Schildkröte

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Blogbeiträge

30.03.2010 | 09:52 Schildkröte

Ist der Glaube an die Klimakatastrophe eine Religion?

  Was für eine absurde Frage. Die Klimakatastrophe ist wissenschaftlich nachgewiesen. Was hat das mit Religion zu tun? Eine Menge. Wenn mir gekündigt wird oder wenn in der Nähe eine Autobahn gebaut wird, ist der Schaden auch ohne groß... >> mehr

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Viel Schall um wenig Dampf

Wissen | 08.03.2012 | 17:35 Kathrin Zinkant
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12.03.2012 | 11:44 Schildkröte
John Stuart Mill schreibt in seinem berühmten Essay „Über die Freiheit“: „Das einzige Ziel, dessentwillen es der Menschheit gestattet ist… die Freiheit eines ihrer Mitglieder zu beschränken, ist Selbstschutz….Das eigene psychische oder moralische Wohl des Handelnden ist kein genügender Vorwand. Man kann jemanden gerechterweise nicht zwingen, bestimmte Dinge zu tun und zu unterlassen, weil es für ihn selbst so besser sei…“(21) Dies ist eigentlich Grundlage unseres freiheitlichen Gesellschaftsverständnisses – und zu recht. Die Befürworter der Tabakprohibition bringt das in ein Dilemma: Sie wollen, möglicherweise aus echter Besorgnis um deren Gesundheit, dass Raucher das Rauchen lassen, müssen dies aber als Selbstschutz der Gesellschaft darstellen. Es geht offiziell nie darum, die Raucher zu schützen, sondern immer nur die Nichtraucher. Dies führt zu einer skurrilen Überdehnung des Argumentes, Passivrauch würde die Allgemeinheit schädigen. In Westkanada ist Rauchen auch auf der Straße verboten, hunderte von Schildern weisen darauf hin, dass man 6 m Abstand von jeder Tür und jedem Fenster halten muss. Es könnte ja aufgehen und ein Schadstoffpartikelchen ins Haus eindringen.Frau Zinkant weist zu Recht auf die Verlogenheit dieses Vorgehens hin. Sie plädiert jetzt aber dafür, den Widerspruch so aufzulösen, dass man den Grundsatz der persönlichen Freiheit aufgibt und das Rauchen frank und frei verbietet. Das ist zugegebenermaßen ehrlicher. Allerdings halte ich persönliche Freiheit für einen außerordentlich wichtigen Wert, auch die Freiheit, so ungesund zu leben, wie ich möchte. Frau Zinkant möchte das Rauchen auch gerne verbieten, weil der Nichtraucher immer wieder in Versuchung gerät beim Anblick von Leuten, die genußvoll an einer Zigarette ziehen („…fängt allein deshalb wieder an, weil einem immer wieder Raucher begegnen…“). Auch diesen Punkt hatte John Stuart Mill schon im Blick: „Man hat von der Notwendigkeit gesprochen, die Gesellschaft vor dem bösen Beispiel zu schützen, das das Laster oder die Schwäche anderen gibt. Und es ist wahr, dass böse Beispiele eine ansteckende Wirkung haben…““ (136) Trotzdem ist er der Meinung, dass die persönliche Freiheit Vorrang habe. Es ist ja sehr optimistisch zu glauben, man könnte die Verbote aufs Rauchen beschränken. Alkoholverbot wäre wohl der nächste Schritt, es besteht ja jetzt schon offen in den islamischen und faktisch durch hohe Besteuerung in den skandinavischen Staaten. In Deutschland sind vorsichtige Schritte in diese Richtung sichtbar (Alkoholverbot im Nahverkehr, auf öffentlichen Plätzen, in Flugzeugen…). Auch Ernährung soll nicht mehr Privatsache sein. Rote Ampeln, ähnlich den Aufklebern auf Zigarettenschachteln sollen vor schädlichen Lebensmittel warnen, Cola, Fastfood und fettreiche Nahrung soll nach Auffassung der EU höher besteuert werden. Wie das enden kann, hat Julie Zeh in ihrem Roman Corpus Delicti anschaulich beschrieben: ein Staat der das Leben seiner Bürger mittels elektronischer Vernetzung bis in intime Details hinein kontrolliert. Konzerne nehmen schon jetzt Bluttests bei Einstellungen vor. In USA werden Raucher, Alkoholkonsumenten und Übergewichtige oft nicht mehr eingestellt. Wir sind nicht sehr weit von Julie Zehs Horrorutopie entfernt. Wenn die Gesellschaft sich das Recht nimmt, die Freiheit des Einzelnen zu beschränken, um ihn vor sich selbst zu schützen, ist es nur ein kleiner Schritt zu Zwangsopfern für das vorgebliche Wohl der Gesellschaft. Vor einiger Zeit forderte Bestsellerautor Richard David Precht bei Anne Will, Rentner sollten ein Jahr kostenlos arbeiten, um ihren gesundheitsbedingten längeren Rentenbezug auszugleichen. Es gab einen kleinen Film und Rentner, die mit gepackten Koffern am Flughafen standen, wurden befragt, ob sie dazu bereit seien. Die Antwort kann man sich denken. Das führte Precht zu dem Vorschlag, die Rentner doch einfach zu zwingen, für die Gesellschaft zu arbeiten. Zwang sei notwendig und Zwang werde nach einiger Zeit akzeptiert- das zeige doch das Rauchverbot. Ich hoffe, er hat Unrecht. Schönen Gruß, Schildkröte
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22.02.2012 | 09:48 Schildkröte
Das Anliegen, die griechische Opposition zu unterstützen, ist natürlich lobenswert. Und vieles stimmt ja auch: dass die Demokratie faktisch abgeschafft ist, dass man ein Modell für Neoliberalismus pur auf den Weg bringt usw. Wenn nur dieser bombastische Ton nicht wäre. Schon die Überschrift: „Retten wir das griechische Volk…“. Wir, die Griechenretter. Im weiteren Text findet sich nichts, was man nicht schon hundertmal gelesen hätte. Nur, dass alles ein bisschen dicker aufgetragen wird. Es wird kein einziger Vorschlag zur Lösung gemacht, nur gefordert, dass alle Vorschläge auf den Tisch müssten. Das übliche Geschimpfe auf das Finanzkapital lenkt vom wirklichen Problem nur ab. Nämlich dass die relative schwache griechische Wirtschaft ohne Schutzzölle und Möglichkeit zur Währungsabwertung in der Konkurrenz nicht bestehen kann, ebenso wenig wie die DDR Wirtschaft nach der Wiedervereinigung der westdeutschen Wirtschaft Paroli bieten konnte. Staaten wie Griechenland müssen die Möglichkeit bekommen, sich vor der nordeuropäischen Wirtschafskraft zu schützen. Auf die Hilfe der Grünen werden sie dabei kaum rechnen können, denn deren Credo ist die Zentralisierung Europas. Schönen Gruss, Schildkröte
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Kalt erwischt

