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„Integrations“ Bambi des *Burda-Verlags für den deutschen Rapper Bushido
Wer ist Bushido?
Geboren am 28.09.1978 in Bonn, als Sohn einer deutschen Mutter und eines tunesischen Vaters (der trennte sich früh von der Mutter seines Sohnes) wuchs er, als deutscher Staatsbürger, bei der allein erziehenden Mutter in Berlin auf.
Homophobe Ausfälle:
In seinem, selbst verfassten, Song „Berlin“ fand sich 2003 die Textzeile: „Berlin wird wieder hart, denn wir verkloppen jede Schwuchtel.“
Nach öffentlichen Protesten weigerte sich seine Plattenfirma (Universal-Records) im Jahre 2005 die Sequenz „(…) Ihr Tunten werdet vergast" zu veröffentlichen.
Bei einem Konzert 2007 schimpfte er auf, gegen Homophobie demonstrierende, Schwule und Lesben von der Bühne herab: "Die Wichser können demonstrieren, sich aufhängen - ich scheiß drauf".
In einem Interview 2009 erklärte er: "Ich finde es nicht normal, schwul zu sein". Auf Proteste von Schwulen und Lesben reagierte er mit dem Zeigen des Mittelfingers.
Aufgrund dieser öffentlichen Proteste hat Bushido immer wieder scheinbar eingelenkt, aber nur um kurze Zeit später in seinen krankhaften Hass gegen Schwule und Lesben zurück zu verfallen und diesen dann erneut öffentlich in volksverhetzender Weise zu artikulieren.
Als bekannt wurde, dass Bushido gestern ausgerechnet einen Bambi für „seine Verdienste um Integration“ bekommen sollte, fühlten sich weltweit Schwule und Lesben vom Burda Verlag verhöhnt und organisierten Proteste:
Eine Facebook-Gruppe gegen die Auszeichnung organisierte in kurzer Zeit mehr als 13.500 Unterstützer. Auf Twitter wurde Bushido ebenfalls zum Thema. Und Teilnehmer einer spontanen Demonstration am Ort der Preisverleihung (Wiesbaden) trugen Plakate wie "Bambi der Schande" und hielten Songtexte von Bushido in die Höhe.
Bei der gestrigen Bambi-Verleihung äußerte sich der, ebenfalls ausgezeichnete, schwule Sänger der deutschen Popgruppe „Rosenstolz“, Peter Plate, auf der Bühne über Bushido, ohne dessen Namen zu nennen, wie folgt: „(…) er freue sich, bei der Verleihung dabei zu sein aber, um morgen noch in den Spiegel schauen zu können, müsse er etwas sagen. Es sei sicher richtig, Menschen eine zweite Chance zu geben. Aber einen Sänger auszuzeichnen, der Sachen singt und sagt, die frauenfeindlich, schwulenfeindlich, schlicht menschenverachtend sind, finde er nicht korrekt ...“ Dafür erhielt Plate Beifall.
Der so Kritisierte bat sich daraufhin ausgerechnet den „Respekt“ aus, den er Schwulen, Lesben und Frauen so offenkundig versagt.
Proteste
Im Vorfeld der Auszeichnung hatte der Preisverleiher (Burda Verlag) alle Kritik zurückgewiesen und trotzig darauf beharrt Bushido als „gelungenes Beispiel für Integration“ auszuzeichnen. Ganz abgesehen von den homophoben und frauenverachtenden Ausfällen des Rappers, kann ich nicht nachvollziehen wieso ein, als Deutscher Geborener und in Deutschland Aufgewachsener, sich „integrieren“ musste, obwohl er nicht als Migrant ins Land kam, sondern seit seiner Geburt in Deutschland alle staatsbürgerlichen Rechte für sich in Anspruch nehmen konnte.
Die Proteste gegen die Preisverleihung reißen indes nicht ab. Politiker und Prominente zeigen sich empört über den Burda-Verlag und in der schwul-lesbischen Community wird zum Boykott von Burda-Produkten aufgerufen.
*Burda-Verlag:
Zielgruppenzeitschriften
Special-Interest-Zeitschriften
TV- und Radiosender
Burda Broadcast Beteiligungen:
Quelle: Wikipedia
Dieser Text wurde, als Gastbeitrag, auch auf dem Jacob Jung Blog veröffentlicht. Vielen Dank dafür, Jacob! bit.ly/uSinBC
Anmerkung:
Ich werde hier - aus den bekannten Gründen - auch weiterhin nicht bloggen und kommentieren. Mein heutiger Beitrag bleibt die Ausnahme
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Danke für diesen Beitrag. Ein Preisträger Bushido ist nicht nur Schwulen oder Lesben ein Ärgernis, es ist schlicht eine mordsmäßige Sauerei, einem solchen Menschenverächter irgendeine "Ehre" zuzusprechen, denn er hat erwiesenermaßen keine.
