Rosa Sconto

Time Well Wasted

28.09.2011 | 19:07

Die dunkle Seite der "Sozialen" Netzwerke

Anonymität hilft gar nichts wenn organisierte Crime-Banden Hacker zwangs-rekrutieren und mit deren Hilfe dann Blogger in "Sozialen" Netzwerken ausspioniert werden. Die Folter und Ermordung von zwei anonymen mexikanischen Bloggern die auf Anti-Crime-Blogs über Verbrechen geblogt hatten, hat die Internet-Community verusichert.



Mittlerweiler gibt es ausreichend Beweise, dass Personen, die anonym gegen organisierte Kriminalität posten mit tödlicher Vergeltung rechnen müssen weil kriminelle Organisationen inzwischen Hackern zwangsrekrutiert und gezielt einsetzt.  (auf spanisch).

Wie wenig Bedeutung Politiker den "Sozialen" Netzwerken beimessen ist zwar bekannt und wer glaubt so etwas würde in Europa niemals geschehen, ist natürlich naiv. In England funktioniert es schon. Das diese Morde zur Zeit nur eine Erscheinung in Ländern sind, in denen Kriminelle sowie Bürger gleichermaßen auf diese Kommunikations-Plattformen vertrauen, bzw angewiesen sind, hat vor allem damit zu tun, das dort die Presse längst mundtot gemacht wurde. 

Das treibt dann weitere "Blüten" hervor: Zwei Blogger wurden von "Sicherheitskräften" der Regierung unter dem Vorwurf des Terrorismus und Sabotage verhaftet, weil sie Gerüchte über einen unbestätigten Narco- u. Geiselnahme- Angriff auf eine Schule bei Twitter und Facebook veröffentlicht hatten.

Solche Verhaftungen lassen dann Menschenrechtsgruppen und "Analysten" über die Frage grübeln, ob z.B. Länder wie Mexiko überhaupt in der Lage seien mit dem allseitsbeliebten "freedom-of-speech" umzugehen. Die Spirale der Gewalt in dem Land kostet heute bereits mehr Menschen-Leben als der Krieg in z.B. Afghanistan. Die gut organsierte Kriminalität, nutzt nur die Mischung aus Anarchie und ziviler Unwissenheit, die sie durch ihre Existenz selbst erst produziert. Wenn schon ein unschuldiger Versuch, Eltern und Anwohner auf eine Gefahr aufmerksam zu machen, gleich zu einer Verhaftung führt, zeigt dies nur wie reflexartig "Sicherheitskräfte" reagieren, weil sie sich aus Angst nicht in Bandenkriege einmischen wollen aber "Ergebinsse" hervorbringen müssen. Wird die Aufhebung der Anonymität gefordert wird auch das Internet mundtot gemacht.

Schon seit Jahren, lange vor diesem letzten Angriff auf Online-Community, waren Nutzer durch Kriminelle bedroht, die Plattformen wie Facebook & MySpace benutzten um Opfer für eine Entführung oder Erpressung zu identifizieren. Die Taktik ist dabei Eltern zu täuschen damit die denken, dass ihre Kinder entführt werden würden wenn sie nicht zahlen. Um die privaten Daten zu erhalten wurden die Eltern auf ungesicherte Seiten (die also das https verlassen) gelurt, auf denen dann private und vertrauliche Informationen abgesogen werden konnten. Darum darf es niemal zu einer Regelung kommen bei der die Aufhebung der Anonymität das Ziel ist. 

 
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Kommentare
goedzak schrieb am 28.09.2011 um 19:20
Das Hacken zwecks Enttarnen/Entanonymisieren wird wahrscheinlich auch hierzulande praktiziert.
Rosa Sconto schrieb am 28.09.2011 um 20:08
Es wird!
ebertus schrieb am 28.09.2011 um 19:37
"Das" zu thematisieren ist wichtig, ist richtig und keinesfalls sollten meine Einlassungen auf die bekannte Metapher von dem in China ohne weltweite Resonanz umfallenden Sack Reis reduziert werden.

Alfällige Diskussionen hierzulande reflektieren "unser" Rechtssystem; das ist auch gut so und nur in dem Kontext sind möglicherweise Änderungen (oder auch Bewahrungen des Status quo) eine reale Diskussions- und Handlungsgrundlage.

In sofern bin ich einerseits absolut für die Bewahrung der Anonymität, möchte aber andererseits als einer, der eben nicht anonym und/oder auch nicht als der in Communities und Foren bekannte Multinick agiert, der über eine einfache WHOIS-Abfrage auf seine Website leicht identifiziert werden kann, dennoch gewisse Rechte geltend machen (können), wollte "Waffengleichheit" gefordert haben.

Klartext? Mein Eindruck, beginnent mit den Erfahrungen seit Frühjahr 2007 bei der Community der SZ ist, dass Anonyme ihre "privilegierte" Stellung gegenüber Nichtanonymen oft extrem, schon mal sexistisch, im Einzelfall jenseits der rechtlichen Grenzen ausnutzen, gar damit kokettieren, darüber provozieren - selbst wenn sie vermeintlich seriös daher kommen, eine reale bzw. rechtliche Auseinandersetzung niemals befördern würden, weil sie sich ja dann selbst outen müssten.

Ok, die Basics hierzulande, und sorry, falls das OT sein sollte.
Rosa Sconto schrieb am 28.09.2011 um 20:07
@ ebertus,
ketztere sind ja doch nur harmlose dumme Trolle. (hier tauchen die durch wirre Kommentare auf und sperren selbst ihr Pseudonym, das sind nur kleine Cyberclowns)
Warum es mir geht ist das Medien schon mundtot gemacht wurden und nun eben auch durch solche Organisationen die Blogger mundtot gemacht werden.
Es gibt darüber hinaus noch ein ganz dunkles Netz, daß auf dem oben Beschriebenen aufbaut. Es ist mittlerweile global. Ich werde das in den nächsten Tagen versuchen zu beschreiben. Und es hat alles nichts mit verschwörungstheoretischer-cia-empörung zu tun.
tlacuache schrieb am 29.09.2011 um 10:11
"Und es hat alles nichts mit verschwörungstheoretischer-cia-empörung zu tun."

Rosa Sconto
guter Beitrag,

LG
tlacuache schrieb am 29.09.2011 um 10:11
"Und es hat alles nichts mit verschwörungstheoretischer-cia-empörung zu tun."

Rosa Sconto
guter Beitrag,

LG
Dabularasa schrieb am 04.10.2011 um 15:58
Rosa Sconto
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19:40
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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H.Hesse hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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musica hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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