sauerei. Völlig zurecht hat sie eine Entschuldigung von dem anderen Typen da (Name vergessen) gefordert für den haltlosen Vorwurf der Holocaust-Leugnung. Das jetzt beide gesperrt sind, gibt dem Kontrahenden in nicht erträglicher Weise im Nachhinein Recht für sein Tun, weil es auf die gleiche Stufe gestellt wird wie Rahabs Bitte um Zurücknahme und Entschuldigung. Diejenigen in der Freitag-Redaktion, die so entschieden haben, sollten sich was schämen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 16:37
Lieber wahr,

damit ich nicht falsch verstanden werde, auch wenn ich die Entscheidung kritisiere, ich kann gerade auch die Entscheidung der Redaktion verstehen, wenn ich an das Geneeeeeervt-sein denke, die Rahab mit ihrer Weise zu diskutieren bei mir auslöste. Aber weil ich die Befangenheit bei mir feststellte, wage ich sie auch Redakteuren zu unterstellen. Und Befangenheit, weil genervt, weil maßlos genervt, nun eben keine gute Entscheidungsgrundlage ist, plädiere ich für ein Mediationsverfahren der FC. Der Rauswurf sollte nur als Ausnahme am Ende stehen.

Auch ich gehe in meiner Erregung gelegentlich zu weit. Nur kann ich auch zuhören.

Dieses offene Zuhören, das Wahrnehmen, daß es da eben einen Konstruktionsfehler in der Organisation zwischen Redaktion und FC gibt, ein offene Zuhören dafür halte ich nicht für ausgeschlossen - das Bemühen zu Streitereien zu schlichten, habe ich immer wieder erlebt - nur so positiv dies war und so wenig ich die guten Intentionen bestreiten will, es ist der falsche Weg.

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 12.12.2011 um 19:18
Weil es langsam schon ein wenig mehr als seltsam ist, wieder hole ich was mir schon zuvor zu denken gab:

Obwohl es mich ein wenig wundert, seit Stunden an dritter Stelle der meistgelesenen Blogs zu liegen, aber nicht geführt zu werden. Ein Schelm der eine Absicht darin sieht? - ich glaube gern und jederzeit an Zufälle - warum nicht.
Popkontext schrieb am 12.12.2011 um 19:28
Die Diskussion hatten wir doch auch schon öfter: Da es um Interna geht, ist es einfach auch für Leute, die nicht in der FC sind - und die Seite ja auch lesen - nicht interessant. Sowas nehmen die immer raus und kann ich auch verstehen. Abgesehen davon, dass ich das "Meistdiskutiert" sowieso doof finde, weil da keineswegs immer die besten und interessantesten beiträge hochkommen, sondern generell gern mal auch Kindergartendiskussionen. Hin und wieder wird ja auch dann manuell eingegriffen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 18:48
Liebe Popkontext,

mal wieder habe ich mich dafür zu bedanken, meine Wissenslücken von Dir schließen zu lassen. Nein, von dieser Politik, das soll ansonsten niemand erfahren davon wußte ich nichts.

Diese Sorge jedoch, zeugt eindeutig von einer Befindlichkeit, die mE zu recht besteht. Ganz zu recht macht man sich da Gedanken darüber wieder linke Freitag dastehen würde, welch hochnotpeinliche Gründe es hier gibt, die unter dem Deckel gehalten werden sollen.

Wer hier nicht die Macht erkennt, die zu gebrauchen ich so wenig Lust habe, wie ein Mitarbeiter einer wirklich tollen Firma, Lust hätte zur Gewerkschaft zu gehen, um einen Streik anzuzetteln, der egal wie weitgehend befolgt, dem Unternehmen ein Imageschaden bescheren würde, und dies obwohl es sicher die Möglichkeit gibt, den kleinen Mißstand abzuschaffen, von dem man darüber hinaus sich vorstellen kann, der Boß selbst weiß nichts davon.

Grüße
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 19:09
@Ullrich
Ich kann dir nur bedingt folgen. Natürlich kann man unterschiedlicher Meinung sein, ob man aus der Meistkommentiertenliste Interna zu Moderationsentscheidungen und grobe Kinderkacke, die Außenstehende ggf. nichts angehen und im Zweifel auch nicht die Bohne interessieren und so merkwürdig auf das Blatt zurückwirken, herausnehmen. Aus meiner Sicht ist das wie gesagt eine Entscheidung, die ich sehr gut nachvolleziehen kann.

Ich sehe es wie gesagt einerseits unabhängig davon auch nicht, dass wir uns hier wirklich in der Position von Arbeitnehmer/innen in einer Firma befinden. Dann wäre ich als erste bei der Gründung eines Betriebrats dabei! Und ja, auch dann würde ich erstmal, solange es sich um einen leidlich akzeptablen Laden handelt, versuchen, vernünftig mit den Leuten zu reden und zu argumentieren, ehe ich zum letzten Mittel Streik greife.

Zudem weiß hier der "Boss" sehr wohl bescheid.
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 19:10
...und ist auch gesprächsbereit!
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 19:34
Liebe Popkontext,

meine Analogie zu Verhältnis Firma/Mitarbeiter bezog sich nicht darauf das rechtliche Verhältnis zu beleuchte, sondern ausschließlich auf die Motivation, der Mitarbeiters, wie reagiere ich bei - im Verhältnis zum Ganzen - kleinen, aber für sich genommen gravierenden Mißständen.

Und die Frage wer erscheint in der Rubrik meistkommentiert ist im Vergleich zu meinem derzeitigen Hauptanliegen tatsächlich marginal. Und natürlich freut es mich bei dieser Nebenfrage, kein individuelles Opfer zu sein. Darauf kann ich gut verzichten ...

Schön, wenn Du das weißt, daß der Boss bescheid weiß. Auch dies höre ich gern. Auch da weiß ich mal wieder weniger, und lerne gern dazu. Außerdem steigert dieses Wissen - ich hoffe es ist kein Glaube - meine Hoffnung auf eine Lösung in - nein nicht in meinem Sinn, im Sinne der Gerechtigkeit und Demokratie, da wo sie möglich ist. Als Regisseur weiß ich gut genug, das demokratische Abstimmungen nicht aller Orten das Maß aller Entscheidung sein kann. Nur sollte man immer die Grenzen im Auge haben - die Grenze, wo Recht und Gerechtigkeit auseinanderläuft.

Grüße
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 19:56
"Schön, wenn Du das weißt, daß der Boss bescheid weiß."
Also bei Rahab vermute ich das auch nur, ich meine, er weiß generell bescheid, dass es Problme gibt und ist gesprächsbereit und auch JJK hat ja angefangen, die "Irgendwie sprechen"-Blogs einzuführen, und es wird auch gerade an Gemeinschaftsblogs zum Thema gebastelt (Maike), wo dann alle diskutieren können. Das mit Rahab war jetzt leider ein ganz fataler Rückschlag.

www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie

www.freitag.de/community/blogs/themen/irgendwiesprechen

www.freitag.de/community/blogs/themen/wirmuessenreden

www.freitag.de/community/blogs/michael-jaeger/individuum-und-community-fuer-columbus
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 20:00
Danke für die Links - da steht meinen müden Augen ja mal wieder was bevor ...
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 20:23
Bin auf

www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie

bis zu Deinem Kommentar gekommen - und darauf um 20:18 reagiert.

Weiß leider nicht wie ich direkt auf den Kommentar verlinken könnte ...
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 20:38
Ja, der Thread bei Augstein ist leider sehr übel und ich war ziemlich geschockt, was da abging, inhaltlich und dass da auch wenig Konstruktives zustande kam. Ist aber deutlich besser geworden.

Kommentar verlinken: URL des Artikel, dann ohne Leerzeichen oder so: "#comment-" und dannach wieder ohne Leezeichen die sechstellige Nummer, die du siehst, wenn du mit der Maus über die Uhrzeit des Kommentars fährst.
Popkontext schrieb am 13.12.2011 um 20:39
Ullrich Läntzsch schrieb am 14.12.2011 um 06:15
Danke für die Anweisung, aber ich hoffe das es nach dem Relaunch irgendwie mit copy und paste geht. Dies geht ja mit fremden Kommentaren, wenn ich diesen aus meinem Logbuch starte, finde ich ja z,B, den von Dir dann in der Browserzeile:

www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab#comment-345122

Diese Verlinkung auf eigene Kommentare von der eigenen Seite aus habe ich ja auch schon für den Relaunch vorgeschlagen.

Dank für die seltene Mischung aus Kritik & Konstruktivem

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 14.12.2011 um 10:22
@Ullrich
Sorry, wenn ich vielleicht zwischendurch etwas "belehrend" wirkte - aber es ist mit unbegreiflich, warum hier offenbar einige Leute die sonnenklare Tatsache nicht verstehen, dass es sich nicht um eine selbstverwalteten Webseite befinden, sondern dem Internetangebot des Freitag, wo der auch ohne Wenn und Aber die Entscheidungsgewalt hat.

Das hat ja offenbar auch Jan auf die Palme gebracht, plus die (mE. berechtigte Kritik) an der Entscheidung bezüglich Rahab, und zumindest ersteres kann ich verstehen. Besonders weil sie uns ja die Hand gereicht haben - da haben, absichtlich oder nicht, einige Leute statt des kleinen Fingers gleich die ganze Hand nehmen wollen und damit leider jetzt erstmal eine Menge Porzellan zerschlagen - übrigens mE. @thingktankgirl deutlich mehr als du.
Ullrich Läntzsch schrieb am 15.12.2011 um 13:15
Liebe Popkotext,

mir ist es ein Rätsel, wie Du - und dies sehe ich sehr positiv - die Diskrepanz zwischen dem inhaltlichen Anspruch des Freitag, dem politischen Standpunkt, für den er steht, und der mE damit nicht zu vereinbarenden Position, die von uns generierte, von uns finanzierte Gemeinschaft, sprich die FC, hat aber keinerlei Recht der Selbstorganisation.

Uwe Theel brachte das Beispiel Schule ins Spiel, richtig, mein Einwand stimmt, denke ich, das Verhältnis Red./FC ist nicht gleich Schüler/Lehrer. Aber, was bedeutet Schülermitverwaltung? - daß es gewisse Bereiche selbst an Schulen gibt, die Schüler sinnvollerweise eigenverantwortlich mit entscheiden dürfen.

Mehr fordere auch ich nicht. Wenn die Überraschung über meinen offensichtlich kühnen Vorschlag abgeklungen ist, wird hoffe ich doch festgestellt, so kühn ist es nicht. Beileibe keine Verlagsübernahme auf basisdemokratischer Grundlage. Lächerlich wäre, mir so etwas zu unterstellen. Nein, sicher nicht.

Nur bitte was spricht denn inhaltlich dagegen, wenn die Entscheidung, welches Mitglied wird ausgeschlossen, nicht unter Mißachtung der Mehrheitsmeinung der Community getroffen wird?

Welche inhaltlichen Probleme stellen sich dann dem Verlag? Eine Übernahme der FC von rechts steht doch wohl sicher nicht zu befürchten. Wenn doch, dann wäre es nur selbstverständlich, daß der Boß am einen drastischen Schlußstrich ziehen würde, müßte, und ich wäre der Letzte, der dies dann beklagen würde. Doch Solches ist doch wildeste Spekulation ohne jede Grundlage. Und wenn doch, dann wäre es am Ende gut, wenn eine Illusion als solche festgestellt und entsprechend reagiert wird.

Das einzige Problem, daß zu viel Querulanten sich einlocken nur um zu motzen, zu trollen, und dies obwohl sie eigentlich mit der FC nichts am Hut haben. Nun dies Problem ist simpel technisch lösbar. Man untersucht die Statistik dieser Trolle, und legt ein Mindestmaß an Zeit, Klicks, Links, Kommentaren oder Beiträgen fest, oder eine Kombination aus solchen Daten, die mann/frau erfüllen muß, bevor er/sie sich an FC-Abstimmungen beteiligen darf.

Was bitte sollte Verlag und Redaktion befürchten?

Und eines noch, bitte vergeßt nicht die Phase der Mediation!

Allerbeste Grüße an Popkontext, FC, Redaktion und an den Boß

Ullrich Läntzsch
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 14:42
@Ullrich
Nur weil du links bist und gewisse Ansprüche hast, lässt du doch auch nicht einfach deine Haustür offen stehen und jeder der ein Dach über dem Kopf braucht kann sich einfach einnisten, oder jeder der gerade was braucht, ob Salzstreuer oder Computer, kommt mal rein und nimmt das mit. Du behältst schön deine Schlüssel - und benutzt sie auch.

Genauso wollen die auch das Heft in der Hand behalten und das ist auch völlig legitim, auch mit linkem Anspruch. Details kann man vorschlagen, aber müssen müssen die nichts. Selbst wenn die ihrem inhaltlichen Anspruch nicht gerecht werden, was ich kritisiere, kann man da auch nichts fordern, sondern sie nur an diese Ansprüche erinnern.

Das steht auch im Kontext mit Rahab - die hat nämlich diese inhaltlichen Ansprüche vertreten und wird gesperrt, während andere Leute hier, die rechts, rassistisch und frauenfeindlich sind und z.T. auch ein ziemlich dreistes Mundwerk haben offenbar unter Artenschutz stehen.

NB. Welche Erfahrung hast du mit Selbstverwaltung / Basisdemokratie und welche mit Moderation von Internetforen? Ich frage, weil ich befürchte, dass dir nicht klar ist, was für eine Heidenarbeit und was für ein Generve das auch bedeutet.
Ullrich Läntzsch schrieb am 15.12.2011 um 15:16
Liebe Popkontext,

über Formulierungen sollte mann/frau sich einigen können, ob fordern oder erinnern - nur weiß ich nicht, ob die Sprache der Diplomatie wirklich immer erfolgreicher ist. Vor allem dann, wenn es um Veränderungen geht. Aber ich denke auch, ich habe genug provoziert und Du erkennst dies auch an meiner Schreibweise.

Meine excellenten Erfahrungen was Mediation angeht, verdanke ich z.B. ganz konkret der Herstellung eines Gewaltpräventionsfilms an Schulen im Landkreis München. Und einmal sensibilisiert, zahllosen weitern Beispielen im Alltag, nicht zu letzt seit in einem Jahr in der FC wo ich immer wieder Mediation miterleben konnte, obwohl sie als solche noch nicht einmal auch nur die geringste organisatorische Struktur besitzt. Da ich fest überzeugt von der Existenz zahlreichen FC-Mitglieder bin, die hier als Mediatoren die Redaktion ja unterstützen würde, daß Fälle wie Rahab gar nicht erst eskalieren müssen, bevor sich dei FC breit damit befaßt. Der Aufwand dazu wäre im Fall Rahab so sicher geringer.

Allerbeste
Ullrich
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 15:28
@popkontext

"... einige Leute statt des kleinen Fingers gleich die ganze Hand nehmen wollen und damit leider jetzt erstmal eine Menge Porzellan zerschlagen - übrigens mE. @thingktankgirl deutlich mehr als du."

- welchen Finger bzw. Hand wollte ich nehmen?
- und welches Porzellan ist von mir zerschlagen worden?
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 15:53
@thinktankgirl
Nun ja, wir haben gerade versucht, mit den Redakteuren und dem Verleger ein wenig ins Gespräch zu kommen, um gemeinsam an den hier vorhandenen Mängeln zu arbeiten. Da gab es erste gute Ansätze - und jetzt erstmal einiges wieder auf Null.

Wie du in JJKs Artikel Irgendwie schweigen lesen kannst, hat er das Gefühl, dass seine ausgestreckte Hand dazu geführt hat, dass man ihn jetzt gleich ganz zur Seite schubsen will, anstatt mit ihm im realistischen Rahmen zu diskutieren. Ich habe durchaus auch einige Kritikpunkte, aber kann ihn auch ein wenig verstehen. Wenn hier Leute (Basis-)demokratie und Herrschaftsfreiheit fordern, obwohl das in dem gegebenen Rahmen VÖLLIG absurd ist, und selbst geringfügigere redaktionelle Entscheidungen nich hinnehmen wollen und z.B. lautstark protestieren, weil ein interner Beitrag (nicht zum ersten mal) nicht auf der Meistkommentierten-Liste auftaucht, kann ich gut nachvollziehen, dass er angepisst ist. Und eben auch über den teilweise schrillen Ton.

Die Kritik an der Sperrung Rahabs teile ich ja, aber auch da sollte man einfach bedenken, dass es ein heikles Thema ist.

Ich habe Jan auch noch mal persönlich geschrieben, dass ich es schade und auch ungerecht finde, dass das jetzt auf das "Wir müssen reden"-Projekt, wo es um sachlichen Austausch ging, zurückfällt, und wir mE. jetzt erst recht reden müssen, aber dass er abgenervt ist kann ich gut verstehen.

Hier nochmal Jans Worte dazu, wer nicht auf den Link oben klicken will:
"Des Weiteren möchte ich für mich einen Schlussstrich unter “Wir müssen reden” ziehen. Ich habe meine Hand anders als manch anderer hier weit ausgestreckt und in den letzten Tagen dafür nichts als Häme geerntet. Die angebotene Kooperation bzw. das Eingehen auf “Wir müssen reden” wurde hier mehrfach als Startschuss zur vermeintlich basisdemokratischen Zerlegung (angerührt mit allerlei Subjektivem, Beleidigungen und Halb- bis Unwahrheiten) all dessen, was wir entscheiden, missverstanden. Das aber macht z.B. Moderation de facto unmöglich. Ich habe zwar ein dickes Fell, bin aber kein Masochist."
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 16:19
@Ullrich
Ich bin eine große Freundin der Diplomatie, solange ich eine realistische Chance dafür sehe, dass sie funktioniert. Und gerade in der Diplomatie sind Formulierungen von entscheidender Bedeutung, ob man z.B. von "Seiten" (=neutral) oder von "Fronten" (=Krieg) redet, oder von "fordern" (=ich habe eine nennenswerte, realistische Verhandlungsposition dazu) oder "erinnern" oder "anmahnen" (ich kann jemanden nur auffordern, die eigenen Ansprüche einzuhalten) rede.

Es geht hier nicht um Mediation, sondern die Frage, ob du dir im klaren bist, wieviel Arbeit und Organisation sowohl Basisdemokratie als auch Moderation eines Forums erfordern. Und wenn FC-Mitglieder hier moderieren, gibt es genauso viel oder soagr noch mehr Mord und Totschlag, weil deren Autorität noch weniger akzeptiert wird als die der Freitags-Moderator/innen. Und deren Entscheidungen werden auch kein Stück gerechter sein, als die der Freitags-Moderatoren. Ich verstehe zwar deren Entscheidungen auch nicht immer und würde vieles anders machen. Ich bin mir aber sicher, dass es, wenn ich moderieren würde, original genauso viel Theater geben würde - auch wenn ich meine Entscheidungen für richtig und gerecht im Sinne der Community halten würde. Wie man Community-Mitglieder zum eingreifen und schlichten bei Konflikten bewegen kann (fehlt leider, weil alle auch Angst haben, dann selsbt angegriffen zu werden), wäre z.B. ein Thema für ein sachliches Feedback-Gespräch mit der Redaktion gewesen, wo man lauter solche Themen hätte diskutieren können.
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 16:23
@popkontext

Hab ich mich irgendwo zu Eurer Aktion "Wir müssen reden" geäussert oder gar gegenüber den Akteuren und Kosok hämische Bemerkungen gemacht?
Mir gegenüber hat Kosok keine helfende Hand ausgestreckt, wo ich statt eines kleinen Fingers die ganze Hand hätte nehmen können.

Und ich wüßte auch nicht, was meine Verwunderung darüber, daß in der Meistkommentiert-Liste nicht die meistkommentierten Artikel erscheinen, mit dem ganzen "Wir müssen reden " zu tun haben.
Im Gegenteil, darüber sollte man auch reden.

