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Aus: Die ZEIT Online, 13.4.2011, unter: www.zeit.de/wirtschaft/2011-04/gerechtigkeit-reichtum, a.a. 13.4.2011
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Werter Wawer
Kann man exakt so stehen lassen. Nachdem unsere Firma einen Haustarif Vertrag bekamm wurden die Löhne um 13% Gedrückt die Arbeitszeit um 2,5 Stunden die Woche erhöht das Weihnachtsgeld von 95% gestrichen.Um die Arbeits plätze zu erhalten. Die IRONIE IST DAS WIR Heute mehr Mitarbeiter haben als vor der Kriese,aber der Vertrag bleibt bestehen die IG BCE ist da ja sehr Flexibel was sich auch jetz in ihren Mitglieder zahlen Ausdrückt? es geht Bergab es gab dann viele Austritte. |
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n'abend eykiway,
ich kam darauf, nachdem ein freund heute das gleiche berichtete. auch er erzählte das gleiche. es ist auch so schön, nicht? ein unternehmen hat immer allen grund dazu zu sparen: im gewinnfall; im verlustfall. im gewinnfall erhält man dann ein paar prozent drauf, wegen der inflation. will man ausgleich oder gerechtigkeit, muss man sich schon auf die hinterbeine stellen. aber es soll noch sehr viele menschen geben, die daran glauben, dass fleiß, ehrlichkeit und aufopferung beizeiten schon auffallen. auch dem freund da dämmerte erst, nachdem er verbrannt wurde, dass ein geschäftsführer in zweifelsfall für das unternehmen entscheidet - und zwar nicht, weil er böse ist, sondern weil er im notfall für das seine zu argumentieren scheint. besonders nett finde ich oben 2006: 1 sieger, 2 verlierer. |
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schrieb am
14.04.2011 um 05:24
>>1 sieger, 2 verlierer.<<
Eigentlich ist es ein Verlierer: Zu den "mittleren Einkommen" werden alle gezählt, die noch eine tarifliche Anstellung haben. Verluste in diesem Bereich werden durch überproportionale Steiegerungen bei "leitenden Angestellten" statistisch ausgeglichen. Dazu kommt: Leitende finden nach Jobverlust auch mit 50 oder etwas älter noch mal eine Anstellung, Nichtleitende bleiben arbeitslos, sind gezwungen, ihre Ersparnisse zu verbrauchen und landen im "Bodensatz" der "spätrömisch-dekadenten Sozialschmarotzer". Fasst man die Einkommensentwicklung der nicht besitzenden Nichtmanager zusammen, dann wird auch deutlich, warum Krankenkassen und Rentenversicherung ihren Aufgabe nicht mehr nachkommen können: Die Beitragssumme sinkt aufgrund des Einkommensschwundes kontinuierlich ab. Die Zerstörung der Arbeisteinkommen wirkt sehr stärker und unmittelbarer als der "demographische Faktor." Das wird von Regieungen, ihren Lobbyisten und Massenmedien so konsequent beschwiegen, dass fast niemand an das glaubt, was wir eigentlich ja wissen... |
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schrieb am
14.04.2011 um 05:39
@ekiway:
Die Gewerkschaften haben sich schon seit 30 Jahren zu defensiv verhalten. Seit 1998 sind sie immer mehr zum Büttel der Kapitalrenditejäger verkommen. Einer der Vorreiter war und ist die IG BCE, in der ich selber seit 43 Jahren Mitglied bin. Sehr deutlich wird das auch bei dem Pseudotarif, den alle DGB-Gewerkschaften mit Leihausbeutungsfirmen unterschrieben haben. Kaufkraftbereinigt "verdient" eine qualifizierte berufserfahrene Arbeitskraft dort heute sehr viel weniger als vor 20 Jahren ein ungelernter Hilfsarbeiter. (für Ungelernte sind die "Löhne" so mies, dass sie Hartz4-aufstocken müssen.) --- Im Februar diesen Jahres war ich auf einer Tagung von Gewerkschaftern, die diesen Kurs nicht mehr mitmachen und wieder zu echter Interessenvertretung der Arbeit zurückkehren wollen. Ich empfehle, sich dem anzuschliessen. Je mehr das tun, um grösser ist die Chance für einen Kurswechsel in den DGB-Gewerkschaften. |
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sie haben recht:
"Die Beitragssumme sinkt aufgrund des Einkommensschwundes kontinuierlich ab. Die Zerstörung der Arbeisteinkommen wirkt sehr stärker und unmittelbarer als der "demographische Faktor." Das wird von Regieungen, ihren Lobbyisten und Massenmedien so konsequent beschwiegen, dass fast niemand an das glaubt, was wir eigentlich ja wissen..." aber, wird uns nicht "fast" parteiübergreifend geraten, die steuern für die wohlhabenden weiter zu senken und auf privatrenten auszuweichen? |
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@claudia: "Sehr deutlich wird das auch bei dem Pseudotarif, den alle DGB-Gewerkschaften mit Leihausbeutungsfirmen unterschrieben haben."
