Sehstaerke.

Blog von Sehstaerke.

28.01.2012 | 12:33

Schrei nach Freiheit

Was in Syrien passiert, ist kein allmählich vor sich hinschwelender Konflikt, sondern längst eine Revolution, die nach und nach auf das gesamte Land übergreifen wird.

Da Revolutionen mittlerweile zumindest auch im Internet entschieden werden, tragen die Syrer bei ihren Protestkundgebungen neben arabischen Schilder inzwischen auch Schilder in englischer Sprache  – um die Aufmerksamkeit der westlichen Medien auf ihre Sache zu lenken.

Es ist ein Appell, ein Aufruf: Nehmt uns wahr! Wie die Prager Demonstranten im Jahre 1968 per Radio, richten heute die Syrer ihr Wort an die internationale Gemeinschaft – natürlich über das Internet.

Mit dem heutigen Tag erreicht uns als Deutsche ein persönlicher Appel. Dich, mich, jeden von uns. Es sind Bilder aus Sarakeb, der Heimatstadt meines syrischen Freundes Faris*. Auf Ihnen steht geschrieben, was sich die Syrer so sehnlich wünschen: Freiheit.

 

 

 

 

 

 

Mit diesem Beitrag will ich meinen Teil dafür tun, dass der Appell meines syrischen Freundes, der Ruf nach Freiheit des syrischen Volkes nicht untergeht in der Informationsflut des Internets. Die Bilder sind von Faris und seinen Freunden an jeden von uns persönlich gerichtet – sie kämpfen jeden Tag dafür, in Freiheit zu leben. Was wir beitragen können, sind ein paar Klicks.

Nur ein paar Klicks, könnte man sagen. Aber Tunesien und Ägypten haben gezeigt, dass das heute gar nicht mehr so wenig ist.

Sehstaerke.

*Name vorsorglich geändert

 
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Kommentare
abghoul schrieb am 28.01.2012 um 15:51
Danke, sehstaerke.
Danke und Willkommen hier beim freitag.
Ich habe auch Freunde in und aus Syrien und hoffe und wünsche den Leuten alles Gute.
Gute Arbeit, sehstaerke ich wünsche noch viel Erfolg.
hadie schrieb am 28.01.2012 um 17:30
Die bellizistische Propaganda nervt.
lyrith schrieb am 28.01.2012 um 18:23
@ hadie
was für eine bellizistische Propaganda?
Phineas Freek schrieb am 28.01.2012 um 18:04
Faris und seine Freunde dürfen sich sicher sein, dass die atomar hochgerüsteten Sachwalter der Freiheit ihren Hilferuf nicht überhören werden.
Schließlich „legitimieren“ sie doch als moralische Berufungsinstanz fürs Kriegführen schon seit einen ¾ Jahr ihren eigenen „verdeckten“ Terrorkrieg gegen Syrien.

Und genau deswegen bestehen auch für Faris und seine Freunde die allerbesten Aussichten - noch bevor „das Regime“ überhaupt durchladen und piep sagen kann – ausgerechnet von dieser freiheitlichen Gewalt fachgerecht verstümmelt und zu Tode gebracht zu werden (was im Übrigen auch schon längst geschieht!)

Ihre für diesen freiheitlichen Zweck und in den letzten zwei Jahrzehnten notwendigerweise in der Region zu Millionen abgeschlachtete Vorgänger, sprechen da eine allzu eindeutige und klare Sprache, die der Erwähnung des jüngsten Befreiungskrieges in Libyen, nämlich gegen Selbstbestimmung, Sozialstaat, Infrastruktur, Frauenrechte, die Zukunft, das Leben und die Unversehrtheit Hunderttausender, eigentlich nicht mehr bedarf.