Das nennt sich Transparenz! Dann weiß das Forum und seine Leser, woran sie sind.
Es hätte genügt zu sagen, wir haben diese Blogs rausgenommen, weil ....! Damit wäre es aus der Welt gewesen.

Und du wirst doch nicht etwa im Ernst behaupten, Kosok sei angepisst und schmeisst den "Wir müssen reden"-Kram hin, weil ich es gewagt habe - wie kommst überhaupt auf "schrillen Ton" und muss ich das abwertend verstehen müssen? - nach einer Ungereimtheit zu fragen?

Unterlass es bitte in Zukunft, mir einen Schwarzen Peter anzuhängen, indem du Sachen zusammenrührst, die nichts miteinander zu tun haben.
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 16:50
@Thinktankgirl
Ich schiebe dir nicht den Schwarzen Peter zu - es ist ein Fakt, dass dein Blog ganz sicher neben diversen andere Äußerungen von Leuten hier ein entscheidender Punkt gewesen ist, warum Jan die Hutschnur geplatzt ist. Dass das nichts mit unserer Initiative zu tun hat ist MIR klar, und das habe ich Jan auch nochmal deutlich gesagt - aber für ihn ist das eben auch etwas, was aus der Community kommt und er sieht das als Folge der Tatsache, dass er sich gesprächsbereit erklärt hat.

Natürlich kannst du machen und sagen was du willst, aber es ist halt schade, wenn du anderen damit - ob absichtlich oder nicht - in die Suppe spuckst. Die Redaktion und der Herausgeber waren gesprächsbereit. Dass sie das nicht mehr sind, wenn sie das Gefühl haben, wir (=Community) wollen den Laden hier übernehmen ("Links und herrschaftsfrei stelle ich mir anders vor!"), und wenn auch weniger zentrale Moderationsentscheidungen als Rahabs Sperrung detailiert diskutiert und in Frage gestellt werden, ist bis zu einem gewissen Grad verständlich.
Ullrich Läntzsch schrieb am 15.12.2011 um 17:23
Liebe Popkontext,

@ Diplomatie - generelle Zustimmung - richtig - Ausnahmen bestätigen nur die Regel.

@ Mediation - tut mir leid, aber da muß ich widersprechen. Und mE ist dies doch auch leicht einzusehen Es ist doch sicherlich nicht zuletzt Dir zu verdanken, daß ich hier das Ausmaß - und ich hoffe, dies ist deutlich zu erkennenden - an Provokation von mir zurückgefahren habe. Dies ist es was ich unter erfolgreicher Mediation in der FC verstehe. Den Erfolg kannst Du doch nicht bestreiten. Ebenso wenig, wie es sicher auch denkbar ist, daß mich jemand noch tiefer in die Rolle des Provokateurs hätte drängen können. Das heißt doch Mediation - sprich, Dampf aus einem Streit friedlich abzuleiten - ist hier in der FC möglich.

Daraus ergibt sich aber auch die Frage, wie viel Zeit und Energie mag jemand noch darauf verwenden, auf ein allzu provokantes FC-Mitglied einzuwirken, wenn all die Mühe deshalb dann vergebens war, weil das Mitglied ausgeschlossen wurde?

Ich habe hier auch Threads erlebt, da gab es Mediatoren (auch wenn sie sich nicht so definierten, es eben de facto waren), die sich verausgabt fühlten, worauf hin andere einsprangen. Auch Maike Hank trat doch schon oft genug in diesem Sinn als Mediatorin auf.

Es würde mich also sehr freuen, wenn der konkrete Vorschlag aufgegriffen werden würde (der nicht von mir ist, leider habe ich den Namen vergessen) ein Forum zu schaffen, zu dem nur eingeloggte Mitglieder Zugang haben um all dies zu diskutieren. In diesem Bereich könnte auch eine Rubrik angesiedelt werden, in der man sich in aktuelle Fälle einklicken kann, die der Mediation bedürfen oder wo Mediation läuft.

In der Mediation sehe ich doch kein Mittel gegen die Redaktion oder gar gegen den Verlag, sondern einen Raum in dem im Geist des Verlages eine leider eben manchmal notwendige Ausgleich zwischen FC-Mitgliedern stattfindet. Ggf- so erfolgreich stattfindet, daß man uns darum beneidet, nicht zuletzt weil dann Ausschlüsse zur Seltenheit werden - könnten - sollten.

Schließlich bin ich ja gern Mitglied der FC - und möchte das auch gern bleiben. Aber nicht um jeden Preis.

Allerbeste
Ullrich
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 17:25

Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 16:50
@Thinktankgirl
Ich schiebe dir nicht den Schwarzen Peter zu - es ist ein Fakt, dass dein Blog ganz sicher neben diversen andere Äußerungen von Leuten hier ein entscheidender Punkt gewesen ist, warum Jan die Hutschnur geplatzt ist.


Hat Dir JJK mitgeteilt, daß ihn mein Blog verärgert hat? Oder woher hast du diesen Fakt?
Oder versuchst wieder mir die Schuld in die Schuhe zu schieben?

Natürlich kannst du machen und sagen was du willst, aber es ist halt schade, wenn du anderen damit - ob absichtlich oder nicht - in die Suppe spuckst. Die Redaktion und der Herausgeber waren gesprächsbereit.

Du willst doch nicht nochmals im Ernst behaupten, daß meine Wenigkeit, die ganze Redaktion samt Herausgeber so verärgert hat, daß die ganze Chose abgeblasen worden ist.

Dass sie das nicht mehr sind, wenn sie das Gefühl haben, wir (=Community) wollen den Laden hier übernehmen ("Links und herrschaftsfrei stelle ich mir anders vor!")

Und schon wieder soll ich schuld sein. Gebs auf und such dir einen anderen Sündenbock.
Ihr rückt dem Herausgeber mit allen möglichen Forderungen auf den Pelz - ich habe es genau verfolgt - dann klappt die ganze Chose nicht so recht und dann ist das kleine Wort "herrschaftsfrei", das ich einmal in einem anderen Zusammenhang erwähne, daran schuld, daß die Kommunikation abgebrochen ist.
Nur zur Information: mein "herrschaftsfrei" bezieht sich darauf, daß Diskursstrukturen, wer, wie, und überhaupt was sagen darf, Herrschaft ausdrücken. Wenn nun unter theorethisch Gleichen (hier die User der FC), nicht jeder dasselbe sagen darf oder für das selbe Verhalten unterschiedlich sanktioniert wird, dann ist das Ambiente nicht herrschaftsfrei.
Nicht zu verwechseln mit Macht.
Also verbreite bitte nicht die Version ICH hätte hier den Laden übernehmen wollen, weil ich das Wort herrschaftsfrei in den Mund genommen habe.
Unter dieses "nicht herrschaftsfrei" fällt auch dein Versuch zu bestimmen, wer welche Mängel gegenüber der Redaktion formulieren darf. Du versuchst meine Sicht zu unterdrücken, in dem du sie für das Scheitern Eurer Initiative verantwortlich machen willst.
ebertus schrieb am 15.12.2011 um 18:02
Ullrich Läntzsch schrieb am 15.12.2011 um 17:23

Hallo Ullrich,

ja, bin auch gern Mitglied der FC! Von Anfang an, mal mehr mal weniger intensiv zugange möchte ich auch Mitglied bleiben, wie bisher in kritischer Distanz, dennoch mit leidlicher Sympathie.

Der Freitag hat schon einen gewisses Alleinstellungsmerkmal im überwiegend systemkonformen, oft schon hofberichterstattenden Medienzirkus. Es war bislang und es bleibt wohl spannend, wie es also weiter geht und Augsteins anfängliches, auf die alte Ost/West-Zeitung gemünztes Wort vom "näher an der Küste segeln", ist treffender beinahe als dieses "irgendwie links". Es drückt nicht zuletzt den betriebswirtschaftlichen Status des privaten Investorenmodells aus und jede/jeder Verantwortliche hier - das sei in diesem Fall nicht als Abwertung zu verstehen - muss auch ein Stück weit die Lieder singen, dessen Brot sie/er isst.

Für mich bedeutet das hier beim Freitag im Blog und via redaktionellem Teil in letzter Konsequenz eine Anregung mit gelegentlicher Teilnahme. Mehr biete ich nicht, mehr erwarte ich auch nicht. Die (eh' nur sporadischen) papiernen Käufe habe ich bereits vor einiger Zeit eingestellt.

Und btw.

Meinen monetären Support genießen zwei etwas bekanntere Genossenschaftsmodelle unter den überregionalen Zeitungen, obwohl es dort keine vergleichbare Community gibt, man(n)/frau somit auch "nichts" zu sagen hat. Wo nicht jeder Beitrag meine Zustimmung findet, aber die dort ebenfalls gegebene Anregung und Information aus meiner Intention heraus gepaart ist mit finanzieller Solidarität.

Und richtig, schon mal irgendwo (auch hier) gelesen: Wer der Welt mehr dieser, seiner erkannten Weisheiten mitteilen oder schlicht sich selbst reflektieren wollte, der möge das im eigenen Blog tun, ein privates Hausherrenmodell mit allen Rechten (und Pflichten) ist das dann in schlichter Konsequenz.
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 18:05
@Thinktankgirl
Jetzt würde ich dich einfach mal bitten, mir hier nicht Sachen in die Schuhe zu schieben, die ich gar nicht gesagt habe. Was ich gesagt habe, ist korrekt oben nachzulesen.

Wo hab ich z.B. das gesagt:
"Du willst doch nicht nochmals im Ernst behaupten, daß meine Wenigkeit, die ganze Redaktion samt Herausgeber so verärgert hat, daß die ganze Chose abgeblasen worden ist."
Lies mal bitte richtig, was ich geschrieben habe.

"Ihr rückt dem Herausgeber mit allen möglichen Forderungen auf den Pelz - ich habe es genau verfolgt"
Wie ich oben schon schrieb: Es geht nicht um Forderungen (das wurde uns von anderen unterstellt), sondern darum, wo bei der Community an Anspruch und Wirklichkeit auseinander klaffen - und konstruktive Verbesserungsvorschläge (hier z.B. mein Blog dazu)

"dann klappt die ganze Chose nicht so recht und dann ist das kleine Wort "herrschaftsfrei", das ich einmal in einem anderen Zusammenhang erwähne, daran schuld, daß die Kommunikation abgebrochen ist."
Die "Chose" hat bis zu dem Rückzug von Jan jetzt ganz gut geklappt. Und den Rückzug hat er ganz klar damit begründet, dass hier Leute seine Gesprächsbereitschaft offenbar falsch verstehen und gleich Basisdemokratie verlangen. Und er hat deutlich gemacht, dass er keine Lust darauf hat, jeder Moderationsentscheidung öffentlich auszudiskutieren.

"Nur zur Information: mein "herrschaftsfrei" bezieht sich darauf, daß Diskursstrukturen, wer, wie, und überhaupt was sagen darf, Herrschaft ausdrücken. Wenn nun unter theorethisch Gleichen (hier die User der FC), nicht jeder dasselbe sagen darf oder für das selbe Verhalten unterschiedlich sanktioniert wird, dann ist das Ambiente nicht herrschaftsfrei. Nicht zu verwechseln mit Macht."
Nun ja, das kommt aus dem Wort und dem Satz so erstmal nicht hervor. Herrschaftsfrei impliziert erstmal frei von Autorität, nicht gerechte Behandlung, was du beschreibst.

"Also verbreite bitte nicht die Version ICH hätte hier den Laden übernehmen wollen, weil ich das Wort herrschaftsfrei in den Mund genommen habe."
Ich habe gesagt, dass aus den Äußerungen mehrer Leute hier offenbar der Eindruck entstand, dass es um "basisdemokratische Zerlegung" der Moderationsentscheidungen und der FC geht.

"Unter dieses "nicht herrschaftsfrei" fällt auch dein Versuch zu bestimmen, wer welche Mängel gegenüber der Redaktion formulieren darf. Du versuchst meine Sicht zu unterdrücken, in dem du sie für das Scheitern Eurer Initiative verantwortlich machen willst."
Ich habe nie gesagt, dass du a) nicht sagen darfst, was du willst, sondern es ging um die Folgen und b) ging es nie darum *wer* was sagt, sondern nur um den Ton und dass man mit der Diskussion von Interna oder unrealistischen Forderungen eventuell auch Leute vor den Kopf stößt.
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 18:25
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 16:50
@Thinktankgirl
Ich schiebe dir nicht den Schwarzen Peter zu - es ist ein Fakt, dass dein Blog ganz sicher neben diversen andere Äußerungen von Leuten hier ein entscheidender Punkt gewesen ist, warum Jan die Hutschnur geplatzt ist.


Ich warte immer noch auf den Nachweis des obigen Faktes, daß dein Blog ganz sicher .... ein entscheidener Punkt gewesen ist, warum Jan die Hutschnur geplatzt ist.

Wenn du keinen Fakt vorweisen kannst, dann nimm es zurück. Danke.
Uwe Theel schrieb am 15.12.2011 um 18:49
@ Popkontext am 15.12.2011 um 15:53

Liebe Barbara,

bei aller Sympathie, aber eben zerdepperst Du einiges Porzellan:

Weder Ullrich, noch thinktankgirl haben auch nur ansatzweise etwas getan oder sich in einen Position begegeben, wie Du es mit Deiner Analogie

"Nur weil du links bist und gewisse Ansprüche hast, lässt du doch auch nicht einfach deine Haustür offen stehen und jeder der ein Dach über dem Kopf braucht kann sich einfach einnisten, oder jeder der gerade was braucht, ob Salzstreuer oder Computer, kommt mal rein und nimmt das mit. Du behältst schön deine Schlüssel - und benutzt sie auch."

ausgedrückt hast. Zu behaupten JJK oder der Freitag habe den kleinen Finger gereicht und irgendjemand oder die genannten Zwei hätten dann die ganze Hand, den ganzen Arm ergriffen ist genau die maßlos übertreibende Behauptung , die Koslowski von Anfang an den Bestrebungen von "Wir müssen reden!" grundlos vorgehalten hat.

Wenn wir schon über das total verunglückte Bild des angebotenen kleinen Fingers und der genommene ganzen Hand reden, dann sollte vielleicht einmal bedacht werden, dass, wenn man einander ernsthaft aus der "irgendwie" gemeinsamen Patsche helfen will, schon beherzte Handgriffe und nicht zaghaftes Fingerausstrecken nötig wäre.

Ich möchte einen einzigen Belg dafür, dass JJK von der Initiative bzw. deren Sympathisanten "nur Häme geerntet" habe, der das Unternehmen desavouiert habe.

Ich kann mir gute Gründe vorstellen, warum bei JJK die Nerven blank liegen, aber bestimmt nicht ob der "Forderungen" aus den Reihen der Initiative. Freilich wird da etwas gefordert und muß gefordert werden, aber es wurde nichts unbilliges gefordert, allerdings wurde ungerechte Kritik an der Initiative geübt.

Die Sätze JJKs, die Du zitiert hast, zeugen von großem "Angefessensein", können dadurch aber nicht als korrekte Darstellung der Situation betrachtet werden, soweit diese vom Verhalten der Initiative beeinfluß wurde.

Ich habe hier

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen#commet-345714

und davor schon hier

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen#comment-345615

Das Rechtsverhältnis zwischen User und Freitag dargestellt.

Für dieses Verhältnis kann nichts mit irgendeiner Moral, oder Figuren des good will oder gar ein autoritäres Erziehungs- oder Aufpassverhältnis wie zwischen Eltern-Kindern, Schülern-Lehrern als Gestaltungskritrium herangezogen werden, es sei denn man unterstellte systematische Unerzogenheit und Querulantentum, gar Feindschaft dem Freitag und der FC, d.h. sich selbst gegenüber.

Dass Du, die Argument der Kritiker als begründet darstellst, Pozelllanzerdepperer in den eigenen Reihen zu entdecken scheinst, Barabara, verwirrt mich.

Immer wieder betonst Du in einseitiger Weise das Hausrecht des Freitag als wenn es gefährdet worden wäre. Dass dieses Recht besteht, berechtigt nicht es in dieser abstrakten Weise als Totschlagargument a priori immer wieder in die Debatte zu werfen. Genau diese Argumentationsfigur ist die zentrale Waffe der Kritiker an "Wir müssen reden!" und mit diesem Argument hat JJK offenbar jetzt seine Hand zurückgezogen.

Ratlos

Uwe
Ullrich Läntzsch schrieb am 15.12.2011 um 18:55
Liebe Popkontext,

eine Weile lese ich die Auseinandersetzung zwischen Dir und Thinktankgirl.

Weil sich viel davon auf Dinge bezieht, die ich nicht kenne hielt ich mich bislang zurück und dies soll auch eher die Ausnahme sein.

Aber, da ich Dich als gute Mediatorin kennengelernt habe, möchte ich Dir den Tipp geben, Mediation funktioniert immer besser, wenn Du Vorwürfe konkret formulierst.

Mir erscheint es wäre auch hilfreicher, Deine Verweise auf Kontakte mit JJK & Verlag und ein Ende deren Gesprächsbereitschaft nicht im Kryptischen anzusiedeln.

Grüße
Ullrich
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 19:01
@thinktankgirl
Den Fakt habe ich doch oben aufgeführt: Jan hat seinen Rückzug damit begründet, dass er das Gefühl hat, dass Leute über die Strenge schlagen und aus seiner Sicht seine gesprächsbereitschaft mißbrauchen, weil sie Moderationsentscheidungen nicht mehr akzeptieren wollen und Basisdemokratie einfordern. Das bezog sich auf die im Kontext mit der Diskussion um Rahabs Sperrunge entstandenen Blogs, wozu deiner gehört, und die Diskussionen dazu.

Dass "entscheidend" ist sicher meine Interpretation, die ich auch begründen kann - du hast das Thema auf deinene eigenen Fall und eine zurückliegende temporäre Sperrung erweitert. Und eben zum Schluss Herrschaftsfreiheit eingefordert, und hast zudem mehrfach eingefordert zu begründen, warum dein Blog nicht unter den Meistkommentierten auftaucht.

Ich darf und will dir nicht den Mund verbieten, aber die Konsequenzen darf ich aufmerksam machen. Deshalb sei noch einmal darauf hingewiesen, welche Aussage von mir diese Diskussion von mir diese Diskussion ausgelöst hat: "- aber es ist mit unbegreiflich, warum hier offenbar einige Leute die sonnenklare Tatsache nicht verstehen, dass es sich nicht um eine selbstverwalteten Webseite befinden, sondern dem Internetangebot des Freitag, wo der auch ohne Wenn und Aber die Entscheidungsgewalt hat.

Das hat ja offenbar auch Jan auf die Palme gebracht, plus die (mE. berechtigte Kritik) an der Entscheidung bezüglich Rahab, und zumindest ersteres kann ich verstehen. Besonders weil sie uns ja die Hand gereicht haben - da haben, absichtlich oder nicht, einige Leute statt des kleinen Fingers gleich die ganze Hand nehmen wollen und damit leider jetzt erstmal eine Menge Porzellan zerschlagen - übrigens mE. @thingktankgirl deutlich mehr als du."

