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Wacht Frau Merkel langsam auf und überdenkt ihre Idee von einem Europa wie es jetzt ist? Zwar hatte schon die zänkische Maggie Thatcher die EU gern benutzt um jede Aufmerksamkeit von ihrer konserativen Privatisierungorgie abzulenken. Heute, wegen der Streichung von Sozial-Budgets, gewaltsamen Demonstrationen wegen sozialen Ungerechtigkeiten, schlägt David Cammeron in die gleiche Kerbe. Er gibt sich als Europäer und weist jede Austrittsabitionen kategrorisch zurück.
Aber die Realität ist anders: Boris Johnson, Londons Bürgermeister, forderte kürzlich ein Referendum über den Verbleib in der EU. Schon vor Monaten begann die Buleward Zeitung "Daily Mail" eine Anti-EU-Kampagne, - der sich bis jetzt schon 400.000 Leser angeschlossen haben.
Nun erklären immer mehr britische Abgeordnete es gäbe den Wunsch in der Bevölkerung aus der EU auszutreten. Sie wollen eine Abstimmung über die weitere Mitgliedschaft in der EU herbeiführen. Offiziell wehren sich Premierminister Cameron und Aussenminister William Hague mit allen Mitteln verbal gegen eine solche Abstimmung aber die Befürworter sagen dass wenn die Menschen sich in Pubs (Stammtischen) darüber unterhielten, müsste dies im Unterhaus möglich sein...
Viele Engländer empfinden sich als Opfer von "Diebstahl, Tyrannei, Überregulierung und Einmischung" aus Brüssel und es sei die Zeit gekommen, das eigene Land zurückzugewinnen. Laut aktueller Umfragen will die Hälfte der britischen Bevölkerung die EU verlassen.
Britische Abgeordnete wollen laut Berichten des Nachrichtensenders "Russia Today" in einer parlamentarischen Abstimmung über ein Referendum debattieren, in welchem über eine weitere Mitgliedschaft Großbritanniens in der Europäischen Union abgestimmt werden soll. Auch die BBC hat einen Bericht www.bbc.co.uk/news/mobile/uk-politics-15143972 der darauf hinweist das ein Referendum durch das "Commons Backbench Business Committee" voran getrieben wird. Der Ausschuss ist zuständig für die Festlegung von Themen über die im Unterhaus abgestimmt werden muss. Das CBBC wurde vor ca einem Jahr gegründet und setzt sich aus Ministern und "Schatten"-Ministern zusammen.
Alles läuft nach Plan: Das NATO-Mitgliedsland Griechenland wird das Problem für sich wohl intern selbst lösen. Die Pleite ist unabwendbar. Die sozialen Unruhen auch. Es wird sicher spannend zu beobachten wie die griechische Polzei mit Unterstüzung einer NATO Armee die Demonstrationen "auflösen" wird.
Derweil breitete sich der Krebs in Ruhe weiter aus: Heute Morgen hat "Moody 's Investors Service" Italien um 3 Punkte herabgestuft, - mit negativem Ausblick... Die Entscheidung sei angeblich wegen Italiens hoher Verschuldung und den (begründeten) Zweifeln, dass Italien in der Lage sei, das Schuldenproblem, angesichts der schwachen Weltwirtschaft selbst zu beheben. Moody's Herabstufung folgt Standard & Poors gestriger Herabstufung des Kredit-Ratings auf A. Das kann Brüssel dann nicht mehr stemmen.
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Rosa Skonto,
was soll der Blog ? ;-) Wer meint, dass man 30 Jahre im Pub versaufen soll, Bildung komplett privatisiert wird, bzw. die Gesellschaft im allgemeinen hat keinen Zugang mehr zu solchem, soll nach Belize auswandern (Commonwealth of Nations). Man kann natuerlich versuchen, seinen BIP mit Finanzaktionen ein wenig aufzuhellen, aber ebenso mit saudischer & russischer Hilfe den einzigen Exportschlager, nach Bowie, Jagger und Waffen, naemlich Fussball an den Rest der Welt zu verkloppen... Lass' die mal schoen austreten, da ist der erste Mai in Berlin und Athen gar nix, was da auf sie zukommt in London. ;-) Rest ist ThathcherTee... |
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tlacuache, die Internationale der Jongleure will es sicher nicht darauf anlegen das ihr strategischer Brückenkopf der Wallstreet in Europa, "the city", herausbricht. Dann könnten die auch keine Fallen für schräge Banker aufstellen um dann die Kadaver aufzukaufen. Also sie werden den anderen EU Staaten nicht den Gefallen tun. Wie demokratisch die Torries sind sehen wir nun seit über einem Jahr tagtäglich.
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Man glaubt doch nicht, das keine anderen Brückenkoepfe gebaut worden sind:
Market Value = Marktwert londonstockexchange 2.2 Billionen share turnover = Aktienumsatz londonstockexchange 1.48 Billionen --------------- Market Value = Marktwert Frankfurt Stock Exchange 1.13 Billionen share turnover = Aktienumsatz Frankfurt Stock Exchange 1.1 Billionen London ging 2007 mit Rom zusammen, da sind ja die richtigen Patienten zusammengelaufen, immerhin nicht mit Athen. Interessant ist auch das Verhaeltnis Marktwert und Aktienumsatz in Frankfurt... ;-) |
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Welche eklatanten Demokratiedefizite machen Sie denn bei den Tories aus, wenn man fragen darf?