Falls Faris und seine Freunde dann wider Erwarten den freiheitlich-westlichen Werteexport und Zivilistenschutz nun doch irgendwie überleben sollten,trotz Massenvernichtender Uranmunition, thermobarischer und streuender Dauerbombardements wie in Libyen:
bestehen in den nun vollständig entstaatlichten und „somalisierten“ Syrien,
auch für Faris und seine Freunde die allerbesten Aussichten, ihr nun für die westliche Freiheit völlig überflüssig gewordenes Leben, auf jede erdenkliche Weise auszuhauchen.

Es lebe die Freiheit!
Alien59 schrieb am 28.01.2012 um 18:09
Welch flammende Unterstützung eines Diktators und Massenmörders! Bravo!
lyrith schrieb am 28.01.2012 um 18:11
vernagelter zynismus. einfach ärgerlich
Phineas Freek schrieb am 28.01.2012 um 22:10
Welch flammende Unterstützung eines Diktators und Massenmörders! Bravo!“

Dieser saudumme Standardreflex der verbarrikadierten Staatsbürgerseele gegen Kriegsgegner ist so alt wie erbärmlich, seitdem es Nationalstaaten, Bürger und Moral gibt.

Wo ist denn in meinen Kommentar eine „flammende Unterstützung“ für Herrn Assad, Herrn Obama, Frau Clinton, Herrn Sarkozy, Herrn Cameron oder für Herrn Netanjahu zu finden?

„vernagelter zynismus. einfach ärgerlich“

Finde ich auch.
Genau deswegen schreibe ich auch die blutige Praxis des Herrschenden Zynismus hier auf, die sich ja bekanntlich(?) auch mit ihrer verhimmelnden und Menschenfreundlichen Wertehuberei
nicht weniger Menschenfeindlich gestaltet.
Und so ist dieser gelebte Zynismus wieder da verortet, wo er entspringt.

Welcher Satz aus der „jüngeren Geschichte“ ist wohl in seiner INHALTLICHEN Betonung der Authentische?

Der Diktator muss weg weil Saddam FOLTERT UND MENSCHEN TÖTET.

oder

Der Diktator muss weg weil SADDAM foltert und Menschen tötet.
abghoul schrieb am 28.01.2012 um 22:26
Wenn jemandes kleine Schwester im Hospital einfach umgebracht wurde um "platz zu sparen", würdest du dem dann auch raten, ruhig zu bleiben und darauf hoffen das sich alles von selbst bessert, seinen demokratischen Lauf nimmt...
Die Hoffnungen auf eine ausländische Intervention mögen Trugschlüsse sein, aber was bleibt den Leuten da sonst noch.
Sie sind untereinander in viele verschiedene Gruppen verfallen,.. sicherlich auch nicht "aus Versehen", viele haben das Vertrauen in die eigenen Politiker verloren.
Was bleibt da noch als der Traum von irgendwem gerettet zu werden...
Das mag dann ein böses Erwachen geben, aber ist dieser Traum nicht nachvollziehbar?
Phineas Freek schrieb am 28.01.2012 um 23:29
...was glaubst du denn wieviele "kleine Schwestern" und Brüder unter den derzeitigen libyschen Nato- undTerrorregime einfach so "platzsparend" umgelegt werden in den zahlreichen mit tausenden von Gefangenen gefüllten Folterlagern!?
Die sozialen und politischen Nöte und Hoffnungen der in Syrien völlig zu "recht" aufbegehrenden Menschen gehen doch den dort agierenden Terrorgruppen, wie lüngst in Libyen völlig am Arsch vorbei...
Und die "Hoffnung auf ausländische Intervention" hatte auch ein Großteil der ukrainischen Bevölkerung vor und kurz nach dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht 1941....
miauxx schrieb am 29.01.2012 um 01:22
@Phineas Freek

Ja, wir wissen, dass die, nach denen Menschen, wie die hier abgebildeten vielleicht rufen, einen Furz auf das geben, was die sich wünschen.
Das nun aber genau denen an dieser Stelle und von hier aus entgegenzurufen, finde ich aber deplaziert!