Du hast das jetzt zu einem persönlichen Angriff auf dich stilisiert - ich habe deutlich gesagt, dass es *meine* Auffassung ist, dass du auch nicht die einzige bist, die Porzellan zerschlagen hat, nicht von den Blogger und das dass auch auf Seiten der Redaktion aus meiner Sicht Fehler gemacht worden sind.
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 19:17
@Ullrich
Danke für den Hinweis. Ich ging davon aus, dass das hier jede/r, den es interessiert mitgekriegt hat, dass es im Zuge der "Wir müssen reden"-Initiative zu zwei Treffen mit der Redaktion und dem Herausgeber gegeben hat und sich daraus die Idee zu Kosoks "Irgendwie reden" ergeben hat und zudem Gemeinschaftsblogs in Planung sind, wo dann konkrete Kritikpunkte und Verbesserungsvorschläge diskutiert werden. Darauf bezog sich JJK auch in seinem "Irgendwie Schweigen" Text - übrigens sagt schon der Titel, dass es nicht allein um die Rahab-Diskussion geht:
www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen

Es ist also sehr schade, dass sich JJK jetzt daraus zurückzieht - darauf bezog sich meine Festsstellung, dass viel Porzellan zerschlagen wurde, die jetzt maßlos aufgeblasen wurde und als persönlicher Angriff aufgefasst wird. Da siehst du, wo die Probleme mit der Mediation liegen und das das nicht so einfach ist.
Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 19:37
@Uwe
Was ist an der Haus-Analogie unverständlich? Das bezog sich auf die Diskussion Ullrich, und zwar ist das eine Analogie darauf, dass der Freitag auch wenn er links ist die Oberhand über diese Seite behalten möchte.

"Zu behaupten JJK oder der Freitag habe den kleinen Finger gereicht und irgendjemand oder die genannten Zwei hätten dann die ganze Hand, den ganzen Arm ergriffen.."
Genau das sagt JJK in dem "Irgendwie schweigen"-Text und auch wenn ich da nicht mit allem einverstanden bin, was er da geschrieben hat, kann ich das sehr gut verstehen.

"Ich möchte einen einzigen Belg dafür, dass JJK von der Initiative bzw. deren Sympathisanten "nur Häme geerntet" habe, der das Unternehmen desavouiert habe."
Es geht nicht um die Initiative, vielleicht deshalb die wiederholten Mißverständnisse zwischen uns: Für JJK, und ich vermute die ganzen Freitags-Leute ist die Community eins - die unterscheiden da nicht. Das kommt "aus der Community"). Das habe ich JJK in einer persönlichen Mail auch nochmal vorgeworfen, dass er wieder mal alle in einen Sack wirft.

"Ich kann mir gute Gründe vorstellen, warum bei JJK die Nerven blank liegen, aber bestimmt nicht ob der "Forderungen" aus den Reihen der Initiative."
Nein, um die Initiative ging es auch gar nicht - der ist genervt von dem, was sich aus der Diskussion um Rahab herum ergeben hat.

"Dass Du, die Argument der Kritiker als begründet darstellst, Pozelllanzerdepperer in den eigenen Reihen zu entdecken scheinst, Barabara, verwirrt mich."
Ja, wenn man mit Leuten im Gespräch ist sollte man ihnen vielleicht nicht die ganze Zeit in die Fresse hauen.

"Immer wieder betonst Du in einseitiger Weise das Hausrecht des Freitag als wenn es gefährdet worden wäre."
Es wäre nicht gefährdet worden - es besteht de facto und Punkt! Deshalb als "Totschlagargument", ja, weil das einige Leute offenbar nicht kapieren.

"Genau diese Argumentationsfigur ist die zentrale Waffe der Kritiker an "Wir müssen reden!" und mit diesem Argument hat JJK offenbar jetzt seine Hand zurückgezogen."
Ja, wenn die sagen, wir können keine Forderungen stellen, haben sie sogar Recht - was ich meinerseits auch als Unterstellung empfunden habe. Ich habe das, was ich geschrieben habe, nie als Forderung gesehen, sondern als Bestandsaufnahme und Kritik an den gegenwärtige Zuständen - und eben konstruktive Vorschläge gemacht. Aber immer betont, dass das alles nur Sinn macht, wenn der Freitag daran Interesse hat.
thinktankgirl schrieb am 15.12.2011 um 19:50

Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 19:01
@thinktankgirl
Den Fakt habe ich doch oben aufgeführt: Jan hat seinen Rückzug damit begründet, dass er das Gefühl hat, dass Leute über die Strenge schlagen und aus seiner Sicht seine gesprächsbereitschaft mißbrauchen, weil sie Moderationsentscheidungen nicht mehr akzeptieren wollen und Basisdemokratie einfordern. Das bezog sich auf die im Kontext mit der Diskussion um Rahabs Sperrunge entstandenen Blogs, wozu deiner gehört, und die Diskussionen dazu.


Meine Beste, ich merke, du weißt nicht, das Fakt auf deutsch Tatsache heißt.

Unten hab ich dir das mal übersetzt, also Fakt durch Tatsache ersetzt

Popkontext schrieb am 15.12.2011 um 16:50
@Thinktankgirl
Ich schiebe dir nicht den Schwarzen Peter zu - es ist eine Tatsache, dass dein Blog ganz sicher neben diversen andere Äußerungen von Leuten hier ein entscheidender Punkt gewesen ist, warum Jan die Hutschnur geplatzt ist.

Wenn mir jemand sagt, es sei eine Tatsache ... ganz sicher ... entscheidend .. meine Mitschuld , daß irgendwas geplatzt sei,

dann stilisiere ich das nicht zum persönlichen Angriff, sondern dann ist das einer, wenn dazu die Fakten (sprich Nachweise) fehlen. Hätte Kosok dies hier öffentlich kundgetan oder sich zu meinem Blog entsprechend geäussert, dann wäre es ein Fakt. Alles andere sind deine Spekulationen, von denen ich verschont bleiben möchte.
Uwe Theel schrieb am 15.12.2011 um 19:52
@ Popkontext am 15.12.2011 um 19:37

Danke, luebeb Popkontext, für die schnelle und doch ausführliche Antwort.

Wenn Deinen Analyse bezüglich der Situation des Freitag richtig sein sollte, dann allerdings wird es wiklich schwer.

Wo in einer solchen Gemengelage nicht mehr differenziert wird, da schlägt dann "das allgemeinen Gesetz" eben durch und welches das ist, das wissen wir alle.

Wir werden sehen.

Liebe Grüße

Uwe
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 13:08
Lieber Uwe Theel,

@ Wenn Deine Analyse bezüglich der Situation des Freitag richtig sein sollte, dann allerdings wird es wirklich schwer.

Richtig! Widersprechen möchte ich jedoch, und dies mit Vehemenz, Deinem Schlußsatz:

Wir werden sehen - zumindest wenn Du Dich damit auf die Einstellung des nicht handelnden, des abwartenden Zuschauers zurückziehen willst.

Wenn die Analyse von Popkontext bezüglich Jan Jasper Kosok zutrifft, und wenn ich auch nur ansatzweise mit meinen Gedanken zur Mediation richtig liege, ergäbe sich die Aufgabe, der Vermittlung. Um selbst einen Anfang zu machen, nie habe ich Jan Jasper irgendwie persönlich angreifen, oder gar herabsetzen wollen. Sollte er mich so verstanden haben, dann würde ich dies sehr bedauern. Auch will ich seine Arbeit für den Relaunch nicht unterschätzen.

Für mich ist meine Erkenntnis der Notwenigkeit, von demokratischen Mitverantwortlichkeiten der Community eine, die im Lauf der Diskussion hier in der FC entstand. Daß sie sehr eng limitiert sein müßte, daß es vom Freitag auch vorgegebene Regeln geben wird, ja muß - da bin ich der Letzte dies zu bestreiten.

Nur warum sollte ich die von mir erkannte Möglichkeit zu einem kleinen Stück Demokratie, nebst einer neu zu kreierenden Ausweitung an Mediation nicht hoffnungsfroh vertreten?

Grüße
Ullrich
ps
muß einkaufen und werde dann einigen Links nachgehen, die Popkontext dankenswerterweise hier reingestellt hat
Uwe Theel schrieb am 20.12.2011 um 02:14
@ Ullrich Läntzsch am 17.12.2011 um 13:08

Natürlich werden wir sehen, lieber Herr Läntzsch: Ich habe mir hier im Sinne der verleumdeten Initiative in mehren Threads und Blogs die Seele aus dem Leib geschrieben, die von Anfang an gestreuten, durch nichts gestützten Vorwürfe an das Projekt "Wir müssen reden!", dieses strebe eine "irgendwie" basisdemokratische, sprich linksradikale Übernahme des Freitag an, zu widerlegen und das Konzept einer gegenseitigen und transparenten sich gegenseitig befruchtenden Diskussion zwischen allen Kräften der Contentgenerierung propagiert.

Wenn jetzt Popkontext besonders in diesem Blog hier, aber auch im BLog

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen

diese Vorwürfe, weiterhin aufgreift und weiter verschärft, wieder ohne Namen und Formulierungen zu nennen, Columbus gerade wieder das Gegenteil macht, von dem was er predigt, nämlich nur psychologisch spekuliert statt sachlich zu argumentieren

s.: www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab#comment-347651

die Redaktion ihre Kommunikation zur Sache praktisch eingestellt hat, dann kann man nur noch zusehen, was passiert oder "irgendwie schweigen" (JJK).

Wenn das "müssen" in "Wir müssen reden!" wider besseres Wissenkönnen als Ausdruck einer Drohung gegenüber der Redaktion mißdeutet wird, statt zu begreifen, dass es ein Kommunikationsdefizit zwischen Zeitung und Lesern gibt, das im Blog doch die technische Möglichkeit hätte, überwunden zu werden, um zu gutem Inhalt (Content) zu gelangen und vergessen wird, dass Menschen tatsächlich miteinander reden müssen, wenn sie sich verständigen wollen, dann beginne ich an der Vernunft und Einsichtsfähigkeit einiger Leute zu zweifeln. (Ich habe auch Namen und Belege genannt: www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen#comment-346808)

Statt dessen werden hier von denen, die genau wissen, dass der Freitag von egomanischen Horden inkompetenter Blogger bedroht wird, die Zeitung in Todesgefahr schwebt und nur nach Rezepten, die in meinen Augen nicht mehr als autoritäre Abwehrformeln zur Wahrung falscher Interessen sind, gerettet werden kann (Der Indikativ ist bewußt gewählt um den Willen der Kritiker ander Inititive klar auszudrücken).

Wenn Diskussionen von der einen Seite mit falschen und unbegründeten Unterstellungen und Totschlagargumenten geführt werden, sich die Redaktion, mit der die Initiative sich solidarisch gezeigt hat, weitgehend in das von Ihr propagierte Schweigen hüllt, dann müsste man zwar immer noch reden, irgendwan redet dann aber niemand mehr. ZO, Bronski-Blog, Hebel-Blog und Südcafé scheinen zu "sprechenden" Vorbildern zu werden.

Es ist im Augenblick nur traurig.

lg
ut.
Popkontext schrieb am 20.12.2011 um 02:22
"die von Anfang an gestreuten, durch nichts gestützten Vorwürfe an das Projekt "Wir müssen reden!", dieses strebe eine "irgendwie" basisdemokratische, sprich linksradikale Übernahme des Freitag an, "
Ja, es ist in der Tat traurig, wenn du offenbar keine Lust hast richtig zu lesen, sondern offenbar noch immer auf deinem eigenen Film unterwegs bist und irgendwelche Sachen zusammenwirfst und interpretiertst, die niemand außer dir so zusammenwirft und interpretiert, auch wenn man dir 1000x erklärt hat, dass das nicht so ist. Sehr unkonstruktiv leider.
Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 09:15
Lieber Uwe Theel,

ja auch ich bin traurig, allerdings so muß ich sagen nur ein wenig. Mein einziger Vorteilist der, daß ich erst ein Jahr dabei bin, und meine Frustrationstoleranz auch nicht durch Erfahrungen in anderen Blogs vorbelastet ist.

Und ich das derzeitige Schweigen aus der Redaktion, zu werten ist schwierig. Es kann die verschiedensten Gründe haben. Es könnte nämlich auch sein, und dies wäre vielleicht auch gar nicht so unwahrscheinlich, daß sich die Differenzen über den Relaunch, über die technischen Fragen, mit denen wie Du richtig schreibst, sich auch die Zukunft der FC festmacht.

Warum sollte nicht letzten Endes die Vernunft siegen? Sollte dazu noch etwas Zeit notwendig sein, dann sollte es mE nicht daran scheitern.

Verzagtheit muß auchnicht sein. Es wird weiter gehen, und warum nicht besser. Die kleine zarte Blume einer kleinen Emanzipation der FC wurde sichtbar. Viele schrecken vor dem sebständigen gehen nun mal zurück. Wer sich zu sehr daran gewohnt hat, eine Krücke zu benutzen, für den ist die innere Überwindung, sie wegzulassen, das größere Problem, als das Gehen ohne.

Allerbeste Grüße mit großem Dank für das Bemühen um Klarheit.
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 09:16
Liebe Popkontext,

@ 2:22

Das war jetzt wohl zu spät am Abend - weil unkonstruktiver geht es ja kaum.

So nicht - bitte!!!

Grüße
Ullrich
Uwe Theel schrieb am 21.12.2011 um 01:11
@ Popkontext schrieb am 20.12.2011 um 02:22

www.freitag.de/community/blogs/rick/relaunch-rahab#comment-347658

Liebe Popkontext, solange Du für solche Behauptungen:

"Es ist ein Unterschied, ob man einen sachlichen Dialog mit den Betreiber/innen dieses Forums unter Akzeptanz der gegebenen Verhätnisse und gegenseitigem Respekt sucht - oder ob man hier den Eindruck hinterlässt, man will den laden übernehmen, in dem man "Demoktratie" fordert und demnächst vielleicht noch Redakteure und Herausgeber wählen will und keine Moderationentscheidung mehr akzeptiert. "

(von Popkontext in: www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen#comment-346818 )

nicht Ross und Reiter nennen kannst, hast Du meinen Vorwurf nicht widerlegt, dass Du einen haltlosen Vorwurf erhebst.

Es ist egal ob Du oder ich die Sperrung Rahabs für falsch oder richtig halten, es ist egal, aus welchen Gründen JJK so entschieden hat, wie er entschieden hat.

Du behauptest, dass es Leute gäbe, die "...den laden übernehmen (wollen), in dem man "Demoktratie" fordert und demnächst vielleicht noch Redakteure und Herausgeber wählen will und keine Moderationentscheidung mehr akzeptiert."

Du bennnest Diese Leute nicht. Ich habe Dir solche Leute benannt und die sind mindestens Kritiker der Initiative "Wir müssen reden!" Du bist Mitglied dieser Initiative und machst Dir deren Argumente der Krtiker zu eigen. Dich herauszureden, du "erklärtest nur JJK", seinen Rahab Entscheidung ist nicht stichhaltig, da JJK diese Behauptung selbst nie so erhoben hat. Er fühlte sich einzig in seinen Entscheidungsgründen gründlich mißverstanden. (Da er das selbst nicht weiter diskutiert hat, will ich hier jetzt auch nicht einseitig ein neues Faß JJK gegenüber aufmachen).

Du aber hast diskutiert und Behauptungen aufgestellt, also erkläre mir bitte nicht ich können nicht lesen oder verstehen. Es ist an Dir, den von mir genannten Widerspruch aufzuklären, den Beleg für Deinen Vorwurf zu erbringen.

lg
ut
Uwe Theel schrieb am 21.12.2011 um 01:15
@ Uwe Theel schrieb am 21.12.2011 um 01:11

Korrektur

Der vorletze Absatz muß heißen:

Du bennenst Diese Leute nicht. Ich habe Dir solche Leute benannt und die sind mindestens Kritiker der Initiative "Wir müssen reden!". Du bist Mitglied dieser Initiative und machst Dir Argumente der Krtiker zu eigen. Dich herauszureden, Du "erklärtest nur JJKs" Entscheidung ist nicht stichhaltig, da JJK diese Behauptung selbst nie so erhoben hat. Er fühlte sich einzig in seinen Entscheidungsgründen gründlich mißverstanden. (Da er das selbst nicht weiter diskutiert hat, will ich hier jetzt auch nicht einseitig ein neues Faß JJK gegenüber aufmachen).
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 14:28
Lieber Uwe Theel,

das ist das Leid mit manchem Kommentator beiderlei Geschlechts. Widerlegt man sie, dann wird nichts eingestanden. Nicht das ich ein reumütiges schriftliches Bekenntnis von Popkontext erwarte, oder daß mir dies etwa Befriedigung verschaffen würde. Nur steigt bei mir der, oder die, die einen Irrtum eingestehen in meiner Achtung. Diese Achtung würde ich gern auch Popkontext gegen über haben, nicht dieses ungute Gefühl, ach ja, auch sie ...

Allerbeste
Ullrich
ps
Und ja, auch sehe keinen Grund gegen JJK zu polemisieren. Wenn ich mir vorstelle seinen Job zu machen zu sein, wer weiß ob ich nicht ähnlich reagieren würde. Ich kann nur hoffen, daß ich wäre ich an seiner Stellen, zu den Einsichten gelangen würde, die ich hier versuche mitzuteilen.
aber schrieb am 13.12.2011 um 20:08
weiterhin empfehle ich folgendes ädminzitat:
.
"Die Entscheidung basiert auf einer langen Geschichte verbaler Verfehlungen. Sie ist also auch nicht Ergebnis des Strangs, in dem die Sperre ausgesprochen wurde. Ohne Zweifel wurde sie provoziert (RdH ist ebenfalls gesperrt). Zweifelsohne hat aber auch sie bei der Wahl ihrer Verteidigung nicht nur in diesem Fall die Grenzen dessen, was die Netiquette hergibt, bei weitem überschritten. Dies mehrfach. Ebenfalls wurde sie gebeten, ihren Sprachstil zumindest soweit abzumildern, das er “durchgeht”. Inhaltlich hatte zumindest ich nie groß etwas auszusetzen, ihre Spürnase für Ungerechtigkeiten und User auf Abwegen habe ich bewundert – mit merdeister habe ich darüber z.B. länger gesprochen. Was ich sagen will: Es ging also immer um den Ton. Dies wurde auch immer entsprechend nach außen kommuniziert."
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zitat ende.
.
ich werde den ädmin ABER nicht kommentieren.
oder können die einen jetzt wegen "kopf-schütteln-am-monitor" auch sperren?
Ullrich Läntzsch schrieb am 13.12.2011 um 20:30
Lieber Aber,

aber Sie sehen doch auch, daß ich immer noch da bin. Darin sehe ich mich in meiner Hoffnung bestätigt, daß sich alles zum Guten - sprich mehr Mitsprache der Community in Sachen Rauswurf - wenden wird.

Die Admin-Äußerung könnte ich auch kritisch bewerten, sie ist kritisch zu bewerten. Ich bin nur jetzt zu müde ...

Vielleicht ja morgen. ABER, mir geht es eher um das Grundsätzliche, und nicht darum einem Admin etwas zu erklären, was ich für klärbar halte.

Grüße - and I'm offline
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 16:52
Von Popkontext aufmerksam gemacht lese ich Blog & Thread:

www.freitag.de/community/blogs/jan-jasper-kosok/irgendwie-schweigen

und möchte auf eine Marginalie aufmerksam machen: nach wievor wird Rahab vom Freitag hervorgehoben, ja ausgezeichnet - sie erscheint als zu den Schreiberin der Community gehörig, die die meisten Leser hat.

Dann denke ich weiter nach, warum hier Community und Redaktion, zwar farblich unterschieden, vermischt dargestellt und frage mich alsdann, ob nicht die Anzahl der Kommentare ein Indiz auch auf die Leserschaft genommen werden kann. Und dann muß man nur noch gelegentlich auf die - nun säuberlich getrennten - Rubriken blicken, in denen die meist kommentierten Blogs verzeichnet sind. Nun will ich gar nicht darauf hinaus, das da Zensur betrieben wird, sondern was nicht nur mir schon immer aufgefallen war, nur hatte ich mir nichts weiter dabei gedacht.