die annahme lautet wohl: geld sparen. wir senken das einkommen, um gewinne zu erzielen, um mehr leute einzustellen. aber das interessante an dieser argumentation ist das 19. jh., in dem eine recht ähnliche situation herrschte. man muss sich das einmal vorstellen: gewerkschaften und politik fördern leiharbeitsfirmen und 1-euro-jobs, nicht wegen der einzelnen menschen, sondern wegen des bip, wirtschaftsaufschwungs. vielleicht müssen die einkommen so tief sinken, dass sich auch der durchschnittsbürger mit einem durchschnittlichen einkommen wieder an die nase fasst - und dann auf die straße geht. |
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Werter Wawer
Wenn die Osteuropäer als Leiharbeiter kommen wird die nächste Lohndrücker Runde eingesetz. Mit dem Lohngefüge Dumpen wir die Welt an die Wand.Kaum eine Nation hat mehr Producktivität wie die Deutschland AG: Bei uns haben sie eine neue Producktions STätte für Stabilisator Gebaut auf 55ooquadratmeter Arbeiten noch 2 Arbeiter. Alles läuft Automatisch. Ansonsten im Werk sind 40%sind Stammpersonal 30% hat einen Werksdienst Vertrag die widerum nochmal 20% weniger Lohn haben wie wir und weniger Urlaub nur 24 Tage und Schichtzulage gibt es auch nicht soviel.30%sind Leiharbeiter die im Winter ALSO JANUAR FEBRUAR MÄRZ APRIL entlassen werden. die haben 7,60 Euro 24 Tage Urlaub und keine weiteren Zulagen. So sieht eine Strucktur aus mit Öffnungsklausel der IGBCE für mich und viele Kollegen gibt es keinen einzigen Grund sowas mit Mitglieds Beiträgen zu Unterstützen. in diesen sinne eykiway |
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schrieb am
15.04.2011 um 04:45
ich hatte den link vergessen:
>>Im Februar diesen Jahres war ich auf einer Tagung von Gewerkschaftern, die diesen Kurs nicht mehr mitmachen und wieder zu echter Interessenvertretung der Arbeit zurückkehren wollen. Ich empfehle, sich dem anzuschliessen. Je mehr das tun, um grösser ist die Chance für einen Kurswechsel in den DGB-Gewerkschaften.<< www.gewerkschafter-aktiv.de/1.html Sich zurückzuziehen und gar nicht mehr gewekschaftsaktiv zu sein nützt nur den Ausbeutern. Die Lobbyisten, die den BCE-Vorstand steuern, müssten jedem Mitglied, das sich still verhält oder austritt, einen Bonus bezahlen. Schliesslich sind sie es, die ständig den Austritt als einzige Alternative propagieren und konkrete Basisarbeit in den Gewerkschaften fürchten wie der Teufel das Weihwasser. |
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schrieb am
15.04.2011 um 04:59
>>aber, wird uns nicht "fast" parteiübergreifend geraten, die steuern für die wohlhabenden weiter zu senken und auf privatrenten auszuweichen?<<
Klar: Wer nach der Ausbildung keine halbwegs anständig bezahlte Arbeit findet, soll mit dem nicht vorhandenen Geld eine Privatrente aufbauen. Wer mit 50 hinausgekündigt wird, soll mit dem nicht mehr vorhandenen Geld einen privaten "Rettungsschirm" für die verlorenen Rentenansprüche aufbauen. Maschmeyer hatte sich für dieses Projekt, das genau denen, die von der Armutspolitik direkt betroffen sind, nullkommanichts nützt, eine Regierung gekauft. Und die Propaganda bläst den Menschen täglich ins Hirn: "Ergebt Euch, Widerstand ist zwecklos!!" |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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