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Kaum zu glauben, aber wahr: Trittin: 5000 Euro für Käufer von Elektroautos
Will er wie Fischer und Schröder endlich auch einen hochdotierten Job in der Industrie, oder warum will er dazu betragen die Nachfrage an Strom in uferlose Höhen zu treiben? Fakten schaffen, um unter dem Deckmäntelchen des Klimaschutzes alle Bemühungen ums Stromsparen ad absurdum zu führen?
Man stelle sich nur vor, Elektromobile würden in 10 Jahren einen relevanten Marktanteil erreichen und die Bevölkerung stünde vor der Frage, ihre Autos stehenlassen zu müssen, weil sie die steigenden Stromkosten – erhöhte Nachfrage ergibt nun mal steigende Preise – oder dann doch wieder AKWs zu bauen. Wer glaubt ein Herr Trittin würde diese Kröte nicht fressen, wenn es für ihn z.B. um die Kanzlerschaft ginge? Bislang verweigerte sich jedenfalls kein Spitzen-Grüner dem Krötenverzehrt wenn‘s um den persönlichen Ämterverzicht ging.
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Naja. Weit davon entfernt, die Elektroauto-Diskussion vorantreiben zu wollen oder gar spannend zu finden, könnte ich mir durchaus vorstellen, dass man die Akkumulatoren oder Ultrakondensatoren, die in Automobilen dann mal Verwendung finden, so konstruiert, dass sie an "Tankstellen" nur ausgewechselt werden brauchen. Leer raus, voll rein.
Dass also der Akku selbst Allgemein- oder Pfandgut bleibt, nicht in den Kosten des Autos enthalten ist und zu Zeiten aufgeladen wird, wo niemand den Strom von den Windrädern braucht. Jedesmal 3 bis 8 Stunden Batterien aufladen, ist ohnehin ein "no go" für das Konzept. Wenn ich für den Akkuwechsel nicht länger brauche als für das Volltanken jetzt und die Kosten geringer sind, dann könnte ich mir durchaus vorstellen, mit einem Elemobil zu fahren. |
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Lieber Gero Steiner,
all Ihre Argument sind zutreffen. Nur die Diskussion als unspannend zu empfinden, kann ich nicht nachvollziehen! Es würde mich unglaublich freuen, wenn ich mich irren sollte. Nur befürchtete ich schon ab der ersten Meldung über den vom Menschen verursachten Klimawandel, daß dies in Zukunft eine gewaltige Rolle in der Frage des Atomausstiegs spielen würde. Und so kam es ja dann auch. Die Diskussion über Elektroautos entscheidet mit über deren Zukunft. Diese wiederum ist eng mit der Strom-Nachfrage gekoppelt, die eben in den nächsten 10 Jahren nicht hinreichend von Windrädern gedeckt werden wird. Nicht einmal ohne Elektrowagen. Wie gesagt ich würde mich nur zu gern täuschen. Alle Vernunft sagt, wir werden unsere Energiefragen nur dann nachhaltig lösen können, wenn wir bereit sind, unseren Lebensstil zu ändern. Wenn die E-Wagen Subvention à la Trettin käme, würde vor allem in der Oberschicht der neue Zweit- und Drittwagenkäufer davon profitieren und sich auch noch umweltbewußt vorkommen. Vor allem aber ist Eines sicher, die Atomlobby wird alles tun um erstens, die Stromnachfrage hochzupeitschen und zweitens, wird uns in ein paar Jahren das Märchen von neuen und sicheren AKWs aufgetischt. Davon müssen wir ausgehen. Alles andere ist, mit Verlaub, naiv. Grüße ps Mit einem an meiner eigenen Solartankstelle aufgeladenem Elemobil - schönes Wort - würde ich auch jeder Zeit fahren. 2. ps Kommt Elemobil von elendiger Mobilitätsanspruch? |
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Lieber Ullrich Läntzsch,
nicht dass ich fände, dass die Eletroautos oder das Thema uninteressant wären, weit gefehlt, ich finde nur die Diskussion öde. Sie bringt uns nicht weiter, als wir ohnehin schon sind. Es ist doch alles schon zigmal gegeneinander abgewogen worden. Realitätsferne Optimisten und Bedenkenträger allüberall, Stromlobbyisten in jeder Pore des Wirtschaftsministeriums, und eine in ihren dunklen Machenschaften selbstleuchtende Atomstrom-Mafia, die sich die Aufträge gegenseitig zuschustert, Risiken herunterspielt und Gewinn auf Kosten zukünftiger Generationen macht. Hinzu kommt der Überlandleitungswahnsinn mit den Verlusten durch den Einsatz von Wechselstrom statt Gleichstrom. Was will ich in Bayern Strom von der Nordsee haben? Dort gibt es Wasserkraft! Was bei den Ökostrom-Fuzzies fehlt, sind die, die es machen, die was umsetzen. Konzepte gibt es schon genug, aber keinen, der sie konsequent umsetzt, um endlich mal von der Theoretisiererei weg zur gelebten Praxis zu kommen, Schwachstellen oder Verbesserungspotenzial zu finden. Man kann noch so genau planen, an irgendeiner Stelle holt einen die Realität wieder ein. Aber je früher, desto besser! Nicht