Wenn man aber nun in der Frage - relaunch, wir-müssen-reden, oder Defizit-an-Demokratie, oder wie man es immer nennen möchte -, spielen, was niemand wohl bestreiten wird, die Emotionen eine große Rolle. Ist es nun wirklich nur wildes Spekulieren, wenn ich einen Zusammenhang entdecke? Ist es so abwegig, das wer auch immer als fester oder freier (woher soll ich das wissen?) Redakteur, oder Redakteurin, nur einen Bruchteil an Kommentaren erhalte, denn mancher fleißige Blogger, oder Bloggerin? Nein, bitte mißversteht mich nicht, dies sage ich völlig ohne Häme. Ich kann es gut verstehen, mir würde es nicht anders gehen.

Die einzige Lösung die ich sehe, liegt in der - das Zauberwort, ich muß es wiederholen - Mediation.

Diese kann nur auf funktionieren, wenn von Empathie getragen, nicht von nur einzelnen wenigen betrieben und wenn der Rahmen, wenn die Regeln allerseits akzeptiert. Zu oft sind die Grenzen, um die es dabei geht schon aufgezeigt worden.

Strittig sind mE nur einige Gebiete.

Grüße an alle

Grüße
Ullrich Läntzsch schrieb am 17.12.2011 um 17:28
ps

Im Nachhinein und im weiter lesen von - IRGENDWIE-SCHWEIGEN - muß ich gestehen, vielleicht habe ich versäumt etwas klarzumachen, einfach weil es für mich eine Selbstverständlichkeit ist, nämlich mein Respekt für die Redaktion. Sollte irgendjemand dies in Zweifel gestellt haben, so würde ich dies sehr bedauern!
aber schrieb am 20.12.2011 um 00:05
.
Columbus schrieb am 20.12.2011 um 01:19
Ich breche hier meine eigenen Gelübbde, um aus reichlich Praxiserfahrung ein paar Dinge zu sagen, die hoffentlich etwas nachdenklich stimmen:

1. Mitglieder der dFC können grundsätzlich nicht moderieren, nicht redigieren, nicht redaktionell auswählen. Forderungen in diese Richtung sind a) qualitätsfeindlich, b) öffnen der Willkür Tür und Tor.

Das gilt für jede Gemeinschaft und für jedes soziale Netzwerk, das gilt für Schulen und andere Organisationen, noch viel mehr gilt es für ein Pressemedium.

2. "Fordern" und "müssen", sind der Tod jeder Kommunikation auf Augenhöhe. Das kann weder von einer Redaktion, noch von einem Herausgeber, noch von einer Mediation, sei sie intern, oder, ganz professionell extern, akzeptiert werden.

3. Erfahrungen in allen möglichen Bereichen zeigen auch, dass "Community"- Mitglieder konstant und regelmäßig ihre sozialen Kompetenzen weit überschätzen. Sie halten sich für verständlich, glasklar und nicht negativ auslegbar, zudem emotional ausgeglichen, warm und zugewandt (das falsche "Du"), dazu für sachlich.

In der Realität aber, sind sie das nicht und zerstören so gegenseitig und miteinander die Gemeinschaft.

4. Das "soziale Kapital" einer Online-Community bei einer Publikumszeitung läge in strikter Content/Inhalte-Orientierung, statt anderen Teilnehmern nicht nur schlechte Gedanken und Argumente, sondern auch miesen persönlichen Charakter vorzuhalten, weil die Sachverhalte die abgehandelt werden doch in einem breiten öffentlichen Raum stehen sollen. Wer aber beständig gegen diese goldene Regel verstößt, der will was anderes und zerlegt damit auch die Chancen auf Gehör in einer Öffentlichkeit. - Zum sozialen Kapital schreibe ich vielleicht noch vor Weihnachten ein wenig mehr.

5. Es gibt ja Irrtümer die bei der Moderation und Einschätzung von Beiträgen und Kommentaren geschehen. Meist einmal im Verlauf einer Mitgliedschaft, vielleicht auch zweimal, mit befristeten Folgen. Dann gibt es diese ewige Wiederholung der gleichen psycho-logischen und rhetorischen Muster. Das sollte man bei Solidarisierungen berücksichtigen, wie ebenso den ganzen schwirrenden Hintergrund an PNs, etc.

6. Wer sachlich ein "Ziel" formuliert, der erreicht mehr, als jener, der, meinetwegen auch aus realer Kränkung, tatsächlicher Zurücksetzung und Ungerechtigkeit, will, fordert, muss. - Leider sind die zuletzt genannten Begriffe Standard und wie schon unter 2. genannt, die eigentliche Axt an jedem gesunden Community- Baum.

7. Einige Mitdiskutanten sollten sich einmal vor Augen führen, dass aus der dFC auch eine Kastratengemeinschaft gemacht werden könnte, in dem man, wie z.B. in anderen Foren, strikte Zeilenbegrenzungen für Kommentare einführt, die Diskussionszeiten auf die Verfügbarkeit der Moderation begrenzt und auch für die Blogartikel Restriktionen einführt. Da wird dann an mündigen Subjekten objektiv das Kindergartenniveau angewandt.

8. Erfreulich ist, den Anteil der Selbstmoderationsmöglichkeiten im Thread durch den jeweiligen Beitragsverfasser zu erhöhen. Ich sage aber auch dazu, dass dieses Verfahren es durchaus erlaubt, in Absprache einiger Blogger untereinander, durch geschickte Ausschluss- und Vermeidetaktiken und gegenseitige Absprachen, mehr zu manipulieren. - Meist halten sich Leute, die solche Praktiken nutzen übrigens für kommunikativ, sachlich und vor allem überlegen.

An der Urvoraussetzung jeder Moderation/Mediation, dass nämlich derjenige der sie neutral ausüben soll, keine eigenen Karten im Spiel haben darf, dafür aber die letzte Entscheidung unumstößlich haben muss, ändert das auch nichts.
Selbstmoderation klingt gut, ist aber ein großer Selbstbetrug.

Ich höre schon die Einwände, man habe doch selbst schon Communities wunderbar über die Runden bekommen, sei zur Selbstregulation in der Lage. - Ich sage, das ist Augenwischerei.

Liebe Mitkommunauten, warum soll basisdemokratisch, transparent und gerecht etwas gelingen, was selbst Spezialisten in diesem Geschäft unglaublich viel Zeit und Mühe kostet und zudem eine Neutralität verlangt, zu der kein dFC-Mitglied die Voraussetzungen mitbringt und sehr viele Mitglieder nicht einmal den heiligen Ernst und letztlich auch nicht die passende eigene Motivation?

9. Es gibt eine Menge sachlicher Vorschläge, die bei einem Relaunch berücksichtigt werden könnten. Das sollte mit der Moderation und mit der Redaktion geschehen, und vor allem nicht als absolute Forderung formuliert werden. Es lohnt schrittweise zu arbeiten und mit mehreren kleinen Umsetzungen, dafür in kürzeren Abständen, zu beginnen, anstatt einen Maximalumbau zu betreiben.

Liebe Grüße
Christoph Leusch
Zeitleser schrieb am 20.12.2011 um 02:37
Lieber Herr Leusch, was macht denn so ein Forum vergnüglich? Doch zunächst die Tatsache, dass man eine "Meute" von Leuten vorfindet, die das eine oder andere Thema, Sichtweise usw. und speziell ihr Temperament zwischen gediegen bis frech und dementsprechenden Schreibstil einbringen. Das Ergebnis ist ein Menu aus thematischen Ereignissen voller Zufälle wie deren Umsetzung. Und das ist anregend - und wenn frech-elegant-dagegensprechend-zupackend ..... formuliert wird, steigert sich das Vergnügen. Man lernt regelrecht. Und wenn jemand seine "nationaldeutsche Denke" nur zum Beispiel ausschüttet, ja auch.

Wie meinte Göthe nichts ist so anregend wie ein zupackendes Gegenüber, er sagt mir mehr über mich und was ich für richtig halte als die Meute meiner Freunde, die mich reden lassen, weil sie die Freundschaft erhalten wollen, somit strukturell langweilig sind. So verhalte ich mich reziprok.

Göthe sagte auch, nichts ist so schön wie eine wildwuchernde Wiese. Was ist aus ZO geworden? ich schaute mal rein. Lauter brave Schüleraufsätze und alle drei vier Male eine Löschung seitens der Redaktion. So im Fall eines netten Aufsatzes über Geologie (jemand ist der Meinung, dass 1850 eine neue geologische Epoche begonnen hätte, ha, ha). Nun muss man ja wissen, dass dieses nur mit Erlaubnis der ZO hineinkam, und dann auch noch mit Löschungen garniert wurde, 4 bei 26 Kommentaren, was da wohl fürchterliches gesagt werden konnte? Also das ist eine Wiese nach dem Motto Tiergartengrün.

Somit Toleranz ist absolut weit auszulegen, dann zirkuliert der Samen der Rede und Widerrede, auch Toleranz dann wenn eine Redaktion sagt, das lassen wir uns nun doch nicht gefallen.

Na ja schon spät geworden Ihnen herzliche Grüße.

Hier geht es aber anders zu
Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 12:34
Lieber Christoph Columbus Leusch

nun, Sie brechen Ihr Gelübde, ich die Regel, die ich für diesen Thread aufstellte, auf Ihren speziellen Wunsch hin, nehme ich mein Angebot zu Du für Sie hiermit zurück.

Worum geht es - um ein rohes Ei, das hier ausgebrütet werden sollte, gern mit Ihrer Hilfe, oder nur darum das Ei nehmen und auf den Tisch knallen? So gewinnt man zwar Wetten, aber eine sachliche Diskussion, bei der sich von oben herab, als allwissend geriert, da muß ich sagen so nicht. Pardon, aber so wirkt der Duktus Ihres Kommentars auf mich.

Würden Sie nicht so viel für die Qualität der FC beigetragen haben, könnte ich es mir einfach machen, auf Arroganz verweisen - die mich in der Tat über alle maßen stört - und dabei die Punkte übersehen, auf die wir uns einigen können:

Es lohnt schrittweise zu arbeiten und mit mehreren kleinen Umsetzungen, dafür in kürzeren Abständen, zu beginnen ...

Dazu sollten Sie etwas beitragen. Sie sollten Ihr Gelübde, einmal gebrochen, was Ihnen hoch anzurechnen ist, eben für die Diskussion um den Relaunch aussetzen, da ein Relaunch nicht ohne Ihre Anteilnahme stattfinden sollte.

Lassen Sie mich dazu einen Vorschlag machen, lassen Sie uns Punkt für Punkt Einzelnes abhandeln diese Punkte dann, jeweils einzeln, tatsächlich ausdiskutieren, um anschließend bei Bedarf auf einen entsprechenden Kommentar/Blog verweisen zu können.

Lassen Sie uns mit dem Begriff basisdemokratisch beginnen. Meines Wissens hat niemand, aber wirklich niemand ernsthaft eine basisdemokratische Umwandlung des Freitags gefordert. Hiermit kündige ich auch an, ich werde niemandem mehr antworten, wenn uns, wenn denjenigen, die das Maß an demokratischer Mitbestimmung einfordern, von dem sie nun einmal überzeugt sind, ein Recht dazu zu haben unterstellt wird, sie würden solcherlei fordern. Für mich ist das Thema erledigt. Es ist Ihrer intellektuellen Redlichkeit nicht würdig, dies zu mißachten.

Offen dagegen der Begriff fordern. Darüber können wir uns gern als nächstes auseinandersetzen. Aber ich will die Reihenfolge, in der wir hier sinnvollerweise vorgehen sollten, nicht bestimmen.

Lassen Sie mich Ihnen nochmals meine Anerkennung dafür aussprechen, die Überwindung aufgebracht zu haben, ihr Gelübde gebrochen zu haben.

Lassen Sie mich am Ende meiner Erwiderung eine Frage an Sie richten, nicht um sie beantwortet zu bekommen, sondern weil diese Frage möglicherweise allgemeines Nachdenkens wert wäre:

Sind die 222 Kommentare zu Ich höre jetzt ´mal auf nur ein Beleg für die Anerkennung, die die FC Ihnen entgegen bringt, oder nicht auch ein Beweis für meine These, die FC birgt hohe, empathische Kräfte, Kräfte der Mediation in sich?

Allerbeste Grüße
Ullrich Läntzsch
DandelionWine schrieb am 20.12.2011 um 14:09
@Columbus schrieb am 20.12.2011 um 01:19

Ich finde, dass Sie Ihre menschliche Kompetenzen und Ihre intellektuelle Fähigkeiten gewaltig überschätzen. Meiner Meinung nach gibt es hier kaum jemand, der so langweilig schreibt und so viele Worte braucht, um einen ganz simplen Gedanken zu formulieren. Ich habe mich mit dieser Äußerung sehr lange zurück gehalten, aber irgendwann ist es nicht mehr auszuhalten, wie abwertend Sie sich über die andere Foristen äußern. Ich finde Ihr Schreiben respektlos und jenseits jeder Intelligenz.

Konkret zu Ihrem Kommentar:

"Einige Mitdiskutanten sollten sich einmal vor Augen führen, dass aus der dFC auch eine Kastratengemeinschaft gemacht werden könnte, in dem man, wie z.B. in anderen Foren, strikte Zeilenbegrenzungen für Kommentare einführt, die Diskussionszeiten auf die Verfügbarkeit der Moderation begrenzt und auch für die Blogartikel Restriktionen einführt. Da wird dann an mündigen Subjekten objektiv das Kindergartenniveau angewandt."

Auch hier beim Freitag werden mündige Subjekte objektiv auf dem Kindergartenniveau behandelt, es gibt keinen Austausch mit der Bloggern in Konfliktsituationen, stattdessen werden permanent irgendwelche Erziehungsmaßnahmen durchgeführt, die selbst im Kindergarten nicht funktioniert hätten (und die logischerweise auch hier nicht funktionieren und nicht funktionieren werden). Die Blogger werden nach unterschiedlichen Maßen behandelt und bestraft, die interne Anfragen werden konsequent ignoriert, die öffentliche Anfragen stehen unter Drohung, gelöscht zu werden... einige Accounts werden von einer Minute auf die andere gesperrt oder gar gelöscht, ohne dass die betroffene Blogger je eine Verwarnung hatten... manchmal geschieht es gar unter sachlich falschen Begründungen.

Man hört andauernd, dass Moderation unterbesetzt und überarbeitet ist. Das ist einfach lächerlich, denn die Nachkriegszeit, wo das Land durch relativ wenige Menschen (weil viele im Krieg umgekommen) aus den Ruinen wieder aufgebaut sein sollte und wo alle aus objektiven und nicht vermeidbaren Gründen überarbeitet waren, sind längst vorbei. Inzwischen gibt es genug arbeitslosen Journalisten im Deutschland, die die Moderationsteam stärken könnten. Ich frage mich, wie würde eigentlich ein Bäcker oder ein Arzt wahrgenommen, der seinen Kunden/Patienten mit solchen Ausreden begegnet?

Man hört auch andauernd, dass Freitag uns die Möglichkeit gibt, hier kostenlos zu bloggen. Da kommen mir gleich die Tränen der Rührung. Ich bin im Internet seit ca. 10 Jahren aktiv unterwegs, und zwar NICHT nur im deutschsprachigen Raum, und ich habe noch nie eine Plattform gesehen, wo Bloggen kostenpflichtig wäre. Und inzwischen gibt es so viele Plattformen, wo man Bloggen kann. Selbst im relativ kleinem deutschsprachigen Raum geht es um Dutzende davon (dabei mein ich mehr oder minder große Plattformen... wenn man aber die kleinen auch dazu mitzählt, dann viel mehr). Im russischsprachigen oder englischsprachigen Raum geht es um Tausende und Abertausende.

Man kommt zum Freitag nicht weil man sonst nirgendwohin gehen könnte, sondern weil man hier einerseits etwas Neues erwartet (das vor ein paar Jahren von Jakob Augstein angekündigte Projekt) und andererseits sich zu den Werten hingezogen fühlt, die hier auf den Fahnen angeschrieben werden, und weil man hier Gleichgesinnte zu finden hofft. Darüber hinaus gilt der Freitag als intelligent und wird manchmal als Plattform der geistigen Elite bezeichnet (so wurde mir z.B. vor wenigen Tagen in einer Mail geschrieben... aber ich habe es natürlich nicht zum ersten Mal gehört/gelesen). Wenn der Freitag aber seinen eigenen Werten nicht gewachsen ist, dann ändert es natrürlich die Sache.

Darüber hinaus: Es ist nicht so, dass Jakob Augstein diese Community "sponsert" bzw. "spendiert" (wie einige hier immer wieder behaupten). Das ist hier keine Wohlfahrt, sondern eine Plattform mit gegenseitigen (auch semikommerziellen) Interesse. Nur mal um ein dieser Interessen zu erwähnen: Hier werden die Texte für lau veröffentlicht... und einige von diesen Texten sind verdammt gut. Das ist aber nur ein Beispiel.

Nicht zu vergessen, dass Jakob Augstein selbst sich folgendermaßen äußert: Ich unterstütze den Freitag nicht, ich investiere!

Wenn ich mein Wissen und meine Kreativität zum Freitag mitbringe, dann erwarte ich als Partner behandelt zu werden, d.h. mit Respekt und Transparenz. Alles andere ist für mich inakzeptabel.

Das ist natürlich auch so, dass ich selbst in Kommunikationen viele Fehler machen (um meine Kritik auch an mich anzuwenden)... das bestreite ich gar nicht und habe nie bestritten. Aber meine Fehler betrachte ich eben als Fehler und nicht als etwas, worüber man gar nicht reden darf. Und für meine Fehler entschuldige ich mich grundsätzlich (nicht immer, aber in den meisten Fällen), auch öffentlich, wenn es sein muss... damit zeige ich meinem Gesprächspartner, dass ich ihn respektiere und dass mein Fehler keine böse Absicht war, sondern eine "Entgleisung". Wenn der Moderationsteam den lieben Gott spielen will, der schon per definitionem unverfehlbar ist, habe ich keine Lust auf solche Auseinandersetzungen und auch keine Lust, diesen Moderationsteam zu unterstützen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 14:39
Liebe Lara,

Man kommt zum Freitag nicht weil man sonst nirgendwohin gehen könnte, sondern weil man hier einerseits etwas Neues erwartet (das vor ein paar Jahren von Jakob Augstein angekündigte Projekt) und andererseits sich zu den Werten hingezogen fühlt, die hier auf den Fahnen angeschrieben werden, und weil man hier Gleichgesinnte zu finden hofft.

SO IST ES.

Und ich bin überzeugt, daß derFreitag auch weiterhin eine Plattform bleibt, auf der man bleiben mag.

Damit dies so bleibt, würde es mich gefreut haben, wenn Du Columbus ein wenig weniger pauschal angegriffen hättest, sondern, da wo er irrt, ihm dies nachgewiesen hättest.

Es lebe der derFreitag - aber Leben heißt Wandel ...

Grüße
Ullrich
Zeitleser schrieb am 20.12.2011 um 16:21
Lieber Herr Leusch, hatte ganz vergessen, Ihnen für Ihren Beitrag zu danken, was ich - nachdem ich die Kommentare dazu gelesen habe - umso dringlicher für notwendig halte.
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 12:29
@Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 14:39

"Damit dies so bleibt, würde es mich gefreut haben, wenn Du Columbus ein wenig weniger pauschal angegriffen hättest, sondern, da wo er irrt, ihm dies nachgewiesen hättest"

Weder kann noch will ich dem Columbus nachweisen, wo er sich "irrt", denn er handelt aus seiner Sicht richtig und das bleibt ihm überlassen. Ich wüsste nicht, warum Columbus seine Sicht gegen meine tauschen sollte und ich wüsste nicht, warum es mich interessieren sollte, ob Columbus seine Sicht ändert.

