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Spaniens Polizei scheint sich gerade mit ein paar Gewaltübungen auf die offenbar für nächstes Jahr erwartete konservative Machtübernahme vorzubereiten. Schauplatz Barcelona:
www.20minutos.tv/video/bmuvFKLO-brutalidad-en-la-plaza-de-cataluna/
www.heise.de/tp/blogs/8/149914
www.heise.de/tp/blogs/8/149915
www.radio-utopie.de/2011/05/27/polizei-raumt-brutal-camp-der-demokratiebewegung-in-barcelona-proteste-vor-spaniens-botschaften/
(dort auch diverse Videos)
www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,765387,00.html#ref=rss
Für heute Abend 19:00h wird um internationale Demos vor spanischen Botschaften gebeten.
Ich selbst bin- wegen blanker Uniformiertheit - nun wirklich nicht der geeignete Kommentator für die Ereignisse in Spanien, aber das Wahlverhalten der dortigen Widerständler hat mich doch etwas verwundert. Vielleicht hat die Polizeiaktion heute einen Aufweckeffekt bei den Demonstranten und auch bei der noch herrschenden Mehrheit dahingehend, dass man aufeinander zugeht und sich darauf besinnt, was man( an Faschismus) hinter sich hat, und dass man eigentlich nicht nur deswegen das gemeinsame Interesse haben sollte, an Lösungen für die offenkundigen Mißstände zu arbeiten. Eigentlich gehört die derzeitige Regierung ja wohl an die Seite der Demonstranten und nicht an die Seite des Kapitals......
Nachtrag 1: Passend zum Generalthema gibt es bei 3SAT ein Interview mit Stéphane Hessel.
www.3sat.de/mediathek/?mode=play&;;;;;;;;;;;obj=25355
Zitate:
"Der größte Feind der neuen Generation ist die Übermacht der Finanzmächte", so Hessel. "Wenn wir versuchen wollen, dass diese Finanzmächte uns nicht unterdrücken, sondern fördern, dann müssen wir erst die Regierungen dazu bringen, dass sie sich gegen diese Mächte wehren können. Die Völker haben sich kürzlich in Tunesien, in Ägypten, jetzt in Syrien und Spanien, empört, um zu sagen: 'Dies sind unsere Bedürfnisse. Ihr Regierungen müsst diese Bedürfnisse vorwärts bringen und euch nicht von den Finanzmärkten unterdrücken lassen.' Das ist die Dialektik der neuen Jugend....
.....Ich denke, gerade diese neuen Empörungen sind gewaltlose Empörungen", sagt Stéphane Hessel. "Gewalt bringt Gewalt. Gewaltlos kann man handeln. Wenn man handelt und zusammensetzt und vorwärts geht, dann braucht man keine Gewalt mehr. Das ist die Welt von morgen. Das wünsche ich unseren Jugenden. Sie wollen keine Gewalt. Sie wollen klug und vorwärts."
www.3sat.de/mediathek/frameless.php?url=/kulturzeit/themen/154585/index.html
Bleibt zu hoffen und zu wünschen, dass Politik & Medien in Spanien dies auch begreifen und ihre Polizei entsprechend sozialisieren.
Bei Politblogger (Danke!) fand ich zu diesem Komplex noch einen Hinweis auf Konstantin Wecker, der auch die Verbindung zu S21 im Blick hat:
Zitate:
°Man schaue sich mal diese verkniffenen Gesichter der Apologeten der Finanzwirtschaft mal an, die fast ersticken an der Bürde ihrer Macht und der Rolle die sie uns vorspielen. Und nun seht euch die Menschen aus Spanien an, diese lebendigen Gesichter und sie zeigen uns doch allen: Widerstand macht Spaß!!
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Widerstand ist nicht nur ein Grundrecht des Menschen, Widerstand ist auch Vergnügen, weil man seine Meinung nicht mehr verstecken muss, bis man am Schweigen erstickt, weil man ja im tiefsten Inneren sowieso weiß, dass man mit allem was lebt verbunden ist und deshalb nicht fliehen kann vor dem Elend.
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Und diese Menschen sind ja auch nur eine Teil einer internationalen Bewegung der ich von Herzen wünsche, dass sie nicht die Fehler macht der 68er Generation, deren zum Teil großartige[n] Ideen am Machismo und am Fundamentalismus der meisten ihrere Vordenker zerbrochen sind.
