Rosalix

Momento Caramba

06.11.2011 | 11:09

Von der Schwierigkeit die Welt zu retten

Stichwort Kleidersammlung. Viele Deutsche geben ihre aus der Mode gekommenen  Kleider ohne Nachzudenken in die Kleidersammlung. Die, die etwas mehr nachdenken, wie ich zum Beispiel, geben sie lieber zum Roten Kreuz oder zu den Maltesern.  Ich hatte, zugegebener Masen aber trotzdem etwas im Hinterkopf was mich beunruhigt hat. Wem nützt das Ganze? Wem schadet es? Das Malteser Logo am Kontainer hat mich aber dann doch etwas beruhigt..zu Unrecht, wie ich nun lesen durfte.

"Die meisten Spendensäcke wandern allerdings nicht etwa in die Kleiderkammer des DRK, wo die Sachen an Bedürftige abgegeben werden. Die ist voll bestückt, nur wenige Menschen nehmen das Almosen in Anspruch. Nein, Wolfgang Huse und sein freiwilliger Helfer werfen die Spenden auf einen Lkw-Hänger. Der ist auf dem Betriebshof des DRK in Osterholz-Scharmbeck vorsorglich abgestellt und wird, wenn er bis unter die Deckplanen vollgestopft ist, abgeholt. Aber Wolfgang Huse glaubt zu wissen, was mit den gespendeten Altkleidern passiert: Sie würden in einer großen Sortieranlage bei Bitterfeld gesammelt und gingen von dort direkt in die Krisengebiete der Welt. Deshalb hat er »ein gutes Gefühl, wenn man denkt, dass Hilfsbedürftige davon existieren, die sich sonst nichts leisten können« zeit-online

Hier wird verschleiert und ignoriert und geleugnet, dass die Ware zum Großenteil verkauft wird und mit großem Gewinn für einige die Kleiderindustrie in den ärmsten Länder dieser Welt zunichte gemacht hat.

Betonung liegt auf "hat".

Ist schon passiert. Mit Ihren Spenden. Mit meiner Spende-. Sind nun die Spender schuld? 

Abhilfe schaffen würde es, erfahre ich erstaunt, die Kleiderspenden zu zerschneiden, so dass sie nun nur noch receicelt werden könne. Ich sehe mich nun schon mit der Schere meine Kleidung zerschneiden..tagelanges Schnippeln..ich könnte einen Kleiderzerschneideworkshop gründen, Flugblätter drucken und an den Kontainern anbringen, eine Schneeballaktion per E-Mail starten. Meine alten Klamotten persönlich an Obdachlose  verschenken, alles verbrennen, nie mehr neue Kleider kaufen. Der verlinkte Artikel stammt übrigens aus dem Jahr 1985!

www.zeit.de/1985/39/duesseldorf-hat-die-feinsten-lumpen

Nach dem aktuellen kann problemlos gegoogelt werden.


 
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Kommentare
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 11:33
>>Von der Schwierigkeit die Welt zu retten<<

Schei* langweilig hier heute in der Community!
Keine Weltretter und keine Zoff-Dialoge in Sicht! :-(
Rosalix schrieb am 06.11.2011 um 13:02
Das heisst: Scheiss langweilig!;-)
Ehemaliger Nutzer schrieb am 06.11.2011 um 15:20
So schreiben nur Lauselümmels! ;-)
ostello jaeger schrieb am 06.11.2011 um 17:20
hallo liebe rosalix, die überschrift klingt so schön feierlich, deshalb hab ich, zum sonntagnachmittag, mal reingelesen.

fazit: bis zum container gelangen meine alten plünn nicht.
gehts nicht über den gelben sack, von wegen wertstoffe und so,
oder gibts nen rennt adress, oder mach mal selbst ein paar putzige lappen...hmmm?
hg
Rosalix schrieb am 06.11.2011 um 17:56
Putzige Lappen
Ich habe sehr lange nichts getan (Folge: viele, viele putzige Lappen, zu viele)
So viele Klamotten habe ich persönlich nicht..aber wenn man Kinder hat, die wachsen und modisch wechseln, dann stellt sich die Lappenfrage irgendwann doch recht dringlich!
Dass ausgerechnet das Rote Kreuz und die Malteser für diese "Spendelüge" ihren Namen hergeben, halte ich schon für einigermasen skandalös.
Irreführung der Spender, ist das eine Straftat?
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