Allerdings kann ich meine Sicht schildern und ich werde es auch tun - ganz egal, ob es jemandem gefällt oder nicht, - denn es ist mein gutes Recht, mich dazu zu äußern, nachdem es so viele Menschen schon getan haben.

Wenn Columbus etwas an FC nicht gefällt, konnte er es jede Zeit in einem Blog thematisieren. Wenn er das nicht thematisieren, sondern einfach gehen wollte, konnte er jede Zeit leise gehen. Aus diesen zwei Möglichkeiten hat er die dritte gewählt, und zwar der Öffentlichkeit mitzuteilen: Ich gehe, weil ich nicht intelligent genug seid, um zu begreifen, wie intelligent ich bin.

Was danach angefangen hat und immer noch stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel. Herr Augstein teilt öffentlich mit, dass er den Laden "dicht macht", wenn Columbus nicht zurückkommt. Ach so. Der Rest der Community ist also egal. Ist ja sowieso nicht intelligent genug, um zu begreifen, wie intelligent Columbus ist. Herr Dr. Jäger schreibt Dithyramben an Columbus, wo er ihn zu seinem wichtigsten Gesprächspartner erklärt und ihn ebenso wie Herr Augstein gegen die andere Community-Mitglieder ausspielt, die nicht so würdig und nicht so wichtig sind. Gleichzeitig werden mehrere Blogger völlig willkürlich, erbarmungslos und unbegründet rausgeschmiessen. Das interessiert weder Herr Leusch, noch Herr Augstein, noch Herr Dr. Jäger... ganz im Gegenteil, Sie begrüßen diese Vorgänge.

Und es ist nicht nur so, dass die Menschen rausgeschmiessen werden, was man ja in einigen Fällen auf persönliche Reibereien schieben könnte, sondern auch so, dass z.B. meine Texte, die völlig korrekt verfasst und gut recherchiert sind, die sich mit Ideen auseinandersetzen, über die ich jahrelang nachgedacht habe, und die mit meinem Herzblut geschrieben sind, diese Texte also (bzw. ihre Reste) hängen im Internet mit der Behauptung, dass sie gesperrt sind, weil sie gegen die Community-Regeln verstoßen haben. Aber, klar, ich bin ja nicht intelligent genug, um den anderen unter die Nase zu reiben, dass sie meine Intelligenz nicht begreifen können. Und als Gesprächspartnerin tauge ich sowieso nichts.

Nun, ich habe meine Konsequenzen gezogen. Ich werde auf dieser Plattform meine Texte nicht mehr posten (außer denen, die ich angekündigt habe... aber vielleicht auch die nicht, weil es mir inzwischen egal ist). Und ich werde auch keine Gespräche mit den benannten Herren führen. Sollen sie sich untereinander unterhalten... und ggf. mit ihren Schmeichler. Herr Leusch, Herr Augstein und Herr Dr. Jäger sind für mich grundsätzlich nicht mehr ernst zu nehmen. Sorry. Da wurden meine Toleranzfähigkeiten gewaltig überspannt.

Ich bleibe hier eine Zeitweile (ob kurz oder lang, weiß ich noch nicht... kommt drauf an), weil ich mich hier gerne mit ein paar Menschen unterhalte und weil mir diese Menschen intern geschrieben haben, dass sie es sich wünschen, dass ich zurück in die Community komme. Ich habe es ihretwegen getan.

Ansonsten denke ich, es wäre wahrscheinlich richtig, wenn Leusch, Augstein, Jäger&Co. ihren eigenen elitären Club gründen, um das Leben ohne langweiligen und schlecht erzogenen Plebs zu genießen. Der Rest der Community, der dabei überflüssig ist und als Gesprächspartner bei Salonunterhaltungen nicht taugt, kann sich dann woanders sammeln.
Zeitleser schrieb am 21.12.2011 um 14:01
Gemach, gemach: Es ist doch wie beim Autofahren, sagen wir mal, auf der Uhlandstraße in Berlin. Manche sagen, die umfahre ich am besten großräumig. Andere bleiben bei Grün stehen und fahren bei Rot los. Die Berliner Verwaltung schaltet auf Grün und lässt die nächste Ampel, gerade 50 M weiter, auf Rot umschalten, der Feinstaub freut sich. Manche Männchen ziehen den Hut, andere nicht. Wer nur zwei Reifen hat, fordert schon mal eine Meute von 3 SUV´s heraus. Der Geschäftsmann aus S drückt drauf oder hält unvermittelt, wenn er meint, da könnte ich ein Häusle sanieren. Pensionäre rollen mit 30 daher, sie haben ja keinen Termin, andere mit 90, sie haben zuviele. Usw.: ich will damit sagen auf rheinisch: Et kütt wie et kütt. Also bleiben Sie gelassen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 14:18
Liebe Lara,

zunächst das in meinen Augen Wichtigste

ALSO @ Was danach angefangen hat und immer noch stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel. Herr Augstein teilt öffentlich mit, dass er den Laden "dicht macht", wenn Columbus nicht zurückkommt.

Dies habe ich nicht mitbekommen. Wo kann ich das jämmerliche Armutszeugnis finden?

Warum bekommt CCL dann nicht einfach einen Job als Redakteur? Alles andere ist derart lächerlich, daß ich wirklich nichts dazu sagen mag.

Daß Du immer wieder mit Herzblut schreibst, das habe ich schon vor langer Zeit bemerkt. Dies war auch einer der Gründe, war um ich mich so gern auf die FC einließ.

Für mich ganz persönlich, und worüber sonst könnte ich mir ein Urteil erlauben, wäre die FC ohne Dich wesentlich ärmer als sie es ohne CCL ist.

Für mich gelten grundsätzlich zwei Gedanken weshalb Kommunikation über das Persönliche hinaus, auch über Spaß, Humor und Unterhaltung hinaus, wirklich Sinn machen kann:

1. Ich kann ggf. etwas lernen.

2. Vielleicht können andere ggf. auch ein wenig von mir lernen.

Von Dir Lara, da läßt sich lernen.

Auch ich werde keinen Eid darauf ablegen, für immer in der FC zu bleiben. Nur glaube ich es ist wenig hilfreich, den Relaunch doch noch hinzukriegen, auch JA ein wenig Einsicht zu vermitteln, wenn man eine solche Selbstverständlichkeit zu oft erwähnt.

Allerbeste
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 14:40
Lieber Zeitleser,

@ Also bleiben Sie gelassen

Aber sicher, da kann ich Dir nur rechtgeben.

Wenn ich als Bayer nun, nur einmal so für mich, versuchen darf zu übersetzen, dann heißt, Et kütt wie et kütt. so in etwa, es kommt wie es kommt.

Was würde das bedeuten? Ist das ihr Ernst?

Grüße
Ullrich

ps
Vielleicht kommen eines Tag ja auch Berliner, die statt Autos abzufackeln, derlei Ampeln durch etwas Farbe zu Skulpturen politischen Protestes zu machen - aber nein, dies ist kein Aufruf zur Sachbeschädigung, nur zum Nachdenken.
Vaustein schrieb am 21.12.2011 um 15:07
Hier in der Nähe, konkret in Waltrop, werden nicht die Ampeln, sondern die Blitzgeräte des öfteren zu Skulpturen gemacht.

Dergestalt nämlich, dass die mittels "Verfremdung" durch Mülltonnen "erblinden". ,-))
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 15:29
@Vaustein
Hier in der Nähe, konkret in Waltrop, werden nicht die Ampeln, sondern die Blitzgeräte des öfteren zu Skulpturen gemacht.
Dergestalt nämlich, dass die mittels "Verfremdung" durch Mülltonnen "erblinden". ,-))


Ein Werk der Anarchistischen Zelle Waltrop?

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 15:35
@DandelionWine
Was danach angefangen hat und immer noch stattfindet, ist für mich nicht akzeptabel. Herr Augstein teilt öffentlich mit, dass er den Laden "dicht macht", wenn Columbus nicht zurückkommt. Ach so. Der Rest der Community ist also egal. Ist ja sowieso nicht intelligent genug, um zu begreifen, wie intelligent Columbus ist.

Ich kenne dergleichen nun schon so lange und bin doch immer aufs Neue erstaunt über das Ausmaß von Ironieblindheit.
Jakob Augstein hatte geschrieben:
"Nö.
Eine Freitag Community ohne Columbus geht nicht.
Der Antrag ist abgelehnt.
Kommt überhaupt nicht in die Tüte.
Wäre ja noch schöner!"

Das war in dem Blog, in dem Columbus seinen "Urlaub" angekündigt hatte. Die Formulierung von Augstein war ganz offensichtlich eine Bitte an Columbus, zu bleiben. Verpackt war die Bitte als augenzwinkernder Befehl.

Für den, das Augenzwinkern übersehen hat, fährt Augstein auch noch sicherheitshalber fort:
"Aber im Ernst: Wenn wir unseren Relaunch hinter uns haben und alles besser und neuer und toller ist und keiner mehr Lagerkoller hat, dann kommt Columbus wieder . Spätestens. Bitte. Sonst machen wir den Laden dicht."

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 21.12.2011 um 15:51
Und wehe, der Heinrich geht,
da nutzt JA auch der "Räloonsch" nix mehr.
Columbus meldet sich spaetestens in203 Stunden, laenger haelt er es sowieso nicht aus...
Dann wieder nach 406, 609, 802 etc. Stunden...
Hoffentlich
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 16:20
Und wehe, der Heinrich geht,

Ach, ich hab meinen spektakulären & endgültigen Abgang schon hinter mir, das war vor zwei Jahren. Seitdem schreib ich nix mehr im FREITAG.

Ciao
Wolfram
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 16:24
Lieber Wolfgang,

leider konnte ich mir nicht vorstellen, daß der guten Lara so etwas passiert.

So rächt sich meine Recherche-Faulheit ...

"Lagerkoller" scheint mir auch der richtige Ausdruck für CCL.

Grüße
Ullrich
tlacuache schrieb am 21.12.2011 um 16:33
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 16:24
Lieber "Lagerkoller" als "Knallfrösche", CCL bezogen.
;-)
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 16:58
@Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 16:24

Lieber Ulrich,

wenn Du Deine "Recherche-Faulheit" doch überwindest und die Reaktionen auf diese Aussage von Herrn Augstein liest, dann wirst Du feststellen, dass diese Aussage von KEINEM als Ironie betrachtet wurde, und dass sie sogar diejenige empört hat, die zweifelsohne zu den Freitag-Unterstützer gehören und die in der Situation bestens situiert waren, d.h. keine Schwierigkeiten mit der Redaktion hatten. Es ist also "so etwas" nicht nur "der guten Lara" passiert, sondern ziemlich allen, die das gelesen haben. Und da "die gute Lara" nicht gut situiert war, sondern verbannt und verhöhnt war, weigert sie sich nach wie vor, diese Aussage als Ironie zu betrachten. Zumal "die gute Lara" nicht alleine verbannt und verhöhnt war, sondern es gab auch weitere Betroffene (gerade zu der Zeit als Betreiber der Plattform sich solche "Ironie" erlaubt!), zumal gerade zu der Zeit auch interne Versuche, die Situation mit der Redaktion zu klären, auch verhöhnt waren (wir haben nachhinein öffentlich nicht alles erzählt, was intern stattfand!)... nein, ich bin nicht bereit, diese Aussage von Herrn Augstein als Ironie abzutun. Dass Herr Dr. Jäger gleichzeitig mit dieser "Ironie" die Gesperrt und Vertriebene öffentlich als Beschädiger abgestempelt hat... und nebenan die Dithyramben an Columbus gesungen hat und ihn als so ein wichtiger Gesprächspartner gewürdigt... als was soll ich DAS denn abtun? Auch Ironie oder sonst was? Was für ein unwürdiges Ding soll ich hier spielen?

Ich habe gesagt, wie ich die Situation auffasse. Es war/ist nicht mein Ziel, Euch zu überzeugen, dass ich Recht habe. Das habe ich von Anfang an in meinem Kommentar festgestellt... bzw. es ging an Columbus, aber gilt eigentlich genauso für alle andere. Es handelt sich schlichtweg um meine persönliche Sicht der Situation und um meine persönliche Konsequenzen, die ich daraus ziehe. Ich hoffe, das darf ich immer noch für mich selbst entscheiden?

Guten Tag.
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 17:05
Aer klaro!!!!!!!
tlacuache schrieb am 21.12.2011 um 17:11
"Seitdem schreib ich nix mehr "AM" FREITAG."
Samstags bis Donnerstags schooo
thinktankgirl schrieb am 21.12.2011 um 17:11
@Löwenzahnwein

Mal ne Frage:

Du bist in deiner letzten Inkarnation hier aufm Freitag gesperrt worden? Oder habe ich das falsch verstanden?
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 17:13
@DandelionWine
wenn Du Deine "Recherche-Faulheit" doch überwindest und die Reaktionen auf diese Aussage von Herrn Augstein liest, dann wirst Du feststellen, dass diese Aussage von KEINEM als Ironie betrachtet wurde, und dass sie sogar diejenige empört hat, die zweifelsohne zu den Freitag-Unterstützer gehören und die in der Situation bestens situiert waren, d.h. keine Schwierigkeiten mit der Redaktion hatten.

Wenn das stimmt (und ich werde es nicht nachlesen), dann ist das ein ganz schlimmes Zeichen. Das Augenzwinkern vom Augstein war so deutlich markiert, deutlicher geht’s nicht. Übersehen konnten das eigentlich nur Leute, die erst dann in den Ironie-Modus schalten, wenn irgendwo in der Nähe ein Smiley zu sehen ist.
Leute, ich sag euch, es gab mal Zeiten - und die sind so lange noch nicht her - da schrieben sich die Leute Briefe und sie kamen ganz ohne Smileys aus.

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 17:19
@tlacuache
"Seitdem schreib ich nix mehr "AM" FREITAG."
Samstags bis Donnerstags schooo


Nix da. Wenn ich sage "Ihr könnts mich am Arsch lecken, ich schreib nix mehr, oder?" dann schreib ich auch nix mehr, oder.

Ciao
Wolfram
tlacuache schrieb am 21.12.2011 um 17:35
"Nix da. Wenn ich sage "Ihr könnts mich am Arsch lecken, ich schreib nix mehr, oder?" dann schreib ich auch nix mehr, oder."

Das wird aber dann kein Spass fuer Dich, wenn ich 3 Monate mit dem Dampfer Kartoffelschaelend, dann 2 Monate von Lissabon bis Aldersbach mit dem Fahrrad, zwischendurch noch Orangen und Aepfel klauend, persoenlich den Beschwerdebrief bei Dir abgebe. Ganz ohne Smiley, wie in den guten alten Zeiten...
;-)
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 18:30
Liebe Lara,

@ JAs Kommentar -

zunächst einmal fände ich es gut, wenn man sich auf Kommentare in Thread bezieht, dies nachvollziehbarer zu machen.

Daher hier der Link auf JAs Kommentar:

www.freitag.de/community/blogs/columbus/ich-hoere-jetzt-mal-auf#comment-338670

Richtig, Du bist nicht die Einzige, die die Ironie nicht als solcher erkannten. So etwas ist mir auch schon passiert. Wo ist das Problem. Da ich es, wie ich mich nun erinnern kann, damals auch als Ironie betrachtete, ohne weiters darüber nachzudenken, da diese Ironie, mE keine andere Intention hatte als freundlich mit ein wenig Witz auf CCL zu reagieren, dachte ich nicht weiters darüber nach. Warum auch? Nur, bitte Lara, lies JAs Worte noch einmal und erkläre mir das es sich nicht um Ironie handelt.

Aber lassen wir das, ich will doch auch hier kein öffentliches Bekenntnis von Dir.

Nur und darum geht es, ich erwarte schon, daß Du Solches nicht wiederholst: dass diese Aussage von KEINEM als Ironie betrachtet wurde ...

Und noch eine Bitte an alle anderen, es ist völlig überflüssig, sich über jemanden lustig zu machen, der im Eifer des Gefechtes, Ironie über sah.

Allerbeste Grüße
Ullrich
Achtermann schrieb am 21.12.2011 um 18:40
@ Ullrich Läntzsch

...es ist völlig überflüssig, sich über jemanden lustig zu machen, der im Eifer des Gefechtes, Ironie über sah.

Ich möchte mich nicht über dich lustig machen. Aber: Wo bleibt da die Ironie? Du weißt sicher aus eigener Erfahrung. Wo Ironie-Freiheit herrscht, ist Eiferei nicht weit. Deshalb: Wer Ironie "übersieht", besser: nicht wahrnimmt, muss schon sehr eifrig sein.
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 18:54
Lieber Achtermann,

@ Ironie

Wer Ironie "übersieht", besser: nicht wahrnimmt, muss schon sehr eifrig sein.

Exakt so ist es. Als ich damals CCLs Blog und den Thread da war mir jeder Eifer fern, weshalb ich die Ironie nicht übersah. Das ich dies vergaß - so what? Mir ging es mit meiner Bitte nicht um Rücksichtnahme für mich. Ich habe da ein dickes Fell, als Regisseur gehöre ich zu den ernsthaftesten Menschen der Welt, weshalb es am Set ein Leichtes ist, mich auf den Arm zu nehmen, könnte ich da nicht mitlachen, hätte ich mich längst erschießen müssen.

Da Ironie andere jedoch sehr verletzend kann ...

Allerbeste
ps
Spaß muß sein, nur kann man sich den einen oder anderen ersparen.
Zeitleser schrieb am 21.12.2011 um 19:14
Ich meinte es ganz persönlich, sich selbst nicht so zu erregen, da macht man nur Fehler, verlässt heulend das Zimmer und erst wenn man sich nach draußen selbst verfrachtet hat, stellt man fest, ich habe mich selbst aus dem Markt der Meinungen verdrängt. Das sollte doch nicht sein.

Es war doch interessant, was die Kommentatorin vor kurzem über Stanislwaski zu sagen hatte (es ging um Diderots zur Schauspielkunst). Das zählt, der Sachbeitrag, so ziemlich alle Relaunch - Beiträge driften ab ins Vorwerfen und Verurteilen von anderen Kommentaren und -toren, ich weiß nicht warum das so ist aber ich halte das keineswegs für angenehm.
Columbus schrieb am 21.12.2011 um 19:27
Ullrich Läntzsch schrieb am 20.12.2011 um 12:34
Lieber Herr Läntzsch,

Ich war bisher, das ist das Nachdenk-Ergebnis meiner Kunstpause, viel zu wenig arrogant. - Die ganzen Schreiber in meinem letzten Blog und in dem von Herrn Jäger, die sich über zu lang, zu umständlich, warum überhaupt Lob, warum so viel, warum ausgerechnet Christoph Leusch und nicht xyz , pp. wortreich ausgelassen hatten, -zudem war es mein erster persönlicher Blog und Herrn Jägers Blog hatte eine ganz andere, ideelle Stoßrichtung-, taten das meist ohne Argument, ohne Beleg und sehr häufig mit Mutmaßungen zu meiner Person. Sie erkennen die Arroganz und Maßlosigkeit ihres eigenen Kurzgebrülls nicht und wollen sie auch gar nicht kennen, sondern letztlich nur ihr Recht ausleben ein wenig auf den Nerven anderer herum zu turnen. - Gut, so lange es nicht übermäßig beleidigend ist, sollen sie es meinetwegen tun. Es geht mir am Allerwertesten vorbei.