.....
Danke an alle, die dabei sind. In Gedanken, Taten, mit Liedern und Ideen, nah oder fern. Wie sagte Bert Brecht so schön: Kultur ist das Vergnügen, die Welt zu verändern."
Nun, wie sich gerade wieder zeigt, ist Widerstand nicht immer und für jeden ein Vergnügen.....
Zum Hintergrund Bernardo Gutiérrez im Tagesspiegel:
www.tagesspiegel.de/kultur/yes-we-camp/4228640.html
www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,765333,00.html
www.zeit.de/2011/22/Spanien-Aufruhr/komplettansicht
und dies:
unser-politikblog.blogspot.com/2011/05/spanischer-fruhling-statt-eu-banken_28.html
oder auch dies:
www.jungewelt.de/2011/05-28/008.php
und, last but not least, nochmals das Manifest:
alles-schallundrauch.blogspot.com/2011/05/manifest-der-spanischen-revolution.html
Nachtrag 2, 23:26 Uhr: Interessant die Reaktionen auf die Ereignisse in Barcelona in unterschiedlichen Medien. Im Internet fanden sich sehr schnell ausführliche Berichte (siehe die Links oben). Das ZDF berichtete kurz in heute. In der ZEIT wurde zeitnah und wird immer noch darüber diskutiert. Bei FREITAG und seiner Community verschwanden die beiden Hinweise auf die Gewalt schnell und undiskutiert im Orkus. Wie heißt es doch in der Bibel: an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.......
www.zeit.de/politik/ausland/2011-05/spanien-proteste-gewalt
Letzte Bearbeitung 28.5.2011, 20:35 h
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StuttgartStehtAuf An das Generalkonsulat Spaniens in Baden-Württemberg. Sehr geehrter Herr Luis Gómez De Aranda Villen, mit Entsetzen habe ich Bilder von der Verletzung der "Charta der Grundrechte der Europäischen Union" in Spanien erleben müssen. Auf friedliche Demonstranten wurde von der spanischen Polizei mit Gummiknüppeln eingeprügelt und mit Gummigeschossen wurde auf diese friedlichen Demonstranten gezielt geschossen. Manche Bilder von den Prügelexzessen zeigen, dass sogar auf behinderte Menschen in Rollstühlen und junge Frauen im gebährfähigem Alter, bei denen eine Schwangerschaft nicht ausgeschlossen ist, eingeprügelt wurde. Das ist einem demokratischen Staat innerhalb der EU nicht würdig! Bitte nehmen Sie - als Botschafter - ihren Einfluss wahr und verurteilen Sie diesen Gewaltausbruch der spanischen Polizei aufs Allerschärfste! In der "Charta der Grundrechte der Europäischen Union" steht: www.europarl.europa.eu/charter/pdf/04473_de.pdf "Recht auf Unversehrtheit (1) Jede Person hat das Recht auf körperliche und geistige Unversehrtheit. Ihre Polizeieinheiten haben dieses Recht auf sträflichste Weise verletzt! Hoffend auf Antwort XXX XXX Bürger der EU --- E-Mail-Adresse: cog.stuttgart@mae.es siehe auch: www.parkschuetzer.de/statements/81250 Generalkonsulat Spanien: Adresse: Lenzhalde 61, 70192 Stuttgart Telefonnummer: 0711-99 79 80 0 E-Mail-Adresse: cog.stuttgart@mae.es Sprechzeit: Mo. - Fr. 08.30 - 14.00 Uhr Leiter: Herr Luis Gómez De Aranda Villen, Generalkonsul Konsularbezirk: Land Baden-Württemberg |
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Gute Idee, mcmac!
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hallo seriousguy, ja - ist wirklich erstaunlich das desinteresse hier ... anstatt sich zB. darüber zu wundern, ob die linken antisemitisch sind oder werden, sollte man vielleicht mal einen blick auf die straße werfen - da geht der internationale faschismus gerade spazieren ....