Versuchen Sie dochmal, die Perspektive eines in Syrien lebenden Demonstranten einzunehmen ...
Beschämend ist nicht der Hilferuf eines solchen nach außen, sondern immer noch das, was die Empfänger von außerhalb damit machen! Und richtig, das haben wir zuletzt mit dem Irak oder Libyen gesehen.

Klar, etwa die auf den Fotos Abgebildeten werden sich keinen NATO-Bombenhagel herbeiwünschen, als sei er ein Goldregen für die Freiheit, der nur Assad-Getreue zu töten vermag.
Ich glaube auch keinem Biermann, der damals Bush jr. vollumfänglich seinen Segen gab, weil er sich erinnere, wie dankbar er damals als Jude den alliierten Bomben auf Hamburg gewesen sei.

Dennoch meine ich es nachvollziehen zu können, wenn man sich in Bedrängnis durch das Regime im eigenen Lande äußeren Beistand wünscht. Und mehr kann ich hier zunächst auch nicht erkennen. Freilich kann man damit auch fehlgehen (wir wissen ja auch nicht wirklich, wie die Dinge in Syrien wirklich stehen). Aber es ist zunächst nur allzumenschlich.
Alien59 schrieb am 29.01.2012 um 06:43
Danke, Miauxx. Ich schreibe schon nichts mehr hier über Syrien, weil ich die Reaktionen schon vorhersagen kann.
Wer sich hier so aufführt, möge bedenken, dass das bei mir quasi vor der Haustür ist.

Hinzu kommt: Erinnerung an Hama. 30000 Menschen hat der Vater dieses Assad dort abschlachten lassen, 1982, kein Internet, keine Handykameras, wie heute. Kaum Eingreifen möglich. Aber muss deshalb jetzt gewartet werden, bis es mehr als 30000 sind?

Libyen: da habe ich bis jetzt meine Meinung nicht geändert, dass die NATO einmal was Gescheites angefangen hat, aus welchen Gründen auch immer. Und komischerweise habe ich aus Libyen selbst auch noch nichts anderes gehört.

Aus Syrien dafür viel Bitterkeit: ob man weniger Wert sei, als die Libyer, und Assad deshalb schlachten lassen dürfe, soviel er wolle? Warum die Welt zuschaue?
miauxx schrieb am 30.01.2012 um 00:34
@Alien59

Danke für Deine Zustimmung, aber hier

"dass die NATO einmal was Gescheites angefangen hat, aus welchen Gründen auch immer."

kann ich nicht zustimmen! Zumal mir auch unklar ist, wie man etwas als "gescheit" erklären kann, während einem die Gründe dessen gleich sind!!??
abghoul schrieb am 28.01.2012 um 18:16
Ich denke auch das die Leute in Syrien sich falsch organisieren.
Aber Leuten die am verrecken sind mag ich irgendwie nicht in die Eier treten.
Habe hier schon einige hitzige Diskussionen mit Syrern gehabt.
Die einen wünschen sich ogar einen Krieg herbei, in der Hoffnung dann ihr herbeigesehntes "Kurdistan" aus den Überresten aus dem Iran,Syrien und dem Nordirak zusammenzubasteln.
Die nächsten wollen einfach nur Assad loswerden.
Andere wollen einfach nur ihre Verwandten in Sicherheit sehen.

Sicher, das wird wohl schief gehen da unten, egal wie es läuft.
Und besser wir lenken uns irgendwie ab,.. ist ja nicht vor der Haustür...
Aber trotzdem wünsche ich den Leuten alles Gute, dazu wird wohl auch gehören müssen sich was vernünftiges, gemeinsames Auszudenken.
Im Augenblick zersplittern die ja in zich verschiedene lokale,religiöse und kulturelle Interessensgemeinschaften :(
Aber euch noch viel Spaß beim nachtreten...
thinktankgirl schrieb am 28.01.2012 um 22:03
Die bellizistische Propaganda nervt!

zititiert nach Hadie

Seid ihr alle merkbefreit?