Leider hat da keiner bemerkt und gelesen, dass es nicht um Schreib- und Darstellungsformen geht, die hier in der dFC so vielfältig und frei sind, wie sonst kaum bei einem Pressemeddium. Ich bin ausdrücklich für diese Freiheit! Ich will auch nicht mehr Klicks und Sternchen für meine Blogs, sondern u.a., eine größere und längere Sichtbarkeit derjenigen Blogs, die sich um inhaltliche und formale Qualität (Eigenproduktion, Begründungen, Sachverhalte, Stil) und um ein Diskussionsniveau (Respekt, Wortwahl, Netiquette) in ihren Kommentarthreads mühen.

Bitte, lieber Herr Läntzsch, werten Sie doch die 222 Einträge dort nicht hauptsächlich und zu Gänze als freundliche Aufforderung, hier weiter mitzumachen. Viele Einträge waren „vergiftet“ und bei einigen fiel mir auch auf, dass die gar nicht auf meinen Blog, oder den von Herrn Jäger eingingen, sondern eine ganz eigene Vorstellung dazu entwickelten, was sie gerade emotional los werden wollten. Sogar Anwandlungen von Neid konnten da frei beobachtet werden. - Zu Herrn Augsteins und Herrn Jägers Beiträgen sagte ja schon Herr Heinrich passendes.

Das Gelübde brach ich, weil mir an der dFC und an viel mehr dF, sowie mehr dFC im dF, was liegt, irgendwie und im Zweifel links.

Ich wünschte mir auch, die Community wüchse schneller an Mitgliedern, auch an solchen, die im Zweifel gar nicht links sind, die aber Inhalte einbringen.

„Was drin ist entscheidet die Community. Der Freitag könnte einpacken, wenn wir uns anderweitig neu organisieren. Aber so weit muß es nicht kommen. Aber wir bekommen nur das - in Politik, wie - auch beim Freitag, was wir erkämpfen.“ - Ihr Satz enthält das Dilemma in Reinform. Eine Community bei einem Medienerzeugnis sollte eben kein Chatroom sein, jedenfalls nicht hauptsächlich, und auch keine Abbildung der Community-Charts . Was drin ist, und das ist auch ganz richtig so, entscheidet die Redaktion und Moderation des dF und der Wille der Kommunauten, freiwillig was, nämlich Inhalte, einzubringen.

Das ist gut so, weil es die ganzen psychologischen Animositäten, die ganze Sucht über PNs und sonstige Kanäle unhaltbare Positionen aufzubauen, einfach abschneidet.

Die dFC-Schreiber (m/w), sind in diesen Angelegenheiten nicht ausreichend distanzfähig! Aber genau das ist bei Moderation und Mediation das oberste Gebot! Leider löst diese schlichte und sachliche Feststellung heftige Gegenreaktionen aus.

Moderation und Redaktion durch die Community, ein basisdemokratischer Rat, wären allenfalls dann denkbar, wenn diese Leute nicht selbst hier schrieben und stritten, bzw. darauf verzichteten. Wem will man das zumuten? - Zudem müsste diese Aufgabe gut bezahlt werden, denn auf dieses Komitee wartete die schwierigste Gemeinschaftsaufgabe überhaupt, die ich persönlich nicht ohne ausreichendes Salär in Angriff nähme.

JJK und Maike Hank machen das sehr gut, und sie könnten es noch besser machen, wenn ihre professionelle Aufgabe anerkannt und respektiert würde, anstatt sich als dFCler anzumaßen, im Team (?), mit dFC-Voten (?) , mit was sonst (?), Moderation und Mediation für die dFC spielen zu wollen.

Lieber Herr Läntzsch, ich denke, der dF könnte theoretisch morgen dieses Forum dicht machen und übermorgen eine neue Community gründen. Geschrieben würde trotzdem bald wieder und auch mit ausreichender Frequenz, um diese Webseiten zu füllen. - Mir geht es aber um diese Community und ihre Möglichkeiten, mehr Resonanz, nach und nach, auch mehr Nachfrage und mehr Qualität zu produzieren. So, dass irgendwann auch eine breitere Öffentlichkeit sagt, es geht doch. Journalisten und Blogger arbeiten da an einem reflektierten, qualitätreichen und relevanten, in dieser Hinsicht ganz neuen, bundesweiten Pressemedienprodukt.

Anders als Zeitleser, denke ich nicht, dass ZEIT-Online erkennbar an Qualität verloren hat, weil sich dort, kurz vor und während eines Relaunch, ähnliche Diskussionen um den Verbleib und Ausschluss von Schreibern entspannen. Ich sehe das eher aus dem Fehler der damals neuen Relaunch-Seite heraus begründet, qualitativ gute Leserbeiträge aus der Hauptseite schneller durchlaufen zu lassen und die Erschließung guter Beiträge unabsichtlich, oder eben absichtlich, zu erschweren. Hinzu kamen neue formale Grenzen (Zeilenbegrenzung), besonders im Kommentarbereich, die vor allem die manchmal sehr schlichten Meinungsbeiträge der ZEIT-Autoren-Artikel vor ausführlich begegründeter Kritik schützte, gleichzeitg aber erlaubte, die wütenden und gar nicht mehr argumentierend schreibenden, -die Möglichkeit fehlte- , Kommentaristen los zu werden. Das machte der Qualität bald den Garaus.

Meine Meinung zur Basisdemokratie bezog sich auf die dFC und dFC-Moderation, nicht auf die Redaktion des dF, die nach dem Presserecht und den jeweiligen, professionellen Berufsmustern und ihren spezillen Verträgen arbeitet. Wenn ich da falsch verstanden wurde, dürfte das hiermit klar sein.

Ich wünschte mir Rhahab als intelligente und belesene Schreiberin. Als jemand der teilweise hochkomplexe Inhalte bringt, die selbstverständlich persönlich nichts, davon bin ich überzeugt, mit Antisemitismus am Hut hat und sich engagiert für Frauenthemen einsetzt. - Aber, was die Fähigkeit angeht, Ironie, ätzende Kritik und auch persönliche Angriffe so (gut) zu gestalten, damit alles erträglich bleibt, sehe ich auch, wo die Knackpunkte liegen könnten, die, so vermute ich, häufiger einmal solche Moderationseingriffe nötig werden lassen, ganz unabhängig vom jeweiligen Medium.

Ich lese nun wirklich nicht die feinen Äste der reichhaltigen Kommentarthreads zu diesem Ereignis durch, um mich am Ende auf eine Seite zu stellen. Warum auch? Denn das wäre weder eine sinnvolle, noch notwendige, noch irgendwie erträgliche Kommunikationsleistung in einem Online-Forum bei einer Zeitung, die ihren Community-Bereich professionell und neutral zu moderieren hat und diese Aufgabe, auch wenn sie es denn wollte, nicht an noch so geliebte oder beliebte dFC-Mitglieder, oder gar an einen dFC-TED, abtreten kann, weil das Vorurteilen, Befangenheiten und Solidarisierungskampagnen garantiert Türen und Tore öffnete.

Was in der Politik vielleicht notwendig ist, -mein vielleicht besagt, ich zweifele daran-, Parteileute sollten sich solidarisieren, wenn einer aus ihrem Klub angegriffen wird, ist für ein Forum bei einem Pressemedium die denkbar schlechteste Lösung und führt, konsequent immer wieder praktiziert, zu Qualitätsverlusten, zu einem Kontrollklima und zu ewig langen Threads über dFC-Beziehungsprobleme, die aber gar nicht öffentlich und schon gar nicht basisdemokratisch abgehandelt werden können, ohne dabei Respekt, Toleranz und Akzeptanz, sowie die Sachorientierung zu beschädigen.

Die späte Antwort erklärt sich aus Zeitmangel und sicher nicht aus Arroganz und mangelndem Respekt für ihre Mühen.

Liebe Grüße
und guten Abend
Christoph Leusch
Zeitleser schrieb am 21.12.2011 um 19:35
Achtung, Achtung. Hier in Bonn wurde mal einer geblitzt und da er Jäger war sagte er sich, ich geh da jetzt noch mal hin und erschieße den Spion. Die Linse hat er getroffen, aber diese war so gemein bzw. durch den Blitz so erregt, dass sie auch vor ihrem Ende noch einen Schnappschuss anfertigte und der blieb erhalten.

Die Niederländer sind ja so gemein, sie verstecken ihre Blitzgeräte in Müllkästen, lustigen Plastikfiguren, die den Autofahrer ermutigen schnell zur nächsten Raststätte zu fahren, um dort einzukehren. Grausam. Noch schlimmer die Franzosen! Die postieren kurz hinter der deutschen Grenze eine Motarradstaffel, um BMW-Fahrer abzufangen, die doch nichts anderes im Sinn hatten ihre Maschine von 200 auf die erlaubten 130 ausrollen zu lassen. Und erst die Belgier! Die stellen eine uralte Karre an den Straßenrand, jeder denkt, der ist liegengeblieben - in Wirklichkeit ist es ein GTI mit 350 PS, der schnell jeden packen kann. Und wenn man sagt, ich möchte aber eine Quittung für die Strafe, dann sagen sie, gerne, es kostet dann aber das doppelte. Am schlimmsten sind die Berliner! Drei fahren zügig bei Rot über die Ampel, aber der Blitz ist noch schneller, er packt alle drei, einer nach dem andern.
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 19:47
Lieber Zeitleser,

zunächst eine konkrete Frage, wo genau ging es den um Stanislawski und Diderot?

Und wie gesagt, gegen die Gelassenheit gibt es nichts, aber auch rein gar nichts zu sagen.

Die Psychologie, die die Auseinandersetzungen um den Relaunch teilweise um die Gelassenheit bringt, ist zwar erklärbar, nur nutzen wird es kaum etwas.

Aber dämpfende Stimmen wie die Deine ereichen durchaus etwas. Davon bin ich überzeugt. Das ist was ich die Macht der Mediation nenne.

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 20:27
JJK und Maike Hank machen das sehr gut, und sie könnten es noch besser machen, wenn ihre professionelle Aufgabe anerkannt und respektiert würde, anstatt sich als dFCler anzumaßen, im Team (?), mit dFC-Voten (?) , mit was sonst (?), Moderation und Mediation für die dFC spielen zu wollen.
Lieber Herr Leusch,
@ Moderation und Redaktion durch die Community
… JJK und Maike Hank machen das sehr gut … Dem stimme ich gern zu. Dies ist nicht die Frage. Beide tangieren aber mit dieser zwangläufig, das heißt, mir ginge es nicht anders, an ihre Grenzen.
In meinen Augen geht es nicht um die Frage, die Community sollte Moderation und Redaktion anstreben. Im ersten Schritt geht es um Regeln, da muß die Community vorschlagen, derFreitag muß entscheiden und Regeln vorgeben. Da sehe ich keine unlösbaren Probleme. Diese Regeln sollten der Community bekannt sein. So auch im Detail. Z.B. gefällt es mir nicht, wenn unter der Rubrik Coummunity eine Liste von Topblogs vorgestellt wird, zu deren Zustandekommen die Community weder die Regel kennt noch gar auch nur einer, oder eine versteht, wie sie zustande kommt.
Ebenso ist das mit dem Ausschluß von Mitgliedern. Eine wesentlich schwierigere Frage, die wir aber nicht diskutieren müssen, so lang über den obigen Punkt keine Einigkeit besteht.
Daher breche ich hier ab will aber einen Gedanken von Ihnen aufgreifen, weil er derart gut etwas beschreibt, worauf sich mE die FC mehrheitlich einigen können sollte:

Mir geht es aber um diese Community und ihre Möglichkeiten, mehr Resonanz, nach und nach, auch mehr Nachfrage und mehr Qualität zu produzieren. So, dass irgendwann auch eine breitere Öffentlichkeit sagt, es geht doch. Journalisten und Blogger arbeiten da an einem reflektierten, qualitätreichen und relevanten, in dieser Hinsicht ganz neuen, bundesweiten Pressemedienprodukt.

Allerbeste
Ullrich Läntzsch
Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 20:35
Lieber Herr Leusch,

warum 20:27 meine Anrede fehlt - keine Ahnung.

LG
UL
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 21:40
@thinktankgirl schrieb am 21.12.2011 um 17:11

"Mal ne Frage:

Du bist in deiner letzten Inkarnation hier aufm Freitag gesperrt worden? Oder habe ich das falsch verstanden?"


Ja, mei, meine Karma war nicht so gut oder so...

Wenn Du darauf anspielst, dass ich wieder da bin: Ich wurde nicht endgültig gesperrt, sondern für zwei Wochen.

www.freitag.de/community/blogs/dandelionwine/mit-jjk-sprechen-hm-irgendwie--
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 21:50
@tlacuache
Das wird aber dann kein Spass fuer Dich, wenn ich 3 Monate mit dem Dampfer Kartoffelschaelend, dann 2 Monate von Lissabon bis Aldersbach mit dem Fahrrad, zwischendurch noch Orangen und Aepfel klauend, persoenlich den Beschwerdebrief bei Dir abgebe.

Wo wär jetzt da 1 Grund für einen Beschwerdebrief?

Ciao
Wolfram
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 21:54
Ullrich Läntzsch
Da Ironie andere jedoch sehr verletzen kann ...

Laß mich ein Wort vom Franze umwandeln. "Der Franze hat gsagt, die Wahrheit wär oft deprimierend. Aber, sagt er, nicht für den, der sie nicht versteht." Kann auch heißen: Ironie ist manchmal verletzend, aber nicht für den, der sie eh nicht versteht.

Ciao
Wolfram
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 21:58
@Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 19:47

"zunächst eine konkrete Frage, wo genau ging es den um Stanislawski und Diderot?"

www.freitag.de/community/blogs/streifzug/kampf-zwischen-empfindung-und-berechnung
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 22:50
@Ullrich Läntzsch schrieb am 21.12.2011 um 18:30

"Richtig, Du bist nicht die Einzige, die die Ironie nicht als solcher erkannten. So etwas ist mir auch schon passiert. Wo ist das Problem. Da ich es, wie ich mich nun erinnern kann, damals auch als Ironie betrachtete, ohne weiters darüber nachzudenken, da diese Ironie, mE keine andere Intention hatte als freundlich mit ein wenig Witz auf CCL zu reagieren, dachte ich nicht weiters darüber nach. Warum auch? Nur, bitte Lara, lies JAs Worte noch einmal und erkläre mir das es sich nicht um Ironie handelt.

Aber lassen wir das, ich will doch auch hier kein öffentliches Bekenntnis von Dir."


Lieber Illrich,

ist mein Deutsch tatsächlich so schlecht oder reden wir verschiedene Sprachen? Zunächst: Du brauchst mich nicht zu schonen, wenn Du meinst, Du forderst kein öffentliches Bekenntnis von mir. Wenn meine Kommentare, die ich als Fahrenheit 451 geschrieben habe, nicht gesperrt wären, könnte ich Dir haufenweise Zitaten von mir finden, wo ich einen oder anderen Fehler zugegeben und mich auch entschuldigt habe. Ich betrachte es nicht als Schande und habe gar keine Probleme damit.

Allerdings muss ich nicht zu geben, was nicht stimmt. Du verweist darauf, dass die Aussage von Herrn Augstein gleich als Ironie erkennbar war. Nun, zum einen, macht es die Sache nicht besser, denn Ironie war in so einer Situation gar nicht angebracht... wie eine Kommentatorin schrieb, so redet man mit 3-Järigen oder mit jemandem, den man für nicht voll hält. Aber das ist mir jetzt egal, das betrifft mich nicht.

Mir geht es um etwas anderes, und zwar: Wenn man den Kommentar von Herrn Augstein isoliert betrachtet, also ohne Zusammenhängen mit den Sachen, die sich parallel und auch danach entwickelten, dann kann man diesen Kommentar natürlich als Ironie auffassen. Ich rede aber die ganze Zeit eben über die Zusammenhänge (wiederholen werde ich jetzt nicht, es ist alles gesagt). Und aus DIESER Position fällt es mir sehr schwer so ganz locker zu sagen: Na ja, was soll's, war ja halt nur Ironie, hehe...

Diese Zusammenhänge, mit denen ich versuche, meine Sicht zu erklären, werden von Euch rigoros ausgeblendet, so als hätte ich mit der Wand in meiner Wohnung geredet oder mit dem lieben Gott... nun, wie gesagt, ich will mich jetzt nicht wiederholen. Wer mich verstehen will, der wird mich auch verstehen; wer nicht, der eben nicht. Steht jedem frei. Es wäre mir lieber, wenn diese Unterhaltung jetzt beendet wird, anstatt in die neue Runde zu gehen.
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 23:15
@Zeitleser schrieb am 21.12.2011 um 19:14

"Es war doch interessant, was die Kommentatorin vor kurzem über Stanislwaski zu sagen hatte"

Lieber Zeitleser,

wir kennen uns seit ca. 2,5 Jahren und haben schon eine oder andere Nacht intensiv miteinander im Forum durchgequatscht... und Sie nennen mich immer noch "die Kommentatorin"! Sie sind so vornehm, dass ich bei den Unterhaltungen mit Ihnen mich mit Chanel Nr. 5 besprühe, um Ihrem Niveau entsprechen zu können...

Wenn Ihnen Lara nicht über die Lippen geht, können Sie mich ja Krem-soda nennen... wie damals.
Achtermann schrieb am 21.12.2011 um 23:37
@ DandelionWine

Da ich in der Community nicht vernetzt bin, frage ich, wieso du den Nick DandelionWine führst, jedoch mit Lara angesprochen zu werden pflegst oder auch mal unter Fahrenheit 451 firmiertest. Ein vielleicht autistischer Blogger wie ich kriegt das nicht so mit.

Trotzdem: Das mit der Vornehmheit des Bloggers Zeitleser, die dich nahezu bemüßige, Chanel Nr. 5 anzulegen, um seinem Niveau entsprechen zu können, sagt viel über diesen aus.
DandelionWine schrieb am 21.12.2011 um 23:52
"Da ich in der Community nicht vernetzt bin, frage ich, wieso du den Nick DandelionWine führst, jedoch mit Lara angesprochen zu werden pflegst oder auch mal unter Fahrenheit 451 firmiertest. Ein vielleicht autistischer Blogger wie ich kriegt das nicht so mit"

Du bist nicht mein Vorgesetzter, Achtermann, und ich schulde Dir keine Antworten... d.h. wenn Du irgendwas von mir erfahren möchtest, fragst Du in einem anderen Ton. In so einem Ton kannst Du mit Deiner Frau in Deiner Küche reden.

Falls Du Problemen mit meinem Namen hast, beschwere Dich bei der Redaktion. Oder soll ich Dich verweisen, wo sich der Petzbutton befindet?

"Trotzdem: Das mit der Vornehmheit des Bloggers Zeitleser, die dich nahezu bemüßige, Chanel Nr. 5 anzulegen, um seinem Niveau entsprechen zu können, sagt viel über diesen aus"

Trotzdem: Die Sache zwischen mir und Zeitleser ist die Sache zwischen mir und Zeitleser und ich kann mich nicht erinnern, dass ich um eine Meinung darum gebeten habe.
Zeitleser schrieb am 22.12.2011 um 00:08
Das hatte ich schon auch vermutet, spez. bei Stanislawski dämmerte es mir. Nach Ihrem Kommentar über ihn, habe ich sein großes Buch "Die Ausbildung des Schauspielers" - seit 30 Jahren steht es im Regal - angesehen. Man kann es ja auch wie eine praktische Philosophie lesen - wie dimensioniert man eine Geste, Bewegung in einem Raum, mit und vor anderen. Und mich auch daran erinnert, dass Tschechow´s Theater - er ist für mich mit der größte Theatermensch - die kongeniale Umsetzung der Auffassungen Stanislawskis war. Wir sind verletztlich und verletzen, nirgendwo ist es so deutlich auf die Bühne gebracht worden wie in "Die Möwe". Aber dieses Stück besagt doch auch, dass man "vorsichtig und nachsichtig" sein soll, um über die Runden zu kommen. Diese Empfehlung stammt von Schopenhauer, vermutlich hat er sich damit selbst ermahnt, denn er war es ja auch nicht.