Politik | 08.02.2012 | 15:05 Kathrin Zinkant
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10.02.2012 | 19:16 Schildkröte
Hallo Herr Leusch, ich kann schon lesen. In der FAZ ist die Rede von 1 - 1,5mm Anstieg im Jahr. Möglicherweiser bezieht sich Ihr Link auf eine frühere Untersuchung. Die Grafik ist vom September letzten Jahres. Die FAZ schreibt ja auch ausdrücklich, dass Gletscher "merklich weniger Masse verloren, als bislang angenommen." Aber das ist eigentlich egal, selbst wenn wir die von Ihnen unterstellten 3,2mm pro Jahr als richtig annehmen, sind das grade mal 32cm in hundert Jahren.Wollen Sie wirklich behaupten, dass das nicht zu bewältigen sei? Sicher, wenn man unterstellt, dass die Bewohner gar nichts unternehmen, wird eine Menge überflutet. Aber das ist doch unrealistisch. Als Bremen und Hamburg vor ein paar Jahrzehnten unter Wasser standen, hat man bessere Deiche gebaut. Seitdem ist das Problem gelöst. Ich habe nicht den Zollstock drangehalten, aber ich schätze, die Nordseedeiche sind mindestens 5 m hoch. Warum sollen die Australier nicht auch ihre Deiche etwas erhöhen? Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag schon geschrieben, dass Länder die dazu nicht in der Lage sind, Hilfe erhalten sollten. Aber das Problem ist dann eher die Armut und Überbevölkerung dieser Länder als das Klima. Schönen Gruss, Schildkröte
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Kalt erwischt

