Rosa Sconto

Time Well Wasted

06.10.2011 | 13:10

Durch Gerüchte Profit machen

Abgesehen von Disneyland "Europa" hier ein Beispiel an welchen zukünftigen "Blasen" zur Profitmaxiimierung gebastelt wird: Die FT berichtet heute das der EU Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia dem Kauf von "Skype" and Microsoft für 8.500.000.000 US$ zustimmen würde. Zwar haben sich Mitbewerber über diese Fussion gemeldet, aber Almunia lässt Beschwerden nicht zu. "Windows Phones" kann nun mit seinen Telefonen bei Google und Apple-Smartphones Schritt halten. Die US Behörden hatten dem Deal bereits schon im Juni zugestimmt.  

Bei Reuters erschien heute auch die Meldung das Microsoft mal wieder den Aufkauf von Yahoo anbietet. Microsoft hatte ein erfolgloses Übernahme-Angebot des Internet-Unternehmens bereits 2008 bereits aufgegeben. Gestern hatte ich erwartet das Appel bei der Vorstellung von dem iPhone 4s (5) eine Liasion oder gar den Kauf von Facebook anoncieren würde, aber Apple kam nur mit ein paar "Verbesserungen" wie z.B. Spracherkennung usw heraus.  

Microsoft kann sich also Zeit lassen und bekommt beide in ein paar Jahren billiger. Yahoo hat einen "Marktwert" von etwa $ 20.000.000.000 und deren Buchprüfer feilen die Zahlen für potenzielle Käufer zurecht. Denn neben Microsoft gibt es auch die Equity Partner, Hellman & Friedman, Silver Lake Partners usw, und auch der chinesische E-Ramsch-Kommerz-Anbieter Alibaba (an dem Yahoo 40 % hält). Sogar eine russische Technologie-Investmentfirma, die "DST Global", hat Kaufabsichten angemeldet.

Wie schon in den guten alten "Dot-Com-Bubble" Zeiten ratterte die Yahoo Aktie auf den Displays erst um 10,1 Prozent um dann bei 15,92 $ zu schließen. Aber, und das ist der Grund warum ich so ins Detail gehe: auch die Microsoft-Aktie schloss 2,2 Prozent höher. Microsoft verfügt mit einem Cash-Berg von $ 53.000.000.000 über eine gute Masse zum Manövern und hat allein durch diese Meldungen ein Vermögen in einigen Stunden gemacht.

Die Realität bei Yahoo ist der fragwürdige Wert: zusammen mit seinem Kerngeschäft Werbung $ 7.700.000.000, sowie seinen asiatischen Beteiligungen von $ 9.200.000.000, plus $ 3.200.000.000 in cash, liegt der gerade einmal knapp über $ 20.000.000.000. Ausserdem füttert Microsofts "Bing" seit 2009 die Yahoo-Suchmaschine, führt zwar 88% der Einnahmen an Yahoo zurück, - und diese Vereinbarung läuft für 10 Jahre. Wenn Mircosoft jedes Jahr ein Gerücht für eine Übernahme verbreitet generiert es den Kaufpreis von Yahoo allein durch Aktiengewinne. Fakt ist das Yahoos Wert in den letzten Jahren nicht gestiegen ist.

Microsoft ist scheinbar hinter den vermeintlichen Gewinnlern her: Facebook und Apple (Apple verwendet schon seit Jahren die gleichen störanfälligen Prozessoren), da kann es dann Yahoo auch zu einem viel späteren Zeitpunkt aus der Portokasse zahlen die sich von ganz allein durch Gerüchte selbst füllt.

Und ja, der Steve Jobs ist gerade seinem Krebs erlegen und ich schau jetzt mal was bei Oracle los ist...

 
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Kommentare
tlacuache schrieb am 08.10.2011 um 09:32
Fehlender Wirtschaftsteil Freitag:
R.S.
Den kannst Du ja dann mal bald alleine uebernehmen ;-)
Schoen finde ich insbesondere, im Gegensatz zu den Mainstreammedien, dass Du die NULLEN so schoen ausschreibst ;-)
Der Leser in der Wirtschaftswoche etc. etc. etc. versteht naemlich Teilweise die Dimensionen gar nicht mehr...
;-)
Gruss

Redaktion:
Ich weiss nicht ob "Tatortbesprechungen" wichtiger sind als solche Beitraege...
Aber ein "Tatort" ist in der Relevanz was diverse Arbeitsplaetze angeht sicher nicht ganz so "relevant"...
;-)
Rosa Sconto schrieb am 08.10.2011 um 15:13
@ tlacuche,

ich sehe das alles nicht so kompliziert. Es ging mir vor allem nur darum aufzuzeigen wie ein Unternehmen (Microsoft) mit genügend Chash-Rücklage allein damit Profite macht, in dem es das Gerücht in die Welt setzt, ein anderes Unternehmen (yahoo) kaufen zu wollen. Das passte zeitgleich mit dem nun stattfindenden Kauf von Skpye, d.h. von dem Gerücht wurden die Rechtsanwälte bezahlt die sich mit dem EU Wettbewerbskommissar Joaquin Almunia erfolgreich angelegt hatten. Was sagt uns das? Mircsoft hat der EU in die Nase gestochen und die EU hat wieder mal Steuergeld verplempert. Das Resultat wird wohl sein das Skype in absehbarer Zukunft für Nutzer Barrieren aufbaut.
tlacuache schrieb am 08.10.2011 um 15:35
Das erklaer mal der Redaktion ohne Wirtschaftsressort ;-)
Mir brauchst Du das nicht erzaehlen ;-)))

P.S.
Seit Skype von Microsoft geschluckt worden ist
("EU hat keine Bedenken"), muss ich staendig "upgraten", "verlinkungen von Hotmail u.a. verneinen", und "Sonderangebote" von 59.95 € verneinen...
Aber meine "private escencial Infos" haben die eh' schon geknackt...
Nur Bild fehlt denen noch :-)
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