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Hallo iDog,
es wäre natürlich reizvoll, jetzt mit der Weimar-Keule zu kommen, aber als Stuttgarter kann man das auch als Süd-Nord-Gefälle betrachten: "Der revolutionäre Geist des Südwestens sollte eigentlich schon seit rund 500 Jahren, seit dem Ausbruch des Deutschen Bauernkriegs 1524, bekannt sein. In den berühmten "Zwölf Artikeln von Memmingen" formulierten die Bauern seinerzeit erstmals in Europa Freiheits- und Menschenrechte und stellten diese als Forderung an den Schwäbischen Bund. Geschichtsschreiber nennen den Bauernkrieg auch "Revolution des gemeinen Mannes". Klingt doch sehr nach Wutbürger." www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2011/05/da-unten/#c1351 Da liegt es eigentlich nahe, dass man einen schon sehr putsch-ähnlichen Versuch, die eigene Stadt zu zerstören zum Anlass nimmt, mal ein paar Strukturen zurecht zu rücken. Und es entsteht auch quasi automatisch Interesse und Verständnis für andere, die dies ebenfalls anpacken. Und so schaue nicht nur ich seit Beginn dieses Jahres fasziniert und voller Sympathie noch weiter nach Süden und frage mich, weshalb ich mich nie mehr DAFÜR intreressiert habe. Ansonsten mache ich auch seit einem Jahr die Erfahrung, wie revolutionär und visionär das (neue?) Bürgertum sein kann, während mir meine linke Heimat zunehmend als ein Kirchensprengel der Zeugen Jehovas erscheint - eigenartige gruppendynamische Verläufe inklusive. Und dann gibt es vielleicht auch irgendwann mal eine zunehmende Kluft und Entfremdung zu dem, was weiter nördlich nicht passiert. Gut, dass wir hier vor Ort jetzt unsere eigenen alternativen Medien haben...... Vielleicht ist es ja so, dass man dem "internationalen faschismus" am besten mit intaktem, über die Generationen hinweg solidarischem Bürgertum begegnen kann. Hier wie in Spanien wie in ..... |
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@ iDog (2)
Ich muss meine Kritik zurückziehen. Es scheint sich nicht um einen Boykott des Themas zu handeln. Es ist nur ein Boykott des Autors. |
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"Ich bin am Sonntag um 18 Uhr am Schloßplatz, angemeldet oder nicht. Venceremos. Und ich versuche noch die Admins davon zu überzeugen, einen Daueraufruf zu bringen."
"Wir sollten uns irgendwie einigen, wo und wann wir uns treffen, und das muß dann auch hier angepinnt werden... sonst wirds irgendwie nix " "Facebook......." "werde auch zum schloßplatz kommen 18 uhr" "Na dann...muss man wohl am Sonntag, 18 Uhr, auf'm Schlossplatz sein, was? Als Erkennungszeichen schlage ich vor, das jeder -nein- nicht den Schwäbischen Pflasterstein- mitbringt, sondern den Grünen Gummiknüppel -eine böse spanische EHEC-Salatgurke." ...bitte auch mal hier schauen: www.parkschuetzer.de/statements/tags/deshonra ;-) |
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@Seriousguy, ich habe manchmal den Eindruck, dass einigen hier „der Bürger“ etwas suspekt ist, obwohl selbst ein Hardcore-Anarchist ein mit allen Bürgerrechten ausgestatteter Bürger ist.