Das "Hiernichtmehrbloggenwollen" sollten Sie sich aber wirklich nochmal überlegen, denn Ihre Beiträge zu Musikthemen, zur Politik und dem Leben im allgemeinen wurden nicht nur von mir gerne gelesen. Herzlichen Gruss |
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@Vaustein
Ich stimme Ihren Worten vollinhaltlich zu. |
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Es ist erschreckend, wie unreflektiert insbesondere in linken deutschen Medien mit dem Thema Integration umgegangen wird:
Nicht an einer Stelle Ihres Beitrags hinterfragen Sie, ob es nicht ungeheuerlich ist, einem Deutschen einen Integrationspreis in Deutschland zu verleihen. Bushido wurde in einer fränkischen Kleinstadt als Sohn einer deutschen Bäckerin geboren. Sein Vater, zu dem die Familie früh den Kontakt verlor, kam aus Tunesien. Bushido hat Deutschland die ersten 25 Jahre seines Lebens nicht verlassen, dann führten ihn seine Reisen nach Österreich, Dänemark und die Schweiz. Selbstverständlich war Bushido nie in Tunesien, hat keinerlei Verwandte oder Freunde dort und spricht natürlich ausschließlich Deutsch. Es gibt keine Verbindung zum Ausland, außer der einer ethnischen Abstammung. Offenbar ist man aber damit in Deutschland genügend Fremdkörper, um noch 30 Jahre lang integriert werden zu müssen. Wem verleihen wir als nächstes den Integrationspreis? David McAllister? Immerhin hat der noch eine ausländische Staatsbürgerschaft und Familie und Freunde in UK. Oder ist Großbritannien zu "artverwandt" um eine Integration zu rechtfertigen. Dann nehmen wir doch Philipp Rösler, der hat es immerhin ganz ohne deutsche Abstammung zum Vizekanzler geschafft. Zu Recht würde man Empörung ernten. Stellen Sie sich doch mal vor, die USA würde Martin Sheen (dessen Vater Mexikaner war) einen Integrationspreis verleihen, weil aus ihm trotz Abstammung ein toller Amerikaner geworden ist. Nicht vorstellbar, von einem Land, das nicht im letzten Jahrtausend verblieben ist. Oder stellen Sie sich mal vor, die würden mit einer Tunesierin in Deutschland an Kind zeugen, dem man dann auf die Schulter klopfen würde, weil es sich trotz Abstammung so toll integriert hat. Es ist für mich unverständlich, dass dies hier nirgendwo thematisiert wird. Das wäre der Bild-Zeitung nicht passiert. Dort ist man in Anbetracht der deutschen Geschichte scheinbar sensibler und weiss, dass Bushido genauso deutsch ist wie Heino, Bratwurst oder Döner. |
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Guter Punkt, der leider total übersehen wurde. Ich kopiere mal diesen Kommentar aus rap.de/news/6035 hier rein den ich vorhin gefunden habe, weil er das Problem ebenfalls anreisst und verdient gewürdigt zu werden:
"Vision 10.11.2011 Die Ehrung ist falsch und das hat nichts mit seinen Texten oder seinem Image zu tun. Bushido ist als Sohn einer deutschen mit der deutschen Staatsbürgerschaft in Deutschland geboren und hat von Gebur an sein ganzes Leben hier verbracht. Aus diesem Grund braucht er war nie etwas anderes als ein Deutscher und braucht sich aus diesem Grund nicht zu integrieren. Die Ehrung leistet deshalb der in Deutschland verbreiteten Wahrnehmung vorschub, Deutscher könne nur sein, wer äußerlich mit "deutschen" Merkmalen ausgestattet ist. Niemand würde auf die Idee kommen Lukas Podolski einen Preis für Integration zu verleihen, obwohl beide Elternteile nicht deutscher Herkunft sind, und er erst im Alter von zwei Jahren nach Deutschland gekommen ist. Podolskis Zugehörigkeit zur deutschen Gesellschaft wird als selbstverständlich akzeptiert, da er in seinem Äußeren den gängigen Vorstellungen eines Deutschen entspricht. Die Verleihung eines Preises für Integration ist deshalb eine Diskriminierung. Aus dem selben Grund haben es Deutschtürken, Afrodeutsche und andere Nachfahren nichteuropäischer und als andersartig aufgefasster Einwanderer auch in der zweiten oder dritten Generation noch schwer als Teil der deutschen Gesellschaft Akzeptanz zu finden, unabhängig davon wie gut sie die Sprache beherrschen, welchen Schulabschluss sie gemacht haben und in welchem Umfeld sie sich bewegen. Dementsprechend sollte Bushido den Bambi unter hinweis auf seine deutsche Abstammung und Sozialisation ablehnen und die Stifter des Preises dazu anregen, sich damit auseinander zu setzen, welches Deutschlandbild sie mit ihrem Preis eigentlich vertreten." |
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Ich werde hier - aus den bekannten Gründen - auch weiterhin nicht bloggen und kommentieren. Mein heutiger Beitrag bleibt die Ausnahme...komm mal von deinem hohen Ross runter, du alte Mimose... |
Ausgabe 21/2012
24.05.2012
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