Mit Namen nennen oder sie zu verwenden in einem Internet-Forum hab ich so meine Probleme. Wir sind anonym unterwegs, Schattengeister gewissermaßen, nicht leiblich sondern ausschließlich durch schriftliches. Distanz ist da doch angebracht, was ja nicht Distanzierung bedeutet.
Wolfram Heinrich schrieb am 22.12.2011 um 00:10
@DandelionWine
Trotzdem: Die Sache zwischen mir und Zeitleser ist die Sache zwischen mir und Zeitleser und ich kann mich nicht erinnern, dass ich um eine Meinung darum gebeten habe.

"Muß denn jedes Mal auf meiner Silbernen Hochzeit gerauft werden?"
K. Valentin

Ciao
Wolfram
DandelionWine schrieb am 22.12.2011 um 00:43
@Zeitleser schrieb am 22.12.2011 um 00:08

Okay, ich habe Ihre Botschaft verstanden. Aber Sie haben ja auch verstanden, dass ich mich verletzt fühle? "Vorsichtig und nachsichtig" ist keine Einbahnstraße, denke ich mal... ich wäre jetzt aber überfordert, darüber zu reden.

Wie sehr ich mich freue, dass Sie Tschechow's Theater mögen... für mich ist er auch der größte Theatermensch und ich kenne alle seine Stücke beinah auswendig. Und - ja - ganz klare geistige Verbindungen mit Stanislawski.

Mit dem Namen betrachte ich anders, ich bin nicht anonym, und zwar aus einer bewusster Entscheidung (auch im Bewusstsein der Risiken), will es auch nicht, das ist prinzipielle Position... aber nennen Sie mich bitte, wie es Ihnen am besten zusagt, es muss nicht unbedingt den Klarnamen sein... nur, ich meine, einfach "die Kommentatorin" schon ein bisschen zu sehr Distanz. :)
tlacuache schrieb am 22.12.2011 um 05:27
Wolfram Heinrich schrieb am 21.12.2011 um 21:50
"Wo wär jetzt da 1 Grund für einen Beschwerdebrief?"

Beschwerdebrief gibt's wenn Sie nix mehr schreiben däden !
;-)
Wolfram Heinrich schrieb am 22.12.2011 um 10:40
@tlacuache
Beschwerdebrief gibt's wenn Sie nix mehr schreiben däden !

Ich habe noch nie nix geschrieben. Ich streite alles ab und behaupte das Gegenteil.

Ciao
Wolfram
Ullrich Läntzsch schrieb am 22.12.2011 um 13:13
Liebe Lara,
mich interessieren nicht mehr aktuelle Sperrungen überhaupt nicht. Deine grundsätzliche Fähigkeit zur Einsicht und dies auch öffentlich zu bekennen, wollte ich nicht bestreiten. Sollte ich einen solchen Eindruck erweckt haben, dann unabsichtlich.
nun habe ich keinerlei Probleme JA am Zeug zu flicken, im Gegenteil, ich lese alles von ihm mit größerer Aufmerksamkeit, als sonst. Nur empfand ich eben jenen Kommentar, in diesem Thread äußerst gelungen. Denn neben der Ironie, die mE durchaus angebracht war, um die Nähe der Peinlichkeit zu vermeiden, eine Gefahr, die mE jedem weiteren Lob CCLs innewohnte. Nein, nach meinem Empfinden, war und auch nach mehrmaligen Nachlesen, ist Augsteins Kommentar nicht nur von Ironie gekennzeichnet, er besitzt darüber hinaus auch die seltene Eigenschaft eines augenzwinkernden Charmes.

Was ich aber im Übrigen für eine Unsitte halte, sind Meinungen Unbenannter in einen Text aufzunehmen, ohne die Möglichkeit der Rückverfolgung zu geben. Es dient nur der vermeintlichn Stärkung der eigenen Position, in meinen Augen zeigt sich aber gerade adrin, daß der Autor selbst – unbewußt – die Schwäche eben der eigenen Position verspürt. Daß Du davon Gebrauch machts ist schade, Du hast dies eigentlich nicht nötig. Du machst dies auch dann nicht, wenn Du Positionen vertrittst, bei denen Du Dich so ganz auf sich verlassen kannst.

Vielleicht ist es auch nur eine Macke von mir, ABER wenn ich persönlich angesprochen werde, Lieber Ullrich, dann halte ich nichts davon, plötzlich von Dir einer Fraktion zugeschrieben zu werden, von Euch um Deine Befindlichkeit zu beschreiben. Die kann ich empathisch nachvollziehen, nur ich fühle mich unschuldig, denn welchen Zusammenhang habe ich rigoros ausgeblendet?

Im Übrigen, wann eine Unterhaltung in einem Thread beendet ist, pardon, das entscheidest nicht Du, auch nicht ich, sondern dies ergibt sich aus der Bereitschaft von mindestens zwei Mitgliedern der FC, die sie führen wollen. Das dahinter ein guter Rat stecken könnte, den Du Dir selbst erteilen könntest, den womöglich Dein Unterbewußtsein auf diese Weise einfordert, mag sein, aber ich hielte es für respektlos, so zu enden. Denn ich habe Respekt vor Dir. Und ich wünschte mir, nicht nur von Dir, aber auch von Dir, vor allem aber von allen, über alle Empörung, nicht den Respekt dem anderen gegenüber zu vergessen.

Darum geht es mir in diesem Blog. Respekt. Sollte in der Redaktion und beim Verlag der Eindruck entstanden sein, mir würde dieser ihnen gegenüber verloren haben, dann tut es mir leid. Für mich ist es so einfach, hätte ich keinen Respekt gegenüber dem Freitag UND seiner Community, dann würde ich doch nicht hier mein wertvolle Zeit opfern, um eine außergewöhnliche Plattform noch besser zu machen als sie schon ist. Dies ist doch die Ausgangslage, die aber mich andererseits auch nicht davon abhalten wird, mich dafür einzusetzen, was mE verbessert werden muß, da ich ganz persönlich einen Mangel an Respekt der Redaktion der Community empfinde.

Allerbeste Grüße
Ullrich
ps
So lang ich schreibe, habe ich Hoffnung, würde ich annehmen, es gäbe keinen Grund zu hoffen, dann, und erst dann würde ich aufhören zu schreiben.
ps 2
@ nicks vs. Namen
Ich mag Namen, und benutze sie lieber als nicks, zumindest bis man/frau mich drum bitte darauf zu verzichten. Lara, ist darüber hinaus ein schöner Name.
DandelionWine schrieb am 22.12.2011 um 13:54
Lieber Ulrich, ich antworte jetzt auf die Schnelle, weil ich auf dem Sprung bin... sorry, wenn ich dabei etwas übersehe.

"Was ich aber im Übrigen für eine Unsitte halte, sind Meinungen Unbenannter in einen Text aufzunehmen, ohne die Möglichkeit der Rückverfolgung zu geben. Es dient nur der vermeintlichn Stärkung der eigenen Position, in meinen Augen zeigt sich aber gerade adrin, daß der Autor selbst – unbewußt – die Schwäche eben der eigenen Position verspürt"

Ich habe das Zitat von Augstein nicht verlinkt, weil absolut sicher war, dass alle, die sich an dieser Diskussion beteiligen, die ganze Sache mitverfolgt haben. Jetzt sehe ich ein, dass ein Fehler von mir war... aber eben rein technischer Fehler, d.h. es völlig daneben, zu behaupten, dass ich es nicht getan habe, weil ich die Schwäche meiner Position verspürte. Solche Unterstellung finde ich völlig daneben... vor allem weil sie dann kommen, wenn es keine sachliche Argumente gibt. Schuldgefühlseinrede, um die Position des Opponenten zu schwächen, ohne sie konkret zu widerlegen.

"Im Übrigen, wann eine Unterhaltung in einem Thread beendet ist, pardon, das entscheidest nicht Du, auch nicht ich, sondern dies ergibt sich aus der Bereitschaft von mindestens zwei Mitgliedern der FC, die sie führen wollen"

Was habe ich denn "entschieden"? Ich habe geschrieben, es wäre mir lieber, wenn diese Diskussion beendet wird... und ich habe es damit begründet, dass ich alles gesagt habe, was ich zum Thema sagen könnte, und dass jeder selbst entscheiden kann, ob er mich versteht oder nicht... es wäre völlig unsinnig, wenn ich die Sachen immer wieder im Kreis wiederhole. Wird mir jetzt vorgeschrieben, was ich wünschen darf (die Diskussion zu beenden) oder wird mir vorgeschrieben, welche Wünsche ich äußern darf?

"Darum geht es mir in diesem Blog. Respekt. Sollte in der Redaktion und beim Verlag der Eindruck entstanden sein, mir würde dieser ihnen gegenüber verloren haben, dann tut es mir leid. Für mich ist es so einfach, hätte ich keinen Respekt gegenüber dem Freitag UND seiner Community, dann würde ich doch nicht hier mein wertvolle Zeit opfern, um eine außergewöhnliche Plattform noch besser zu machen als sie schon ist"

Was meinst Du eigentlich mit Respekt... dass man kritisieren nicht darf und mit allem einverstanden sein soll? Dann bin ich eine total respektlose Sau. Und das aus Überzeugung. Was "diese Plattform besser machen" betrifft: Ich glaube, ich bringe genug Wissen und Kreativität mit meinen Kommentaren in sachlichen Diskussionen. Der Freitag muss sich für die Threads nicht schämen, an denen ich mich qualitativ beteilige.

"So lang ich schreibe, habe ich Hoffnung, würde ich annehmen, es gäbe keinen Grund zu hoffen, dann, und erst dann würde ich aufhören zu schreiben"

Ich glaube, ich habe klar genug zwischen den Kommentaren und eigenen Blogs differenziert. Fürs Kommentieren brauche ich keine "Hoffnung", ich unterhalte mich einfach mit den Leuten und habe viel Spaß dabei. Meine eigenen Texte werden hier aber nicht mehr gebloggt. Die Gründe dafür habe ich ausführlich erklärt.

"mich interessieren nicht mehr aktuelle Sperrungen überhaupt nicht"

DARAUF werde ich jetzt nicht antworten... wenn ich sage, was mir auf der Zunge bzw. auf der Tatstatur brennt, dann bleibt der Redaktion nichts anderes übrig als wieder einzugreifen... willst Du es wirklich?

Frohe Weihnachten.

Ich muss jetzt noch ein paar Bücher abholen, die für das Kind unter den Weihnachtsbaum gedacht sind... bin also mal weg.
Ullrich Läntzsch schrieb am 22.12.2011 um 15:27
Liebe Lara,

Deine Eile und mein fehlender Hinweis worauf ich mich bezog, als ich über die Unsitte schrieb ... Meinungen Unbenannter in einen Text aufzunehmen, ohne die Möglichkeit der Rückverfolgung zu geben ... da bezog ich mich nicht auf die Sache mit JA, das rangiert bei mir unter abgehakt, sondern auf auf Deinen letzten Kommentar, der direkt an mich gerichtet war - gestern, 22:50: "... wie eine Kommentatorin schrieb, so redet man mit 3-Järigen oder mit jemandem, den man für nicht voll hält."

Meinen Gedanken mag ich nicht noch mal wiederholen.

Grüße
Guten Kauf, ggf. ein Heißgetränk mit oder ohne Prozente, nebst schönen Weihnachtstagen vom Weihnachtsmuffel Ullrich
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 10:29
Lieber Ulrich.

es ging um Kommentare von Popkontext. Ich habe sie nicht namentlich benannt, weil wir grundsätzlich fast in jeder Situation unterschiedliche Meinungen haben... daher dachte ich, es würde ihr wahrscheinlich nicht gefallen, dass ich mit ihren Kommentaren meine Meinung unterstütze, und ich habe einfach "die Kommentatorin" geschrieben. Aber der Strang war ja schon vorher verlinkt und jeder konnte selbst nachlesen, wer was geschrieben hat... es ist für mich nicht nachvollziehbar, wieso Du sagst, es gäbe keine Möglichkeit der Rückverfolgung.

Weihnachtsmuffel bin ich auch... und nicht nur Weihnacht, ich mag grundsätzlich keine Feier im herkömmlichen Sinne, keine Feste, keine Karnevale, keine Partys etc. Ich weigere mich, wo es nur geht. Bei Weihnachten mache ich aber den ganzen Kram mit, und zwar wegen dem Kind... zumal die Kleine ist sehr religiös, ist jeden Freitag und jeden Sonntag in der Kirche, macht aktiv bei der Kirchengemeinde mit und so. Für mich ist alles, was die Kirche betrifft, völlig fremd... aber ich respektiere meine Tochter.

Dieses Jahr wird es aber mit Weihnachten anscheinend anders sein. Das Kind wurde gestern Abend ins Krankenhaus gebracht und es sieht so aus, dass es da auch über Weihnachten bleibt. Ist halt nichts lebensbedrohliches, aber es fühlt sich nicht so gut... vielleicht wird den Blinddarm entfernt... steht noch nicht fest. Für mich fallen alle Feste selbstverständlich aus. Selbst wenn ich sonst gerne gefeiert hätte, würde ich darauf verzichten, wenn das Kind im Krankenhaus ist.

Na dann eben Grüße von Weihnachtsmuffel zu Weihnachtsmuffel.
Ullrich Läntzsch schrieb am 23.12.2011 um 10:56
Liebe Lara,

Deiner Tochter rasche Besserung.

Bei mir ist es um gekehrt, ich Weihnachtsmuffel, mach das Gedöns mit, weil meine Mutter den ultimativen Weihnachtsblues bekäme, wenn sie morgen abend nicht mit ihren beiden Söhnen zusammen sein könnte.

Meinen schönsten 24. 12. hatte ich Anfang der 70er auf einer Berghütte. Abends gegen halb elf fragte einer ob heute nicht der 24te wäre. Ein anderer meinte, ja. Das war es dann auch.

Ohne meine Mutter würde mich dem entsprechend verhalten:

Dazu dann Neil Youngs Gitarre ... das wäre mein Weihnachten.

Allerbeste
Ullrich
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 13:12
Lieber Ullrich,

"Deiner Tochter rasche Besserung"

Danke! Es wird schon. Gestern war ein Moment, dass ich total in Panik gefallen war. Heute sieht es viel besser aus.

"Meinen schönsten 24. 12. hatte ich Anfang der 70er auf einer Berghütte. Abends gegen halb elf fragte einer ob heute nicht der 24te wäre. Ein anderer meinte, ja. Das war es dann auch."

Hahaha... das ist voll geil. Gefällt mir.

In diesem Sinne: Frohe Weihnachten!

Lara
Ullrich Läntzsch schrieb am 23.12.2011 um 13:57
Liebe Lara,

dann gefällt Dir warscheinlich auch die Geschichte einer Silvsternacht in einer Jazzkneipe, wo gegen 12 einer sich fürs Unterbrechen der Musik entschuldigte, auf den Jahreswechsel mit den Wünschen verwies, das Nächste möge so toll werden wie das, das da zuende ging. Das wars.

Den Sinn erfassend, auch Dir frohe Feiertage

Ullrich
Ullrich Läntzsch schrieb am 22.12.2011 um 15:48
Einen kleinen Spiegel, von Ullrich, dem Weihnachtsmuffel getestet und für gut befunden als kleines Präsent an alle Interessierten:

Viele, sehr viel Auseinandersetzungen in der FC beruhen mE darauf, daß Leute, deren politischen Ansichten eigentlich ziemlich dicht beieinander liegen, schlicht nur aneinander vorbeireden. Entstandene Mißverständnisse lassen sich nun geschickt aufblähen. Dann kommen Gefühle ins Spiel, Empörung wächst, ein Wort gibt das andere, und - wer kennt es nicht, man sieht den Wald vor lauter Bäumen nicht, und so eben auch nicht mehr den, den man bis vor kurzem noch als Mitstreiter für gemeinsame Ziele willkommen hieß. Der ist ja nicht einmal ein Konkurrent um den geeigneteren Weg, nein, aber nein, er, oder sie, nichts als ein Gegner, der einen schließlich mehr Kraft kostet, das der ursprüngliche Kampf.

In diesem Sinn sehe ich eine FreitagsRelaunch entgegen wo die totale Übernahme des Systems erwogen werden kann, abgeogen die Wege, verglichen die Strategieansätze, verworfen was verwerflich sich erweist, denn es gibt Probleme auf der Welt, die einem doch wirklich unter den Nägeln brennen. Ja und es muß auch immer wieder ausgesprochen werden, worum es geht, was längst abgeschafft gehört: Kriege, tötender Hunger, Folter, Todesstrafe, Rassismus, Verletzung von Menschenrechten ohne Ende, die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und nicht zu letzt die Ausbeutung der Natur.

Nein, die Apokalypse steht nicht vor der Tür, aber die Menschleins arbeiten ohne Unterlaß, sich ihr so schnell es geht zu nähern.

Andererseits, da gibt es Anzeichen für Fortschritt ohne Ende, und überall Menschen die darum ringen.
Ullrich Läntzsch schrieb am 22.12.2011 um 17:08
Im Zusammenhang mit Rahab möchte ich ein wenig zu Verbreitung der schönen Nachricht beitragen, daß, auf Seite 20 der Printausgabe, derFreitag auch Rahabs Worte zitierenswert empfand.

Danke Maike Hank, und wohl auch Jan Jasper Kosok und Christine Käppeler

siehe:
www.freitag.de/community/blogs/maike-hank/rote-perlen-2011
und
www.freitag.de/zitate2011.jpg

ps
Alles Porzellan ist wohl nicht zerschlagen - und das ist doch schön so - oder?
miauxx schrieb am 23.12.2011 um 13:27
Sollte "alles Prozellan zerschlagen" worden sein?
Ich glaube, da überbewertet man die Sperrung Rahabs und sieht rein persönliche oder politische Motivationen seitens der Redaktion, die aus deren Äußerungen zum Fall nie ableitbar waren.
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 13:43
@Miauxx

Ich kann Deine Einschätzung so nicht teilen. Es gibt m.E. nur sehr wenige, die irgendwelche persönliche (Rache)motivationen oder politische Auseinandersetzungen hinter dieser Sperrung sehen. Die meisten betrachten es so, dass da, erstens, Moderationsfehler passierten (Rahab hat sich erst an die Redaktion gewendet, bevor sie sich selbst zu verteidigen versuchte), und, zweitens, jemandem ist der Finger aus den Löschknopf ausgerutscht... was durchaus menschlich ist, mit einem Nervenzusammenbruch, Überlastung etc. zu erklären wäre. Und das alles ist soweit nicht schlimm, zumal Rahab ja nicht einfach im Umfang war und oft provozierte. Ich kann dieser Konflikt von beiden Seiten nachvollziehen.

Aber ich kann die Position der Redaktion JETZT nicht nachvollziehen... wenn man Macht hat, muss man auch fähig sein, großzügig und barmherzig zu sein... und ich glaube nicht, dass es eine ÜBERBEWERTUNG wäre, wenn man damit nicht einverstanden ist, dass ein Mensch ausgegrenzt wird und so. Das ist KEINE Überbewertung. Es gibt nichts, was mehr WERT hätte als ein Mensch.

Was "alles Porzellan zerschlagen" betrifft: Ich gehe davon aus, dass Ullrich meinte, die Situation mit Rahab wäre wohl noch vernünftig zu regeln... also es gäbe noch Hoffnung.