Es ist noch kein halbes Jahr her, da wurde Libyen in Schutt und Asche gelegt! Im befreiten Irak sind schätzungsweise 500.000 Zivilisten ums Leben gekommen.
Die Spätfolgen der Uranmunition sind noch gar nicht abzuschätzen.
KarinL. schrieb am 29.01.2012 um 00:37
@thintankgirl ich bin ganz bei dir.

Und was ist nun besser für die Menschen in Libyen geworden?...

Bevor hier jemand Partei für einen Krieg ergreift, sollte er erstmal darüber nachdenken wer davon profitiert und zu welchem Zwecke Kriege geführt werden.

Für alle die es noch nicht wissen...Kriegen dienen in erster Linie geostrategischen und ökonomischen Zwecken! Die Menschen, das Volk hat gar nichts davon. Die haben nur Elend und Leid. Und in Libyen wird es jetzt wohl auf unbestimmte Zeit Bürgerkriege geben, wie überall, wo Kriege inszeniert wurden! In Libyen ging es dem Westen nur ums Öl. Man wollte Gadaffi loswerden, weil er sich gegen den Westen gestellt hatte. Weil dort lukrative Ölquellen liegen. Und in Syrien ist es nicht anders. Wenn die Menschen da wirklich etwas ändern wollen, müssen sie es aus eigener Kraft schaffen. So leid wie mir das Elend und die Verletzung der Menschenrechte da auch tun.

Und wer jetzt immer noch nicht begriffen hat was die USA im Irak angerichtet hat, sehe sich auf Youtube die entsprechenden Bilder dazu an! Diese Uranmuniton verstümmelt noch die nächste Generation!

Was soll das ganze hier darstellen?? Ein Aufruf zum Krieg in Syrien? Schaut euch doch nur die beiden mit ihren Transparenten an...nichts für ungut. Für mich sind diese Fotos inszeniert.
miauxx schrieb am 29.01.2012 um 01:36
@KarinL.

Natürlich sind diese Fotos inszeniert. Es sieht doch der berühmte Blinde mit dem Krückstock, dass da Menschen Schilder in die Kamera halten ... Zudem schreibt der Autor hier, dass das als ein Auf- oder Hilferuf aufzufassen sei. Also viel Scharfsinn braucht man für diese Feststellung nun wirklich nicht!
Klar, wir wissen dass der Westen nicht an den Menschen selbst dort interessiert ist.
Ich nehme aber mal an, Sie wissen auch nicht besser als ich, wie die Lage in Syrien tatsächlich ist. Ist sie so, wie uns der obenstehende Text und die Bilder nahelegen, sowie auch, dass der Autor tatsächlich diesen Freund in Syrien hat, so würde ich das nicht gleich mit Kriegspropaganda gleichsetzen.
Um mich jetzt nicht zu wiederholen, siehe auch: www.freitag.de/community/blogs/schwabinger/schrei-nach-freiheit#comment-363873
Nietzsche 2011 schrieb am 28.01.2012 um 22:30
Dass Bilder nicht DIE WAHRHEIT sein müssen, sollte bei aller Freiheitsbegeisterung doch zu akzeptieren sein. Umgekehrt werden Bilder des syrischen Fernsehens ja sofort verunglimpft.
Da ich selbst noch nie in Syrien war, verlass ich mich auf glaubhafte Zeugenaussagen.
Daher empfehle ich "Jürgen Todenhöfer im Interview „Wir inspizierten gerade ein glimmendes Wrack"; erschienen im "Tagesspiegel" vom 23. 01.2012.
thinktankgirl schrieb am 28.01.2012 um 23:40

Nietzsche 2011 schrieb am 28.01.2012 um 22:30
Dass Bilder nicht DIE WAHRHEIT sein müssen, sollte bei aller Freiheitsbegeisterung doch zu akzeptieren sein.

Vor allem Bilder auf denen deutschsprachige Schilder zu sehen sind.
thinktankgirl schrieb am 28.01.2012 um 23:47
BTW: Ich würde keine Bilder ins Internet stellen, auf denen die Gesichter der Demonstranten klar zu identifizieren und dank der Ortsangabe leicht auffindbar sind.
Die könnten tatsächlich schnell in einem Folterkeller landen.
Das ist absolut fahrlässig was Sehstaerke hier macht!
miauxx schrieb am 29.01.2012 um 01:47
@ttg

Da hast Du recht! Ob es sich hier um Naivität handelt? Gut gemeint, aber deshalb auch mindestens einmal zu wenig nachgedacht ...?!
weinsztein schrieb am 29.01.2012 um 01:48
Wer sind die Menschen auf den Fotos?
Was sind ihre politischen Forderungen - außer: Weg mit Assad?
Was meinen sie, wenn sie per Plakat mitteilen "Russland und das Regime in Syrien töten uns"?
Warum halten sie Stangen hoch mit Bildern von Menschen (auf einem erkenne ich Assad), deren Köpfe nach unten hängen?
Verlangen sie Hilfe des Westens nach libyschem Vorbild?

Meine syrischen Freunde sehen Assad sehr kritisch, würden aber solche Plakate nicht tragen. Sie wollen demokratische Reformen, einige hatte Assad vor den Aufständen 20112/2012 schon zugestanden und weitere zugesagt. Sie wollen auf gar keinen Fall eine vom Westen herbeigebombte Regierung von Muslimbrüdern. Ich glaube, unser Bloggerkorrespondent aus Damaskus denkt ähnlich.
Sehstaerke. schrieb am 29.01.2012 um 14:07
Ohne mich nun zu sehr in diese Debatte einzumischen, schließlich hat sie mein Text ja gerade hervorgerufen, möchte ich dennoch gerne ein paar Dinge klarstellen.

Diese Fotos erreichten mich von meinem Freund aus Syrien, versehen mit der Bitte, sie einem möglichst großen Publikum zugänglich zu machen.

Selbstverständlich sind sie, wie miauxx zutreffend feststellte, in dem Sinne gestellt, dass sie gerade unser aller Aufmerksamkeit hervorufen sollen.

Womit ich dennoch vorsichtig wäre, ist eine inhaltliche Bewertung der Aktion. Im Endeffekt will ich auch hier in die gleiche Kerbe schlagen, wie miauxx zuvor: Aus der Ferne, noch dazu geschützt durch die Anonymität des Internets, verbittet sich meines Erachtens jegliches Urteilen über Menschen, die sich in einer solchen Situation wiederfinden.

Klar, auch ich bin gegen Krieg, auch ich habe mit Grausen die Bilder des exekutierten Gaddhafi in Lybien vernommen, doch schließen sich solche Bilder und ein einfacher Appell nach Freiheit wirklich aus?

Schändlich mag die Art und Weise der Kriegsführung sein, die Art und Weise der Instrumentalisierung der Notsituation wie in Lybien durch die westlichen/NATO-Mächte, doch das Verlangen in Freiheit zu leben, hat nichts Schändliches.

Mein syrischer Freund, der im Übrigen eher ein zurückhaltender Mensch ist, hat sich bewusst dazu entschieden, mit diesen Bildern an die Öffentlichkeit zu treten - eben gerade weil er bereit ist, für seinen Wunsch nach Freiheit gewisse Risiken einzugehen.

Bevor wir das Bestreben dieser Menschen, dieses Volkes aus der Ferne, versehen mit einer Prise pazifistischer Arroganz, verurteilen, sollten wir uns vielleicht eher in Mitgefühl und Solidarität üben statt in Besserwisserei und Zynismus.

Denn letztendlich tun wir dann nichts anderes, als das was wir den kriegsführenden Westmächten vorwerfen - wir instrumentalisieren die syrische Bewegung, indem wir uns selbst eine Deutungshoheit über ihre Sache zusprechen.
Phineas Freek schrieb am 29.01.2012 um 15:17
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„Alles fängt immer damit an, dass da Menschen sind, die es sich leisten können, die richtigen Fragen zu stellen.“
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