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j-ap, du hast das Kapitel aufgeschlagen:
"Welche eklatanten Demokratiedefizite machen Sie denn bei den Tories aus, wenn man fragen darf?" War gar nicht mein Thema, Ich hab' da nix aufgeschlagen, man koennte aber meinen, der "Bloody Sunday" '72 von Edward Heath koennte zu den Demokratiedefiziten der Tories zaehlen... LG |
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@ j-ap nun 'mal langsam "Wie demokratisch die Torries sind wo haben sie "eklatante Demokratiedefizite" gelesen? Eine genauere Fragestellung wäre hilfreich.
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Sorry, ja, das war meinerseits mißverständlich formuliert. Ich bezog mich auf diesen Satz von Rosa Sconto: "Wie demokratisch die Torries sind sehen wir nun seit über einem Jahr tagtäglich."
Daraus lese ich die implizite Behauptung, die Tories hätten ein mindestens fragwürdiges Demokratieverständnis. Und nach diesem hatte ich gefragt. |
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@ j-ap, ich hatte Sie auch einmal bei einem Ihrer Beiträge zu Israel angerempelt...
Nun, das Problem mit den Torries sind nicht die Torries selbst sondern deren Haltung gegenüber Cameron. Haig ist recht klar. Trotzdem, unter der Maske vermeintlich notwendiger Einsparungen wird von den Torries ein Kurs gefahren der in nächster Zukunft viele constituencies, eben auch mehrheitlich Labor regierte, zu überhöhten council tax zwingt die nicht nötig gewesen wären, wenn nicht seit 2006 (Northern Rock) diese abscheuliche Banken-"Freiheit" durchgeboxt worden wäre. Die Torries haben die CBBC nur installiert um, z.B., nicht die Nationwide wackeln zu lassen. Bei Barclays sah es nicht viel besser aus, aber bei denen ist daas chronisch. Das alles erinnert an die CV von HSBC die ihren Ursprung in den Midlands hatte und dort die gesamte Konkurrenz frass, als wäre sie eine Heuschrecke, nur um dann 100 Jahre später nach Hongkong abzutauchen. Ob dies aus Angst vor der BNP geschieht weiss ich nicht, die Engländer haben ein natürliches Verhältnis zu Mitbestimmung, sind toleranter, auch wenn Politiker Mist bauen, aber sie lassen sich von Cameron einlullen der nur der Wegbereiter für noch mehr uneingeschränkte Bankfreiheit und deren Dominanz im Alltag der Menschen eintritt. Da ist das Mass heute schon überschritten, weil viele nicht einmal mehr diese Council Tax zahlen können und das ist eben Demokratie feindlich. Es ist einfach so das Cameron lernen muss das Banken pleite gehen können müssen. Wenn schon Verarmung grosser Gruppen in der Bevölkerung hingenommen wird dann auch Pleiten der Banken und denen nicht auch noch das Recht auf Penaltyfees einzuräumen. Das ist eine Anhäufung von demokratiefeindlichen Entscheidungen. |
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@ Rosa Sconto schrieb am 06.10.2011 um 00:52
Ich finde es problematisch, zwanghaft allem, was einem aus diesen oder jenen Gründen nicht in den Kram paßt, das Etikett "undemokratisch" zu verpassen. Die, ich sage es mal höflich: EU-Skepsis, hat in Großbritannien eine sehr lange Tradition, nicht nur bei den Tories (die neuste diesbezügliche YouGov-Umfrage zeigt das ja) und nicht nur in bestimmten Zirkeln und Schichten. Wer sich also schon unbedingt auf den Standpunkt des idealen demokratischen Gemeinwesens stellen will, der müßte sogar eher zum gegenteiligen Ergebnis kommen und fordern, daß die Regierung sowohl wie der Vorsitzende der Conservative Party endlich einmal der Mehrheitsmeinung genüge tut und aus der EU austritt. Andererseits wurde der EU-Beitritt auch nicht mit irgendwelchen klandestinen Machenschaften bewerkstelligt, sondern von einer regulär gewählten Mehrheit in einem regulär bestehenden Parlament so als Gesetz beschlossen. -- Und, helfen uns solche Wälzereien irgendwie weiter bei der Frage? Nö. Was die Banken und deren "Freiheiten" anlangt, haben Sie ja in der Sache größtenteils recht, aber mit Sortierungen wie "demokratisch/undemokratisch" kommen Sie nicht weit. Falsch ist das, was Sie über die HSBC geschrieben haben: Die hat nicht erst die Midlands aufgefressen und ist dann nach Asien abgerauscht, sondern genau umgekehrt und auch noch in ganz anderen Zusammenhängen. Die HSBC ist zur Mitte des 19. Jahrhunderts gegründet worden als Handelsbank, deren (von Anfang an politisch gesetzte!) Hauptaufgabe die Finanzierung des British Empire an dessen ostasiatischer Flanke gewesen ist (da kamen dann noch heute eminente Sachen heraus wie Jardine-Matheson oder Hutchison Whampoa, die ja auch keine Hinterhofklitschen