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Trinke gerade einen Kaffe aus dem Bolaven, der Hochebene in Südlaos. Selbst beim Bauern gekauft. War früher eines der weltweit grössten Anbaugebiete für die Blumen des Bösen. Nun Kaffe und Tee. Für die Bauern macht's keinen Unterschied.
So ist die Substitution in Laos gelaufen. In Burma haben die versprengten Kuomintang - Soldaten mit dem General der legendären Wah-Armee gegen die Regierung in Rangoon paktiert und ihren Krieg mit Opium finanziert. Als die Regierung ihnen Frieden anbot, schlugen sie ein und verboten den Bauern, Opium anzubauen. Substituve Angebote? Fehlanzeige. Die Bergstämme mussten ihre kargen Gipfel verlassen und sind in der Tiefebene praktisch alle an Malaria gestorben. Was für ein toller Frieden...
Der Bolaven hat auch eine Geschichte, eine ganz eigene. Ihr erinnert euch an das Mädchen, das in Pakistan gesteinigt wurde, wegen der Familienehre - nachdem sie offensichtlich vergewaltigt wurde? Nun, so was machen fanatisierte, ungebildete Pakistani mit Frauen.
Merkels bejubelten Lieblingsverbündeten kriegen das mit ganzen Landstrichen hin: Anfang der 70er machten sich ein paar Divisionen der nordkoreanischen Armee am Rande des Bolaven, an der Grenze zu Südvietnam breit. Die friedlichen Lao waren mit ihrer kleinen, schlecht gerüsteten, unmotivierten Armee zu keinem Zeitpunkt in der Lage, diese Verletzung laotischer Souveränität zu beenden. So weit die Vergewaltigung durch Nordvietnam.
Nordvietnamesische Truppen, auf der anderen Seite der Grenze zu einem dieser verfickten Reisfresserstaaten? Hier kommt dann von US-Seite die Steinigung ins Bild, in Gestalt meiner liebsten Massenmörder-Horden: Den Bomberpiloten der US-AirForce. Nachdem die Vietnamesen einen Streifen des Bolaven, direkt an der Grenze, etwa 5% des Territoriums, als Aufmarsch- und Ruheraum missbrauchten, kippten unsere tollen Freunde von der Weltpolizei auf das gesamte Hochplateau halb so viel Bomben ab, wie über Deutschland während des 2. Weltkriegs, dabei selbstverständlich vorzugsweise Streumunition. Die hat noch 20 Jahre später Opfer gefordert.
Die Hauptstadt des Bolaven, Pak Xiou, damals mit ca 35000 Einwohnern wurde, beispielsweise komplett von der Landkarte radiert.
Wer jemals in Indochina unterwegs war, findet hunderte solcher Geschichten, die alle sagen: Man kann nicht Europäer UND zivilisiert UND mit den USA verbündet sein.
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Lieber Schwarzbart,
ach wenn die Welt so einfach wäre. Die USA - ja wohl ein Grund zum Verzweifeln. Doch ganz so einfach ist es nicht. Es gibt sie auch die Amerikaner die man schätzen kann. Auch wenn es einem angesichts der Bilder eines Jubel-Mobs schwerfällt. Nur Terror bleibt Terror. Egal von wem. Zum Ausgleich: Als ich am 11. September 2001 auf der Leopoldstraße eine kleine Menschentraube vor einem Bildschirm bemerkte, dachte ich im ersten Moment an ein Fußballspiel. Bevor ich mir weiterdenken konnte sah ich die ersten Aufnahmen vom World Trade Center. Heute kann ich beim besten Willen nicht mehr sagen, ob zu diesem Zeitpunkt bereits das zweite Flugzeug den Zwillingsturm getroffen hatte – denn die Bilder der einstürzenden Türme dominieren nach wie vor meine Erinnerung. Der Grund liegt einfach darin, ich saß vor meinem TV-Gerät, als diese beiden Ereignisse sich damit für immer in mich unauslöschlich einbrannten. Jeder Fußballfan weiß um den Unterschied zwischen einem Livegeschehen und der Wiederholung. Nur der Augenzeuge vor Ort erlebt noch intensiver als der, der in Echtzeit die Fassungslosigkeit teilt, mit der die Bilder kommentiert werden. Nie zuvor und nie seit her sah ich Vergleichbares. Dies stelle ich voran, nicht meine zahllosen positiven Erlebnisse in den USA oder Begegnungen mit US-Amerikanern. Nein, ich bin ganz sicher kein Anti-Amerikanist. Das ein Farbiger Präsident werden konnte, ließ Hoffnung wachsen. Die Hoffnung, die Schmerzen eines Freunds Amerikas, der , wie unendlich viele Amerikaner in Bush Junior das Schlimmste sahen, was den USA seit langem widerfuhr. Auch wenn es hinreichend viele Anzeichen gab, mit Präsident Obama zu hadern, die Hoffnung blieb auch wenn sie sank. Nun ist sie verschwunden. Worin liegt nun noch ein Unterschied zwischen Bush und Obama, wenn man einmal von der Krankenversicherung absieht, von der nicht sicher ist wieviel wie lange bleiben wird. Nein nicht der Umstand ist zu kritisieren, wenn der meistgesuchte Terrorist mittels einer Spezialeinheit gestellt wird. Nur wenn eine Einheit bestens ausgebildeter junger Navy Seals in schußsicheren Westen, bis an die Zähne bewaffnet einem unbewaffneten alten Mann gegenübersteht, dann fällt es mir schwer zu glauben, es hätte eine Situation gegeben, die eben anders als zu beschreiben ist, als mit dem Wort: LYNCH-JUSTIZ. Der Oberbefehlshaber sitzt derweil hinter einem hochrangigen Militär auf einem deutlich kleineren Sessel und beobachtet die Szene in Echtzeit. Das fand ich gruselig und sehr bezeichnend, gerade so, als würde ihm ein schlechtes Gewissen verbieten, sich noch weiter in den Vordergrund zu schieben. Vielleicht liegt wenigstens darin ein Unterschied zu Bush. Nun aber gehören sie beide vor ein Gericht und noch will ich glauben, daß das Strafmaß für Bush das für Obama übersteigt. |
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Alles schrecklich. Bis zur Herstellung einer wirklichen politischen Zivilisation ist es noch ein weiter weiter Weg......
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Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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