Scharfenorth

unangepasst

13.12.2011 | 15:18

Vorsorgen für die Rente. Aber wie macht man es richtig?

Viele junge Leute denken derzeit über eine private Renten- oder Renten-Zusatzversicherung nach, weil der Glaube an eine auskömmliche Versorgung durch den Staat zunehmend zerbricht. Viele Infos und Empfehlungen, die heute gezielt verbreitet werden, stützen diese Vermutung. Meist wird für den Abschluss einer Riester – oder Rürup-Rente geworben, zu denen es jeweils staatliche Zuschüsse gibt – so man sie den einfordert. Wichtig ist, mit wem man die Rentenversicherung abschließt, sprich: welches Unternehmen als direkter Partner auftritt. Jüngste Recherchen hatten ergeben, dass kaum eine Bank/ein Versicherer die Konditionen anbietet, die sich der Kunde vorstellt, oder besser gesagt: der Kunde wird mit verwirrenden Zahlenspielen und Lockangeboten darüber hinweggetäuscht, dass er erst mit 90, 95 oder 100 Jahren in den vollen Genuss seiner Bezüge kommt. Darüber hinaus erfährt er nicht, wo und wofür seine monatlichen Beiträge angelegt werden … in Aktien, in Aktienfonds, in Genussscheinen, Bundesanleihen, giechischen Staatsanleihen, in Optionsscheinen, in hoch spekulativen Zertifikaten, in Wetten gegen den Euro oder auf Nahrungsmittelpreise,  in toxi-toxi-HOCHDREI ???

Ich kann allen Interessenten nur raten, sich auf sicheren Boden zu begeben. Auf die Rente muss man sich – möglichst zu 100%  – verlassen können. Wie sonst sollte man das immer länger währende Leben bestreiten? In der gegenwärtigen Finanzkrise wurde besonders deutlich, was es bedeutet, sämtliche Rücklagen fürs Alter zu verlieren. Zahllose Pensionsfonds und Versicherungen gingen seit 2008 den Bach hinunter. Ihre Klienten sind heute mittellos.

Sicherer Boden bedeutet, dass man sich bezüglich seiner Rente an Institutionen wendet, für die spekulative Geschäften auf den internationalen Finanzmärkten verboten sind. Wenn diese Geldhäuser/Versicherungen auch noch fest mit der Realwirtschaft verbunden sind, sprich:  in nachhaltige Projekte des Mittelstandes investieren, ist man am richtigen Ufer.

Ich selbst habe dazu Recherchen angestellt und bin zu folgendem Ergebnis gelangt:

Eine Bank, an die man sich vertrauensvoll wenden kann, ist die genossenschaftlich organisierte GLS-Bank (www.stoerfall-zukunft.de/buchtipp). Die wiederum arbeitet mit der nach gleichen Prinzipien agierenden Versicherung oeco capital zusammen www.gls.de/unsere-angebote/vorsorge/rentenversicherung.html

Unter der Ruf-Nr. 0234 5797100 können in Bochum entsprechende Auskünfte problemlos eingeholt werden.

Wer es bis zum 15. Dezember schafft, einen Rentenantrag einzureichen, profitiert noch von dem staatlich vorgeschriebenen Mindestzinssatz von 2,25 % . Der wird ab 2012 reduziert.  

Dr.-Ulrich Scharfenorth, Ratingen

www.stoerfall-zukunft.de

 
Senden Bookmarken Drucken
Kommentare
Lukasz Szopa schrieb am 13.12.2011 um 15:45
Nette Werbung (auch wenn ich nichts gegen die GLS Bank habe).
Mein Vorschlag für die "Rente": Geld auf ein normales Sparbuch (vor mir aus GLS) über x Jahre einzahlen, inzwischen dach günstigen Möglichkeiten suchen, ein stück Land (0,5 ha reichen völlig) mit einer kleinen Hütte zu erwerben. Schon ab 5000 EUR könnte man dabei sein - wenn man nicht unbedingt in Deutschland, sondern z.B. der Slowakei, Ostpolen, Rumänien sucht. Wobei ich mir auch vorstellen kann, auch in Deutschland günstiges Landleben zu finden.
Dann umziehen, Gemüse anbauen, Obstbäume pflanzen, vielleicht auch Hühner züchten, wenn man Nachkommen hat/habe will - auch Wald. Dann schritt für schritt die Hütte renovieren etc. Und autark leben. Denn früher oder später wird jede Bank und Geldsystem zusammenbrechen.
Ist kein Spass. Kenne einige Leute (und das sind wederTop-Verdiener noch Alt-Hippie-Kommunarden), die nicht nur in die Richtung planen, sondern schon getan haben.
Angelia schrieb am 13.12.2011 um 17:04
momentan ist die private Altersvorsorge hochrisikobehaftet. So lange die Regierungen weder die Finanzmärkte regulieren noch die Nachteile der privaten Altesvorsorge ausräumen können, bleibt das auch so. Da aber die gesetzliche Rente für einen großen Teil der Bürger selbst mit einem mittleren Einkommen in die Altersarmut führen wird, ist der einzig sinnvolle Weg der des öffentlichen Protestes.

www.freitag.de/community/blogs/angelia/zwangsrente-riester
chrislow schrieb am 13.12.2011 um 17:46
Jaja, die Rente... das ist ein undankbares Thema...

Was mir im Text aufstößt, ist die Aussage:

"In der gegenwärtigen Finanzkrise wurde besonders deutlich, was es bedeutet, sämtliche Rücklagen fürs Alter zu verlieren. Zahllose Pensionsfonds und Versicherungen gingen seit 2008 den Bach hinunter. "

-> Welche versicherer und Fonds sind denn wirklich pleite gegangen und haben den versicherten Verluste eingebracht?

Richtig ist, dass es reichlich Gerüchte diesbezüglich gab. Aber ich kenne keine eindeutige Nachricht, die eine solche Pleite hätte uns mitgeteilt.
Scharfenorth
Geb. am 1. Oktober 1941 in Lehnitz. Von 1964-1990 Technologe, Forscher und Gutachter fuer die DDR-Stahlindustrie. 1970 Promotion zum Dr.-Ing. Ab 1990 Journalist und Autor in Duesseldorf und Ratingen. Sachbuch:"Stoerfall Zukunft - SchlussFolgerungen fuer einen moeglichen Anfang" (12/2008)
Mitglied seit:
2 Jahre 36 Wochen
Zuletzt aktiv:
27.05.2012
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 101
Kommentare: 80
Logbuch
13:51
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:50
oi2503 hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:48
ed2murrow hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:45
Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
13:44
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG