schwarzbart

Schwarzbarts BordLog

16.02.2011 | 16:54

Finanzskandal in der Piratenpartei

Bereits zum 2. Mal versucht ein WAZ-Journalist, der Piratenpartei einen "Finanzskandal" anzudichten. Mit seröser Arbeit hat das nichts zu tun. Der Mann hat nur unsere eigenen Veröffentlichungen gelesen und in grotesker Weise aufgeblasen. Das kann nicht unkommentiert bleiben. Im Artikel im WESTEN => www.derwesten.de/nachrichten/politik/Anonyme-Spenden-Piratenpartei-drohen-Rueckzahlungen-id4287396.html geht es um ein paar tausend Euro, die in der Gründungsphase der Partei nicht ordentlich verbucht wurden. Darüber hätten wir schlichterdings schweigen können. Das aber stünde einer Partei, die sich politische Transparenz auf die Fahnen geschrieben hat, nun wirklich nicht zu Gesicht. Also haben wir darüber geredet. Und schon hatte Klaus Brandt seinen Skandal "aufgedeckt". Was für ein kühner Mann...

Was man sicher ausschliessen kann, ist, dass diese "anonymen" Spenden von ausserhalb der Partei kamen. Viele unserer Mitglieder sind Akademiker und mit einem entsprechendem Gehalt in Lohn und Brot. Da wurde, in der Anfangszeit, noch völlig naiv, wahrscheinlich der eine oder andere Hunderter auf den Tisch gelegt, um die Piraten vor Ort kampagnenfähig zu machen.
So was tun Demokraten in einer Demokratie, wenn sie ihrer Sache dienen wollen, einfach so und nitunter auch ohne Quittung. Piraten gehören nun mal nicht zu denen im Lande, die schlaflos im Bett liegen ob der Frage, wie sie die Reitstunden ihrer Tochter von der Steuer absetzen können.
Heute, 2011, nachdem wir für eine kleine, junge Partei zwei respektable Wahlkämpfe bestritten und unsere Mitgliederzahl verzehnfacht haben, werden solche Dinge notwendigerweise professionalisiert - übrigens durchaus auch im Hinblick auf die zu erwartende "Staatsknete".
Die Kampagne des Herrn Brand gegen uns, ist nichts anderes als der Versuch, eine junge und möglicherweise aufstrebenden Partei zu diskreditieren - mit einem "Skandal", den er mitnichten aufgedeckt hat. Das überstiege zweifellos seine journalistischen Fähigkeiten. Ich bitte Sie: Der Mann ist über 35 und immer noch bei der WAZ. Das heisst, die richtigen Zeitungen im Lande - SZ, Zeit, Spiegel & Co finden ihn nicht gut genug. Die Geschichte, die er hier nun schon recycled, ist bei den NRW-Piraten online nachzulesen. Wir selbst haben herausgefunden, dass es in der Gründungsphase gelegentlich zu buchhalterischen Ungenauigkeiten gekommen ist. Und wie selbst haben - im Sinne des von uns vertretenen Transparenzgedankens - öffentlich darüber gesprochen
Ausserdem wird mit unsere Partei immer mal wieder der Bote für die nicht zu leugnende Wahrheit geschlagen: Die Tage der auf Papier gedruckten Zeitung sind gezählt. Für diese Tatsache mangelt es der WAZ-Gruppe schlicht am Geschäftsmodell. Und das heisst: Qualitätsjournalismus. Spiegel, Zeit und Süddeutsche publizieren online und gratis und machen dabei Gewinn.
Was für ein peinlicher Artikel.

Gepostet am Mittwoch, dem 16,2, im Diskussionsforum des Westens und in meinem Blog beim FREITAG - für den Fall, das so ein missliebiger Beitrag von der Leserredaktion spurlos rausgelöscht wird. Passiert bei der WAZ gelegentlich.

 
Senden Bookmarken Drucken
schwarzbart
Seit 35 Jahren Computerkid, und Weltenbummler, Koch, Jazzer, Autor. Und neuerdings Parteimitglied. Rückschlüsse auf meinen Nick sind ausdrücklich erwünscht.
Mitglied seit:
3 Jahre 15 Wochen
Zuletzt aktiv:
15.12.2011
Status:
Blogger
Aktivität:
Beiträge: 25
Kommentare: 166
Mein Projekt:
Logbuch
14:41
ebertus hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:37
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:36
doimlinque hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:35
DandelionWine hat gerade einen Kommentar geschrieben.
14:23
Ismene hat gerade einen Kommentar geschrieben.
Jürgen Roth Gazprom – das unheimliche Imperium Westend Verlag 2012

316 Seiten. Gebunden.

19,99
 
Das Imperium Gazprom verfügt über eine eigene Armee und einen mächtigen Geheimdienst. An verantwortlichen Positionen arbeiten ehemalige KGB-Agenten, sein privater Besitz ist absolut geschützt, die Verantwortlichen sind unantastbar. Mit Hilfe williger deutscher und europäischer Industrieller versucht es, den Energiemarkt zu monopolisieren und die Verbraucher abzuzocken. Jürgen Roth enthüllt, wer hinter den Kulissen die Fäden zieht >> mehr
Arte-Kooperation

portlet_ArabienArte.png

portlet-gaertnerbuch.png

wir müssen reden

Probe-Abo

probeabo260x120.jpg

Aktuelle Ausgabe bestellen
Der gefährlichste Mann Europas?

Ausgabe 21/2012
24.05.2012

keine Versandkosten
kein Aufpreis

Einzelpreis: 3.60 €

>> bestellen
der Freitag Kollektion

Freitag-Kollektion_Gaertner.jpg

Arte

portlet_arte+zeile.pngportlet_arte+zeile.png

Freitag-Buchshop.png

 
 
 
 
© der Freitag Mediengesellschaft mbH & Co. KG