Robert Kurz

Blog von Robert Kurz

Artikel

Politik | 03.06.2010 | 10:26 Robert Kurz
Vor dem Karren des Kapitals
Nicht mit dem Staat allein, aber auch nicht ohne ihn: Opel wird zum Modellfall einer desolaten Widerspruchsbearbeitung >> mehr
Politik | 24.02.2010 | 13:00 Robert Kurz
Kein Meister der Krise
Mit dem Bundesbankpräsidenten soll ein geldpolitischer Hardliner die Europäische Zentralbank führen >> mehr
Politik | 13.01.2010 | 13:00 Robert Kurz
Forcierte Zwangsarbeit
Soeben hat die Drogeriekette Schlecker vorgemacht, wie man Beschäftigung erhält – und auch der Druck auf Erwerbslose wird erhöht >> mehr
Politik | 26.09.2009 | 12:55 Robert Kurz
Erfolgsrhetorik fürs Volk
Der G20-Gipfel in Pittsburgh endete mit vollmundigen Erklärungen der beteiligten Spitzenpolitiker. Die Rede ist von einer „neuen Weltwirtschaftsregierung“ >> mehr
Positionen | 14.08.2009 | 13:00 Robert Kurz
Die Leichen im Keller des Finanzsystems
Ein klitzekleines Wachstum im II. Quartal 2009 hebt die Stimmung im Sommerloch. Doch in Wirklichkeit ist die Krise auf dem Arbeitsmarkt noch gar nicht angekommen. >> mehr
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Kommentare

Kommentar zu

Historische Systemkrise

Positionen | 06.02.2009 | 17:55 Robert Kurz
portrait
17.02.2009 | 14:58 Robert Kurz
Komentar zu den Kommentaren (Teil II) Mein Kommentar zum Verhältnis von Arbeitsmarkt-Entwicklung und systemischen Grenzen des Kapitalismus hat wie üblich die Frage nach Bewältigungsrezepten hervorgerufen. Einige Diskutanten haben darauf mit dem Hinweis geantwortet, dass darin nicht die Aufgabe eines analytischen Kommentars besteht. Dem kann ich mich nur anschließen. Es kommt zunächst darauf an, „zu sagen, was ist“, um überhaupt die gesellschaftliche Problemdimension kenntlich zu machen. Wenn die Krise eine Qualität erreicht hat, wie sie seit dem Herbst offensichtlich geworden ist, wird es schwierig, sie in den gesellschaftlichen Kategorien bewältigen zu wollen, die gerade obsolet werden. Alle menschlichen Ressourcen sind reichlich vorhanden, aber sie können nicht mehr in den kapitalistischen Formen mobilisiert werden. Das konnte man einem Teil der Diskussionsbeiträge immerhin entnehmen. Meinem Verständnis nach wird eine solche Einsicht nur wirksam, wenn sich im Widerstand gegen die zwangsläufig restriktiven Maßnahmen der Krisenverwaltung eine soziale Bewegung herausbildet, die ihren Forderungen Nachdruck verleihen und die Perspektive einer gesellschaftlichen Umwälzung entwickeln kann. Das geht nicht aus dem Stand. Eine gewisse Prominenz hat in den letzten Jahren die Forderung nach einem allgemeinen Grundeinkommen erlangt, wie sie auch in den Diskussionsbeiträgen thematisiert wurde. Richtig daran scheint mir, dass die Befriedigung der wichtigsten Bedürfnisse von der ohnehin nicht mehr einzeln zurechenbaren „Leistung“ entkoppelt wird. Problematisch ist aber, wenn das in der kapitalistischen Form eines Geldeinkommens geschehen soll, ohne nach den systemischen Bedingungen zu fragen. Dann wird daraus ein kaum tragfähiger „Sozialismus-Ersatz“, weil eine Überwindung des warenproduzierenden Systems als undenkbar erscheint. Schon jetzt ist absehbar, dass die Geldmenge in astronomischer Größenordnung, wie sie allein in den bisherigen „Rettungspaketen“ enthalten ist, nach einer gewissen Inkubationszeit zu einer rapiden Geldentwertung führen wird. Dann wäre auch das Grundeinkommen buchstäblich nichts mehr wert.
Kommentar zu

Historische Systemkrise

Positionen | 06.02.2009 | 17:55 Robert Kurz
portrait
17.02.2009 | 14:57 Robert Kurz
Kommentar zu den Kommentaren (Teil I) Ein Kommentar zu aktuellen Entwicklungen in einer Wochenzeitung hat naturgemäß eine begrenzte Reichweite, schon aufgrund der genau bemessenen Zeichenmenge. Es kommt also darauf an, Zusammenhänge ziemlich verdichtet darzustellen, die Argumentation mit Tatsachenmaterial zu belegen und dabei das journalistische Handwerk in den Formulierungen so zu beherrschen, dass die LeserInnen nicht auf der Stelle einschlafen. Wenn spontane Kommentare zu einem solchen journalistischen Kommentar nicht an den Frühstückstischen der Republik ausgesprochen werden, sondern schriftlich in der Blogosphäre erscheinen, kann das vielleicht einen mit der Entropie vergleichbaren Effekt annehmen. Die Anforderung eines Kommentars zu diesen Kommentaren lässt eine gewisse Ratlosigkeit zurück. Das Problem der Blogosphäre besteht womöglich darin, dass sie zu assoziativen Endlosschleifen neigt. Um 12:33 Uhr ist jemandem etwas eingefallen, worauf um 14:33 Uhr jemand mit einem anderen Einfall antwortet oder ein neues Fass aufmacht. Eine Kohärenz lässt sich aufgrund der völlig verschiedenen Voraussetzungen und Meinungslagen kaum ausmachen. Den Kommentaren zu meinem Kommentar war allerdings zu entnehmen, dass die begrenzte Thematik schnell aufs „Grundsätzliche“ gebracht wird. Das ist verständlich, weil der diskursive Zusammenhang von Gesellschaftskritik längst verloren gegangen ist. Die Frage wäre allerdings, ob die Blogger-Community dieses Dilemma beheben oder nicht vielmehr bloß ausdrücken kann.
Robert Kurz
Publizist und Journalist
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17.02.2009
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07:35
goedzak hat gerade einen Kommentar geschrieben.
07:30
Zeitleser hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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06:06
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