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@ Fro
Na ja, es gibt wohl historische Erfahrungen und Theorien bei der Linken, die "Bürger" allzu sehr mit "Kapitalismus" verknüpfen und "Kapitalismus" mit Klassenkampf von oben. Das Problem scheint mir, dass bei uns im Zuge der Neoliberalisierung der Klassenkampf von oben mit einem linken Klassenkampfversuch von unten beantwortet wurde, der angesichts der derzeitigen gesellschaftlichen Strukturen aussichtslos sein dürfte. Dass zumindest Teile des Bürgertums durchaus auch Betroffene dieses Klassenkampfes von oben sein können und dass selbst das "Kapital" kein einheitlicher Block sein muss, passt nicht in solch vereinfachtes Kampf-Denken. Und dieses Denken selbst - egal ob von oben oder von unten - schafft langfristig genau die Fronten, die es von vornherein behauptet. Und wo würde man jemand wie Robert Bosch da zuordnen? Eine Vermutung aus Stuttgarter Erfahrungen könnte sein, dass dies nicht so sein muss, wenn man bereit ist, auf schematisches Denken zu verzichten, offen aufeinander zuzugehen und gemeinsame Anliegen zu erkennen und gemeinsam durchzukämpfen. Dass ein Bahnhof - bzw. die damit einhergehende Zerstörung einer Stadt - ein solches Anliegen sein kann, und dass sich dazu "klassen"- und generationenübergreifene Bündnisse bilden können, ist eine Erfahrung, die man genau anschauen sollte. Und man sollte dabei auch sehen, wie an solch einem Anliegen die Frage durchgefochten werden kann, wem eine Stadt bzw. ein Land gehört. Wenn dies geklärt ist, stellt sich dann natürlich die nächste Frage: wie ist das Land dann zu gestalten? Was in Spanien ein solch konkretes Projekt sein könnte und ob es eines solchen überhaupt bedarf, kann ich natürlich nicht beurteilen. Aber die o.a. Bündnisse scheinen sich dort ebenso zu bilden wie in Nordafrika. Und das scheint mir der entscheidende Punkt der Ermächtigung zu sein - wobei der Ausgang durchaus überall noch offen ist....... |
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Ein sehr lesenswerter Kommentar.
Ich mag den Kapitalismus auch nicht, und wäre ich Harry Potter, würde ich ihn einfach wegzaubern. In der realen Welt ist alles langsamer. Wir brauchen als erstes demokratische Verhältnisse, in denen die Bürger bestimmen können was sie wollen..... |
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....und Kapitalismus wird es mit Sicherheit nicht sein, wofür sich die Bürger entscheiden....wofür sonst, ist die interessante Frage.
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Interessante Infosplitter - vor allem auch für Auswärtige und Menschen in Hausarrest ;) ! Danke, mcmac.
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...bitte auch mal hier schauen: www.freitag.de/community/blogs/tycho/ende-einer-buergermeisterkarriere
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Danke für die Berichterstattung. Bürgeraufstand in BW und nun in Spanien – das finde ich ziemlich ermutigend – auch eure Solidarität.
Trotz Repression sollte man m.E. nicht allzuviel Zeit mit dem Anklagen der staatlichen Gewalt verbringen, sondern weiter die staatliche Macht von unten auflösen – gut durchdachte formulierte Ziele der demokratische Erneuerung – Macht von „unten“.... Selbstorganisation... |
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("Meide die Popkultur!" P.Licht) |
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Lehmannbrothers vs. Kirchenzehnter
Erst mal danke fuer die Infos oben. ..."Der revolutionäre Geist des Südwestens sollte eigentlich schon seit rund 500 Jahren, seit dem Ausbruch des Deutschen Bauernkriegs 1524, bekannt sein. In den berühmten "Zwölf Artikeln von Memmingen" formulierten die Bauern seinerzeit erstmals in Europa Freiheits- und Menschenrechte und stellten diese als Forderung an den Schwäbischen Bund. Geschichtsschreiber nennen den Bauernkrieg auch "Revolution des gemeinen Mannes". Klingt doch sehr nach Wutbürger."