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Schweden. Dieses Land, in dem die Elche abgeschossen, Mando Diao und ihre Freunde aber unbehelligt Plattenmillionäre werden dürfen. Als ob es nicht genug von diesen 16-Jährigen Mangelernährten gibt, die sich einreden, ihre Gegend sei die langweiligste der Welt. Und die sich deshalb enge Jeanshosen anziehen, Gitarren umhängen und dann ins Mikro brüllen, dass sie unbedingt vögeln oder viel Bier trinken wollen.
Nun aber Applaus für die schwedische Band Yamon Yamon. Der Name klingt wie „Superlecker“ auf Kinderjapanisch, doch die vier Musiker lassen diesen ganzen Frisuren-Jeans-Quatsch gleich beiseite und machen mit den üblichen Instrumenten überaus unübliche Musik.
In dem Song The Darker Place klingt die Band wie Death Cab For Cutie zu der Zeit, als die US-Amerikaner es dem Hörer noch nicht so einfach machten wie heute, plus nullkommanulleins Prozent Freejazz. Da sollte der Hörer gleich mal beim Hören aufs Meer schauen, wenn die Sonne darin versinkt. Oder aus dem Zugfenster, wenn die Bahn irgendwo zwischen Fulda und Eisenach unterwegs ist und es auch noch regnet.
Der Song The Darker Place ist hier als kostenloser Download verfügbar. Genauso wie die ebenso tolle B-Seite You Are So Clothes To My Heart. Das überragende Debütalbum der Band erscheint heute, am 29. Januar. Es heißt This Wilderness.
Foto: Tendervision
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Viel Kompromisse gemacht, dass die Gitarren im Hintergrund wie dutzende Glöckchen in hellem Glitzerstrahl...
Der tief gezupfte Bass in The Darker Place hätte reichen müssen. Nix Indie. Dann die Denkpausen (You Are So Clothes To My Heart), Liedkiller. Der amerikanische Akzent und alles gezupfte u. das Getrommel! Ich glaube es klingt nach Kinderfuss, Gymnasiasten, auf dem Weg nach oben. 5`te Kolonne des Mainstream. Wie gesagt, nix Indie. Und wenn die Sonne untergeht würde ich die Musik als nervig bezeichnen. Aber nicht kotzen. |
Ausgabe 07/12
16.02.2012
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