Politik | 08.02.2012 | 15:05 Kathrin Zinkant
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10.02.2012 | 19:15 Schildkröte
Hallo Herr Leusch, ich kann schon lesen. In der FAZ ist die Rede von 1 - 1,5mm Anstieg im Jahr. Möglicherweiser bezieht sich Ihr Link auf eine frühere Untersuchung. Die Grafik ist vom September letzten Jahres. Die FAZ schreibt ja auch ausdrücklich, dass Gletscher "merklich weniger Masse verloren, als bislang angenommen." Aber das ist eigentlich egal, selbst wenn wir die von Ihnen unterstellten 3,2mm pro Jahr als richtig annehmen, sind das grade mal 32cm in hundert Jahren.Wollen Sie wirklich behaupten, dass das nicht zu bewältigen sei? Sicher, wenn man unterstellt, dass die Bewohner gar nichts unternehmen, wird eine Menge überflutet. Aber das ist doch unrealistisch. Als Bremen und Hamburg vor ein paar Jahrzehnten unter Wasser standen, hat man bessere Deiche gebaut. Seitdem ist das Problem gelöst. Ich habe nicht den Zollstock drangehalten, aber ich schätze, die Nordseedeiche sind mindestens 5 m hoch. Warum sollen die Australier nicht auch ihre Deiche etwas erhöhen? Ich hatte ja in meinem ersten Beitrag schon geschrieben, dass Länder die dazu nicht in der Lage sind, Hilfe erhalten sollten. Aber das Problem ist dann eher die Armut und Überbevölkerung dieser Länder als das Klima. Schönen Gruss, Schildkröte
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Kalt erwischt

Politik | 08.02.2012 | 15:05 Kathrin Zinkant
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10.02.2012 | 10:32 Schildkröte
Übrigens: verschiedene Zeitungen, unter anderem die FAZ, brachten gestern einen Bericht über Forschungen an der Universität von Colorado. Wissenschaftler haben detailliert Satellitenbilder ausgewertet um zu sehen, um wie viel die Gletscher und Eiskappen abschmelzen und wie stark der Meeresspiegel dadurch steigt. Die Ergebnisse werden im Fachblatt Nature veröffentlicht und sind online bereits zugänglich. Die Untersuchung bezieht sich auf die Jahre 2003 bis 2010 und kommt zu dem Ergebnis, dass der Meeresspiegel tatsächlich steigt, um etwa 1,5 mm pro Jahr. Wenn ich richtig gerechnet habe, ergäben sich daraus 15cm in 100 Jahren. Offen gesagt, ich neige zu der Auffassung, dass Küstenbewohner, die es in 100 Jahren nicht hinbekommen, einen 15cm hohen Deich aufzuschütten selbst schuld sind, wenn sie bis zu den Knöcheln im Wasser stehen. Selbst wenn man unterstellt, dass wegen des kurzen Beobachtungszeitraums die amerikanischen Forscher um 100% oder 200% zu niedrig liegen, oder dass der Anstieg sich in den kommenden Jahren dermaßen beschleunigt, wäre das noch kein Problem. Schließlich ist der Meeresspiegel im 19. Jahrhundert auch um etwa 25 cm gestiegen, ohne dass dies besonders aufgefallen wäre. Schönen Gruß, Schildkröte
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Schildkröte
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lieselotte k. hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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anne mohnen hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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GEBE hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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Der König von Prussia hat gerade einen Kommentar geschrieben.
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