so wie dereinst bei der LKW-Maut. Riesenprojekt - und dann zeigen einem ein paar "Jugend forscht"-Kinder, wie man es besser billiger und effizienter machen kann - nachdem das Geld ausgegeben ist. Wenn ich nur daran denke, wie die Bauern in Ostwestfalen-Lippe vor vierzig Jahren gegen Androhung eines Zwangsgeldes ihre Mini-Wasserkraftwerke abschaffen mussten, weil das Stronmnetz das angeblich nicht schafft, dann könnte ich um mich schlagen. Dezentralisierung der Energieerzeugung ist eines der wichtigsten Schlagworte zur Lösung eines künftigen "Energiedefizits" nach Abschalten der Atommeiler - was ich ebenfalls für einen Marketing-Gag der Stromkonzerne halte (Öl sollte in den Siebzigern schon 2010 komplett verbraucht sein). Das Problem des nicht planbaren, unsteten Ökostroms ist kein Hardware- sondern ein Softwareproblem, dass sich intelligent lösen lässt, wenn man das denn will. Googlen Sie mal nach "energie verteilung software lösung", was es schon alles gibt. Auch IBM arbeitet an Softwarelösungen dafür. Ich bin gespannt, wie die Sache ausgehen wird: kummulierter Schwachsinn oder ein intelligentes Konzept? |
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Lieber Gero Steiner,
"Es ist doch alles schon zigmal gegeneinander abgewogen worden." Aber ja, man möchte schier verzweifeln! Aber eines ist doch auch klar, seit jahrzehntelang alle Fragen bezüglich der Atomkraft so gut wie verschwunden waren, weckte Fukushima neue Aufmerksamkeit. Nur - siehe Merkels jüngste Aktivität in der Frage - jetzt kann das Festhalten am Atomwahn über diesen Irrweg vielleicht verhindert werden. Das finde ich hat Brisanz. Ihnen muß ich doch wirklich nichts über die Risiken der Atomkraft erzählen - Sie wissen sicher ebenso viel wie ich. Es gibt doch so viel zu tun. Machen Sie mit - die Wichtigkeit steht doch außer Frage! Erfolgsgarantien gibt es nicht. Aber es brennt doch unter den Fingernägeln! Sie sehen es doch auch!!! |
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Ja, was für ein Müll. Man fasst es nicht. Elektroautos sind toll, weil der Strom umweltfreundlich aus der Steckdose kommt. Das glauben wir glatt, weil es politisch so schön korrekt klingt. Das lieben wir ja so. Was macht das E-Auto, wenn es zu dunkel für das Solarkraftwerk ist und/oder der Wind fehlt? Wird es sich heimlich Atomstrom oder den von der dreckigen Kohle holen und seinen Gutmenschenbesitzern den Sündenfall verschweigen? Obwohl klar ist, dass die soziale Marktwirtschaft weder sozial noch marktwirtschaftlich und für sich genommen nicht einmal wirtschaftlich ist und gibt es nun Hinweise, dass der Bürger direkte Subventionen für den Erwerb eines Elektroautos vom Staat bekommen soll. Ha, ha.Ganz abgesehen davon, dass der Bürger höchst selten direkter Empfänger von Produktsubventionen ist, sieht man wieder, wie weit die Nomenklatura von den Trotteln an der Basis entfernt sind. Wer kauft denn in diesem Land Autos? Private Bürger? Immer seltener, wenn man der offiziellen Zulassungsstatistik Glauben schenken will. Nun auch noch E-Autos. Zum Kaufen! Das letzte sinnvolle E-Auto, was ich gesehen habe, war ein Gabelstabler, der tagsüber mit Hilfe des Stromes durch den Betrieb fuhr, den er sich nachts geholt hatte. Und das war vor 40 Jahren. Nun sind wir noch nicht weiter. Oh Gott. Weh uns - als Hightech Nation. Dabei gibt es ein Mittel, um rund die Hälfte aller Treibstoffkosten einzusparen, Wir fahren einfach nicht mehr sinnlos herum. Die Rentner machen nur noch jede zweite Reise mit dem Auto und gehen zwischendurch zu Hause wandern. Die Berufstätigen aus Stadt A wohnen künftig auch in Stadt A. Derzeit fahren die alle aus A nach B und die aus B nach A. Das hat man dem Volk als Mobilität erklärt und positiv besetzt. Ist es aber nicht wirklich. Vielleicht sehen andere auch die Ursache und nicht nur das Symptom des Individualverkehrs.
Maxi Scharfenberg |
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Lieber Maxi Scharfenberg,
So ist es!!! Der Gutmensch tankt den Biosprit und fragt eben nicht wie viele Kinder er damit pro 1000km, weil er ihnen das Essen vom Teller nimmt, damit zum Hungertod verurteilt. Er ist doch auch nicht schuld wenn statt der von ihm gewünschten billigen Alternativenergie der Atomstrom fließt. Gestern hörte ich aber in einer Presseschau im Bayerischen Rundfunk erfreuliche viele Kommentare, die sich klipp und klar gegen Merkels Emobiliererei aussprachen. Die Vernunft im Lande wacht allmählich auf. |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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