... Deutscher Bauernkrieg: Ursachen und Umfeld ...wirtschaftliche Not und soziales Elend, Schwierigkeiten, gegenüber Grund-, Leib- und Gerichtsherren Recht zu erhalten, und nicht zuletzt Missstände in Kirche und Klerus... Man darf den Ablasshandel dieser Zeit (so um 1500) nicht unterschaetzen, oben Feiern, unten Malochen, man verteilt weisse Bändchen an Frauenhandgelenke in Budapest (Hamburg-Mannheimer) und im Fegefeuer wird weiterge-StraussKahnt ("Blow-Job im Auftrag vom Mann mit dem Dreizack", ohne schlechtes Gewissen, was ist das schon?!). Da kam dann Luther mit seinen 95 Thesen die er am 31. Oktober 1517 ans schwarze Brett in Wittenberg genagelt hatte. Den Kirchenzehnten darf man auch nicht unterschlagen. Heute haben wir "Hedge - Fonts" mit grosser gesellschaftlicher Teilhabe, auch die Deutsche Bank laesst sich nicht lumpen, wenn es um karikative Zwecke geht, "...Soziales: Chancen eröffnen Hilfe zur Selbsthilfe - das ist das Fundament unsers sozialen Engagements in allen Regionen der Welt, in denen wir tätig sind..." www.deutsche-bank.de/csr/de/soziales.htm Das ruehrt unsere Hartz IV Empfänger zu Traenen, dieses Verausgaben am gesamt-gesellschaftlichem Gleichgewicht. Nachdem man die Produktion der Produkte die wir jetzt billig konsumieren nach China und Bangladesch ausgelagert hat, soll man sich jetzt nicht ueber 40 % Jugendarbeitslosigkeit aufregen. Da fliegt dann eben der Deckel um die Ohren, Barcelona und Madrid sind ein Vorgeschmack, das hat auch nicht ganz so viel mit zeitgenössischer Realpolitik zu tun, sondern da gehts wieder um "...wirtschaftliche Not und soziales Elend...", das wird dann politisch schnell ausgeschlachtet, Rechts wie Links, obacht! Es fehlen Visionen in der Politik, was ist Arbeit 2020? Und wie kann er gesellschaftlich "Entlohnt" werden? |
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@ tlacuache
Die Fronten scheinen mir in der Tat noch dieselben - wenngleich auf "höherem" Niveau. Und das Problem ist auch nicht die Ungleichheit, sondern die unbegründete Ungleichheit. "Visionen" sind vielleicht gar nicht mal das, was zuallererst fehlt. Mir scheint, es fehlt zunächst einmal die Wahrnehmung der Realität und das offene Gespräch miteinander, das nicht auf Beherrschung, sondern auf Aushandlung zielt. |
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Es sollte dringendst kontinuierlich irgendwo auf englisch berichtet werden, was in spanien läuft und wie konkret organisiert wird. Habe nur das gefunden (aber noch nicht lange gesucht):
https://15mayrevolution.wordpress.com/ |
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Was soll die spanische Regierung denn tun?
Den Bankrott erklären? Heimlich Euros drucken? Die Wiedereinführung der Peseta ankündigen? Man weiß es nicht... |
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@ gewerberv
Na ja, das sind wohl eher Themen, die man zumindest auf europäischer Ebene angehen müsste. Aber in Spanien wäre es doch schon mal ein Fortschritt, wenn man sich aus dem Horizont einer offenbar ziemlich korrupten Kaste lösen und mit den Menschen überhaupt erst einmal reden würde. Wie soll man Probleme lösen, die man nicht einmal kennt? Das ist im Übrigen genau das, woran es auch hier in Stuttgart mangelt, zur Zeit vor allem bei der SPD. Die politische Kaste hier hat ihre Beschlüsse so gefasst, als ob es uns Bürger gar nicht gäbe. Bei uns mag es dabei um "Luxusprobleme" gehen, bei Hartz IV geht es schon um elementarere Dinge - beschlossen von Menschen, die vom Leben der damit Beglückten offenbar eine Minus-Ahnung hatten. Dass da womöglich die eine oder andere Idee in einem Puff kam, daran will ich lieber erst gar nicht denken.... Und das sind ja die Modelle, deren Umsetzung man auch anderswo erwartet. Besser und jetzt absolut notwendig scheint mir dagegen: miteinander reden. Und zwar alle europäischen Parteien und Regierungen mit ihren Bürgern. Einander überhaupt erst mal kennenlernen. Und dann gemeinsam die Probleme anschauen und nach Lösungen suchen. In anderen Worten: Schluß mit Basta. Und nur durch neue Bündnisse zwischen Regierungen und Bürgern kann man auch den wirtschaftlich Mächtigen etwas entgegensetzen. |
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Die Bilder erschrecken. Ist dies die neue EU Wirklichkeit. Wenn der Bürger es leid ist für Verfehlungen anderer EU Staaten zu zahlen zum Nutzen der Banken. Dann auf die Strasse gehen um Ihre Meinung zu formulieren, werden die Bürger schon von den Prätorianern des Kapitals erwartet, die Ihnen die passende Antwort geben.
Was lernt der mündige Bürger daraus. Mund halten , Arbeiten und zahlen. Und wenn durch falsches Verhalten der Politik die Inflation immer weiter steigt und der Bürger massiv verarmt. Kein Problem. Hauptsache Ruhe bewahren. Also irgenwoher kennt man das doch... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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