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Anton Hysén, schwul, Profi-Fußballer (Sohn des ehem. Fußball-Profis Glenn Hysén)
Glenn Hysén, zu seinen aktiven Zeiten einer der international erfolgreichsten schwedischen Fußball-Profis und Vater von Anton Hysén (ebenfalls Profi-Fußballer) der sich als schwul geoutet hat, unterstützt seinen Sohn und erklärt öffentlich, "wie verdammt stolz er auf seinen Sohn ist."
Anton Hysén hat damit das Glück in seiner Familie (zwei seiner Brüder sind ebenfalls Profi-Fußballer) Rückhalt, nach seinem mutigen Schritt, zu haben.
Der Vater Glenn hatte bereits bei der Stockholmer Pride-Parade (CSD) 2007 einen Auftritt, der heute in anderem Licht erscheint:
Glenn Hysén (ehem. Fußball-Profi), Vater von Anton Hysén
Zitat Glenn Hysén: "Wir behaupten, dass der Sport gut für junge Leute ist", erklärte (Glenn) Hysén auf der Pride: "Angeblich für alle Jugendlichen. Aber wie leicht ist es eigentlich für einen 16-jährigen Fußballer, sich vor seinen Mannschaftskameraden als schwul zu erkennen zu geben?" Und er fuhr fort: "Manchmal erzieht der Sport Menschen zu Teamplayern. Manchmal aber offenbar auch zu ängstlichen Herdentieren mit Schwulenphobie."
Was damals kaum jemand wusste: Er sprach von seinem eigenen Sohn, von dem er einige Monate vorher erfahren hatte, dass er schwul war. Und der das wiederum vier weitere Jahre später als 20-jähriger dann auch öffentlich machte. Quelle: "Verdammt nochmal, wo sind alle anderen?", taz (Deutschland-Version Print) 11.03.2011, Seite 19 www.taz.de/1/sport/artikel/1/verdammt-wo-sind-alle-anderen/
Zitat Anton Hysén: "Verdammt nochmal, wo sind alle anderen?" Einerseits gibt er damit seiner Erwartung Ausdruck, mehrere könnten seinem Beispiel folgen, andererseits hegt er auch keine Illusionen: "Es gibt nun mal Leute, die mit Homosexuellen nicht klarkommen. Wie es Rassisten gibt, die mit Ausländern nicht können. Womöglich gibt es Vereine, die an mir interessiert gewesen wären, aber für die das nun anders aussieht." (Quelle: taz - siehe vorherigen Absatz -)
Und die Verfasserin eines Regenbogen-Ratgebers für Firmenchefs, Petra Elisson, ergänzt, dass sie sich vorstellen könne, dass Anton Hysén ein "(...) fantastisches Vorbild für manchen Jungen werden könnte ..." (Quelle: taz - siehe oben -)
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wenn man einen solchen sohn hat, kann man schon allein wegen dessen guten aussehens, fortkommens und der offenbar sozialen kompetenz stolz auf ihn sein. letztendlich wünschen sich eltern, dass die nachkommen ihren platz in der gesellschaft finden - einen anerkannten platz.
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@manstruator
"(...) kann man schon allein wegen dessen guten aussehens, fortkommens und der offenbar sozialen kompetenz stolz auf ihn sein ..." Vollkommen richtig! In diesem Fall kommt aber hinzu, dass der Vater ausdrücklich stolz darauf ist, dass der Sohn den Mut hatte evtl. Nachteile bewußt hinzunehmen, wenn er sich outet ... (siehe Blog) |
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Hat Anton Glysen mit seinem Coming Out das Leben eines Fußball-Fans ruiniert?
"(...) Lange konnte der offen schwule Fußballprofi Anton Hysén nicht an den Glückwünschen zu seinem öffentlichen Coming-Out erfreuen, von einem ehemaligen Fan hat er nun eine Hass-E-Mail erhalten. In einem Interview mit der BBC liest er die E-Mail auszugsweise vor, dort heißt es... ‚Hallo, du hässliche Tunte, ich schau' mir deine Spiele nicht mehr an, weil du mein Leben ruiniert hast. Ich werde mir nie wieder Fußball ansehen.' Wie der Onlinedienst ggg.at berichtet, zeigt sich Anton Hysén von der Mail allerdings unbeeindruckt: ‚Ich denke mir, OK, was soll ich jetzt tun? Soll ich mich dir zuliebe in eine Ecke stellen und heulen? (...)" Quelle: www.pride1radio.com/index.php/pride1aktuell/2010-schwuler-fussballprofi-von-hass-mails-unbeeindruckt |
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Korrektur: Der Mann heißt natürlich Anton Hysén :-), sorry!
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Sind wir in Deutschland gegenüber Schweden tatsächlich so rückständig?
"Philipp Lahm warnt schwule Fußballer vor Coming-out ... Im Interview mit der "Bunten" erklärte der verheiratete Außenverteidiger, dass ein Coming-out einem einzelnen Spieler viel Kummer bereiten könnte: "Für denjenigen, der es tut, würde es sehr schwer werden. Ein offen schwuler Fußballer würde Schmährufen ausgesetzt sein", sagte der 27-jährige Kapitän des FC Bayern München. "Es ist schade, aber Schwulsein ist im Fußball - anders als in Politik und Showgeschäft - immer noch ein Tabuthema". Er selbst habe jedoch "keinerlei Berührungsängste" mit Schwulen. Ein homosexueller Mitspieler wäre deshalb für ihn kein Problem (...)" Quelle: www.queer.de/detail.php?article_id=14260 |
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"(...) Bei einer Pressekonferenz erklärte "Tatort"-Schauspielerin Ulrike Folkerts, das Coming-out eines Profi-Fußballers in Deutschland könne schlimme Konsequenzen haben (...)
(...) bei der Vorstellung des neuen SWR-"Tatorts". "Im Abseits" handelt von einem Mord unter Fußball-Nationalspielerinnen und soll am 19. Juni im Ersten ausgestrahlt werden. Wäre sie ein Profi-Fußballer, würde sie sich nicht offenbaren, erklärte die offen lesbische Schauspielerin in der Pressekonferenz weiter: "Ich befürchte da echt das Schlimmste" (...)" www.queer.de/detail.php?article_id=14293 |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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