sind). Die Banken in den Midlands wurden ab den 1970er-Jahren größtenteils auf Veranlassung der damaligen Regierung zugekauft, die an englische Banken einen Appell richtete à la "Nun möge doch endlich einmal ein größeres englisches Bankhaus diese Filialen zusammenkaufen, ehe die Amerikaner zuschlagen oder wir sie verstaatlichen müssen, weil wir uns das garantiert nicht bieten lassen". Die HSBC hat diesen "Ruf", der eher ein offizieller Auftrag war, aus wohlverstandenem ökonomischem Eigeninteresse gehört und ist ihm nachgekommen, weil sie genau wußte, daß man sie ansonsten an die Japaner verfüttert (die damals entsprechende Ambitionen hatten, um sich eine "Modellbank" zum Eigengebrauch einzukaufen) und ihren europäischen Teil abtrennt und verstaatlicht. |
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j-ap,
Auch Noble House von James Clavell '81 gelesen? Nach Tee & Opium gehen wir Banken k(l)au(f)en... HSBC = Head Surrender Behind CommonwealthofNations DAS kann R. Skonto nicht kennen... ;-) |
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@ j-ap
wo haben Sie undemokratisch gelesen, da steht BEDENKLICH!. Ich gestehe den Engländern nämlich ein weit ausgeprägtes Verständnis bei demokratischen Denk- und Polit-Prozessen zu als, auf jeden Fall (!), den Deutschen. Die HSBC ging aus der Midlands-Bank hervor. Das steht sogar auch auf dieser UK Wiki... Warum kam wohl gerade die süsse Hilfe, 70.000.000.000 (Miliarden !) für die Banken? Und was hats geholfen? Nichts!! S&P 1 consorten haben die Banken trotzdem zurückgestuft. |
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Zu den Sternchenrunterputzern,
"Rosa Skonto, was soll der Blog ? ;-)" Ich hab' der Rosa Sconto auch 5 Sterne gegeben, wieder meinen Text nicht verstanden? Die mag' ich naemlich wirklich... "Maus ist schneller als Hirn?"... ;-) |
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@Rosa Skonto
Heute Morgen hat "Moody 's Investors Service" Italien um 3 Punkte herabgestuft, - mit negativem Ausblick... Dieses "Nachäffen" von Moody's ist schon eine ernstzunehmende Qualität, insofern man bald wieder nur wie in den 80er Jahren mit Bankgarantien nach Italien liefern kann, solange diese überhaupt noch bestehen. Am besten direkt nur noch Lieferungen gegen Vorkasse und Barzahlung - wie früher! |
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Mit Kreativer,
¿Wer ist Moody 's, machen die in Regen- oder Sonnenschirmen? www.freitag.de/community/blogs/tlacuache/rating-agenturen-werfen-hartz-iv-empfaengern-faulheit-vor ;-) |
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schrieb am
05.10.2011 um 17:47
Nein, @tlacuache,
Die sagen das Wetter nicht nur vorher, die bestimmen es auch. |
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Con Creatio 05.10.2011 um 17:47
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@ Con Creatio
diese "ernstzunehmende Qualität" verfolgt einen Plan. Ich stimme diesem anderen Blogger "streifzug" hier zu, der Kapitalismus geht ein. Zumindest in seiner jetzigen Form ist er wie ein verletztes Tier, nicht angeschossen, es hat sich aus Gier in den eigenen Schwanz gebissen, selbst der chinesische Drachenschwanz brennt. Um das Wetter weiter bestimmen zu können müssen müssen sie ihren Platz an der Sonne noch einrichten, und dieser Platz ist in oft in Ländern die sozial noch instabiler sind. Hoffentlich können wir dann 2012 wenigstens noch mit Akkreditiv und Vorkasse nach Italien und Frankreich liefern... |
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schrieb am
06.10.2011 um 09:48
@ Rosa Skonto
Mit ihren stimmigen Ausführungen treiben Sie mich als Hilfsmeteorologen ziemlich in die Depression. Der vielfach begehrte Platz an der Sonne ist durch milliardenfachen Anspruch darauf derart verdunkelt, dass ja selbst Petrus im sich ausbreitendem Universum blind umherirrt. Ich hatte noch nie einen esoterischen Draht nach oben, konstatiere aber inzwischen eine totale Ratlosigkeit am Sternenzelt. Vielleicht hat ja einer der hier zweifellos wirtschafts-, wie finanzpolitisch beschlagenen irdischen Autoren eine neue funktionsfähige, weltumfassende, korrupte ökonomische Vision, die uns allen relativen Wohlstand (und soziale Ruhe) beschert? |
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Ach das ist alles nicht so schlimm, nehmen Sie einfach den Heissluftballon, - der kalte Wind im Norden wird vom warmen Süden angezogen und alles geht wie von selbst. Das fällt ja fast gar nicht mehr auf.
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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