And last but not least: Es wurden zwei Menschen gesperrt! Zwei! Richard sollte auch zurück dürfen!
Ullrich Läntzsch schrieb am 23.12.2011 um 14:03
Liebe miauxx,

stimme voll zu!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Grüße
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 14:15
In wie fern stimmst Du zu, Ullrich? Dass man Rahabs Sperrung nicht überbewerten muss, weil sie sich nicht auf politische Motivationen bezieht? Mit anderen Worten, dass es nicht wichtig ist, ob Rahab gesperrt ist oder nicht?
Ullrich Läntzsch schrieb am 23.12.2011 um 14:27
Liebe Lara,

gern stimme ich Dir auch zu, ja, die Situation mit Rahab kann so meine ich noch zu einem guten Ende kommen. Wozu aber mE auch gehören sollte, daß die Gute lernt, sich ein wenig besser in den Griff zu bekommen. Unter den gegebenen Umständen, da war die Sperrung für sie auch eine Chance, z.B. zu sehen: ich stehe nicht mit dem Rückken an der Wand, ich muß mich nicht in dieser rabiaten Weise verteidigen etc.

@ Porzellan zerschlagen?

Für mich steht die Methapher eindeutig für einen nicht wieder gut zu machenden Schaden.

Die Äußerung stammt von Popkontext, die am 14.12.2011 - im Thread oberhalb, um 10:22 - schrieb: Das hat ja offenbar auch Jan auf die Palme gebracht, plus die (mE. berechtigte Kritik) an der Entscheidung bezüglich Rahab, und zumindest ersteres kann ich verstehen. Besonders weil sie uns ja die Hand gereicht haben - da haben, absichtlich oder nicht, einige Leute statt des kleinen Fingers gleich die ganze Hand nehmen wollen und damit leider jetzt erstmal eine Menge Porzellan zerschlagen...

Mir geht es vor allem um die Konsequenzen für den Relaunch, bzw. die Diskussion darum.

Für mich hat hier ein reinigendes Gewitter stattgefunden.

Frisch gewaschen sind wir quasi und müssen nicht die Scherben zu sammenkehren um sie weg zu werfen, sondern können und um die Argumente kümmern, die dem Relaunch neue Kraft verleihen.

In diesem Sinn, gebe ich dem Inhalt, den miauxx in bestem Stil, kurz aber prägnant auf den Punkt bringt:

...und sieht rein persönliche oder politische Motivationen seitens der Redaktion, die aus deren Äußerungen zum Fall nie ableitbar waren.

Das läßt nicht nur einen wunderbar versöhnlichen Neubeginn der Diskussion zu, sondern verdeutlicht auch, das unendlich viel, was für manche festzustehen scheint, nur Interpretation dessen ist, was außerhalb der Redaktion nun einmal niemand wissen kann.

Wir sollten überhaupt nicht nachtarocken, sondern uns nach vorne wenden.

Im übrigen kann ich auch Popkontext in Einem gut verstehen, Sie war die einzige, die ich bemerkte, die Augsteins Angebot -
www.freitag.de/community/blogs/jaugstein/community-uebernehmen-sie - ernst nahm und einen präzisen Katalog erarbeitete, auf den, meines Wissens, so gut wie niemand einging. Daß sowas nicht gerade motiviert, ist klar. Daß sie aus Sorge um das Scheitern dann - auch in meinen Augen - JJKs Reaktionen überbewertete, wer will ihr das verübeln.

Liebe Lara, liebe Miauxx, vielleicht gibt es doch mehr Gemeinsamkeiten?

Allerbeste

Ullrich

ps - Muß aus dem Haus ...
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 14:47
"die Situation mit Rahab kann so meine ich noch zu einem guten Ende kommen. Wozu aber mE auch gehören sollte, daß die Gute lernt, sich ein wenig besser in den Griff zu bekommen. Unter den gegebenen Umständen, da war die Sperrung für sie auch eine Chance"

Ich sehe die Sache nicht so EINSEITIG, denn es sollte nicht nur für Rahab eine Chance sein, etwas daraus zu lernen, sondern genauso für die Redaktion! Zum Beispiel anders zu moderieren und anders mit den Menschen umgehen zu können! Zum Beispiel austauschen im Konfliktfall, Kontakt suchen et cetera (ich meine natürlich nicht Trolle, sondern normale Blogger wie Rahab)!

Das sage ich aus eigener Erfahrung hier. Ich habe auf dieser Plattform z.B. nie eine Unterstützung seitens Redaktion erfahren, nie ein Lob für meine Texte oder was auch immer... dafür aber ständig öffentliche Erziehungsmaßnahmen und Rügen, falls was schief ging! Habe ich denn nie etwas gut gemacht, merkt man meine Existenz, nur wenn ich ein Fehler mache? Und selbst wenn es so ist: Warum wird darüber nicht ausgetauscht, warum kein Gespräch auf Augenhöhe, warum kein Kompromiss/gemeinsame Lösung? Warum soll ich für meine Fehler verantwortlich sein und "daraus lernen"... die Redaktion aber nicht?
miauxx schrieb am 23.12.2011 um 22:03
@DandelionWine

Die auch für meinen Geschmack wesentliche Zusammenfassung eines möglichen Stands der Dinge hat Ulrich nun nocheinmal gegeben. Und, Lara, damit ist er doch nicht "einseitig".
Er sagt ja "Wozu aber mE auch gehören sollte, daß die Gute lernt, sich ein wenig besser in den Griff zu bekommen.". Es ist und war auch an Rahab, nicht allein an ihr, etwas für ihr Überleben hier zu tun.

Wenn es Defizite in der persönlichen Kommunikation mit der Community-Moderation angesichts von Trolling und Sperren geht, wie Du, Don Quixote oder eben Rahab es wohl erfahren haben, dann ist das freilich ein Problem, bei welchem seitens des Freitag eine Bringschuld besteht. Da stimme ich zu!

Die Sperrentscheidung gegen Rahab an sich kann ich jedoch, aus Perspektive der Moderation, nachvollziehen. Und ich denke, in solchen Fällen kann man auch nicht in Rechnung stellen, dass ein Nutzer sonst vielleicht ganz tolle Sachen schreibt oder wie lange er bereits dabei ist. Dann würde man dazu neigen, nach persönlichem Geschmack zu entscheiden. Und ja, Lara, am meisten fällt man eben im Negativen auf. Wir sind hier ja nicht so etwas wie eingeschriebene Studenten, wo aus der Gesamtleistung eine Durchschnittsnote gebildet und danach entschieden wird. Wenn Nutzer über Gebühr den Streit pflegen, bleibt doch aus Sicht einer Moderation nur die Verwarnung oder sogar Sperrung. Wir haben es hier ja auch nicht nur mit zwei, drei Blogs am Tag zu tun.

Wenn ich mich nun einmal in die Lage der, oder einer, Forenmoderation begebe, so würde ich in diesem Sinne nach wie vor Ulrich widersprechen, dass "Rahab" reaktiviert werden müsse.
DandelionWine schrieb am 23.12.2011 um 22:44
Es kommt drauf an, was man aus dieser Plattform machen will. Nur darauf!

Wenn es hier so etwas wie ZEIT sein sollte, dann, klar, kann man Drill einsetzen und so, kann man sagen, wir sind hier keine eingeschriebene Studenten usw.

Wenn man aber aus dieser Plattform etwas Besonderes gemacht werden sollte, dann muss es auch nach besonderen Regeln geschehen.

So wird z.B. von Betreiber angekündigt, hier sollten Redakteure und Blogger zusammen schreiben, es sollte sozusagen eine neue Form vom Journalismus sein (habe ich das richtig aufgefasst?)... wenn man aber die Blogger dabei - wie auch auf den anderen Plattformen - so betont anders behandelt als Redakteure, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie da etwas Gutes entstehen sollte. Du sagst, man fällt eben im Negativen auf. Das wäre in der Kaserne richtig, wo alle gleich gedrillt sind und durch Negatives auffallen... und dafür eben bestraft werden. Wenn man hier etwas anderes haben will, dann muss man nicht darüber nachdenken, wie man die Leute bestraft, sondern darüber, wie man sie motiviert. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe! Und: Wenn man hier wirklich mit kreativen Menschen zu tun haben will, dann muss man sich von Anfang klar machen, dass kreative Menschen immer aus der Reihe tanzen werden und sich nicht so verhalten, wie man es von ihnen wünscht, sondern ganz, ganz, ganz anders... das kann weder die Freitag-Redaktion noch der liebe Gott ändern. Kreative Menschen kann man nicht dressieren, man kann sie nur verbannen... oder eben sie mit aller ihrer Beklopptheit zu akzeptieren und Verhältnisse aufzubauen.

Und wenn man die Weltrevolution machen will, dann muss man sie aber für reale Menschen machen, und nicht für solche, die man gerne haben möchte. Wenn reale Menschen ausgegrenzt und verbannt werden, dann will ich diese Murks über Gesellschaftsveränderung gar nicht mehr hören/lesen... wenn man nicht in der Lage ist, im eigenen Haus tolerant zu sein und die Verhältnisse nach dem Prinzip Nächstenliebe aufzubauen, da braucht man sich nicht über die Bundesregierung oder wen auch immer aufzuregen. Und wer eine solidarische Gesellschaft anstrebt, der muss erst selbst in der Lage sein, Solidarität zu bringen, anstatt die anderen dazu aufzurufen.
miauxx schrieb am 23.12.2011 um 23:51
Nun Lara, es ist ja nicht so, dass ich Deinen Argumenten nicht auch recht gegeben hätte. Etwa, wenn es um die persönliche Kommunikation mit der Moderation im Falle brenzlicher Situationen geht, wo es offenbar Verbesserungsbedarf gibt.
Und, klar, auch im Ganzen gibt es noch Luft nach oben. Keiner wollte behaupten, es gäbe nichts zu optimieren.

Aber jetzt, so scheint mir, schlagen Deine Gedanke ganz schöne Purzelbäume. Ich meine, zeige mir einen, der hier wegen seiner Kreativität oder weil er aus irgendeiner Reihe (?) ausscherte, schlecht oder nachteilig behandelt wurde!
Oder Du musst klarer benennen, was Du meinst.

Was ich sagen will, und das scheint noch nicht so anzukommen, ist, dass in meinen Augen der Betreiber einer Plattform, wo sich verschiedene und viele (!) Menschen austauschen und freilich auch mit ihren Ansichten und Manieren aufeinanderprallen, zuerst darauf achten muss (!), dass die Möglichkeit für den Austausch auch erhalten bleibt. Und da kann ich keine ewigen Kleinkriege zulassen.
Nur darum drehte sich zunächst meine Argumentation. Die Frage um qualitative Beiträge von Bloggern und wie man seitens dF damit umgeht, ist eine andere. Und sie hat nichts mit dem zuletzt sehr heißen Thema Nutzersperren zu tun. Jedenfalls nicht in so weit, als erkennbar wäre, dass Blogger aufgrund ihrer Inhalte nach politischem oder persönlichem Geschmack sortiert werden.
DandelionWine schrieb am 24.12.2011 um 20:21
"Was ich sagen will, und das scheint noch nicht so anzukommen, ist, dass in meinen Augen der Betreiber einer Plattform, wo sich verschiedene und viele (!) Menschen austauschen und freilich auch mit ihren Ansichten und Manieren aufeinanderprallen, zuerst darauf achten muss (!), dass die Möglichkeit für den Austausch auch erhalten bleibt. Und da kann ich keine ewigen Kleinkriege zulassen"

Da hast Du sicherlich Recht. DAGEGEN habe ich nie widersprochen. Mir ging es nicht darum, DASS die Redaktion gegen die Kleinkriege handelt (bei denen ich gelegentlich beteiligt war... das bestreite ich nicht), sondern darum, WIE die Redaktion handelt. Und - ich wiederhole meinen Gedanken aus dem obigen Kommentar - es geht darum, ws aus dieser Plattform sein sollte... was ist das Ziel, wie ist die Vision. Grundsätzlich kann die Redaktion natürlich genau so weiter handeln, wie vorher. Das Hausrecht des Freitags bestreitet keiner. Die Frage ist, wie man dieses Hausrecht anwendet und was man im Endeffekt haben will. Das entscheidet der Freitag für sich selbst. Und die Blogger entscheiden für sich selbst, ob sie damit glücklich sind und ob sie hier blieben wollen. Das ist wie mit jedem anderen Haus. Entweder will man rein oder will. Irgendjemand wird natürlich immer rein kommen. Die Frage ist: wer, wofür und mit welchem Niveau.

Im Übrigen verteidige ich Rahab nicht weil ich finde, sie hat alles super gemacht. Ich hatte selbst ein paar (kurze) Auseinandersetzungen mit ihr (liegt schon lange zurück), wo es mir extrem gegen den Strich ging, wie sie mich behandelt hat. Aber darum geht es nicht bzw. sollte es nicht gehen. Es geht um universelles Nächstenliebeprinzip... dieses Nächstenliebeprinzip schließt die Regelung von "Kleinkriegen" nicht aus... aber verschiebt sie auf andere Ebenen.

"Aber jetzt, so scheint mir, schlagen Deine Gedanke ganz schöne Purzelbäume. Ich meine, zeige mir einen, der hier wegen seiner Kreativität oder weil er aus irgendeiner Reihe (?) ausscherte, schlecht oder nachteilig behandelt wurde!
Oder Du musst klarer benennen, was Du meinst."


Natürlich wurde hier keiner WEGEN Kreativität (also wegen kreativen Handlungen an sich, kreativen Texten, Ideen etc.) schlecht behandelt... und darum ging es gar nicht! Ich dachte, Du wärst in der Lage, meine Äußerung zu verstehen! Es ging darum, dass kreative Menschen andauernd aus der Reihe tanzen, in jeder Angelegenheit, auch dann, wenn es nicht so "positiv" wirkt... und nicht weil sie so ein Ziel haben, sondern weil es anders nicht funktioniert und weil sie selbst es meistens gar nicht merken, dass sie aus der Reihe tanzen, weil sie für sich selbst ja "normal" sind! Und sobald man sich nicht so schokoladig zeigt, wie es erwartet wird, wird man gleich als böse betrachtet...

Vor ein paar Tagen wurde hier ein Blog eingestellt, über Nietzsche und so... habe jetzt keine Lust zu suchen, um zu verlinken. Jedenfalls so etwa, dass wir unter dem Weihnachtsbaum auch "philosophisches Vitamin" brauchen, also philosophische Bücher und so... und - ach, ach - natürlich fanden wir das alles wunderschön, wir sind doch so intelligent, ohne philosophischen Vitamin geht es bei uns gar nicht, wer könnte das bezweifeln... Aha. Und jetzt stell Dir mal vor, dass Nietzsche hier in dieser Community aufkreuzen würde, und zwar nicht als weltberühmter Philosoph, sondern als anonymer Blogger... und dann ein paar Sachen absondern, so ganz in seinem Still... und rate mal, wie lange würde es dauern, bis sein Account gesperrt wäre?
Ullrich Läntzsch schrieb am 25.12.2011 um 12:54
Liebe Miauxx

@ 23.12 - 23:03 Wenn ich mich nun einmal in die Lage der, oder einer, Forenmoderation begebe, so würde ich in diesem Sinne nach wie vor Ulrich widersprechen, dass "Rahab" reaktiviert werden müsse.

In meinen Augen müßte Rahab allein schon dazu reaktiviert werden, was nicht bedeutet, rehablitiert zu sein, ähnlich wie ein Gerichtsurteil in die Revision gehen muß. Es ist mE der Verfahrensfehler aufgrund der im Übrigen auch nicht der Redaktion anzulasten ist, sondern Mängeln der noch geltenden Regeln. Diese müßten überarbeitet werden! Die fehlende Möglichkeiten zur Mitentscheidung und die davor liegenden , fehlenden Werkzeuge zur erfolgreichen Mediation der FC müßten gegeben sein. Und wenn Rahab sich dann nicht zivilisierterer Formen befleißigt, dann könnte sie ggf. ausgeschlossen werden.

Grüße
Ullrich Läntzsch schrieb am 25.12.2011 um 13:31
Liebe Lara,

@ wenn man aber die Blogger dabei - wie auch auf den anderen Plattformen - so betont anders behandelt als Redakteure, dann kann ich mir nicht vorstellen, wie da etwas Gutes entstehen sollte.

Bei aller Verhemenz, mit der ich ein Stück Demokratie einfordere, denke ich aber auch, daß es darum geht, präzise zu unterscheiden, wo Mitbestimmung, demokratische Entscheidungen zu fordern sind - ja, zu fordern, denn es gibt ja nicht wenige Mitglieder, selbst dazu zu bescheiden sind, und auch dabei muß ich das Mehrheitsprinzip anerkennen, gerade dann, wenn ich anderer Meinung bin - und einer Gleichstellung von Blogger und Redakteur. Ich vertrete nur mich. Ich, Blogger kann schreiben was ich will, und ich, Blogger kann auch morgen wieder das Gegenteil von dem behaupten wo für ich gestern eintrat. Zwar denke ich stringent zu denken und zu schreiben, aber ich habe keinen Anstellungsvertrag, aus dem sich Pflichten meinem Arbeitgeber ergeben. Ich sehe darin einen Unterschied, pauschale Gleichheit sehe ich nicht. Der Teufel liegt im Detail. Es geht mE nur um eine überschaubare Zahl von Regeln, die grundlegend geändert werden müssen. Z.B hat Verlag und Redaktion in letzter Instanz das Recht, die Regeln zu erlassen, die sie für richtig halten. Ich hzabe das Recht neue Regel zu fordern und wenn sie niczht kommen sollten dann ggf. das Recht der Entscheidung, ob ich weiter Mitglied bleiben will.

@ Wenn man hier etwas anderes haben will, dann muss man nicht darüber nachdenken, wie man die Leute bestraft, sondern darüber, wie man sie motiviert. Das sind zwei verschiedene Paar Schuhe!

Ein KLARES JAIN. Ja, richtig, nur solle wer Motivation erwartet, sie am besten auch selbst aussprechen. Und selbstverständlich muß der oder die, die besonders austeilen, auch besonders einstecken können. Pausenlose Identitätswechsel, sind sicherlich nicht hilfreich.

Und Beachtung, ein Bemerktwerden hat im Netz auch immer etwas mit Zufällen zu tun. Im Chaos der Beiträge schwemmt es nur selten das nach oben, was es der Qualität nach verdient hätte, sondern bar aller Gesetzmäßigkeiten, was der Willkür des Netzes in die Maschen geht.

Das die FC da mE immer wieder weit über den Durchschnitt hinaus, zu Qualität findet, widerspricht der Gesetzlosigkeit des Netzes - und dies ist die gute Seite.

Das Zauberwort für mich lautet für mich lösungsorientiert. Sicher lasse auch ich mich provozieren, aber mein Ansatz ist immer lösungsorientiert. Daher kann ich auch mit dem Begriff Weltrevolution nichts anfangen. Vor allem nicht wenn es um den Relaunch des Internetauftritt beim Freitag geht.

Grüße
ps muß in die Küche - die Gans, die ruft ...
Ullrich Läntzsch schrieb am 26.12.2011 um 16:03
Liebe Lara,

@ Nächstenliebe - 24.12.2011 um 20:21

Im Übrigen verteidige ich Rahab nicht weil ich finde, sie hat alles super gemacht. Ich hatte selbst ein paar (kurze) Auseinandersetzungen mit ihr (liegt schon lange zurück), wo es mir extrem gegen den Strich ging, wie sie mich behandelt hat. Aber darum geht es nicht bzw. sollte es nicht gehen. Es geht um universelles Nächstenliebeprinzip... dieses Nächstenliebeprinzip schließt die Regelung von "Kleinkriegen" nicht aus... aber verschiebt sie auf andere Ebenen.

Abgesehen davon, daß mir der Begriff Nächstenliebe einfach zu sehr nach mit fremder salbungsvoller Talarwanzerei klingt, kann ich Dir da nur beipflichten.

Grüße
Ullrich
Ullrich Läntzsch
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